Blog 01.10.2010 - 31.12.2010

Mein Kommentar in der ZEIT: Die Kinder der NS - Verbrecher

Das Leben als Sohn eines Kriegsverbrechers ist nicht gerade einfach. Die Väter, so sie denn das von ihnen verursachte Grauen überlebt haben, sind nicht plötzlich zu Demokraten geworden, nur weil die Fahnen umgehängt wurden. Sie haben ihre Spuren sorgfältig verwischt und machten teilweise eine interessante Nachkriegskarriere. Diese Verbrecher waren unter uns bis zu ihrer biologischen Erledigung. Sie gründeten die Bundesrepublik Deutschland, entfernten die schlimmsten Auswüchse der Nazi - Ideologie aus den Gesetzbüchern, arbeiteten aber weitgehend unbehelligt als Ärzte, Richter, Staatsanwälte, Rechtsanwälte, Universitätsprofessoren und in den Polizei - und Geheimdienstorganisationen weiter. Sie trugen weiter ihren Ungeist in die Jugend, in die Hörsäle, in die Gerichte, in die Lehrerzimmer und in die Kommentare zum deutschen Straf -und Zivilrecht und Verfassungsrecht (Öffentliches Recht)und verdarben so eine weitere Generation von Schülern, Studenten und Akademikern. Nicht alle Kinder haben diesen Ungeist in sich aufgenommen, sie begannen zu hinterfragen. Sie wurden dafür von den Vätern misshandelt und von den Familienangehörigen geächtet, teilweise sogar aus dem Familienverbund ausgeschlossen, was die Höchststrafe für ein Kind oder einen Jugendlichen bedeutet. Er versteht zunächst nicht. Dann beginnt er zu forschen, er schreibt Bücher, dreht Filme, durchforscht Archive. Er wird daran gehindert, die wiedererlangte volle Macht der NS - Täter und deren Seilschaften kommen zur Entfaltung. Die Aufklärer werden beschimpft, geächtet und aus der Heimat verstossen. Sie werden zu Kriminellen abgestempelt, müssen sich als therapiebedürftige Soziopathen oder pathologische Wichtigtuer denunzieren lassen. Einige Beispiele:

1. IM SCHATTEN DER VÄTER
Kinder von NS - Tätern melden sich zu Wort.
( Ursula Homann)

2. MEIN GUTER VATER
( Beate Niemann)

3. DIE LAST DES SCHWEIGENS
Gespräche mit Kindern von Nazi- Tätern
(Dan Bar-On)

4. SCHWEIGEN ODER SCHULD
Die Last der Kinder von NS-Tätern
(Ulrike Wanderer)

5. ZUR GEWALTAUSÜBUNG EHEMAHLIGER NS-TÄTER GEGENÜBER IHREN KINDERN
(Jürgen Müller-Hohenhagen)

6. 2 ODER 3 DINGE, DIE ICH VON IHM WEISS
Dokumentarfilm von Malte Ludin, dessen Vater als NS -Verbrecher hingerichtet wurde. Malte Ludin wurde ebenso wie ich aus dem Familienverband ausgestossen und geächtet.

Nur das Gedenken wachzuhalten an die Opfer der NS-Verbrecher, ist das Anliegen meines Beitrages. Manchesmal waren die späten Opfer auch die Kinder der NS-Verbrecher. Auch darum geht es in meinem Beitrag. Um nichts sonst!

Monsieur Rainer

Friday, December 31, 2010
Mein Leserbrief an die ZEIT : Guten Rutsch ins neue Jahr 2011 !
Die Zensur scheint zuweilen willkürlich und wenig plausibel. Die jakobinischen Verfechter der political correctnes in den Redaktionsstuben legen sich wie ein chronischer Ausschlag über das Forum. Wobei die ZEIT immer noch die liberalste Zeitung Deutschlands ist. Sie hat auch den besten Herausgeber, den man überhaupt bekommen kann. Im konreten Fall holzt und pöbelt sich ein Forist durch alle Foren, beleidigt alle und jeden, wird jedoch auffallenderweise von der Redaktion nie bis selten zur Ordnung gerufen. Dies gibt zu denken. Ich habe eine gelbe Karte dafür bekommen, als ich mich gegen persönliche Beleidigungen verteidigte. Es ist wahr, ich griff zu Mitteln aus der Sparte Ironie und zuweilen auch zu zynischen Bemerkungen. Ich soll also aus dem Forum ausgeschlossen werden, der Pöbler bleibt ungestraft. Man macht sich über soviel Ungerechtigkeit so seine Gedanken. Ich werde wohl im nächsten Jahr von Ihnen aus dem Forum entfernt, sollte ich noch einmal den Versuch wagen, mich gegen unqualifizierte Angriffe und persönliche Beleidigungen zu wehren. Doch der Pöbler fristet ein ewiges Dasein. Wodurch konnte er sein Narrenrecht erwerben? Das ist sicher nicht die Art von Fairness, wie Sie sie in London gelernt haben. Ich wünsche Ihnen und Ihrer hochangesehenen Zeitung ein erfolgreiches Neues Jahr 2011. Ich werde wohl nicht mehr dabei sein.

Monsieur Rainer
Thursday, December 30, 2010
Mein Artikel in der ZEIT : KZ Natzweiler - Struthof
Der Ort des Grauens, Natzweiler–Struthof, F – 67 130 Natzwiller, Département Bas-Rhin(67) ist ein weitgehend vergessenes Lager der Nazis. Es wird selten erwähnt bei der Aufzählung des Grauens.

Das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof war ein Straf-Arbeitslager der Nazis nahe dem Ort Natzweiler, heute Natzwiller im Elsass, etwa 55 Kilometer südwestlich von Strassbourg , 8 Kilometer vom Bahnhof Rothau entfernt, auf einem Gipfel der Vogesen in 800 Metern Höhe. Es liegt zwischen Molsheim und Sélestat.

Im September 1940 machte der SS–Oberführer und Geologe Blumberg die Stelle in den Vogesen ausfindig, an der sich
eine Ader mit seltenem roten Granit befindet. Im Auftrag des Reichsführers SS Heinrich Himmler und Oswald Pohl, dem Leiter des SS-Wirtschafts-und Verwaltungs-Hauptamtes, wurde daraufhinbeschlossen, in 800 Meter Höhe am Nordabhang des Mont-Louise ein Konzentrationslager für 4000 Gefangene zu errichten. Blumberg war bei den Deutschen Erd-und Steinwerken (DEST) angestellt, einem SS-Betrieb, der von Himmler 1938 gegründet worden war. Die Firma war auf den Abbau von Steinen spezialisiert und setzte Deportierte für die härtesten Arbeiten ein.

Der rote Granit von Natzweiler-Struthof sollte auf Wunsch von Hitlers Architekt Albert Speer für den Bau des “Deutschen Stadions” in Nürnberg verwendet werden. Am 1. Mai 1941 begann der Bau des Konzentrationslagers, am 21. und 23. Mai kamen in zwei Transporten die ersten Deportierten aus Sachsenhausen an. Mit rund 7000 Gefangenen war das Lager Ende des Jahres 1944 deutlich überfüllt. Etwa 52.000 Personen aus ganz Europa sowie den nahegelegenen Gefängnissen in Epinal, Nancy, Belfort, Besançon und Dijon wurden dorthin sowie in die
Aussenlager deportiert. Allein aus Frankreich kamen 6.800 meist aus rassistischen oder aus politischen Gründen Gefangene. Von den 6.800 Franzosen gehörten 60% der französischen Résistance an und wurden entweder von der SS, der SIPO, des SD, der Geheimen Feldpolizei oder der Abwehrleitstelle “Ast” in Dijon, Abteilung Gegenspionage ( Leiter: Sonderführer–Z Walter K., mein Vater) nach Natzweiler–Struthof deportiert. 22.000 Inhaftierte starben in Folge von Entkräftung, Kälte, Mangelernährung und lagerbedingten Krankheiten, oder sie wurden direkt ermordet.

Die Gefangenen mussten bei kargen Mahlzeiten in den
umliegenden Steinbrüchen für Speers geplante Monumentalbauten körperlich schwer arbeiten. Die dadurch verursachte Todesrate betrug fast 40 %. (Zum Vergleich KZ Struthof 66,5%, KZ Auschwitz 57%, KZ Mauthausen 52,5%, KZ Neuengamme 50%, KZ Sachsenhausen 42%, KZ Bergen-Belsen 40%, KZ Buchenwald 25 %). In Struthof starben allein im Jahre 1941 87 % der Gefangenen innerhalb der ersten sechs Monate. Im Jahre 1942 waren es “nur noch” 60% der Deportierten, die innerhalb des ersten halben Jahres starben.

Darüberhinaus wurden Gefangene auf mehrere Arten ermordet:
Durch Genickschuss, in der Gaskammer, sowie durch Erhängen.
Beim Erhängen gab es zwei Varianten: Bei geheimer Hinrichtung wurde die Person auf einen Schemel gestellt, der dann weggestossen wurde. Das Genick brach und der Tod trat sofort ein. Bei öffentlichen Hinrichtungen mussten sich die Todeskandidaten auf eine Falltüre stellen. Der Strick um den Hals wurde bereits vorher angezogen, sodass das Genick nicht brach. Die sich langsam öffnende Falltür verursachte dann einen schrecklichen Erstickungstod, der sich über mehrere Minuten hinziehen konnte.

Natürlich wurden wie in fast allen Konzentrationslagern grausame Menschenversuche durch SS – Ärzte an den Gefangenen durchgeführt. Es wurden Typhuserreger injiziert und mit den Kampfstoffen Senfgas experimentiert.

Aus Dijon wurden im Jahre 1944 107 Frauen und Männer der
Widerstandskämpfer der Gruppe “ Réseau Alliance “ eingeliefert, die in Natzweiler-Struthof sofort durch Genickschüsse und den Strang ermordet wurden. Die noch existierenden Einlieferungscheine beweisen eindeutig, dass diese Widerstandsgruppe von der Dienststelle “Ast” der Abwehrleitstelle der Wehrmacht in Dijon, Abteilung Gegenspionage in das Konzentrationslager überstellt wurden. Von derselben Dienststelle wurden vier britische Frauen, Mitglieder des britischen Geheimdienstes, nach Natzweiler-Struthof zur sofortigen Hinrichtung überstellt. Als Angehörige der Special Operations Executive (SOE) von der Gegenspionage der Dienststelle “Ast “ in Dijon enttarnt, wurden sie am 6. Juni 1944 mit Phenolspritzen ermordet.

Nach der Befreiung Frankreichs 1944 existierte das KZ –
Natzweiler-Struthof auf dem Papier der deutschen Behörden weiter als Stammlager der vielen Aussenlager, die zwischen Südhessen und im gesamten Bereich Baden und Württemberg errichtet wurden. Die Häftlinge wurden auf sogenannte Todesmärsche geschickt, um sie den herannahenden alliierten Truppen zu entziehen. Es kam dabei auch zu Massenexekutionen an Gefangenen, die nicht mehr gehen konnten.

In zehn Aussenstellen des KZ Natzweiler–Struthof sollte von
1944 an zwischen Hechingen und Rottweil im dortigen schwäbischen ‘Jura’ Ölschiefer im Tagebau gebrochen, in Mailer geschichtet, verschwelt und so zu Öl umgewandelt werden. Öl war knapp. Um nur einige der zahlreichen Aussenlager zu benennen: KZ Bissingen, KZ Erzingen, KZ Dormettingen, KZ Schömberg bei Balingen, KZ Haslach im Kinzigtal, wo alleine 210 Häftlinge ermordet wurden. Zahlreiche Massengräber zeugen heute noch von den grausamen Verbrechen und dem elenden Sterben der Häftlinge der KZ – Aussenlager von Natzweiler-Struthof. Das KZ Echterdingen wurde ab dem November 1944 auf dem Fliegerhorst Echterdingen eingerichtet. Im Jahre 1945 wurde auch dieses Lager aufgelöst. Zurück blieben nur Massengräber. Ein weiteres Aussenlager befand sich in Geislingen/Steige, wo die Häftlinge für die Württembergische Metallwarenfabrik ( WMF) arbeiten mussten. Die Aufseherinnen wurden im KZ Ravensbrück ausgebildet. Bei Anrücken der Alliierten wurden diese Häftlinge in das KZ Dachau “evakuiert”. Daneben gab es noch zahlreiche andere KZ Aussenlager von Natzweiler-Struthof: KZ Neckarelz, KZ Bruttig-Treis an der Mosel, KZ Mannheim-Sandhofen, KZ Aussenlager Spaichingen bei Tuttlingen, die in einem zehntägigen Marsch in das Allgäu deportiert wurden. Nur etwa die Hälfte der Deportierten überlebten den Todesmarsch, sowie dem KZ Aussenlager Heppenheim, deren Insassen ebenfalls nach Dachau deportiert wurden.

Der damalige Lagerkommandant, der schon vor Natzweiler– Struthof und danach im KZ- Bergen-Belsen Kommandant verschiedener Konzentrationslager war, war die sogenannte Bestie von Bergen-Belsen, SS–HauptsturmführerJosef Kramer. Er wurde am 10. November 1906 in München geboren und wurde am 13. Dezember 1945 von den Alliierten hingerichtet. Seine NSDAP Mitgliedsnummer war 753.597. Er kam aus einfachen Verhältnissen, zog mit seinen Eltern nach Augsburg und wurde Elektriker. Er war in einem Warenhaus angestellt und arbeitete auch als Buchhalter. Von 1925 – 1933 war er praktisch arbeitslos. Am 20. Juni 1932 trat er in die SS ein (Mitgliedsnummer 32.217). Vom November 1934 bis Juni 1936 arbeitete er im KZ Esterwegen in der Kommandantur. Danach kehrte er nach Dachau zurück, wo er im Schreibdienst eingesetzt wurde. Danach war bis 1938 im KZ Sachsenhausen in der Adjudantur beschäftigt und stieg dann zum Leiter der Poststelle auf. Erst im KZ Mauthausen bei Linz in Österreich stieg er erstmals in den direkten Lagerdienst auf. Nach einer Station in Auschwitz absolvierte er die Schulung zum Lagerführer im KZ Dachau. Danach erst wurde er im KZ Natzweiler-Struthof als Schutzhaftlagerführer eingesetzt. Im Jahre 1942 stieg er zum Lagerkommandanten auf. Im Frühjahr 1943 erhielt er das Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse. Er erhielt im Jahre 1945 das Kriegsverdienstkreuz erster Klasse, wurde aber bei der Befreiung des Konzentrationslagers verhaftet und von einem britischen Militärgericht zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde am 13. Dezember 1945 durch den britischen Henker Albert Pierrepoint vollstreckt.

PS: Der Leiter der Abteilung Gegenspionage in der Dienststelle AST der Spionageabwehr der Wehrmacht war Sonderführer-Z Walter K. (mein Vater) und enger Freund des Chefs des SD im Reichssicherheitshauptamt (RSHA), SS-Brigadeführer Walter Schellenberg. Sie waren vor dem Krieg beides Rechtsanwälte, Schellenberg am Landgericht Saarbrücken und mein Vater am Landgericht Konstanz. Beide wurden für ihre Verbrechen nie belangt. Mein Vater (ATB-Verbindungsname 'SPATZ') tauchte bis 1949 unter und konnte eine grandiose Nachkriegskarriere in der Bundesdeutschen Justiz machen, Walter "Schelle" Schellenberg sagte als Kronzeuge der Anklage im Nürnberger Kriegsverbrecher-tribunal gegen den Chef des RSHA SS-Obergruppenführer Ernst Kaltenbrunner aus. Angeblich verstarb er 1953 in Turin, was eine Lüge ist. Er wurde Geheimdienstchef des argentinischen Präsidenten Juan Domingo Peron und arbeitete künftig sehr eng mit der CIA zusammen. Der Chef der Geheimen Feldpolizei in Dijon war SS-Oberführer Wilhelm "Willi" Kriechbaum, später Leitender Beamter im Bundesnachrichtendienst (BND).

Quellen:

1. Deutsche Dienststelle für die Benachrichtiung der nächsten Angehörigen der deutschen Wehrmacht (WASt)Berlin AZ: II D 223/1155/10
2. Musée municipale de Natzwiller, Département Bas-Rhin)
3. Gedenkstätte im KZ Natzweiler-Struthof
4. Musée de la Résistance et Déportation Belfort-Besançon
5. Zeitgeschichtliche Dokumentation "TOSCA"

Monsieur Rainer

Wednesday, December 29, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Selektionsrampe an den Flughäfen?
Der "War against terrorism" treibt Stilblüten. Immer absurder, immer abstruser scheint mir die Debatte zur inneren Sicherheit zu werden. Die Paranoia scheint über den Verstand zu siegen. Der "Patriot act" ist wohl nicht mehr fern? Was will uns der Politiker mit dieser ständigen Debatte sagen? Warum verbreiten manche Politiker immer mehr Angst und Schrecken in der Bevölkerung? Es ist ein leicht zu durchschauendes Spiel. Die Unruhe in der Bevölkerung über die herrschende Kaste der Politiker wird immer grösser. Wann kommen endlich Mindestlöhne, die die Unternehmer dazu zwingen, gerechte Löhne zu bezahlen? Wann hat der Souverän endlich wieder die verlorenen Rechte aus dem Grundgesetz zurückerobert? Wielange noch kann Politik gegen die erklärte Mehrheit der Bürger betrieben werden? Die Politiker werden zu Angstbeissern, sie haben immer mehr Angst vor ihrem Volk. Es könnte ja auf die absurde Idee kommen und sich auf seine Rechte besinnen. Deshalb brauchen manche Politiker dieses Ablenkungsmanöver.

Monsieur Rainer


Tuesday, December 28, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT: Vive la France !
Einer sachlichen Frage gebührt auch eine ebenso sachliche Antwort. In Frankreich gilt die gesetzlich garantierte Unschuldsvermutung (presumption innocente). Sie ist elementarer Bestandteil eines jeden Rechtsstaates. Wer also in Frankreich einen unbescholtenen Bürger einer Straftat bezichtigt oder diesen dahingehend verleumdet, wird der "denunciation calomineuse" beschuldigt, angeklagt und verurteilt. Ich stelle fest, dass Jacques Chirac wegen keiner Straftat jemals verurteilt worden wäre. Sein Cassier judiciaire ist vierge! Der Code Penal ist kein Taschenspielertrick, sondern beruht auf dem Code Napoléon! Damit ist das Thema für mich abgeschlossen. Nun zur Atompolitik Frankreichs. Die Force de Frappe wurde nach den Erfahrungen dreier Feldzüge gegen die Nation ins Leben gerufen und ist elementarer Bestandteil unserer nationalen Sicherheit und Unabhängigkeit. Im Jahre 1871 überfiel Preussen Frankreich und gefiel sich in der Geschmacklosigkeit, den preussischen König im Spiegelsaal von Versailles zum deutschen Kaiser auszurufen. Im Jahre 1914 überfiel Wilhelm II., auch Wilhelm der Plötzliche genannt, Frankreich und trieb es fast in den Ruin. Die Schlachtfelder an der Marne, Somme und in Verdun sind blutgetränkt. Im Jahre 1940 überfiel Hitler Frankreich, versklavte eine Million französische Soldaten zu Zwangsarbeitern und liess, unter anderem auch durch meinen Vater, der Sonderführer-Z der Abwehr Wehrmacht im Militärbezirk C in Dijon war, 70.000 französische Juden nach Auschwitz und in das KZ Natzweiler-Struthof déportieren. Dass dabei auch die französische Gendarmerie und die französische Miliz unter dem Befehl von Marchall Petain eine verheerende Rolle gespielt haben, ist eine innerfranzösische Angelegenheit. Dieser Verrat an der Nation war nicht causal für die Rassenpolitik Hitlers. Aus eben diesen gemachten leidvollen Erfahrungen wurde Frankreich zur Atommacht. Nie wieder wird uns ein Land angreifen. Es lebe die Force de Frappe, es lebe diese grossartige Nation!

Monsieur Rainer
Monday, December 27, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Urteil über Chodorkowskij
Schon Alt-Kanzler Schröder adelte Putin als "lupenreinen Demokraten". Und dass Russland ein "Rechtsstaat" ist, der politische Gegner entweder in ihrem Londoner Exil umbringen oder durch bestechliche Richter in russischen Straflagern verschwinden lässt, dürfte auch hinlänglich bekannt sein. Das war ein politischer Prozess gegen einen Regime-Kritiker und sonst gar nichts. Wer als russischer Journalist dies genau so geschrieben oder es gar im Fernsehen gesagt hat, ist ermordet worden!

Monsieur Rainer
Monday, December 27, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT: Die Sicherheit Deutschlands ist in Gefahr
Jedoch wird sie nicht, wie man fälschlicherweise vermutet, durch eventuelle "Terroristen" in Gefahr gebracht. Auch die Taliban haben Deutschland nie angegriffen. Die Sicherheit, das Gemeinwesen, der soziale Frieden in diesem schönen Land wird von manchen Leuten in Gefahr gebracht, die schon i m Reichstag sitzen und nicht von denjenigen, die vielleicht ab und an diese "Debatten" besuchen. Darum sollte das Logo am Reichstag geändert werden: Ich schlage einen Spruch aus Dantes Inferno vor: "Die, die ihr hier eintretet, lasset alle Hoffnung fahren!"

Monsieur Rainer

Monday, December 27, 2010
Der Kalauer der Woche, nachzulesen auf ZEIT - ONLINE

Monsieur Rainer: Ich halte es mit Nestroy : "Der Mensch an sich ist gut, die Leute sind halt ein Gesindel."

ZEIT : Bitte fomulieren Sie Ihre Meinung sachlich. Danke. Die Redaktion/er

Monsieur Rainer
Monday, December 27, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Falsches Bild von Frankreich
Dieses in Deutschland vorherrschende Bild über uns Franzosen ist einer beispiellosen Hetzkampagne und einer permanenten Fehlinformation in Teilen der deutschen Presse geschuldet. Gero von Randow, der ZEIT - Korrespondet hat sich nie an solchen Polemiken beteiligt. Die Hass -Tiraden des SPIEGEL - Korrespondeten Simons scheinen jedoch Früchte zu tragen. Nur zur Beruhigung der Gemüter etwas juristischen Beistand. Ja, es ist wahr, Jacques Chriac hat in seiner Zeit als Pariser Bürgermeister fiktive Angestellte beschäftigt und deren fiktiven Saläre in die Parteikassen umgeleitet. Nun gibt es aber im franzözischen Code Penal eine Besonderheit, die das StGB nicht kennt. Wenn jemand seinen Schaden wiedergutmacht und sich mit dem Geschädigten einigt, zieht der Geschädigte, in diesem Fall La Ville de Paris, seine Nebenklage (Partie civile) zurück. Damit verliert die Republik Frankreich sein Interesse an einer Strafverfolgung. Das Strafverfahren wird also im März 2011 nach Abgabe einer kurzen Erklärung durch die Stadt Paris eingestellt und endet mit einem Freispruch. Wer meine Bücher kennt, weiss sehr gut, dass ich ein erklärter Gegner der Front National (FN) bin und auch kein grosser Verehrer von Nicolas Sarkozy. Jean-Marie Le Pen verachte ich wegen seiner Foltermethoden, die er als Lieutenant in Algerien praktiziert hat und wegen seines offenen Rassismus. Nicolas Sarkozy hat sicher die Allüren eines Arrivisten, schiebt man diese unangenehmen Erscheinungen einmal beiseite, und betrachtet man seine Politik, so ist sie in allen wesentlichen Punkten eine rein Gaullistische. Ich war und bin ein grosser Verehrer Charles de Gaulle, der Deutschland versöhnlich die Hand gereicht hat. Am Tag der Stichwahl für François Mitterand war ich in Paris. Ich gebe zu, dass ich mich von dem stalinistischen Pomp am Pantheon blenden liess, als er eine Rose am Grab von Jean Jaurrés abgelegt hat. Dann kam die Zeit der Finsterniss. Zuerst verstaatlichte er die Schlüsselindustrie, was zu einer Staatsverschuldung verheerenen Ausmasses führte und schliesslich zu einer Massenarbeitslosigkeit führte. Um die streikenden Arbeiter zu beruhigen, stellte er hunderttausende dieser unglücklichen Menschen als Staatsbeamte ein und versorgte sie mit feudalistischen Privilegien. Daran ist Frankreich fast in den Staatsbankrott gelangt. Die Sozialisten, Trotzkisten und sonstige linken Abenteurer stopften sich auf vulgäre Weise die Taschen voll. Der Franzose nennt sie heute noch "Gauche Caviar". Es gab unter keiner Regierung der V. Republik mehr Korruption und Regierungskriminalität wie unter Mitterand. (Vgl. Eva Joly, ehemalige Untersuchungsrichterin in Paris, heute Europa-Abgeordnete der Ecologisten) Die Linken haben jeden Kredit bei den Franzosen verspielt. Sarkozy hat viele Privilegien aus der Mitterand-Ära abgeschafft, hunderttausende völlig unnützer Beamten entfernt, die Haushalte der Ministerien unter die Aufsicht des Rechnungshofes gestellt. Wenn man also heute Nicolas Sarkozy nur auf die lächerlichen Allüren reduziert, greift man zu kurz. Wenn man aber Jacques Chirac als Kriminellen denunziert, obwohl er nie verurteilt werden wird, dann macht man sich einer denunciation calomineuse schuldig. Ich bin kein temporärer Franzose, ich bin Franzose mit Herz, Blut, Verstand und Pass! Ich liebe mein Land. Vive la France!

Monsieur Rainer
Monday, December 27, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT: Die Brioni - Partei SPD
Die SPD im Kaiserreich hat schon aus Angst davor, als vaterlandslose Gesellen dazustehen, den Kriegsanleihen von Wilhelm dem Plötzlichen zugestimmt. In der Weimarer Republik hat der SPD - Kriegsminister Noske eine eher unrühmliche Rolle gespielt und dann wollte die SPD die "Sicherheit Deutschlands am Hindukusch verteidigen". Nun ist es aber gut, liebe alte Tante SPD. Auch diese Partei hat intellektuell nur noch wenig zu bieten. Wenn ein Brioni - Kanzler "Brüder zur Sonne, zur Freiheit" singt, dann hätte man eigentlich misstrauisch werden müssen.

Monsieur Rainer


Sunday, December 26, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT: Die gute alte Tante SPD macht sich mausig
Eine Partei, die einen Bundesverteidigungsminister hervorgebracht hat, der den Leitspruch zum Krieg in Afghanistan kreiert hat: "Die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland wird am Hindukusch verteidigt", hat jeden Anspruch auf Glaubwürdigkeit in meinen Augen verloren. Diese Partei ist genauso intellektuell bankrott wie die anderen Parteien Deutschlands. "Alle Macht geht vom Volke aus", schreibt das Grundgesetz. Das ist graue Theorie geworden: "Alle Macht geht von den Parteien aus", das ist die Realität in einer sogenannten repräsentativen Demokratie. Was ist das eigentlich für ein semantisches Monstrum? Jeder Linguist würde lieber seinen Lehrstuhl aufessen, bevor ihm so eine Rabulistik über die Lippen käme.

Monsieur Rainer
Sunday, December 26, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT: Die Bürgerrechtspartei FDP ?
Gerade die FDP - Justizministerin hätte dieser Partei wenigstens noch einen Hauch von der alten Bürgerrechtspartei verleihen können. Doch auch sie ist kläglich gescheitert. Wo ist den die grundgesetzlich garantierte Trennung von Staat und Kirche? Wo ist die gebotene Trennung von Judikative und Exekutive, wenn der Generalbundesanwalt und sämtliche Generalstaatswälte der Länder weisungsgebundene politische Beamte sind und daher jederzeit beim geringsten Aufmucken gegen die vorgesetzten Justizminister in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden können. Zumindest diese Grundanforderungen an einen demokratischen Rechtsstaat könnte die liberale Justizministerin ohne viel Federlesens erfüllen. Der Generalbundesanwalt gehört von beiden Kammern des Parlamentes gewählt. Die Generalstaatsanwälte gehören von den Länderparlamenten gewählt. Das ist das mindeste, was ich von einem Rechtsstaat erwarten kann.

Monsieur Rainer


Sunday, December 26, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT: Die FDP schafft sich gerade ab, gut so!
Und das ist gut so! Wir sind die ewigen Lieder von vorgestern satt. Der deutsche Steuerzahler subventioniert 6 Millionen Arbeitsplätze, damit die deutschen Waren zu Dumpingpreisen verkauft werden können. Deutschland ist zum Billiglohnland für ganz Europa verkommen mangels eines gesetzlichen Mindestlohnes. In Niedersachsen wird fremdgeschlachtet für ganz Europa durch Sklavenarbeit mit Billiglöhnern. Die Schulden des Staates explodieren trotz eines Wirtschaftsboomes. Es gäbe genügend Themen für eine wirklich liberale Partei nach Karl-Hermann Flach. Doch die intellektuelle Resterampe dieser Partei versucht noch einmal, sich vor dem Sturz in den Orkus der Geschichte zu retten mit der alten Leier von den Steuersenkungen. Nur wenige wollen diese wirklich. Das Volk ist nicht so dumm, um diesen Chimären noch auf den Leim zu gehen. Es ist aus, Herr Brüderle, ich werde weder Sie noch Ihre Partei vermissen. Die FDP war meine Partei zu Zeiten von Theodor Heuss, Walter Scheel und Karl-Herman Flach. Sie ist überflüssig geworden, denn sie hat dieses Erbe verspielt!

Monsieur Rainer
Sunday, December 26, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT: Brüderle verspricht Steuersenkungen
Angesichts eines Wirtschaftbooms ohnegleichen wurde gleichzeitig ein neuer Rekord der Neuverschuldung des Bundes aufgestellt. Das ist keine gute Finanzpolitik, das ist keine schlechte Wirtschaftspolitik, das meine Herren Wirtschafts- und Finanzminister, das ist überhaupt keine Politik. Das ist der Staatsbankrott! Anstatt nun endlich den überbordenden Staat zu verschlanken und die masslose Ausgabenpolitik einzudämmen, legen Sie nun wieder die alte Schallplatte von den Steuersenkungen auf. Die hat schon einen Sprung. Und Sie sollten endlich Ihre persönliche intellektuelle Bankrotterklärung abgeben!

Monsieur Rainer
Sunday, December 26, 2010
" DIE TOTENGRÄBER DER DEMOKRATIE"
Das Buch erscheint am 3. Januar 2011

Monsieur Rainer
Sunday, December 26, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Wulf 's Kessel buntes
Mir hat schon immer gegraust vor den "Heile-Welt-Apologeten". Die Gesellschaft ist nicht bunt und schon gar nicht frei. Sonst wäre der verehrte Herr Wulf nicht im Schloss Bellevue. Die Welt ist auch nicht heil. Sie ist manchesmal sehr böse, oft auch sehr brutal, von Grund auf schlecht, unglaublich verdorben, aber nie heil. Ich halte es mit Nestroy : "Der Mensch an sich ist gut, die Leute sind halt ein Gesindel."

Monsieur Rainer


Sunday, December 26, 2010
Mein Lerbrief in der ZEIT zu den Stalkern in den Foren
Ein intelligenter Kämpfer muss jedoch auch unterscheiden können in wichtige Dinge, für die es sich zu kämpfen lohnt und in unwichtige Dinge, an die man keine Kräfte verschwenden sollte. Gleichwohl zeigt doch mein Blog, dass ich nicht kampflos das Feld räume. Mein Beitrag hat seinen Zweck bereits erfüllt. Wer lesen kann, der soll lesen. Mein Blog ist mein Abschiedsgeschenk an eine von mir hochgeehrte ZEIT mit seinem von mir hoch geschätzten Herausgeber. Wenn der Kampf asymetrisch wird, dann spätestens sollte man das Feld räumen, das habe ich beim Militär gelernt. Leider beherzigt die Bundeswehr diese Regel in Afghanistan nicht und wird es mit viel Blut bezahlen. Mein Stalker kämpft mit asymetrischen Partisanenmethoden, die viel Schaden angerichtet haben, deshalb ist es klug, das Feld zu räumen. Die Moderatoren der ZEIT haben mich enttäuscht! Sie haben jämmerlich versagt! Vielleicht kam bei ihnen auch klammheimliche Freude auf, dass ich endlich verschwinde?

Monsieur Rainer
Saturday, December 25, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT zur Weihnachtsansprache von Wulf
Der Bundespräsident hat die Erwartungen der Politiker und des Kapitals erfüllt. Er hat sich dabei auf das Wesentliche konzentriert. Der Reichtum und Wohlstand einiger ist auch ein wichtiges Anliegen. Für die Religionen, an die viele Menschen längst den Glauben verloren haben, hat er geworben. Vielleicht damit die Armen darüber ihr Elend vergessen? Das ist ein alter Trick der katholischen Kirche! Er hat an den Weltfrieden appeliert, den wir gerade mit dem Schwert und viel Blut am Hindukusch verteidigen. Unwichtiges hat er weggelassen. Dass Deutschland zu einem Billiglohnland mit Dumpinglöhnen heruntergewirtschaftet wurde, dass ausländische Unternehmen immer mehr in Deutschland schlachten und malochen lassen, weil es dort keinen gesetzlichen Mindestlohn gibt, dass Deutschland 6 Millionen Arbeitsplätze mit Steuergeldern subventioniert, damit die Arbeiter überhaupt das Existenzminimum erhalten. Dass das in der Planwirtschaft auch so war und wohin das geführt hat, dazu hörte ich nichts vom verehrten Herrn Bundespräsidenten. Dass Deutschland seit Jahren rückläufige Einkommen hat, dass Deutschland einen ökonomisch verheerenden Handelsbilanzüberschuss erwirtschaftet, der zu Lasten anderer Staaten geht. Dass wir mit Milliarden unsere Agrarindustrie subventionieren, um die Preise künstlich billig zu halten. Dass diese Agrarpolitik dazu führt, dass jede 10 Sekunden ein Kind in der Welt verhungert, nein, das alles hat er nicht gesagt. Er war jedoch mutig. Er hat in der Form Neuland betreten, Respekt. Noch etwas: Er hat vergessen zu erwähnen, dass das Amt an sich und er ad personam völlig überflüssig sind!

Monsieur Rainer
Saturday, December 25, 2010
Comment gérer les emmerdeurs ?


Das ist eine Frage, die sich die Franzosen oft stellen. Die Frage stellt sich spätestens dann, wenn man sich entschliesst, sich in eines der vielen ONLINE – FOREN der Tageszeitungen, Journale und Magazine einzuloggen. Man will interessante Leute kennenlernen, ihre Blogs, Kommentare und Meinungen zu den unterschiedlichen Themen aus Politik, Geschichte, Musik oder Kunst hören, um sich ein besseres Bild von diesen Dingen machen zu können.

In vielen ONLINE – FOREN trifft man auf die unterschiedlichsten Temperamente, die differenziertesten Meinungen, auch viele politisch Gleichgesinnte und, was sehr interessant ist, auf Menschen mit einer anderen Lebenserfahrung, einem anderen Weltbild oder einfach mit einer anderen Vita, aus der dann wiederum höchst interessante Meinungen zu erfahren sind.

Viele Foristen wenden sich eher den Geisteswissenschaften zu, manche sind äusserst begabt darin, komplexe Zusammenhänge präzise auf den Punkt zu bringen, wieder andere bereichern das Forum durch völlig neue Erkenntnisse und Dinge, von denen man noch nie etwas gehört hat.

Die überwiegende Mehrzahl der Foristen befleissigt sich bei den Debatten eines ausgesprochen angenehmen Umgangstones und dies trotz der teilweise konträhren Standpunkte und der oft auch hitzigen Debatten.

Die Veranstalter der ONLINE – FOREN mögen es, wenn kontrovers diskutiert wird und lebhaft an den Debatten zu den oft sehr guten Artikeln ihrer Journalisten teilgenommen wird. Sie erfahren so viel über die vox populi und verfügen so über einen relativ guten Gradmesser der Stimmung in der Bevölkerung.

Manchesmal gehen mit einem Foristen in der Hitze des Gefechtes die Gäule durch und er versteigt sich im Ton. Um auf die Wahrung der Etikette zu achten, unterhalten die Veranstalter einige Moderatoren, die die eingestellten Beiträge auf ihre intellektuelle Redlichkeit, auf einen sachlichen Ton und auf die Wahrung der guten Manieren hin überprüft und wenn es dann einmal sein muss, jemanden zur Ordnung ruft. Und das ist gut so!

In ganz wenigen Einzelfällen tauchen in manchen Foren auch recht seltsame Gestalten auf. Sie haben meist eines gemeinsam: Sie stellen nie einen eigenen Blog ein, weil sie dazu intellektuell meist gar nicht in der Lage sind, oder weil sie sich ganz einfach keiner Kritik stellen wollen. Doch was sie gut können, das ist stänkern. Wir alle kennen diese Typen schon seit der Schulzeit. Es sind die geistig zu kurz gekommenen, die voller Neid und Missgunst auf jeden Foristen einprügeln, ihn mit ihren Tiraden wie ein Stalker von Thema zu Thema verfolgen und sich an den Foristen abarbeiten.

Stufe 1: Zuerst bemerkt man ihn gar nicht

Stufe 2: Man versucht, mit ihm sachlich zu debattieren

Stufe 3: Die Diskussion wird hitziger, man wird wütend

Stufe 4: Man macht den Fehler, den Herrn ernst zu nehmen

Stufe 5: Man keilt zurück und stachelt ihn noch auf

Stufe 6: Der Typ wird immer bösartiger

Stufe 7: Man wird paranoid und glaubt an eine Verschwörung

Stufe 8: Man resigniert und will das Forum verlassen

Stufe 9: Ein anderer Forist springt ihnen bei

Stufe 10: Sie sind moralisch rehabilitiert

Stufe 11: Sie sind zu erschöpft, um weiterzumachen

Von den Veranstaltern ist meist keine Hilfe zu erwarten. Sie scheinen möglicherweise dem Treiben dieser Typen amüsiert zuzusehen. Daraus entspringt dann Stufe 7: Paranoia!

Gefährlich wird es eigentlich nur, wenn einen der Typ googelt. Wenn man dann auch noch als Buchautor arbeitet, dann kann einem folgendes passieren:

a) Der Typt findet heraus, für welchen Verlag sie schreiben und versucht Sie bei Ihrem Lektor fertigzumachen, was ein Volltreffer ist, denn er muss seine Maske abnehmen, um ernst genommen zu werden. Er muss seinen Klarnamen nennen und dann haben Sie diese Type. In Frankreich nennen wir so etwas eine denunciation calomineuse, die mit Gefängnis, oder mit saftigen Geldbussen bestraft wird.

b) Bei den Verlagen kann der Typ meist nicht viel ausrichten, weil die ja ganz gut an ihrem Autor verdienen und täglich solche Briefe bekommen.

c) Doch wehe Sie kritisieren im Forum einmal ein Land, das zufällig auch noch grosse ONLINE – Vertriebe beheimatet, dann können Sie sehr schnell aus deren Listung gestrichen werden.

Und da hört der Spass auf. Deshalb nennen wir in Frankreich solche Typen “Les emmerdeurs”. Sie richten viel Schaden an, kosten Zeit, Geld und viel Nerven.

Conclusio: Wenn ein Buchautor von so einem “emmerdeur” verfolgt wird, dann sollte er das Weite suchen, so schnell er kann.

Je vous souhaite une bonne fête!

Monsieur Rainer





Friday, December 24, 2010
Leserbriefe in der ZEIT zu "ForenBoy"
24.12.2010 um 10.14 Uhr
Bellin


38. ForenBoy @Moniseur Rainer # 34.
Das bringt wohl nichts - ich habe das Gefühl, als ob unser ForenBoy jeglichen logischen Argumenten verschlossen ist! Auch mir klebte er wie ein Schatten an den Fersen und hat sich bis vor kuzem bemüßigt gefühlt, fast jeden meiner Kommentare zu bewerten. Dabei zeigte er einen penetranten Hang zur Verdrehung, Fehlinterpretation und Unterstellung! Da gilt jedoch ein arabisches Sprichwort; "Die Hunde bellen - doch die Karawane zieht weiter!"

Übrigens, zur Demokratie in Deutschland kann ich ein Buch von Hans Herbert von Arnim empfehlen: "Vom schönen Schein der Demokratie : Politik ohne Verantwortung - am Volk vorbei."

Frohe Weihnacht!

Antwort schreiben.
24.12.2010 um 10.20 Uhr
Monsieur Rainer


39. Zu 33.ForenBoy
Aha, jetzt habe ich endlich verstanden, was Sie mit Ihren ständigen Tiraden gegen mich bezwecken. Sie wollen mich aus diesem Forum herausmobben! Ja, warum sagen Sie das denn nicht gleich? Sehr gerne tue ich Ihnen den Gefallen! Sozusagen als mein ganz persönliches Weihnachts - Geschenk an Sie. In diesem Sinne, frohes Fest, verehrter Herr ForenBoy und aurevoir!

Monsieur Rainer
Friday, December 24, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT an "ForenBoy"
Zu 33. ForenBoy. Sie haben mich richtig glücklich gemacht mit Ihrem Beitrag. Soviel Hass muss man sich erst einmal verdienen. Mitleid gibt's am Bahnhof. Ich bin stolz darauf, zu Ihrem ganz persönlichen Objekt des Hasses avanciert zu sein. Sie werden mich immer treu mit Ihren Kommentaren begleiten. Danke!

Monsieur Rainer


Friday, December 24, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT: Uns dürstet nach Demokratie !
Wie hier schon gesagt wurde, die Menschen haben diese Demokratie überhaupt nicht satt. Ganz im Gegenteil, die Menschen sehnen sich nach wirklicher Demokratie. Was heute von den Politikern so verschämt als " repräsentative Demokratie" bezeichnet wird, ist ein Etikettenschwindel. Das ist keine gute Demokratie, das ist keine schlechte Demokratie, das ist überhaupt keine Demokratie! Nicht einmal die elementarsten Ansprüche an eine Demokratie werden befriedigt: Die Trennung von Staat und Kirche, die Trennung von Exekutive und Judikative und das Direktwahlrecht der Bürger ihrer Politiker. Fragen Sie sich doch bitte alle einmal, ob Sie je einen Kanzler, einen Präsidenten, einen Generalbundesanwalt, einen Ministerpräsidenten oder einen Bundesverfassungsrichter in direkter und geheimer Wahl gewählt haben? Wurde je ein zum Minister ernannter Politiker vor seiner Vereidigung einer Befragung durch das Parlament unterzogen? Gibt es einen Gerichtshof, der sich speziell mit Verbrechen von Politikern oder Beamten befasst? Wenn Sie all diese Fragen mit NEIN beantworten müssen, dann leben Sie eben nicht in einer Demokratie, sondern in einer Parteiendiktatur. Sollten dann auch noch die Medien versagen und sich, wie so oft, als Hofschranzen der Macht betätigen und im vorauseilenden Gehorsam devot berichten, dann ist das Fiasko perfekt. Erhard Eppler hat erst vor kurzem in der Süddeutschen Zeitung geschrieben: " Wenn wir nicht bald mehr Demokratie wagen, werden wir schon bald sehr viel mehr Polizei brauchen." Zitatende. Nein, wir sind dieses schöne Land nicht leid, wir sind diese Art von Scheindemokratie leid. Uns dürstet nach Demokratie! Und bevor diese Demokratie-Defizite nicht durch eine neue Verfassung beseitigt werden, sollte Ihr sehr verehrter Herr Bruder auch nicht zur Wahl gehen!

Monsieur Rainer
Friday, December 24, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT: Der Untertan
Ein sehr interessanter Beitrag in der ZEIT. Ja, in der Bundesrepublik Deutschland steckt noch viel von der " guten alten " Kaiserzeit, die keineswegs gut war. Erlauben Sie mir spontan einige dieser Grundübel zu benennen:

1. Grosse Teile des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB)
2. Grosse Teile des Strafgesetzbuches (StGB)
3. Die Ausbildung der Juristen
4. Der Untertanengeist
5. Die mangelnde Zivilcourage
6. Die völlig unverständliche Leidensfähigkeit der Bürger
7. Die Erlahmung der Kampf - und Streik - Lust
8. Den lächerlichen Begriff des "Landesvaters"
9. Der unerschütterliche Glaube an das Gute im Politiker

Und vieles andere, was die Deutschen gegenüber den Franzosen z.B. per se unterlegen erscheinen lässt.

Monsieur Rainer


Thursday, December 23, 2010
Mein Weihnachtsbrief an alle wohlmeinenden Foristen der ZEIT
Nun, was soll ich sagen, ich bin gerührt, dass sich ein kleines Häufchen von mir sehr geschätzter Foristen eingefunden hat. Kommen Sie zu mir, wir essen und trinken in den richtigen Bistros der Franzosen. Da wir hier auch noch vor dem Jahre 1860 eine piemontesische Grafschaft waren, entstand eine besondere Melange von Mensche: Korsen, Franzosen, Italiener, Juden, geflüchtete Algerier, viel englisches Boat-People und zu unserem Leidwesen auch einige Einwohner von Paris. Kurt Tucholsky sagte einmal, alledings sehr kritisch gemeint, "Die Côte d'Aur liegt da und sieht aus". Und das bringt mich wieder zur Satire. Er hat auch gesagt: "Was darf Satire? Alles!" Ich hatte diesen satirischen Jahresrückblick schon geschrieben und musste an die Moderatoren denken. Nein, dachte ich so bei mir, das tust du den jungen Journalisten nicht an. Ich möchte nicht daran Schuld sein, wenn diese jungen Menschen den Glauben an die Menschheit verlieren. Und so wurde lediglich ein verstümmelter Beitrag daraus. Quand même aurevoir à Nice!

Monsieur Rainer
Wednesday, December 22, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT: Oh mein Gott, Dr. Westerwelle protestiert !
Jetzt hat der Diktator in Weissrussland aber Angst bekommen! Herr Dr. Westerwelle kritisiert Weissrussland! Ich rufe Ihnen zu, Herr Dr. Westerwelle, es ist uns völlig gleichgültig, wogegen Sie noch protestieren. Und der geprügelten Opposition in Weissrussland wird das noch gleichgültiger sein, weil Sie nämlich nur noch von einer relativ überschaubaren Zahl auf der ganzen weiten Welt überhaupt noch ernstgenommen werden, am allerwenigsten von Herrn Lukaschenko! Gehen Sie endlich nach Hause, ich habe Sie satt! Satt, satt, satt! Hören Sie, satt!

Monsieur Rainer


Wednesday, December 22, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Bin ich paranoid ?
Was wäre denn, wenn Herr Mappus um seinen Sessel in der Villa Reizenstein fürchtet und sich vorher noch mit Steuergeldern einen schönen, fetten Energiekonzern gekauft hat, um vielleicht nach seiner Abwahl dort Vorstand zu werden? Wohlbemerkt es ist nur so eine Idee. Oder bin ich schon paranoid?

Monsieur Rainer
Wednesday, December 22, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Wer ist Herr im Hause ?
Das ist bekannt! Sicher nicht die "frei gewählten Abgeordneten", sicher nicht der "deutsche Rechtsstaat" und sicher nicht die Mitglieder der Bundesregierung, die diese hohlen Worthülsen ständig wie eine Monstranz vor sich hertragen. Wer der Herr im Hause ist? Derjenige, der auf der Kasse sitzt. Und das ist sicher nicht der Finanzminister, der sitzt nur auf Schulden. Das sind diejenigen, die diesem bankrotten Staat seine Staatsanleihen abkaufen. Und wer sind die? Die Banken! Also, wer ist jetzt Herr im Haus?

Monsieur Rainer
Wednesday, December 22, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Ungarn's neues Mediengesetz
Das Mediengesetz in Ungarn hält der Nachprüfung durch die europäische Kommission nicht stand. Es wird auch vor dem europäischen Gerichtshof für Menschenrechte nicht halten. Es verstösst gegen die Charta der EU von 1953 und gegen die römischen Verträge von 1950. Ausserdem widerspricht es dem europäischen Geist. Wir sollten uns mit Kritik an Ungarn zurückhalten. Auch die deutsche Presse neigt teilweise zum vorauseilenden Gehorsam. Die jakobinischen Verfechter der political correctness sind auch nicht viel besser wie die Pressewächter in Ungarn.

Monsieur Rainer


Wednesday, December 22, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Das Wunderkind von Frau Dr. Merkel !
Der Oberst d. R. Dr. Josef Ackermann war vor seiner Berufung zum DB -Chef Präsident des Schweizerischen Bankvereins (SBV), die dann mit der Schweizerischen Bankgesellschaft (SBG) zur UBS verschmolzen wurde. Die UBS musste 800 Millionen Dollar Strafe bezahlen, weil sie in den USA ein illegales Steuersparmodell aufgelegt hatte. Das alleine ist schon strafbar nach US-Recht. Doch die UBS hat dann durch sogenannte VIP-Betreuer die amerikanischen Millianäre auf den Golfplätzen und auf den Partys gekeilt. Das ist nach US-Recht eine schwere Straftat. Dann hatte die UBS die angelegten Gelder auf ihre Offshore-Filialen auf die Cayman Islands verschickt und dem amerikanischen Fiskus dadurch einen Milliardenschaden verursacht. Dies ist, einmal nicht denglisch ausgedrückt, das Geschätsmodell. Die Börsenaufsicht SEC und das FBI haben dann die Bänker in Handschellen aus der Wallstreet abgeführt und sie vor die Wahl gestellt, die Namen der gekeilten Kunden offenzulegen, oder sie werden brummen bis ans Ende ihrer Tage und die Banklizenz wird entzogen. Ergo gab es einen Deal. Genau so ein Deal ist das nun wahrscheinlich mit der Deutschen Bank. Wie sagte schon unser aller hochverehrter Helmuth Schmidt? Es gibt normale Kriminelle, es gibt Banker und es gibt Investmentbänker. Also Frau Dr. Merkel, ich muss mich doch schon sehr über Sie wundern. Was pflegen Sie eigentlich für einen Umgang? Madame, Sie bewegen sich nicht immer in feinster Gesellschaft. Gehört sich das für eine deutsche Bundeskanzlerin?

Monsieur Rainer
Wednesday, December 22, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Das Leiden der Online - Foristen
Es gibt vieles, was wir alle nicht verstehen. Nach welchen Kriterien werden Foristen gesperrt, Beiträge gelöscht? Ich habe aufgegeben, es begreifen zu wollen. Ein System vermag ich nicht dahinter zu erkennen. Irgendeine dunkle Macht, die die Strippen zieht, an denen wir baumeln? Ich glaube es nicht. Nur eines weiss ich ganz gewiss, wer einmal bei SPIEGELONLINE geschrieben hat und diesen Abgrund an Dummheit dort erleben muss, der einem aus dem Forum ins Gesicht spuckt, dem kann ich nur raten, bei der ZEIT zu bleiben. Ich habe cirka 850 ! Beiträge auf SPIEGELONLINE geschrieben, viele weitere wurden gleich von den Moderatoren gesperrt, bis ich entnervt aufgegeben und selbst "gekündigt" habe. BRIGITTE, DAS BUNTE BLATT, Die BUNTE oder die BILD sind gegenüber dem SPIEGEL investigative Nachrichtenmagazine! Beim SPIEGEL wird nicht mehr berichtet, wie es seriöse Journalisten normalerweise tun sollten, dort wird Meinung gemacht!

Monsieur Rainer


Tuesday, December 21, 2010
Jahres - Rückblick - Nostalgie - Kitsch oder politisches Panoptikum ?
Jeder drittklassige B-TV-Star meint, im deutschen Fernsehen seinen "Jahresrückblick" absondern zu müssen und geht uns damit allen auf die Nerven. Es ist nichts anderes als nostalgischer Kitsch zur Selbstbeweihräucherung des TV-Stars. Wie habe ich das Jahr 2010 gesehen? Es war ein Jahr der verpassten Chancen. Ein Jahr aus dem mir nur Figuren in Erinnerung bleiben werden, die meinen Abscheu und Ekel erregen. An der Spitze Deutschlands steht nun ein bigotter Wanderprediger von Merkels Gnaden. Die fette Pommern - Ente watschelte durch alle Kanäle. Ihr Stellvertreter, ein lauwarmer Bruder aus der untergehenden FDP lässt sich " den Schneid nicht abkaufen", den er nie besessen hat. Die Weinkönigin aus der Pfalz torkelte durch die Mikrophone und lallte mit schwerer Zunge etwas von seinem Aufschwung. Der Jungstar aus Vietnam bediente pflichtschuldigst seine Klientel, die Pharmaindustrie. Die Enkelin von Kohl heisst jetzt Schröder und hat immer noch sein Poster im Kinderzimmer hängen. Das bayrische Trampel mit dem unaussprechlichen Doppelnamen fabuliert immer noch vom Rechtsstaat, als ob es so etwas jemals auf deutschem Boden je gegeben hätte. Der Mafiapate von Sachsen spielt jetzt den Verfassungsminister. Rolli kann seine Pumps wieder ausziehen, das Schloss Bellevue ist zwar rollstuhlgerecht, wird jedoch nicht mehr für ihn erreichbar sein. Die Verbraucherschutzministerin vertritt weiterhin die Agrarlobby. Seehofer bleibt unberechenbar, seine Alimente hoffentlich nicht. Mappus würde mich an den Enkel von SA-Stabschef Ernst Röhm erinnern, wenn ich nicht genau wüsste, dass der pädophil war. Sein Innenminister ist eine Geistesleuchte, wie sie Baden-Württemberg seit Karl Schiess nicht mehr gesehen hat. Günter-ich-mach-alles-für-Geld-Jauch löst jetzt die labernde Kampflesbe auf dem Premiensendeplatz am Sonntagabend ab. Und 2011? Semper idem! Guten Nacht Freunde, es wird Zeit für mich zu gehen, was ich noch zu sagen hätte, wird unten stehen!
Monday, December 20, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT: Die Bösgläubigen und Ignoranten
Wer meine Berichte über den Missbrauch von wohlgemeinten Spenden und Entwicklungshilfen an die armen Länder dieser Welt, die in Wirklichkeit reich an Bodenschätzen sind, als Quantité négligable abtut und behauptet, dies seien "Einzelfälle", beschrieben von einem von Geltunssucht getriebenen Egoisten, der war noch nie in Saint Tropez, noch nie in Cannes, noch nie in Monaco und noch nie in Paris. Der negiert grob fahrlässig folgende Fakten und Ermittlungen: Die Berichte der Un-Menschenrechtsorganisationen, der UN-Welthungerhilfe, die täglichen Berichte der Police Judiciaire des Départements Alpes-Maritimes und seines Präfekten, die Presseorgane, wie den NICE-MATIN, des VAR-MATIN, des LE FIGARO, des CANARD ENCHAÎNE, die Ermittlungen des Doyen der Untersuchungsrichter der Abteilung Regierungskriminalität am Palais de Justice in Paris, die Ermittlungen und Anklagen des internationalen Gerichtshofes von den Haag, und sämtliche Bücher von Prof. Jean Ziegler, dem Vizepräsidenten der UN-Welthungerhilfe. Genau derjenige, der dies alles negiert und als Einzelfälle abtut, ist es, der meinen durchaus wohlmeinenden Bericht "Der Spenden-Zirkus" desavouiert und die Menschen davon abhält, zu spenden. Ich spende trotz der profunden Kenntnisse der zahlreichen Missbrauchsfälle an Organisationen wie die Banque Alimentaire und Restos du Coeur. Es ist die Nachprüfbarkeit des Spendenflusses, die mich spenden lässt. Und genau diese mangelnde Nachprüfbarkeit kritisiere ich in meinem Bericht. Oder haben Sie alle nur ein einziges Mal eine Gala im deutschen Fernsehen gesehen, wie die Spenden des vergangenen Jahres verwendet wurden? Ich nicht!

Monsieur Rainer
Sunday, December 19, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT : Mein Dank an wohlwollende Foristen
Danke für den wertvollen Hinweis. Alle diejenigen, die allen ernstes glauben, man dürfte Spendengelder, Entwicklungshilfe, Altkleidersammlungen, Blutspenden, Lieferung von überschüssigen Agrarerzeugnissen und Spenden für Naturkatastrophen nicht miteinander vermischen, denen kann ich nur die litarisch wertvollen Bücher von Jean Ziegler empfehlen. Ein grosser Teil all dieser Gelder landen nämlich in ein und denselben schmutzigen Fingern. Und das ist empirisch bewiesen und durch zahlreiche Dokumente der UN- Menschenrechtsorganistionen und der UN - Welthungerhilfe belegt. Wer sich weigert, diese dramatischen Fakten zur Kenntnis zu nehmen, der desavouiert sich selbst.

Monsieur Rainer
Sunday, December 19, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT zum Spenden - Zirkus der Deutschen
Verehrter Herr Stellmann, die besten Informationen bekommen Sie aus erster Hand. Prof. Jean Ziegler, der Vizepräsident der UN-Welthungerhilfe, beschreibt in seinen Büchern "Die Schweiz wäscht weisser", "Hass gegen den Westen" und "Die Schweiz, das Gold und die Toten" die ganze Dramatik des Welthungers und den ganzen Zynismus, mit dem wir diesem Problem begegnen. Er war Professor für Soziologie an den Universäten von Genf und an der Sorbonne in Paris, wo er heute noch einen Lehrstuhl besitzt. Er ist in Thun (Kanton Bern)als Sohn eines Oberst der eidgenössichen Armee geboren und wurde in den Nationalrat der Schweiz gewählt. Als seine Bücher erschienen, wurde er von den Schweizer Banken und von zahlreichen Diktatoren in den finanziellen Ruin geklagt und besass nicht mehr das Hemd am Leibe. Seine Bankkonten wurden gekündigt und seine Kreditkarten gesperrt. Seine Buchhonorare wurden teilweise gepfändet. Er kann sich nur noch über Wasser halten, weil ihn die UNO unter den Schutz des Diplomatenstatus gestellt hat. Er ist also genausowenig wie ich geltungsbedürftig oder gar ein Egoist, wie mir ForenBoy vorgeworfen hat. Ein verachtenswürdiger Vorwurf. Tagtäglich sehe ich hier an der Côte d'Azur, wie die Herren "Diplomaten" aus Afrika die Spendengelder verprassen, die "Models" mit Diamanten beschenken, im Vollrausch oder unter Kokaineinfluss Kinder totfahren oder im Übermut ihre Schlösser anzünden. Ich sehe, wie sie in den Nachtbars "La Chunga" oder "Baracuda" in Cannes ihren bestellten "Damen" Magnumflaschen von Champagner, Stückpreis 20.000 Euro, in den Ausschnitt kippen und wie sie die Polizisten verhöhnen, die ihnen vergeblich die Führerscheine abnehmen wollen. Gestern hat so ein Typ illegal einen Aushub für seinen neuen Pharaonenpalast ohne jede Baugenehmigung beginnen lassen, zahlreiche Häuser in der Nachbarschaft mussten wegen Einsturzgefahr evakuiert werden. Was soll der Bürgermeister von Vallauris tun? Er zuckt die Achseln: "Diplomatenstatus". Sie verstehen? Das alleine treibt mich alles auf die Palme und nicht Egoismus und Geltungssucht, wie mir von ForenBoy vorgeworfen wird!

Monsieur Rainer
Sunday, December 19, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT: Mal sehen, wann die mich rauswerfen!
Ist vielleicht Sonntags Giovanni di Lorenzo nicht im Haus?
Das wäre eine Erklärung dafür, dass die Redakteure endlich einmal ihre stets wie eine Monstranz vor sich hergetragene political correctness beiseite schieben und mal so richtig auf die Pauke hauen dürfen!

Monsieur Rainer


Sunday, December 19, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT: Ein Bastei - Landserheft in der ZEIT
Was ist bloss mit der ZEIT los? Statt interessanter Analysen, kritischen Journalismus, brillanter Kommentare lesen wir heute Landserromantik, wie sie Heinz Günther Konsalik nicht besser hätte schreiben können. Da wendet sich der Leser mit Grausen! Immer wieder Sonntags scheint der Chefredakteur nicht im Hause zu sein, da lassen die ZEIT-Redakteure ihre politisch korrekte Maske fallen und lassen mal so richtig die Sau raus!

Monsieur Rainer
Sunday, December 19, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT: Peinlich, Peinlich, der Bundespräsident !

Verehrte ZEIT - Redakteurin. Dieser Artikel ist das Peinlichste, was ich seit langem in ihrer hochangesehenen Zeitung zu lesen bekam. Sie scheinen sich noch zu höherem berufen zu fühlen oder Sie haben schlicht nicht die Aufgabe der Medien begriffen. Wir wollen keine Anbiederungen an Politiker lesen, die nichts ausser sinnentleerte Phrasen zu bieten haben, die sich anstatt unsere Bündnispartner zu besuchen, als Wanderprediger versuchen. War Herr Wulf denn schon in Italien, Frankreich, Spanien, England ? Nein, er war es nicht! Er hat sämtliche Rassen und Religionen, ausser den Indianern, besucht, ist mit betroffener Miene an Gräbern herumgestanden und hat Worthülsen abgesondert, die an Heinrich Lübke erinnern. Und dann diese Lobhudelei in einer Zeitung wie der ZEIT! Es ist unfassbar. Gute Nacht, Freunde, es wird Zeit für mich zu gehen!

Monsieur Rainer
Sunday, December 19, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT : Berlusconi ist nicht Italien !
Ich stehe zu den Italienern. Italien auf Berlusconi zu reduzieren ist so dumm, wie Deutschland auf Merkel und Frankreich auf Sarkozy zu reduzieren. Im Gegensatz zu Deutschland hat Italien eine unabhängige Justiz. Wäre es in Deutschland denkbar, dass Haftbefehle gegen CIA-Verbrecher ausgestellt würden? Wäre es in Deutschland denkbar, dass ein ehemaliger Ministerpräsident und Senator auf Lebenszeit, wie Giulio Andreotti wegen Mord und Verbindungen zur Mafia angeklagt würde? Würde ein in Deutschland weisungsabhängiger Staatsanwalt es wagen, einen Banker oder einen Politiker einzusperren und anzuklagen? Wieviel Staatsanwälte sind denn in Deutschland schon von Verbrechern ermordet worden und wieviel in Italien, oder gibt es etwa in Deutschland gar keine Mafia? In Italien und in Frankreich geschehen solche Dinge. In Deutschland nicht. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!

Monsieur Rainer


Sunday, December 19, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT zum Vorwurf meiner Geltungssucht
Schön, Sie subsummieren also meine Zeitzeugenberichte über die Verschleuderung der Spendengelder an Côte d'Azur unter "Einsamkeit und Geltungssucht". Staatdessen wollen Sie Beispiele, wie man das Elend der Dritten Welt ändern und die Spenden besser kanalisieren könnte. Gehen wir es also akademisch an, wenn Sie schon die Realitäten nicht ertragen. Afrika ist ein reiches Land! Es benötigt weder unsere Spenden, noch irgendeine geartete Entwicklungshilfe. Afrika hat Öl, Afrika hat Uran, Afrika hat ungeahnte Bodenschätze zur Herstellung unserer Computer und Afrika ist fruchtbar. All diese Dinge hat Europa nicht! Anstatt nun aber diesem Kontinent einen Weltmarktpreis für seine Produkte zu bezahlen, stehlen wir diese Bodenschätze und zahlen als Entgeld ein bisschen Bestechungsgeld an die korrupten Diktatoren, die wir an unseren Militäracademien und Kaderschmieden ausgebildet haben. Der Haushaltstitel für diese Bestechungsgelder heisst "Entwicklungshilfe". Diese von uns hofierten Diktatoren lassen das Geld gerne wieder zu uns zurückfliessen, in dem sie die "Entwicklungshilfe" in den europäischen Konsum investieren. Autos, Villen, Schlösser, Uhren, Damen, Aktien. Wir wissen das. Das Volk, das unter erbärmlichsten Umständen diese Bodenschätze für uns schürft, bekommt einen Hungerlohn dafür. Zur Agrarwirtschaft: Wir subventionieren mit hunderten von Milliarden Euro die Agrarindustrie, damit wir jeden Tag unser Schnitzel mit Pommes und Salat, unsere Currywurst, unsere Gänseleberpastete und diese ganzen anderen Dickmacher im Überfluss konsumieren können. Das Übergewicht trainieren wir uns wieder in teuren Hungerkliniken ab oder lassen es operativ entfernen. Wir produzieren 70% mehr Lebensmittel, als zum täglichen Bedarf von ganz Europas Bevölkerung notwendig wäre. Da wir das alles nicht "fressen" können, schippern wir diese 70% in den afrikanischen Kontinent. Die Preise liegen unter den Erzeugerpreisen der heimischen Produkte. Der afrikanische Bauer muss seine Produktion einstellen, weil er nicht mehr konkurrenzfähig ist, kann sich aber auch die europäischen Produkte nicht leisten. Er verelendet, das fruchtbare Land verkarstet. Das ganze Elend belastet unser Gewissen, ergo spenden wir an Weihnachten für das arme Negerkind. Das ist der Kreislauf. Ist das jetzt genug egoistisch und meinen Sie, dass mein Geltungsbedürfnis nun befriedigt ist, Herr ForenBoy? Literaturhinweis: Jean Ziegler: "Hass auf den Westen". Alt-Nationalrat Prof. Jean Ziegler ist Vizepräsident der UN-Welthungerhilfe. Er soll genau wie ich von einem krankhaften Geltungsbedürfnis beseelt sein und verkauft seine Bücher aus rein egoistischen Gründen. Merken Sie überhaupt etwas? Spüren Sie nicht die Absurdität Ihrer Unterstellung? Mit Verlaub, Herr ForenBoy, Sie sind ein Arschloch!

Monsieur Rainer
Sunday, December 19, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT zur Zensur in den Redaktionsstuben
Genau das meine ich. Es ist die Hütte des Expräsidenten von Zaïre auf dem Cap Martin mit Blick auf Monaco. Zaïre ist eines des an Bodenschätzen reichsten Länder Afrikas, hat 5 Milliarden Auslandsschulden, die sich hier an der Côte d'Azur und auf schweizer Konten von Robert Mugabe befinden. Jeden Tag sehe ich hier, wie hunderte von Kriegsverbrechern und Menschenrechtsverletzern unter dem Schutz des Diplomatenstatus die Entwicklungshilfegelder verprassen, wie sie im Kokainrausch ihre Ferraris zerlegen, wie sie je nach Lust und Laune ihre Schlösser im Vollraum niederbrennen (Chateau de la Croë auf dem Cap d'Antibes), wie sie sich "Models" der edelsten Modehäuser aufs Zimmer schicken lassen und sie mit gestohlenen Diamanten beschenken und wie sie ungestraft im Vollrausch Kinder totfahren dürfen, wie weiland in Menton geschehen. (Quelle: NICE MATIN, LE FIGARO, LE CANARD ENCHAÎNE, MARIANNE, TF 1). Nur in der ZEIT darf ich so etwas nicht schreiben, es fällt der Zensur zum Opfer "Bitte bleiben Sie sachlich".

Monsieur Rainer
Saturday, December 18, 2010
Mein Leserbrief an die ZEIT - Redaktion : Zensur in der ZEIT

Sehen Sie, verehrte Foristen, man darf die Wahrheit nicht ungeschminkt aussprechen. Die Wahrheit ist zu obszön! Aber all das, was ich in dem nunmehr gekürzten Beitrag geschrieben habe, ist wahr! Ich sehe die "Präsidenten" der Entwicklungsländer tagtäglich hier an der Côte d'Azur das Geld verprassen, das wohlmeinende Spender und ahnungslose Entwicklungshilfeminister ihnen zukommen lassen. Die Realität, wie sie es verprassen, das entspricht so rein gar nicht den Vorstellungen der jakobinischen Verfechtern der politicall correctness, die sich wie ein chronischer Ausschlag auf unser Land legt!

Monsieur Rainer
Saturday, December 18, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Die fette Zonenwachtel in Kundus!
Und wo ist Johannes B. Kerner? Warum, verehrte Frau Bundeskanzlerin, ist der Angriffskrieg des II. Weltkrieges nicht mit dem Angriffskrieg in Afghanistan zu vergleichen? Welcher Afghane hat Deutschland denn angegriffen? Standen die Taliban etwa schon mit Panzerarmeen am Reschenpass oder vor Brandenburg? Hören Sie doch endlich mit diesen Worthülsen auf. Hören Sie auf, einer untergehenden Nation wie der USA hinterherzulaufen und vor ihr zu katzbuckeln. Hören Sie doch endlich auf damit, das deutsche Volk für dumm zu verkaufen! Und hören Sie endlich auf damit, Politik gegen die Mehrheit des deutschen Volkes zu betreiben. Vielleicht ertragen wir Sie ja dann noch für den Rest der Legislaturperiode, ohne dass uns täglich schlecht wird!

Monsieur Rainer


Saturday, December 18, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Wer ist korrupter, Berlusconi oder Merkel?
Berlusconi arbeitet preiswerter als deutsche Kanzler. Wenn Berlusconi seine Abgeordneten hinter sich scharen will, dann kauft er auf eigene Kosten ein paar Ringe und verteilt Geschenke. Wenn ein deutscher Kanzler seine Macht sichern will, dann gibt er den Abgeordneten einen völlig unnützen Posten als " Parlamentarischer Staatssekretär ". Der kostet dann den deutschen Steuerzahler mindestens 20.000 Euro im Monat, eine Büro, eine Sekretärin, einen Panzerwagen und eine lebenslange Rente. Berlusconi arbeitet preiswerter! Die Lohnstückkosten der deutschen Politiker sind zu hoch!

Monsieur Rainer
Saturday, December 18, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Putin : Der Ex-Oligarch muss nach Sibirien!
Logisch! Sonst käme Chodorkowskij ja noch auf die Idee, eine russische Ausgabe von Wikileaks zu gründen und von dem schönen Traum, dass Putin ein lupenreiner Demokrat ist, bliebe nicht mehr übrig!

Monsieur Rainer


Saturday, December 18, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Il cavaliere !
Die Deutschen erheben sich über die Italiener? Welche grandiose Anmassung. Italien ist korrupt, laut und wunderbar. Deutschland ist korrupt, spiessig und das Essen taugt nichts. Wenn ich also wählen kann, dann lebe ich lieber in Italien. Ich habe einen Mittelweg gefunden: Frankreich ist korrupt, die Menschen sind hilfsbereit und das Essen ist erstklassig! Nun kommen Sie mir bloss nicht mit ihrer jakobinischen political correctness von wegen "Bitte vermeiden Sie Pauschalisierungen". Ich sage ja auch nicht, dass alle deutsche Politiker ehrlich sind. Auch das wäre eine Pauschalisierung!

Monsieur Rainer


Saturday, December 18, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Untersuchungsausschüsse

Formlos, Fristlos und Fruchtlos. Was soll ein solcher Untersuchungsausschuss denn bringen, was wir alle nicht schon längst geahnt haben. Glaubt in diesem Land allen ernstes irgendjemand daran, dass irgendein Beamter auch nur einen Streifenwagen bewegt, irgendeine Hundertschaft von Bereitschaftspolizei in Marsch setzt, irgendein Wasserwerfer in Gang gesetzt wird, wenn die höhere Polizeiführung das nicht genehmigt? Glaubt irgendjemand in diesem Land noch daran, dass irgendein Polizeiführer einen Befehl dazu erteilt, auf Demonstranten einzuprügeln, wenn er nicht von der nächsthöheren Dienststelle abgesichert wird? Glaubt in dieser Absicherungsdemokratie irgendjemand daran, dass ein Polizeiinspekteur, auch wenn noch so viele Lorbeerumkränzte goldene Sterne auf seinen Schulterklappen trägt, irgendeinen Befehl erteilt, wenn er dazu nicht von seinem Dienstherrn dazu autorisiert wäre? Glaubt irgendjemand in dieser Republik daran, dass der Untersuchungsausschuss zu irgendwelchen Konsequenzen führt? Es gibt in Deutschland im Gegensatz zu Frankreich weder einen politisch unabhängigen und nicht weisungsgebundenen Ermittlungsrichter, noch einen Inspekteur für innere Angelegenheiten der Polizei, noch einen Staatsgerichtshof für Verfehlungen von Politikern. Also, worüber regen Sie sich alle auf. Sie wählen doch diese Typen immer und immer wieder, ohne vorher rechtsstaatliche unabhängige Kontrollmechanismen einzufordern. Und so werden die Herren weiter machen, wie gehabt. Ein Betriebsunfall!

Monsieur Rainer
Saturday, December 18, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Le Front National (FN)
Was kann Marine Le Pen erreichen, was der "Alte" nicht schon erreicht hätte? Wir erinnern uns mit Schaudern an die Wahlen für Jacques Chirac. Lionel Jospin, der Kandidat der Linken, fühlte sich seiner Sache so sicher, dass er den ungeliebten Präsidenten Jacques Chirac schlagen könnte, bis ihn dann völlig überraschend Jean-Marie Le Pen aus dem ersten Wahlgang hinauswarf und zur Stichwahl gegen den amtierenden Präsidenten Jacques Chirac antreten konnte. Was blieb den Franzosen anderes übrig, als den ungeliebten Chirac erneut zum Präsidenten zu wählen, wenn sie nicht einen alten faschistoiden Holocaust-Leugner zum Präsidenten der Grande Nation küren wollten? In jedem Land dieser Erde gibt es ungefähr 10 - 15 % von spiessigen Kleinbürgern, bei denen die Parolen von Sicherheit für alle, das Land den Einheimischen und die Sicherheit des Eigentums verfangen. Hier in Frankreich sind es nicht wirkliche Faschisten, die die FN wählen. Es sind die Ancien Combattent (Veteranenverbände), die von ihrem alten Kolonialreich fabulieren, es sind die Pieds noir, die aus Algerien geflüchtet sind und ein dumpfer Bodensatz von kleinen Spiessern, die den Sicherheitsparolen der FN auf den Leim gehen. Und natürlich sind es radikale Gegner des multikulturellen Frankreich. Dabei vergessen diese Menschen, dass es den reinblütigen Franzosen gar nicht gibt. Frankreich besteht aus einer Gesellschaft, die schon alleine auf Grund seiner Geschichte alle Kulturen, Rassen und Religionen in sich vereinigt hat.

Monsieur Rainer

Saturday, December 18, 2010
Mein Artikel in der ZEIT : Der Spenden - Zirkus
Es ist schon ein Ritual, dass pünktlich zu Weihnachten in fast allen Sendern der deutschen Fernsehanstalten zu Spenden aufgerufen wird. Dazu werden grossartige, abendfüllende Shows mit vielen Prominenten an den Telephonen gezeigt.

Um die Stimmung für die Spendenwilligen zu bereiten werden auch stets grauenhafte Schicksale von halbverhungerten Kindern aus allen Herren Ländern gezeigt. Der Deutsche an sich zeigt sich im Prinzip grosszügig. Das ehrt ihn.

Was bei diesen Veranstaltungen leicht unter die Räder kommt ist die Tragödie der sogenannten dritten Welt, wo jede 10 Sekunden ein Kind an Hunger stirbt. Wir geben gerne angesichts des Leides, zum einen, um uns danach besser zu fühlen, zum anderen, um unser Gewissen zu beruhigen. Beide Motive sind menschlich und ehrenwert.

Was wir uns alle jedoch nicht fragen, ist, warum ist es so, dass jede 10 Sekunden ein Kind an Hunger sterben muss. Die Antwort ist so einfach wie hart: Weil wir Europäer mit Milliarden von Euro unsere Agrarindustrie subventionieren. Die Folge davon ist, dass die so künstlich billig produzierten Lebensmittel den Agrarmarkt der dritten Welt überschwemmen und deren eigenen Agrarprodukte nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Die Agrarwirtschaft der dritten Welt verelendet, die Menschen leiden und sterben.

Wir leben dabei im Überfluss mit unseren billigen Lebensmitteln. Anstatt nun hier anzusetzen und ein kleines bisschen Konsumverzicht zu zelebrieren, beruhigen wir unser Gewissen jährlich an Weihnachten mit einer generösen Spende an die vielfältigsten Hilfsorganisationen.

Wir sollten die Politiker auffordern, den unsinnigsten Wahnsinn seit dem Turmbau von Babel endlich zu stoppen: nämlich die Agrarsubventionen der europäischen Union!

Und schliesslich noch eine Anmerkung, die zugegebenermassen etwas provokant ist. Jährlich sehen wir die stimmulierenden Elendsbilder aus der dritten Welt. Alle Jahre wieder spenden wir "grosszügig" für dieses herzzerreissende Elend.

Doch ein einziges Mal möchte ich erleben und in den Spendensendungen der Fernsehanstalten sehen, was, wieviel und wofür meine Spende von letzten Weihnachten verwendet wurde.

FEHLANZEIGE !

Quellennachweis: Jean Ziegler "Der Hass auf den Westen"

Monsieur Rainer
Saturday, December 18, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Angst vor der Zensur !

Ich hätte diesen von mir neu eingestellten Beitrag sehr gerne viel härter formuliert. Wie gerne hätte ich die verlogene Entwicklungshilfepolitik des Westens angeprangert. Noch viel lieber hätte ich die Namen der Schweizer Banken genannt, wo unsere Hilfsgelder auf den Konten der Diktatoren der "Dritten Welt" landen. Und am allerliebsten hätte ich Ihnen allen die Adressen der Luxusvillen hier an der Côte d'Azur genannt, wo unsere Entwicklungshilfe investiert wurde. Was ich mir auch noch verkneifen muss ist die Tatsache, dass die westlichen Regierungen dies alles wissen, die Herren "Präsidenten" mit Diplomatenpass auch noch beschützen und beherbergen, anstatt sie vor ein Tribunal in den Haag zu zerren, sie zu enteignen und das Geld den Menschen zugute kommen lassen, für die es auch gedacht war. Mich packt der ganze Ekel vor dieser absurden und korrupten Weltordnung, wenn ich jedes Jahr im Sommer die Abkömmlinge der Diktatoren in Saint Tropez mit unseren Spendengeldern ihre Drecksaufeste feiern sehe. In ihren Ländern sterben die Menschen wie die Fliegen und die "Herren" schütten die Magnum - Champagnerflaschen über ihre angemieteten Huren. All das wissen unsere Regierungen und tun nichts! Prof. Jean Ziegler, der Vizepräsident der UN-Welthungerhilfe, beschreibt den ganzen Dreck der Welt und das totale Versagen der Industrienationen. Wir können es lesen, wir können es fühlen, wir können es sehen, doch niemand tut etwas dagegen. Am allerwenigsten unsere Regierungen. Die Lobbyisten müssen bedient werden, Sie verstehen? Die Agrarlobby, die Finanzlobby und die Lobby der Spendenindustrie! All das hätte ich gerne noch in meinem Blog beschrieben, doch darf man solche Realitäten aussprechen oder gar schreiben? Schliesslich bin ich nur ein kleiner Wicht, hinter mir steht niemand!

Monsieur Rainer
Saturday, December 18, 2010
Ich fürchte, die Schwesterwelle ist Geschichte,
bevor mein neues Buch "Die Totengräber der Demokratie"
auf dem Markt ist.

Monsieur Rainer
Thursday, December 16, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : USA mir graut vor dir!
Heute Nacht hatte ich einen Traum. Ich träumte, Assange wäre in den USA wegen "Verschwörung" hingerichtet worden. Ich träumte, dass die ganze zivilisierte Welt gegen die USA demonstriert hätte, dass alle europäischen Staaten aus der NATO ausgetreten und sofort ihre Truppen aus Afghnaistan zurückgezogen hätten, dass alle amerikanischen Botschafter ausgewiesen und die Botschaften der USA geschlossen würden, dass Europa den USA ein Ultimatum von 48 Stunden gesetzt hätte, alle ihre Waffen, Truppen und Atomsprengköpfe aus Deutschland abzuziehen und die Standorte zu schliessen, dass die jetzige und die Vorgänger - Regierung Amerikas vor dem Kriegsverbrechertribunal in den Haag wegen zahlreicher Verbrechen gegen die Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen angeklagt worden wäre, dass China alle ihre von den USA gekauften Dollar - Anleihen auf den Börsenmarkt geworfen hätte, dass die erdölexportierenden Länder den USA den Ölhahn zugedreht hätten, dass sämtliche US-Bürger aus Europa ausgewiesen würden. Wie gesagt, es war alles nur ein schöner Traum. Die Realität am Morgen war schrecklich. Nichts von alledem ist je geschehen. Die Staaten dieser Welt buckeln immer noch vor diesem Land, bezeichnen es immer noch als Land der Freiheit und Aufklärung, als Erfinder der Menschenrechte, als the Land of the Free, als God's own country. Ich möchte mit diesem Land USA und mit unseren katzbuckelnden Regierungen nie mehr für den kleinen Rest meines Lebens etwas zu tun haben! Ich möchte lieber wieder schlecht träumen!

Monsieur Rainer
Thursday, December 16, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT : Neid auf Herrn zu Guttenberg
Soweit das Auge blickt, Neid und Missgunst. Ich hätte von den sonst sich intellektuell gebenden Lesern und Foristen der ZEIT etwas anderes erwartet. Bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit kehren Sie Ihre humanistische Bildung in die Foren, zitieren die griechischen Philosophen, wissen jeden römischen Gelehrten zu interpretieren, kennen die deutschen Intellektuellen von Schopenhauer, Tucholsky, Lichtenberg und Heine, beherrschen viele Sprachen, in denen Sie ständig zitieren, was wahrlich gescheit daherkommt und dann so ein Abgrund an Neid, Minderwertigkeitskomplexen, Hass und soziopathischer Verachtung für einen Mann, der aus dem grauen Spiessermilieu unserer Politiker ein kleines bisschen herausragt. Herr zu Guttenberg kann nichts für seine adelige Abstammung, genausowenig wie ich etwas dafür kann, dass ich von einem Kriegsverbrecher abstamme. Er kann nichts dafür, dass sein Elternhaus vermögend ist. Er kann nichts dafür, dass er besser aussieht, als diese grauen Spiesser in den Parlamenten. Er kann nichts dafür, dass er einen weiteren Horizont hat als ein Herr Scharping, er kann nichts dafür, dass er eine andere Sprache spricht als die abgedroschenen Worthülsen der grauen Mäuse. Gut, er kleidet sich besser als ich, an meiner Figur würde jeder Schneider verzweifeln. Gut, er wählt eine klare Sprache, die etwas aussagt, gut, er hat ein klares Ziel, das er auch gegen politische Widerstände durchzusetzen weiss, gut, er riskiert etwas und sichert sich nicht erst nach allen Seiten ab. Gut, er ist eine herausragende Figur, der neben den vielen grauen Mäusen und kleinen Karrieristen auffält. Deutschland hat diesen Mann nicht verdient, da haben Sie allerdings recht. Sie haben ihn auch nicht verdient, Ihr Neid ist einfach nur abstossend! So und jetzt dürfen Sie alle über mich herfallen und ihre pseudointellektuellen Ergüsse über mich ausschütten, Sie Zierde der Geisteswissenschaften! Kommen Sie nur, ich warte auf Sie, mich fürchtet nicht vor Ihnen! Ich habe schon lange keine Angst mehr vor irgendetwas, am allerwenigsten vor solchen Menschen wie Ihnen!

Monsieur Rainer
Thursday, December 16, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Hashim Thaci gehört nach den Haag!
Rührend, wie sich die ZEIT um political correctness bemüht und die Regeln der Unschuldsvermutung vehement durch allerlei semantische Verrenkung einzuhalten versucht! Frage: Muss ich mich auch an diese Regeln halten, oder darf ich sagen, dass ich Hashim Thaci für einen Wolf im Schafspelz halte, der nicht auf den Sessel des Präsidenten eines Landes in Europa, sondern auf die Anklagebank wegen Kriegsverbrechen nach den Haag gehört? Wir züchten uns unsere Mafia selbst! Was für eine Naivität der europäischen Politiker gilt es hier zu bestaunen!

Monsieur Rainer
Wednesday, December 15, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Die Menschen lernen nichts dazu !

Das ist meine Erfahrung aus einem langen und ereignisreichen Leben. Nur Geld, Chauvinismus, Grossmannsucht und nationale Egoismen regieren die Köpfe der Menschen. Da gibt sich ein erfahrener alter Mann mit viel Stil und grosser Klasse redlich Mühe, den Menschen Geschichtsbewusstsein zu lehren und was bekommt er als Antwort? Immer daselbe kleinkarierte Gewäsch von der alten DM, vom Zahlmeister Europas, immer dieselbe chauvinistische Grundhaltung, die die Deutschen schon in zwei verheerende Katastrophen geführt haben. Es muss ein für allemal ausgesprochen werden: Deutschland ist alleine nicht überlebensfähig in einer globalisierten Welt. Die Rückkehr zur DM bedeutet die wirtschaftliche Katastrophe, weil sie erstens sofort zum Spielball der Finanzmärkte würde, weil sie dann zweitens rabiat aufgewertet werden müsste mit der Folge, dass der Export zusammenbricht und weil drittens die Ratingagenturen den restlosen deutschen Staatsbankrott verursachen würden. Deutschland ist nämlich keineswegs der Musterknabe Europas. Die Staatsverschuldung ist desaströs, die Binnenwirtschaft lahmt und den Handelsbilanzüberschuss finanziert der Steuerzahler mit 6 Millionen subventionierten Arbeitsplätzen und Dumpinglöhnen. Was dringend notwendig ist, ist die Reparatur der Systemfehler der EU. Das sich aufspielen als neuer Parvenü Europas wie einst Wilhelm II. führt in die Kleinstaaterei und damit zur Katastrophe. Begreift es endlich und hört einem erfahrenen alten Mann wie Helmut Schmidt zu!

Monsieur Rainer
Wednesday, December 15, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT: Chapeau, hochverehrter Helmut Schmidt !

Diese "Talkshow" mit Sandra Maischberger sollte in die Geschichte eingehen und immer und immer wieder gesendet werden, denn sie war ein Anschauungsuntericht, wie man intelligent und wohlbedacht formulieren kann, ohne andere zu verletzten, zu belehren oder gar zu schulmeistern. Hier sprach ein seltenes Exemplar eines Politikers, dessen Worte ich wie ein Ertrinkender in mich aufgesogen hatte. Natürlich sprach er sich und seine Kaste nicht von Eitelkeit frei. Wie könnte er auch, er ist auf ganz besondere hanseatische und überaus sympathische Art und Weise derart bescheiden, dass es eben eitel daherkommen muss. Es sei dem grossen alten Mann Deutschlands gegönnt, genau wie jede seiner Zigaretten. Wie bitte? Er wolle sich nicht in die Tagespolitik einmischen? Mit grossem Geschick vermied er das und tat es gleichzeitig doch: "Wenn die Medien versagen und sich zur Kaste der Politiker zählen, dann müssen halt andere Foren gefunden werden, um die Wahrheiten ans Licht zu bringen." Soviel zu Assange. Auch der Humor kam nicht zu kurz: "Gabriel als Bundeskanzler? Ich möchte mich dazu nicht äussern, weil ich zu alt dafür bin, mir noch neue Feinde zu machen!" Das war ein Brüller! "Sarrazin aus der SPD ausschliessen? Grober Unfug! Der Mann hat ja zum überwiegenden Teil recht, bis auf seine Genetik, das hätte er weglassen sollen." Hochverehrter Helmut Schmidt, es hat gut getan, Sie so gesund und munter und derart konzentriert zu erleben! Und zum Schluss noch ein Bonmot von Helmut Schmidt: "Ja Klose und Voscherau haben mir angeboten, zu mir zu kommen, wenn ich mich einsam fühle. Bis jetzt habe ich die Herren noch nicht angerufen!" Chapeau und meine allergrösste Verehrung für diesen grandiosen Mann!

Monsieur Rainer
Wednesday, December 15, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Merkel gibt den Wilhelm II in Europa

Es ist rührend, wie eine denkbar ungeeignete Politikerin ungeschickt von Fettnapf zu Fettnapf hüpft und jedesmal einen Volltreffer landet. Begleitet von einem durchtriebenen französischen Advokaten, der ihr gerne wie ein Minenhund den Vortritt lässt und zusieht, wie sich die Dame selbst blamiert. Nicolas Sarkozy lehnt sich zurück und schaut dem tölpelhaften Treiben seiner "Freundin" Angela amüsiert zu. Geht ein Versuch gut, war er es, der die Idee hatte, geht es schief, zieht er sich in den Elyséepalast zurück und tanzt wie Louis de Funés auf dem Schreibtisch von Louis XV. Und Frau Dr. Merkel lässt sich am Nasenring durch die europäische Manege ziehen. Sie versteht Europa nicht, die versteht die Mentalität und den Grundgedanken der römischen Verträge nicht, sie ist nur an einem einzigen Ziel interessiert: Ihren eigenen Machterhalt. Die Dame steht für nichts, sie folgt keinen Überzeugungen, hat als Hausmeister eine Achener Printe und liebt nicht das Leben. Sie ist frei von jeglicher südländischen Lebensart und laviert und taktiert sich stets im Kreise herum, um sich dann hinterher wieder selbst auszubremsen. Sie begreift nicht, dass Europa eine Riesenchance für uns alle ist, und dass es zu Europa trotz zahlreicher Systemfehler keine Alternative gibt. Anstatt nun aber mit Verve die Systemmängel zusammen mit Nicolas Sarkozy zu beseitigen, versucht sie es mit teuren Reparaturen. Das geht schief Frau Doktor Merkel. Gehen Sie endlich nach Hause, Sie sind nicht qualifiziert! Sie haben den Sexappeal einer Kohlsuppe! Wir sind Ihr watschelndes Herumgeeiere satt. Ihre lächerlichen Kostümierungen und ihre Hofschranzen wie Pofalla gehen uns auf die Nerven!

Monsieur Rainer
Wednesday, December 15, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Der Oberlehrer Europas
Zunächst einmal sollte sich Deutschland von dem Gedanken verabschieden, es sei das reichste Land Europas und ein Musterschüler, der sich anmassen könnte, arrogant den Schulmeister zu spielen. Deutschland und Frankreich stehen vor dem Staatsbankrott. Wie zwei Ertrinkende klammern sie sich aneinander. Jeder weiss vom anderen, wenn der andere untergeht, geht er mit unter! Daher die scheinbare Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich. Sie ist nichts mehr wert! Deutschland macht sich mit seinem künstlich erzeugten Handelsbilanzüberschuss zum Feind Europas. Dieser Überschuss wird durch 6 Millionen staatlich subventionierte Arbeitsplätze und durch Dumpinglöhne erwirtschaftet und geht zu Lasten der anderen EU-Länder. Deutschland und Frankreich sind die grössten Sünder der Maastrichtverträge, bezieht man es auf die Pro-Kopf-Einkommen. Deutschland und Frankreich verletzen zu ziemlich jeden Stabilitätspackt. Deren Banken schlachten die ärmeren EU-Länder schamlos aus, gehen dort Geschäften nach, die am Rouletttisch ersonnen zu sein scheinen und lassen sich die Verluste, wenn es schief geht, vom Steuerzahler ausgleichen. Dagegen tun weder Merkel, noch Sarkozy etwas. Deutschland sollte aufhören mit dem Gewäsch, der Zahlmeister Europas zu sein. Es ist der grösste Profiteur Europas. Wollen wir in die Kleinstaaterei zurückfallen und damit zum Spielball der Finanzmärkte werden? Wenn die DM wieder kommt, muss sie dramatisch aufgewertet werden und der Export bricht weg. Dann ist Schluss!

Monsieur Rainer
Wednesday, December 15, 2010
Mein neues Buch " DIE TOTENGRÄBER DER DEMOKRATIE "
befindet sich im Satz. Leider sind es fast 600 Seiten geworden, daher muss gekürzt werden. Mir blutet das Herz!


Monsieur Rainer
Tuesday, December 14, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Mehr Fairness bitteschön !

Es bedarf wohl keiner Diskussion mehr darüber, dass der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan einer falsch verstandenen Vasallentreue zu dem NATO - Bündnispartner USA geschuldet ist, der seine Partner für seine dubiosen Ziele missbraucht. Es ist völlig unstrittig, dass diejenigen, die vielleicht sogar im gutem Glauben, etwas Humanes getan zu haben, einer füchtlichen Fehleinschätzung aufgesessen sind. Es ist eben ein tragischer Irrtum zu glauben, dass man deutsche Wertmassstäbe in ein anderes, fernes Land transferieren kann. Mit der Begründung könnte man dreiviertel der Länder auf der Welt mit Krieg überziehen. Die guten Menschen von Deutschland müssen nun mit Entsetzen zur Kenntnis nehmen, dass die Welt nicht gut ist. Was Herr zu Guttenberg anzutreiben scheint, ist wohl nicht, die Bundeswehr als Streitkraft zur Sicherung der Handelswege und zur Gewinnung von Resourcen umzubauen. Er ist intelligent genug, um zu wissen, das dies grundgesetzwidrig ist. Ich konzidiere, dass Herr zu Guttenberg einzig und alleine die Sorge umtreibt, wie man aus diesem (nicht von ihm verschuldeten) Desaster mit heiler Haut herauskommt. Ob diese Inszenierung in Kundus allerdings hilfreich ist, weiss ich nicht. Aber auf jeden Fall spricht Herr zu Guttenberg die Sprache der Soldaten und den Jungs tut sein Besuch gut. Das ist mehr, als wir alle von einem Politiker erwarten durften. Er muss das alles nicht tun, aber er fühlt sich verantwortlich, obwohl ihn persönlich gar keine Schuld an diesem Fiasko trifft!

Monsieur Rainer
Monday, December 13, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Das Dilemma der SPD

Da sind die Erinnerungen an 1914, als die SPD nicht als Vaterlandsverräter dastehen wollte und den Kriegsanleihen für den I. Weltkrieg zustimmte. Ein verheerender Fehler, wie sich herausstellt. Dann kam der SPD - Kriegsminister Noske, der alles verraten hatte, was die SPD ausmachte. Dem Ermächtigungsgesetz hat die SPD nicht zugestimmt, das ehrt sie. Dann kam 9/11 und die USA riefen den Bündnisfall aus. Wir erinnern uns: Bundeskanzler Schröder rief in einem ersten Überschwang zur "uneingeschränkten Solidarität" auf. Das war ein Fehler, wie sich heute herausstellt. Nun steht die SPD wieder vor einer schwierigen Entscheidung: Jeder Sozialdemokrat und jeder Grüne hat eingesehen, dass der Traum vom "Humanitären Unterstützungseinsatz" in Afghanistan eine Chimäre ist und dass die USA ihre Bündnispartenr schmählich zur Durchsetzung ihrer Hegemonialmachtinteressen missbraucht hat. Frage: Wie kommt man aus diesem Desaster heraus, ohne den Soldaten in den Rücken zu fallen und ohne als Verräter dazustehen? Schwere Frage. Doch manchesmal im Leben gehört mehr Mut dazu, "NEIN" zu sagen und als "Feigling" dazustehen als in Nibelungentreue an einem falschen Ziel festzuhalten!

Monsieur Rainer
Monday, December 13, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Ein Plädoyer für EUROPA !
Selten wurde das Wort " alternativlos" so missbraucht wie von Frau Merkel. Aus ihrem Munde klingt es wie "einfallslos und hilflos". Dort wo "Alternativlos" wirklich angebracht wäre, nämlich bei EUROPA, hört man es eher selten. Die Haltung von Frau Dr. Merkel zu EUROPA muss in ihrer Vita gesucht werden. Sie hat den Grundgedanken der Gründerväter der römischen Verträge von 1950 nie verstanden. Ihr fehlt jede emotionale Bindung zu den westlichen alten Demokratien mit ihrem Leiden, ihren sinnlosen Kämpfen, mit ihren Verwerfungen. Sie kennt die Menschen des Westens und des Südens nicht und kann mit deren Lebensart nichts anfangen. Alles an ihr ist nur Kälte, Berechnung und vorallendingen vollkommen geschichtslos. EUROPA ist das einzig mögliche Gegengewicht gegen Weltmächte wie China, USA und bald auch Indien und Latainamerika. Wenn EUROPA wieder aus kleinkarierten Krämerseelen besteht , das keine Demokratie, nur Chauvinismus, keine menschliche Zuneigung untereinander, sondern nur seelenlose Geldzählmaschinen beherbergt, wenn es also in die verheerende Kleinstaaterei zurückfällt, dann wird folgendes passieren: Jede einzelne Währung wird zum Spielball von Spekulanten, der Friede wird durch Egoismus und Handelskriege unvollstellbaren Aussmassen ersetzt. Ja, EUROPA hat Konstruktions- und Systemmängel! Die müssen sofort beseitigt werden! Das muss das vornehmste Ziel eines jeden Regierungschefs sein. Das heisst Verzicht auf Souveränität. Doch EUROPA ist jede Anstrengung wert!

Monsieur Rainer
Sunday, December 12, 2010
Mein Artikel in der ZEIT : Wer gewinnt einen Krieg ?

Einen Krieg kann man nicht gewinnen. Verabschieden wir uns von dieser Semantik. Ein Krieg hört genau so auf, wie er angefangen hat: Mit einer Lüge! Man benötigt am Ende eines Krieges noch dringender eine Lüge, wie am Anfang. Warum? Weil niemand wissen soll, dass der Krieg von Anfang auf einer Lüge basiert hat. Dass es niemals Sieger gibt in einem Krieg, sondern nur Leid, Elend, Zerstörung von Menschen und Seelen! Was bleibt? Die unendliche Traurigkeit, die totale Erschöpfung, das Grauen, das Entsetzen über sich und über andere. Und wenn diese Gefühle verblassen, dann kommt die Wut, der Zorn, der Hass auf die Menschen, die uns mit ihren Lügen in dieses Gemetzel getrieben haben, die sich im Glanze unseres Blutes und unserer Wunden bräsig sonnen und von "Sieg" faseln, die an uns verdient haben, die uns mit feistem Grinsen gönnerhaft Orden an die Schlachterkittel hängen, in denen sie sich selbst spiegeln, als wären sie dabei gewesen. Wir stehen an Särgen und sehen in die verlogenen Gesichter der Nichtbetroffenen, die aber mutig, respektlos und heuchlerisch ihren Betroffenheitskitsch vor unseren Augen absondern und uns und die Angehörigen mit ihrer aufgezwungenen Anwesenheit noch einmal verhöhnen. Ein Soldat hat noch nie das Gefühl gehabt, "gewonnen" zu haben, ein Soldat ist nur erfüllt von Abscheu und Ekel und froh, dass es ihn diesesmal nicht erwischt hat, sondern seinen besten Freund und Kameraden. So niedrig ist ein Soldat nach dem Krieg gesunken. Das machen Schreibtischpolitiker aus Soldaten und nichts anderes. Kein noch so hehres Ziel, keine noch so dreiste Glorifizeirung ist es wert, einem Menschen so etwas anzutun. Seine Seele zu zerstören!

Monsieur Rainer
Saturday, December 11, 2010
Mein Artikel in der ZEIT : Soldaten sind Mörder !
Es wird wohl ausdiskutiert sein, dass die Bundesrepublik Deutschland nichts in Afghanistan verloren hat. Es ist wohl müssig, darüber zu streiten, dass die NATO seit Beendigung des kalten Krieges ihre Existenzberechtigung verloren hat, da ihr schlicht der Feind abhanden gekommen ist. Es bedarf auch keiner Erklärung mehr, dass die Amerikaner die NATO für ihre schmutzigen Kriege missbrauchen und dass es aus diesem Dilemma nur einen einzigen Ausweg gibt: Raus aus der NATO, oder noch besser, ersetzt die NATO durch eine rein europäische Verteidigungsgemeinschaft, wenn es denn schon unbedingt einer Armee bedarf. Ich selbst kann auf eine lange Zeit beim Militär zurückblicken. Mein Fazit: Nichts rechtfertigt einen Krieg, ausser einer Notwehrsituation. Befinden wir uns in einer Notwehrsituation? Nein! Niemand hat Europa angegriffen, niemand greift Deutschland oder gar Frankreich an. Also, was hat Frankreich in Afghanistan verloren? Nichts, es ist nicht einmal Mitglied der NATO. Was hat Deutschland dort verloren? Nichts, denn die Deutschen wurden erstens nicht angegriffen und zweitens ist ein Krieg um Resourcen grundgesetzwidrig! Was ist ein Krieg? Ein Krieg ist die moralische Bankrotterklärung der Politik. Der Krieg hat nichts heroisches, nichts worauf man stolz sein könnte, nichts wofür man sich einen buntgeschmückten Schlachterkittel anziehen müsste und wie ein Pfingstochse dekoriert damit herumstolzieren sollte. Der Krieg verursacht nur Leid, Elend und Verwüstung von Körpern und Seelen! Der Kampf ist nicht heroisch, er ist schmutzig, es ist einem Soldaten egal, ob neben ihm ein Mann zerfetzt wird, ob ihm die Eingeweide und die abgerissenen Gliedmassen um die Ohren fliegen, ihn beherrscht nur ein einziger niederträchtiger und alles zerstörender Gedanke: Gut, dass es nicht mich getroffen hat! Haben Sie schon mal auf Menschen geschossen? Haben Sie schon mal Kinder erschossen, weil sie mit Panzerfäusten und Kalachnikows auf Sie losgegangen sind? Haben Sie schon mal, als UN - Soldat kostümiert, zugesehen, wie vor ihren Augen Zivilisten vergewaltigt und erschossen wurden? Sie durften nichts tun, weil das feige Schwein von einem Kommandeur sich nicht über einen Befehl hinwegsetzen wollte! Ja, wir Soldaten waren Mörder! Durch unser Tun, durch unser Unterlassen und durch unsere Feigheit, uns zu weigern, zu Mördern zu werden. Für was? Für die Korruptheit, die Verlogenheit und die Machtgier von kleinen Kreaturen, die sich heute "Politiker" nennen. Nie wieder fasse ich eine Waffe an, nicht für diese Versager, Egomanen und Dummköpfe in den Regierungen! Kurt Tucholsky hatte mit seiner ganzen Verachtung für alles militärische so recht! Doch wo ist ein junger, neuer Tucholsky in Sicht? Ich hatte so auf Biermann gehofft, doch wo sind die Literaten, die die Menschen aufrütteln? Ich kann nur raten: Lest Jean Ziegler, lest Jean Ziegler, lest Jean Ziegler!

Monsieur Rainer
Saturday, December 11, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Haiti

Was ist ein Zyniker? Ein Zyniker ist ein enttäuschter Idealist. Ich verfolge die Entwicklung in Haiti schon seit vielen Jahren von Frankreich aus. Die Menschen in Frankreich sind wie die meisten Deutschen auch. Ihnen bricht das Herz, wenn sie mitansehen müssen, welches Leid dieses geschundene Land ertragen muss. Es gibt dort soviel Elend, wie ich es noch nie in meinem Leben sehen musste. Ein kleine, masslos korrupte Oligarchie schert sich einen Dreck um die Menschen ihres Landes. Einzig die wenigen noch verbliebenen Hilfsorganisationen kümmern sich um dieses Desaster. Doch wo sind die Milliarden Spendengelder geblieben? Man sollte einmal bei den Genfer Banken nachfragen. Warum sind die Menschen in Haiti nur so böse geworden? Das ist doch kein Wunder! Hat sich jemals irgend jemand ernsthaft um diese Menschen gekümmert? Nein! Die ganze Welt hat zugesehen, wie Verbrecher wie Baby Doc und Papa Doc dieses Land jahrzehntelang bluten liessen. Die niedrigsten Instinkte sind bei den Haitianern, wer könnte es ihnen verdenken, mobilisiert worden. Mord und Totschlag, Vergewaltigung, Kinderhandel, alles ist die tägliche Normalität in diesem Land geworden. Und die Welt schickt ein paar Decken und einige Zelte. Im Ernst interessiert sich kein Mensch für dieses verdreckte und ruinierte Land. Die Kolonialherren haben die Sklaven dort einstmals abgekippt und sich selbst überlassen. So konnte nie etwas Gutes dort erwachsen. Ja, die Haitianer sind heute bösartig, warum wohl? Und schliesslich macht mich das alles sehr wütend! Die Weltpresse fabuliert über irgendwelche Wahlen in Haiti, als ob damit das Elend der Bevölkerung beendet werden könnte. Es ist reichlich egal, welcher neue "Präsident" die letzten gutgemeinten Hilfsgelder von Haiti stiehlt. Diese Ahnungslosigkeit, diese Naivität macht mich zornig. Wenn man wirklich etwas für die Menschen in Haiti tun will, dann muss das Land von einer zivilisierten Macht anektiert werden. Es muss Recht und Ordnung, ein völlig neues Staatswesen, Gesundheitsdienste und ein neues Sozial- und Gemeinwesen organisiert werden. Es müssen Arbeitsplätze geschaffen werden und eine starke Ordnungsmacht muss dem Chaos ein Ende bereiten. Alles andere ist hilfloses Gutmenschentum, das nur dem nächsten korrupten Oligarchen den Weg ebnet.

Monsieur Rainer
Friday, December 10, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Côte d' Ivoir
Afrika ist ein reicher Kontinent. Die Chinesen haben das schon längst erkannt und stecken ihr Terrain ab. Die Amerikaner sind nur an den Bodenschätzen interessiert, sie beuten sie aus, wie zum Beispiel in Nigeria und hinterlassen ein ökologisches Desaster. Noch schlimmer sind wir Franzosen. Wir haben nicht das geringste Interesse an einer Prosperierung der Frankophonie, uns geht es nur um Rohstoffe, Macht, Einfluss und Rüstungsverkäufe. Dafür halten wir uns die niederträchtigsten Diktatoren. Erst wenn sie nicht mehr spuren, wird gepustscht und der französische Militärgeheimdienst DGSE setzt einen anderen und willfährigeren Oligarchen ein. Der Konkurrent des Machthabers Gbagbo in Côte d'Ivoir, seine Excellenz Monsieur Quattara, war jahrelang mein Nachbar in Mougins an der Côte d'Azur. Er wurde hier vom DGSE geparkt, gehätschelt und beschützt. Seit die Gendarmerie dort Posten bezogen hat, haben wir weniger Einbrüche. Nun wird Gbagbo ausgetauscht und durch meinen Nachbarn ersetzt. Mit Ethnien, Religion oder innerafrikanischen Problemen hat das alles nur am Rande zu tun. Hier geht es um strategisches Hegemonialmachtstreben und sonst um nichts. Alles andere ist in dem Artikel sehr gut beschrieben, jedoch etwas zu gut gemeint. Die Welt ist viel zynischer und die Menschen sind viel gemeiner, als sich der wohlmeinende Journalist es sich vorstellen kann. Die Probleme Afrikas interessieren im Ernst kein Mensch. Es geht nur um Geld und Macht!

Monsieur Rainer
Friday, December 10, 2010
Mein Artikel in der ZEIT : Die Frankophonie
Der Journalist beschreibt kenntnisreich die Verhältnisse an der Elfenbeinküste. Aus französischer Sicht erlaube ich mir noch einige Anmerkungen. Man darf sich bei den frankophonen Staaten nicht nur auf die innenpolitischen Differenzen zwischen den religiösen und ethnisch unterschiedlichen Volksgruppen kaprizieren. Nichts geschieht in den ehemaligen französischen Kolonien, was Paris nicht erlauben würde. Der Elyséepalast entscheidet, wer in den frankophonen Staaten regiert und niemand sonst. Die afrikanische Oligarchie durchläuft die Kaderschmieden der französischen Grandes Ecoles, bevor sie in ihre Heimat geschickt wird, um dort französische Interessen zu vertreten. Diese Oligarchie kann so korrupt sein, wie sie will, sie kann das ganze Geld des Landes stehlen und in Edelimmobilien in Paris und hier an der Côte d'Azur investieren. Sie wird zu den Paraden des 14. Juli auf die Ehrentribühne eingeladen, dort werden ihr die neuesten Waffen Frankreichs vorgeführt und verkauft. Für jeden Diktator parkt Paris einen Ersatz in Frankreich, hätschelt ihn Jahre lang, für den Fall, dass der dort in Afrika eingesetzte Diktator nicht mehr spurt und die Lieferverträge mit Frankreich über die Rohstoffe seines Landes nicht erfüllt. Dann wird er von der französischen Fremdenlegion abgesetzt und durch den geparkten neuen Diktator ersetzt. Frankreich hat seine Kolonien nur zum Schein in die Unabhängigkeit entlassen. Es regiert der französische Geheimdienst DGSE! Das ist die Realität!

Monsieur Rainer
Friday, December 10, 2010
Mein Leserbrief auf einen Beitrag in der ZEIT :

Kommentar:

Schweden ist nicht bekannt dafür, sich an Kampagnen zu beteiligen. Also lehne ich diese Attacken auf die Justiz ab. Wann kommt der nächste Held, gegen den nicht ermittelt werden darf und wer bestimmt das? So geht es nicht, liebe Leute.

Mein Leserbrief: Monsieur Rainer 09.12.2010 um 13:49 Uhr:

Einspruch, Euer Ehren! Schweden ist durchaus für eine politisch beeinflussbare und korruptionsanfällige Justiz bekannt. Sind die desaströsen Vertuschungsversuche bei den Ermittlungen zum Mord an Olof Palme schon vergessen? Ist schon vergessen, dass Schweden eine internationale Drehscheibe für die Austragung von vielen kleinen schmutzigen Spionageaffairen schon immer gewesen ist? Schweden ist nicht das erträumte Volksheim der Gutmenschen aus aller Welt.

Monsieur Rainer
Thursday, December 09, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Liebt die Griechen !
Sicher schmerzen meine Zeilen, dafür habe ich Verständnis, doch es hilft nichts, wir müssen auch ein paar unangenehme Wahrheiten zur Kenntnis nehmen. Erstens hat das ungeschickte Zögern und Lavieren von Frau Dr. Merkel viel Geld gekostet. Zweitens sollten die Deutschen endlich Schluss machen mit ihrem Lohndumping.(Sechs Millionen Arbeitsplätze werden alleine in Deutschland vom Staat subventioniert!) Drittens ist der deutsche Handelsbilanzüberschuss der Totengräber für die anderen EU-Staaten. Viertens, wie sollen griechiche Produkte in Griechenland wieder verkauft werden, wenn deutsche Handelsriesen wie Lidl dort billiger hochsubventionierte deutsche Agrarprodukte verkaufen? Bitte denken Sie einmal über meine Argumente nach. Und damit ich nicht vergess', zu erzählen: Warum zwingen wir die Griechen immer noch, den deutschen Leopard-Panzer, den Eurofighter und deutsche U-Boote zu kaufen, obwohl Griechenland doch angeblich zahlungsunfähig ist? Ist das etwa verantwortungsvolle Politik? Ich nenne das eine bodenlose Heuchelei und da nehme ich meine Landsleute, die Franzosen, nicht aus. Wir geben den Griechen nur Kredite, wenn sie unsere französische Fregatten kaufen? Das ist eine verlogene Politik auf beiden Seiten des Rheins!

Monsieur Rainer


Thursday, December 09, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Das "alte Europa" !
Die Amerikaner haben aus dem französischen Debakel in Korea nichts gelernt und wie ein Affe, der zweimal unter den selben Stein schaut, auch gleich Vietnam heimgesucht! Die Kriegsverbrechen der Amerikaner an der vietnamesischen Bevölkerung haben mich schon damals auf die Strasse getrieben. Dann kamen die vielen kleinen schmutzigen Kriege in Lateinamerika, die Morde und Folterungen des CIA in Chile und Argentinien, schliesslich der Freundschaftsdienst an den Kuweitis, dann der sinn- und planlose Irakkrieg und nun Afghanistan, der für die Rüstungsindustrie schon abgehakt ist. Sie sucht im Jemen bereits ein neues Betätigungsfeld. Das paranoide, bigotte Amerika sollte sich einmal fragen, warum die ganze Welt es hasst. Wer einmal unschuldig in Guantanamo sass, der muss ja zum Terroristen werden! Und was tun wir Europäer? Wir dackeln diesen Fürsten der Finsterniss in jedes Desaster hinterher, schlucken jedes Verbrechen, spülen jede Lüge weich und regen uns noch über Wikileaks auf. Wikileaks hat die Verbrechen nicht begangen, es hat nur darüber berichtet. Jeder Leugner des Holocaust wird zurecht in Deutschland verurteilt, wann werden die Leugner der amerikanischen Kriegsverbrechen endlich vor Gericht gezerrt? Wielange noch folgen wir Europäer jedem Abenteuer der Amerikaner? Das "alte Europa" ist der Kontinent der Aufklärung, der Menschrechtserklärung und der Zivilisation. Jagt die Politiker endlich vom Hof, die diesen menschenverachtenden Fanatikern noch Rotz um die Backe schmieren!

Monsieur Rainer
Thursday, December 09, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Der gute Mensch vom Bellevue !
Der Unterschriftenautomat vom Schloss Bellevue. Dafür wurde er ja schliesslich ausgesucht. Mit Herrn Gauck wäre die Arbeit von Frau Dr. Merkel etwas schwieriger geworden. Nun verstehe einer die guten Deutschen: In den Umfragen liegt der Herr "Kaiser von der Hamburg-Mannheimer" bei 60%. Was hat er denn gutes getan? Er stand etwas betroffen an Gräbern herum! Er besuchte sämtliche Religions-gemeinschaften und Rassen ausser den Indianern! Er unterschrieb pflichtgemäss ein Gesetz, wie ihm aufgetragen, ach ja, fast hätte ich es vergessen, für den Weltfrieden ist er auch!

Monsieur Rainer


Thursday, December 09, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : BRAVO !

Straft diese Knechte der Amerikaner, wo es am meisten schmerzt: am Geld! Wer die Menschrechte so verletzt wie die Amerikaner, der sich als weltweiter Kriegsverbrecher betätigt und jede Rechtsstaatlichkeit mit Füssen tritt, wer seine eigene Verfassung nicht respektiert, aber immer noch vom Land der Freiheit und vom amerikanischen Traum fabuliert, der wird die Wahrheit über sein schändliches Tun ungern in den Medien lesen, der wird nur ungern seine eigenen Lügen, die er selbst schon zur Wahrheit verklärt hat, lesen wollen. Also wird der Verbreiter der Wahrheit gnadenlos wie ein Tier durch die Welt gehetzt. Entlarvt die Lügen der Amerikaner und blockiert ihre Geldzählmaschinen, wo es nur geht. Amerika, mich ekelt vor dir und deiner bigotten verlogenen Moral!

9 Leser-Empfehlungen

Monsieur Rainer
Thursday, December 09, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT zur Hackerszene gegen Wikileaks
Nulla poena sine lege ! Keine Strafe ohne Gesetz! Dieser alte römische Rechtsgrundsatz wird von den Amerikanern aufs sträflichste verletzt. Sie suchen verzweifelt nach einem Gesetz, wonach man Assange bestrafen könnte. Der Lynchmob der USA läuft auf vollen Touren! Selbst keinerlei Menschenrechte respektieren, Kriegsverbrechen, Leid und Elend in der ganzen Welt verbreiten, aber dann nicht die Wahrheit ertragen können. Assange hat den bigotten Amerikanern die Lügenfratze vom Gesicht gezerrt und ist nun Staatsfeind nummer 1. Darum muss man die Knechte der Amerikaner dort bestrafen, wo es schmerzt: Am Geld! Ich begrüsse die Hackerszene, die die Swiss Postbank, Mastercard und Amazon lahmlegen! Bravo! Internetgemeinde dieser Welt, vereinigt euch gegen das grösste Lügengebäude dieser Welt! Die Freiheit können die USA noch unterdrücken, die Wahrheit nicht mehr!

Monsieur Rainer
Thursday, December 09, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Nulla poena sine lege !

So sind sie, unsere lieben amerkanischen Freunde. Hat man kein Gesetz für einen angeblichen "Staatsfeind", dann erfindet man nach der "Straftat" einfach ein passendes Gesetz. Das widerspricht jedem römischen Rechtsgrundsatz. Amerika, das Land der Aufklärung und Freiheit? Nein! Amerika, das Land der Kriegsverbrecher, Rechtsbeuger, Verfassungsfeinde! Amerika, uns graut vor dir!

Monsieur Rainer


Wednesday, December 08, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Es war einmal eine SPD !
Selbstversöhnung ist Selbstbefriedigung! Bis die SPD mit sich selbst versöhnt ist, weiss kein Mensch mehr, dass es eine SPD jemals gegeben hat. Dabei liegen die Themen auf der Strasse: Wir wollen endlich eine radikale Verschlankung des Staates! Wir wollen endlich mehr direkte Demokratie! Wir wollen unsere Politiker direkt in ihre Ämter wählen können und zwischen den Urnengängen zu existenziellen Fragen befragt werden. Wir wollen endlich, dass Schluss gemacht wird mit Dumpinglöhnen! Wir wollen endlich einen gesetzlichen Mindestlohn wie alle EU-Nachbarn! Wir wollen die Exporthandelsüberschüsse abbauen. Wir wollen eine starke Binnenkonjunktur! Wir wollen keine sechs Millionen Arbeitsplätze, die staatlich finanziert werden. Die Löhne sollen wieder von den Unternehmern und nicht vom Steuerzahler bezahlt werden. Wir wollen ein einfaches, gerechtes und klares Steuersystem! Wir wollen einen Datenschutz, der die Bürger des Landes endlich vor Übergriffen schützt! Wir wollen endlich eine von der Exekutive unabhängige Judikative! Wir wollen eine radikale Ausforstung der überbordenden Bürokratie! Wir wollen endlich Wahrheit, Klarheit und Sachverstand in der Politik! Das erwarten wir von einer sozialdemokratischen Partei und nicht diese Selbstversöhnung, die nichts anderes ist, als eine Beschäftigung mit sich selbst. Begreift es, Ihr Sozialdemokraten oder verschwindet im Orkus der Geschichte!

Monsieur Rainer
Wednesday, December 08, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Helmut Schmidt ist in Bestform !
Das hat gut getan, hochverehrter Helmut Schmidt! Wie sehr lechzen die Menschen nach Wahrheit, Klarheit und Sachverstand. Der ist weit und breit in der aktiven Politik nicht zu finden. Die Politiker in ganz Europa torkeln von einer Kriese in die nächste. Alleine im Jahre 2010 stand der Euro und damit das gesamte Währungssystem und letztendlich in Folge dazu die Europäische Union kurz vor dem Kollaps. Das Zögern, das Zaudern, das Taktieren, das Lavieren der deutschen Kanzlerin in Fragen der Stützung von maroden EU - Staaten und jegliches Fehlen einer wirksamen Kontrollinstanz der EU in Wirtschafts- und Währungsfragen, haben Europa fast kollabieren lassen. Als man sich auf Drängen von Juncker und Lagarde doch noch dazu durchrang, die griechische Wirtschaft zu stützen, kostete das deutsche Zaudern Milliarden an Rettungsgeldern. Frau Dr. Merkel versteht Europa nicht, sie versteht nichts von Wirtschaft und kennt die Mentalität der Südeuropäer nicht. Zunächst muss eine einheitliche Wirtschaft-, Sozial-, Lohn- und Finanzpolitik in Europa geschaffen werden. Dann muss EUROSTAT endlich Exekutivvollmachten erhalte, dann muss Europa mit einer Stimme sprechen, sonst wird es immer der Spielball der Märkte bleiben. Das ewige Gewäsch vom Exportüberschuss muss endlich aufhören. Er wird Deutschland in den Abgrund führen, wenn es auf Kosten anderer Länder ständig Handelsbilanzüberschüsse erzielt und dies nur durch Dumpinglöhne im eigenen Land. Helmut Schmidt hätte es deutlicher nicht sagen können.

Monsieur Rainer
Wednesday, December 08, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT auf eine Kritik an meinem Beitrag zu Merkel

Schön, ich überziehe also? Dann lassen Sie mich bitte weiter "überziehen". Ich habe den allergrössten Respekt vor den Bürgern der ehemaligen DDR, die, einmalig in der deutschen Geschichte, den Mut hatten, ihre Taugenichtse und Verbrecher in der Regierung durch eine aufopferungsvolle friedliche Revolution zum Teufel zu jagen. Wir im Westen waren dazu nie in der Lage. Wir waren zu faul, zu träge, zu obrigkeitshörig, zu geldgierig. Wir schafften es nicht einmal, das Nazigesindel aus den Amtsstuben der Bundesrepublik zu vertreiben. Doch wodurch, durch welche Widerstandshandlung ist Frau Dr. Merkel je in der Bürgerbewegung der DDR aufgefallen? Sie kam an, schnappte sich einen Posten, als alles schon vorbei und das Risiko überwunden war. Sie passte also nahtlos in das weichgespülte System Kohl. Sie hat viel von Helmuth Kohl gelernt. Nur eines hat die Lady nie begriffen. Kohl war ein überzeugter Europäer, der zwar viele Fehler gemacht hatte bei der Euro-Einführung und anderswo, der aber in erster Linie Europäer war. Das ist Ihre Lady aus der Uckermarck eben nicht! Sie fährt Europa an die Wand. Oder ist es vielleicht sachlich falsch, wenn ich behaupte, dass gerade auch deutsche Landesbanken, Geschäts - und Hypothekenbanken sich in Irland und anderswo aufgeführt haben, wie der Fuchs im Hühnerstall? Und wer bezahlt den Schaden, etwa die Bankster? Was bitte ist daran Polemik, verehrter Forist? Das sind die Fakten und sie sind unbestritten!

Monsieur Rainer
Monday, December 06, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Das letzte, was Europa braucht, ist Merkel !

Frau Dr. Merkel ist die Totengräberin des europäischen Gedankens. Diese Lady ist nie im Westen angekommen. Schon gar nicht begreift sie den Grundgedanken der Gründerväter Europas. Sie ist eine kaltherzige Egomanin, die das westliche Leben nicht liebt und die Schönheiten der westlichen länder nicht kennt. Wie soll so eine machtvergessene Frau jemals gut für Europa sein? Sie suhlt sich im Exportwahn, den sie mit ihrem rabiaten Kampf gegen menschenwürdige Löhne verteidigt. Deutschland ist mangels gesetzlichen Mindestlohn zum Billiglohnland Europas verkommen. Dafür lässt sich die Frau von der heimischen Lobby feiern, begreift aber nicht, dass sie damit dem europäischen Gedanken schadet. Sie hätschelt die Industrie und die Banken. Wie andere Länder darunter leiden, ist ihr egal. Der Grundgedanke der römischen Verträge von 1950 war ein friedliches, geeintes Europa mit gleichen Chancen in gelebter Freundschaft mit seinen Nachbarn. Frau Merkel führt aber einen Wirtschaftskrieg gegen ihre Nachbarn, lässt ihr Landesbanken ungestraft die europäischen Länder in den finanziellen Ruin treiben und ersetzt den angerichteten Schaden mit Steuergeldern. Bankrotten Staaten wie Griechenland drängt sie ihre U-Boote und Panzer auf. Sie will die eiserne Lady in Europa spielen, hat aber bereits den Kontakt zur eigenen Bevölkerung verloren. Dabei springt sie mit grossem Getöse wie eine Löwin ab und landet regelmässig als Bettvorleger. Nein, Frau Dr. Merkel, Europa braucht Sie am allerwenigsten. Sie haben sich noch nie um Europa verdient gemacht!

Monsieur Rainer
Monday, December 06, 2010
Mein ganz persönliches Wut - Buch " Die Totengräber der Demokratie "
befindet sich nun in der Schlussredaktion und wird im Januar 2011 im Handel erhältlich sein. Natürlich findet man mit so einem Buch nicht so leicht einen mutigen Verlag, vorallendingen wenn man nicht im Vorstand der deutschen Bundesbank sitzt und schon hohe Ämter in der Politik bekleidete. Ich weiss auch nicht, wielange das Buch im Handel erhältlich sein wird, denn es enthält viele unbequeme Wahrheiten. Julian Assange, mit dem ich mich natürlich nicht im entferntesten vergleichen kann, musste leidvoll erfahren, was es bedeutet, die Imperien der Macht herauszufordern. Er hat mir aber auch den Mut gegeben, dieses Buch zu veröffentlichen. Niemand wird dabei geschont! Wahrheiten werden ohne Rücksicht auf politische Korrektheit ausgesprochen. Die Lügen der Mächtigen sollen entlarvt werden. Und dass die ganze Welt von ihren Regierungen nur belogen wird, davon bekommen wir dank Wikileaks jeden Tag einen neuen Vorgeschmack. Wir werden von einem trostlosen Haufen von überambitionierten Amateuren, von aufgeblasenen Wichtigtuern, von Lügnern, Betrügern und Verbrechern in der ganzen Welt regiert. Sie führen hinter unserem Rücken schmutzige Kriege um Resourcen, tarnen sie noch als humanitäre Unterstützungs-einsätze, beteiligen sich an Korruption und Vetternwirschaft und wagen es dann noch, den Ärmsten der Armen ihren Lebensunterhalt vorrechnen zu wollen und sie der "spätrömischen Dekadenz" zu zeihen. Nein, hochverehrter Helmut Schmidt, das ist keine Politik mehr zum "schieflachen". Das sind Kapitalverbrechen, die die Mächtigen dieser Welt an den Menschen begehen. Deutschland hat als einzigstes Land der EU keinen gesetzlichen Mindestlohn und so feiern unsere Lobbyisten das neue Wirtschaftswunder Deutschlands. Keine Kunst, wenn man als Billiglohnland operiert. Die Parteien werden von den Lobbys schamlos geschmiert. Die Lobbyisten schreiben die Gesetze, die ein willfähriges Parlament voller Krämerseelen abnicken. Die Politiker betreiben eine Politik gegen den erklärten Willen einer Mehrheit der Bevölkerung. Das wird nicht mehr lange gut gehen! Sie wollten die Globalisierung der Weltmärkte, nun haben sie die Globalisierung der Wahrheit. Und diese wird nicht mehr unterdrückt werden können! Nehmt euch in acht vor uns Bürgern, wir besichtigen gerade den Niedergang dieser Pseudodemokratien! Fegt dieses Gesindel aus ihren Amtsstuben!
Sunday, December 05, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Wir wählen die Freiheit !
Der letzte Dreck der Welt muss ans Licht der Öffentlichkeit! Wenn manche Medien versagen und sich, wie so oft, zu Hofschranzen der Politiker erniedrigen lassen, dann muss investigativer Journalismus eben auf anderem Wege das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Die Menschen haben ein Recht auf umfassende und wahre Informationen, die eben teilweise von den etablierten Medien oft nur noch gefiltert geliefert werden. Die political correctness hat sich wie ein chronischer Ausschlag über die Welt verbreitet und klebt so fest auf der Wahrheit, dass diese darunter zu ersticken droht. Wir wollen alles wissen, wir haben ein Recht dazu. Und wenn es uns nicht durch die Medien geliefert wird, dann greifen wir halt auf Internetportale zurück. Nur unfreie Staaten wie zum Beispiel China unterdrücken den Informationsfluss. Wir in Europa sollten uns aber als Mutterländer der Aufklärung und der Menschenrechte nicht zu Komplizen dieser Staaten machen. Wir wollen die Freiheit der Meinungsäusserung und der Informationsbeschaffung! Sie steht uns zu! Die Komplizen der Unterdrückungsmaschinerie haben nicht mehr die Macht, die Wahrheit zu unterdrücken. Da können noch soviele Server abgeschaltet, Zahlungssysteme gesperrt werden, Menschen diffamiert und wie Tiere gehetzt werden, wir wählen die Freiheit!

Monsieur Rainer
Saturday, December 04, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Die neue Form von Mafia!
FIFA, Medien und die Politik sind eine unselige Allianz eingegangen. Dass die FIFA mafiotische Strukturen und Arbeitsweisen hat, kann in jedem sachkundigen Buch und in jeder seriösen Zeitung, wie heute in der ZEIT, nachgelesen werden. Dass die Medien diese Verballhornung von SPORT auch noch unterstützen und dieser Bande Millionen von Euro an Gebührengeldern in den Rachen werfen, das ist auch hinlänglich bekannt. Und dass sich die Politiker im Glanze von erfolgreichen Sportlern sonnen, um ein kleines bisschen von deren Ruhm abzubekommen, das wirkt nur noch peinlich! Doch dass dieselben Politiker, die ständig davon fabulieren, Steuerhinterziehern und Bankstern das Handwerk legen zu wollen und gleichzeitig den Paten der FIFA Orden um den Hals hängen, das ist nur noch verlogen und ekelerregend!

Monsieur Rainer


Thursday, December 02, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Kritik an Israel ?
Israel bedarf unserer besonderen Fürsorge! Wir sind die Söhne und Enkel der Deutschen, die entweder, wie mein Vater, aktiv an der Vernichtung der Juden mitgewirkt oder eben nur weggesehen haben. Daraus ergibt sich für mich eine lebenslange Fürsorgepflicht für die Juden. Dies ist aber nicht gleichzusetzen mit der rückhaltlosen und völligen Kritiklosigkeit gegenüber der Politik des israelischen Staates. Hier werden schwere Fehler gemacht. Auch gegen den erklärten Willen einer grossen Zahl von Israelis werden von den israelischen Regierungen Völkerrechts- und Menschenrechtsverletzungen unter den Augen der Weltbevölkerung begangen. Wir haben das Recht und die Pflicht, darauf hinzuweisen, ohne dabei mit dem Totschlagargument "Antisemit" erledigt zu werden. Ich weiss, was mein Vater den Juden in Frankreich angetan hat, ich leide darunter schon mein ganzes Leben lang, jedoch erlaube ich mir, auch im ehrenden Gedenken an die jüdischen Kämpfer der Résistance, die mein Vater in die Konzentrationslager geschickt hat, offen und klar auszusprechen, wenn ich eine politische Fehlentwicklung in der israelischen Politik erkenne. Auch dies sind wir den Opfern unserer Väter und Grossväter schuldig!

Monsieur Rainer


Thursday, December 02, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Stuttgart 21
Hornberger Schiessen, Bürgerverdummung oder Volksbelustigung? Alles. Doch wenn sich denn diese Veranstaltung überhaupt gelohnt haben sollte, dann ist doch eines unumstösslich klar geworden: So kann Demokratie in Deutschland nicht mehr funktionieren. Die repräsentative Demokratie, die ich für einen Etikettenschwindel halte, hat abgewirtschaftet. Deutschland braucht eine neue Verfassung mit viel mehr direkter Demokratie, die am Anfang eines Entscheidungsprozesses stehen muss und nicht am Ende. Die Parteiendiktatur mit allen ihren schmierigen Randerscheinungen gehört der Vergangenheit an. Wahrscheinlich haben das die Berliner Politiker in ihrer Glaskuppel noch gar nicht bemerkt, doch Mappus, Göllner und Konsorten haben das Totenglöcklein ihrer Mauschelpolitik bereits gehört.

Monsieur Rainer


Thursday, December 02, 2010
Mein Artikel in der ZEIT: Schweizer Volksabstimmung, deutsche Wahlen!
Die Schweiz war noch nie eine Nation, sie ist eine Abwehrgemeinschaft verschiedener Volksstämme, die sich nicht einmal untereinander leiden können. Bis weit in das späte Mittelalter haben sich die armen schweizer Bauernburschen als Söldner in allen Herren Ländern verdingt. Erst im ausgehenden 19.Jahrhundert entdeckte das arme und in 16 Kantonen aufgesplitterte Agrarland Schweiz ein Geschäftsmodell. Die Gnomen gründeten Banken und machten Geschäfte unklarer Genese mit den Herren der Welt. Sie scheuten dabei vor wenig schmutzigen Deals zurück. Sogar das Zahngold der Juden war ihnen willkommen, sie wuschen es und lieferten Hitler die letzten Kanonen noch im April 1945. Um die nachrichtenlosen Vermögen mussten die Angehörigen der ermordeten Juden jahrzehntelang prozessieren. Nein, die Schweiz hat in meinen Augen jeden Moralanspruch verwirkt und wäre ohne die Finanzindustrie ein jämmerliches Alpen-Käse-Land. Die direkte Demokratie entspringt einem tiefen Misstrauen des Schweizers gegen alles und jeden, am allermeisten gegen seine eigenen Regierungen. Ihre Kakulation ist richtig. Natürlich drückt ein Ja für die Ausschaffung von vorbestraften Ausländern bei einer Wahlbeteiligung von 50 % der Wahlberechtigten nicht den Willen eines ganzen Volkes aus. Doch die Ausschaffung gab es in dieser Form schon immer und ist also kein Novum. Mein These ist:" Der Schweizer ist freundlich zu Geld und nicht zu Menschen." Analog dazu stelle ich einmal eine Rechnung über den deutschen Volkswillen auf: Gesetzt der Fall, Deutschland hätte 80 Mio Einwohner. Setzen wir einmal den Fall, dass davon 40% wahlberechtigt sind = 32 Mio. Immer vorrausgesetzt, dass von diesen Wahlberechtigten etwa 50% zur Wahl gehen, dann haben wir etwa 16 Millionen abgegebene Stimmen. Davon sind vielleicht nocheinmal 2 Millionen ungültig = 14 Mio abgegebene Stimmen. Davon fallen z.B. 30% auf die CDU = 4.2 Millionen Stimmen, auf die SPD entfielen vielleicht 20% der Stimmen = 2.8 Millionen Stimmen, auf die Grünen entfielen cirka 25% der Stimmen = 3.5 Mio Stimmen, auf die FDP entfielen cirka 5% = 700.000 Stimmen, auf die Linken cirka 10% = 1.4 Mio Stimmen. Kopfrechnen schwach, ich weiss! Aber auf die genauen Zahlen kommt es gar nicht an! Was ich aber sagen will, dass sich diese Parteien Deutschlands teilweise als Volksparteien gerieren und allen ernstes glauben, sie seien demokratisch gewählt, kommt einer göttlichen Anmassung gleich. Man gibt den Damen und Herren alle vier Jahre seine Stimme und dann hat man sie gefälligst in Ruhe zu lassen. Genau dieses wird so nicht mehr weitergehen. Und darin liegt der Zorn, die Ohnmacht und die Wut der Deutschen.

Monsieur Rainer
Thursday, December 02, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT zum Urtel des BVG i.S.Hehlerei
Das war keine Sternstunde des BFG. Egal ob es gegen die Mafia oder gegen die Steuerhinterzieher geht, die Aufgabe des Bundesverfassungsgerichtes besteht darin, die Grundsätze der Verfassung zu wahren und zu beschützen. Dabei heiligt eben n i c h t der Zweck jedes Mittel! Auch wenn es schmerzlich wird und so mancher Straftäter nicht verfolgt werden kann, aber das Grundgesetz ist ein höheres Rechtsgut als die Strafverfolgerung Einzelner!

Monsieur Rainer

Tuesday, November 30, 2010
Mein Artikel in der ZEIT : Die Unabhängigkeit der Justiz Teil II
Das Urteil des "Cour européenne des droits de l'Homme" vom letzten Dienstag ist nicht gänzlich folgenlos geblieben. Wir alle wissen und beklagen, dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, basierend auf den römischen Verträgen von 1950 und ins Leben gerufen durch die Menschenrechts-Charta der Europäischen Union im Jahre 1953, bedauerlicherweise kein Exekutiv - Recht besitzt.

Jedoch scheint zumindest Frankreich, das ja auch schliesslich exemplarisch verurteilt wurde, zu reagieren. Die Gewerkschaft der französischen Richter (L'Union des syndicats des Magistrats) reklamiert nun öffentlich eine Reform, um die Unabhängigkeit der Staatsanwälte von der Politik zu garantieren. Die Unabhängigkeit der Magistraten sei nicht kompatibel mit dem Gesetz einer funktionierenden Judicative im Sinne des Artikels der §§ 5.3 der französischen Verfassung. Der Kläger vor dem Cour européenne des droits de l'Homme, Maître Patrice Spinosi, verlangt nun von der Politik, die Konsequenzen aus diesem Urteil zu ziehen.

Was bedeutet diese Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte für die Bundesrepublik Deutschland?

Das Urteil muss analog auch in Deutschland Anwendung und Beachtung finden! Die im Grundgesetz garantierte Trennung von Judikative und Exekutive ist endlich zu verwirklichen!

Dazu gehören zuerst einmal die Veränderung des Status des Generalbundesanwaltes als weisungsgebundener politischer Beamter. Er müsste zumindest vom Deutschen Bundestag für einen Zeitraum von 12 Jahren gewählt werden, wie es die Verfassungsrichter am BVG auch sind. Er darf also auf keinen Fall ein vom jeweiligen Bundesjustizminister eingesetzter politischer Beamter mehr sein!

Dann müssen sofort die Generalstaatsanwälte der Länder der Weisungsgebundenheit der Justizministerien entzogen und von den Länderparlamenten für einen Zeitraum von ebenfalls 12 Jahren gewählt werden. Die Weisungsbefugnis der Länderjustizministerien für Staatsanwälte wäre damit beendet!

Und schliesslich muss endlich ein Disziplinarhof für Verfehlungen von Richtern, Staatsanwälten und Polizeibeamten eingerichtet werden, der direkt dem Parlament unterstellt und auch von ihm gewählt wird. Dieser Diszuplinarhof muss mit Exekutivgewalt ausgestattet werden!

All diese Massnahmen bedürfen keiner Grundgesetzänderung, sondern sind genauso im Grundgesetz verankert. Einzige Neuigkeit daran wäre, dass die Politiker ihre Macht über die Justiz aufgeben müssten, die ihnen ohnehin qua Grundgesetz gar nie zustand.

Monsieur Rainer

Tuesday, November 30, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT zum Urteil des BVG i.S. Hehlerei von Daten
Nein, die Entscheidung war nicht klug, sondern opportun! Oder was wäre in der Praxis passiert, wenn die Entscheidung des BVG negativ ausgefallen wäre? Zumindest hätten dann einige Festgenommene erhebliche Schadenersatzansprüche an den deutschen Staat geltend gemacht. Dies galt es zu verhindern und deshalb war diese Entscheidung des BVG einzig und alleine der politischen Klasse geschuldet. Dies hat aber die scheinbar letzte Instanz einer so oft beschworenen Unabhängig der Judicative von der Executive endgültig ad absurdum geführt. Sie hat es nie gegeben, wie der Cour eurpéenne des droits de l'Homme letzten Dienstag analog zu einem französischen Gerichtsurteil festgestellt hat.

Monsieur Rainer
Tuesday, November 30, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT : Trost für einen Geschundenen
Ich kann Ihnen nur Trost spenden. Wobei ich die ZEIT immer noch als Bastion der freien Meinungsäusserung sehe. Ich habe etwa 850 Beiträge im SPIEGEL eingestellt, ungefähr nocheinmal soviele fielen der SPIEGEL - Zensur zum Opfer. Bevor sie mich rauswerfen konnten, habe ich selbst "gekündigt". Die ZEIT ist mit dem SPIEGEL nicht vergleichbar, bis jetzt scheinen hier auch abweichende Meinungen zumindest geduldet. Das spricht nicht gegen die ZEIT! Solange Helmut Schmidt noch Herausgeber ist, lohnt es sich auf jeden Fall, auch manche lästige und manchesmal auch unverständliche Zensur in Kauf zu nehmen. C'est la vie!

Monsieur Rainer
Tuesday, November 30, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Wikileaks ist das einzige Korrektiv !
Bis jetzt hat Wikileaks stets ins Schwarze getroffen! So mancher waidwunder und an dieser Welt verzweifelter Seele hat Wikileaks wieder neuen Lebensmut eingehaucht. Es war eben doch nicht alles falsch, was zahlreiche Foristen gegen die vielen Widerstände in den Medien immer und immer schrieben. Und ewig prangerten uns so manche jakobinischen Verfechter der political correctness an, zensierten uns oder machten uns gar mundtot. Nun sind unsere schlimmsten Befürchtungen über das tatsächliche Geschehen in dieser Welt endlich aufgedeckt und damit bestätigt worden. Wikileaks hat bis jetzt auf jeden Fall keinen Falschen getroffen. Sie entlarvt die Heuchelei und abgrundtiefe Verlogenheit so mancher Politiker. Und nun sind also die Banken dran? Da wird es ebenfalls wahrscheinlich keinen Falschen treffen. Die Kaiser der Welt werden ohne Kleider dastehen und wir dürfen uns von einem weiteren Ammenmärchen verabschieden, nämlich, dass die Politiker die Macht in den Händen halten. Warum konnten denn Bänker ganze Volkswirtschaften ruinieren und es blieb jedesmal folgenlos? Warum sollen die Bürger der ruinierten Länder die Schulden der Zocker bezahlen und kein einziger Bänker geht jemals in den Knast? Weil die wahre Macht bei den "systemrelevanten" Banken liegt und nicht bei so manchen überambitionierten Politikern, die uns allen ernstes weismachen wollen, sie hätten das Sagen! Auch dieses Märchen wird bald dank Wikileaks zu den Fabeln der Vergangenheit gehören. So mancher Politiker wird bald auch ohne Kleider dastehen. Und das ist gut so!

Monsieur Rainer
Tuesday, November 30, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT: Das BVG hat seine Unschuld verloren!

§ 259 Hehlerei
(1) Wer eine Sache, die ein anderer gestohlen oder sonst durch eine gegen fremdes Vermögen gerichtete rechtswidrige Tat erlangt hat, ankauft oder sonst sich oder einem Dritten verschafft, sie absetzt oder absetzen hilft, um sich oder einen Dritten zu bereichern, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Die §§ 247 und 248a gelten sinngemäß.
(3) Der Versuch ist strafbar.

Dies sind die Fakten und sie sind unbestritten. Wenn nun das BVG diesen Straftatbestand schlicht für irrelevant erklärt, dann halte ich dies für den Offenbarungseid eines Verfassungsorgans. Er erscheint wie ein Kniefall vor der Exekutive. Und darin liegt der Systemfehler, der analog vom "Cour européenne des droits de l'Homme" in seinem Urteil vom letzten Dienstag angeprangert wurde. Es wird zurecht die mangelnde Unabhängigkeit der Judicative von der Executive bemängelt. Von wem werden die Richter des BVG denn gewählt? Von einem Richterwahlausschuss des deutschen Bundestages, der die Richter nach dem Parteienproporz auswählt. Das Volk hat darauf keinen Einfluss. Und darin liegt ein eklatantes Demokratie - Defizit.

Monsieur Rainer
Tuesday, November 30, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT: Politikern wurde ein Spiegel vorgehalten!
Wenn der Sohn von Claus-Hinrich Casdorff schreibt,
dann sollten wir gut zuhören. Er hat die Sachlichkeit und die Distanz seines Vaters mit in die Wiege gelegt bekommen. Natürlich ist es für deutsche Politiker erschreckend, wie ausländische Politiker wirklich über sie denken. Für uns sind das keine Neuigkeiten oder gar Überraschungen. Unser Bild stand schon vorher fest. Uns haben die Politiker nur nie ernst genommen, denn wir waren ja immer nur der meckernde Urnenpöbel. Nun haben sie es aber schwarz auf weiss: Die amerikanischen Diplomaten teilen unsere Ansicht über unsere Mächtigen. Vielleicht denken Frau Merkel, Herr Westerwelle und Herr Schäuble einmal darüber nach, ob sie nicht doch einer grandiosen Selbstüberschätzung aufgesessen sind? Was also waren die vielen Küsschen wert, die die Politiker immer so werbewirksam ausgetauscht haben? Nichts!

Monsieur Rainer


Tuesday, November 30, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT: Die Nostalgiker wollen in die heile Schweiz!
Seht her, hier beschreibt ein Schweiz-Nostalgiker die heile Traumwelt eines Eidgenossen. Sie existiert aber nur noch auf den Almen, wo glückliche schweizer Kühe ihre gesunde Milch an Schokoladenfabriken liefern, an der kein Konzern noch Geld verdient.(Quelle: Bilanzbericht von Nestlé 2009) Die Schweiz besteht in Wahrheit aus manchen geldgierigen und oft auch skrupellosen Banken, einem der grössten Rauschgiftumschlagsplätze Europas, aus Nachtbars und Bordellen, die mit willfährigen Sklavinnen aus dem Osten gefüllt sind und dort ein jämmerliches Dasein fristen, aus Gegenden, in denen man nachts keinen Hund ohne Polizeischutz jagen würde wie zum Beispiel der Zürcher Platzspitz, den Genfer Boeuf rouge oder die zahlreichen Strassenstrichs unter den Brücken, wo sich Minderjährige für einen "Foif Liber" anbieten. Nirgendwo in Europa gibt es soviele Escort Services mit Call Girls-Boys jeglichen Geschlechts. Alleine die Schweiz verfügt über mehr als 200 Sexkanäle in den TV, mehr Schwulenstrichs als in ganz Europa, über mehr Fixerstuben als in der ganzen westlichen Hemisphäre. Und dieser "heilen schweizer Bergwelt" hängen Sie nach? Träumen Sie weiter!

Monsieur Rainer


Monday, November 29, 2010
Mein Kommentar in der Schweiz : Die schweizer Nostalgiker
Wenn 52.5% der Schweizer für die Thesen der spiessbürglichen Nostalgiker einer heilen Schweizer Bergwelt stimmen, dann sind 47.5% der modernen und aufgeschlossenen Schweizer dieser nostalgischen Fremdenfeindlichkeit nicht gefolgt! Die Schweiz war noch nie ein Hort der Menschenrechte, ein Hafen für Verfolgte, noch verfügte sie je, bis auf einige lobenswerte Ausnahmen, über irgendwelche Skrupel, Reiche zu beherbergen wenn sie nur genug Geld mitbrachten, noch scheute sie sich davor, das nachrichtenlose Vermögen von ermordeten Juden einzusacken und erst unter dem Druck amerikanischer Gerichte teilweise wieder herauszugeben. Sie wusch das Zahngold der Juden in sauberes Geld und lieferte Hitler noch im April 1945 die letzten Kanonen. Die Schweiz wies die verfolgten Juden an den Grenzen ab, in der sicheren Gewissheit, sie in den Tod zu schicken. Sie hat sich jahrzehntelang geweigert, das Vermögen der toten Juden an deren Angehörige herauszugeben. Die Schweiz hat sogar Saddam Hussein politisches Asyl angeboten, wenn er sein gestohlenes Geld bei Schweizer Banken deponieren würde. (Quellen: Eidgenössische Bundesrätin Calmy-Rey, Alt-Nationalrat Prof.Jean Ziegler's Bücher: "Die Schweiz wäscht weisser" und "Die Schweiz, das Gold und die Toten"). Also eignet sich die Schweiz nicht als Beweis für ein mustergültiges Demokratieverständnis und schon gar nicht als pseudointellektuellen Unterbau für die restlose Mobilisierung von niedrigen Instinkten.

Monsieur Rainer
Monday, November 29, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Schützt Julian Assange !
Wenn Julian Assange etwas zustösst, dann wissen wir alle, wer als mögliche Täter in Frage kommen könnten. Also nehmt euch in Acht vor uns, ihr Mächtigen dieser Welt! Die wahren Gesichter dieses politischen Gelichters, dieser Intriganten und überambitionierten Kleingeistern sind im Internet zur Besichtigung freigegeben!

Monsieur Rainer
Monday, November 29, 2010
Mein neues Buch " DIE TOTENGRÄBER DER DEMOKRATE "
befindet sich im Stadium des Lektorates. Die Veröffentlichung erfolgt im Januar 2011. Dieses Buch wird ein besonderes Ärgerniss für die jakobinischen Verfechter der political correctness sein! Das ist ein Versprechen!

Monsieur Rainer
Monday, November 29, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT: Alles muss raus !
Natürlich werden die Regierungen alles in ihrer Macht stehende tun, um die anstehenden Veröffentlichungen ihrer gesamten Schweinereien zu verhindern. Wer gibt den Medien das Recht, diese Berichte regierungskonform zu selektieren und zu zensieren? Haben sich die Medien endgültig als demokratisches Korrektiv der Regierungen verabschiedet und sich als willfährige Hofschranzen der Mächtigen diskreditiert? Nachdem sich die Regierungen schon den Justizapparat unterworfen haben (Urteil vom Dienstag des Cour européenne des droits de l'Homme), wollen sie nun auch noch den Medien den Rest geben? Das wird bei Teilen der Medien nicht nötig sein, die sich schon lange zu Hofberichterstattern der Mächtigen degradiert haben. Drum kann man den Bürgern Deutschlands nur zurufen: "Stützt die ZEIT, eine der letzten Bastionen des freiheitlichen Journalismus!"

Monsieur Rainer
Sunday, November 28, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT: Volksentscheide in der Schweiz
Die schweizerische Eidgenossenschaft ist ein Modell, das einige basisdemokratische Elemente enthält, an denen es in Deutschland grundsätzlich mangelt. Gleichwohl eignet sich die Schweiz nicht als Vorzeigemodell für den Hort der Demokratie. Warum? Erstens würde die Ausschaffung von vorbestraften Ausländern gegen die Entscheidungen des Cour européenne des droits de l'Homme verstossen. Die Schweiz ist der Menschenrechts - Charta der römischen Verträge vom Jahre 1953 in den letzten Jahren beigetreten. Sie hat diese Grundrechtscharta unterzeichnet. Wahrscheinlich würde der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte eine solche Entscheidung wieder aufheben. Ausserdem ist die Schweiz auch kein Musterland der Menschenrechte, wie es immer glauben machen will. Die Schweiz hat zahlreiche Juden im III. Reich an deren Grenzen abgewiesen und in den sicheren Tod geschickt. Sie hat jahrelang als Hehler für die Naziverbrecher gearbeitet, das gestohlende Gold der überfallenen Nationalbanken gewaschen und in Waffen umgesetzt. Die letzten schweizer Kanonen wurden noch im April 1945 an Hitler geliefert. Die Schweiz hat sich auch in den letzten Jahrzehnten nicht unbedingt als Wahrer eines gesunden Rechtsverständnisses bewiesen. Sie musste von amerikanischen Gerichten gezwungen werden, die Jüdischen nachrichtenlosen Vermögen endlich herauszugeben. Sie beherbergen bis heute Gelder unklarer Genese. (Quellenangaben: Jean Ziegler: "Die Schweiz wäscht weisser", Jean Ziegler: " Das Gold, die Banken und die Toten").

Monsieur Rainer
Sunday, November 28, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : " Wahlen " in Haiti ?
Was haben Wahlen in Haiti jemals verändert? Kann sich irgendjemand noch daran erinnern, dass es in Haiti jemals eine anständige Demokratie gegeben hätte? Haben nicht viele der angeblich demokratisch gewählten Präsidenten nur sich selbst und die Kleptokraten dieses geschundenen Landes bedient? Hatten die Haitianer jemals eine wirkliche Chance, oder waren sie nicht immer nur die Ausbeutungsmasse und der Spielball von Geo- politischen Interessen in der Region? Hat die Welt nicht immer tatenlos den Gangstern auf den Präsidentensesseln und den Kleptokraten zugesehen, ohne etwas für die Haitianer zu unternehmen? Wo sind denn die vielen Milliarden Spenden geblieben, die die ganze Welt und tausende von Hilfsorganistionen eingesammelt haben? Geht es den Menschen in Haiti heute besser als nach der verheerenden Naturkatastrophe? Nein, die Zustände sind noch schlimmer geworden. Es ist uninteressant, welcher Clown nun wieder Präsident wird. Man sollte in die Schweiz fahren, wenn man das gesammelte Geld besichtigen wollte, das gutmeinende Menschen und Organisation für diese Tragödie gespendet haben. Dort, in den Bunkern der Banken, schlummern Milliarden von gestohlenenen Geldern aus den Hilfsfonds. Ganz zynisch ausgedrückt, wenn der Präsident neu gewählt wird, dann besteht möglicherweise seine erste und wahrscheinlich einzige Entscheidung darin, nach Genf zu reisen und die Unterschriftsvollmachten über die Konten des Landes zu ändern. Es ist trostlos!

Monsieur Rainer
Sunday, November 28, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT : Keine Hoffnung auf Änderung
Der sinnvollste Ansatz, überhaupt einen Anfang zu machen, ware die Umsetzung des Grundgesetzes, das verlangt, dass nach der Wiedervereinigung beider deutschen Staaten eine neue und endgültige Verfassung geschrieben wird, die dann dem ganzen deutschen Volk zur Abstimmung vorzulegen ist. Dies ist versäumt worden. Warum? Weil Deutschland dann einen parlamentarischen Rat, also einen Verfassungskonvent hätte einberufen müssen, der diese neue Verfassung schreibt. Dies birgt Risiken für die bestehenden politischen Verhältnisse, denn wer garantiert, dass der Konvent die Parteienallmacht auf ewig festschreibt? Wer garantiert, dass der Konvent nicht endlich die Kündigung der Konkordatsverträge mit dem Vatikan verlangt? Wer garantiert, dass die meisten Politiker nicht über parteiinterne Landeslisten in Parlamente kommen? Wer garantiert, dass die Judikative nicht völlig von der Exekutive losgelöst wird, wie das der Cour européenne des droits de l'Homme in seinem neuesten Urteil verlangt? Das Risiko für die Politiker ist zu gross und deshalb habe ich keine Hoffnung, dass sich jemals etwas ändert. Über alles mögliche jammert und protestiert der Deutsche, aber nicht über die Ursachen der Demokratiedefizite, die Webfehler und den grundlegenden Systemfehler der Bundesrepublik. Oder haben Sie auch nur einen Artikel in irgendeinem Presseorgan in Deutschland über das neueste Urteil dieses Hohen Europäischen Gerichtes gefunden? Nein, ein solcher Artikel ist nur in Frankreich erschienen! Soviel zur Unabhängigkeit der deutschen Medien!

Monsieur Rainer
Sunday, November 28, 2010
Mein Artikel in der ZEIT: Cour européenne des droits de l'Homme
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte wurde 1959 in Straßburg errichtet. Aufgabe des Gerichtshofes war und ist der Schutz der in der Europäischen Menschenrechtskonvention von 1950 verbrieften Grundrechte. Die Bedeutung der 1953 in Kraft getretenen Menschenrechtskonvention liegt nicht allein in der großen Bandbreite der geschützten Grundrechte, sondern auch darin, dass die Konvention mit dem Gerichtshof über ein Kontrollsystem verfügt, das Beschwerden gegen angebliche Verstöße gegen die Menschenrechte auf ihre Richtigkeit untersucht und darüber wacht, dass die Mitgliedsstaaten die aus der Konvention abgeleiteten Verpflichtungen einhalten und erfüllen.

Seit seiner Einsetzung sind vom Gerichtshof mehr als 10 000 Urteile ergangen. Diese sind für die verurteilten Staaten verpflichtend und veranlassen die betroffenen Regierungen in vielen Bereichen zu Gesetzesänderungen und zu Veränderungen in der Verwaltungspraxis. Alljährlich werden beim Gerichtshof über 30 000 neue Beschwerden eingebracht. Im Laufe der Jahre hat der Gerichtshof zu den verschiedensten Fragen Urteile erlassen, teils in Fällen schwerer Verstöße gegen die Menschenrechte, oder in Fragen, die das Wesen des Rechtsstaates betreffen, darüber hinaus aber auch in vielen gesellschaftlich relevanten Fragen wie Schwangerschaftsabbruch, Beihilfe zum Selbstmord, Leibesvisitation, häusliche Sklaverei, das Recht des Einzelnen zu wissen, wer seine Eltern sind, das Tragen des islamischen Kopftuches in Schulen, der Schutz journalistischer Quellen, die Diskriminierung von Minderheiten, usw..

Innerhalb eines halben Jahrhunderts hat die umfangreiche Rechtsprechung des Gerichtshofes die Europäische Menschenrechtskonvention in ein dynamisches und leistungsfähiges Instrument verwandelt, mit dem neuen Herausforderungen wirksam begegnet werden kann und das Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in Europa festigt.

Die Legitimation des Cour européennes des droits de l'Homme basiert auf den römischen Verträgen, die die Gründer- Staaten der Europäischen Union unterzeichnet haben. Jedermann, der die nationalen Instanzen ausgeschöpft hat, kann sich mit einer Klage oder Beschwerde über die vermeintliche Verletzung seiner Menschenrechte an dieses höchste europäische Gericht wenden.

Leider bleiben zahlreiche Entscheidungen dieses hochangesehenen Gerichtes von den nationalen Instanzen unbeachtet und sind daher folgenlos geblieben. Gleichwohl verstösst ein europäischer Nationalstaat permanent gegen europäisches Recht, wenn er die Entschscheidungen des höchsten Gerichtshofes der EU nicht umsetzt.

In dem hier geschilderten Fall handelt es sich nicht etwas um das Schicksal eines Einzelfalles, sondern das Urteil rüttelt an den Grundfesten der sogenannten Rechtsstaten, die bis heute ihre in den nationalen Verfassungen vorgeschriebenen elementarsten Grundregeln der Trennung von Judikative, Exekutive und Legislative, die drei wichtigsten Säulen eines Rechtsstaates, nicht umgesetzt haben.

Die gängige Praxis der Nationalstaaten mit der Justiz verstösst also massiv gegen das europäische Recht. Die Politiker handeln in der Praxis täglich gegen die europäischen Menschenrechtscharta.

Conclusio: Deutschland und Frankreich sind k e i n e Rechtsstaaten im Sinne der römischen Verträge und des europäischen Menschenrechts!

Dieses himmelschreiende Unrecht wird bedauerlicherweise in der Bevölkerung wenig beachtet oder ist meist gar nicht bekannt. Dass nur die intellektuellen Spitzen dieses ZEIT-Forums überhaupt Kenntnis von meinem Artikel nehmen, ist der beste Beweis dür diese These. Ich bin nicht so blauäugig, einen Aufschrei des Entsetzens über meinen Artikel zu erwarten, dass es aber nur zwei Raktionen auf diesen Beitrag gibt, zeigt mir das ganze Ausmass der Desinformation durch die Politiker, die das Wort "Rechtsstaat" bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit wie eine Monstranz vor sich hertragen.

Monsieur Rainer
Sunday, November 28, 2010
Mein Artikel in der ZEIT : Die Unabhängigkeit der Justiz
Von der deutschen Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet hat gestern der "Cour européenne des droits de l'Homme" die Republik Frankreich wegen Verstosses gegen europäisches Recht verurteilt. Es monierte energisch die mangelnde Unabhängigkeit der französischen Justiz von der Politik.

Dazu besteht durchaus Anlass. Die Richter und Staatsanwälte der République werden vom Justizminister (Garde de Sceaux) ernannt und auch wieder abberufen. Die einzige Kontrollinstanz der Justizbehörden ist der "Cour supérieur de la Magistrature", der eine Aufsichtspflicht gegenüber den Magistraten hat und auch als Disziplinarinstanz bei Verfehlungen von Richtern und Staatsanwälten fungiert. Der Systemfehler daran ist jedoch, dass der jeweilige Präsident der Republik dann von diesem Diszilinargerichtshof eine Empfehlung bekommt, den angeklagten Magistraten zu entlassen, zu versetzen oder zu bestrafen. Dies ist eine Empfehlung, der der Präsident nachkommen kann oder auch nicht.

Eine weitere Kontrollinstanz für die Magistraten ist der Justizausschuss des Parlamentes, wo der Magistrat in öffentlicher Sitzung einer hochnotpeinlichen Untersuchung unterzogen wird. Die Justiz besteht aber nicht nur aus weisungsgebundenen Beamten, sondern nach einem Dekret von Napoléon I. von 1811 auch dem Instrument des weisungsunhängigen und unabsetzbaren Untersuchungsrichters (Juge d'Instruction).

Allein dieser Instanz sind die Aufklärung von zahlreichen politischen Verbrechen, die in der V. République begangen wurden, zu verdanken. Nicht zuletzt die ELF-Aquitaine Affaire, die Kongo-Affaire, die Karachi-Affaire usw. Die Untersuchungsrichter sind mit normalen rechtsstaatlichen Mitteln von den Politikern nicht zu stoppen.

Gleichwohl hat der europäische Menschenrechts - Gerichtshof Frankreich einen Verstoss gegen den Grundsatz der Gewaltenteilung von Judikative und Exekutive vorgeworfen.

Was bedeutet dieses Urteil analog für Deutschland? Nichts Gutes!

Die deutschen Richter und Staatsanwälte werden von den Justizministern eingesetzt und bezahlt. Die Generalstaatsanwälte der Bundesländer sind dem jeweiligen Justizminister direkt unterstellt und sind zu allem Überfluss auch noch weisungsabhängige politische Beamte, die jederzeit in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden können. Der Generalbundesanwalt ist dem Bundesjustizminister direkt unterstellt und ist weisungsabhängiger politischer Beamter.

Einen weisungsunhängigen Untersuchungsrichter kennt das deutsche Justizsystem nicht. Einen Disziplinarhof für Richter und Staatsanwälte kennt die deutsche Gerichtsverfassung nicht. Einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss, der sich ausschliesslich mit Verfehlungen von Richtern und Staatsanwälten befasst und diese evtl. in öffentlicher Sitzung unter Eid aussagen lässt, kennt die deutsche Justiz nicht. Nicht umsonst gab es nicht einen einzigen Richter, Staatsanwalt oder gar Krieggerichtsrat, der für seine Verbrechen in der NS - Blutjustiz jemals zur Verantwortung gezogen worden wäre. Nicht einmal die Beisitzer des Volksgerichtshofes von Roland Freisler hatten etwas zu befürchten.

Conclusio: Wenn der "Cour européenne des droits de l'Homme" schon Frankreich für seinen mangelnden Respekt für das eherne Gesetz der Trennung von Judikative und Executive verurteilt, dann gilt dies analog natürlich um so mehr für die deutsche Justiz.

Sie gibt sich überhaupt nicht einmal den Anschein einer Unabhängigkeit. Die ewig beschworene richterliche Unabhängigkeit eines deutschen Richters ist eine oft strapazierte Chimäre. Wenn Urteile mehrfach von der nächten Instanz oder vom BGH wegen Rechts- oder Sachmängeln aufgehoben werden, oder politisch nicht opportun sind, dann ist das nicht eben karrierefördernd. Wenn Staatsanwälte den oft politisch motivierten Anweisungen des Generalstaatsanwaltes nicht folgen, dann landen sie leicht als Familienrichter in Hintertupfingen.

Ergo sollte Deutschland endlich nach der Klassen - Justiz der Kaiserzeit, der die Weimarer Republik verachtenden Justiz, der NS - Blutjustiz des III. Reiches, der ängstlichen Beamten - Justiz der Bundesrepublik Deutschland, einen Neuanfang in der Ausbildung der Juristen und in der systemrelevanten Ausstattung der Richter und Staatsanwälte zu einer wiklich unabhängigen Justiz kommen.

Das wäre eine wirkliche Verbesserung des deutschen Rechtsstaates. Die Frage ist, werden die Politiker die Macht und den Einfluss über die Justiz in Frankreich wie in Deutschland freiwillig aufgeben?

Monsieur Rainer
Thursday, November 25, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Der Rechtsstaat i s t in Gefahr!

Ich widerspreche dem Journalisten sachlich aber energisch. Zunächst stimme ich ihm zu, dass der Rechtsstaat nicht von Terroristen gefährdet werden kann. Gleichwohl gibt es eine eklatante Gefahr für den Rechtsstaat. Sie kommt nicht von den Terroristen sondern von Scharfmachern in den Parteien. Ich befürchte, dass der Terrorismus die Demokratie gefährdet, wenn er von interessierter Seite dazu missbraucht werden würde, Bürgerrechte einzuschränken oder gar gänzlich aus den Angeln zu heben, wie dies der von der Regierung Bush aus der Taufe gehobene "Patriot Act" in den USA vollbracht hat. Gesetzt den Fall, dass es tatsächlich einen verheerenden terroristischen Anschlag in Deutschland gäbe, dann dürfen wir doch gespannt sein, welche Bürgerrechte auf dem Altar des Rechtsstaates geopfert werden. Vorratsdatenspeicherung würde vielleicht Gesetz, Notstandsgesetze treten vielleicht in Kraft, Bürgerrechte werden aufgehoben. Ist diese Gefahr etwa von der Hand zu weisen? Ist es dann nicht möglich, dass das eherne Gesetz von der Nichteinsetzung der Bundeswehr im Inneren ebenfalls einer möglichen Terror-Hysterie zum Opfer fällt? Ganz sicher gibt es interessierte Kreise, einen Terrorakt für die Durchsetzung eigener politischen Interessen zu missbrauchen. Darin besteht die eigentliche Gefahr für den Rechtsstaat!

Monsieur Rainer

Monsieur Rainer
Thursday, November 25, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Die Karachi - Affaire
Wir stehen hier in Frankreich 16 Monate vor einer Präsidentschaftswahl. Es gilt nun, die besten Startpositionen zu erkämpfen. Frankreich ist nicht korrupter als Deutschland, Frankreichs Justiz ist nicht weniger abhängig von der Politik wie Deutschland. Frankreichs Presse ist nicht weniger kujoniert wie die deutschen Medien. Es gibt auf beiden Seiten des Rheines immer Ausnahmen. Während es in Frankreich einen "Canard enchaîné" und eine "MARIANNE" gibt, mangelt es in Deutschland in der Regel an wirklich unabhängigen und furchtlosen Journalisten. Den SPIEGEL sollte man der Liste der investigativen Blätter streichen. Während es in Frankreich den 1811 von Napoléon I. weisungsunabhängigen Juge d'Instruction (Untersuchungsrichter) gibt, sind Deutschlands Staatsanwälte weisungsgebundene Beamte, die dem jeweiligen Justizminister unterstehen. Daher kommen die Skandale der Politik hier in Frankreichs ans Licht der Öffentlichkeit, während in Deutschland die wirklichen Korruptionsskandale, wie ELF - Aquitaine, Panzer nach Saudi-Arabien, Waffenschiebungen, Parteispendenaffairen usw. meist folgenlos bleiben. Daraus zu schliessen, dass ähnliche Praktiken in Deutschland nicht stattfänden, ist blauäugig. Es gibt daher keinen Grund für Hähme gegenüber den Franzosen oder eine Verteufelung des Nicolas Sarkozy. Solche fragwürdigen Methoden sind parteiübergreifend. "Ein ehrlicher und anständiger Politiker ist ein Widerspruch in sich", meinte einst schon Mark Twain. Honi soit qui mal y pense!

Monsieur Rainer
Thursday, November 25, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT: Der Pawlow'sche Reflex der USA
Ich proviere gerne, weil das die Streitkultur födert und zum Nachdenken anregt. Meine heutige Provokation: Der Iran ist der einzige stabile Faktor im Nahen und Mittleren Osten. So, nun höre ich das Geschrei der Menschenrechtsexperten und der Waffenlobby, die hier eine merkwürdige Symbiose eingehen. Die Menschenrechtler kritisieren zurecht das Iranische System der Folterungen und Unterdrückung. Mit diesen berechtigten Argumenten kann jedoch jeder Krieg gegen Afrika, Asien, China und vielen anderen Ländern begründet werden. Warum also der Iran? Erstens gibt es dort Öl und zweitens gilt es Israel zu schützen. Das Öl-Argument hat im Irak funktioniert. Es wurde kräftig verdient. Das Land ist dadurch weder sicherer, noch demokratischer geworden. Es versinkt im Chaos. Bleibt noch der Schutz von Israel. Das ist ein ehrenwertes Anliegen und könnte daher jederzeit missbraucht werden. Israel kann sich selbst schützen. Es ist schon lange eine Atommacht. Das Iranische System wird sich nicht ewig halten, die Perser sind ein kluges und aufgeschlossenes Volk. Die religiösen Fanatiker werden bald ausgedient haben. Wenn der Iran jetzt angegriffen wird, verlieren wir den einzigen Stabilitätsfaktor in dieser Region. Alle Staaten um den Iran herum sind instabil. Das Ergebnis eines Angriffes auf den Iran wird eine Explosion des gesamten nahen Ostens sein. Wir alle werden die Verlieren sein. Auf Amerikas Rechte, auf die Tea-Party und die Waffenlobby zu setzen, heisst in den Abgrund zu blicken.

Monsieur Rainer
Sunday, November 21, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT: Die Basis funktioniert
Es ist beruhigend, zu erleben, dass die Parteibasis der Grünen alles andere als ein Abnick - und Beifall - Klatsch-Verein ist. Die unterschiedlichen Ansätze in der Partei und die Streitkultur unterscheidet sich wohltuend von der Selbstbereihräurechungs - Orgie des CDU - Parteitages. Bei den Grünen werden falsche Entscheidungen der Parteiführungen eben öffentlich korrigiert. Es ist eben richtig, dass diesem Wahnsinn mit den Olympischen Spielen, von denen alle möglichen Interessengruppen profitieren, Einhalt geboten wird. Das IOC, die Industrie und der Medienzirkus sind die einzigen Profiteure dieses Zirkus. Der Sport ist Nebensache und desavouiert sich durch Doping unklarer Genese selbst. Und was hat der Bürger und Steuerzahler davon? Die Schulden. Alle anderen haben vorher schon abkassiert. Wenn es sich sich also überhaupt noch lohnen sollte, zur Wahl zu gehen, dann kommt im Moment nur eine einzige Partei in Frage, die für den mündigen Bürger noch einigermassen glaubwürdig und wählbar ist. Dieser Traum kann schnell zu Ende sein, wenn auch diese Gruppierung durch die Macht korrumpiert ist. Also geniessen wir den Augenblick.

Monsieur Rainer
Sunday, November 21, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Profis und Amateure
Die Profis verlieren niemals so schnell den Kopf. Sie verfolgen auch keine politischen Ziele. Sie sind alleine der Sache verpflichtet. Ihre Aufgabe ist es, die deutschen Bürger zu schützen. Basta! Die Amateure sitzen in den Parteien und Regierungen. Sie nutzen auch nur den leisesten Verdacht einer Gefährdung und verkaufen sie uns als gesicherte Erkenntnisse, nur um daraus politisches Kapital zu schlagen und ihre teilweise fragwürdigen Interessen durchzusetzen. Ich verlasse mich nur noch auf Aussagen von Profis, wie den Präsidenten des Bundeskriminalamtes, der in seinem Amt angesichts des unprofressionellen Verhaltens der Amateure graue Haare bekommt. Überlassen wir doch die Arbeit den Sicherheitsorganen. Sie sind dafür ausgebildet und arbeiten diskret. Nur so kann die Bevölkerung von einer Gefahr wirksam beschützt werden. Die ganzen selbsternannten "Experten" aus den Regierungen sind nicht ernstzunehmen und desavouieren sich täglich aufs neue. Und wir Bürger sollten alles unternehmen, die Profis vor allzuübermachtigem Druck der Interessengruppen zu schützen. Den Profis verdanken wir unsere Sicherheit und unsere Freiheit. Wenn es nach den Amateuren ginge, bliebe zuerst unsere Freiheit und dann unsere Sicherheit auf der Strecke. Es ist unverantwortlich, welche Latrinenparolen täglich von den Amateuren in die Welt gesetzt werden. Abschalten!

Monsieur Rainer
Sunday, November 21, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Die Verbrecher sind unter sich !
Haben wir nichts besseres zu tun? Wenn einem schon der Feind abhanden gekommen ist, so löst man das von der untergehenden Weltmacht Amerika dominierte und missbrauchte Verteidigungsbündnis NATO nicht einfach auf. Nein, man sucht verzweifelt nach einem neuen Feind, um die Waffenlobby weiter gut zu bedienen. Arbeitsplätze und so! Na, Sie wissen schon. Aber die wirklichen Probleme dieser Erde werden gar nicht erst angepackt. Der wie ein wildgewordner und ausser Kontrolle geratener Stier die Steuergelder der Industrienationen in der Welt verzockt, wird nicht gemeinsam an die Kette gelegt. Arbeitsplätze in der Finanzindustie! Na, Sie verstehen schon. Dass alle 10 Sekunden ein Kind in der Welt verhungert, nur weil die EU ihre Agrarlobby mit Milliardenbeträgen subventioniert und damit die Lebensmittel der Industrienationen unter die Erzeugerpreise der dritten Welt drückt. Arbeitsplätze! Na, Sie verstehen schon. Dass die reich an Bodenschätzen Länder in Afrika und Lateinamerika gnadenlos ausgebeutet werden. Arbeitsplätze! Na, Sie verstehen schon. Dass das fruchtbare Land von Afrika nicht mehr bewirtschaftet wird und die Menschen dort verhungern, weil sie sich unsere hochsubventionierte Agrarprodukte nicht leisten können. Arbeitsplätze! Na, Sie verstehen schon. Aber neue Waffensysteme kaufen, sich einen neuen Popanz als Feind aufbauen, auf dem man einprügeln kann, Allianzen schmieden mit verfaulten Staaten wie Russland, das geht. Arbeitsplätze! Na, Sie verstehen schon.

Monsieur Rainer
Saturday, November 20, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT zu Thomas de Maizière: Der Lügenbaron

Hinter dieser Posse steckt vielleicht ein klares Konzept? Das Volk soll vielleicht beunruhigt werden, es soll möglicherweise in Angst und Schrecken versetzt werden, um dann ungestört von rechtsstaatlichen Bedenkenträgern die Verfassung auszuhebeln und neue Gesetz verabschieden zu können? So kam ja wohl auch der Patriot Act in den USA zustande, der die Bürgerrecht weitgehend ausser Kraft setzte. Das ist ungeheurlich und niemand geht gegen solche verantwortungslose Politiker auf die Strasse. Wer den Käufer für dies "Bombe" sucht, der sollte mal vielleicht in Pullach zuerst suchen. Die Herren vom BND scheinen vom analysieren der Zeitungen die Nase voll zu haben und wollen vielleicht auch einmal bei den Grossen mitspielen? Die CIA ist möglicherweise deren grosses Vorbild? Und Herr de Maizière als neuer "Lügenbaron" wie einst Colin Powell vor der UNO? Nichts ist unmöglich! Da wendet sich der Gast mit Grausen.

Monsieur Rainer
Saturday, November 20, 2010
Meine Analyse in der ZEIT zur aktuellen "Gefahrenlage"
Der CDU Parteitag ging diese Woche zu Ende. Der Rausch der Selbstbeweihräucherung ist verflogen und angesichts der Stimmungslage in der Bevölkerung einem rechtschaffenen Kater gewichen. Rechts von der CDU droht ein tiefes Loch. Die Gefahr besteht, dass sich dort eine Partei aufbaut, die ein nicht unerhebliches Wählerpotential an sich binden könnte. Was machen Konservative in einen solchen Fall? Sie verbreiten entweder Angst und Schrecken unter der Bevölkerung, um sie dann vor der vorgeblichen Gefahr zu "beschützen" oder sie fangen einfach einen Krieg an, wie es damals Lady Thatcher auf den Falklandinseln getan hat. Auf jeden Fall beruhigt doch die martialische Aufrüstung der Polizei mit Maschinenpistolen an den Bahnhöfen und in den belebten Wartehallen der Flughäfen den kleinen Mann ganz enorm. Oder etwa nicht? Ich weiss, was man mit einer Maschinenpistole MP 3 in einer belebten Wartehalle machen kann, wenn ich von einem Angreifer bedroht werde: Ich werfe sie weg, um nicht ubeteiligte Zivilisten mit meiner Streudusche zu töten und erschiesse den Kerl mit einer Pistole. Aber immerhin, die moralische Wirkung ist eine ungeheure und eine tolle Werbung für die Firma Heckler & Koch in Oberndorf am Neckar, bei der der CDU/CSU Fraktionsvorsitzende im deutschen Bundestag Volker Kauder Aufsichtsratsvorsitzender war. Und das ist keine Satire!

Monsieur Rainer
Thursday, November 18, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT: Nachgetreten
Herr Thomas de Maizière war mit der Wirkung seiner Pressekonferenz von gestern offensichtlich nicht zufrieden. Deshalb wird heute nachgelegt und von einer ominösen Bombe aus Namibia fabuliert. Und was kommt morgen? Herr de Maizière, Sie hätten noch viel zu tun in Sachsen, um die Scherben der Rechtsstaatlichkeit, die Sie dort hinterlassen haben, zusammenzufegen. Dann würden Sie uns nicht auch noch hier auf die Nerven gehen! Jetzt werde ich nämlich langsam richtig sauer!

Monsieur Rainer
Thursday, November 18, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Wer ist paranoid ?
Wir alle haben es geahnt! Noch gestern wurden wir Foristen von der Redaktion für unsere "Paranoia" gerüffelt. "Die Innenpolitiker fordern Vorratsdaten-speicherung!" Immer die gleiche Methode: Erst kommt eine diffuse Terrorwarnung und dann folgt, wie der Pawlow'sche Reflex, die Forderung nach neuen Gesetzen. Und so werden wir bald den "Patriot Act" auch in Deutschland haben. Als ich die martialischen Bilder der Polizisten auf den Flughäfen gesehen habe, war mir klar, das ist ein Fake! Als Ex-Militär weiss ich sehr genau, was man mit einer Heckler & Koch Maschinenpistole so alles anstellen kann, jedoch ganz sicher nicht in der Wartehalle eines Flughafens herumzuballern! Das wäre die dümmste Waffe zur Gefahrenabwehr seit der Erfindung des Schiesspulvers!

11 Leser-Empfehlungen


Monsieur Rainer
Thursday, November 18, 2010
Zu der Kritik in der ZEIT zu meinem Buch "Die Totengräber der Republik"
Ihr Kritik hat meinen allergrössten Respekt verdient! Sie war sachlich und konstruktiv. Es ist mir ein Anliegen, Ihnen für Ihre viele Mühe zu danken. Auch der Beitrag von MONTAIGNE war, wie immer, lesenswert. Auch ihm sind Sachlichkeit, Höflichkeit und Respekt vor Andersdenkenden in Fleisch und Blut übergegangen. Sein Schreibdstil ist darüber hinaus auch noch einer besonderen Erwähnung wert. Nun zur Sache: Selbstverständlich hat SERIOUSGUY in vielen Punkten recht. Es war tatsächlich meine Absicht, ich will es nicht leugnen, zu provozieren und zu polemisieren, denn mir liegt weniger an oft beschriebenen Fakten und wissenschaftlicher Genauigkeit, das überlasse ich lieber Professoren, die dafür ausgebildet wurden, als an Provokation im guten Sinne. Das Problem ist doch häufig, dass die Bücher der Wissenschaftler zwar von der Fachwelt hoch geschätzt werden, jedoch selten die Massen erreichen. Nehmen wir jedoch das Beispiel Sarrazin: Man muss den Mann nicht mögen, zahlreiche seiner pseudowissenschaftlichen Ausflüge in die Genetik sind abstrus, doch hat er einen Anstoss gegeben. Oder wer sich hat vor seinem Buch getraut, die Integrationspolitik und den sakrosankten Multi-Kulti-Wahn öffentlich zu kritisieren, ohne befürchten zu müssen, von den jakobinischen Verfechtern der political correctness sofort als "Nazi" denunziert zu werden? Heute spricht jeder von der gescheiterten Integration, die ich gar nicht so für gescheitert halte. Sogar die Kanzlerin lehnte das Buch sofort öffentlich ab, ohne es je gelesen zu haben, doch keine drei Wochen später tönte sie: "Multi-Kulti ist gescheitert!" Also hat Sarrazin doch einen Denkprozess angestossen mit seiner Polemik. Genau dies ist auch mein Anliegen. Ich will mit objektiver Überzeichnung eines zweifellosen Demokratie-Defizites provozieren, zum Nachdenken einladen, die lähmende Politikverdrossenheit verändern helfen. Die Menschen sind nicht politikverdrossen, sie sind Politikerverdrossen, denen es nicht mehr gelingt, die Stimmung im Lande einzufangen und in zahlreichen Feldern Politik gegen den erklärten Willen einer Mehrheit der Bevölkerung betreiben. Die Demokratie ist dadurch in Gefahr. Ich zitiere noch einmal Erhard Eppler, übrigens ein von mir hochgeachteter Lehrer und Vordenker: " Wer jetzt nicht mehr Demokratie wagt, der wird bald viel mehr Polizisten brauchen." Zitatende. Die einen schreiben kluge Bücher, ich polemisiere, ich meine, dass beide Formen des guten Willens auszuhalten und der Sache dienlich sind. Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Monsieur Rainer
Wednesday, November 17, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT: de Maizière ist ein Sicherheitsrisiko !
Und das ist gut so. Wer die Tätigkeit von Herrn de Maizière in Sachsen genau beobachtet hat, dazu gibt es viel seriöses Informationsmaterial, der darf durchaus ein gewisses Misstrauen gegenüber diesem Herrn äussern. Man fragt sich immer wieder, wie es gelingen kann, solche Personen in solche sicherheitsrelevanten Positionen zu berufen, ohne dass auch nur die geringste Kritik geäussert wird. Das sind wieder Beispiele für eklatante Demokratie-Defizite. Demokratie lebt von Transparenz, schreibt Helmut Schmidt in seinem Buch. Herr de Maizière scheint mir das Gegenteil einer transparenten Persönlichkeit zu sein. Ein Jugendfreund, heute Oberstaatsanwalt in Berlin, sagte mir kürzlich wörtlich, ich zitiere: "Ich traue dem Herrn nicht weiter, als ich mein Auto werfen kann!" Zitatende.

Monsieur Rainer
Wednesday, November 17, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Terrorwarnungen
Ich bin gegenüber diesen ständigen Warnungen vor Anschlägen stets etwas misstrauisch und frage mich dann jedesmal, welches Gesetz zur weiteren Einschränkung der Bürgerrechte nun wieder gerade in Vorbereitung ist. Der Innenminister hat die Bürger Deutschland zu beschützen und nicht ständig in Angst und Schrecken zu versetzen. So er denn solche Informationen hat, gebietet es die Professionalität, diese durch die Geheimdienste und dafür zuständigen Polizeibehörden aufzuklären und zu verhindern und nicht durch das Trompeten in der Öffentlichkeit lächerlich zu machen. Das führt zu nichts als Frust und Abstumpfung gegen wirkliche Gefahren. Ich fühle mich von den Mächtigen des Landes mehr in meiner Freiheit bedroht, als von der al-Quaïda.

Monsieur Rainer
Wednesday, November 17, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Sarkozy im Wahlkampf
Natürlich hätte ich ein Wort zur bouclier fiscal erwartet. Natürlich wurde kein Wort über die Schliessung der zahlreichen Nischen für Reiche im Steuersystem verloren. Natürlich muss man Nicolas Sarkozy schon alleine wegen seiner Arrivisten-Allüren nicht mögen. Ich habe François Bayrou und die Modem gewählt, 2012 werde ich die Ecologisten wählen. Denn die Wahl eines sozialistischen Dominik Strauss-Kahn würde an der Politik gar nicht ändern, ja nichts ändern können. Frankreich ist bankrott! Abgesehen davon ist äusserst fraglich, ob es dem gewieften Taktiker Strauss-Kahn überhaupt gelingt, ein "Rassemblement de Gauche" hinter sich zu scharen. Das war nur dem politischen Irrlicht François Mitterand im Jahre 1981 gelungen. Die Linke Frankreichs besteht teilweise aus einer Ansammlung von korrupten und vorbestraften Kaviarfressern, im Volksmund "Les Gauche Caviar" genannt, so manchem machtgeilen Enarchen der Klasse Voltaire der ENA und mehreren Trotzkistischen Phantasten, die das Land schon einmal in den Ruin getrieben haben. Nicht einmal die ehemalige Untersuchungsrichterin Eva Joly, die heute im Europa-Parlament sitzt, mocht sich für so eine Truppe aufstellen lassen. Sie hatte die ganzen Skandale der Ära Mitterand untersucht. Die Akten dieser Ära schimmeln heute noch in den Tresoren des Justizpalastes vor sich hin. Zu Nicolas Sarkozy gibt es Alternativen, zu seiner Politik jedoch nicht. Sparen, sparen, sparen!

Monsieur Rainer
Wednesday, November 17, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Gut beobachtet

Natürlich schaffen Regierungsumbildungen nicht nur Freunde. Die Bürgermeister von Nizza Christian Estrosi und von Toulon Hubert Falco sind sauer über den Verlust ihrer Posten. Der Bürgermeister meiner Heimatgemeinde Antibes, ein überaus sumpathischer und beliebter ehemaliger Chefarzt der Kardiologie wollte eigentlich Gesundheitsminister werden. Es wurde nichts daraus. So stellt die Region PACA zwischen Menton und Marseille, die nach Paris die grösste Bevölkerungsdichte hat und das höchste Bruttosozialprodukt nach der Ile der France erwirtschaftet, kein Mitglied mehr im Kabinett. Dagegen wurde der vorbestrafte alte Kämpe Alain Juppé Verteidigungsminister, der als Bürgermeister von Bordeaux den ganzen Südwesten Frankreichs holen soll. Die Poids lourds, wie Michèle Alliot-Marie konnten nicht ersetzt werden, nun wird die stramme Grande Dame der République nach dem Amt des Innenministers, des Verteidigungsministers und des Justizministers also Chefin im Quai d'Orsay. Die deutschen Aussenpolitiker werden bald schmerzlich feststellen müssen, dass nun neben der glanzvollen Wirtschaftsministerin Christine Lagarde noch eine weitere eisenharte Lady die ureigensten französischen Interessen im Ausland vertritt. Salopp formuliert: Madame Michèle Alliot-Marie, die Bürgermeisterin von Saint-Jean-de-Luz nahe Biarritz und Tochter einer der berühmtesten Rugby-Schiedsrichter Frankreichs wird den überambitionierten deutschen Aussenminister Dr. Westerwelle zum Frühstuck verfuttern.

Monsieur Rainer
Wednesday, November 17, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Gero von Randow
Gut beobachtet, gut berichtet, wohltuend sachlich! Die Frankreich-Kommentare der ZEIT sind in der Regel getragen von ausgeprägter Kenntnis des tatsächlichen Sachverhaltes. Ich bin ein überaus kritischer Forist, daher zählt vielleicht meine Anerkennung. Diese soll dem Korrespondent hier gezollt werden. Ich will gerne noch ein paar Details zur Untermauerung des Berichtes anfügen. Tatsächlich, und das wissen nur wenige, bestand die Regierung Fillon II aus einer Koalition, fast könnte man es Cohabitation nennen, die sich aus Politikern der UMP,RPR,Zentristen und Sozialisten zusammensetzte. Diese Zeit ist in dem bald beginnenden Präsidentschaftswahlkampf vorbei und auch nicht ratsam. Ergo wurden die Sozialisten Fadela Amara und Bernard Kouchner, die Zentristen Morin und noch so einige Feigenblätter einer harmonischen Veranstaltung entfernt und durch klassische Vertrauensleute der Präsidentpartei UMP ersetzt. Dazu benötigte man Stühle. Die Region Provence-Alpes-Côte d'Azur ist fest in der Hand der UMP und der FN. "A gmahte Wiesn", wie der Bayer sagen würde. Also wurden deren Minister Estrosi und Falco gefeuert, Dr. Leonetti aus Antibes hoffte vergeblich auf einen Posten im neuen Kabinett. Jean Marie Bockel aus dem Elsass, das stramm UMP und FN wählt, musste ebenfalls gehen. Dafür wurde Thierry Mariani, der Député aus dem Vaucluse, das der FN zuneigt in die Regierung berufen. François Fillon konnte nicht ausgetauscht werden, weil Sarkozy sonst den Feind in seinem Hause gehabt hätte. Der Rechtsruck ist dem Wahlkampf geschuldet.

Monsieur Rainer
Wednesday, November 17, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Die "Dagegenrepublik"

Doch, Herr Mappus, ich bin dagegen, dass der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Lothar Späth, der Aufsichtsratvorsitzende der für Stuttgart 21 beauftragten Baugesellschaft ist. Doch, ich bin dagegen, dass die Kavallerie der Polizei auf friedliche Demonstranten einprügelt und Bürgern mit Wasserwerfern das Auge herausschiesst. Doch, ich bin dagegen, dass gegen den erklärten Willen einer grossen Mehrheit der Bevölkerung ein sinnloser Krieg in Afghanistan geführt wird. Doch, ich bin dagegen, dass die AKW -Laufzeiten verlängert wurden. Doch, ich bin dagegen, dass der radioaktive Müll in einen Salzstock an der ehemaligen Zonengrenze gekippt wird. Doch, ich bin dagegen, dass die Demonstranten für die Polizeikosten aufkommen sollen und der Transport des Mülls und die Polizeieinsätze vom Steuerzahler und nicht von der Atomindustrie bezahlt werden. Doch, ich bin dagegen, wie die Politiker in ihre Ämter kommen, ohne vom Volk direkt gewählt worden zu sein. Doch, ich bin dagegen, dass es ein CDU Generalsekretär in Deutschland wagen darf, einem friedlichen Demonstanten W. Sittler die NS-Vergangenheit seines Vaters vorzuhalten. Schliesslich bin ich auch dagegen, dass bis heute die verfassungsrechtlich gebotene Trennung von Judikative und Exekutive nicht gelungen ist, denn noch heute, wie zu NS- und Kaiserszeiten, werden die General-Bundesanwälte und Generalstaatsanwälte der Länder nicht etwa von den Parlamenten gewählt, sondern sind weisungsgebundene politische Beamte. Deutschland hat ein eklatantes Demokratie-Defizit!

Monsieur Rainer
Monday, November 15, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : La Composition

Keine Regierungsumbildung schafft nur Freunde!

In Frankreich ist eine mehrfache Regierungsumbildung während einer Amtsperiode des Staatspräsidenten durchaus üblich. Die Verfassung regelt klar die Machtverhältnisse der V. Republik. Lähmende, zu lange Amtszeiten des Präsidenten wurden von Sarkozy selbst abgeschafft. Die nahezu absolutistischen Vollmachen des Staatschefs hat sich nicht Sarkozy, sondern Charles de Gaulle erkämpft. Man mag zu Nicolas Sarkozy stehen wie man will, man kann seine Arrivisten-Allüren verabscheuen, jedoch wollte er nie den Grossvater der Nation geben, sondern ein so aktiver Präsident sein wie de Gaulle. "Il fait", sagt man dazu hier in Frankreich. Und er hat das Land umgekrempelt. Nicht immer geschickt, nicht immer beliebt, aber immer ohne Rücksicht auf Umfragewerte, was dem Land insgesamt gut getan hat. Er hat eine rigorose Haushaltssanierung in Angriff genommen, viele Privilegien der Funktionäre abgeschafft und die überfällige Rentenreform gegen den Widerstand der Strasse durchgedrückt. Jetzt beginnt die Zeit des Vor-Wahlkampfes für 2012. Er entledigt sich seiner lästigen Koalitation aus UMP, RPR und Zentristen und schart eine Kernmannschaft um sich. Dabei musste er zwangsläufig einige ambitionierte Regierungsmitglieder loswerden. Borloo, Morin, Rama Yade, Fadela Amara, Christian Estrosi, Hubert Falco, Thiery Mariani und Jean Marie Bockel blieben auf der Strecke. Das schafft Unmut und Frust. Zu Nicolas Sarkozy gibt es Alternativen, zu seiner Politik nicht! Das ist Wahlkampf und kein Nepotismus!

Grober Unfug!

Bei allem schuldigen Respekt, cher Monsieur, Sie haben nicht den Hauch einer Ahnung von Frankreich. Nicolas Sarkozy mit Silvio Berlusconi zu vergleichen erscheint mir ungehörig. Ausser dem Gegockel und den Arrivisten-Allüren haben Sarkozy und Berlosconi nichts gemein. Nicolas Sarkozy ist zwar nicht durch die Kaderschmieden der Nation gestählt worden, doch er hat sich ohne Gelder unklarer Genese, aber mit viel Chuzpe an die Tröge der Macht gekämpft. Dort hat er sich sicher nicht übermässig bereichert, sondern ernsthafte, harte und unbequeme Wahrheiten ausgesprochen und auch gegen den Druck der Strasse durchgesetzt. Frankreich stand vor seinem Amtsantritt vor dem Staatsbankrott, wie François Fillon zurecht bemerkte. Zu Sarkozy gibt es sicher personelle Alternativen, zu seiner Politik nicht. Auch ein sozialistischer Präsident Strauss-Kahn würde keine andere Politik betreiben können. Die schiere Not Frankreichs beherrscht das Handeln, persönliche Ambitionen oder Aversionen sind derzeit nicht gefragt. Die V. Republik funktioniert und ist geschützt durch starke Institutionen, wie den Senat, den Verfassungsrat und nicht zuletzt durch ein starkes Parlament.

Monsieur Rainer

Monday, November 15, 2010
Mein Kommentar in der FAZ : Fillon II
Das Reservoir an politischen Schwergewichten und jungen Talenten ist hier in Frankreich unerschöpflich. In Deutschland hat eine kalte, herzlose und nichtssagende Kanzlerin jeden möglichen Konkurrenten weggebissen. Talente wie Merz und viele andere haben aufgegeben. Kanzlerin Merkel umgibt sich meist nur noch mit Hofschranzen oder mit Politikern ohne andere Alternativen. Nicolas Sarkozy hat eine unpopuläre Politik gemacht und sich gegen die Strasse durchgesetzt. Seine Umfragewerte sind im Keller, die Sozialisten bieten jedoch ein desolates Bild mit ihren Parolen von gestern. Niemand will Martine Aubry als Präsidentin sehen. Merkel Nummer II. Strauss-Kahn wäre ein ernstzunehmender Gegner, jedoch würde er als Sozialist die Politik Sarkozys fortsetzen, weil es dazu gar keine Alternative gibt. François Fillon wird eine starke Equipe zusammenstellen, um Sarkozy bei den nächsten Präsidentenwahlen Rückendeckung zu geben. Sicher wird der "Gauche Caviar" Bernard Kouchner auf der Strecke bleiben, ebenso wie die unbequemen Staatsekretärinnen Fadela Amara und Rama Yade. Wichtiger Eckpfeiler des neues Kabinetts sind Christine Lagarde, Brice Hortefeux und Michèle Alliot-Marie. Sie sind die Poids lourd in der französischen Politik.

Monsieur Rainer
Sunday, November 14, 2010
Mein neues Buch " DIE TOTENGRÄBER DER DEMOKRATIE "
befindet sich im Lektorat und erscheint im Januar 2011.

Monsieur Rainer
Sunday, November 14, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Le Balet
Nun steht also die schon lange geplante Regierungsumbildung in Frankreich an. Man nennt das "le Balet", wenn heute Kandidaten für Ämter in der neuen Regierung hektisch zischen dem Sénat, der Nationalversammlung und dem Elyséepalst hin und herfahren. Natürlich ist der vorbestrafte Alain Juppé wieder mit im Spiel. Im Gegensatz zu Deutschland werden Politiker für ihre kleinen und grösseren Korruptionsaffairen juristisch zur Verantwortung gezogen, jedoch wird ihnen nach einer Schamfrist auch wieder verziehen. Wird es eine Fillon II Wiederauflage mit einigen neuen Gesichtern oder werden neue Köpfe in die Ministerien und ins Hôtel Matignon einziehen?. Das Reservoir an politischen Schwergewichten und jungen Talenten ist hier in Frankreich unerschöpflich. In Deutschland hat eine kalte, herzlose und nichtssagende Kanzlerin jeden möglichen Konkurrenten weggebissen. Talente wie Merz und viele andere haben aufgegeben. Kanzlerin Merkel umgibt sich meist nur noch mit Hofschranzen oder mit Politikern ohne andere Alternativen. Nicolas Sarkozy hat eine unpopuläre Politik gemacht und sich gegen die Strasse durchgesetzt. Seine Umfragewerte sind im Keller, die Sozialisten bieten jedoch ein desolates Bild mit ihren Parolen von gestern. Niemand will Martine Aubry als Präsidentin sehen. Merkel Nummer II. Strauss-Kahn wäre ein ernstzunehmender Gegner, jedoch würde er als Sozialist die Politik Sarkozys fortsetzen, weil es dazu gar keine Alternative gibt.

Monsieur Rainer
Sunday, November 14, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Tu felix austria ?

Österreich bist Du wirklich glücklich? Bist Du den Rattenfängern und Rassisten aus den rudimentären Resten der Haider-Partei etwa auf dem Leim gegangen? Oder hat man die Toleranz der Menschen in diesem schönen Land Österreich einfach überstrapaziert, als man ohne Mass und Ziel die Tore der EU weit geöffnet und Länder wie Bulgarien, Rumänien und nun auch noch die Balkanstaaten in die EU aufgenommen hat? Seid ihr glücklichen Österreicher überfordert mit der Flut der Menschen, die als erste Anlaufstelle in eine zivilisierte und friedliche Welt zuerst in Österreich gestrandet sind? Hat die EU euch etwa im Stich gelassen mit ihrem Erweiterungswahn? Oder sind es nur die Türken, die doch an sich verträgliche Südländer mit einer jahrtausenden alten Kultur sind? Zum Schluss eher etwas tröstliches, aus dem Munde eines Kabarettisten, aus zutiefst wienerischen rabenschwarzem Humor heraus geboren :" Österreich hat acht Millionen Einwohner; oberirdisch!"

Monsieur Rainer
Saturday, November 13, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Der Bundesdatenschutzbeauftragte
Die Position des Datenschutzbeauftragten trägt einen Systemfehler in sich! "Des Brot ich ess, des Lied ich sing", sagt der Volksmund. Der Datenschutzbeauftragte ist Angestellter des Staates und bezieht von dort sein Salär. Es ist wie beim Generalbundesanwalt, der weisungsgebundener Beamter und dem Jeweiligen Justizminister unterstellt ist. Oder die 16 Generalstaatsanwälte der Länder, die allesamt weisungsgebunden sind und ihre Anweisungen von den jeweiligen Justizministern erhalten. So erreichen wir nie eine Trennung von Judikative, Legislative und Exekutive. Was dabei herauskommt von dieser grundgesetzwidrigen "Inzucht", kann man jeden Tag nachlesen. Nicht anders verhält es sich mit dem Datenschutzbeauftragten. Demokratie-Defizite, soweit das Auge reicht!

Monsieur Rainer


Saturday, November 13, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT an Corina Wagner, eine Schwester im Geiste !
Ich musste das alles in meinen Büchern niederschreiben, schon alleine um der inneren Hygiene Willen. Je älter ich werde, bald bin ich siebzig Jahre alt, um so mehr belastet mich meine Kindheit. Mein Vater hat an mir all die GESTAPO - Methoden fortgesetzt, die er als Spionageoffizier gelernt hatte. Er forderte von mir "Deutsche Manneszucht". Wenn ich wiedereinmal nicht parierte, zog er mich nackt aus und hängte mich an einem Haken im Waschkeller auf. Dann spritzte er mich mit eiskaltem Wasser ab, um das Blut meiner Wunden, die seine Fahrradkette an meinem Körper hinterlassen hatten, abzuwaschen. So bliebt ich, je nach Strafmass, 24 - 48 Stunden eingesperrt. Draussen gab er sich dann als stellvertretender Oberbürgermeister und Präsident der Anwaltskammer aus und wenn er seine schwarze Robe anzog, dann war der Edelmann perfekt. Als ich mit 18 Jahren nach Frankreich geflüchtet bin, liess er mich für tot erklären, um die Erbengemeinschaft meines über alles geliebten Grossvaters auflösen zu können. Und nun kommt der eigentliche Skandal: Als ich mein Buch fertig hatte, verschickte ich es an alle meine Heimatzeitungen in Südbaden und bat um eine Rezension. Reaktion: Null, zero, nada! Sie sind noch unter uns! Kurt Tucholsky hätte gesagt: "Sie sind noch alle da!"

Monsieur Rainer
Saturday, November 13, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT : Nachkriegsjuristen

Eine ganze Nachkriegsgeneration von Juristen ist von diesen "NS-Intellektuellen" verdorben worden und der von Kurt Tucholsky in seinem Gedicht "Richter von 1940" befüchtete Geist der Juristen verseucht heute noch die Säle um Amtsstuben der Gerichte. Neben Maunz-Dürig darf auch der Strafrechtskommentar von Dreher-Tröndle nicht unerwähnt bleiben, der heute noch auf jedem Richtertisch steht. Ich habe die Seilschaften der alten Nazis in meiner eigenen Familie von Kind an mitbekommen. Die "Freiburger Nachrichten" wagten es einmal, einen herausragenden Artikel über das Freiburger Militärgefängnis zu veröffentlichen. Die Herren Kriegsgerichtsräte sprachen da Recht über Deserteure und von meinem Vater eingewiesene Kämpfer der französischen Résistance. Das war keine gute Justiz, das war keine schlechte Justiz, das war überhaupt keine Justiz, es war im besten Falle Lynchjustiz. Alles was mein alter Herr nicht in die Konzentrationslager Natzweiler-Struthof im Elsass oder gleich nach Ausschwitz deportieren liess, landete im Freiburger Militärgefängnis. Sieben englische Soldatinnen, die in seinem Verantwortungsbereich, dem Militärverwaltungsbezirk C (Nord-Ost-Frankreich) absprangen, um die französische Résistance zu unterstützen, wurden im KZ Natzweiler-Struthof mit Phenolspritzen hingerichtet. Sie wurden durch die Abteilung Gegenspionage der Abwehr Wehrmacht in enger Zusammenarbeit mit der Geheimen Feldpolizei in Dijon gefasst und deportiert. Und nun raten Sie mal, wer die Chefs der Abwehr Wehrmacht und der Geheimen Feldpolizei waren? Mein Vater und SS-Oberführer Willi Kriechbaum. Und wo waren die Herren nach dem Zusammenbruch des NS Regimes? Mein Vater machte Karriere in der bundesdeutschen Justiz und Willi Kriechbaum wurde Referatsleiter der Organisation Gehlen. Von meinen Vater existiert nicht einmal mehr eine Wehrmachtsstammakte, geschweige denn die Mitgliedschaft in der NSDAP, keine Unterlagen über seine "Tätigkeit" beim Freikorps "Stahlhelm" oder bei der "SA". Die "Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen der ehemaligen Wehrmacht (WAST)" in Berlin konnte mir nur noch einen lückenhaften und offensichtlich gefälschten Nachweis senden, in dem mein Vater als Volljurist plötzlich zum "Sanitätsfeldwebel" degradiert wurde. Fündig wurde ich jedoch in der Archiven der "Déportation et de la Résistance" in Frankreich. Da hat die Putzkolonne des BND versagt.

Monsieur Rainer
Saturday, November 13, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT : Weisse Westen
Die Justiz in seiner heutigen Form hat sich schon in der Zeit Bismarcks etabliert. Damals war es eine Klassenjustiz, in der Weimarer Republik eine diese verachtende Justiz, im Dritten Reich eine Verbrecherjustiz, bis in die 60ger Jahre des 20.JH eine Wendehalsjustiz, die einfach mit denselben Blutjuristen der NS-Justiz weitergemacht hat, als wäre nichts geschehen und heute ist es eine weisungsabhängige Beamtenjustiz. Ich spreche aus Erfahrung. Mein Vater war Volljurist, SA-Mitglied, Sonderführer Z der Spionageabwehr der Wehrmacht in Dijon, in dessen Verantwortungsbereich 7.000 französische Juden und Mitglieder der Résistance in die Konzentrationslager deportiert wurden und wurde deshalb steckbrief als Kriegsverbrecher von den Franzosen gesucht. SS-Oberführer Wilhelm Kriechbaum, ehemals Chef der Geheimen Feldpolizei in Dijon tauchte 1948 bei uns zu Hause auf und bot seinem alten "Kameraden" an, seine Akten zu putzen. Seither gibt es keinen Hinweis mehr in deutschen Archiven, dass es meinen Vater vor 1949 je gegeben hat. Gleichwohl machte er eine beachtliche juristische Nachkriegskarriere. Wilhelm Kriechbaum, auch "Willi" genannt, war, wie so viele Kriegsverbrecher bei der Organisation Gehlen untergekommen, die heute BND heisst. Nun zu Ihrer Frage: Napoléon I. hat in Frankreich, wohlwissend um die Beeinflussbarkeit von Richtern und Staatsanwälten im Jahre 1811 das Amt des weisungsunabhängigen Untersuchungsrichters geschaffen. Die Instutition hat heute noch Bestand. Eine vom Grundgesetz ausdrücklich geforderte Gewaltenteilung zwischen Judikative, Legislative und Exekutive gibt es in Deutschland bis heute nicht. Die Judikative ist ein Machtinstrument der Politik. Das ist ein schwerer Demokratiemangel. Das mindeste, was man tun könnte ist die Wahl von Generalstaatsanwälten durch die Parlamente und ihnen den Status eines weisungsunabhängigen Beamten zu geben. Auch Richter sind beiweitem nicht so unabhängig, wie sie gerne glauben machen möchten. Sie sind Angestellte des Justizministerium, von derem Wohlwollen ihre Karriere abhängt. Beim Bundesverfassungsgericht geht es doch auch, das vom Parlament gewählt wird. Es hat sich dadurch hohes Ansehen bei der Bevölkerung und grösstmögliche Unabhängigkeit geschaffen.

Monsieur Rainer
Friday, November 12, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT : Staatsanwälte
Der Generalbundesanwalt ist weisungsabhängiger Beamter und direkt dem Bundesjustizministerium unterstellt. Er ist an Weisungen des jeweiligen politischen Justizministers gebunden und kann jederzeit von diesem in den einstweiligen Ruhestand geschickt werden, wenn er nicht pariert. Das ist ein Systemfehler der Justiz, der bis in die Bismarck-Zeit weit zurück verfolgt werden kann. So war es auch im III. Reich. Der Oberreichsanwalt war weisungsgebunden und diente dem NS Regime. Die Justiz blieb auch in der BRD in seiner alten Form erhalten. Alle Richter und Staatsanwälte, Krieggerichtsräte usw. wurden von den bundesdeutschen Behörden übernommen. Nicht ein einziger Richter, auch nicht die Beisitzer des Volksgerichtshofs, wurden jemals für Ihre Verbrechen zur Verantwortung gezogen. Der hochangesehene hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, ein aktiver Widerstandskämpfer, musste für Anweisungen zur Verfolgung von Naziverbrechern wie Mengele und Eichmann die Telephonzellen Frankfurts benutzen, weil seine eigenen Kollegen ihn ständig an die NS-Schergen verrieten. Lesen Sie dazu die Biographie von Fritz Bauer. Den SPIEGEL sollten Sie aus dem Forum des investigativen Journalismus streichen, ich hatte ihm vorgeschlagen, sich in BRIGITTE oder FRAU IM SPIEGEL umzubenennen, was auf wenig Gegenliebe stiess. Solange Helmut Schmidt noch Herausgeber der ZEIT ist, werden wir hier sicher vor willkürlicher Zensur sein. Erst nach seinem Weggang könnte es schwieriger werden.

Monsieur Rainer
Friday, November 12, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT : Trennung von Judikative und Exekutive

Fakt ist, dass jeder Generalsstaatsanwalt eines Bundeslandes ein weisungsabhängiger Beamter ist. Er ist direkt dem Justizministerium des Bundeslandes und dessen Aufsicht unterstellt. Es gibt täglich zahlreiche Eingriffe, Weisungen und Anweisungen von Justizministern an ihre Generalstaatsanwälte, wie das eine oder andere Verfahren zu behandeln ist. Dass da oft auch handfeste politische Interessen eine Rolle spielen ist einleuchtend. Jüngstes Beispiel: Landgericht Augsburg. Nehmen Sie einmal die unterschiedliche justiziable Behandlung der Personen Max Strauss, des Waffenhändlers Schreiber und des EX -CSU Staatssekretärs im Bundesverteidigungsministerium Pfahls. Es gibt Zeitzeugen, wie einen ehemaligen Staatsanwalt, der heute Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung ist. Er beschrieb in einem bemerkenswerten Artikel in der SZ die politische Einflussnahme von Politikern auf laufende Verfahren über den Generalstaatsanwalt. Zitat: " Entweder der Staatsanwalt pariert, oder er findet sich als Familienrichter an einem Amtsgericht in Hintertupfingen wieder." Zitatende. Beispiel Generalbundesanwalt. Er bekam die kompletten Ermittlungsakten zum ELF - Aquitaine Skandal vom Genfer Generalstaatsanwalt auf dem Teller serviert. Er hätte nur noch Anklage erheben müssen. Da auch er weisungsabhängiger Beamter ist, braucht es nicht viel Phantasie, wer ihn in seinem Eifer gestoppt hat. Sonst müsstenheute wohl einige Geschichtsbücher über hohe politische Persönlichkeiten Deutschlands umgeschrieben werden. Ich fordere die Trennung von Judikative und Exekutive, wie sie auch schon im Grundgesetz vorgeschrieben ist. Dafür braucht man nicht einmal eine neue Verfassung. Das ist eines der gravierensten Demokratie-Defizite!

Monsieur Rainer
Friday, November 12, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Eine meiner Lieblings-Amerikanerinnen
Nancy Pelosi ist nun das genau Gegenteil einer bigotten und verlogenen Sarah Palin. Sie vereinigt in den Augen der Menschen im mittleren Westen und im Bibelgürtel der USA alle Attribute für ein Hassobjekt. Erstens kommt sie aus San Francisko, den angeblichen "Sündenphuhl" Amerikas. Zweitens hat sie in der Jugend Haschisch geraucht, war in der Studentenbewegung, hat gegen den Vietnamkrieg demonstriert und auch einmal eine amerikanische Flagge verbrannt. Für all diese Eigenschaften kann es in den Augen der bigotten Patrioten nur eine Strafe geben :" Sie soll in der Hölle schmoren!" Solange es jedoch noch solche Amerikaner gibt ist Amerika nicht abzuschreiben. Sie sind momentan in der Minderheit, doch das kann sich auch wieder ändern.

Monsieur Rainer
Friday, November 12, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Richter von Medien umzingelt
Deutsche Richter genossen leider nie das Privileg, gänzlich unabhängig in ihren Entscheidungen zu sein. Sie sind Angestellte des Justizministeriums, von ihren Urteilen hängt oft auch ihre Karriere ab. Wenn dann auch noch öffentlicher Druck durch eine offensichtliche PR-Massnahme der Verteidigung auf das Gericht ausgeübt werden soll, dann sind die Richter nicht mehr zu beneiden. Zumal bei einem solchen im Raum stehenden Strafvorwurf ohnehin die ganze Konzentrentation der Kammer gefordert ist. Aussage steht gegen Aussage, es gibt keine Zeugen, nur Indizien, die jedoch von der Verteidigung in Zweifel gezogen werden. Dies ist nicht angreifbar. Es ist elemantarer Auftrag des Verteidigers, Indizien in Zweifel zu ziehen. Gleichwohl ist es Aufgabe des Gerichtes, in so einem vertrackten Fall ein Urteil zu fällen. Wenn dann auch noch so ein Medienrummel angefacht wird, dann macht dies die Aufgabe der Richter nicht leichter, sondern es wird übermenschliches von ihnen verlangt: Recht zu sprechen, ohne sich von der öffentlichen Meinung oder veröffentlichten Meinung beeinflussen zu lassen. Das ist eine Herkulesaufgabe. Das Verfahren ist ohnehin heikel genug, der Angeklagte ist prominent, die Medien schreiben sich wund, da wird es schwer sein, bei der Sache zu bleiben. Der von der Verteidigung teilweise gelenkte Medienrummel ist nicht Aufgabe eines Organs der Rechtspflege und daher abzulehnen.

Monsieur Rainer
Friday, November 12, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Stuttgart 21
Der Polizeibericht scheint nicht so ganz mit der Realität übereinzustimmen, schlimmer, hat mit der Realität rein gar nichts zu tun. Es wird bewiesen werden müssen, dass die Polizei von der politischen Führung die klare Anweisung erhalten hat, gewalttätig gegen friedliche und genehmigte Demonstrationen vorzugehen. Dieser Beweis wird schwer fallen, weil es in Deutschland wohlweislich keinen unabhängigen Disziplinarhof für Vergehen von Polizeibeamten gibt. In Frankreich haben wir die Inspection Général de Service IGS, auch als "Boeuf Carottes" von den Polizisten gefürchtet. Sie untersteht dem Generaldirektor der Police Nationale im Pariser Innenministerium und ermittlet in allen ungeklärten Fragen von Polizeieinsätzen. Sie ist weisungsunabhängig wie ein Untersuchungsrichter und hat die Ermittlungshoheit in diesen Fragen. Ich fürchte, dass der Untersuchungsausschuss des Landtages nicht das geeignete Instrument ist, die Wahrheit ungeschönt an den Tag zu bringen. Sie kann ohne Genehmigung des Innenministers keine Polizeiführer vernehmen oder gar vereidigen. Es ist wie so oft in Deutschland. Man ahnt, wie es tatsächlich gelaufen ist, doch bewiesen werden kann nur wenig. Und so wird dieser Untersuchungsschuss für die Verantwortlichen wahrscheinlich auch folgenlos bleiben. Das sind eklatante Systemfehler der Demokratie, die noch viele Defizite aufzuweisen hat. Deutschland gebricht es leider in der Realität an der klaren Trennung von Judikative, Legislative und Exekutive!

Monsieur Rainer
Friday, November 12, 2010
Mein Kommentar zu Merkels Lieblingswort " Alternativlos "
Es ist unter den Wissenschaftlern unstrittig, dass ein Salzstock der denkbar ungeeignetste Platz für ein Endlager radioaktiver Abfälle ist. Salz kann in Verbindung mit Wasser schmelzen und wir hätten in Gorleben eine Umweltkatastrophe, die ganz Europa entvölkern würde. Die "Gutachten" der Regierungen, gleich welcher Partei sie nun angehören, sind Gefälligkeitsgutachten, haben aber mit Wissenschaft nichts zu tun. Dass diese Herren sich nicht schämen, so einen gefrorenen Mist als "Gutachten" zu verkaufen? Richtig ist doch, dass die einzig geeignete Schicht zur völligen Abdeckung eines Endlagers für radioaktiven Müll Ton und Schiefer sind. Das wird jeder ernstzunehmende Wissenschaftler bestätigen. Doch Tonschichten liegen im badischen Hegau am Bodensee und Schiefergebirge gibt es nur in Bayern. Und wer regiert dort? Es sind die badischen Wahlbezirke vom CDU/CSU Fraktionsvorsitzenden Kauder und von zahlreichen bayerischen CSU Landesfürsten. Das sind die Fakten. Alles andere sind nichts als billige Lügen der Atomlobby im innigen Verein mit ihrer Lieblings-Kanzlerin.

Monsieur Rainer
Wednesday, November 10, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : George Dabbelju ist noch "draussen"!
Ach ja, George W. Bush ist ja noch "draussen". Es muss mir entgangen sein, aber George W. Bush ist ja niemals für seine Kriegsverbrechen angeklagt worden. Er macht das, wass nicht nur seriöse Politiker, sondern auch gescheiterte Politiker gerne tun, er lässt ein Buch über sich schreiben. Oder glaubt irgend jemand allen ernstes, Herr Bush wäre in der Lage, auch nur einzige Zeile seines Buches selbst zu schreiben? Es ist wie bei so vielen "Biographien" abgewirtschafteter Politiker. Sie zeichnen sich selbst schöner als sie sind, würzen das ganze Pamphlet mit einigen unbekannten Histörchen und rechnen mit den zahlreichen "Feinden" ab. Gerhard Schröder hat ihn besonders geärgert. Dafür danke ich dem ehemaligen Bundeskanzler heute noch. Nichts ist ehrbarer als von einem Kriegsverbrecher des Wortbruchs geziehen zu werden. Im übrigen: Was kümmert es eine niedersächsische Eiche, wenn sich ein Schwein daran reibt!

Monsieur Rainer


Wednesday, November 10, 2010
Mein Kommentar: Vom SPIEGEL zensiert, von der ZEIT veröffentlicht !
6.6. Nach Henryk M. Broder nun also auch Salomon Korn
Die Macht des Zentralrates der Juden. Bei allem schuldigen Respekt für den Querdenker Broder und für Herrn Salomon Korn, aber die Beiträge im SPIEGEl von Herrn Broder und Korn in der ZEIT über Alfred Grosser sind Unfug. Alfred Grosser ist ein unabhängiger Geist, der den Finger in die Wunden Deutschlands legt. Als Jude hat er jedes Recht über die lähmende political correctness der Deutschen gegenüber den Juden zu sprechen. Sie wirkt peinlich, macht jeden Diskurs mit Israel über fehlende Politikansätze unmöglich und schreckt ängstlich vor jeder auch noch so kleinen Kritik an Juden in Deutschland ab. Man fürchtet das Totschlagargument "Antisemitismus" wie der Teufel das Weihwasser. Das geht so weit, dass ein Berliner Staatsanwalt öffentlich erklärt, warum er seine Amtspflichten ständig verletzt, er traut sich nämlich nicht, gegen die jüdische Mafia und zahlreichen jüdisch-russischen Verbrecher vorzugehen, weil er sonst seine Karriere riskiert. Was masst sich eigentlich die jüdische Gemeinde an. Sie darf in einem Rechtsstaat nicht sakrosankt sein. Sie hat keine Parallelgeschaft zu bilden, ebensowenig wie jede andere Religionsgemeinschaft. Natürlich haben die Deutschen ein besonderes Schutzbedürfnis gegenüber den Juden und Israel, jedoch muss und darf auch von Freunden Kritik erlaubt sein. Für den Juden Alfred Grosser allemal. Ist das jetzt Satire, wenn ein Jude einen anderen Juden als "Antisemit" bezeichnet?

Monsieur Rainer
Wednesday, November 10, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT : Deutschland braucht eine Basis-Demokratie
Westminster-Demokratie ist eine Metapher. Was ich wirklich meine ist das französische Vorbild. Die zweite Kammer, der Senat, wird direkt vom Volk gewählt und zwar sind es die Bürgermeister der Kommunen. So nennt sich der Bürgermeister von Marseille z.B. Monsieur Sénateur-Maire. Damit will ich gewährleisten, dass die Kommunen, die am nächsten am Ohr des Volkes sitzen durch freie, geheime und direkte Wahlen Sitz und Stimme im "Oberhaus" des französischen Parlamentes, dem Senat, haben. Der Senat kann jedes Gesetz der Nationalversammlung blockieren. Diese Sitze sind nicht vererbbar. Verliert ein Bürgermeister sein Amt in seiner Kommune, verliert er auch seinen Sitz im Senat. Ich halte das für sehr basisdemokratisch. Meinen Sie nicht auch, dass die Oberbürgermeisterin von Frankfurt oder der OB von München mehr von den wahren Problemen der Bevölkerung verstehen als die Bundeskanzlerin? Das ist meine Idee! Im übrigen ist auch jeder Député in der Nationalversammlung und jeder Minister Bürgermeister einer Kommune. Die Justizministerin und Garde de Sceaux Michèlle Alliot-Marie ist z.B. Bürgermeisterin von Saint-Jean-de-Luz am Atlantik. Die ehemalige Justizministerin Rachida Dati ist heute noch Bürgermeisterin des 8ème Arrondissement von Paris und Europaabgeordnete. Der Industrieminister Christian Estrosi ist Bürgermeister meiner Heimatstadt Nizza. Sie alle pendeln dauernd zwischen ihren Aufgaben hin und her. Das System hat sich bewährt!

Monsieur Rainer
Wednesday, November 10, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT : Dr. Schäuble hat recht, der Beamte gehört gefeuert!
In der freien Wirtschaft lässt sich kein Vorstand eines Unternehmens von seinem subalternen Sprecher derart vorführen. Wenn der Minister seine Zahlen erläutern will, dann hat die Presseabteilung des Hauses auf den Punkt genau vorbereitet zu sein. Wenn ein Offizier einen Befehl gibt, dann will er auch keine Entschuldigungen seines Adjutanten hören, warum der Befehl noch nicht ausgeführt werden konnte. In der Industrie wie auch beim Militär wird ein solcher Pressesprecher gefeuert! Punkt! Also ist jedes Mitleid mit diesem pflichtvergessenen Beamten fehl am Platze!

Monsieur Rainer
Wednesday, November 10, 2010
Mein Kommentar in der FAZ : Ist die Wahrheit " verwegen "?
Wer den jakobinischen Vertretern der political correctness in die Quere kommt und unbequeme Wahrheiten ausspricht, der riskiert seine Karriere. Horst Köhler, ein hochintelligenter Wirtschaftsfachmann, der das genau so sah, musste dies mit dem Verlust seines Amtes büssen. So etwas darf man in Deutschland nicht sagen, weil sonst sämtliche Träume der guten Menschen von humanitärer Hilfe und Brunnen bohren ad absurdum geführt werden und den Parolen der Politiker vom " humanitären Unterstützungseinsatz" den Boden unter den Füssen wegzieht. Was, zum Teufel, reitet den Verteidigungsminister, ebenfalls die allseits bekannte Wahrheit auszusprechen, dass jeder Krieg mit einer Lüge beginnt. Natürlich geht es uns nicht um Demokratie oder Menschenrechte, es geht allen Interventionsstaaten in Afghanistan um kühle geopolitische und ökonomische Interessen. War es klug, aus der Front der Lügner und Heuchler auszubrechen? Vorsicht, geschätzter Herr zu Guttenberg!

Monsieur Rainer
Tuesday, November 09, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT : Richter von 2010
So kann die Juristenausbildung nicht weiter Bestand haben. Nach dem 2.juristischen Staatsexamen mit Prädikatsexamen wird der Herr "Volljurist" gerne Beamter. Er ist auf Lebenszeit versorgt, hat keine festgesetzte Anwesenheitspflicht, keine vorgeschriebene Zahl an erledigten Fällen,nein, er kauft sich bei der Hans-Soldan-Stiftung eine schwarze Kutte, zieht sie sich über seinen Spiesseranzug, setzt sich an einen Richtertisch und plötzlich ist aus Klein Hänschen der Stellvertreter Christi auf Erden geworden. Hüten Sie sich, verehrter lieber Forist, so einem jemals in die Finger zu fallen. Sie werden ihr blaues Wunder erleben und erstaunt feststellen, dass dieser "hohe Richter" oft keinen Anstand und meist schlechte Manieren hat, von einer geradezu päpstlichen Unfehlfehlbarkeit beseelt zu sein scheint und Ihnen aus seiner kleinen Spiesserwelt auch noch Moral blasen will. All das wäre mit Disziplin, Humor oder Gleichgültigkeit noch zu ertragen, wenn der "hohe Richter" es unterlassen würde, oft auch noch seinen ganzen pseudopsychologischen Seelenkäse hinzuzufügen. Niemand hat ihn danach gefragt, denn er ist dazu weder ausgebildet noch verpflichtet.

Monsieur Rainer


Tuesday, November 09, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Die deutsche Aussenpolitik
Minister Westerwelle ist ein überambitionierter Amateur.
Was nach der biologischen Reinigung der Dipomaten im AA kam, waren junge gutwillige Beamte, die je nach Qualität des jeweiligen Ministers zu Grossem befähigt waren. Aussenminister Genscher war ein Musterbeispiel für leise, einfühlsame, diskrete und bescheidene Diplomatie. Er hat Deutschland zu grossem internationelen Ansehen verholfen. Die Botschafter unter Gescher und auch Fischer waren mit ausgesuchtem Talent begütert und haben sich um Deutschland verdient gemacht. Dr. Westerwelle hat keine Ahnung von Aussenpolitik. Sie scheint einer geschichtslosen Grossmannsucht und einem kindisch anmutenden Geltungsbedürfnis zu entstammen. Glaubt dieser Herr allen ernstes, er könne den Frieden im nahen Osten bringen? Er reist in die Welt, lässt schöne Photos vor schönen Kulissen und mit wichtigen Persönlichkeiten für die heimische Presse und seiner Partei machen. Doch er profitiert nicht davon. Das liegt daran, dass er, je wichtiger sein Gesprächspartner ist, immer amateurhafter, unerfahrener und linkischer wirken muss. Er wird nicht ernst genommen. Dabei gäbe es gerade in Europa viel zu tun. Er sollte Frankreich, den wichtigsten Partner in der EU besuchen, bereisen, Land und Leute verstehen lernen. Er sollte Italien, Spanien, Portugal und England besuchen und sich mit den Sorgen der Menschen vertraut machen. Vielleicht gelingt es ihm dann eines Tages, grosse Worte im Weltsicherheitsrat zu sprechen, ohne sich lächerlich zu machen. Doch soviel Zeit wird ihm nicht mehr bleiben.

Monsieur Rainer
Tuesday, November 09, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT: Juristen
Sie liegen mit Ihrer Ahnung richtig. Juristen wissen meist wenig vom Leben. Nach dem Abitur entscheiden sie sich oft für ein Jurastudium, weil es dafür keiner besonderer Noten im Reifezeugnis bedarf. Stupide lernen sie bis zu zehn Semester lang Paragraphen auswendig. Sie haben meist keine humanististische Schulausbildung, daher sind ihnen auch die römischen Rechtsgrundsätze eines Cicero weitgehend unbekannt. Sie lernen nach Schmematas, die schon zu Kaiserszeiten Gültigkeit hatten und pauken Rechtsnormen, die, nur leicht entrümpelt, noch auf der Basis des Dritten Reiches entwickelt wurden. Ihre Professoren haben noch bei alten Nazi-Dozenten promoviert und habilitiert, die nahtlos in die Universitäten der BRD übernommen wurden. Die gelehrten Rechtsnormen haben mit der Rechtswirklichkeit nur wenig gemein. Sie sind welt-und Bürger-fremd. Nach dem ersten Staatexamen durchlaufen sie eine zweijähriges Referandariat auf den Amtsgerichtsstationen, bei Staatsanwälten, Rechtsanwälten, Landkreisen oder Baurechtsämtern. Danach büffeln sie für das zweite Staatsexamen, ohne jemals irgendeinen Kontakt zur Bevölkerung bekommen zu haben. Sie legen dieses 2. Staatsexamen ab, können wendig formulieren und auch über Dinge lange sprechen, von denen Sie keine Ahnung haben, die da sind: Rechtsphilosophie, Psychologie, Kriminologie,Gemeinwesen und Staatsbürgerkunde. Haben sie dann ein Prädikatsexamen hingelegt, dann werden sie in den Staatsdienst übernommen und auf so auf die Menscheit losgelassen. Der Rest versucht sich als Rechtsanwalt, Versicherungsjurist, Taxifahrer, Pizzabäcker oder, wenn es ganz schlimm kommt und gar oft nichts mehr geht, nicht selten als Politiker. Und da wundern Sie sich, dass Ihr Rechtsempfinden nicht deckungsgleich mit einer merkwürdigen Gesetzeslage ist, wenn Gesetze wie z.B. das Ehegattensplittung noch aus dem III. Reich stammen, was die wenigsten Juristen überhaupt wissen.

Monsieur Rainer
Tuesday, November 09, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT : Ist "schottern" strafbar ?
Streng juristisch gesehen muss nach deutschen Recht die individuelle Schuld, also ein schwerer Eingriff in den Schienenverkehr, nachgewiesen werden. Und zwar jedem einzelnen der "Täter". In Kenntnis der deutschen Justiz wird sie sich nicht entblöden, dieses hoffnungslose Unterfangen durch Heere von Staatsanwälten, Kriminalbeamten und Richtern anzugehen. Das war in Wackersdorf so, das war in Mutlangen so. Unsummen von Steuergeldern werden in diese Ermittlungen gesteckt werden. "Die Staatsanwälte sind die Kavallerie der Justiz, erstens forsch und zweitens dumm!" (Zitat: Prof. Dr. Albrecht, Ordinarius für Strafrecht an der Universität in Frankfurt). Die Richter werden das tun, was sie in solchen Fällen immer tun, sie werden einen geeigneten Pragraphen und einen einheitlich Tarif für die Strafzumessung suchen. Und wenn dann alle Verfahren über drei Instanzen abgeschlossen sind, kommt der nächste Castor-Transport. Das alles erinnert mich sehr stark an die Dissertation eines Weltkrieg I Majors, der in Tübingen zum Dr.iur. promoviert wurde mit dem Thema:" Die materiellrechtliche Stellung der Kugel im Körper des Verwundeten." Oder eine der liebsten Fangfragen der Justizprüfungskommission bei der Abnahme des 2. juristischen Staatsexamens:" A schlägt B einen Nagel in der Kopf, Frage, wem gehört der Nagel?" Sagte ich es schon? Juristen sind oft zu allem fähig, aber meist zu wenig in der Lage!

Monsieur Rainer
Monday, November 08, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Bodensee = Rüstungsfabrik Deutschlands
Erlauben Sie mir bitte noch anzumerken, dass der Bodensee reines CDU-Land ist und dass der Franktionsvorsitzende der CDU-CSU Bundestagsfranktion Kauder im Aufsichtsrat von Heckler&Koch sass. Honi soit qui mal y pense!

Monsieur Rainer
Sunday, November 07, 2010
Mein Kommentar in der FAZ : Die grosse Plünderung
Kein Ministerium der NS-Zeit ist frei von Schuld! Alle haben Sie aktiv an den Verbrechen der Nazis mitgearbeitet. Nur wenige kamen mit sauberer Weste in die Ministerien der Bundesrepublik Deutschland. Das muss jedem Deutschen endlich klar werden. Es waren keine anderen da, also hängte man 1949 die Fahnen um und diente eben einem neuen Staat. Von den Verbrechen des untergegangenen Reiches wollte in meiner Jugend niemand etwas wissen oder gar gewusst haben. Wer es immer noch nicht glaubt, wie das Reichsfinanzministerium die Finanzierung Hitlers Verbrechen finanziert hatte, der sollte einfach die Bücher von Alt-Nationalrat Prof. Jean Ziegler lesen. Mit dem geraubten Vermögen der Juden und mit deren Zahngold aus den Vernichtungslager wusch das Finanzministium die Werte bei schweizer Banken in sauberes Geld und kaufte dafür Waffen und Munition. Der schweizerische Konzern Bührle-Oerlikon lieferte noch im April 1945 Kanonen an das NS-Regime. Wer hat's bezahlt? Das Reichsfianzministerium, das alle Nationalbanken der besetzten Gebiete geplündert hatte, Juden um ihr Vermögen brachte und jedes schmutzige Geschäft betrieben, das man nur bekommen konnte, um Geld für diesen Wahnsinn zu besorgen. Man m u s s das alles schreiben!

Monsieur Rainer
Sunday, November 07, 2010
Mein Kommentar in der FAZ : Schäubles wahres Gesicht
Was nur wenige wissen ist die Tatsache, dass Herr Dr. Schäuble zwar gerne den moderaten Redner gibt, der die Schärfen in seinen Kommentaren ganz bewusst durch den weichen Sing-Sang seines badischen Dialektes abmildert, jedoch in Wirklichkeit ein eisenharter und höchst disziplinierter Mann ist, der gegen sich und gegen andere ein gehöriges Mass an Rücksichtslosigkeit und Härte an den Tag legt. Seit seinem Attentat und noch schlimmer, seit seinem Absturz von Kohls Gnaden ist auch noch eine unglaubliche Verbitterung hinzugekommen. Er steht in Wirklichkeit vor dem Scherbenhaufen seiner politischen Karriere. Er ist nicht Bundeskanzler geworden, wie ihm Kohl versprochen hatte und er wurde auch nicht Bundespräsident, wie ihn Frau Merkel glauben liess. Stattdessen sitzt er immer noch auf einem Ministersessel herum, um ja nicht in der politischen Versenkung zu verschwinden. Er fühlt sich ungerecht behandelt und stark unterfordert. Das alles macht den Mann böse und gefährlich. Seine weichgespülte badische Maske verrät nur selten seinen tatsächlichen Gemütszustand. Eine dieser seltenen Gelegenheiten war bei der Pressekonferenz zu besichtigen.

Monsieur Rainer
Sunday, November 07, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Gero von Randow Paris-Korrespondent der ZEIT
Eine gute Analyse des ZEIT - Korrespondenten. Tatsächlich ist Nicolas Sarkozy kein Mensch zum knuddeln. Seine Arrivisten-Allüren und seine schlechten Manieren sind abstossend. Das bürgerliche Lager ist zeitweise geschockt und dann wieder angetan von der Rücksichtslosigkeit und der Härte, mit der er gegen alle Widerstände dringend notwendige Massnahmen durchsetzt. Er verschlankt den Staat, schafft liebgewonnene Privilegien der Beamten ab, der Rechnungshof prüft zum ersten Mal seit Bestehen der V. Republique die Haushalte des Elsyséepalastes und der Ministerien. Er reformiert teilweise die Rentensysteme. Er setzt Recht und Gesetz in den Vorstädten und gegen illegale Einwanderer durch. Ein gefundenes Fressen für alle jakobinischen Verfechter der political correctness und ihrer linken Kampfpresse. Seine Umfragewerte sind im Keller, es scheert ihn wenig, denn er weiss sehr genau, zu seiner Politik gibt es keine Alternative, zu seiner Person allerdings schon. Im gaullistischen Lager gibt es genügend präsidiale Kanditaten. Nicolas Sarkozy ist müde und ausgelaugt, demoralisiert und körperlich am Ende. Was aber viele Kritiker vergessen ist die Tatsache, dass er erst gestern wieder für 16 Milliarden Euro Aufträge von den Chinesen für Frankreich an Land gezogen hat. Alleine im armen Chateauroux wird China eine Fabrik für 4000 Arbeiter bauen. Was haben ihm die Sozialisten entgegenzusetzen? Die alten Parolen von 1981, die fast in den Staatsbankrott geführt hätten! Und wo ist ein deutscher Sarkozy in Sicht? Weit und breit nicht!

Monsieur Rainer
Sunday, November 07, 2010
Mein neues Buch " DIE TOTENGRÄBER DER DEMOKRATIE "
erscheint im Januar 2011. Es befindet sich in der Schlussredaktion.

Monsieur Rainer
Saturday, November 06, 2010
News
Heute habe ich mich im SPIEGEL - Forum mit nachstehender Mail an die Redaktion von SPIEGELONLINE abgemeldet. Ich bitte, die Tippfehler zu entschuldigen, sie sind natürlich in der Mail verbessert.

Monsieur Rainer
Friday, November 05, 2010
Zensur im SPIEGEL, ein leuchtes Beispiel für Meinungsfreiheit !
Nachfolgender Beitrag über die Castor - Transporte wurden in der FAZ und in der ZEIT veröffentlicht, jedoch vom SPIEGEL zensiert und NICHT veröffentlicht! Der SPIEGEL ist schon längst nicht mehr der Hort der Freiheit und des investigativen Journalismus. Er ist zur Agitation und Propaganda seiner eigenen Meinung und zum Instrument der Manipulation der öffentlichen Meinung verkommen! Rudolf Augstein würde sich im Grabe herumdrehen. Es ist eine Schande, wie man ein solches Blatt derart herunterwirtschaften kann. Liest man die Kommentare auf SPIEGEL ONLINE, wähnt man sich in der Gosse des Abschaums der Menscheit. Die niedrigsten Instinkte erlaubt der SPIEGEl den Menschen, sich in seinem Forum auszuleben und auszukotzen. Der SPIEGEL ist der Souterrain des deutschen Journalismus. Das ist kein guter Journalismus, das ist kein schlechter Journalismus, das ist überhaupt kein Journalismus. Das ist die restlose Mobilisierung der menschlichen Dummheit!

Monsieur Rainer
Friday, November 05, 2010
Mein Kommentar in der FAZ : Castor - Transport nach Gorleben
Quo usque tandem abutere Catalina patiencia nostra? Wie lange noch, Ihr Mächtigen der Republik, wollt ihr unsere Geduld noch missbrauchen? Wie lange noch wollt ihr Entscheidungen gegen den erklärten Willen der Mehrheit des deutschen Volkes mit Polizeigewalt durchsetzen? Wie lange noch hält dies eine Demokratie aus, ohne dass sie daran zerbricht? Wir brauchen endlich eine direkte Demokratie in Deutschland! Verschämt nehmen die Politiker das Wort " Demokratie " nur noch mit dem Zusatz "repräsentative Demokratie" in den Mund, wohlwissend, dass dies ein Etikettenschwindel ist. Sie bedeutet nichts anderes, als dass der Bürger alle vier Jahre in der Wahlkabine irgendeinem von den Parteien ausgekungelten Kandidaten seine bürgerlichen Rechte abtritt. Der macht dann mit dieser offenen Abtretung, was seine Partei von ihm verlangt. Und das soll Demokratie sein? Macht euch nicht lächerlich, das ist Parteiendiktatur. Wenn es eine direkte Demokratie in Deutschland gäbe und die Abgeordneten, Minister, Bundeskanzler und Bundespräsidenten direkt vom Volk gewählt würden, gäbe es kein Stuttgart 21, keine Verlängerung der AKW-Laufzeiten, kein Gorleben und kein Afghanistan mehr. Das ist Demokratie, der aktuelle Zustand ist eine Pseudodemokratie ! Das geht nicht mehr lange gut! Bedenkt immer Ihr Politiker, sic transit cloria mundi! (Aller weltlicher Ruhm ist vergänglich)

Monsieur Rainer
Friday, November 05, 2010
Mein Kommentar in der FAZ : Arbeitet Sarkozy mit dirty tricks?
Mit meiner Einschätzung, dass es nur der Militärgeheimdienst DGSE gewesen sein könnte, weil er direkt dem Elysée unterstellt ist, scheint anscheinend revidiert werden zu müssen. Gleichwohl fällt es mir schwer zu glauben, dass der Inlandsgeheimdienst diese Schweinereien begangen haben soll. Dazu kenne ich die Befehls- und Kommandostrukturen desr französischen Sicherheitsorgane zu gut. Ich bin Autor zahlreicher französischer Politthriller, die alle auf einer wahren Begebenheiten beruhen. Der Inlandsgeheimdienst DCRI ist einem der dreizehn Inspecteur der Police Nationale unterstellt. Dieser wiederum ist dem Directeur Général de la Police Nationale untergeordnet und nur dem Innenminister Brice Hortefeux verantwortlich. Dieses Komplott scheint mir unwahrscheinlich und zu riskant. Es gibt aber einen Lösung: Schon François Mitterand beschäftige, finanziert mit Geldern unklarer Genese, eine eigene kleine Klempnertruppe für seine ganz persönlichen "Dirty Tricks". Das waren alles ihm treu ergebene Ex-Geheimdienstler. Sollte es etwa schon wieder so weit sein oder sind das alles Hirngespinste von Journalisten, um den verhassten Staatspräsidenten Sarkozy zu desavouieren. Auch dies ist denkbar und keineswegs abwegig!

Monsieur Rainer
Friday, November 05, 2010
Mein Kommentar in der FAZ : Die Landesbanken
Die Landesbanken waren zu nichts nutze, sind zu nichts nutze und sie bleiben zu nichts nutze! Sie haben lediglich der Befriedigung des Grössenwahns von Landespolitikern gedient, die sich die gut dotierten Aufsichtsratsposten beschafft haben. Die Politiker, die nicht den leisesten Schimmer einer Ahnung davon haben, was die Herren Vorstände da so treiben, sitzen ihre Stunden ab und nicken Transaktionen ab, von denen sie noch nie etwas gehört haben. Meist sprechen sie nicht einmal das Bänker-Kaudelwelsch aus deutsch-englischen Worthülsen. Sie tragen wie immer für alles die Verantwortung und haften für nichts. Wenn ein Deal zu einem Desaster führte, dann waren sie trotz Live-Bilder im Fernsehen gar nie anwesend. Die Landesbanken sind so unnötig wie ein Kropf, sie nehmen den Geschäftsbanken die Kunden weg und wenn das nicht klappt, weil die Sparkassen mehr vom Geschäft verstehen, verzocken sie sich an den internationalen Finanzmärkten mit Produkten, die sie nicht verstehen oder von denen sie keine Ahnung haben. Im besten Fall dienen sie ehemaligen Politikern als Endlager für ausgebrannte Elemente. Ergo schliessen ! Und zwar alle !

Monsieur Rainer
Thursday, November 04, 2010
Ich war wieder einmal politisch nicht korrekt !
Mein nachfolgender Kommentar über die Macht der jüdischen Gemeinden in Deutschland, dem Artikel von Henrik M. Broder, der Prof. Alfred Grosser als jüdischen "Nestbeschmutzer" bezeichnet, wurde vom SPIEGEL zensiert und daher NICHT veröffentlicht.

Monsieur Rainer
Thursday, November 04, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : MAD
Niemals war es dem MAD gelungen, ein wirklicher im Militär verankerter Nachrichtendienst zu sein. Jetzt, da sich Deutschland im Krieg befindet, müsste der militärische Nachrichtendienst eigentlich Feindaufklärung vor Ort betreiben. Doch die Bürokraten wollen nicht aus ihren warmen Amtsstuben. Sie lassen ihre Arbeit durch den BND erledigen. Der MAD war nie und ist heute erst recht zu nichts nutze. Deshalb gehört er abgeschafft.

Monsieur Rainer
Thursday, November 04, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : Die Macht der jüdischen Gemeinden
Bei allem schuldigen Respekt für den Querdenker Broder, aber dieser Beitrag im SPIEGEL über Alfred Grosser ist grober Unfug. Alfred Grosser ist ein unabhängiger Geist, der den Finger in die Wunden Deutschlands legt. Als Jude hat er jedes Recht über die lähmende political correctness der Deutschen gegenüber den Juden zu sprechen. Sie wirkt peinlich, macht jeden Diskurs mit Israel über fehlende Politikansätze unmöglich und schreckt ängstlich vor jeder auch noch so kleinen Kritik an Juden in Deutschland ab. Man fürchtet das Totschlagargument "Antisemitismus" wie der Teufel das Weihwasser. Das geht so weit, dass ein Berliner Staatsanwalt öffentlich erklärt, warum er seine Amtspflichten ständig verletzt, er traut sich nämlich nicht, gegen die jüdische Mafia und zahlreichen jüdisch-russischen Verbrecher vorzugehen, weil er sonst seine Karriere riskiert. Was masst sich eigentlich die jüdische Gemeinde an. Sie darf in einem Rechtsstaat nicht sakrosankt sein. Sie hat keine Parallelgeschaft zu bilden, ebensowenig wie jede andere Religionsgemeinschaft. Es ist entwürdigend für das neue, junge Deutschland, wie der Bundespräsident durch die Lande zieht und sich als Wanderprediger versucht.

Monsieur Rainer
Thursday, November 04, 2010
Mein Kommentar in der FAZ : Deutschland blutet aus !
Dass hunderttausende von Deutschen ihre Heimat für immer verlassen und oft ohne Geld, ohne Sprachen und unter grossen grossen Risiken ein neues Leben in fernen Ländern beginnen, das wird in Deutschland nicht thematisiert. Warum wohl nicht? Weil die Pilitiker sich dann eingestehen müssten, dass die Welt, die sie sich geschaffen haben mit der Realität nicht mehr übereinstimmt. Die Menschen sind Deutschland leid und haben es satt, als kleine Kinder behandelt zu werden. Diesen unbequemen Fragen müssen sich die Politiker stellen, erst wenn diese Ursachen beseitigt sind, dann kann man sich auf die Anwerbung neues Fachkräfte aus dem Ausland bemühen. Warum kommt denn keiner der hochqualifizierten Ausländer nach Deutschland? Ist es überhaupt erstrebenswert für einen Ausländer, in diesem kleingeistigen, spiessigen und überregulierten Land zu leben? Ist Deutschland überhaupt eine wirkliche Demokratie? Das sind die Fragen, denen sich Deutschlands Politiker zu stellen haben! Das wird unbequem, weil sie dann zuerst auf einige Privilegien verzichten müssten und sich endlich direkten Wahlen zu stellen hätten. Deutschland braucht eine demokratische Runderneuerung!

Monsieur Rainer
Thursday, November 04, 2010
Mein Artikel in der ZEIT : Obama Land abgebrannt ?
Erinnern wir uns: Als Bill Clinton das Weisse Haus verliess, konnte er erhobenen Hauptes den Hubschrauber besteigen. Er hatte gut gearbeitet, nur wenige (bekannte) Geheimdienstschweinereien hinterlassen, keine sinnlosen Kriege angezettelt und vorallendingen hat er einen gesunden und ausgeglichenen Haushalt hinterlassen. Er hat sich von prüden Eiferern und bigotten Amerikanern nicht aus dem Amt jagen lassen. In der Mitte seiner ersten Amtszeit verlor er die Mehrheit in beiden Häusern des amerikanischen Parlamentes. Gleichwohl gelang ihm eine grandiose Wiederwahl und eine überaus erfolgreiche zweite Amtszeit. Er war trotz des permanenten Widerstandes im Senat und im Kongress ein erfolgreicher Präsident. Die USA waren eine in der Welt angesehene Grossmacht. Bill Clinton brachte es auf den Punkt, als er nach dem Geheimnis seines Erfolges gefragt wurde: „It’s economy, Stupid !“

Von nun an ging’s bergab. Durch undurchsichtige Wahlmanipulationen und einem mehr als strittigen Richterspruch des Suprime Court kam der denkbar ungeeignetste Amerikaner in das Amt des Präsidenten, den man finden konnte. Ein geläuterter Alkoholiker und wirtschaftlicher Bankrotteur, der sich auch noch dank Vaters Hilfe einem Verfahren wegen Desertion von der Nationalgarde um seinen immer wieder reklamierten nationalen patriotischen Dienst an God’s own country entzogen hatte. Doch auf George Dabbelju Bush kam es gar nicht an. Entscheidend für die Republikaner war, dass ein einfältiger Dummkopf, ohne jede Qualifikation in dieses Amt kam. Ihn konnten sie mit Hilfe einer Kamarilla von Lobbyisten aus der Öl – und Waffen- Branche leicht manipulieren. Der Präsident wurde von Colin Powell, Condoleeza Rice, Donald Rumsfeld, Wolfowitz, Perle und Cheney entsprechend den Wünschen ihrer Auftraggeber „beraten“. Zunächst dümpelte die Präsidentschaft kraft-und saftlos vor sich hin. George Dabbulju verspürte sichtlich keine Lust, sich in irgendeiner Weise um seine Aufgaben zu kümmern. Die in den Schubladen seiner Think Tanks als Blaupausen vorbereiteten Pläne zur Gewinnmaximierung ihrer Auftraggeber waren ohne einen äussereren Anlass nicht durchführbar.

Da kam der Anschlag auf das World Trade Center in New York wie gerufen. Die vorbereiteten Pläne wurden endlich aus den Safes geholt und Schritt für Schritt durchgesetzt. Der Justizminister erliess den sogenannten „Patriot Act“, der in Wort und Geist gegen das Freiheitsgebot der amerikanischen Verfassung verstösst und praktisch sämtliche Rechte der Amerikaner ausser Kraft setzen konnte. Schnell musste auch ein Anlass für einen Krieg gefunden wurden, um Waffen zu verkaufen und neue Ölresourcen zu erschliessen. Der Schuldige an den Anschlägen war schnell gefunden. Der Hurensohn Amerikas, der den USA schon so manchen Dienst erwiesen hatte, Saddam Hussein, war der Schuldige an den Terroranschlägen.

Das musste nun bewiesen werden, um einen Kriegsgrund zu rechtfertigen. Also fabulierte man die al-Quaïda, die sich schon in Afghanistan mit amerikanischer Hilfe erfolgreich gegen die Russen geschlagen hatte, in den Irak. Saddam Hussein hat so manches Verbrechen begangen, doch al-Quaïda hat er nie im Irak geduldet. Ausserdem musste der Beweis erbracht werden, dass Saddam über Giftgas und Raketen mit grosser, Israel bedrohender Reichweite besass. Bush hätte nur die Lieferscheine seiner amerikanischen Waffen-und Giftgasfabriken lesen sollen, dann wäre sehr schnell der Ort der Lager und die angeblichen Labors zu finden gewesen. Man hatte nichts mehr, das Giftgas hat Saddam Hussein zum Massenmord an den Kurden eingesetzt und seine Raketen hatten sich schon in Israel lächerlich gemacht. Der CIA lieferte jedoch das entsprechende Material, das Colin Powell in einer vielbeachteten Demonstration im Weltsicherheitsrat präsentieren durfte. Er konnte niemand ernsthaft von diesen gefakten Plänen überzeugen. Macht nichts.

Der Irak wurde angegriffen. Das amerikanische Volk wurde von Teilen der Presse besoffen berieselt mit patriotischem Kitsch. Es kam, wie es kommen musste, kein Giftgas, keine Labors, keine Raketen, nichts! Also hat man schnell den Kriegsgrund geändert, es ging nun um Menschenrechte. Wie das alles ausgegangen ist und wie es heute um den Irak bestellt ist, kann man jeden Tag besichtigen. Der Krieg verschlang eine Unsumme von Dollars, die Särge der heimkehrenden toten US-Soldaten durften nicht mehr gefilmt werden. Ernüchterung machte sich breit. Amerika ist aus seinem patriotischen Vollrausch aufgewacht und hatte einen fürchterlichen Kater. Das Öl war jedoch gesichert, die Munition verschossen, Waffen, Gerät und Logistik in rauhen Massen verbraucht. Die Lobbyisten jubelten!

Wo war noch mal gleich die Terrororganisation al-Quaïda mit seinem Fürsten der Finstenis, Osama Bin Laden ? Nun, sie war in Afghanistan, dort gibt es zwar kein Öl, aber unglaubliche Bodenschätze. Ausserdem und das ist das wichtigste, es gibt keine Menschenrechte. Genau der richtige Platz für ein weiteres Supergeschäft. Der Irak wurde sich selbst, nämlich im Chaos überlassen, auf geht’s nach Afghanistan. Diesesmal war man klüger. Man packte die Europäer bei der Ehre und lancierte eine grossangelegte Pressekampagne. Ergreifende Bilder von in den Stadien von den Taliban erschossenen Frauen gingen um die Welt. Sie waren anrührend. Man sah das ganze Elend eines geschundenen Volkes. Und tatsächlich, diesesmal gingen die Europäer den Amerikanern auf den Leim und zogen zur grossangelegten humanitären Hilfsaktion gen Afghanistan. Gesichert wurde dieser humanitäre Einsatz von Soldaten aus allen Herren Länder. Was dabei herauskam, wissen wir heute. Brunnen werden nicht mehr gebohrt. Es herrscht Krieg. Die USA setzten einen ihnen genehmen Clown als Präsidenten ein und überfielen, immer unter dem Vorwand der Jagd nach Terroristen und der Einführung von Demokratie dieses Land am Hindukusch. „Die Freiheit Deutschlands wird am Hindukusch verteidigt,“ fabulierte der damalige deutsche Verteidungsminister. Jeder andere, als der ehemalige Oberstadtdirektor von Osnabrück, wäre für so einen Spruch in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen worden.

George Dabbelju hatte alles getan, um die Wünsche seine Sponsoren zu erfüllen. Doch Amerika war bankrott, die Kriege haben Spuren der Verwüstung hinterlassen, die Wirtschaft und die Infrastruktur der USA wurden sträflich vernachlässigt. Das Haushaltsdefizit stieg in ungeahnte Höhen und konnte nur durch Verkauf von Staatsanleihen an die Chinesen gestützt werden. Das Land der Mitte hatte in der Zwischenzeit seine Märkte in den USA ausgebaut. Amerikas Produktion ist auf dem Tiefstand. Die Arbeitslosigkeit steigt und steigt. Das Land ist wirtschaftlich und moralisch bankrott.

Die Amerikaner sehnten sich nach einem Retter aus höchster Not und wählten sich einen Farbigen zum Präsidenten. Barack Obama kam vier Jahre zu früh. Die Republikaner hätten die Suppe selbst auslöffeln müssen, die sie sich eingebrockt hatten. Es kam wie es kommen musste. Die Amerikaner lieben fast food. Obama konnte in den zwei Jahren seiner bisherigen Amtszeit die verheerenden Fehler seines Vorgängers nicht tilgen. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Er setzte einige grossartige Reformen durch, doch die Erfolge sind natürlich noch nicht sichtbar. Die Arbeitslosigkeit steigt, Amerika liegt am Boden, die Menschen fallen in ein soziales Loch, verlieren Haus und Hof.

Da naht ein neuer „Retter“. Sarah Palin mit ihrer Tea Party. Und prompt gewinnen die Republikaner wieder die Mehrheit im Kongress. Man sollte nun glauben, dass damit Obama zur „Lame Duck“ geworden ist. Die Geschichte Bill Clintons lehrt uns etwas anderes. Jetzt müssen die Republikaner mitarbeiten an den Reformen Obamas, sonst stehen sie in zwei Jahren bei den Präsidentschaftswahlen als ewige Versager, Lobbyisten, Lügner und Betrüger da. Die verlorene Wahl ist Obamas grosse Chance!

Monsieur Rainer
Wednesday, November 03, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Merkel ist gerettet !
Die Presse überschlägt sich. "Frau Merkel ist gerettet". Sollte man solche Vorkommnisse nicht ein wenig sachlicher kommentieren? Natürlich ist ein hoher Politiker ständig einer Gefährdungslage ausgesetzt. Zum einen war die Kanzlerin in Belgien und zum anderen haben die Sicherheitsorgane doch perfekt gearbeitet. Mir scheint diese Art der Dramatisierung weder hilfreich, noch dem Ernst der permanenten terroristischen Bedrohung angemessen. Dieser ernste Vorfall sollte nicht als Seifenoper durch die bunte Presse verkitscht werden.

Monsieur Rainer
Wednesday, November 03, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : Walter Sittler
Das ist der Treppenwitz der Geschichte. Ausgerechnet die CDU in Baden-Württemberg versucht, einen friedlichen Demonstranten wegen der NS - Vergangenheit seines Vaters zu verunglimpfen. Mag ja sein, dass Walter Sittler mit einem Nazi als Vater geschlagen war. Das bin ich auch! Ich werde nicht der einzige Kriegsjahrgang sein, der nicht besonders stolz auf seinen Vater ist. Doch eine Partei, der einen ehemaligen Referenten im Reichspropagandaministerium, Kurt Georg Kiesinger, und einen ehemaligen Marinerichter, Hans Filbinger, zum Ministerpräsidenten gewählt hat, sollte vorsichtig sein mit solchen Beleidigungen. Die Herren der CDU haben ein bemerkenswertes Demokratie-Verständnis und ein kurzes Gedächtnis!

Monsieur Rainer
Wednesday, November 03, 2010
Mein Kommentar in der FAZ : Die Handschrift der Geheimdienste
Akten verschwunden in der Bettencourt-Affäre? Da kommt nur einer in Frage: Das ist der DGSE (Direction de Sécurité extérieur). Der Stab dieses militärischen Geheimdienstes sitzt tief unter der Metro im Verteidigungsministerium. Die Hauptverwaltung ist im "Piscine" im 20 ème Arrondissement von Paris und die Klempnertruppe, sprich operative Abteilung, hat ihren Sitz im Fort Noisy-le-Sec im Département Seine-Saint-Denis. Sie war es auch, die die "Rainbow Warrior" von Greenpeace versenkt hatte. Und dieser Geheimdienst hat einen ganz entscheidenden Vorteil: Er untersteht direkt dem Staatspräsidenten! Honi soit qui mal y pense !

Monsieur Rainer
Tuesday, November 02, 2010
Mein Kommentar in der FAZ : 60 Milliarden € Mehreinnahmen beim Staat !
Da hilft nur eines: Sparen, Schulden abbauen, wenn nicht jetzt, wann dann? Doch man kann es auf der Uhr ablesen. Bei einigen überambitionierten Politikern werden wir innerhalb der nächsten Stunden den Pawlow'schen Reflex erleben: Steuern senken! Jetzt muss zuerst die enorme Staatsverschuldung abgebaut werden! Im Zuge einer radikalen Sparpolitik muss sich der Staat selbst verschlanken! Die Lohnstückkosten und das Preis-Leistungsverhältnis dieses überbordenden Betriebes "Staat" sind ruinös!

Monsieur Rainer


Tuesday, November 02, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Würde
Die Trauerfeier für diese grossartige Dame im Sinne des Wortes war durch Würde, Ehrfurcht und aufrichtige Zuneigung geprägt. Hanseatisch schlicht und der grossen Lebensleistung von Hannelore Schmidt angemessen. Wie nicht anders zu erwarten war, hat Helmut Schmidt diese wohl härteste Prüfung seines Lebens in grossartiger Haltung und Disziplin durchgestanden. Er ist eben nicht der kühle Hanseat, sondern von Liebe und herzerreissender Trauer um seine Lebensgefährtin durchdrungen. Die Trauerrede von Herrn Voscherau war in atemberaubenden Masse persönlich und von grosser Freundschaft und Respekt für die Verstorbene geprägt. Sie hat mich ganz persönlich berührt und konnte niemand, der guten Willens ist, kalt lassen. Frau Prof. Dr. Hannelore Schmidt, Sie waren uns immer Vorbild. Sie haben uns Haltung im Leben und im Alter gelehrt. Wir alle werden Sie nicht vergessen. Unsere ganze Fürsorge und Zuneigung muss nun Ihrem Mann Helmut Schmidt gelten.

Monsieur Rainer
Tuesday, November 02, 2010
Mein Kommentar in der FAZ : Schäubles Steuerreförmchen
Ein alter, kranker, verbitterter Mann versucht sich krampfhaft zu beschäftigen. Grosse Möglichkeiten und Spielraum lässt ihm diese Koalitation, die gar nicht zusammenpasst, nicht. Gleichwohl versucht er als Pragmatiker ein bisschen von dem durchzusetzen, was einleuchtend und machbar erscheint. Die Vereinfachung der Steuererklärung. Das ist gut gemeint, aber im Ergebnis nichts zu den wahren Herausforderungen, vor die ein Finanzminister eines so am finanziellen Abgrund lavierenden Landes gestellt ist. Nichts hören wir von einer dringenden Verschlankung des Staates. Wo ist ein radikaler Schuldenabbau? Wo ist ein radikaler Subventionsabbau, das Durchforsten der unsinnigsten Steuerschlupflöcher, die die Welt je gesehen hat. Wozu braucht Deutschland als einziges Land der Erde 70.000 Steuergesetze, Ausnahmeregelungen und Einzelfallverordnungen? Wo ist wenigstens das Ende der absurdesten Mehrwertsteuersätze der Welt in Sicht? Nichts von alledem kann der deutsche Finanzminister anpacken oder gar durchsetzen. Erstens ist er dazu zu krank und physisch zu schwach und zweitens existiert in der gesamten Regierung nicht die geringste Bereitschaft, als mehr als Kosmetik zu betreiben. Ein starker Nachfolger ist weit und breit nicht in Sicht !

Monsieur Rainer
Sunday, October 31, 2010
Mein Artikel in der ZEIT : Hitlers Nachfolger
Nichts ist dringender als die historische Aufarbeitung der Gründungsphase aller Bundesministerien, des BND, des BKA und aller Innen- und Justizministerien.

Mit welchen Personen wurden denn bei der Gründung der Bundesrepublik zusammengearbeitet? Es waren doch keine anderen da ausser ehmaligen NS-Schergen und einigen versprengten Regime-Gegnern wie der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer.

Reinhard Gehlen wäre nach heutigem Recht ein Hoch-und Landesverräter, denn er ist mitsamt seinen ganzen Akten der Abteilung "Fremde Heere Ost" zu den Amerikaner übergelaufen. Die gründeten die "Organisation Gehlen", die dann später in den BND umgewandelt wurde. Seine Gründungsmitglieder waren Offiziere seines ehemaligen Stabes, Mitglieder des Amtes Ausland Abwehr im Oberkommando der Wehrmacht, des SD, der SIPO und der Geheimen Feldpolizei. Sie putzten ihre Lebensläufe, liessen ihre Stammakten in der Wehrmacht und im Reichssicherheitshauptamt verschwinden und spielten die Saubermänner bis weit in die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts.

Nicht anders erging es dem BKA und den Kriminal-Schutz-und Bereitschaftspolizeien, die allesamt dem Repressionsapparat des NS-Regimes angehörten. Sie waren entweder beim SD, bei der SIPO, bei der Gestapo oder stellten die Einsatzkommandos im Osten. Höhere SS- und Polizeiführer in besetzten Gebieten waren sich keiner Schuld bewusst und krochen in den bundesrepublikanischen Organisationen unter.

Die Justizministerien wussten sehr genau um die Verbrechen von Richtern, Staatsanwälten und Ministerialbeamten. Kein einziger dieser Juristen wurde je für die NS-Blutjustiz zur Verantwortung gezogen. Es kam zu absurden Szenen in den Gerichtssälen: Dieselben Richter am Oberverwaltungsgericht Schleswig, die die Enteignung der Juden justiziabel gemacht hatten, durften später über deren Entschädigung und Wiedergutmachung entscheiden. Die NS-Professoren sassen bräsig auf ihren Lehrstühlen und verdarben gleich die nächste Generation der Juristen.

Es wird höchste Zeit, dass Deutschland endlich mit seiner Vergangenheit aufräumt! Damit bekommt der alte Sponti-Spruch der 68iger eine völlig neue Bedeutung: Unter den Talaren Muff von 1000 Jahren, nämlich vom 1000 jährigen Reich!

Wer sich heute noch gegen die Aufarbeitung durch die Historiker wehrt, hat nichts dazugelernt.

Monsieur Rainer
Sunday, October 31, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT zum Thema Burka
Es ist mir persönlich völlig wurscht, welcher Hautfarbe, Rasse oder Religion ein Mann oder eine Frau angehören. Noch gleichgültiger ist mir ihre sexuelle Ausrichtung. Jeder soll nach seiner Façon glücklich werden. Nach diesen Kriterien beurteile ich keinen Menschen. Für mich zählen nur seine Charaktereigenschaften. Jeder Mansch hat das Recht, diese Eigenschaften offen auszuleben. Niemand hat das Recht, sich darüber zu erheben. Was mich einzig stört, ist dass Hautfarbe, Rasse und Religion von staatlichen Organen zum Politikum gemacht werden. Diese Fragen haben die Politik und den Staat nicht zu tangieren. Ich verteidige mit Leidenschaft den laizistischen und säkularen Staat. Aus diesem Grunde halte ich auch die Äusserungen des deutschen Bundespräsidenten zum Islam, zum Christentum und zum Judentum für völlig deplaziert. Ist der Mann Bundespräsident oder Wanderprediger? Leider hat Deutschland die im Grundgesetz vorgeschriebene Säkularisierung, also Trennung von Kirche und Staat, nie ratifiziert. Immer noch haben die Konkordatsverträge zwischen dem Vatikan und dem III. Reich Gültigkeit. Immer noch spielen sich die Kirchen als Staat im Staat auf, obwohl sie vom Steuerzahler qua Kirchensteuer und Besoldung der Priester alimentiert werden. Ich hoffe, dass mein Standpunkt klar geworden ist. Frankreich ist seit der französischen Revolution ein laizistischer Staat. Ergo hat er auch das Recht, in öffentlichen Gebäuden das Tragen von Zeichen seiner Relegionszugehörigkeit zu verbieten.

Monsieur Rainer
Sunday, October 31, 2010
Mein neues Buch " DIE TOTENGRÄBER DER DEMOKRATIE "
erscheint im Januar 2011.

Monsieur Rainer
Sunday, October 31, 2010
Mein Artikel in der ZEIT : Die Justiz im deutsch-französischen Vergleich

Die französische Justiz scheint politisch unabhängiger zu sein als die deutsche Justiz. Sie basiert auf mehreren Säulen: Der Anwaltschaft, dem Untersuchungsrichter, dem Staatsanwalt, dem Richter, sowie dem Cour supérieur de la Magistrature CSM.

Will jemand Anwalt werden, genügt ein abgeschlossenes Jurastudium und eine Zulassung bei einem Gericht. Daher sind die Anwälte in Frankreich meist schneller mit ihrer Ausbildung fertig. Heute sieht man schon 25 Jährige im schwarzen Talar mit Hermelinschwanz und weissem Plastron an den Gerichten. Will er Notar oder Gerichtsvollzieher werden, bedarf es eines weiterführenden Studiums. Sie alle haben eines gemein: man spricht sie mit " Maître " an.

Will er in den Staatsdienst und Magistrat werden, muss er zusätzlich zwei Jahre die Ecole nationale supérieur de la Magistrature ESM in Bordeaux erfolgreich absolvieren. Danach kann er als Untersuchungsrichter, Staatsanwalt oder Richter eingesetzt werden. In jedem Département gibt einen Staatsanwalt. Er nennt sich Procureur de la République. Seine ihm unterstellten Staatsanwälte nennt man Substitut. Die Aufsicht über die Staatsanwaltschaft eines Départements führt ein Generalstaatsanwalt ( Avocat Général).

Über allen Magistraten wacht eine strenge Dienstaufsicht. Sie unterstehen dem Conseil Supérieur de la Magistrature CSM, dem z.B. alle ehemaligen Staatspräsidenten automatisch angehören. In ganz schlimmen Fällen von Fehlverhalten eines Magistraten kann sich dieser auch unter Eid einem hochnotpeinlichen Verhör durch den Justizausschuss der Nationalversammlung stellen müssen. Diese Anhörung wird meist im Fernsehen übertragen.

Das Amt des Untersuchungsrichters (Juge d'Instruction) wurde 1811 durch einen Erlass Napoléon I. geschaffen, um der Korruption unter den Richtern Herr zu werden. Er ist nicht weisungsabhängig, nimmt keinerlei Anweisungen von Vorgesetzten, Richtern, Staatsanwälten oder Politikern an und untersucht ein Delikt bis zur Verfahrensreife. Er stellt in eigener Verantwortung Hausdurchsuchungsbefehle und Haftbefehle aus und weist die Polizei an, seine Anordnungen durchzuführen. Er kann auch jederzeit einen Beschuldigten wieder freilassen, wenn kein Haftgrund mehr vorliegt.

Gegen seine Entscheidung kann allerdings Beschwerde beim Juge de Detention (Haftrichter) eigelegt werden, der von sich aus einen Haftbefehl aufheben oder ausser Vollzug setzen kann. Entweder schliesst der Untersuchungsrichter am Ende seiner Ermittlungen die Akten mit einem non-lieu (nicht schuldig) oder er empfiehlt der Staatsanwaltschaft, Anklage zu erheben.

Allerdings ist es in Frankreich immer wieder geschehen, dass unliebsame Untersuchungsrichter in eine andere Region versetzt wurden, teilweise sogar mitten in einem laufenden Verfahren. Die Regierung kann durchaus Einfluss auf die Karriere der Untersuchungsrichter nehmen, oder Druck auf deren Vorgesetzte ausüben, damit sie einen Eiferer "zurückpfeifen". Beispielsweise wurde die Untersuchungsrichterin Eva Joly, die die Korruptionsaffairen in der Ära Mitterand untersuchte, derart gemobbt, dass sie um ihr Leben fürchten musste und aus dem Dienst ausschied. Sie ist heute Europaabgeordnete. Juge Halphen untersuchte die Affaire um die fiktiven Angestellten im Pariser Rathaus und ermittelte gegen Jacques Chirac. Weit kam er nicht damit, frustriert quittierte er den Dienst, als erst seine Katze an seine Türe genagelt und später seine Kinder von Unbekannten von der Schule abgeholt wurden. Man hörte ihn ab, überwachte ihn und machte sein Leben zur Hölle, bis er entnervt aufgab und ein Buch darüber schrieb.

Über allem wacht der jeweilige Justizminister, der auch gleichzeitig Verfassungsminister (Garde de Sceaux) ist. Die Richter und Staatsanwälte werden auf Vorschlag des Justizministers von dem vom Volk direkt gewählten Staatspräsidenten ernannt.

Deutschland hat so eine Einrichtung nicht, daher ist Deutschland's Justiz nicht in dem Masse unabhängig. Zwar spricht man immer von der Unabhängigkeit der Richter, die hat es jedoch in Deutschland noch nie gegeben. Es ist eine Chimäre. Im Kaiserreich war es eine Klassenjustiz, in der Weimarer Republik eine diese verachtende Justiz, im III. Reich eine politische Verbrecherjustiz, in der Nachkriegszeit eine Wendehalsjustiz und heute eine ängstliche Beamtenjustiz, die auch noch abhängig ist vom Wohl des jeweiligen Justizministers. Politisch nicht genehme Urteile entscheiden oft über Karriere oder Beförderungen.

Das Jurastudium ist bei allen Organen der Rechtspflege gleich. Es beinhaltet ein Jurastudium und ein zweijähriges Referendariat. Die Stationen können über eine Anwaltspraxis, das Baurechtsamt, eine andere Behörde, bei der Staatsanwaltschaft oder einem Gericht erfolgen. Danach beschliesst der deutsche Jurist seine Ausbildung mit dem zweiten juristischen Staatsexamen.

Hat er ein Prädikatsexamen, kann er in den Staatsdienst übernommen werden. Sonst bleibt ihm nur der Weg zum Pizzafahrer oder Anwalt. Die Generalstaatsanwälte der Länder und der Generalbundesanwalt sind politische, weisungsabhängige Beamte. Was die Politik anordnet, müssen die Staatsanwälte durchführen. Wo das schon hingeführt hat, lässt sich an zahlreichen Beispielen festmachen. (z.B. Max Strauss, Pfahls, Schreiber)

Ein Disziplinargerichtshof, der bei Verfehlungen von Richtern oder Staatsanwälten angerufen werden könnte, existiert in Deutschland im Gegensatz zu Frankreich nicht. Deshalb wurde auch kein Richter oder Staatsanwalt jemals für seine Verbrechen in der NS-Blutjustiz zur Verantwortung gezogen. Sogar die Beisitzer im Volksgerichtshof unter dem Vorsitz von Roland Freisler wurden nach dem Ende des III. Reiches anstandslos wieder in den Justizdienst übernommen. Eine Gedenktafel an diese "hohen Richter" schmückt heute noch die Eingangshalle des Bundesgerichtshofes BGH.

Monsieur Rainer
Sunday, October 31, 2010
Mein Artikel in der ZEIT: Die deutsch-französische Justiz im Vergleich
Die französische Justiz scheint politisch unabhängiger zu sein als die deutsche Justiz. Sie basiert auf mehreren Säulen: Der Anwaltschaft, dem Untersuchungsrichter, dem Staatsanwalt, dem Richter, sowie dem Cour supérieur de la Magistrature CSM.

Will jemand Anwalt werden, genügt ein abgeschlossenes Jurastudium und eine Zulassung bei einem Gericht. Daher sind die Anwälte in Frankreich meist schneller mit ihrer Ausbildung fertig. Heute sieht man schon 25 Jährige im schwarzen Talar mit Hermelinschwanz an den Gerichten.

Will er in den Staatsdienst und Magistrat werden, muss er zusätzlich zwei Jahre die Ecole nationale supérieur de la Magistrature ESM in Bordeaux erfolgreich absolvieren. Danach kann er als Untersuchungsrichter, Staatsanwalt oder Richter eingesetzt werden.

Über allen Magistraten wacht eine strenge Dienstaufsicht. Sie unterstehen dem Conseil Supérieur de la Magistrature CSM, dem z.B. alle ehemaligen Staatspräsidenten automatisch angehören.

Das Amt des Untersuchungsrichters wurde 1811 durch einen Erlass Napoléon I. geschaffen, um der Korruption unter den Richtern Herr zu werden. Er ist nicht weisungsabhängig, nimmt keinerlei Anweisungen von Vorgesetzten, Richtern, Staatsanwälten oder Politikern an und untersucht ein Delikt bis zur Verfahrensreife. Er stellt in eigener Verantwortung Hausdurchsuchungsbefehle und Haftbefehle aus und weist die Polizei an, seine Anordnungen durchzuführen. Er kann auch jederzeit einen Beschuldigten wieder freilassen, wenn kein Haftgrund mehr vorliegt.

Gegen seine Entscheidung kann allerdings Beschwerde beim Juge de Detention (Haftrichter) eigelegt werden, der von sich aus einen Haftbefehl aufheben oder ausser Vollzug setzen kann. Entweder schliesst der Untersuchungsrichter am Ende seiner Ermittlingen die Akten mit einem non-lieu (nicht schuldig) oder er empfiehlt der Staatsanwaltschaft, Anklage zu erheben.

Allerdings ist es in Frankreich immer wieder geschehen, dass unliebsame Untersuchungsrichter in eine andere Region versetzt wurden, teilweise sogar mitten in einem laufenden Verfahren. Die Regierung kann durchaus Einfluss auf die Karriere der Untersuchungsrichter nehmen, oder Druck auf deren Vorgesetzte ausüben, damit sie einen Eiferer "zurückpfeifen". Beispielsweise wurde die Untersuchungsrichterin Eva Joly, die die Korruptionsaffairen in der Ära Mitterand untersuchte, derart gemobbt, dass sie um ihr Leben fürchten musste und aus dem Dienst ausschied. Sie ist heute Europaabgeordnete. Juge Halphen untersuchte die Affaire um die fiktiven Angestellten im Pariser Rathaus und ermittelte gegen Jacques Chirac. Weit kam er nicht damit, frustriert quittierte er den Dienst, als erst seine Katze an seine Türe genagelt und später seine Kinder von Unbekannten von der Schule abgeholt wurden. Man hörte ihn ab, überwachte ihn und machte sein Leben zur Hölle, bis er entnervt aufgab und ein Buch darüber schrieb.

Deutschland hat so eine Einrichtung nicht, daher ist Deutschland's Justiz nicht unabhängig. Das Jurastudium ist bei allen Organen der Rechtspflege gleich. Es beinhaltet ein Jurastudium und ein zweijähriges Referendarirat. Die Stationen können über eine Anwaltspraxis, das Baurechtsamt, eine andere Behörde, bei der Staatsanwaltschaft oder einem Gericht erfolgen. Danach beschliesst der deutsche Jurist seine Ausbildung mit dem zweiten juristischen Staatsexamen.

Hat er ein Prädikatsexamen, kann er in den Staatsdienst übernommen werden. Sonst bleibt ihm nur der Weg zum Pizzafahrer oder Anwalt. Die Generalstaatsanwälte der Länder und der Generalbundesanwalt sind politische, weisungsabhängige Beamte. Was die Politik anordnet, müssen die Staatsanwälte durchführen. Wo das schon hingeführt hat, lässt sich an zahlreichen Beispielen festmachen.

Ein Disziplinargerichtshof, der bei Verfehlungen von Richtern oder Staatsanwälten angerufen werden könnte, existiert in Deutschland im Gegensatz zu Frankreich nicht. Deshalb wurde auch kein Richter oder Staatsanwalt jemals für seine Verbrechen in der NS-Blutjustiz zur Verantwortung gezogen. Sogar die Beisitzer im Volksgerichtshof unter dem Vorsitz von Roland Freisler wurden nach dem Ende des III. Reiches anstandslos wieder in den Justizdienst übernommen. Eine Gedenktafel an die "hohen Richter" des Reichsgerichtshofes schmückt heute noch die Eingangshalle des Bundesgerichtshofes BGH.

Monsieur Rainer
Saturday, October 30, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL: Deutsch-französische Justiz im Vergleich
Ich möchte die folgende Aussage des Artikels "Im Gegensatz zu einem Staatsanwalt wie Courroye, der dem Justizministerium untersteht, ist ein Untersuchungsrichter von der Regierung unabhängig" relativieren. Der Untersuchungsrichter untersteht einerseits dem Conseil Supérieur de la Magistrature, dem z.B. alle ehemaligen Staatspräsidenten automatisch angehören. Zweitens ist es in Frankreich immer wieder geschehen, dass unliebsame Untersuchungsrichter in eine andere Region versetzt wurden, teilweise sogar mitten in einem laufenden Verfahren. Die Regierung kann durchaus Einfluss auf die Karriere der Untersuchungsrichter nehmen, oder Druck auf deren Vorgesetzte ausüben, damit sie einen Eiferer "zurückpfeifen". Beispielsweise wurde die Untersuchungsrichterin Eva Joly, die die Korruptionsschweinereien in der Ära Mitterand untersuchte derart gemobbt, dass sie um ihr Leben fürchten musste und aus dem Dienst ausschied. Sie ist heute Europaabgeordnete. Juge Halphen untersuchte die Affaire um die fiktiven Angestellten im Pariser Rathaus und ermittelte gegen Jacques Chirac. Weit kam er nicht damit, frustriert quittierte er den Dienst, als erst seine Katze an seine Türe genagelt und später seine Kinder von Unbekannten von der Schule abgeholt wurden. Man hörte ihn ab, überwachte ihn und machte sein Leben zur Hölle, bis er entnerft aufgab und ein Buch darüber schrieb. Gleichwohl hat Napoléon I. dem Land einen grossen Dienst erwiesen, als er 1811 das unabhängige Amt des Untersuchungsrichters einführte, weil der Korruption unter den Richtern Einhalt bieten wollte. Deutschland hat so eine Einrichtung nicht, daher hat Deutschland auch keine unabhängige Justiz. Die Generalstaatsanwälte der Länder und der Generalbundesanwalt sind politische weisungsabhängige Beamte. Was die Politik anordnet, müssen die Staatsanwälte durchführen. Wo das schon hingeführt hat, lässt sich an zahlreichen Beispielen festmachen.

Monsieur Rainer
Saturday, October 30, 2010
" DIE TOTENGRÄBER DER DEMOKRATIE "
Mein neues Buch erscheint im Januar 2011.

Monsieur Rainer
Friday, October 29, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT : Furchtbare Juristen
Recht hat der Staatsanwalt Joachim Kügler. Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer konnte ganze Arien singen über seine Juristenkollegen. Mehrfach war er nahe dran, die Nazi-Schergen Eichmann und Mengele zu fassen, doch seine eigenen Juristen haben ihn verraten und die Verbrecher gewarnt. Man lese dazu nur die Memoiren von Fritz Bauer. Mein Vater, Jurist was sonst, und Sonderführer Z der Spionageabwehr der Wehrmacht in Dijon wurde von der Organisation Gehlen zunächst in der "Rattenlinie" versteckt, dann kroch er bei meinem Grossvater unter, um im Jahre 1949 mit frisch geputzter Weste seine Anwaltskanzlei wieder zu eröffnen. Seine Weste wurde von der Organisation Gehlen so gründlich gereinigt, dass es heute nicht einmal einen einzigen Hinweis auf die Existenz einer Wehrmachtstammakte, einer NSDAP Mitgliedschaft, auf den NS-Rechtswahrerbund, auf die SA oder gar auf seine Untaten in Dijon gibt. In meinem Elternhaus gingen SS-Oberführer Wilhelm (Willi) Kriechbaum, der ehemalige Chef der Geheimen Feldpolizei in Dijon und nun hoher Beamter des BND, SS-Brigadeführer Walter (Schelle) Schellenberg,ehemaliger dritter Mann im RSHA und Chef des SD, Hans Filbinger, ehemaliger Minierichter, und Kurt-Georg Kiesinger, ehemaliger Referent im Reichspropagandaministerium, ein und aus. Sie waren alle noch da und sprachen sich hüstelnd als "Herr Kollege" an. Wie halt Akademiker so reden, wenn sie sich schätzen. Ganze nachfolgende Juristengenerationen wurden von den NS-Professoren verdorben. Die Früchte sehen wir heute noch. Wer in den sechziger und siebziger Jahren Jura studiert hatte, dem sitzt heute noch das verquere Gedankengut dieser Studentenverderber im Blut. Und da wundert sich noch jemand über den Zustand der heutigen Justiz?

Monsieur Rainer
Friday, October 29, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Aufarbeitung
Nein, die DDR - Juristen wurden niemals zur Rechenschaft gezogen. Einschliesslich der Militärstaatsanwälte der NVA wurden alle ehemaligen furchtbaren Juristen der DDR-Gerichte in die Bundesrepublikanischen Rechtsanwaltskammern übernommen. Der ehemalige DDR - Innenminister Diestel gefällt sich heute sogar als Gegner des DDR-Regimes und turnt ohne jede Scheu durch die Talk-Shows. Merke: Juristen halten zusammen, sie sind meist zu vielem fähig und oft zu wenig in der Lage. Der Treppenwitz in der Geschichte der Aufarbeitung der DDR-Justiz ist die Tatsache, dass einzig Rechtsanwalt Vogel, einst von den Westmächten als verlässlicher Partner beim Freikauf von politischen Häftlingen, in Westberlin angeklagt wurde. Herr Dr. Schalck-Golodkowsky, der Stasi-Oberst und ehemalige Chef der KOKO, vervespert dagegen seine gestohlenen Millionen in einem prächtigen Bungalow im schönen Bayern. Sein Credo können wir alle nur ahnen: "Wenn Ihr mich auch nur anfasst, dann öffne ich meine Safes mit den Akten über westdeutsche Politiker." Der Einigungsvertrag wurde mit der ganz heissen Nadel gestrickt. Es ist auch ärgerlich, dass die lächerlichen Promotionen der DDR-Juristen anerkannt wurden und sie sich wieder mit dem Titel Dr.iur. schmücken dürfen. Wenn aber ein indischer Diplomingenieur der Elektrotechnik sein Diplom aus den Eliteuniversitäten der Welt bei deutschen Behörden vorlegt, oder ein Marokkaner sein Examen als Geologe in Deutschland anerkannt haben will, schicken ihn die deutschen Behörden zum Taxifahren oder als Aushilfe in eine Pizzabäckerei. Mir wird schlecht!

Monsieur Rainer
Friday, October 29, 2010
Mein Lommentar im SPIEGEL : Merkels Antrag wird "geprüft" !
Wenn Juristen und Diplomaten etwas grundweg ablehnen, aber dem Gegner sein Gesicht bewahren lassen, so wird ein Antrag "geprüft". Das heisst, er wird solange "geprüft", bis er sich von selbst erledigt hat oder der Antragsteller nicht mehr im Amt ist. Ergo ist Frau Dr. Merkel wieder einmal mit ihrem aufgeblasenen Getue in der EU gescheitert und stellt nun erstaunt fest, dass kein Mensch sie mehr leiden kann. Das konnten sie diese Kanzlerin zwar vroher schon nicht, doch nun hat Deutschland wieder einmal gezeigt, dass es sein Oberlehrhaftes Getue einfach nicht ablegen will. Dieses Parvenü - Gehabe erinnert stark an Wilhelm II, der der ganzen Welt mit seiner Grossmanssucht auf die Nerven ging. Wo soviel Grössenwahn endet kann man in den Geschichtsbüchern nachlesen. Fazit: Frau Dr. Merkel ist auf ganzer Linie gescheitert!

Monsieur Rainer
Friday, October 29, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL: Historikerkommission im BND ? Ein Albtraum!
Nichts ist dringender als die historische Aufarbeitung der Gründungsphase aller Bundesministerien, des BND, des BKA und aller Innen- und Justizministerien. Mit welchen Personen wurden denn bei der Gründung der Bundesrepublik zusammengearbeitet? Es waren doch keine anderen da ausser ehmaligen NS-Schergen. Reinhard Gehlen wäre nach heutigem Recht ein Hoch-und Landesverräter, denn er ist mitsamt seiner ganzen Akten der Abteilung Fremde Heere Ost zu den Amerikaner übergelaufen. Die gründeten die "Organisation Gehlen", der dann später in den BND umgewandelt wurde. Seine Gründungsmitglieder waren Offiziere seines Stabes, Mitglieder des Amtes Ausland Abwehr im Oberkommando der Wehrmacht, des SD, der SIPO und der Geheimen Feldpolizei. Sie putzten ihre Akten, liessen ihre Stammakten in der Wehrmacht und im Reichssicherheitshauptamt verschwinden und spielten die Saubermänner bis weit in die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Nicht anders erging es dem BKA und den Kriminal-Schutz-und Bereitschaftspolizeien, die allesamt dem Repressionsapparat des NS-Regimes angehörten. Die Justizministerien wussten sehr genau um die Verbrechen von Richtern, Staatsanwälten und Ministerialbeamten. Kein einziger dieser Juristen wurde je für die NS-Blutjustiz zur Verantwortung gezogen. Die NS-Professoren sassen bräsig auf ihren Lehrstühlen und verdarben gleich die nächste Generation der Juristen. Es wird höchste Zeit, dass Deutschland endlich mit seiner Vergangenheit aufräumt!

Monsieur Rainer
Friday, October 29, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Helmut Schmidt
Helmut Schmidt als Herausgeber der ZEIT. Zunächst einmal ganz sicher ein genialer Schachzug der damals Verantwortlichen. Gleichzeitig auch die einzig angemessene Betätigung für einen Staatsmann dieses Ranges und dieser Klasse. Seine Entscheidung, sich als Herausgeber einer der angesehensten Zeitungen Deutschlands, nur vergleichbar mit "Le Monde" oder der "Times", zur Verfügung zu stellen, ist ein Glücksfall für die Zeitung und für Deutschland. Das ist die einzige akzeptable Beschäftigung für einen ehemaligen Regierungschef. Nicht jeder Alt-Kanzler kann diesen Respekt für sich in Anspruch nehmen. Heute mehr denn je lauschen wir seinen Worten, lesen seine Artikel und seine Bücher begierig wie Ertrinkende. Sie geben uns Richtung und Klarheit im wabernden Nebel der Sprechblasen. Liegt es nur an Helmut Schmidt oder ist der qualitative Abstand zur gegenwärtigen Politikergeneration nur so eklatant? Ich hoffe, er bleibt uns als Ratgeber noch lange erhalten.

Monsieur Rainer
Thursday, October 28, 2010
Zensur im SPIEGEL
Die nachfolgenden beiden Berichte über Frau Dr. Merkel in Brüssel und über die verabschiedete Rentenreform fielen der SPIEGEL - Zensur zum Opfer. Alles was eventuell f ü r den französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy sprechen könnte, passt nicht in die hasserfüllte Berichterstattung des SPIEGEL über Frankreich. Soviel zum Recht der freien Meinungsäusserung in Deutschland. Das ist überhaupt kein Journalismus. Aber seitenlange Hähme über die ehrenamtliche Tätigkeit von Frau zu Guttenberg mit Titelaufmacher, ja da suhlen sich die SPIEGEL - Redakteure in ihrem kolektiven Minderwertigkeitskomplex. Mann sollte den SPIEGEL in " BRIGITTE " oder " FRAU IM SPIEGEL " umtaufen.

Monsieur Rainer


Thursday, October 28, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : Merkels grandioses Scheitern in Brüssel !
Frau Dr. Merkel wird grandios scheitern und dann betrübt feststellen, dass die Ausbildung zur Physikerin und ihre provinzielle Art der Ranküne eines abgefeimten Vorstadt-Advokaten aus Paris nichts entgegenzusetzen hat. Sie wird von Sarkozy als Minenhund benutzt und merkt es nicht einmal. Wenn es schief geht, schlägt sich Sarko in die Büsche und die Provinzdarstellerin steht mit der grössten Blamage ihres Lebens alleine da. Sie lebte zu lange im Land der Ahnungslosen, um auf der grossen Weltbühne mitspielen zu können. Langsam wird Dr. Merkel zur tragischen Figur.

Monsieur Rainer
Thursday, October 28, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : La messe est lu, so macht man Politik !
Der französische Präsident schert sich einen feuchten Kehrricht um seine landesweite Umfragewerte. Er hat ein Programm und das zieht er durch, ohne rücksicht auf Umfragen, Kübel von Schmutz, die über ihm ausgeleert wurden und die Streiks, unter denen wir heute noch leiden. Der abgefeimte Vorstadt - Anwalt Sarkozy hat 100.000 überflüssige Beamte gefeuert, illegale Roma aus dem Land gejagt, 7000 Dienstwohnungen von Beamten verscherbelt, die Feudalprivilegien der Politiker und Minister gestutzt, die schwarzen Kassen der Regierung abgeschafft, die Ministerien unter die Kontrolle des Rechnungshofes gestellt und rigoros ein landesweites Sparprogramm durchgesetzt. Die Rentenreform war nur eine weitere Etappe in seinem Programm. Jetzt kommt die Beseitigung der Steuernischen dran. Aussenpolitisch lässt er Frau Merkel als Minenhund operieren, wenn es in Brüssel eng wird, läuft er sofort zum Feind über. Das ist Ranküne. Dem hat die Physikerin aus der Uckermark wenig entgegenzusetzen. Sie lauert, wartet, wie die Stimmung ist und versucht sich dann einer Entscheidung, die dann auch prompt schief geht. Die Provinzdarstellerin mit ihren Hofschranzen hat keine Chance gegen einen Vorstadt-Advokaten und dessen Berater, die durch sämtliche Stahlbäder der Grandes Ecoles gestählt wurden. Profalla, Schäuble, de Maizière Leutheuser-Schnarrenberger gegen Lagarde, Alliot-Marie, Barnier, Woerth, Debré, und die ganzen Poids lours in Frankreich? Eine Vorstellung aus dem Panoptikum!

Monsieur Rainer
Thursday, October 28, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Rechtspopulist

Könnten die Medien und die Politiker nicht endlich mit diesem semantischen Bockmist aufhören. Dieses undeutsche Wort gibt es in keiner anderen Sprache dieser Erde. Wilders ist ein Mann, der für seine Ansichten in freien und demokratischen Wahlen in das holländische Parlament gewählt wurde. Ich verabscheue diese Etikettierungen von Andersdenkenden. Sie sind diskriminierend und undemokratisch!

Monsieur Rainer
Wednesday, October 27, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT: Serbien in die EU ?
Wer bestimmt über den EU-Beitritt von Serbien? Sind die EU-Diplomaten eigentlich von allen guten Geistern verlassen? Haben wir nicht schon genug Fehler bei der Aufnahme von Rumänien, Bulgarien und Griechenland gemacht? Jetzt sollen die Serben auch noch EU-Bürger werden? Das ist skandalös! Bevor Serbien nicht ein durch und durch demokratisches Land ist und rigoros mit seiner teilweise verbrecherischen Geschichte abgerechnet hat, darf es keinen Beitritt in die EU geben!

Monsieur Rainer
Wednesday, October 27, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Köstlich !
Ein köstliches Beispiel der ZEIT. Der deutsch-französische Motor läuft nicht nur so hochtourig, dass es bald die europäische Karrosserie zerlegt, sondern die Moteren laufen auch noch ohne Öl. Was dann passiert, weiss jeder Autofahrer: Es gibt einen Kolbenfresser. Will sagen, wenn man selbst im Glashaus einer masslosen Verschuldung und eines lahmen Sparpacketes sitzt, sollte man seine Partner nicht mit belehrenden Steinen bewerfen. Weder Merkel noch Sarkozy ist es bisher gelungen, ihre astronomischen Staatsdefizite in ihren eigenen Ländern ernsthaft zu bekämpfen. Also, was soll dieses Gehampel mit der Verschärfung des Stabilitätspaktes? Es ist nur fleischgewordener Grössenwahn, den die beiden Staatschefs da antreibt. Am Ende wird Frau Dr. Merkel auf der Strecke bleiben, weil unser Freund Sarkozy ganz sicher rechtzeitig die Notbremse ziehen wird, wenn er auf Granit stösst. Frau Merkel muss dann bitter feststellen, dass ihre Ausbildung als Physikerin eben nicht ausreicht, um einen abgefeimten Vorstadt-Advokaten wie Sarkozy in ein sinkendes Boot ziehen zu können. Was bleibt? Deutschland steht als Oberlehrer der EU alleine da und macht sich sicher nicht beliebter!

Monsieur Rainer
Wednesday, October 27, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : Der Redakteur war besoffen !
Hat der SPIEGEL - Redakteur zu tief ins Glas geschaut oder war hier der Wunsch der Vater des Gedankens. Kein einziges Wort an diesem SPIEGEL-Bericht ist erklärlich. Erstens kennt der Schweizer den Straftatbestand der Steuerhinterziehung gar nicht. Es ist allenfalls eine Ordnungswidrigkeit. Zweitens müsste der Schweizer mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn er sein Geld ausgerechnet den deutschen Banken anvertraut. Grössenwahnsinnige Banker hat er im eigenen Land. In der Regel geht er zu einer kleinen Sparkasse oder zu einer Kantonalbank. Und schliesslich sind die Steuern einzelner Kantone so gering, dass es ein Wahnsinn wäre, sein Geld in Deutschland zu parken. Ausserdem kennen viele Kantone nicht einmal eine Erbschaftssteuer. Ein SPIEGEL-Artikel aus Absurdistan!

Monsieur Rainer
Wednesday, October 27, 2010
DIE TOTENGRÄBER DER DEMOKRATIE
Mein neues Buch erscheint im Januar 2011

Monsieur Rainer
Wednesday, October 27, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Hinrichtung im Irak
Saddam Hussein und seine Komplizen waren Verbrecher
Das sind die Fakten und sie sind unbestritten. Ebenfalls war der Überfall auf den Irak ein Verbrechen, ein Verstoss gegen das Völkerrecht und gegen die Menschenrechtskonvention. Saddams Schergen wurden zur Verantwortung gezogen. Nach allem was wir heute wissen, haben die Regierungen mit deren Soldaten, die den Irak überfallen haben, ebenfalls grauenhafte Verbrechen begangen. Eine stabile, demokratische Regierung im Irak gibt es bis heute nicht. Korruption, Anarchie und Terror erschüttern das reiche Land zwischen Euphrat und Tigris. Die heutigen Clanchefs und Machthaber unterscheiden sich nur wenig von den Verbrechern Saddams. Und ausgerechnet diese korrupte Bande von Amerikas Gnaden masst sich heute noch an, einen alten Mann zu verurteilen und zu hängen? Ist nicht genügend Blut geflossen? Kann nicht endlich eine Geste der Versöhnung das Land befrieden? Was nützt der Tod eines alten Schwätzers, den die Westmächte jahrelang in allen internationalen Gremien hofiert haben? Und schliesslich muss die Frage erlaubt sein, wer eigentlich die Kriegsverbrecher Bush, Cheney, Rice, Powell, Rumsfeld, Perle und Wolfowitz für ihre Kriegsverbrechen zur Verantwortung zieht? Wer bestraft die vielen Söldnergruppen, die raubend und mordend durch den Irak zogen? Wer bestraft die Soldaten und Gefängnisschergen der Amerikaner, die mordeten, folterten, vergewaltigten und raubten? Niemand ! Das ist hypokrit !

Monsieur Rainer
Tuesday, October 26, 2010
Mein Kommentar in der FAZ : Dr. Merkel leidet an Selbstüberschätzung
Natürlich werden Frau Merkel und M. Sarkozy grandios scheitern. Die einzige Frage ist doch, wer hinterher der Blamierte ist? M. Sarkozy ist abgefeimt genug, die Superkanzlerin Merkel im Regen stehen zu lassen, wenn es in Brüssel zum Schwur kommt. Und Frau Dr. Merkel wird feststellen, dass die einst " mächtigste Frau der Welt" eine kleingeistige deutsche Spiesserin aus der Uckermark ist, die sich draussen in der grossen Welt eben nicht zurechtfindet. Da hilft auch kein Studium der Physik, um einen abgefeimten Vorstadt - Advokaten wie Nicolas Sarkozy mit in ein sinkenden Boot ziehen zu können. Frau Dr. Merkel, Sie leiden an massloser Selbstüberschätzung und totalem Realitätsverlust. Sie sind noch gar nicht in den Befindlichkeiten westlicher Mentalitäten angekommen!

Monsieur Rainer
Tuesday, October 26, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Oberlehrer der EU
Sarkozy und Merkel sind der fleischgewordene Grössenwahn!
Wenn zwei kranke und total verschuldete Staaten sich zusammentun, wird daraus noch lange kein gesunder Staat, der sich anmassen darf, andere Familienmitglieder zu unterdücken und zu belehren. Weder Deutschland, noch Frankreich sind angesichts ihrer eigenen jämmerlichen Versuche, ihre enormen Schulden in den Griff zu bekommen, berechtigt, den Oberlehrer Europas zu geben. Deutschland liegt mit 5% über den Maastrichtkriterien, Frankreich mit 7%. Also woher nehmen diese beiden selbsterannten Führer von angeblichen Grossmächten die Chuzpe, sich über andere zu erheben? Sie werden mit ihrer völlig unnötigen Initiative grandios scheitern und danach als die meistgehassten EU-Partner dastehen. Das ewige Geschwätz vom Exportweltmeister Deutschland geht den Menschen schon lange auf die Nerven. Dieser Export wird auf dem Rücken von staatlich subventionierten Minilöhnen erwirtschaftet und hat wenig mit der Realität des deutschen Arbeiters zu tun, der kaum von seinem Lohn leben kann. Die sogenannte "Haushaltssanierung" des deutschen Finanzministers ist ein Witz. Eine dringend notwenige Verschlankung des überbordenden Staates ist dabei nicht vorgesehen. Das alles macht weder die Franzosen noch die Deutschen lieblicher!

Monsieur Rainer
Tuesday, October 26, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : NS - Aufarbeitung? Fehlanzeige !
Die Bundesrepublik Deutschland wurde natürlich mit den Männern im Jahre 1949 gegründet, die vorhanden waren. Es gab ja keine Anderen. Sie alle waren mehr oder weniger in die Verbrechen der Nazis verstrickt. Das Bundeskriminalamt ist der Rechtsnachfolger des Reichskriminalamtes des SS-Gruppenführers Nebe. Zahlreiche hohe SS- und Polizeiführer, Mitglieder der SIPO, des SD, der Gestapo, der Schutz-, Kriminal-, und Bereitschaftspolizei, die die Einsatzkommandos hinter der Front gestellt hatten fanden in den Innenministerien des Bundes und der Länder Unterschlupf. Der Bundesnachrichtendienst wurde vom ehemaligen Chef der Abteilung "Fremde Heere Ost" gegründet. General Gehlen lief mit seinen gesamten Akten zu den Amerikanern über. Im BND fanden viele SS-Schergen, Männer der Gestapo, der Spionageabwehr der Wehrmacht und der Geheimen Feldpolizei Unterschlupf. Das Justizministerium bedarf besonderer Beobachtung. Nicht ein einziger Beamter des Reichsjustizministerium, nicht ein Richter oder Staatsanwalt des III. Reiches wurde je für die NS-Blutjustiz zur Verantwortung gezogen. Die Herren hängten einfach die Fahnen um spielten wieder Richter. Die Jura-Professoren des NS-Regimes verdarben gleich die nächste Generation von Juristen. Juristen sind gewandt und wandlungsfähig. Wer immer den Begriff " Rechtsstaat " wie eine Monstranz vor sich herträgt, als sei es das Reinste, das Heiligste, das Sauberste der Welt, sollte sich vor Augen führen, dass die Verbrecher des III. Reiches noch bis weit in die siebziger Jahre des 20. Jahrhundert ihr Unwesen in deutschen Hörsälen, Gerichten, Staatsanwaltschaften, Polizei, Geheimdiensten und Ministerien trieben.

Monsieur Rainer
Tuesday, October 26, 2010
Mein neues Buch " Die Totengräber der Demokratie "
erscheint im 1. Quartal 2011

Monsieur Rainer
Monday, October 25, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT : Hitlers elegante Helfer !
Ich kann für mich selbst nicht beurteilen, wie ich mich von 1933-1945 verhalten hätte. Ich masse mir also gar kein Urteil über die Tätigkeit meines Vaters im NS-Regime an. Dies tut übrigens Ludin in seinem Film über seinen Vater auch nicht. Wir beide konstatieren nur. Ludin hatte einen einzigen "Vorteil". Auch wenn dies zynisch klingen mag, sein Vater wurde für seine Verbrechen zur Verantwortung gezogen und hingerichtet. Mein Vater (Jurist, was sonst) und auch sonst ein ganz gewiefter Spionageoffizier mit excellentenm taktischen Geschick, versteckte sich fünf Jahre in der Rattenlinie und tauchte bei Gründung der BRD mit geputzter Weste wieder auf. "Man hat ja gar nichts von diesen Verbrechen gewusst", war sein einziger Kommentar auf meine Vorhaltungen. Aber ab 1949 den Saubermann geben, nach politischen Ämtern streben, Karriere in der Justiz machen, lügen, betrügen und sich auch noch als Vorbild für Charakterstärke aufführen, das, verehrte Dame von Welt, werde ich ihm nie verzeihen. Er hat mir gezeigt, was er unter deutscher Manneszucht verstand: Die Narben seiner Misshandlungen trage ich heute noch am Körper. Als ich mich freiwillig zum Militär meldete, um diesem Terror zu entkommen, waren sogar die hartgesottenen Militärärzte der Einstellungskommission entsetzt über meine Narben. Das werde ich diesem Verbrecher, der sich als mein Vater ausgab, nie verzeihen. Die restliche Mutierung zum Misanthropen verschaffte mir das Leben.

Monsieur Rainer
Monday, October 25, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Die Schlangengrube
6.14. Das Bundesverteidigungsministerium ist eine Schlangengrube
Diesem Intrigantenstadel sind schon einige moderne Offiziere und hochrangige Generäle zum Opfer gefallen. Kaum ein Minister hat diesen Sumpf in Uniform unbeschadet überstanden. Natürlich muss dem Gutachten in vollem Umfange gefolgt werden. Zunächst einmal muss der Standort Bonn definitv geschlossen werden. Die uniformierten Bürokraten müssen auf die Hälfte reduziert werden. Klare Befehls-und Kommandostrukturen müssen her. Deutschland hat einige hunderttausend Soldaten unter Waffen, seit Gründung der Bundeswehr wurden mehrere Millionen Soldaten ausgebildet und man tut sich heute schwer, mehr Kampfsoldaten aufzubringen, als es Bürokraten im Ministerium gibt? Lauter Häuptlinge und keine Indianer? Die Generalstabsoffiziersausbildung muss völlig umgekrempelt werden, denn es mangelt an selbstbewussten Kommandeuren. Sonst hätte es diesen Krieg in Afghanistan gar nicht gegeben. Ein General der Bundeswehr schrieb mir erst noch letztes Jahr, dass er den Krieg in Afghanistan für den dümmsten Krieg seit der Erfindung des Schiesspulver halte. Und warum sagen dies die Kommandeure nicht den Politikern? Weil sie meist ängstliche Bürokraten in Uniform sind. Bei der Gelegenheit muss auch das Beschaffungsamt in Koblenz mit seinen 90.000 Beamten ausgemistet werden. Wenn Herr von Guttenberg diese Herkulesaufgabe nicht meistert, dann sollte man den Laden ganz schliessen und die Feuerwehr aus Bad Tölz zu Katastropheneinsätzen schicken. Die ist nämlich besser organisiert

Monsieur Rainer
Monday, October 25, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : Nice Matin titelt :" Ils ont marre "
Die Entscheidung über die Rentenreform ist demokratisch gefallen. Beide Kammern des Parlamentes, die Nationalversammlung und der Senat haben mit grosser Mehrheit dem Gesetz zugestimmt. Die Abgeordneten und Senatoren sind in direkter Wahl vom französischen Volk gewählt, ebenso wie der Staatspräsident. Alea iacta est!
Deshalb haben die Menschen diese Entscheidung zu respektieren, die Streiks sind zu beenden und die Geiselnahme der Franzosen durch den Streik der Transportarbeitergewerschaft muss aufhören. Frankreichs ökonomie leidet schwer. Die Bevölkerung hat die Nase voll. Kein Benzin im ganzen Land, Müllberge verseuchen die Innenstadt von Marseille wie in Neapel. Schluss damit!

Monsieur Rainer
Monday, October 25, 2010
Mein neues Buch : " Die Totengräber der Demokratie "
erscheint im 1. Quartal 2011

Monsieur Rainer
Monday, October 25, 2010
Mein Artikel in der ZEIT : Hitlers elegante Helfer
Man höre und staune. Joschka Fischer, der ehemalige Aussenminister, ist sogar entsetzt darüber, dass die Diplomaten des Auswärtigen Amtes vom Holocaust gewusst oder sogar aktiv daran beteiligt waren. Hat Herr Fischer etwa noch nie etwas von der Wannsee-Konferenz gehört, wo der Holocaust verwaltungstechnisch beschlossen wurde und an der sämtliche höchsten Ministerialbeamte aller Reichs-Ministerien, auch des Auswärtigen Amtes, teilnahmen?

Glaubt irgend jemand heute noch allen ernstes daran, dass die Lügen und Verdrängungsrituale unserer Väter "Das hat man ja alles damals nicht gewusst" auf ewig Bestand haben werden?

Mein Vater war ein glühender Nazi, erst Mitglied des Freikorps "Der Stahlhelm", dann Truppführer bei der SA und schliesslich Sonderführer-Z des Amtes Ausland Abwehr Wehrmacht im Militärbezirk C in Dijon. In seinem Verantwortungsbereich wurden 7.000 Juden und Mitglieder der Résistence deportiert. Im Jahre 1949 bot ihm der BND den Posten eines Regierungsrates an und versprach, sämtliche Hiweise auf seine Vergangenheit zu tilgen. Heute existieren nicht einmal mehr seine Wehrmachtsstammrolle oder Unterlagen seiner NSDAP Mitgliedschaft, seiner Mitgliedschaft im NS-Rechtswahrerbund, seiner SA-Mitgliedschaft oder seiner Zugehörigkeit zum SD im Reichssicherheitshauptamt. Obwohl es auch keine Unterlagen über sein zweites juristisches Staatsexamen bei der Reichsjustizprüfungskammer gibt, eröffnete er 1949 wieder seine Anwaltskanzlei und machte eine beachtliche Nachkriegskarriere. Seine wahre Vergangenheit habe ich aus den Archiven der französischen Résistance.

Und da wundern sich heute noch erwachsene Menschen über die Mitwisserschaft des AA? Lächerlich! Reichsaussenminister von Ribbentrop wurde nicht umsonst als Kriegsverbrecher vom Nürnberger Kriegsverbrechertribunal veruteilt und hingerichtet. Dass der damalige Staatssekretär im AA, Freiherr von Weizsäcker, an der Ausweisung von Thomas Mann beteiligt gewesen sein soll, ist daher eher eine Quantité négligable. Möglicherweise hat er dem Literaturnobel-preisträger sogar damit das Leben gerettet. Aus Respekt vor seinem Sohn will ich mich nicht weiter über diesen Staatsekretär äussern.

Gleichwohl gebührt Joschka Fischer wenigstens die Anererkennung, dass er der einzige Minister war, der eine solche Studie anfertigen liess. Auf eine solche Weisung des Bundesinnenministers, der Bundesjustizministerin, des Bundesverteidigungsministers und des Bundesfinanzmisters werden wir wohl vergeblich warten.

Oder weiss heute niemand mehr, dass nicht ein einziger Richter, Staatsanwalt oder Ministerialbeamter je für seine Verbrechen in der NS-Blutjustiz zur Verantwortung gezogen wurde? Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer musste, um die Kriegsverbrecher Mengele und Eichmann jagen zu können, zum telephonieren in eine Telephonzelle, weil sonst seine Juristen die Verfolgung vereitelt und verraten hätten.

Weiss heute niemand mehr, dass die Polizeibehörden, das Bundeskriminalamt und die Schutz- und Bereitschaftspolizei aus denselben Beamten rekrutiert wurde, die die grausamsten Verbrechen hinter der Front und beim Aufbau des NS-Repressionsapparates in allen besetzten Gebieten einschliesslich dem Kernland Deutschland begangen haben? Die neue Kriminalpolizei war teilweise nicht anderes als die Gestapo mit anderer Dienstbezeichnung. Im Bundesnachrichtendienst krochen diesselben Nazis unter, die die grausamsten Verbrechen in den besetzten Gebieten, insbesondere in Frankreich, Holland und an der Ostfront begangen hatten.

Weiss heute niemand mehr, dass es das Reichsfinanzministerium war, das das bei der Vernichtung der Juden erbeutete Vermögen einschliesslich des Zahngoldes aus den Vernichtungslagern über schweizer Banken gewaschen hatte, um damit Waffen und Munition zu kaufen?

Bis weit in die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts sassen diese Nazis in allen entscheidenden Positionen der Bundesrepublik Deutschland. Sogar der Kanzleramtsminister unter Konrad Adenauer, Herr Dr. Globke, war Kommentator der Nürnberger Rassengesetze.

In der Bundeswehr führten teilweise dieselben Generäle, dieselben Offiziere wieder das Kommando, die diesen verbrecherischen Krieg begeistert mitgemacht hatten. Die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 wurden in der Bundeswehr noch bis in die siebziger Jahre als Hochverräter bezeichnet. Die Kasernen hiessen denn auch entsprechend: Rommel-, Mannstein-, Hindenburg - Kasernen usw.

Wir alle, die wir die Söhne unserer im NS-Regime lebenden Väter sind, haben ein Leben lang mit den Lügen unserer Väter zu kämpfen. Eine Aufarbeitung der Verbrechen unserer Väter scheint erst jetzt möglich zu sein. Spät, aber besser als nie!

Monsieur Rainer
Monday, October 25, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT
Wir sind unterschiedlicher Meinung. Ich respektiere das, weil dies wahrscheinlich unterschiedlichen Lebensläufen geschuldet ist. Aber in einem Punkt kann ich Sie mit gutem Gewissen korrigieren: I c h bin ganz sicher kein guter Mensch ! I c h gehöre ganz sicher nicht zu den Guten! Ich stehe zu meinen Untaten und habe darunter zu leiden bis an das hoffentlich baldige Ende meiner Tage. Über meine Untaten bin ich zum Misantropen geworden. Aus meiner ganzen Lebenserfahrung möchte ich Ihnen noch einen Rat mitgeben, wenn Sie mir das erlauben: Es lohnt nicht, auf das Gute zu warten. Die Hoffnung stirbt zwar zuletzt, aber sie stirbt ganz sicher!

Monsieur Rainer


Sunday, October 24, 2010
Mein Kommentar in der FAZ : NS - AA völlig unwissend? lächerlich!
Glaubt irgend jemand heute noch allen ernstes daran, dass die Lügen und Verdrängungsrituale unserer Väter " Das hat man ja alles damals nicht gewusst" auf ewig Bestand haben werden? Mein Vater war ein glühender Nazi, erst Mitglied des Freikorps "Der Stahlhelm", dann Truppführer bei der SA und schliesslich Sonderführer-Z des Amtes Ausland Abwehr Wehrmacht im Militärbezirk C in Dijon. In seinem Verantwortungsbereich wurden 7.000 Juden und Mitglieder der Résistence deportiert. Im Jahre 1949 bot ihm der BND den Posten eines Regierungsrates an und versprach, sämtliche Hiweise auf seine Vergangenheit zu tilgen. Heute existieren nicht einmal mehr seine Wehrmachtsstammrolle oder Unterlagen seiner NSDAP Mitgliedschaft, seiner Mitgliedschaft im NS-Rechtswahrerbund, seiner SA-Mitgliedschaft oder seiner Zugehörigkeit zum SD im Reichssicherheitshauptamt. Obwohl es auch keine Unterlagen über sein zweites juristisches Staatsexamen bei der Reichsjustizprüfungskammer gibt, eröffnete er 1949 wieder seine Anwaltskanzlei und machte eine beachtliche Nachkriegskarriere. Seine wahre Vergangenheit habe ich aus den Archiven der französischen Résistance. Und da wundern sich heute noch erwachsene Menschen über die Mitwisserschaft des AA ? Lächerlich !

Monsieur Rainer


Sunday, October 24, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT : Medienbüttel
Political correctness legt sich wie ein chronischer Ausschlag über das Land und erstickt jede Meinungsfreiheit der Andersdenkenden. Die political correctness, als "Netiquette" verbrämt, ist der Totengräber der Demokratie! Wenn es nach den heutigen Zensoren in den Foren ginge, würde nie wieder auch nur ein Wort von Schiller, Lichtenberg, Heine, Fontane, Thomas Mann, Karl Kraus oder Kurt Tucholsky gedruckt werden. Deutschland schafft sich auch intellektuell ab! Ihr armseligen Wichte in euren geheizten Redaktionsstuben, bemerkt ihr nicht, dass ihr zu Bütteln der Medienzaren gemacht wurdet?

Monsieur Rainer


Sunday, October 24, 2010
Mein Leserbrief in der ZEIT zur Konzentration auf dem Medienmarkt
Die Konzentration der Tageszeitungen ist alleine der Tatsache geschuldet, dass sich eigenständige Redaktionen nicht mehr rentieren. Der Rahmen wird von überregionalen Medienkonzernen geliefert, die örtliche Presse berichtet mit einem Ministab an Volonären und Praktilanten allenfalls noch über die Tagungen der Kleintier-züchtervereine oder über die Umgehungsstrasse. Das liegt an der schieren Geldnot. Die Werbeanzeigen sind dramatisch gesunken, das Internet hat die altbackenen Anzeigen in den Zeitungen abgelöst. Ergo sind die Tageszeitungen gezwungen zu fusionieren, oder werden gleich von einem unbekannten Medienkonsern wie z.B. der Holzbrink-Gruppe, der Burda-Gruppe, der Springer-Gruppe, die WAZ - Gruppe, der Bertelsman-Gruppe, geschluckt. Dort sitzen kühle Controller und keine Journalisten. Sie sind nur ihren Anteilseignern verantwortlich. Gewinnmaximierung ist das Ziel. Wie erreicht man das? Durch Stimmungsmache, Auflagensteigerung und radikale Austrocknung der journalistischen Qualität. Jeder Chefredakteur hat nur noch so viel Freiheit, wie sie ihm von seinem Konzernchef gewährt wird. Eben diese Medienzaren sind oft sehr regierungsnah! Grosse Zeitungen in Deutschland wie zum Beispiel die Süddeutsche Zeitung kämpfen um die nackte Existenz. In Frankreich ist es nicht anders, die Ursachen sind dieselben. Grosse, angesehene Institutionen der Zeitungslandschaft wie LE MONDE, LE FIGARO, FRANCE-SOIR und viele andere wurden in den letzten Jahren oft für weniger als 50.000 Euro an irgendeinen Millionär verscherbelt, der sich die Zeitung als Hobby gekauft hat. Das ist der Untergang der Demokratie! Legislative, Executive und Judicative sind schon bis zur Unkenntlichkeit verschmolzen. Bald fehlt auch das letzte Korrektiv des Staates: Die Meinungsfreiheit wird zu Grabe getragen und wir alle sind die Teilnehmer an dieser grausigen Leichenbestattung!

Monsieur Rainer
Sunday, October 24, 2010
Hinweis an meine Leser : " Die Totengräber der Demokratie "
Veröffentlichung im Januar 2011 !

Monsieur Rainer
Sunday, October 24, 2010
Mein Leserbrief zu einem zensierten Artikel in der ZEIT
Wenn es um Ihre Meinungsfreiheit geht, dann bin ich stets an Ihrer Seite, obwohl wir oft gänzlich unterschiedlicher Meinung sind. (Voltaire) Viele Medien haben sich vom Korrektiv des Staates zu deren Wurmfortsatz zurückentwickelt. Die Zeitungen kämpfen um die nackte Existenz, also bleibt ihnen nur die Konzentration zu gigantischen Konzernen, die niemand kennt und niemand kontrolliert. Sie recherchieren selten, sie informieren meist nur über das, was in die politische Landschaft passt, sie machen immer mehr Meinung. Um dem Volkszorn über diesen medialen Einheitsbrei ein Ventil zu verschaffen, richten sie online-Portale ein, die ganz gut durch sogennte "Netiquetten" kontrolliert und kanalisiert werden können. Da sitzen oft Praktikanten und manchmal auch arbeitslose Akademiker und haben unter dem Vorwand der political correctnes jede abweichende Meinung zu unterbinden. Das wird nicht mehr lange gutgehen. Das Grundgesetzlich garantierte Recht auf freie Meinungsäusserung wird teilweis jetzt schon ad absurdum geführt. Deshalb erfüllt die Menschen ohnmächtige Wut und sie gehen immer mehr auf die Strassen. Ich halte mich an die Worte :" Ihr werdet uns nicht los, wir euch schon!"

Monsieur Rainer
Sunday, October 24, 2010
Meine Antwort auf einen Leserbrief in der ZEIT : Dokumente aus dem Irak
Richtig, ich habe mich weder jemals um den diplomatischen Dienst bemüht, noch mich durch besondere Hörigkeit für Politiker und Medien ausgezeichnet. Ich habe nach Beendigung meiner Militärzeit alle Entscheidungen von Politikern hinterfragt, beleuchtet und nachrecherchiert. Dabei verliess ich mich selten auf die unterschiedlichsten Medien, denn sie kommen immer weniger ihrem Auftrag als Korrektiv des Staates nach. Während meiner Militärzeit habe ich soviel meschliche Grausamkeit, Gemeinheit, Dummheit und die Mobilisierung der niedrigsten Instinkte im Menschen erlebt, dass ich niemals mehr an irgendetwas glaube, was ein Politiker erzählt und mir die Medien als "Wahrheit" verkaufen wollen. Dabei missverstehen wir uns in einem wichtigen Punkt: Ich halte Politiker per se nicht für dumm, mit Ausnahme einiger intellektueller Totalausfälle wie Bush, sondern oft auf geniale Art und Weise zynisch, verlogen, egomanisch, korrupt und verbrecherisch. Diese Lehren ziehe ich aus einem langen und ereignisreichen Leben. Glauben Sie mir bitte, dass ich durch fast alle Abwasserkanäle des Lebens geschwommen bin und daher jeden Glauben an das Gute im Menschen verloren habe. Den Rest meines kläglichen Lebens werde ich damit verbringen, den Menschen mit meiner Sicht der Dinge auf die Nerven zu gehen. Wenn Sie meine Artikel aus dem Jahre 2003 lesen würden, dann würden Sie überrascht feststellen, dass all das, was ich damals beschrieben habe, die Welt heute erschüttert. Leider hatte ich auf höchst destruktive Weise recht behalten. Damals haben sich nur wenige Menschen für meine Sicht der Dinge interessiert, heute ist leider all das von mir damals beschriebene Desaster offensichtlich. Mein Kommandeur sagte einmal zu mir: " Glauben Sie mir, es bleibt nichts auf ewig geheim, irgendwann kommen alle unsere Taten ans Licht". Genauso ist es!

Monsieur Rainer
Sunday, October 24, 2010
Mein Brief an FANDANGO und VOX : Peinlich, peinlich !
Verehrte Redaktion,

gestern strahlten Sie nun endlich die lang ersehnte Sendung über die Immobilien der "Côte d'Azur" aus. Bin ich froh, dass ich damals mit meiner Bewerbung zu spät kam und Sie sich für Engel & Völkers entschieden haben.

Die Sendung war an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten. Eine Laiendarstellerin, die der französischen Sprache nicht mächtig war, gab den angeblichen Luxusmakler. Ihr einziger französischer Satz bestand aus " Saint Paul de Vence". Sie sprach es so aus, dass die einfachsten Fischer aus dem Hafen von Nizza schon kein Wort verstanden hätten, denn es war nicht einmal Niçoiser Dialekt. Es war kein gutes französisch, es war kein schlechtes französisch, es war überhaupt kein französisch.

Der angebliche Kunde suchte also ein Areal, um einen Poloclub zu bauen. Der "professionellen Luxusmaklerin" fiel nichts besseres dazu ein, als eine Villa in Saint Paul mit französischen Gärten à la "Le Nôtre" anzubieten. Wo bitte hätte denn der gute Mann Polo spielen sollen? Etwa in der lächerlich kleinen Küche oder zwischen den gestutzen Hecken des Flanier - Gartens. Gut, das war es also nicht !

Macht nichts : Mieten Kaufen Wohnen hat immer eine zweite Immobilie im Angebot. Es kam wie es kommen musste: Die Luxusmaklerin zeigte eine sich seit Jahren auf dem Markt befindliche und unverkäufliche Bude aus der Belle Epoque am Ortsrand von Valbonne. Der Garten reichte zwar als Kinderspielplatz aus, doch wo bitte, sollte der Kunde Polo spielen?

Macht nichts! Um dem Kunden das wahre Luxusleben der Côte d"Azur vorführen zu können, bestellte ihn die Maklerin vor das heruntergekommenste Hotel der Uferpromenade La Croisette: Dem " Palais Stefanie". Eine in Stein und Glas gehauene Scheusslichkeit, die vor ihrer Zwangsversteigerung noch "Noga-Hilton" hiess. Sie hatte sich extra eine Luxuskarrosse gemietet, um dem Kunden den Luxusstrand von Cannes zeigen zu können, wo eine Überraschung auf den Kunden warten sollte. Die "Maklerin" hätte sich die Luxuskarrosse sparen können, das "Palais Stefanie" liegt bereits an der La Croisette. Sie hätte also nur die Strasse überqueren müssen, um zu ihrer vorbereiteten Überraschung zu gelangen. Und was erwartete den Kunden dort? Einen Tisch im weissen Sand, an dem schon vor ihm Millionen von normalen Menschen und täglich neue Kunden zu Mittag essen.

Fazit: Niemand blamiert sich besser, als er dazu intellektuell in der Lage ist. Mich hatten Sie als kostenlosen Reiseführer abgelehnt, mit der Begründung, Sie hätten einen ortskundigen Aufnahmeleiter.

Mann, oh Mann, dieser Aufnahmeleiter war sicher noch nie an der Côte d'Azur. Nur deshalb ist es Ihnen gelungen, den Fernsehpöbel für so dumm zu verkaufen.

Mit freundlichen Grüssen
Monsieur Rainer

Saturday, October 23, 2010
Mein Artikel im SPIEGEL : Lügen, Lügen, Lügen !
Mein Artikel aus dem Jahre 2004 : "Stupid White House"

Da sitzen sie nun also wie die begossenen Pudel im Oval Office und verstehen die Welt nicht mehr. Rechts neben dem Kamin der grösste Dummkopf, der jemals als Präsident in diese Villa eingezogen ist. Er schwadroniert immer noch vom Kampf gegen den internationalen Terrorismus, dem er höchst persönlich durch seinen Irak–Feldzug das Basislager verschafft hat. Total zerknirscht sitzt die Nachhilfelehrerin von George Dabbelju, die Chevron–Managerin und derzeitige Sicherheitsberaterin, Condoleezza Rice. Während sich diese verbohrte Crew rechthaberisch mit den alten Phrasen abmüht, versinkt Bagdad zur gleichen Zeit im Chaos. Acht Bombenanschläge an einem Tag. Tote, Verletzte und grauenhaft Verstümmelte liegen auf den Strassen Bagdads. Es ist Ramadan! Die Särge von toten amerikanischen Soldaten fliegen im Shuttle–Betrieb nach Hause. Das Schreckenswort «Vietnam» macht in Amerika schon die Runde. Und es sind noch zwölf Monate bis zur Präsidentenwahl. 57 % der Amerikaner lehnen in der Zwischenzeit diesen Krieg ab. Die Stimmung in der Truppe ist katastrophal. Selten haben wir einen törichteren Präsidentenstab im Weissen Haus dilettieren sehen. Es handelt sich um eine Ansammlung von Geschäftemachern, kalten Kriegern, unbelehrbaren Egomanen und Dummköpfen, angeführt vom König der Idioten, also eine brandheisse Melange. Wie hat diese Ansammlung von Lügnern, Betrügern oder schlicht nur Dummköpfen die ganze Welt mit ihren paranoiden Phrasen geblufft. Für uns hatte Colin Powell endgültig sein Gesicht verloren, als er am 5. Februar 2003 vor der ganzen Welt seine ver-unglückte Show abzog, um mit gefälschten Bildern dem Weltsicher-heitsrat weiszumachen, dass die « Massen-vernichtungswaffen » des Irak die ganze Welt bedrohen würden. Zur Mobilisierung der Weltöffentlichkeit war den Granden im Weissen Hauss keine Lüge zu dreist und kein Märchen zu dumm. Die Dämonisierung des Saddam Hussein war unabdingbar, sonst hätte der dreiste Überfall auf den Irak nicht gerechtfertigt werden können. Es wurde gelogen, dass sich die Balken bogen, herumgetrickst, Geheimdienstberichte zurechtgestutzt, die Öffentlichkeit getäuscht und die Medien manipuliert. Angebliche «unterirdische Giftlabors und Chemiefabriken» im Irak entsprangen den kranken Fantasien der alten Männer um Rumsfeld, Cheney, Wolfowitz, Perle, Powell und nicht zuletzt dem Kopf von George Dabbelju. Immerhin hat George Dabbelju nun 87 Milliarden Dollar im Kongress locker gemacht, um die Sponsoren seines Wahlkampfes mit Aufträgen versorgen zu können. Zumindest Halliburton, Bechtel, Chevron usw. usw. verdienen wenigstens an diesem politischen und militärischen Desaster. Bezahlt werden diese Konzerne ausser mit harten Steuerdollars auch mit dem Blut der amerikanischen Soldaten, die in einen aussichtslosen Guerillakampf im Irak verwickelt sind.

Und hier nun eine kleine Auswahl der schlimmsten Ausfälle schwarzer Propaganda, die den schmutzigen Krieg gegen den Irak rechtfertigen sollten :

Condoleezza Rice am 25.9.2002: «Es gibt eindeutige Kontakte zwischen al-Qaida und dem Irak»

Dick Cheney im März 2003: «Wir haben Grund zu der Annahme, dass Saddam Hussein Atomwaffen besitzt »

Colin Powell am 5.2.2003:«Saddam Hussein hat Forschungen mit biologischen Erregern betreiben lassen»

Und die Krone setzte dem allen Angela Merkel am 8.2.2003 auf :« Die Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen ist real".

Monsieur Rainer


Saturday, October 23, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Die Irak - Lüge
Jeder Krieg beginnt mit einer Lüge. Der Irak-Krieg war eines der besten Beispiele für diese These. Jeder wusste, dass im Irak des Saddam Hussein niemals Kämpfer der al-Quaïda waren. Jedermann wusste, dass das nachgeschobene Geschwätz über Nationbuildung ebenfalls verlogen war. Seit Vietnam wissen wir alle, wie die USA ihr Hegemonialstreben durchsetzt und regelmässig damit auf die Nase fällt. Vietnam wurde grandios militärisch verloren, der Irak - Krieg entlarvte die USA als geldgierige, brutale, menschenverachtende Militärmaschinerie. Wen wundert es also noch, wenn nun die ganze grausame Wahrheit ans Tageslicht kommt? Ist der Irak durch die Amerikaner besser und sicherer geworden? Nein! Ist der Irak demokratischer geworden? Nein! Sind die Irakis, die auf dem drittgrössten Erdölvorkommen der Welt sitzen, reicher geworden? Nein! Alles was uns die verbrecherische Bush-Administration und ihre willfährigen Generäle erzählt haben, sind nichts als Lügen, Lügen, Lügen. Deutschland war so klug, sich auf ein solches Abenteuer nicht einzulassen. In Afghanistan waren die Amis klüger, sie hängten ihrem Beutefeldzug nach den Resourcen der Afghanen das blaue UNO-Mäntelchen um und schon war die die deutsche Bundesregierung mit dabei. Und wann ist der Afghanistan - Krieg zu Ende? Wenn Herr Karzei in Genf bei seinen Millionen gesichtet wird, die Amis auf dem Dach der US-Botschaft nach einem Hubschrauber flehen, die letzten Bundeswehrsoldaten per Anhalter ausgeflogen sind und die Bundeskanzlerin eine betroffene Miene aufsetzt!

Monsieur Rainer
Saturday, October 23, 2010
Loki Schmidt ist tot
In allen Zeitungen wird berichtet, überall liegen Kondolenzbücher in den Oneline-Foren aus. Das Fernsehen sendet alte Erinnerungen an diese wahrlich wunderbare und verehrungswürdige Dame. Politiker aller Couleur übertreffen sich in geheuchelten Beileidsbekundungen. Ich beteilige mich jedoch nicht an diesem Betroffenheitskitsch und trauere still für mich alleine um die verstorbene Gattin meines grossen Vorbildes Helmut Schmidt.

Monsieur Rainer
Friday, October 22, 2010
Mein neues Buch : "Die Totengräber der Demokratie"
Es erscheint im ersten Quartal 2011.

Monsieur Rainer
Friday, October 22, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : Aufschwung, für wen?
Was hat das Volk von diesem Aufschwung, es wird immer ärmer. Die Politiker halten dagegen: "Aber die Arbeitslosenzahlen sinken doch". Schön, aber zu welchem Preis. Der ganze Aufschwung ist eine staatlich subventionierte Bereicherung der Grossunternehmen. Während nämlich die Grossunternehmen und deren Aktionäre immer reicher werden, wird der Arbeiter immer ärmer. Er kann von seinem Lohn nicht mehr leben und muss mit Transferleistungen des Staates auf Mindestlohnniveau gestützt werden. Wer bezahlt diesen Wahnsinn? Die Unternehmen? Die Politiker? Nein, der Steuerzahler fianziert die Dividenden der DAX - Unternehmen. Das Wirtschaftssystem ist so verlogen, dass nicht einmal Minister Brüderle davor zurückschreckt, endlich höhere Löhne zu zahlen, damit die 6 Millionen Transferempfänger die Staatskasse entlasten. Und das will was heissen.

Monsieur Rainer
Friday, October 22, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Die Huren der Politiker = die Medien !
6.6. Proteste der Bürger
Was die Journalisten und die Politiker "Protestkultur" nennen, ist nichts anderes als der untaugliche Versuch der Politiker und ihren Hofschranzen, den Medien, sie als neue und vergängliche Modeerscheinung zu disqualifizieren. Proteste laufen in jedem Land der Erde je nach Temperament und Mentalität unterschiedlich ab. Die Printmedien kämpfen ums nackte Überleben, sie schliessen sich zu unbekannten Medienkonzernen zusammen, die kein Mensch kennt und niemand kontrolliert. Zunächst entsprang diese Zentralisierung der Zeitungen der nackten Existenzangst. Nun wird daraus Meinungs-und Stimmungsmache, gelenkt von regierungsnahen Medienzaren. Sie alle versuchen verzweifelt, das Volk im Sinne der Regierungen zu manipulieren und zu beeinflussen. Seit die Printmedien weniger gekauft werden, gibt es sogenannte Online-Portale. Sie sollen dem unzufriedenen Volk ein Ventil bieten. Um die Meinungen aber kontrollieren zu können, werden sogenannte "Verhaltensregeln" geliefert, um unter dem Vorwand der political correctness jede abweichende Meinung zensieren zu können. Die Menschen haben dieses Spiel durchschaut. Es bleibt ihnen nichts mehr anderes übrig, als ihre Wut und ihren Zorn auf die Strassen zu tragen, wo sie von uniformierten Schlägertrupps des Staates drangsaliert werden. Brav spielen die Medien dann die verlogenenen Statements der Politiker herunter, die von randalierenden Chaoten sprechen. Die Medien machen sich zu Komplicen der Mächtigen und sind desavouiert!

Monsieur Rainer
Friday, October 22, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Geiselhaft !

Der kleinste Verband der französischen Gewerkschaften ist die FO. In ihr sind die LKW-Fahrer gewerkschaftlich organisiert. Auch sie haben sich dem legalen Streik gegen die Rentenreform angeschlossen. Das ist ihr gutes Recht, jedoch, ihre Mittel sind zweifelhaft. Sie blockieren die Ausfahrten sämtlicher Raffinerien Frankreichs. Seit einigen Tagen ist Frankreich trocken, die meisten Tankstellen sind geschlossen. Da die Cheminot ebenfalls streiken, kann man nicht einmal mit der Bahn zur Arbeit fahren. Das kommt jedes Jahr im Herbst vor und es ist legitimes Recht der Streikenden. Doch nun haben auch Krankenwagen, Infirmière (Krankenschwestern), Hebammen und Ärzte kein Benzin mehr. In Marseille wird der Flughafen blockiert, sodass die Bürger von Marseille nicht mehr an ihre Arbeitsplätze in Paris, Avignon oder Lyon kommen. Das ist kein legitmer Streik mehr, das ist Geiselhaft. Staatspräsident Nicolas Sarkozy nannte es gestern Abend beim Namen: " Die Transportarbeitergewerkschaft hat die französische Bevölkerung in Geiselhaft genommen. Das ist nicht akzeptabel!". Recht hat er. Da wo das Gemeinwohl gefährdet wird, hört das gesetzlich garantierte Streikrecht auf. Die Regierung geht also zurecht mit schwerem Gerät gegen die Blockaden vor!

Monsieur Rainer
Friday, October 22, 2010
Mein Kommentar in der Zeit : Frankreichs Jugend ist unschuldig !
Ich plädiere für die Jugend Frankreichs : Unschuldig !
Oben erscheint ein Bild von schwerbewaffneten Einheiten der Bereitschaftspolizei CRS. Untertitel: "In Frankreich ist es im Zuge der Proteste gegen die Rentenreform zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Jugendliche lieferten sich Strassenschlachten mit der Polizei." Das ist kein guter Journalismus, das ist kein schlechter Journalismus, das ist gar kein Journalismus. Es ist reine Manipulation! Die jugendlichen Demonstranten aus den Schulen, Gymnasien und Universitäten Frankreichs haben sich den friedlichen Demonstrationen der Gewerkschaften gegen die Rentenreform angeschlossen. Laut übereinstimmenden Aussagen des Staatspräsidenten, des Innenministers, der Justizministerin, des Generalstaatsanwaltes von Nanterre, der Präfekten von Paris, Lyon, und Grenoble haben die demonstrierenden Jugendlichen eben nicht an den Plünderungen der Geschäfte, nicht an dem Vandalismus, nicht an Brandschatzungen, nicht an Gewalt gegen Polizisten, nicht an der Brandstiftung des Gymnasiums in Chateauroux, nicht an den Raubüberfällen auf Geschäfte und Rentnern, nicht an den Brandanschlägen auf Mülltransporter und PKW teilgenommen. Es waren polizeibekannte Straftäter aus den Banlieues der Städte, die sich unter die friedlich demonstrierenden Jugendlichen gemischt haben. M. Nicolas Sarkozy hat sie gestern Abend im Fernsehen als "Casseurs" bezeichnet und die Jugendlichen ausdrücklich in Schutz genommen. Also frage ich die altehrwürdige ZEIT, was soll so eine tendenziöse Berichterstattung?

Monsieur Rainer

Friday, October 22, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Die Bilder lügen !

Die Regierung hat ein Gesetz erlassen. Das ist ihr Recht. Die Gewerkschaften demonstrieren dagegen, das ist ihr gutes Recht. Sie versammeln seit Wochen etwa 2 Millionen Arbeiter, Beamte, Schüler und Gymnasiasten zu friedlichen Kundgebungen. Was wir aber hier unter dem Titel sehen, hat mit den friedlichen Demonstrationen gar nichts zu tun. Auf dem Titelbild wird der Place Bellecour in Lyon gezeigt, wo sich polizeibekannte Straftäter mit der Bereitschaftspolizei CRS eine Strassenschlacht liefern. Diese Straftäter haben im Schatten der friedlichen Demonstrationen Geschäfte geplündert, Barrikaden angezündet, Brandsätze in vollbesetzte Linienbusse geworfen, Polizisten mit Molotowcocktails angegriffen, sie mit Zwillen und Bleikugeln beschossen. Das ist Vandalismus, Strassenkampf der Anarchie, das ist sinnlose Gewalt und Verbrechertum, gegen das nur mit mit aller Härte des Gesetzes entgegengetreten werden kann. Die Bilder haben nichts mit dem Gesetz zur Rentenreform zu tun. Der Staatspräsident, der Innenminister, die Justizminiterin, der Generalstaatsanwalt von Haute Seine, die Präfekten von Paris, Lyon und Grenoble nennen diese Straftäter öffentlich beim Namen. Sie sind "Casseurs"! Und was macht die deutsche Presse daraus? Die ehrwürdige ZEIT titelt über dem Bild:" Der französische Senat will heute die Rentenreform beschliessen. Für die Gewerkschaften kein Grund, mit Protesten und Blockaden nachzulassen". Das ist Manipulation der Leser aber kein seriöser Journalismus!

Monsieur Rainer
Friday, October 22, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Die Fälscher
Die Deutschen sind ein Opfer der Berichterstattung in Teilen der Medien. Da sind sie, die Ergebnisse einer unglaublichen Hetze in Teilen deutscher Medien gegen Frankreich. Richtig ist folgender Sachverhalt: Die Regierung hat ein Gesetz zur Reform der Renten beschlossen. Das ist ihr gutes Recht. Die Gewerkschaften haben zum Streik gegen dieses Gesetz aufgerufen. Die CGT, die CFDT und FO konnten landesweit alle ihre Mitglieder mobilisieren. Von 62,5 Millionen Franzosen streiken etwa 2 Millionen. Auch das ist das gute Recht der Gewerkschaften und Bürger. Wochenlang versammelten sich Beamte, Angestellte, Arbeiter, Schüler und Gymnasiasten und manifestierten friedlich gegen das Gesetz. Ordner sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Streiks. Doch nun mischen sich polizeibekannte Straftäter unter die friedlichen Demonstranten und versuchen mit Raub, Plünderungen, Mordanschlägen auf Polizisten, Einbrüchen, Vandalismus, brennenden Autos und angezündeten Barrikaden bürgerkriegsähnliche Zustände zu provozieren. Sie werfen Brandsätze in vollbesetzte Linienbusse, rauben Rentner aus und werfen Molotowcocktails auf Polizisten. Und wie berichten grosse Teile der deutschen Medien über diese Verbrechen? Sie werfen die friedlichen Demonstranten mit den Krawallos in einen Topf und machen mit Artikeln auf wie: "Demonstrationen eskalieren!" Bilder von Massenschlägereien mit der Polizei, eingehüllt in Tränengasschwaden, werden gezeigt. Das ist kein Journalismus, das ist miese Propaganda. Und die Deutschen fallen darauf herein!

Monsieur Rainer
Friday, October 22, 2010
Mein Brief an die Redaktion der ZEIT
Ich habe keine Fragen an Sie. Aber Sie sollten einmal Ihren Frankreich-Korrespondenten fragen, wie er seine Berichte zusammenstupft. Fragen Sie ihn doch einmal, ob er die Verlautbarungen des Innenministers Brice Hortefeux, der Justizministerin Michèle Alliot-Marie, des Generalstaatsanwaltes von Nanterre, des Polizeipräfekten von Paris, des Präfekten von Lyon, des Präfekten von Grenoble, die Nachrichten in TF 1, in Antenne 2 in France 3 gesehen und gehört, die Zeitungen Frankreichs insgesamt nicht gelesen hat? Fragen Sie ihn doch einaml, ob er als als ausgewiesener Frankreich-Korrespondent und Frankreich-Kenner nicht den Unterschied zwischen friedlich streikenden Arbeitern, Angestellten, Schülern, Studenten und der "Guérilla urbaine" kennt? Fragen Sie ihn doch einmal, ob er nicht weiss, dass in Nanterre, Lyon und Grenoble Molotowcocktails auf Polizisten geworfen wurden? Fragen Sie ihn doch einmal, ob er nicht weiss, dass es nicht friedlich streikende Schüler und Jugendliche waren, die die Geschäfte in Lyon und Grenoble geplündert und Busse angezündet haben? Wenn er das alles nicht weiss, meine Damen und Herren, ist Ihr Frankreich-Korrespondent sein Geld nicht wert. Wenn er es aber weiss und falsch berichtet hat, dann ist er ein Scharlatan! Das alles können Sie ihm sagen. Ich habe Ihnen nichts zu sagen. Schlafen Sie weiter in Ihren heilen Redaktionsstuben!

Monsieur Rainer
Thursday, October 21, 2010
Achtung ! Hinweis für meine Leser !
Mein neues Buch " Die Totengräber der Demokratie " erscheint im 1. Quartal 2011.

Monsieur Rainer
Thursday, October 21, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT: Bundespräsident oder Wanderprediger ?
5.181. Bundespräsident oder Wanderprediger ?
Bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit spricht halb Deutschland über Christentum, Judentum, Muslime und von sonst noch allen möglichen religiösen Schattierungen. Hat Deutschland eigentlich keine anderen Probleme? Wann endlich wird Deutschland ein laizistischer Staat? Jeder Bürger kann seine ihm ureigenste Religion frei in Deutschland leben. Das sollte weder die anderen Bürger, noch den Staat kümmern. Es ist eben kein säkularisierter Staat, wenn die Kirchen mit Steuern alimentiert werden, wenn ihre Pfarrer, Priester, Bischöfe und Kardinäle vom Staat bezahlt werden wie besoldete Staatsbeamte. Wenn dem so ist, dann ist Deutschland eben kein bürgerlicher freiheitlich demokratischer Rechtsstaat, sondern ein Gottesstaat, wo auf sämtliche Befindlichkeiten aller religiöser Gruppen bei jeder politischen Entscheidung Rücksicht genommen werden muss. Dies ist uns Franzosen seit der französischen Revolution völlig wesensfremd. Niemand fragt hier nach seiner Religionszugehörigkeit, nach Rasse, Hautfarbe oder Herkunft. Es sind halt Fransoen. Basta! Der Bundespräsident sollte endlich seine Predigten einstellen und die im Grundgesetz verankerte Trennung von Kirche und Staat fordern. Die Konkordatsverträge zwischen dem III. Reich und dem Vatikan sind endlich zu kündigen!

Monsieur Rainer
Thursday, October 21, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : Abschaum der Menschheit
Das sind keine Gewerkschaftsfunktionäre, das sind keine Arbeiter, das sind keine Jugendlichen, das sind kein Schüler, die da in Nanterre, in Lyon und in Grenoble Autos anzünden, Geschäfte plündern, Barrikaden errichten und in Brand stecken, alte Rentner auf offener Strasse zusammenschlagen und ausrauben, Molotowcocktails auf Polizisten werfen, Vandalismus, Raub und Zerstörung verbreiten. Das hat mit den genehmigten Streiks wegen der Änderung des Rentengesetzes nichts mehr zu tun. Das sind auch nicht die "vergessenen Kinder" der Vorstädte, wie das ein Fernsehreporter so romantisch und bewegend beschrieben hat. Das sind die Gängsterbanden, die die Vorstädte terrorisieren, die mit Rauschgift, Menschen, Waffen und Diebesgut handeln, die muslimische Mädchen vergewaltigen (ni putes nie soumises),um sie zu entehren und jeder Chance auf ein anständiges Leben im Kreise ihrer muslimischen Familie berauben, die die Autos der Ärmsten der Armen anzünden, die Schutzgeld von wehrlosen Rentnern erpressen, das sind autonome Krawallmacher, die den legitimen Streik unterlaufen haben und ihn damit desavourieren. Dem Treiben muss mit aller Härte entgegengetreten werden. Die Bevölkerung, die von diesem Pack terrorisiert wird, unterstützt die Polzei. Wir nennen sie "Racaille" und das zurecht. Es ist der Abschaum der Menscheit, ein marodierendes Verbrechergesindel und kein bedauernswertes Mitglied am Rande der Gesellschaft.

Monsieur Rainer
Thursday, October 21, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : England macht's, wann spart Deutschland ?
Und wann endlich beginnt Deutschland mit einer radikalen Verschlankung des Staates. Braucht Deutschland wirklich zwei Regierungssitze, braucht Deutschland hunderttausende von Quadratmeter leerstehende Büroräume in Berlin? Braucht Deutschland 50 parlamentarische Staatssekretäre, einen riesigen Fuhrpark für den Bundestag, Oberfinanzdirektionen, Regierungspräsidien, 16 Bundesländer, hunderttausende von überflüssigen Beamten und Behörden, die den lieben langen Tag nichts anderes tun, als den Bürgern das Leben schwer zu machen? Wozu braucht Deutschland einen Bundespräsidenten mit zwei Schlössern und hunderten von Beamten, um Trauer- und Festreden zu halten, der sich aber im wesentlichen als Wanderprediger betätigt? Kann dieses Amt nicht turnusmässig der Bundesratspräsident mit übernehmen? Den Banken und Kirchen wird das Geld in den Rachen geworfen, bei den Ärmsten der Armen wird das Haushaltsgeld auf den Cent vorgerechnet. Das geht nicht mehr lange gut! Wann spart Deutschland am Staat?

Monsieur Rainer
Thursday, October 21, 2010
Mein Artikel in der FAZ : Nur weiter so, Herr de Maizière !
Das ist ja die Höhe ! Es verschlägt einem den Atem, wenn die Bürger Stuttgarts vom deutschen Innenminister belehrt werden, wie sie zu demonstrieren haben. Herr de Maizière hat wohl vollkommen verdrängt, dass es seine Beamten waren, die grundlos auf die friedlichen Demonstranten losgegangen sind? Ist irgendein Polizeibeamter von einem Bürger oder einem Schüler verletzt worden? Hat es nicht hunderte von verletzten Demonstranten gegeben, darunter ein sogar erblindeter Mann im Rentenalter? Herr Innenminister, so müssen Sie und Ihre Politiker weiter von oben herab über ihre Bürger sprechen, dann werden Sie es eines nicht mehr fernen Tages erleben, dass sich der ganze Volkszorn über die arrogante Kaste der Politiker, die jeden Kontakt zur Realität verloren haben, ergiesst. Diese Äusserungen von Herrn de Maizière sind ein Schlag ins Gesicht der Demokratie.

Monsieur Rainer

Tuesday, October 19, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : Deauville
Alle Präsidenten der V. République haben die Versöhnung mit Deutschland gesucht. Ich erinnere an die grossartige Achse zwischen Charles de Gaulle und Konrad Adenauer, zwischen Giscard d'Estaing und Helmut Schmidt. Die Entfremdung begann mit Gerhard Schröder und setzt sich nun durch Frau Dr. Merkel fort. Beide deutschen Kanzler konnten mit den Reliquen der Grande Nation, mit Land und Leuten, mit der Sprache, mit dem Essen und den Weinen, eben dem savoir vivre nichts anfangen. Und zu allem Überfluss wird die Etikette nicht gewahrt. M. Nicolas Sarkozy ist der direkt vom Volk gewählte Präsident einer Atom - und Übersee-Nation. Frau Dr. Merkel ist nur Regierungschefin und wurde von keinem deutschen Bürger direkt gewählt. Und wo fährt der deutsche Bundespräsident hin? In die Türkei! Das ist ein diplomatischer Affront. Und dann wundern Sie sich noch über das abgekühlte Verhältnis zwischen Paris und Berlin? Und bitte machen Sie sich nicht über uns Franzosen lustig. Wir haben blutig für unsere Demokratie gekämpft, während Deutschland die Demokratie von den Siegermächten geschenkt bekam. Also dürfen wir uns auch ein bisschen alten Plunder leisten, n'est-ce-pas?

Monsieur Rainer
Tuesday, October 19, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : Wieder einmal falsch berichtet !
Und er nimmt es gerne und mit Lust wahr. Jede Woche wird gegen etwas anderes gestreikt, jeden Herbst haben wir kein Benzin mehr. Das sind zusätzliche Hebstferien. Die Kühlschränke sind ja voll. Natürlich haben die Funktionäre der Gewerkschaften und die Beamten das Recht, gegen die Kürzung ihrer Feudal-Privelegien zu streiken. Es wird ihnen nichts nützen, denn morgen ist das Gesetz endgültig verabschiedet. Zu den friedlichen Streiks von CGT und CFDT haben sich jedoch nun auch noch Schüler gemischt, die das alles einen feuchten Kehricht angeht. Auch das wäre hinnehmbar, doch nun droht die Stimmung zu kippen, da sich die Berufs-Anarchisten und autonomen Gangsterbanden aus den Banlieues unter die friedlichen Streikenden mischen und Randale machen. Das geht nicht gut! Das Tränengas der Bereitschaftspolizei CRS richtet sich nicht gegen die Schüler, sondern gegen die Verbrecherbanden aus den Vorstädten, die das legitime Streikrecht missbrauchen. Insofern ist der SPIEGEL - Titel indifferent!

Monsieur Rainer
Tuesday, October 19, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : Deutsche Kinderaugen !
Wenn man die Beiträge in diesem Forum liest, dann merkt man, dass die Deutschen keine Ahnung von Demokratie und Protestkultur haben. Jeden Monat wird in Frankreich gegen irgendetwas gestreikt, jeden Herbst haben wir in ganz Frankreich kein Benzin mehr, ohne dass dadurch jemals Frankreich oder gar das ganze Abendland untergegangen wäre. Da sehen die Deutschen mit grossen Kinderaugen zu und blicken entsetzt aus ihrer muffigen Pseudo-Demokratie, wie Demokratie wirklich geht. Der Staat beschliesst etwas und ein Teil der Bevölkerung ist dagegen, also gibt es Zoff. Das ist das natürlichste von der Welt in einer funktionierenden Demokratie. Von 62.5 Millionen Franzosen streiken gerademal einige hunderttausende. Und nun mischen sich auch noch die Berufszündler aus den Banlieues unter die Gewerkschaftsfunktionäre. Das ist das Ende eines demokratischen Streikrechtes. Wenn die CGT und die CFDT klug sind, brechen sie jetzt die Streiks ab, bevor die Berufsautonomen das ganze zu einer landesweiten Strassenschlacht verkommen lassen. Die Messe ist ohnehin gelesen, denn morgen wird die letzte parlamentarische Hürde für das Rentengesetz genommen. Also geht nach Hause und trinkt euren Rotwein!

Monsieur Rainer
Tuesday, October 19, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : Juristen !
Selbstverständlich, und da gibt es gar keinen Spielraum, hat die Kammer eine Hauptbelastungszeugin gemäss § 55 StPO über ihr Aussageverweigerungsrecht formell zu belehren. Mir ist schleierhaft, wieso die Kammer der Verteidigung durch ihre anfängliche Weigerung, die Belehrung vorzunehmen, die Möglichkeit gibt, einen Befangenheitsantrag stellen zu können. Die Kammer setzt sich doch durch diese Dummheit erst recht dem Verdacht einer möglichen Befangenheit aus. Was, zum Teufel, geht in diesen Juristengehirnen vor sich?

Monsieur Rainer
Tuesday, October 19, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL zu dem Film "KONGO"
Das ZDF wagt sich in den Dschungelkrieg: Der Militärthriller "Kongo" erzählt von einer Mission deutscher Soldaten in Zentralafrika, bei dem es zum Mord an Zivilisten kommt - ein fiktives Szenario, das aber klug und spannend die Risiken deutscher Auslandseinsätze thematisiert. Will man wohlwollend sein und einige technische Schwächen des Filmes übersehen, dann muss man gleichwohl zu dem Schluss kommen, dass es den Produzenten und Schauspielern durchaus gelungen ist, die ganze Sinnlosigkeit dieser sogenannten "humanitären Einsätze" zu vermitteln. Sie dienen nämlich nur als Alibiveranstaltung für die Politiker, die selbst zu feige sind, politisch im Verein mit dem zahnlosen Tiger "UNO" irgendetwas gegen die Grausamkeiten dieser Welt tun zu können. Also werden zur Beruhigung der Gewissen junge Soldaten in moralisch ausweglose Situationen gebracht. Genauso läuft es in Afghanistan. Wann kommt ein Film aus Kunduz?

Monsieur Rainer
Tuesday, October 19, 2010
Achtung : Hinweis an meine Leser !
In den ersten Monaten des Jahres 2011 erscheint mein neues Buch " Die Totengräber der Demokratie "

Monsieur Rainer
Monday, October 18, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Alle Welt beneidet Deutschland ?
Die Sprache ist verräterisch! Herr Dr. Westerwelle spricht von Neid. Dies ist eine typisch deutsche Kategorie. Wir Franzosen würden es mit "envie" oder mit "crever la jalousie" übersetzen. Das ergibt aber im Zusammenhang mit wirtschaftlichem Erfolg keinen Sinn und existiert praktisch nicht im französischen Sprachgebrauch. Diese Phrase wird in Frankreich lediglich im Zusammenhang mit schönen Frauen oder schnittigen Autos verwendet. Neid auf den Erfolg eines Nachbarn ist eine wesensfremde Eigenschaft der Franzosen. Sie sagt nur etwas über den geistig-moralischen Zustand seines deutschen Benutzers aus. Diese Phrase aus dem Munde eines deutschen Chefdiplomaten ist abstossend, unangemessen und infantil!

Monsieur Rainer


Monday, October 18, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Neid auf Deutschland? Nein!
Wir Franzosen beneiden Deutschland nicht, Herr Dr. Westerwelle! Zwar beneiden wir die lammfromme Duldsamkeit der Deutschen ihren Politikern gegenüber, wir beneiden die Qualität der deutschen Produkte, wir beneiden die Stärke der Wirtschaft und ein Volk, das sich den Luxus leistet, solche schwachen Politiker zu alimentieren und doch Weltspitze zu sein. Ein solcher Haufen von Parteihanseln, die es im wirklichen Leben meist zu nur wenig gebracht hätten, die oft nur über eine Parteikarriere in die höchsten Positionen gelangt sind, die meist durch wenig qualifiziert sind, ausser durch ein gutes Sitzleder, die würden in Frankreich hinweggefegt werden. Wer bei uns etwas werden will, der muss durch die Stahlbäder der Grandes Ecoles, der bedarf eines grossen Masses an Ranküne, Chuzpe und Raffinesse und muss, wenn schon korrupt, wenigstens im grossen Stil korrupt sein und dabei Klasse beweisen. An Deutschlands Elite wirkt auf uns alles etwas miefig und kleinkariert. Vorallendingen beneiden wir die Deutschen nicht um ihr eklatantes Demokratie-Defizit, nicht um die Distanz zwischen Bürger und der Kaste der Politiker. Hier in Frankreich ist fast jeder Parlamentarier, egal ob in der Nationalversammlung, im Senat oder in der Regierung, gleichzeitig Bürgermeister einer Kommune. So ist er täglich mit den Problemen der Bürger vertraut. Der Staatspräsident wird durch direkte Wahl vom Volk gewählt. Grosse Bauvorhaben werden jahrelang mit der Bevölkerung diskutiert. Uns steht zwar das Wasser bis zum Halse, doch die Qualität ist heute wieder délicieuse!

Monsieur Rainer
Monday, October 18, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : Der FIFA - Pate
Als Don Vito Corleone älter wurde, erlaubte er seinen Capos doch auch, sich eine eigene Familie und ein eigenes Geschäft aufzubauen. Wieso sind wir jetzt überrascht, wenn alle Capos es dem grossen Paten nachmachen und auch ein Stück aus dem Kuchen der Korruption und der Unterwelt herausschneiden wollen? Es geht schon lange nicht mehr um Sport! Es geht um Geld, Macht und Korruption in organisierter Verbandsform. Mit kindlichen Augen sitzen unsere Politiker bei internationalen Sportveranstaltungen neben den Paten und meinen allen ernstes, dass sich in diesen Promi-Logen irgendjemand für Sport interressiert. Schliesslich regnet es noch Orden für den Paten. Hauptsache, man hat sich im Erfolg der grössten Gangster gesonnt und ist ein bisschen neidisch darauf, wie der das macht, ohne jemals erwischt worden zu sein. Resultat: Der Pate bleibt nur solange Pate, solange er cleverer ist, als seine Zögliche und diejenigen, die ihn nachäffen wollen.

Monsieur Rainer
Monday, October 18, 2010
Meine Antwort auf einen Leserbrief in der ZEIT
Ihre Argumente stammen aus der Mottenkiste von Marx !
Dann will ich Ihnen einmal mit der mir eigenen Höflichkeit erläutern, worum es in Frankreich in Wirklichkeit geht. Ich habe 1981 François Mitterand gewählt, in der irrigen Annahme, dass damit eine Erneuerung des Landes einher- ginge. Ausser der von mir lange ersehnten Abschaffung der Todesstrafe geschah genau das Gegenteil einer Erneuerung. Den Kommunisten und Trotzkisten schuldete Mitterand seinen Wahlsieg, ergo machte er aus Frankreich ein stalinistisches Wirtschaftssystem, verstaatlichte die Schlüsselindustrien und die Banken. Lange ging das natürlich nicht gut. Die Arbeitslosenzahlen schnellten in die Höhe, halb Frankreich war auf der Strasse. Also verbeamtete man Millionen von Arbeitslosen und stattete sie mit Feudalrenten, Sozialwohnungen und sonstigen Privilegien aus. Das ruinierte Frankreich. Chirac versuchte milde gegenzusteuern, doch erst Sarkozy machte dem korrupten Spuk ein Ende, schaffte die schwarzen Kassen (Fond speciaux) ab, feuerte 100.000 unnötige Beamte, verkaufte 7000 Dienstwohnungen und setzte das Renteneintrittsalter auf moderate 62 Jahre hoch. Gleichwohl haben wir immer noch 30,6% mehr Beamte als vor der Aktion von Mitterand. Und nun streiken diese Funktionäre, die nichts anderes tun, als uns Bürgern den lieben langen Tag das Leben schwer zu machen in der EDF, in der Post, in der Général des Eaux, in den Sozial-und Krankensystemen, auf den Präfekturen, weil sie ihre liebgewonnenen Privilegien nicht hergeben wollen. Das ist die Realität, Monsieur!

Monsieur Rainer
Sunday, October 17, 2010
Mein Kommentar in der FAZ : Boxkampf oder Werbeblock ?
Das also soll ein Boxkampf gewesen sein? Ich muss mich doch sehr wundern, dass eine so angesehene Zeitung wie die FAZ dieser Werbeveranstaltung mit zeitweiligen Boxeinlagen eines Privatsenders auch nur eine Zeile widmet. Der Titelverteidiger konnte den Eindruck nicht vermeiden, dass er den völlig überforderten Herausforderer nur lange mitspielen liess, bis alle Werbespots abgenudelt und somit die Verträge erfüllt waren. Das ist kein guter Sport, das ist kein schlechter Sport, das ist überhaupt kein Sport!

Monsieur Rainer
Sunday, October 17, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Quo vadis Merkel ?
Frau Dr. Merkel stützt heute Herrn Seehofer. Schön, und morgen? Was ich an dieser Bundeskanzlerin als geradezu schmerzempfindlich störend empfinde, ist die Tatsache, dass ich zu keinem Zeitpunkt auch nur die geringste Ahnung davon hatte, wofür sie steht und wen sie gerade "stützt". Es ist mir auch langsam gleichgültig, da ihre "Stützungen" keinen realen Wert mehr zu haben scheinen. Sie sind an Beliebigkeit nicht mehr zu übertreffen. Offensichtlich geht es nicht darum, eine Politik zu bestimmen und dann dafür um Unterstützung zu werben und sich zu stellen, sondern lauernd auf Äusserungen anderer zu warten, um sich dann zu einer wohlfeilen Meinung oder "Stützung" zu entschliessen. Das ist aber nicht Regierungskunst, das ist ein politischer Tante Emma Laden. Keine Klarheit, keine Wahrhaftigkeit, keine Überzeugungen, keine mehrheitsfähigen Entscheidungen und im schlimmsten Fall sich noch dem Verdacht aussetzen, Politik für eine Interessengruppe zu betreiben. Das ist der moralisch-politische Bankrott eines Bundeskanzlers!

Monsieur Rainer
Saturday, October 16, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL zur Abreise seines Paris-Korrespondenten
Schön, wenn er wieder in sein geliebtes Deutschland fährt. Sie hatten sich nie so richtig wohl gefühlt bei uns, n'est-ce-pas? Sie mochten und verstanden Land und Leute nicht und haben deshalb auch so verständnislos darüber berichtet. Wo geht es denn jetzt hin? In die Oberpfalz oder gar in die Röhn? Frankreich war halt nichts für Sie, hochverehrter Herr Simons. Es muss die Hölle für Sie gewesen sein! Ich werde meine Tricolore hissen, wenn Sie endlich aus Frankreich verschwinden.

Monsieur Rainer
Saturday, October 16, 2010
Meine Antwort im SPIEGEL : Grober Unfug !

Bei allem schuldigen Respekt, Monsieur, das ist Unfug!

Zitat:
Zitat von mulledinger
bin froh das bei uns nicht immer gleich das ganze land lahmgelegt wird, wenn die regierung ihr system reformiert. frankreich wird dadurch praktisch unregierbar. und die reformen werden dann umso härter je länger man wartet, siehe griechenland......

Das Land war immer regierbar in der Zeit der V. République. Nur die Protestkultur Frankreichs scheint bei Ihnen Ängste auszulösen. Das liegt daran, dass sich die Deutschen nie eine wirkliche Demokratie erkämpfen mussten. Die Bundesrepublik Deutschland wurde durch die Siegermächte gegründet. Die Demokratie kam einfach über Sie. Was mussten Sie denn tun für Ihre Demokratie? Nichts, ausser alle vier jahre zur Wahl zu gehen und zu meckern. Aber wirklich riskiert haben doch nur die Menschen in der DDR jemals etwas für eine Demokratie. Hier geht nicht das Abendland unter, wenn mal ein paar Tage kein Benzin zu haben ist. Das kennen wir alle Jahre im Herbst. Unsere Kühlschränke sind voll. Wir feiern eben noch einmal Herbtferien. So sieht das ein Franzose!

Monsieur Rainer
Saturday, October 16, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : Vive la grève !
Die Foristen im SPIEGEL glauben an den Untergang des Abendlandes, wenn mal gestreikt wird. Sie kennen keine wirkliche Protestkultur! Jeden Herbst haben wir keinen Sprit mehr. Das ist normal und so gönnen wir uns jeden Herbst einige Tage zusätzlichen Urlaubes. Hier in Frankreich wird gerne und oft gestreikt. Mal sind es die Lehrer, mal die Ärzte, mal die Bahn, mal die Piloten. Das geht genau so schnell vorbei, wie es gekommen ist. Die beiden grössten Gewerkschaften CGT und die CFDT bringen zusammen nicht einmal 100.000 Menschen mehr auf die Strassen. Und das sind meistens ihre eigenen Funktionaire. Deutsche Journalisten machen daraus gerne den Untergang des Abendlandes. Wenn die Fernfahrer, wie jedes Jahr, im Herbst streiken, dann weiss der Franzose das schon lange vorher und richtet sich darauf ein: er tankt sein Auto nocheinmal voll, füllt seinen Kühlschrank auf und bastelt eine Woche an seinem Häuschen herum. "Höhere Gewalt!" ruft er seinem Chef zu und bleibt zu Hause. Köstlich wird es, wenn die Polizisten streiken, dann gibt es regelmässig eine riesige Schlägerei mit der Bereitschaftspolizei CRS, in Frankreich auch "Schnauzenpolierer" genannt. Der Franzose ist renitent und neigt zum Widerspruch. Der Grund für einen Streik ist ihm meist egal, Hauptsache es geht gegen den Staat. In Deutschland wird zwar viel gejammert, aber Streiks sind selten. Da sitzen ja auch die Bosse der Gewerkschaften bei den Arbeitgebern in den Aufsichtsräten und zwängen sich nur ungern aus ihren Limousinen. Heute ist Streik in Frankreich, morgen ist alles wieder beim alten! Vive la France!

Monsieur Rainer
Saturday, October 16, 2010
Mein Beitrag in der ZEIT : Deutschland muss sich Demokratie erkämpfen !
Mon cher compatriote, votre commentaire est largement impressionnant! Man tut gut daran, auch diesen Aspekt in die Überlegungen mit einzubeziehen. Natürlich haben Sie recht. Die Bürger Deutschlands können gar keine wirkliche Demokratie kennen und schätzen, denn sie haben sie sich nie selbst erkämpft. Die Siegermächte haben so etwas ähnliches verordnet. Nicht umsonst sprechen die Politiker neuerdings etwas verschämt von einer "repräsentativen Demokratie". Das ist semantischer Bockmist! Entweder geht die Macht direkt vom Volke aus oder es ist eben keine Demokratie sondern irgendein Gebilde zwischen Demokratie und repräsentiver Parteiendiktatur! Aber eine Demokratie nach Westminster-Vorbild ist Deutschland eben nicht. Und das spürt das Volk und beginnt sich zu wehren, was die ZEIT als neue "Protest-Kultur" bezeichnet.

Monsieur Rainer
Saturday, October 16, 2010
Mein Beitrag in der ZEIT : Bin ich zu lange aus Deutschland weg ?
Ich will es nicht leugnen, ich liebe die alte (nicht dieses neudeutsche Kauderwelsch, das man auch denglisch nennt) deutsche Sprache mindestens so sehr, wie die französische. Angefangen habe ich in frühester Jugend mit dem SPIEGEL, der in meinem Elternhaus auf dem Index stand, dann begann ich mit Christoph Georg Lichtenberg, Heinrich Heine, Theodor Fontane und wühlte mich durch Schopenhauer. Als ich begann, mein Herz für Kurt Tucholsky zu entdecken, wurde es meinem alten Herrn zu bunt und wir trennten uns. Ich war 18 Jahre alt, als ich meine Heimat verliess. Heute lese ich täglich SPIEGEL (mit immer grösser werdender Abscheu), die FAZ, die ZEIT und mit viel Vergnügen den CICERO. Ausserdem schaue ich meine heimatliche Landesschau Baden-Württemberg, die Nachrichtensendungen des ZDF und der ARD an, um dann mich vor meinen französischen Sendern zu erholen von der Schwermut und der ernsthaften Tragik, in der diese Nachrichten vorgetragen werden. Mit grossem Vegnügen sehe ich deutsches politisches Kabarett, das es so in Frankreich kaum gibt. Die besondere Bösartigkeit und der Zynismus der österreichischen Kabarettisten haben es mir besonders angetan! Frage an den preussischen Diplomaten: Darf ich es mir anmassen, über Deutschland zu schreiben?

Monsieur Rainer
Saturday, October 16, 2010
Mein neues Buch: " Die Totengräber der Demokratie" erscheint Februar 2011

Monsieur Rainer
Saturday, October 16, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : Kindisch !
Jeder, der in der Welt eine nicht angepasste Meinung vertritt, der sich nicht dem Diktat der political correctness unterwirft, der sich gegen den weitverbreiteten Mulit-Kulti-Wahn ausspricht, wird von der öffentlichkeit sofort als "Rechtspopulist" abgestempelt. Könnte man diese kindische Diffamierung nicht endlich beenden?

Monsieur Rainer
Saturday, October 16, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Neue Protestkultur in Deutschland ?

Die neue Protestkultur ist ein Ventil für das Demokratie-Defizit. Die Politiker, die Lobbyisten, die jacobinischen Verfechter der political-correctness, Teile der Medien mit ihrem Multi-Kulti-Wahn haften auf der deutschen Demokratie wie ein chronischer Ausschlag. Die Deutschen sollten sich einmal fragen, was sie eigentlich selbst bestimmen dürfen. Wählen sie ihre Abgeordneten direkt und ohne Landeslisten in die Parlamente? Wählen sie ihre Ministerpräsidenten direkt? Wahlen Sie ihren Bundespräsidenten oder gar ihren Kanzler direkt? Haben Sie einen Volksentscheid für die AKW-Laufzeiten abgehalten? Gab es einen Volksentscheid für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan? Wollte irgendjemand in den Weltsicherheitsrat? Nein! Sie haben nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Und da wundert sich noch irgendjemand, dass die Bürger sich ein Ventil für ihren Frust suchen? Deutschland ist keine Demokratie sondern eine Parteiendiktatur, die sich auch noch Teile der Printmedien und das Staatsfersehen zu Hofschranzen macht. Wundert sich da noch jemand, dass sich der deutsche Untertan das nicht mehr länger anschauen möchte?

Monsieur Rainer
Friday, October 15, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : Mann, ist der Mann peinlich !
Fast wäre ihm in New York der S... geplatzt vor Stolz, dass nur alleine er es erreicht hatte, dass Deutschland in den Weltsicherheitsrat gewählt wurde, dann feierte er sich als GRÖSTAZ (Grösster Staatsmann aller Zeiten) in Brüssel, weil er irgendetwas über einen Schirm gesagt hat, nun erklärt er Deutschen, welcher Migrant wichtig und welcher unwichtig ist. Ich ahne es, er wollte sagen, überambitionierte Juristen aus Bonn mit zweifelhaften Manieren sind unwichtig! Richtig, Herr Dr. Westerwelle!

Monsieur Rainer
Friday, October 15, 2010
Mein Kommentar in der FAZ : Nur die halbe Wahrheit !
Der Kommentar von Frau Wiegel bedarf einiger Ergänzungen. Zunächst einmal versucht Sarkozy, die sozialistischen Heilslehren aus der Mitterand - Ära, die Frankreich fast in den Staatsbankrott getrieben haben, zu korrigieren. Dann bedarf es der Erwähnung, dass die Gewerkschaften mit schmutzigen und verabscheuungswürdigen Methoden versucht haben, die Zahlen der Demonstranten zu schönen. Sie haben nämlich den 15jähringen Schülern Hamburger mit Fritten bezahlt, wenn sie, statt in die Schule zu gehen, gegen die Rentenreform demonstrieren. Und schliesslich hat sich Mme Aubry erfolgreich um eine klare Antwort herumgedrückt, was sie im Falle einer Wahl denn anders machen würde. Wenn irgendjemand glaubt, dass der sozialistische Dominique Strauss-Kahn auch nur einen Milimeter von der Rentreform Sarkozy's abweichen würde, so läge er schief. Die Rentenreform und alle anderen Reformen Sarkozy's sind eine ökonomische Notwendigkeit, die der Chef des IWF selbst angemahnt hat. Und wer ist der Chef des IWF ? Dominique Strauss-Kahn! Diese Fakten gehören auch in den Bericht einer ausgewiesenen Frankreich-Korrespondentin der FAZ, sonst macht sie sich einer einseitigen und tendenziösen Berichterstattung verdächtig!

Monsieur Rainer
Thursday, October 14, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : Demokratie - Defizite !
In etwa 700 Beiträgen hier im SPIEGEL habe ich auf das Grundproblem in Deutschland hingewiesen. Niemand geht darauf ein, niemand interessiert sich für die Ursachen der Politikverdrossenheit, für die Verachtung der Bevölkerung für viele Politiker, für die Unruhe in der Mitte der Bevölkerung. Es wird nur gejammert und gezetert. Ich werde es leid, diesem Forum die Ursachen dafür zu erläutern. Deutschland ist keine Demokratie! Deutschland ist eine Parteiendiktatur. Stellen Sie sich doch alle einmal die Frage, was Sie als Wähler überhaupt entscheiden dürfen? Haben Sie das Recht Ihre Abgeordneten direkt zu wählen oder sind nicht 2/3 aller Landes-und Bundestagsabgeordneten auf Parteienlisten abgesichert und kommen auch ohne ihre Stimme ins Parlament? Wählen Sie irgendeinen Minister, einen Ministerpräsidenten, einen Bundeskanzler, einen Bundespräsidenten, einen Generalbundesanwalt, einen Generalstaatsanwalt direkt? Haben Sie irgendeinen Einfluss auf die Wahl des Bundesverfassungsgerichtes? Gibt es Volksentscheide zu den existenziellen Fragen der Politik, wie den Afghanistan-Krieg, die Verlängerung der AKW-Laufzeiten, zur Abwahl von OB Sauerland, zu Stuttgart 21 ? Wenn Sie alle diese Fragen mit NEIN beantworten müssen, dann werden Sie alle feststellen, dass Sie gar nicht in einer Demokratie leben! Bevor noch irgendjemand in Deutschland gewählt wird, müssen diese Defizite der Demokratie beseitigt werden, sonst haben Sie den selben Salat wie vorher!

Monsieur Rainer
Wednesday, October 13, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Deutschland im Grössenwahn

Zunächst einmal ist zu kostatieren, dass die Wahl Deutschlands in der UN-Weltsicherheitsrat rein gar nichts mit Herrn Westerwelle zu tun hat. Ergo ist sein Siegerlächeln fehl am Platze. Der ZEIT-Redakteur hat sehr detailliert beschrieben, aus welchen Staaten sich die UNO zusammensetzt und welche Verantwortung und Kosten auf Deutschland zukommen werden. Deutschland hat weder das Geld, noch die polititschen Resourcen, noch die grundgesetzlichen Möglichkeiten, den Anforderungen an ein Mitglied im Weltsicherheitsrat gerecht zu werden. Nichts anderers als Grossspurigkeit führen die deutschen Politiker in ihrem Gepäck mit. Sie wollen, sechzig Jahre nach dem Untergang, endlich wieder auf der Weltbühne mitmischen, haben aber ausser acht gelassen, dass es ihnen dazu an innerer Stabilität fehlt. Dieses Land ist noch lange keine ausgereifte Demokratie, es ist eine Parteiendiktatur. Betrachtet man es von dieser Seite, dann müssten etwa 80% der Mitglieder aus der UNO ausgeschlossen werden und davon müssten 50% vor das Kriegsverbrechertribunal gestellt werden. Die UNO hat kein Geld, keine Macht, keinen Einfluss, sie hat noch nie einen Krieg verhindert. Im Zweifel belügen die Mitgliedstaaten das gesamte Gremium, wie weiland Colin Powell. Also, was soll Deutschland in diesem Panoptikum von "Weltparlament"? Angeben, grosse Reden schwingen, zahlen und bei internationalen Konflikten mitmischen. Es ist eine Bühne der Eitelkeiten. Genau das richtige für überambitionierte Politiker!

Monsieur Rainer
Wednesday, October 13, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Deutschland schafft sich ab! Na und ?
Deutschland schafft sich demographisch ab! Im Jahre 2020 hat Deutschland 12 Millionen Einwohner weniger. Frankreich dagegen wird 11 Millionen Einwohner mehr haben. Das liegt hauptsächlich an den unterschiedlichen Geburtenraten. In Frankreich werden die Kinder vom Staat gehätschelt, gehen schon mit drei Jahren in die Ganztags-Vorschule, in Deutschland bekommt nicht einmal jedes Kind einen Kita-Platz. Mehr als hunderttausend Deutsche wandern jedes Jahr aus und verlassen Deutschland für immer. Sie halten diesen verfaulten und überbürokratisierten Staat einfach nicht mehr aus. Kaum ein Franzose käme auf die Idee, sein Land zu verlassen. Deutschland wollte hochqualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland anwerben. Was ist daraus geworden? Die besten Menschen aus allen Herren Ländern gehen doch nicht in dieses Deutschland. Es hat sich doch bis Hinter-Indien herumgesprochen, dass man als Farbiger bei Nacht nicht mehr durch MeckPo laufen darf. Die besten Fachkräfte gehen doch lieber gleich in die USA, England, Schweden oder Norwegen, wo sie mit offenen Armen empfangen werden. Deutschland schafft sich also ab! Und was wäre daran so bedauernswert?

Monsieur Rainer
Tuesday, October 12, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : Aux armes citoyen !
Hier in Frankreich wird gerne und oft gestreikt. Mal sind es die Lehrer, mal die Ärzte, mal die Bahn, mal die Piloten. Das geht genau so schnell vorbei, wie es gekommen ist. Die beiden grössten Gewerkschaften CGT und die CFDT bringen zusammen nicht einmal 100.000 Menschen mehr auf die Strassen. Und das sind meistens ihre eigenen Funktionaire. Deutsche Journalisten machen daraus gerne den Untergang des Abendlandes. Wenn die Fernfahrer, wie jedes Jahr, im Herbst streiken, dann weiss der Franzose das schon lange vorher und richtet sich darauf ein: er Tankt sein Auto nocheinmal voll, füllt seinen Kühlschrank auf und bastelt eine Woche an seinem Häuschen herum. "Höhere Gewalt!" ruft er seinem Chef zu und bleibt zu Hause. Köstlich wird es, wenn die Polizisten streiken, dann gibt es regelmässig eine riesige Schlägerei mit der Bereitschaftspolizei CRS, in Frankreich auch "Schnauzenpolierer" genannt. Der Franzose ist renitent und neigt zum Widerspruch. Der Grund für einen Streik ist ihm meist egal, Hauptsache es geht gegen den Staat. In Deutschland wird zwar viel gejammert, aber Streiks sind selten. Da sitzen ja auch die Bosse der Gewerkschaften bei den Arbeitgebern in den Aufsichtsräten und zwängen sich nur ungern aus ihren Limousinen. Heute ist Streik in Frankreich, morgen ist alles wieder beim alten! Vive la France!
Tuesday, October 12, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Adel verpflichtet ?
. Der ZEIT - Artikel ist köstlich
Statistisch gesehen gibt es unter den Adeligen nicht mehr Dumpfbacken als bei den Bürgerlichen. Wie der Redakteur richtig beschrieben hat, wurde der Adel 1918 abgeschafft. Der Adeltitel, der gar keiner mehr ist, wird also juristisch wie der Doktortitel behandelt: Er ist lediglich Bestandteil des Namens. Mir ist es gleichgültig, ob jemand einen komplizierten und langen Namen trägt oder ob er Fritz Müller heisst. Auf die Charaktereigenschaften kommt es an. Zufällig stimmen bei Herrn zu Guttenberg herausragende positive Charaktermerkmale mit einem imposanten Namen überein. Wenn er dieselben positiven Eigenschaften hätte und Fritz Müller heissen würde, würde dies meiner Wertschätzung für ihn keinen Abbruch tun. Ganz anders verhält es sich in Frankreich. Obwohl wir Franzosen dem Adel im Rahmen der Revolution eigentlich die Hälse durchgeschnitten hatten, wurde durch Napoléon I. wieder so mancher lästige Verwandte aus dem armen Korsika, so mancher Koch, Architekt, Günstling oder Soldat in einen neuen Adelsstand erhoben. Gerade dieser neue Dienstleistungsadel legt sehr viel Wert auf seine adelige Herkunft. Man fragt lieber nicht, wie die Ahnen vor Napoléon geheissen haben und ob sie vielleicht die Ställe bei den Napoléon's ausgemistet hatten. Trotzdem ist es amüsant, dem gestelzten Gehabe dieses nachrevolutionärem Adels beim spreitzen seiner Pfauenfedern zusehen zu dürfen. Beim französichen Militär ist das Tragen eines schönen Titels immer noch hilfreich bei der Karriereplanung.

Monsieur Rainer
Monday, October 11, 2010
Mein Kommentar in der FAZ : Es geht nicht mehr um einen Bahnhof
Deutschland hat ein erhebliches Demokratiedefizit. Und das bringt die bürgerliche Mittelschicht, sonst eher phlegmatisch und obrigkeitshörig, auf ungeahnte Barrikaden. Die Parteien dienen nicht mehr der politischen Meinungsbildung, sie haben die Meinungshoheit zusammen mit der ihnen eng verbundenen Medienlandschaft an sich gerissen und setzen sie, wenn es sein muss mit Polizeigewalt, gegen die Bürger durch. Zuviele politische Entscheidungen wurden gegen den erklärten Willen der Mehrheit der Bevölkerung gefällt. Zusehr scheint die Politik von Lobbyisten durchsetzt. Stuttgart 21 ist nur das Ventil der Bürger, die nun an diesem Projekt ihre ganze Wut, ihren ganzen Frust an der Arroganz der Macht auslassen. Weder die Politik, noch die Medien scheinen das Ausmass dieser Gefahr, die aus der Mitte der Gesellschaft erwächst, zu begreifen. Die alten Mechanismen der Denunziation als linke Chaoten greifen nicht mehr, wenn der Staatsgewalt Bürger, Schüler, Unternehmer und Lehrer gegenüberstehen. Es rächt sich bitter, dass dem Grundgesetz nicht gefolgt wurde und am Tage der Wiedervereinigung nicht eine neue Verfassung dem ganzen deutschen Volk zur Abstimmung vorgelegt wurde. Staat gegen Bürger, das geht nicht mehr lange gut!

Monsieur Rainer
Sunday, October 10, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Quo vadis Bundeswehr ?
Das Pferd wurde von hinten aufgezäumt! Ich schliesse mich der Meinung meines grossen Vorbildes Helmut Schmidt's an, der klar analysiert hat, dass der Umbau der Bundeswehr eine politische Strategie vorrausgehen muss. Was für Aufgaben soll die Bundeswehr erfüllen? Ist diese neue Strategie durch das Grundgesetz gedeckt? Erst wenn diese Fragen klar politisch definiert sind, kann eine Umstrukturierung der Bundeswehr erfolgen. Der ZEIT-Redakteur hat gut herausgearbeitet, dass die Neigung zur "Nationbuilding" innerhalb der NATO stark abgenommen hat. Man hat endlich die Sinnlosigkeit solcher Einsätze wie in Afghanistan eingesehen. Ich gehe jedoch noch einen Schritt weiter. Uns ist der natürliche Feind im Osten abhanden gekommen, der Warschauer Pakt existiert nicht mehr. Eine Bedrohung aus dem Osten ist nicht mehr wahrscheinlich. Wozu dient also noch die NATO? Sie ist ein Überbleibsel dieser Ost-West-Konfrontation und hat ausgedient. Heute sucht sich paradoxerweise ein ausgedientes Verteidigungsbündnis ein neues Betätigungsfeld, um Waffen, Material und Soldaten einsetzen zu können. Das ist absurd! Die Nato erfüllt nur noch einen einzigen Zweck, sie ist Vehikel für die militärischen Abenteuer einer untergehenden Hegemonialmacht: die USA. Ergo muss die NATO zuerst aufgelöst werden. Wir brauchen eine europäische Verteidigungsgemeinschaft, losgelöst von Amerika. Daraus definieren sich dann die Aufgaben ergo die Ausrüstung und die Bewaffnung. U-Boote dienen nur dem Waffenexport für paranoide Staaten!

Monsieur Rainer
Sunday, October 10, 2010
Mein Kommentar in der FAZ und in der ZEIT : Der Schlichter
Heiner Geissler ist einer der letzten Ehrenmänner der Politik. Es scheint ihm geradezu spitzbübisches Vergnügen zu bereiten, den Schlichter in Stuttgart zu geben. Wer ihn unterschätzt, kann leicht nasse Füsse bekommen. Er ist nicht nur ein sturer Jesuitenzögling aus St. Blasien, der ohne Kompromisse zu den Lehren Kant's steht, er vermag sein unglaubliches Wissen, seinen hellwachen Geist und seine humanistische Bildung auch recht eigenwillig für ein einmal gestecktes Ziel einzusetzen. Wer meint, ihn missbrauchen zu können oder ihn als Alibiveranstaltung benutzen zu wollen, der wird schon sehr bald feststellen, dass man sich mit einem einmal zornig gewordenen Geissler besser nicht anlegt. Schon grössere Lichter wie Herr Mappus haben dies schmerzlich zu spüren bekommen. Vorsicht ! Heiner Geissler hat etwas, was man heute nur noch selten findet: Unabhängigkeit. Gerade das macht ihn zu einem gefährlichen Gegner und zu einem excellenten Schlichter!

Monsieur Rainer


Saturday, October 09, 2010
Gestern ist wieder ein deutscher Soldat in Afghanistan gefallen !


Die deutsche Bundeswehr hat einige hundertausend Männer und Frauen unter Waffen. Diese Armee wird zusätzlich von ungefähr neunzigtausend Zivilangestellten verwaltet. Insgesamt wurden seit Gründung dieser Streitkräfte einige Millionen deutscher Männer und Frauen zum Dienst bei Heer, Luftwaffe und Marine eingezogen und ausgebildet. Um so erstaunlicher ist es, wenn heute die Generäle und die für die Streitkräfte verantwortlichen Politiker bereits das grosse Jammern bekommen, wenn sie den Auftrag erhalten, ein Kontingent von viertausend Soldaten für einen Auslandseinsatz zusammenzustellen. Angeblich stossen sie dabei bereits an die Grenzen der Ressourcen an Menschen und Material.

Seit Bestehen der Bundeswehr wurden tausende von Milliarden in die Ausrüstung und in die Bewaffnung investiert, doch heute befindet sich die Ausrüstung der Soldaten in einem beklagenswerten Zustand. Dies könnte an zahlreichen Einzelbeispielen festgemacht werden, soll aber hier nicht Gegenstand unserer Überlegungen sein. Es ist lediglich anzumerken, dass sich die deutschen Politiker nicht scheuen, ihre Soldaten mit unzureichender Ausrüstung in die gefährlichsten und sinnlosesten Kampfeinsätze dieser Welt zu schicken und dies nur aus Vasallentreue zu einem untergehenden Weltreich: den USA. Deutsche Politiker und Generäle handeln verantwortungslos, wenn sie die ihnen anvertrauten Menschen, Söhne und Töchter von Eltern, Väter und Mütter von Kindern, mit mangelhafter Ausrüstung in gefährliche Auslandseinsätze schicken. Die Handlungsweise dieser Politiker ist um so verwerflicher, als sie rein taktischem und strategischem Kalkül entspringt.

Wenn die deutschen Soldaten zum Beispiel in ein völlig sinnloses Abenteuer nach Kabul geschickt werden, dann müssen diese Soldaten quasi per Anhalter fliegen. Eine für grössere Auslandseinsätze geeignete Transportstaffel der Luftwaffe existiert nicht. Altersschwache Nordaltlas – und Transallmaschinen erreichen ohne Zwischenstopp kaum den Luftraum über Afghanistan, wo sie auch noch riskieren, beim Landeanflug auf Kabul abgeschossen zu werden. Wenn heute, und diese schlimmste aller anzunehmender Lagen könnte durchaus eintreten, die Taliban, die in den Bergen rund um Kabul sitzen, einen Grossangriff auf das Camp Warehouse starten, dann gibt es ein militärisches Desaster und eine menschliche Tragödie, wie wir sie seit Bestehen der Bundeswehr nicht erlebt haben. Die dort stationierten Soldaten könnten nicht einmal ausgeflogen und evakuiert werden, weil es an geeignetem Fluggerät fehlt. Man müsste russische Antonow – Transporter anmieten, um überhaupt eine Chance zu haben, aus dem Kessel herauszukommen. Und in dieser Lage faseln die verantwortlichen Politiker noch von der Ausweitung des Einsatzes der deutschen Bundeswehr in Afghanistan. Ist eigentlich diesen Politikern jegliches Schamgefühl abhanden gekommen ? Oder glaubt irgend jemand in Deutschland in seinem kindlichen Gemüt, dass der Einsatz der deutschen Soldaten in Kunduz so einfach aus freien Stücken vom Bundessicherheitskabinett beschlossen wurde, weil man humanitäre Hilfe leisten will ? Mit diesen Lügen wollen wir aufräumen. Die deutsche Bundesregierung ist, weil sie sich standhaft geweigert hat, in den Irak einzumarschieren, von den Amerikanern solange unter Druck gesetzt worden, bis sie einen Deal mit den Amis eingegangen ist, der so geht : Wenn ihr schon nicht in den Irak einmarschiert und unsere dort unter schwerem Feuer liegenden Truppen entlastet, dann entsetzt ihr unsere Truppen in Kandahar, der Hochburg der Taliban im Süden Afghanistans. Dazu fehlt es aber an Soldaten und Ausrüstung und vor allen Dingen an hochqualifizierten Kampfverbänden. Also hat man sich bereit erklärt, in den Norden Afghanistans zu ziehen, wo es relativ ruhig bleibt, wenn die Bundeswehr dort nicht die weltweit grössten Rauschgift-kartelle beim Anbau, Handel und Transport von Opium stört. Was ist das für eine politische Moral und eine Heuchelei monströsesten Ausmasses ?

Und dafür müssen die deutschen Soldaten ihre Köpfe hinhalten, Gesundheit und Leben aufs Spiel setzen. Schämen sich die Politiker eigentlich für gar nichts mehr ? Ist ihnen jede Moral auf dem Weg durch die Parteiinstanzen abhanden gekommen ? Hätten ein Helmut Schmidt oder ein Georg Leber so eine verantwortungslose und verabscheuungswürdige Politik mitgemacht ? N e i n ! Niemals ! Bei diesen unverantwortlichen Einsätzen sind tragischerweise 46 deutsche Soldaten ums Leben gekommen. Tausende sind verletzt oder schwerst traumatisiert. Und jetzt kommt die ganze Interesselosigkeit am Schicksal der ihnen anvertrauten Menschen, die ganze verabscheuungswürdige Heuchelei, die mangelnde Klasse, der nicht vorhandene Stil und das vollständige Fehlen von jeglichem Gespür für Würde und Anstand der Politiker, zur vollen Entfaltung. Von meiner Abscheu für diese Politikerkaste nehme ich auch die verantwortlichen Führungsoffiziere der deutschen Bundeswehr nicht aus, da sie allesamt nicht den Mut und die Zivilcourage haben, unseren Politikern diesen Wahnsinn auszureden. Ein nicht genannt wollender General der Bundeswehr hat mir geschrieben, dass er den ganzen Bundeswehreinsatz in Afghanistan für den dümmsten Krieg seit der Erfindung des Schiesspulvers hält. Ich habe seinen Wunsch auf Anonymität zu respektieren. Als Publizist und Autor zahlreicher Bücher habe ich das staatlich garantierte Recht, diese Quelle n i c h t zu nennen. Niemand kann mich dazu zwingen, meine Quellen preiszugeben.

Alle heuchlerischen und verlogenen Lippenbekentnisse deutscher Politiker und Generalstäbler sind jäh entlarvt, wenn deutsche Soldaten im Einsatz gefallen sind und nach Hause überführt werden. Was findet da hinter Stacheldrahtzäunen in militärischen Sperrgebieten für ein würdeloses Schauspiel statt ! Eine Kompanie schlecht ausgebildeter Soldaten in Arbeitsklamotten und kaum in der Lage, im Gleichschritt zu marschieren, erwartet die Särge der toten Kameraden auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln – Wahn. Es glänzen durch Abwesenheit : Der Bundespräsident, die Bundeskanzlerin, der Bundes-verteidigungsminister, sämtliche Mitglieder des Bundessicherheitskabinetts, sämtliche Inspekteure der Teilstreitkräfte von Heer, Luftwaffe und Marine, ganz zu schweigen vom Generalinspekteur der Bundeswehr, sämtliche Mitglieder des Führungsstabes der Deutschen Bundeswehr, das Wachbataillon der Bundeswehr, das Musikcorps der Bundeswehr usw.usw. Bei der letzten Trauerfeier für gefallene Bundeswehrsoldaten musste die Kanzlerin von der BILD-Zeitung dazu gezwungen werden, daran teilzunehmen. Tote Soldaten machen sich schlecht im Image und bringen keine Wählerstimmen.

Aber wenn ein Verteidigungsminister verabschiedet wird, dann gibt es einen grossen Zapfenstreich mit Fackelzug und Helm ab zum Gebet. Das kann noch so eine grosse Pfeife gewesen sein in seinem Amt und ein noch so jämmerlicher Versager, für ihn wird das ganze militärische Arsenal an Feierlichkeiten ausgepackt und veranstaltet. Und unsere toten Soldaten werden von einem schlampigen und unmotivierten Haufen von Passgängern in Arbeitsuniformen empfangen. In der Zwischenzeit hat man etwas dazugelernt, die Zeremonien sind besser organisiert worden. Graf Baudissin, ein hochintelligenter und integrer Offizier hat diese Bundeswehr mit seiner Lehre über die « Innere Führung » und dem Begriff des « Bürgers in Uniform » geprägt und viel dazu beigetragen, dass die heutigen Streitkräfte innenpolitisch keine Rolle mehr spielen. Dies ist ein Segen für das Land nach den leidvollen Erfahrungen der Weimarer Republik und des Dritten Reiches. Eines hat er aber übersehen oder falsch eingeschätzt : Er hätte darauf dringen müssen, dass die Soldaten in der Freizeit in der Öffentlichkeit nur in Uniform präsent sein dürfen. So hätte sich eine Verbundenheit der Bevölkerung mit den Soldaten über einen langen Zeitraum von fünfzig Jahren entwickeln können, wie es zum Beispiel in der Schweiz oder anderen europäischen Ländern wie Italien, Spanien, Frankreich und in Skandinavien durchaus der Fall ist. So aber hat sich die Bundeswehr nur hinter Kasernenmauern verschanzt und ist nicht einmal in der Lage, eine öffentliches Gelöbnis oder eine Vereidigung in der Öffentlichkeit zu veranstalten, ohne dass sie durch ein riesiges Polizeiaufgebot vor Randalierern beschützt werden muss. Das Verständnis und die Verbundenheit mit den deutschen Soldaten fehlt in der Bevölkerung nahezu vollkommen. Die Politiker und die Führungsoffiziere der deutschen Bundeswehr sind aber ein Spiegelbild der Bevölkerung. So wie wir heute bei den Jugendlichen in den Schulen, an den Universitäten und auch bei den Menschen im Berufsleben das Gefühl für Anstand, Manieren und Stil vermissen, so vermissen wir diese Werte bei vielen deutschen Politikern und bei manchen Offizieren. Dies ist der Grund für das jämmerliche Schauspiel bei der Heimkehr der toten deutschen Soldaten.

Schauen wir uns einmal an, wie die toten italienischen Soldaten, die in Afghanistan einem heimtückischen Bombenanschlag zum Opfer gefallen sind, zu Hause empfangen und geehrt wurden. Auf dem römischen Flughafen ist eine gemischte Ehrenformation aus Heer, Luftwaffe, Marine und Carabinieri angetreten. Anwesend waren der gesamte italienische Generalstab und eine Ehrenformation des Alpini – Musikcorps, das die italienische Nationalhymne spielte. Schweigend eskortierten Generalsstabsoffiziere aller Teilstreitkräfte die Särge der Gefallenen. Die Särge wurden von Carabinieri in Galauniformen mit weissen Handschuhen zu den Fahrzeugen getragen. Eine Ehrenwache der römischen Garde in historischen Uniformen erwartete die Särge mit gesenktem Degen. Am Tag darauf wurden die Särge der toten Soldaten, bedeckt mit der Bandiera Italiana, im Castell San Angelo in Rom aufgebahrt. An den Särgen zogen Carabinieri in historischen Uniformen mit gezogenen Säbeln zur Totenwache auf. Tausende von Bürgern Roms defilierten an den Särgen vorbei und erwiesen den toten Soldaten die letzte Ehre. In einer der grössten Kirche Roms wurde die Trauerfeier für die toten Soldaten zelebriert. Der Kardinalerzbischof von Rom las die heilige Messe. Anwesend waren der Staatspräsident, der Ministerpräsident, das gesamte italienische Kabinett, die Präsidenten der obersten Gerichte in ihren Roben, sowie der gesamte italienische Generalstab mit den Kommandeuren aller Teilstreitkräfte. Vor der Kirche gaben tausende von Bürgern den Gefallenen das letzte Geleit. Die Särge wurden auf Lafetten durch die Strassen Roms gefahren, begleitet von der republikanischen Garde zu Pferd. Die Geschäfte waren geschlossen, an den Häusern wurde die italienische Flagge auf Halbmast gesetzt und mit einem Trauerflor geschmückt. Für ganz Italien wurde Staatstrauer angeordnet.

Das, Frau Bundeskanzlerin, meine Herren « beamteten » Generalstäbler wäre das Mindeste gewesen, was wir an Stil und Würde von Ihnen hätten erwarten dürfen. Wir schämen uns für Ihre Gleichgültigkeit. Ihnen gebricht es förmlich an dem Gefühl für Stil, Würde und Klasse. In den Erdboden solltet Ihr Damen und Herren Honoratioren versinken vor Scham.

Frankreich muss sich hinter Italien in dieser Frage nicht verstecken. Fallen französische Soldaten, egal ob sie Fremdenlegionäre oder gebürtige Franzosen sind, dann werden ihre Särge im Hof des Invalidendoms von Paris aufgebahrt. Der gesamte französische Generalstab, das Kabinett, der Präsident des Senates, der Parlamentspräsident und natürlich der Präsident der Republik finden sich zur Trauerfeier ein. Eine Ehrenkompanie der Garde républicaine zu Fuss, sowie der Chor und das Musikkorps der Präsidentgarde ziehen auf und spielen und singen die Marseillaise. Soldaten und Offiziere der Einheit der Gefallenen bilden das Ehrenspalier. Der Staatspräsident ernennt die Gefallenen posthum zum Chevalier de l’ordre d’Honneur. (Ritter der Ehrenlegion) Eine Escadron der Garde républicaine a cheval in prächtigen Galauniformen escortiert die Särge bis zum Ehrenhof der Ecole militaire, wo die Angehörigen von ihren Lieben Abschied nehmen können. Danach werden die Särge von der Garde républicaine an ihre Heimatorte begleitet und im engsten Familienkreis beigesetzt.

Und in Deutschland? Nur, wenn es gilt, sich selbst zu feiern, dann ist keine Veranstaltung zu teuer und zu lächerlich, keine Anlass zu banal und zu blöde, um sich in Sälen und Kirchen zu versammeln und sinnentleerte Reden zu halten, betroffene Mienen aufzusetzen und feierliches Gehabe wie eine Monstranz vor sich her zu tragen. Den schlimmsten Betroffenheitskitsch aber müssen deutsche Soldatenfrauen über sich ergehen lassen!


Keine Schuld ist dringender, als die, Danke zu sagen.

(Marcus Tullius Cicero)


Monsieur Rainer
Friday, October 08, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL: Frau zu Guttenberg jagt Kinderschänder
Die meisten Beiträge in diesem Forum sind dem Nivau des SPIEGEL - Berichtes durchaus angemessen. Das ist nicht satisfaktionsfähig, so tief kann man gar nicht schiessen. Wurde der SPIEGEL von Friede Springer gekauft?

Monsieur Rainer
Friday, October 08, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Political correctness ?
Entspricht es den Ansprüchen der ZEIT, wenn ich meine ohnmächtige Wut im Zaume halte und einfach nur berichte, dass die Wasserwerfer schon am Abend vor der Demonstration am letzten Donnerstag in Stellung gegangen sind? Ist es sachlich genug, dass der Inspekteur der Polizei im Stuttgarter Innenministerium die Befüchtung hatte, dass die Stutgarter Polizisten sich möglicherweise weigern würden, auf Kinder, Jugendliche, Bürger und alte Menschen einzuprügeln und daher ortsfremde Elite Verbände der Bereitschaftspolizei angefordert hat. Wäre es unsachlich, wenn ich berichte, dass der Professor an der Polizeihochschule Villingen-Schwenningen und der Generalsekretär der Polizeigewerkschaft den gesamten Polizeieinsatz als unangemessen eingestuft haben? Ist es unsachlich, zu behaupten, dass die örtliche Einsatzleitung der schwerbewaffneten Bereitschaftspolizei vom Stuttgarter Innenministerium nicht darüber informiert wurde, dass sie auf eine genehmigte Demonstration von Schülern in Begleitung ihrer Lehrer und nicht auf eine Meute autonomer Chaoten stossen würden? Ist es sachlich genug und steht es einem Bürger zu, über die Medien zu verlangen, dass diese Beamten zur Rechenschaft gezogen werden müssen? Oder sind Beamte in diesem "Rechtsstaat" sakrosakt? Darf ich einen Politiker in den Medien als verlogen bezeichnen, wenn er wider besseren Wissens heute noch behauptet, dass die Meute von aggressiven Demonstranten mit Steinen auf die Polizei losgegangen sei und die Polizisten also aus reiner Notwehr gehandelt haben?

Monsieur Rainer
Friday, October 08, 2010
Mein Kommentar in der FAZ : Halt's Maul, Ratzinger !
Das ist der Unterschied zwischen Deutschland und Frankreich ! Frankreich hat im Gegensatz zum III. Reich des Adolf Hitler nie einen Konkordatsvertrag mit dem Vatikan unterzeichnet. Frankreich ist seit der französischen Revolution ein laizistischer Staat. Es ist neu, dass sich französische Bischöfe erdreisten, sich öffentlich zu politischen Fragen zu äussern. Das steht ihnen nicht zu, sie haben zu schweigen! Die katholische Kirche lebt in Frankreich nicht in einer Parallelwelt zum Staat, sie ist ausschliesslich den weltlichen Gesetzen der Republik unterworfen. Pädophile Prister werden nach dem Code Penal bestraft, die Kirche hat keinen Aufklärungsvorbehalt. Ein Bischof, der eine sexuelle Misshandlung eines Priesters vertuscht, geht ebenfalls ins Gefängnis. Die Kirche wird auch nicht vom Staat alimentiert, sie erhält keine Kirchensteuer, ihre Pfarrer werden nicht vom Staat wie Beamte besoldet. Die meisten Franzosen sind zwar katholisch, jedoch nicht religiös und stehen der Kirche distanziert gegenüber. Das Gesetz "La Laïcité" tat ein übriges, wonach es verboten ist, in staatlichen Einrichtungen, irgendwelche Abzeichen zu tragen, die auf eine Zugehörigkeit zu einer Religion oder Weltanschaung schliessen lassen. Deutschland hat die im GG vorgeschriebene Säkularisierung nie ratifiziert !

Monsieur Rainer
Friday, October 08, 2010
Kommentar in der FAZ : Der " Rechtsstaat " ist die Beute der Parteien !
Ist der "Rechtsstaat" eine sakrosankte und unfehlbare Relique? Der "Rechtsstaat" wird merkwürdigerweise immer dann bemüht, wenn es darum geht, dem Bürger eine Legitimation für dies oder jenes vorzugaukeln, die die Eigentümer des Rechtsstaates, nämlich die Politiker, gar nicht besitzen. Darf, ja muss er nicht in Frage gestellt werden, wenn Politiker nicht direkt vom Volk gewählt worden sind, sondern über Parteienlisten in die Parlamente kamen? Darf der Rechtsstaat nicht in Frage gestellt werden, wenn Bundesanwälte und Generalstaatsanwälte weisungsabhängige politische Beamte sind? Darf ein Rechtsstaat nicht in Frage gestellt werden, wenn es an jeder Dienstaufsicht für Richter, Staatsanwälte und Polizisten mangelt, wenn Politiker ihre angeordneten Polizeieinsätze nicht vor einer unabhängigen Dienstaufsicht zu rechtfertigen haben? Ist das nicht schon höhnisches Gewäsch, wenn Politiker bewusst wahrheitswidrig behaupten, dass die Demonstranten in Stuttgart eine aggressive Meute von gewalttätigen Aufrührern waren? Ist das noch ein Rechtsstaat, wenn die Politiker Politik gegen den erklärten Willen der Mehrheit der Bevölkerung machen wie bei den AKW-Laufzeiten, Stuttgart 21, Duisburg und Afghanistan? Der Rechtsstaat ist eine Parteiendiktatur! Die Bürger verweifeln an diesem "Rechtsstaat" !

Monsieur Rainer
Friday, October 08, 2010
Frankfurter Buchmesse
Die Frankfurter Buchmesse ist eine Einrichtung mit grosser Tradition. Grosse Werke der nationalen und internationalen Literatur werden hier von ihren Autoren und Verlagen vorgestellt. Die Begeisterung der Bevölkerung für das Buch ist ungebrochen. Dieses Jahr sind vor allen Dingen Biografien sehr beliebt. Dabei denkt der geneigte Leser natürlich zuerst an die grossen Werke von Fest, der mit seiner unglaublich guten Hitler-Biografie einen Weltbestseller und ein Standardwerk geschrieben hatte. Ebenso wurde die Biografie von Marcel Reich – Ranicki zu Recht gefeiert. Keine Frage, dass Bethge Geniales mit seiner Biografie über Dietrich Bonhoeffer geschaffen hat. Die Thomas Mann – Biografie gehört zu den Klassikern der Literatur. Die russischen Schriftsteller feiern dieses Jahr zu Recht ihren gelungenen Anschluss an die grosse Tradition der russischen Weltliteratur.

Über die Biografien von ausgemusterten Politikern breiten wir lieber den Mantel der Barmherzigkeit. Sie sind meist verlogen, entspringen schierer Geltungssucht oder sind oft auch nur versteckte Abrechnungen mit Parteifeinden. Wer so einen Schund kauft, ist selbst schuld.

Nun erleben wir aber ein völlig neues Phänomen. Menschen aus allen möglichen «Berufen» haben entdeckt, dass mit sogenannten Biografien, oder was immer sie dafür halten, viel Geld zu verdienen ist und auch glänzend alte Rechnungen mit ihren «Enthüllungen» beglichen werden können. So kommen uns plötzlich Fussballer, Schlagerproduzenten, abgetakelte Boxen –Luder, verstossene Bumsgenossinnen von sogenannten Promis und alles mögliche Geschmeiss aus der Mottenkiste des Boulevardjournalismus mit ihren «Biografien» daher und verdienen sich mit ihren «Lebensbeichten», oder was immer das auch sein soll, eine goldene Nase. Dabei sind diese « Schriftsteller» im täglichen Tratsch in den Boulevard –Magazinen der kommerziellen TV–Sender kaum in der Lage, einen fehlerfreien Satz zu artikulieren. Ein grauenhaftes Gestammel dieser «Superstars» erwartet uns jeden Abend in den einschlägigen Sendungen. Nichts ist zu blöde und zu banal, als dass Boulevardjournalisten uns diesen geistigen Dünnschiss nicht täglich servieren müssten. Und nun kommt uns deren orale Inkontinenz auch noch in Buchform daher!

Und die Bevölkerung schmeisst sich wie wild auf diesen gefrorenen Mist. Was ist los mit der deutschen Intelligenz ? Sind die Deutschen Literaturfreunde oder geile Voyeure ? Der Trend geht weg von «Praline» und "Frau im Spiegel" hin zur gepressten Form von Homestorys.
Da schreibt sich ein Daniel Küblböck aus Niederbayern, der deutschen Sprache kaum mächtig, seine pubertären Pickel aus dem Gesäss. Dass er nicht singen kann, war schon bekannt, dass er auch nicht schreiben kann, ist keine wirkliche Überraschung.

Die ausgemusterte Bettmieze eines Schlagerfuzzis, aufgedonnert mit Cognacmütze, zwei Kilo Silikon in der Brust und mit einem Calgon – Lächeln perforiert, zieht die Frankfurter Buchmesse dem alsbald drohenden Sozialamt vor. «Ungelogen» heisst deren Erstlingswerk. Wenn das alles wahr sein sollte, dann ist es noch schlimmer, als wir befürchtet hatten. Der Schlagerfuzzi hatte den Reigen eröffnet und schnell gerochen, dass man viel Geld verdienen kann, wenn man jede Benimm-Regel eines Gentleman einfach über Bord wirft und die letzten Intimitäten mit den zahlreichen Betthäschen auf den offenen Markt wirft.

Bei der Darstellung ihres verpfuschten Lebens schrecken diese «Superstars» vor keiner Gemeinheit, vor keiner Sauerei und vor der Ausbreitung keiner noch so schmierigen Intimität zurück. Da wird der letzte seelische Mülleimer, das verschissenste emotionale Klo mit blossen Händen ausgekratzt und zwischen zwei Pappdeckeln in ein Buch gepresst. Kein Lebensabschnittsgefährte, egal ob männlich oder weiblich, beruflich oder privat ist vor diesen «Enthüllungen« sicher. Jede noch so banale Anekdote wird zum Meilenstein in deren Vita aufgedonnert. Wer dabei auf der Strecke bleibt, ist völlig gleichgültig. Nur die Verkaufszahlen an das geifernde Publikum zählen ! Die Auflagen sind das Mass aller Dinge !

Jedes Land hat die Schriftsteller, das es verdient. Offensichtlich kann das Niveau der Deutschen durchaus noch unterboten werden. Es sollte eigentlich keine Überraschung mehr für uns sein. Nachdem schon Darmspiegelungen von ehemaligen Tagesschausprecherinen zu Medienereignissen hochstilisiert wurden, sind wir vor gar nichts mehr sicher. Es stellt sich für uns nur noch die Frage: Was verkauft sich besser? Literatur oder Wichsvorlage?
Daran wird sich der deutsche Buchkäufer messen lassen müssen. Daran wird Deutschland gemessen werden. Diese Frage gilt es zu beantworten. Und das Urteil wird vernichtend sein.

Und so rufe ich den Bohlens, Naddels, Effenbergs und Küblböcks dieses Landes zu:

Hättet Ihr geschwiegen,
Wäret Ihr Philosophen geblieben.

Schon Kurt Tucholsky sagte zu solchen Entwicklungen:

« Das ist nämlich so in Berlin :
Einer ist plötzlich für Biographien.
Und aus diesem Grunde, grad oder krumm,
Gefällt diese Sache dem Publikum. Das Publikum mag das Neue gern kaufen…

Nun kommen sie aber alle gelaufen !

Jetzt schiessen, mit und ohne Komfort,
Die Biographien aus dem Boden hervor :

Kaiser Gustav der Heizbare ; Fürstenberg ;
Der Herzbesitzer von Heidelberg ;
Frau Neppach, Einstein und Lindberghs Sohn
Und vom Landgericht III der Justizrat Cohn-

Sie alle bekommen ihre Biographie
(mit Bild auf dem Umschlag)-jetzt oder nie !
Heute so dick wie ein Lexikon,
Und morgen spricht kein Mensch mehr davon……"

(Kurt Tucholsky)

Tuesday, October 05, 2010
Mein Beitrag im SPIEGEL : Die Kleinen hängt man........
Glaubt irgendjemand allen ernstes, dass ein kleiner Trader mit einem Salär von 50.000€ fünf Milliarden verzockt haben soll, ohne dass die Sicherungsmechanismen einer jeden gut geführten Bank Alarm geschlagen haben? Natürlich ist dieser Richterspruch ein politisches Urteil. Es sollen nämlich die Freunde der Politiker, die in Frankreich in den höchsten Funktionen der Wirtschaft sitzen und dieselben Eliteschulen wie sie durchlaufen haben, geschohnt werden. Der Trader soll 4.9 Milliarden Euro zurückbezahlen? Das ist doch ein Treppenwitz der Geschichte. Ginge es nach den französischen Richtern, dann dürften nur noch wenige deutsche Bänker auf freiem Fuss sein und den Rest ihres Lebens Schulden abbezahlen. Wo kommen wir denn hin, wenn die Vorstände der Banken persönliche Verantwortung für ihr desaströses Handeln übernehmen müssten?

Monsieur Rainer
Tuesday, October 05, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT :Wer sind die Feinde der Demokratie ?

Sind es die Kinder, Jugendlichen, Frauen, Mütter, Grossmütter, Väter, Grossväter, die in Stuttgart von ihrem grundgesetzlich garantierten Recht der Demonstrationsfreiheit und Meinungsfreiheit Gebrauch machen? Ist es der Vorsitzende Richter am Landgericht Stuttgart Reicherter, der von einem Wasserstrahl eines gepanzerten Polizeifahrzeuges von den Beinen geholt wurde? Oder sind es die Politiker, die genehmigte Demonstrationen von Kindern und Jugendlichen mit Tränengas, Pfefferspray, Gummiknüppel und Wasserwerfern durch eine verhetzte Meute von uniformierten Schlägern auflösen lassen? Sind es nicht eher Politiker, die Politik gegen den erklärten Willen der Mehrheit der Bevölkerung betreiben? Ginge es nach den Demokraten in Deutschland, dass wäre kein deutscher Soldat in Afghanistan. Ging es nach den Bürgern Duisburgs, wäre OB Sauerland nicht mehr im Amt. Ginge es nach den Bürgern, dann würden die AKW Laufzeiten nicht verlängert. Und ginge es nach der Stuttgarter Bevölkerung, so würde Stuttgart 21 nicht gebaut werden. Wer sind also die Demokraten und wer sind die Feinde der Demokratie?

Monsieur Rainer
Tuesday, October 05, 2010
Mein Kommentar in der FAZ : Deutschland's diplomatische Kunst
Frau Leutheuser-Schnarrenberger nennt also einen vom niederländischen Volk in freien und geheimen Wahlen in das Parlament gewählten Abgeordneten eine "zwielichtige Figur". Frau Merkel muss sich über Holland aufregen, weil diese liberalsten aller Europäer den verordneten Multi-Kulti-Wahn ein für allemal satt haben, weil sie es gewagt haben, sich gegen den ständigen Genuss der political-correctness-einheits-sauce zu wehren. Ist das der Niedergang der diplomatischen Usancen oder der Beginn einer Kanonenboot - Politik der Deutschen? Sie kritisieren ganz Europa, nur zu Hause in Deutschland sei alles in Ordnung? Ist der CDU-OB Sauerland nicht noch im Amt? Wurden nicht eben gegen den erklärten Willen des Volkes die AKW-Laufzeiten verlängert? Wurden nicht letzte Woche noch Kinder, Jugendliche, Frauen, Kinder und Opas von einer Meute aufgehetzter uniformierter Schlägerbanden krankenhausreif geprügelt, weil sie ein paar Bäume schützen wollten? Sterben nicht deutsche Soldaten in Afghanistan, obwohl die Mehrheit der Deutschen diesen Krieg gar nicht will? Wird in Deutschland nicht eine Politik betrieben, die nach Korruption nur so riecht? Aber anderen den Marsch blasen, ja das konnten die deutschen Oberlehrer immer schon.

Monsieur Rainer
Sunday, October 03, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Tag der Wiedervereinigung, Wulff hat geliefert!
18. Alles ist gut, Herr Wulff hat geliefert !
Wer die Rede eines wirklich präsidialen Menschen zum Tag der deutschen Einheit hat hören wollen, der lauschte der aufregenden, anregenden und anrührenden Rede von Herr Gauck im Berliner Abgeordnetenhaus. Die geladenen Gäste waren nicht zufrieden, was ein gutes Zeichen ist. Der Rat der Muslime tobte, die Linken pöbelten und die Arrivierten schauten betroffen. Ganz im Gegensatz zur heutigen Rede des eigentlichen Bundespräsidenten. Niemand musste sich aufregen, eher bestand die Gefahr des Sekundenschlafes. Er bediente sämtliche Klischees, liess keinen Muli-Kulti-Apell aus, rief zum reichlichen Genuss der political-correctness-einheits-sauce auf und wagte sogar, von den Einwanderern ein bisschen Liebe zu ihm und zu Deutschland einzufordern, um aber sofort wieder für mehr Toleranz zu plädieren. Als ob es daran in Deutschland mangeln würde. Deutschland ist so tolerant, dass es jetzt sogar die liberalen Holländer ermahnen muss, nicht so grottenfalsch zu wählen. Deutschland ist so tolerant, dass es jetzt die Stabilitätssünder der EU zur Ordnung rufen muss, dabei übersehend, dass es selbst mit 5% gegen die Maastricht-Kriterien verstösst. Natürlich vergass Herr Wulff ja auch die Ostdeutschen nicht. Sie hatten ja irgenwie auch etwas mit der Wiedervereinigung zu tun. Im Saal war zwar keiner der damals Mutigen, auch Frau Merkel wurde nie bei Demonstration in Leipzig gesichtet, sie stiess erst zu den Widerstandskämpfern, als es darum ging, Ämter zu verteilen. Conclusio: Es war eine Rede!

Monsieur Rainer
Sunday, October 03, 2010
Mein Beitrag im SPIEGEL : Heute gehört uns Deutschland, morgen.......
Die Deutschen bestimmen, was politisch korrekt ist. Die guten Menschen von Deutschland versuchen mit ihrem Multi-Kulti-Wahn und ihrer political-correctness-einheits-sauce, die sich wie ein chronischer Ausschlag auf das Land legt, jede andersdenkende Stimme mit dem Totschlagargument "Rechtspopulist" zu denunzieren. Die Deutschen brechen ein diplomatisches Gesetz, in dem sie sich in die Wahlen und die Regierungsbildung eines europäischen und liberalen Rechtsstaat einmischen. Sie fordern eine harte Gangart gegen Sünder des Stabilitätspacktes und verstossen selbst mit 5% dagegen. Sie michen sich in alles und jedes ein. Soll am deutschen Wesen schon wieder die Welt genesen? Haben die geduldigen Holländer nicht das verdammte Recht, zu wählen, wen sie wollen? Was geht das die Deutschen an?

Monsieur Rainer
Sunday, October 03, 2010
Mein Beitrag im SPIEGEL : Powel und Rice, die Hausnigger von Bush

" Auf den blühenden Baumwollfeldern Georgias füchteten die Feldnigger nichts mehr als die Hausnigger, sie waren die schlimmsten Peiniger der Unterdrückten, nur um ihren weissen Herren zu gefallen."

Monsieur Rainer
Sunday, October 03, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : Die Ratten wagen sich aus den Löchern
Aus den meisten Beiträgen, die mich in die Nähe eines Soziopathen rücken, kriecht der lange in Deckung gegangene Wust von Kriegsbefürwortern im Irak. Sie waren angesichts der Fakten lange nicht en vogue. Nun setzen sie auf das kurze Gedächtnis der Menschen und wagen es, ihre alten Parolen aus der Mottenkiste der Geschichte herauszukramen. Es ist scheinbar schon vergessen, dass Sadam Hussein der Hurensohn Amerika's war, es ist schon vergessen, dass es den USA egal war, mit welchen Mitteln ihr "son of the bitch" die Iraner und die Kurden bekämpft hatte. Sie haben ihm das Giftgas, die Satellitenunterstützung und die Waffen ja auch geliefert. Erst als der ungezogene Sohn der CIA ihre Freunde in Kuweit angriff, musste er eine Tracht Prügel beziehen. Die Pläne für einen weiteren Angriff gegen den Irak lagen in der Schublade, da kam 9/11 gerade recht, um es ihm in die Schuhe zu schieben, obwohl die Attentäter und al-Quaïda gar nichts mit dem Irak zu tun hatten. Wie die Geschichte ausging, ist bekannt. Das soll jetzt eine Demokratie sein? Warum greifen die USA mit dieser Begründung nicht halb Afrika an? Antwort, weil die USA deren ÖL schon gestohlen hat, oder es dort keines gibt!

Monsieur Rainer
Sunday, October 03, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : Soziologenkauderwelsch
Natürlich lässt sich alles differenzieren. Ich habe das in in einigen zehntausend Seiten meiner Bücher versucht. Schwarz-weiss-Malerei ist mir fremd. Es lohnt nicht, mit Ihnen zu diskutieren, deshalb nun der angekündigte böse Witz, der zu Ihrem Repertoire passen könnte: " Der Hitler war schon gut, bloss das mit den Autobahnen hätte er nicht machen sollen!" Es gibt Soziologen, die noch das letzte und mieseste Verbrechen relativieren können. Verschonen Sie mich damit! Ich weiss, im Gegensatz zu Ihnen, was Krieg ist. Er ist durch nichts gerechtfertigt, basiert nur auf Lügen, er ist schmutzig, gemein, niederträchtig und traumatisierend für alle Beteiligten. Da sitzt also eine Kriegsverbrecherin in Palo Alto und verkauft ihre Bücher. Alles, was Condolezza Rice denkt, steht ihr frei, aber muss man so einen gefrorenen Mist auch noch drucken? Hat diese Verbrecherin nicht genug Elend über diese Welt gebracht?

Monsieur Rainer
Sunday, October 03, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : Wehe den Besiegten !
Jeder Krieg beginnt mit einer Lüge. Und dass Condolezza Rice zusammen mit ihren Freunden Powel, Bush, Wolfowitz und Rumsfeld die grössten Lügner der jüngeren Geschichte sind, das hat sich in der ganzen Welt herumgesprochen. Die Besiegten hat man aufgehängt, die Sieger verkaufen ihre Lügen in Karton gepresst. Dabei hätten beide Parteien, Sieger wie Besiegte vor ein Kriegsverbrechertribunal gehört. Stattdessen widmet man diesen Verbrechern noch ein Forum zum Verkauf ihrer verlogenen Bücher.

Monsieur Rainer
Sunday, October 03, 2010
Mein Kommentar im SPIEGEL : Letzte Zuckungen der Priviligierten !
Um was geht es eigentlich? Als François Mitterand im Jahre 1981 mit Hilfe der Sozialisten, Kommunisten, Trotzkisten und noch einigen Spinnern der extremen Linken an die Macht kam, begann er mit der Verstaatlichung der Schlüsselindustrie. Dies war ein Rückfall in stalinistische Zeiten und für Frankreich ruinös. Die Arbeitslosenzahlen schwollen ins unermessliche an. Ganz Frankreich ging auf die Strasse und wollte die Sozialisten vom Hof jagen. Den sozialistischen Heilsbringern fiel nichts besseres in ihrer Verzweiflung ein, als hunderttausende von Arbeitslosen zu verbeamten oder wenigstens in den öffentlichen Dienst zu übernehmen, um sie von den Strassen zu holen. Sie wurden mit Feudalrenten, der 35 Stunden-Woche, Dienstwohnungen und allerlei Privilegien ausgestattet. 37% mehr Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst waren das Ergebnis. Seither mühen sich alle gaullistische Regierungen, diesen Wahnsinn zu beenden. Hunderttausende von Beamten wurden gefeuert. 7000 Dienstwohnungen verkauft. Das Renteneintrittsalter wurde vom europäischen SPitzensatz von 59.3 Jahren auf moderate 62 Jahre angehoben. Die Mehrheit der Franzosen, vertreten durch ihre Parlamentarier machten diesem kommunistischen Spuk nun ein Ende. Kommende Woche wird der Senat das Gesetz ebenfalls durchwinken. Die Funktionäre und die Gewerkschaftler bäumen sich noch einmal gegen das Unvermeidliche auf. Nun ist Schluss mit lustig!

Monsieur Rainer
Sunday, October 03, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Brillanter ZEIT-Redakteur !
10. Ein intellektuelles Highlight der ZEIT - Redaktion !
Die damals Mächtigen in Ost und West liessen sich trotz Bedenken vom damaligen Kanzler Dr. Kohl überzeugen, dass von einem wiedervereinigten Deutschland nie mehr eine Gefahr für den Frieden ausgehen würde. Das ist sein Verdienst! Die Anerkennung für die Wiedervereinigung gebührt jedoch den vielen namenlosen Demonstranten, die unter Lebensgefahr gegen die DDR auf die Strassen gegangen sind. Das darf nie vergessen werden! Es war die einzige Revolution auf deutschem Boden. Um so mehr gebührt den Menschen der DDR unser Respekt! Ja, es wurden Fehler gemacht. Anstatt, wie von unseren Gründervätern vorgesehen, eine neue Verfassung zu schreiben und sie dem ganzen deutschen Volke zur Abstimmung vorzulegen, stülpten die westdeutschen Politiker ihre liebgewonnenen alten Zöpfe den Bürgern der DDR einfach über, ohne Rücksicht auf deren Befindlichkeiten. Das rächt sich nun. Die heutige Kanzlerin verfügt nicht über die Sensibilität und Euphorie Kohls für Europa. Sie schürt mit ihrem oberlehrerhaften Verhalten und ihren ungebetenen Ratschlägen alte Ressentiments gegen Deutschland! Was hat die Frau sich z.B. in die Regierungsbildung Hollands einzumischen? Was hat sie in Brüssel nach der strikten Einhaltung der Maastricht-kriterien zu krähen, obwohl sie diese selbst mit 5% verletzt? Das macht die kaltherzige Machtpolitikerin nicht lieblicher. Sie war auch nie bei Demonstrationen in Leipzig aufgefallen und gesellte sich erst zur Politik, als alles entschieden war und es nur noch um Ämter ging.

Monsieur Rainer
Saturday, October 02, 2010
Mein Kommentar in der FAZ : Die deutsche Wiedervereinigung
Die damals Mächtigen in Ost und West liessen sich trotz einiger Bedenken vom damaligen Kanzler Dr. Kohl überzeugen, dass auch von einem wiedervereinigten Deutschland nie mehr eine Gefahr für den Frieden ausgehen würde. Das ist sein Verdienst! Die Anerkennung für die Vorraussetzungen, die zur Wiedervereinigung führen mussten, gilt jedoch den vielen namenlosen Demonstranten, die unter Lebensgefahr gegen die DDR auf die Strassen gegangen sind. Das darf nie vergessen werden! Es war die einzige Revolution auf deutschem Boden. Um so mehr gebührt den Menschen der DDR unser Respekt! Ja, es wurden Fehler gemacht. Anstatt, wie es unsere Gründerväter vorgesehen hatten, eine neue Verfassung zu schreiben und sie dem ganzen deutschen Volke zur Abstimmung vorzulegen, stülpten die westdeutschen Politiker ihre liebgewordenen alten Zöpfe den Bürgern der DDR einfach über, ohne Rücksicht auf deren Befindlichkeiten . Das rächt sich nun. Die heutige Kanzlerin folgt nicht der Bescheidenheit Kohls und hat nicht diese Euphorie Kohls für ein geeintes Europa, denn sie schürt mit ihrem oberlehrerhaften Verhalten und ihren ungebetenen Ratschlägen alte Ressentiments gegen Deutschland! Was hat die Frau sich z.B. in die Regierungsbildung Hollands einzumischen?

Monsieur Rainer
Saturday, October 02, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT : Etwas mehr Anstand bitte !
22. Da hilft kein Hohn, da hilft kein Spott, da hilft keine Hähme !
Der Mann ist frei gewählter Abgeordneter eines demokratischen Parlamentes des liberalen Rechtsstaates Holland! Die Medien und die Politiker sollten das endlich respektieren! Wilders ist aber im deutschen Polit-Medien-Sprech ein "Rechtspopulist". Mit diesem Totschlag-Etikett kann man jeden politischen Gegner fertig machen. Jeder, der in Stuttgart gegen das Fällen von jahrhundertalten Bäumen demonstriert, ist ein "Rechtsbrecher". Jeder Bundesbankvorstand, der Tacheles redet ist ein "Volksverhetzer". Und schliesslich ist jeder ausländische Staatspräsident, der seine Bevölkerung vor Horden von Kriminellen schützt, ein "Rassist". Die deutschen Politiker machen es sich zu einfach. Nicht jeder, der ihre political-correctness-einheits-sauce nicht essen will, ist ein Staatsfeind. Nicht jeder Abgeordnete in den Niederlanden, der diesen Multi-Kulti-Wahn nicht mehr mitmacht und dafür in freien Wahlen in das holländische Parlament gewählt wurde, ist ein "Rechtspopulist". Was ist das eigentlich für ein Demokratieverständnis? Die Medien und die Politiker sollten endlich einmal etwas Anstand lernen. Nie mehr soll am deutschen Wesen die Welt genesen. Also sollten die deutschen Politiker und Medien ihre Hetze gegen andere demokratische Staaten und deren gewählte Representanten endlich einstellen!

Monsieur Rainer
Friday, October 01, 2010
Mein Beitrag im SPIEGEL : Rabulistischer Totschlag !
Wilders ist im deutschen Polit-Medien-Sprech ein "Rechtspopulist". Mit diesem Totschlag-Etikett kann man jeden politischen Gegner fertig machen. Jeder, der in Stuttgart gegen das Fällen von jahrhundertalten Bäume demonstriert ist ein "Rechtsbrecher". Jeder Bundesbankvorstand, der Tacheles redet ist ein "Volksverhetzer". Und schliesslich ist jeder ausländische Staatspräsident, der seine Bevölkerung vor Horden von Kriminellen schützt, ein "Rassist". Die deutschen Politiker machen es sich zu einfach. Nicht jeder, der ihre political-correctness-einheits-sauce nicht essen will, ist ein Staatsfeind. Nicht jeder Abgeordnete in den Niederlanden, der diesen Multi-Kulti-Wahn nicht mehr mitmacht und dafür in freien Wahlen in das holländische Parlament gewählt wurde, ist ein "Rechtspopulist". Was ist das eigentlich für ein Demokratieverständnis?

Monsieur Rainer
Friday, October 01, 2010
Mein Beitrag in der FAZ : Mehr Demokratie wagen !
Wenn jeder legitime Bürgerprotest von der Polizei niedergeknüppelt wird, dann stimmt etwas nicht mehr mit diesem so oft beschworenen Rechtsstaat. Wenn die Politiker sich immer nur auf demokratische Mehrheitsentscheidungen berufen, dann sollte man sich die Entscheidungsprozesse genauer ansehen. Wenn Politiker dauern davon faseln, dass sie die frei gewählten Vertreter des ganzen deutschen Volkes sind, dann sollte man sich die Wahlverfahren gründlicher anschauen. Denn die meisten Politiker haben eben kein direktes Mandat durch ihre Bevölkerung, sondern wurden in verrauchten Hinterzimmern auf irgendeine Landesliste gesetzt und von ihrer Partei dem Bürger vorgekaut auf dem Listenplatz präsentiert! Das sind alles Systemfehler im Grundgesetz, die am Tag der deutschen Einheit durch eine neue Verfassung, korrigiert hätten werden müssen. Das war den etablierten Politikern zu mühselig und zu gefährlich. Wo kommen wir denn hin, wenn der Bürger eine freie Wahl bei seinen Politikern hätte, wenn existenzielle Fragen nur noch durch Volksentscheide der Bürger entschieden würden? Dann wäre Schluss mit Afghanistan, AKW-Laufzeiten, OB Sauerland und Stuttgart 21 ! Demokratie wagen? Alles hohles Gewäsch der Politiker! Wo sind die Demokraten?

Monsieur Rainer
Friday, October 01, 2010
Mein Kommentar in der ZEIT und im SPIEGEL : Staat gegen Bürger
Staat gegen Bürger - das geht auf Dauer nicht gut ! Der Staat pocht auf sein Machtmonopol und macht davon rücksichtslos und undifferenziert Gebrauch. Solange es gegen Berufs-Krawallos ging, sagte niemand etwas. Nun geht es gegen jahrhundertealte Bäume, Frauen, Kinder, Schüler und alte Herren. Stuttgart 21 soll durchgesetzt werden mit den Methoden von Gorleben, Mutlangen und Wackersdorf, als ob es um die nationale Sicherheit ging, dabei soll nur ein Bahnhof gebaut werden. Hunderte von verletzte Bürger werden einfach in Kauf genommen. Auf den Gemeinsinn des deutschen Bürgertums wird mit Polizeiknüppeln eingedroschen. In Afghanistan wird aus Vasallentreue zu einer untergehenden Weltmacht ein sinnloser Krieg geführt gegen die erklärte Mehrheit des deutschen Volkes. Tote, Verletzte, Verkrüppelte und Traumatisierte werden als Kollateralschäden billigend in Kauf genommen. Die Laufzeiten der Kernkraftwerke werden mit dubiosen Geheimverträgen und undurchsichtigem Gemauschel zwischen Lobby und Politik gegen den erklärten Willen der Bürger durchgepeitscht. Das alles ist die schiere Arroganz der Macht. Die Politik und die Medien verbreiten nach wie vor die leeren Worthülsen vom Machtanspruch des Rechtsstaates, haben aber jeden Kontakt zur Bevölkerung verloren. Daran wird dieser Staat zerbrechen! Eines nicht mehr allzu fernen Tages werden die Bürger dieses Landes ihre Politiker und die ihnen unterwürfige Journallie hinwegfegen. Die Bürger sind den Staatsterror im Namen eines immer anmassender auftretenden "Rechtsstaates" leid !

Monsieur Rainer
Friday, October 01, 2010
Mein Kommentar in der FAZ : Staat gegen Bürger-das geht nicht gut !
Der Staat pocht auf sein Machtmonopol und macht davon rücksichtslos und undifferenziert Gebrauch. Solange es gegen Berufs-Krawallos ging, sagte niemand etwas. Nun geht es gegen jahrhundertealte Bäume, Frauen, Kinder, Schüler und alte Herren. Stuttgart 21 soll durchgesetzt werden mit den Methoden von Gorleben, Mutlangen und Wackersdorf, als ob es um die nationale Sicherheit ging, dabei soll nur ein Bahnhof gebaut werden. Hunderte von verletzte Bürger werden einfach in Kauf genommen. Auf den Gemeinsinn des deutschen Bürgertums wird mit Polizeiknüppeln eingedroschen. In Afghanistan wird aus Vasallentreue zu einer untergehenden Weltmacht ein sinnloser Krieg geführt gegen die erklärte Mehrheit des deutschen Volkes. Tote, Verletzte, Verkrüppelte und Traumatisierte werden als Kollateralschäden billigend in Kauf genommen. Die Laufzeiten der Kernkraftwerke werden mit dubiosen Geheimverträgen und undurchsichtigem Gemauschel zwischen Lobby und Politik gegen den erklärten Willen der Bürger durchgepeitscht. Das alles ist die schiere Arroganz der Macht. Die Politik und die Medien verbreiten nach wie vor die leeren Worthülsen vom Machtanspruch des Staates, haben aber jeden Kontakt zur Bevölkerung verloren. Daran wird dieser Staat zerbrechen!

Monsieur Rainer
Friday, October 01, 2010