Blog 01.04.2012 - 01.06.2012

Zitat von Richard David Precht:

" Und über diesem ganzen Schmierentheater steht die Überschrift ' Repräsentative Demokratie ' ". Zitatende.

Monsieur Rainer
Wednesday, June 27, 2012
Sorgen um die Gesundheit der deutschen Bundeskanzlerin?

Frau Dr. Merkel hat laut heutigem Leitartikel in FAZ.NET erklärt, „dass es Eurobonds nicht geben werde, solange ich lebe.“ Wörtliches Zitat. Da wir alle die Haltwertzeit solcher Aussagen kennen, es gab noch keine Seite, nach der die deutsche Bundeskanzlerin nicht schon umgefallen wäre, muss die Kanzlerin gesundheitliche Probleme haben. Die Eurobonds werden kommen. Entweder dieses Jahr, spätestens jedoch im Jahre 2013. Wenn also Angela Merkel davon spricht, dass es keine Eurobonds geben werde, solange sie noch lebe, dann muss es ihr sehr schlecht gehen. Ich bin nicht gerade als politischer Anhänger von Frau Merkel bekannt, wünsche ihr aber persönlich nichts Schlechtes und würde es aufrichtig bedauern, wenn sie schwer erkrankt wäre, denn auch einen politischen Gegner muss man menschlich respektieren, auch wenn einen politisch Welten trennen.

Was also steckt hinter so einer dramatischen Aussage? Ist sie vielleicht gar nicht krank und fürchtet sich nur vor den Eurobonds zu Tode? Warum wären Eurobonds für die deutsche Bundeskanzlerin denn so entsetzlich, dass sie das gar nicht mehr erleben möchte? Ich habe nur eine einzige Erklärung dafür: Wenn die Eurobonds eingeführt würden, dann müsste Frau Merkel in Brüssel die Bücher offenlegen, wie jeder andere europäische Staat auch. Und dann stünde die Kaiserin von Europa plötzlich ohne Kleider da. Dieser Anblick scheint ihr so unerträglich zu sein wie uns allen. Man mag es sich gar nicht vorstellen.

Dann würden nämlich die europäischen Haushaltsexperten mit Entsetzen feststellen müssen, dass das ganze chauvinistische Geschwätz der deutschen Kanzlerin und ihrer Anbeter nicht besser ist, als weiland Wilhelm II.‘s Angeberei. Die ganzen Sparappelle der deutschen Kanzlerin an die „faulen“ Südeuropäer würden sich als hohles Gewäsch herausstellen, denn es ist gerade Deutschland, das überhaupt nicht spart. Das Land leistet sich laut Bundesrechnungshof alljährlich mit Potemkinschen Schildbürgerstreichen seiner Beamten eine Verschwendung von Steuergeldern von 60 Milliarden Euro. Und dies bleibt regelmässig ohne jegliche juristischen Konsequenzen. Der Bericht wird mit Schulterzucken zur Kenntnis genommen und verschwindet in den Archiven. Eine Amtshaftpflicht kennt der deutsche Gesetzgeber wohlweislich nicht!

Deutschland leistet sich einen unnützen Beamtenversorgungs – Staat, der Griechenland noch weit übertrifft. Zahlreiche Behörden dienen der reinen Selbstverwaltung und suchen verzweifelt nach einer Beschäftigung. Im Zweifel erfinden sie neue Verwaltungsvorschriften, die oft ein Stück aus dem Tollhaus sind und dem Bürger nur das ohnehin harte Leben noch zusätzlich erschweren. Alleine die deutsche Bundeswehr, die es bei einer Mannschaftsstärke von 180.000 Soldaten gerade mal schafft, 10.000 einsatzbereite, voll ausgebildete Truppen aufzustellen und sich damit bereits zum Gespött der NATO – Stäbe gemacht hat, leistet sich einen Beamtenapparat von 90.000 Zivilbeamten. Doch Sonnenbrillen müssen sich die Soldaten in Asien immer noch bei Tschibo bestellen. Ein Stück aus dem Narrenschiff von Reinhard May!

Damit nicht genug! Deutschland leistet sich als einziges Land dieser Erde zwei Regierungssitze, einen in Bonn und einen in Berlin. Täglich reisen ganze Referate per Flieger zu Vorträgen vom Rhein an die Spree. Die Kosten für diesen Irrsinn belaufen sich auf mehrere hundert Millionen Euro. Dabei werden von der Bundesregierung in Berlin mehrere hunderttausend Quadratmeter Büroflächen Leerstand unterhalten, falls die Herren ja doch irgendwann ganz nach Berlin umziehen sollten, was die Beamtenlobby zu verhindern weiss. Und nun kommt nicht der Hammer der Woche, sondern die Spitze des Jahrhunderts. Deutschland leistet sich doch tatsächlich, wie noch vor Bismarck’s Vereinigung zum Deutschen Reich, 16 Bundeländer mit 16 Landesregierungen, 16 Landesparlamenten mit allen 16 nachgeordneten Landesbehörden. „Operettenstaat“ ist nur unzureichend mit diesem Stück aus dem Tollhaus beschrieben. Da vergisst man fast, denn es ist im Vergleich dazu schon eine quantité négligable, dass Deutschland mit 70.000 Gesetzen, Verordnungen und Ausnahmetatbeständen das absurdeste Steuerrecht der ganzen Welt betreibt. Hier ist Deutschland Weltmeister, denn mit 70.000 Steuergesetzen und Ausführungsbestimmungen beherrscht das Land 2/3 aller Steuergesetze der gesamten Weltbevölkerung.

Und da wundert es noch irgendjemand, dass alle deutschen Finanzminister seit 1969 keinen einzigen ausgeglichenen Staatshalthalt mehr zustande gebracht haben? Selbst in der konjunkturellen Boomzeit wie in den Jahren 2011/2012 muss Finanzminister Dr. Schäuble noch 40 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen. Mit all den vielen Schattenhaushalten ist Deutschland mit mehr als drei Billionen Euro verschuldet. Bund, Länder und Gemeinden sind nach allen Regeln der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns BANKROTT ! Und damit sind wir beim Thema Eurobonds. Wenn es also eine gemeinsame europäische Haushaltsführung und Kontrolle durch Brüssel geben sollte, die den Eurobonds vorangehen würde, dann käme dieses ganze unseriöse Finanzgebaren der deutschen Regierung öffentlich zur Sprache und das hohle chauvinistische Gewäsch und alle Sparappelle an die armen Länder wären ad absurdum geführt. Der aufgestaute Hass auf Deutschland würde sich in schweren Unruhen und xenophobischen Ausfällen entladen.

Dass sich davor Frau Dr. Merkel zu Tode fürchtet, ist mehr als verständlich! Wir wünschen ihr aber ein langes Leben in Frieden und Freiheit als normale Bürgerin dieses wunderschönen Landes. Nur als Bundeskanzlerin sollte diese Dame samt ihrem Käfig voller Narren endlich verschwinden.


Rainer Kahni genannt Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières
www.monsieurrainer.com

Wednesday, June 27, 2012
Entschuldigung des Autors bei seinen Lesern!

Bei meinen täglichen Kolumnen hier in meinem Blog unterlaufen mir ständig lästige Tippfehler. Das ist für einen Journalisten und Buchautor eigentlich unverzeihlich und für meine Leser lästig. Ich entschuldige mich dafür in aller Form bei meinen Lesern. Mein Problem ist, dass ich schneller denken als reden und schreiben kann. Bei machen Menschen ist das umgekehrt. Leider!

Rainer Kahni genannt Monsieur Rainer
Tuesday, June 26, 2012
Dr. Merkel will kein Referendum! Warum wohl? Weil sie dann Geschichte ist!

Finanzminister Dr. Schäuble ist ein Mann, der nichts mehr zu verlieren hat. Die Kanzlerin hat ihn mehrfach dabei ausgebremst, Bundespräsident zu werden. Das Amt des Bundeskanzlers hat ihm Helmut Kohl vermasselt. Die Affaire Schreiber klebt ihm an den Reifen, also sind alle bundespolitischen Ambiotionen obsolet. Der Fahrstuhl nach Brüssel ist besetzt. Eurogruppenchef ist ein Ehrenamt und keine Vollzeitbeschäftigung mit Amt, Dienstsitz und all dem Plunder, den ein sich wichtig dünkender Politiker benötigt, um über seine eigene Bedeutungslosigkeit hinweg zu täuschen. Und so wird er zur Kassandra von Dr. Angela Merkel frei nach Sprichwort, man hüte sich vor alten Männern, sie haben nichts mehr zu verlieren. In dieser Position hat es sich der Finanzminister bequem gemacht und spricht Dinge aus, die er schon am Tag der Wiedervereinigung hätte tun sollen. Die sogenannte "repräsentative Parlaments - Demokratie" und das sie stützende Staats - Fragment namens Grundgesetz, reichen für die anstehenden Entscheidungen in Europa nicht mehr aus. Das Bundesverfassungsgericht wird immer rabiater und unbotsmässiger, obwohl die Richter ja streng nach Proporz von den Politikern ausgesucht wurden, damit sie Ruhe geben. Nein, kaum haben die Richter am BVG ihre Verleihungsurkunde in der Tasche, entwickeln sie ein Eigenleben und werden undankbar gegenüber ihren Gönnern, die ihnen das Amt geschenkt haben. Sie kritisieren immer härter und unverblühmter die "ständige Aushebelung der Demokratie durch die Bundeskanzlerin". Das hat gesessen! Nun spricht Schäuble das Undenkbare aus und bringt ein Referendum und ein neues Grundgesetz ins Gespräch, wohlweislich nicht nach dem Atikel 146 GG, das eigentlich vorsieht, das provisorische Grudgesetz durch eine Verfassung abzulösen. Nein, er versucht zu retten was zu retten ist und will den Prozess selbst steuern. Selbst davor fürchtet sich die Kanzlerin, wie der Teufel das Weihwasser. Warum? Weil dann Schluss ist mit dieser Pseudodemokratie und Parteiendiktatur. Weil dann die Bürger ihren Staat zurück haben wollen. Das kann nicht im Sinne einer in den Kaderschmieden der untergegangenen DDR Diktatur geschulten Taktikerin sein. Die alleinige Macht verteidigt sie mit Zähnen und Klauen. Spätestens, wenn eine wahre Demokratie der Bürger Einzug hält und Friede Springer und Liz Mohn den Daumen senken, sind Dr. Angela Merkel und Konsorten Geschichte! Dies gilt es zu verhindern!

Monsieur Rainer
Tuesday, June 26, 2012
Der Druck im Kessel steigt!

Die deutschen Politiker sind am Ende ihres Lateins. Von allen Seiten kommen sie unter Druck. Dass sich eine immer hitzigere Stimmung im Volk gegen die eigenmächtigen und undemokratischen Entscheidungen der Regierung breit macht, das nimmt die Politik seit Jahren billigend in Kauf. Es war ihr egal.

Um sich vor seinem Volk zu schützen haben die Politiker aller Parteien ohne jede Ausnahme das Grundgesetz bis zur Unkenntlichkeit zurecht gebogen. Verschämt bemänteln sie die immer offensichtlicher werdenden Demokratie – Defezite als „repräsentative – parlamentarische – Demokratie“. Was das bedeutet kann man täglich besichtigen: Ein paar Parteien haben die Macht im Staate an sich gerissen und verteilen je nach Wohlverhalten unbefristete Pfründe, sprich Abgeordnetensessel, Posten in der Regierung, der Sicherheitsapparate, Präsidenten von Bundesbehörden, Bestallungen als Verfassungsrichter, Generalbundesanwälte, Generalstaatsanwälte, hohe Richterposten an Bundesgerichten, Europaabgeordneten – Mandate, EU – Kommsionsmitgliedschaften, hohe Generalsränge in der Bundeswehr usw. Das Netz dieser Partei – weisungsabhängigen Mandatsträger der höchsten deutschen Entscheidungsorgane legt sich wie ein chronischer Ausschlag über Deutschland und lähmt das Land bis zur Unregierbarkeit. Die so von den Parteien versorgten Pharaonen kleben an ihren Posten und verteidigen ihren Status quo mit Schmutz, Lügen, Intrigen und allen erlaubten und unerlaubten Mitteln. Sie biegen, dehnen und brechen das Grundgesetz je nach Bedarf. Von Gewaltenteilen zwischen Judikative, Exekutive und Legislative keine Spur, alles hängt mit allem zusammen. Der Grossteil der Medien ist gleichgeschaltet. Die Hofschranzen der Macht betreiben alles mögliche, nur keinen Journalismus. Sie haben sich zu Lakaien der Rundfunk – und Fernsehsender und deren parteipolitisch dominierten „Räte“ selbst kastriert.

Mit ihrer einseitigen Parteinahme für ihre Investoren, die diesen Humbug von „Pseudo – Demokratie“ auch noch finanzieren, haben diese Pharaonen grundgesetzlich verbotene Kriege geführt, gegen das eigene Kriegswaffenkontrollgesetz verstossen und ganze Bevölkerungsschichten in die Armut getrieben. Neun Millionen Arbeiter müssen in Deutschland unter dem Existenzminimum Sklavenarbeit verrichten zum Wohle einer kleinen Oligarchie von DAX – Unternehmen, Hedgefonds und Investorengruppen, denen schon längst über 60% der deutschen Grossunternehmen gehören. Die dubiose Herkunft deren Gelder wurde in bekannten Büchern von Prof. Jean Ziegler und auch vom Autor dieser Kolumne in zahlreichen Büchern bis ins Detail recherchiert und aufgelistet. Deren Lobbyisten lassen in den Amtsstuben und Parlamenten die Puppen tanzen. Wer auch noch das Pech hat, durch den Rost dieser Sklaven – Beschäftigungs – Verhältnisse zu fallen, der muss sich sich an Deutschlands Suppenküchen erniedrigen. Die Zahl der Armen, die rein gar nichts mehr hat, ist auf 1,5 Millionen Menschen angeschwollen. Und das im angeblich reichsten Land der Erde, wie die Politiker dem Volk weismachen wollen.

Mit dieser Sklavenpolitik haben die deutschen Konzerne und deren Handlanger in den Regierungen den Volkswirtschaften Europas das fürchten gelehrt. Ganze Länder versinken im Elend. Die chauvinistische Begleitmusik der deutschen Kanzlerin über die faulen Südeuropäer wird immer schräger. Die grossartigen Ideen der Gründerväter von einem vereinten und friedlichen Europa sind an ihrem Scheideweg angelangt. Die Visonäre sind vergessen. Erbärmliche Krämerseelen, jämmerliche Machtpolitiker des Mittelmasses und willfährige Büttel der Märkte haben dieses EUROPA an den Rand des Ruins gebracht! EUROPA steht am Abgrund!

Das Volk beginnt angesichts der drohenden Katastrophe zu murren. Im Moment regieren zwar noch Bier, Chips und Fussball das Land, dann kommen die Sommerferien auf Malle, doch der Herbst wird bitter. Selbst den von der Parteien – Oligarchie bestallten Verfassungsrichtern wird es Angst und bange. Einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik bescheinigt der Senat des Bundesverfassungsgerichtes der deutschen Bundeskanzlerin in seinem neuesten Urteil, „ ständig die Demokratie auszuheblen“. In jedem Rechtsstaat hätte ein solches Urteil dem Regierungschef eine Anklage vor dem Verfassungsgericht und ein Amtsenthebungsverfahren eingebracht. Nicht so in Deutschland. Angesichts ihrer eigenen Ohnmacht steigeren die Verfassungsrichter noch den Druck, in dem sie den Bundespräsidenten bitten, das Gesetz zum Fiskalpakt „vorerst“ nicht zu unterschreiben. Dies ist eben kein normaler Vorgang, wie die Politiker larmoyant der Bevölkerung weismachen wollen, es ist eine STAATSKRISE!


In ihrer höchsten Not versuchen nun vereinzelnde Politiker wie der Finanzminister Dr. Schäuble ihre Haut zu retten. Höchst überraschend schwadronieren sie von einem Referendum und einem möglichen neuen Grundgesetz. Die Not muss gross sein, wenn gerade der Politiker, der das Grundgesetz in den Einigungsverträgen mit Füssen getreten hat, nun nach einem neuen Grundgesetz und nach einem Referendum kräht. Er weiss als Jurist sehr genau, dass er in den Vereinigungsverträgen den Artikel 146 GG hätte umsetzen müssen, in dem das Parlament den Bundespräsidenten auffordert, einen Verfassungskonvent einzuberufen, der einen endgültige Verfassung zu erarbeiten hat, die dem ganzen wiedervereinigten deutschen Volke zur Abstimmung hätte vorgelegt werden müssen. Stattdessen erklärte die ehemalige FDJ – Sekretärin und DDR – Blockflöte, die Physikerin Angela Merkel kategorisch, das provisorische Grundgesetz von 1948 sei nun eben die Verfassung. Ein schmieriger Winkeladvokat wäre nicht auf so eine Begründung gekommen.

Nun da den Politikern der Frack saust, soll auf einmal, streng nach den Regeln der Verursacher dieser Staatskrise und unter Wahrungs ihres Besitzstandes, eine Pseudo – Verfassung, sprich NEUES GRUNGESETZ her, das durch ein Referendum des Volkes beschlossen werden soll. Die alten Pharaonen wollen sich ein neues demokratisches Mäntelchen für die Fortsetzung ihrer Politik mit anderen Mitteln zulegen. Auf die Zusammensetzung des Verfassungskonvents wird die Bevölkerung wieder keinen Einfluss haben, ebensowenig, wie auf den parlamentarischen Rat in Herrenchiemsee, der von den Allierten einbestellt wurde. Das Grundgesetz soll demokratisiert werden? Mit denselben Pharaonen, die diesen Staat, dieses Europa an die Wand gefahren haben? Zu deren Spielregeln, mit deren Personal, deren Hofschranzen, Kapitalisten und Kirchenfürsten? Mit denselben Arbeiterverrätern aus den Gewerkschaften? Nein, so hatte sich Prof. Carlo Schmid eine Verfassung für Deutschland nicht vorgestellt!

ALTER WEIN IN NEUEN SCHLÄUCHEN ZUR RETTUNG DES STATUS QUO!


Rainer Kahni genannt Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières
www.monsieurrainer.com


Sunday, June 24, 2012
Das norwegische Volksempfinden im Vergleich zum Strafrecht des Landes.

Freispuch für Breivik fordern Staatsanwaltschaft und Verteidigung! Das mag für den juristischen Laien unverständlich und sogar unerträglich sein, ist jedoch in Wahrheit eine Meisterleistung der norwegischen Staatsanwaltschaft. Dazu muss man wissen, dass das norwegische Gesetz zwar eine lebenslange Freiheitstrafe für einen Mörder vorsieht, doch jeder wegen Mordes verurteilte Täter wird schon nach 5 Jahren auf ein straffreihes Leben in Freiheit vorbereitet und spätestens nach 10 - 12 Jahren aus der Haft entlassen. Auch wenn, wie Breivik 80 Menschen umgebracht hat, gilt diese Regelung im Gesetz. Denn dieser Fall ist in der norwegischen Geschichte bisher einmalig! Das mag für den Laien schwer erträglich sein, entspricht jedoch dem liberalen Staats- und Gesellschafts - Verständnis des norwegischen Volkes. Wenn Breivik also als geistig gesund betrachtet würde und damit für seine Taten strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werde könnte, dann käme er in den Genuss des norwegischen Strafvollzugsrechtes und wäre nach 10 - 12 Jahren wieder auf freihem Fuss. Um dies zu verhindern greifen Verteidigung und Staatsanwaltschaft zu einem juristischen Kunstgriff. Die Staatsanwaltschaft plädiert auf nicht schuldig, weil sie den Angeklagten für psychisch krank und daher für seine Taten nicht verantwortlich hält und die Verteidigung plädiert in seltener Einigkeit in genau demselben Sinne. Wenn die Richter den Angeklagten nun also freisprechen und ihn für nicht schuldfähig erklären, kann der Täter auf unbegrenzte Zeit in einer geschlossenene Psychiatrie untergebracht werden und erblickt wahrscheinlich nie mehr das Licht der Freiheit. Das befriedigt nicht den Volkszorn, doch dafür ist das Strarecht auch nicht erschaffen worden, sonst häten wir ja Lynchjustiz wie in den USA! Das ist der Unterschied zwischen dem "alten" Europa und einem alttestamentarischn bigotten Staat voller Heuchelei!

Monsieur Rainer
Friday, June 22, 2012
Eine schallende Ohrfeige für das Demokratie-Verständnis von Dr. Merkel !

So, Frau Bundeskanzlerin, jetzt haben Sie es schriftlich! Verfasst, gestempelt, unterschrieben und gesiegelt vom höchsten deutschen Gericht, dem Bundesverfassungsgericht: Sie verletzen fortlaufend und gewerbsmässig die Rechte des Parlamentes und damit die Rechte der deutschen Bürger! Das Bundesverfassungsgericht hat der deutschen Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel in seinem jüngsten Urteil zur europäischen Schuldenkrise einen umwerfenden Satz in deren Zeugnis hineingeschrieben: "Politischer Zeitdruck ist auch in Zeiten der europäischen Schuldenkrise kein Argument, die Demokratie auszuhebeln!" Das hat gesessen. In einer "Anatomie einer Hintergehung" pflückt heute das nicht gerade als linkes Kampfblatt bekannte FAZ.NET dieses Urteil des BVG auseinander. Was dabei herauskommt ist eine schallende Ohrfeige für das gestörte Demokratie - Verständnis dieser Kanzlerin. Ich habe schon an anderer Stelle mehrfach ausgeführt, dass die deutsche Bundeskanzlerin nicht in der Bundesrepublik Deutschland angekommen ist und keinerlei Gespür für die grossartigen Ideen der Gründerväter einer vereinten friedlichen Europas entwickelt hat. Sie ist demokratisch nicht sozialisiert! Das Bundesverfassungsgericht ist aber auf Dauer nicht der Reperaturbetrieb eines mangelnden Demokratieverständnisses. Deshalb muss der Bürger die Sache endlich selbst in die Hand nehmen und lautstark seine vom Grundgesetz zugestandenen Rechte einfordern: Der Artikel 146 GG schreibt vor, dass nach Vollendung der deutschen Einheit ein Verfassungskonvent einberufen wird, der eine endgültige Verfassung zu erarbeiten und dem ganzen deutschen Volk zur Abstimmung vorgelegt werden muss. Das Grundgesetz ist nur ein Provisorium, beschrieb damals einer der Gründerväter des GG, Prof. Carlo Schmidt dieses Werk. Darin müssen endlich die zahlreichen Demokratie - Defizite der Bürger beseitigt werden, das Wahlrecht verändert und Volksentscheide über existenzielle Fragen der Bürger einführt werden. Eine Gewaltenteilung zwischen Judikative, Exekutive und der Legislative müssen endlich demokratische Standards garantieren! Es muss endlich Schluss sein mit dieser repräsentativen Demokratie, diesem Lobbyismus und dieser Parteiendiktatur! WEHRT EUCH !

Monsieur Rainer
Thursday, June 21, 2012
DAS ELFTE GEBOT von Evelyn Hecht-Galinski! Höchst empfehlenswert!

Bundeskanzlerin Merkel hat in ihrer masslosen Einfältigkeit und Geschichtslosigkeit die uneingeschränkte Solidarität Deutschlands zu Israel, ohne irgendjemand zu fragen, einfach zur Staatsräson erklärt. Jegliche Kritik an Israel ist daher politisch unkorrekt und wird mit schweren Sanktionen bestraft. Ich bin es leid, immer wenn ich eine verheerende Entscheidung der israelischen Regierung kritisiere, mit dem Totschlagargument ANTISEMIT erledigt zu werden. Nun erscheint dieses herrausragende Buch der Tochter des verstorbenen Präsidenten des Zentralrates Juden, Heinz Galinski und was passiert in Deutschland? Es ist ein Bestseller, aber alle Medien schweigen dieses Buch tot. Sie wird zu keinen Talk - Shows, zu keinen blauen Sofas und zu keinen politischen Sendungen eingeladen! Ich mag mir gar nicht vorstellen, was diese Hofschranzen in den Medien mit Günter Grass gemacht hätten, wen er so ein Buch geschrieben hätte. "Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht", hätte Heinrich Heine noch enmal geschrieben. Nein, meine Kolumne "Der Sofa - Demokrat" von gestern auf Facebook war noch viel zu zahm! Was für ein jämmerliches Volk von Duckmäusern und Untertanen! Ganze Generationen von Literaten sind an diesem Land verzweifelt und es rührt sich NICHTS !

Monsieur Rainer
Wednesday, June 20, 2012
DER SOFA - DEMOKRAT

Verdumpft, verengt, verpennt, blockiert,
So geht das seit zehn Jahren
Wie sind die Deutschen dezimiert
Die einst von Goethe waren,
Ein Mittel gibts – und das ist rar
Das Mittel das ist dies :,
Mensch einmal auf den Boulevard,
Mensch ein Mal in Paris….


So oder ähnlich hätte sich Kurt Tucholsky über das erbärmliche Erscheinungsbild des deutschen Michels ausgelassen, wenn er diese trostlose Ansammlung von Nörglern, Neidern, Streithanseln und Pseudodemokraten in seiner geliebten Heimat hätte noch erleben müssen. Denn es hat sich nichts geändert, lieber Kurt Tucholsky, sie sind alle noch da.


Die Demokratie, die keine ist, weil der Michel gar nichts zu wählen hat. Er wählt keinen Abgeordneten, keinen Minister, keinen Ministerpräsidenten, keinen Bundeskanzler, keinen Bundespräsidenten, keinen Generalbundesanwalt, keinen Verfassungsrichter, keinen BKA – Präsidenten, keinen BND – Präsidenten, keinen Datenschutzbeauftragten, keinen Präsidenten des Kartellamtes, keinen Präsidenten des Rechnungshofes, keinen Fernsehrat und schon gar keinen Intedanten. Das alles erledigen Parteien für den Sofa-Demokraten.


Er dünkt sich in einem Rechtsstaat, der keiner ist und kräht nach der Justiz, die keine sein will. Er weisst nicht, dass es auf deutschen Boden noch gar nie einen Rechtsstaat gegeben hat. Im Kaiserreich war es einen Klassenjustiz, in der Weimarer Republik eine diese zutiefst verachtende Justiz, im III. Reich eine verbrecherische Blut – Justiz, nach dem Zusammenbruch des 1000 jährigen Reiches eine Wendehalsjustiz, heute eine verängstigte und von der Politik gegängelte, weisungsabhängige Beamten – Justiz.


Der Sofa-Demokrat beharrt stets auf seinen grundgesetzlich garantierten Rechte, weiss aber gar nicht, dass dieses Grundgesetz nur ein provisorisches Staats – Fragment war, bereits seit der Wiedervereinigung obsolet ist und eigentlich gemäss Artikel 146 GG längst einer vom Volk beschlossenen Verfassung hätte weichen müssen. Er lässt es sich auch noch gefallen, dass die Polizei es ihm bei einer der seltenen Demonstrationen verbietet, dieses Grundgesetz zu verteilen.


Der Michel schimpft auf die faulen Südeuropäer und gibt einfach ungeprüft das bodenlose chauvinistische Gewäsch der Kanzlerin wieder, die der deutschen Dumpfbacke allen ernstes einreden will, dass alle Deutschen fleissige Menschen sind, die mit ihren sauer verdienten Euros die faulen Griechen pflegen müssten. Dabei übersieht er gerne, dass es gerade diese Politiker waren, die seine Reallöhne seit 1991 um 20,7 % verringert haben, die mehr Feiertage und Urlaubszeiten und ein früheres Renteneintrittsalter verordnet, als jeder südeuropäische Staat. Die Politiker verschweigen dem deutschen Sofa-Demokraten, dass der angebliche Reichtum Deutschland auf Lug und Betrug und unlauterem Wettbewerb aufgebaut ist. Neun Millionen Arbeiter sind in Deutschland nämlich keine Lohnempfänger, die für ihre Arbeit ehrlich und anständig bezahlt werden, sondern „Beschäftigungsverhältnisse“. Das heisst, der Mann oder die Frau ist zwar zum Nutzen der Besitzenden beschäftigt, hat also etwas zu tun, aber kann gar nicht davon leben. Und dann fabuliert diese lächerliche Bundesanstalt für Arbeit auch noch von den niedrigsten Arbeitslosenzahlen in Europa. Zählt man aber all die subventionierten Arbeitsplätze, die Leiharbeiter, die Hungerlöhner, die Billigjobber und 2 - Euro - Lohn - Schlachter zu den Arbeitslosen dazu, dann hat Deutschland die höchste Arbeitslosenraten in ganz Europa. Ihm wird natürlich auch verschwiegen, dass 60 % dieser mit diesen Dumpinglöhnen produzierten Waren in eben jene Länder der Europäischen Union gepumpt werden, die flächendeckende gesetzliche Mindestlöhne haben. Mit den deutschen Billigprodukten können aber die dortigen Volkswirtschaften nicht konkurrieren und kollabieren. Doch halt, dafür hat man ja Banken, die den Lumpen, die sich unter südlicher Sonne auf Kosten den deutschen Michels einen faulen Lenz machen, auch noch sein erspartes Kleingeld leihen. Da diese Banken allesamt zur heiligen Kuh erhöht, also sakrosankt und „systemrelevant“ sind, darf der Michel dann auch noch die faulen Kredite der deutschen Banken bezahlen, jammert er.


Zu diesen vielen Lügen kommt noch die Lüge vom sparsamen und reichen Deutschland. Deutschland ist nicht sparsam, es leistet sich einen der aufgeblähtesten Verwaltungsapparate der ganzen Welt, betreibt eine Kleinstaaterei, die eigentlich schon Bismarck beseitigen wollte, zwei Hauptstädte, zwei Regierungssitze, ein gesetzliches Regelwerk aus Absurdistan mit 70.000 Einzelvorschriften alleine für das Steuerrecht. Deutschland zählt mitsamt seinen zahlreichen Neben - und Schatten - Haushalten mit über 3 Billionen Euro einer der höchst verschuldetsten Staaten Europas und hat seit 1969 keinen einzigen ausgeglichenen Haushalt mehr vorgelegt. Sogar in Boomzeiten wie jetzt, müssen jährlich immer neue Schulden von mindestens 40 Milliarden Euro aufgenommen werden. Städte und Gemeinden stehen vor dem Ruin, ganze Bundesländer sind nach den Regeln der Buchführung eines ordentlichen Kaufmanns schlicht bankrott! Reich sind in Deutschland nur etwa 10% der Konzerne und Millionäre, denen 90% des Volksvermögens gehört!


Der Sofa-Demokrat nimmt es auch murrend hin, dass die Politiker über seinen Kopf hinweg rechtswidrige Kriege führen. Sogar der Bundesprediger bläst schon in dasselbe Horn. Die buckelnden Beamten in ihren bunten Schlachterkitteln, man nennt sie auch Generäle, sind die willfährigen Handlanger dieser Rechtsbrüche und Staatsverbrechen. Die NATO hat seinen Geschäftszweck seit des Bankrotts des Warschauer Paktes längst verloren, ihr ist schlicht der Feind abhanden gekommen. Also sucht sie sich ständig neue Beschäftigungen und lässt sich von einem ausser Rand und Band geratenen internationalen militärisch-industriellen Rüstungskartell in immer neue Abenteuer hineinziehen. Ist wirklich einmal Not am Mann und ein ganzes Volk wird von einem bluttrünstigen Despoten, gefoltert, vergewaltigt und ermordet, dann aber schlägt die Stunde der deutschen Verschwörungstheoriker. Abgehalferte Politiker, arbeitslose Pseudo-Journalisten, selbst ernannte „Terrorismus-Experten“ und allerlei verkrachte Existenzen sehen natürlich sofort wieder ein Komplott der gierigen Geheimdienste, die diese „Lügenpropaganda“ verbreiten, um das Öl zu sichern. Als ob man mit den Despoten nicht stets die besseren Geschäfte gemacht hätte, als mit freiheitsliebenden Bürgerrechtlern. Was da für eine stinkende Brühe von Hass und Paranoia aus den Computern herausläuft, ist so abstossend und ekelhaft, dass einem die Weihnachtsgans wieder entgegen kommt!


Neunzig Prozent der deutschen Bevölkerung weiss das alles und tut…. NICHTS. „Man kann ja nichts machen, “seufzt der der faule Sofa-Demokrat, greift zu Chips und Bierflasche und sucht auf irgendeinem Junk-Sender das Neueste von „Bauer sucht Frau“, oder ganz neu, „Fette Sau sucht armes Mädchen“. Gerade hat der Fussball Konjunktur. 80 Millionen Schiedsrichter pfeifen auf dem holen Zahn die Abseitsfallen und Fauls der Fussball tretenden Millionäre. Ein Fest der Völkerverständigung? Es ist eine gigantische Gelddruckmaschine korrupter Funktionäre und ihrer Arbeitgeber, die Industrie. Auch ist halb Deutschland schon gecastet. Der Rest votet. Zehn Prozent der Deutschen dünkt sich intelligent! Dann wird es ganz schlimm. Sie giessen ihren ganzen Frust in die Netzwerke und hauen sich Tag und Nacht ihre eigene Wichtigkeit um die Ohren. Dabei können sie oft von jeder Kinderstube lassen. Sie geben sich Fantasienamen und spielen Journalismus, oder das was sie dafür halten. Sie fabulieren und verbreiten eine stinkende Rabulistik wie die verbeamteten Journalisten, die in Wirklichkeit gar keine Journalisten, sondern weisungsgebundene, obrigkeitshörige, überbezahlte Hofschranzen sind, die nur eine einzige Aufgabe haben, nämlich die von der Politik, den Fernsehräten, den Kirchen und Funktionären genehmigten Tickermeldungen zu verlesen. Das ganze nennt sich dann auch noch hochtrabend „Nachrichten“. Diesen ganzen gefrorenen Mist, der da dem deutschen Sofa-Melker aus der Glotze entgegen müllt, den gilt es nun auch noch in den Social Networks zu analysieren. Mein Gott Walter!


Auf die Idee, diese ganzen Kisten abzustellen oder besser gleich auf den Müll zu werfen, kommt der Michel nicht. Es gibt nämlich in Deutschland Strassen. „Na klar haben wir Strassen, aber da darf man doch nicht laufen, die sind für die Auto-Industrie reserviert. Das wäre ja verboten!“ Aha. Lieber deutscher Sofa-Demokrat, wer sagt denn das? Ihr habt diese Strassen bezahlt, also dürft ihr auch darauf gegen dieses ganze himmelschreiende Unrecht demonstrieren. Stemmt eure dicken Bäuche vom Sofa und kämpft endlich für eure Rechte und für eure Demokratie! Das Grundgesetz ermutigt euch sogar noch dazu, gewaltfrei zu demonstrieren. Recht und Gesetz sind auf eurer Seite! Die Politiker sind nicht eure Obrigkeit, sondern eure Angestellten. Sie haben euch keine Moral zu blasen und schon gar nicht zu sagen, wie ihr zu leben habt!


Gemault, gemeckert, gejammert und empört habt ihr euch lange genug! Nun WEHRT EUCH endlich!


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journaliste / Ecrivain
Adhérent et supporter Reporters sans frontières



Tuesday, June 19, 2012
Evelyn Hecht - Galinski

Die Person, die Vita und die Veröffentlichungen von Frau Evelyn Hecht – Galinski sind aussergewöhnlich. Alles was Sie sagt, tut und schreibt ist uneingeschränkt zu unterstützen. Nur geht es ihr wie vielen deutschsprachigen Autoren, sie ist alleine auf weiter Flur in der intellektuellen Brachlandschaft der deutschen Bürger. Fussball, Chips, Bier, ein bisschen maulen auf Facebook und der deutsche Sofademokrat ist es zufrieden. Da kann man sich die Finger wund schreiben. Die deutsche Medienlandschaft wird in ganz Europa verhöhnt und verlacht. Das sind keine Journalisten, sondern Hofberichterstatter. Die geistige Elite hat sich selbst kastriert und ertrinkt in politischer Korrektheit. Deutschland erfüllt nicht einmal die Mindestanforderungen an einen demokratischen Rechtsstaat. Deutschland ist weder eine Demokratie, noch ein Rechtsstaat. Ich habe drei politische Sachbücher geschrieben, viel Zeit, viel Mühe und viel Geld in diese Bücher investiert. STAATSSTREICH VON OBEN, DIE TOTENGRÄBER DER DEMOKRATIE und WEHRT EUCH ! Alle drei Bücher wurden viel beachtet und auch gelesen. WEHRT EUCH war elf Monate auf der BOD Bestsellerliste, das Buch STAATSSTREICH VON OBEN wird heute noch, obwohl längst vergriffen, unter Liebhabern der politischen Satire für unglaubliche Summen als gebrauchte Einzelstücke von privat an privat verkauft. Für keinen der drei Sachbücher habe ich je einen Verlag gefunden, ich musste alles selbst finanzieren. Begründung: Politisch nicht korrekt! Die Arbeit als Kriegsberichterstatter musste ich aus Gesundheitsgründen nach einem totalen Burnout mit post – traumatischem Stresssyndrom (PTS) einstellen, die Arbeit als politischer Journalist ekelt mich an, denn was ich schreiben möchte, wird nicht veröffentlicht und was veröffentlicht werden darf, schreibe ich nicht! Ich bin keine der vielen Lohnhuren der Medien. Also arbeiten mein Agent und ich an einem grossen Roman, der kommendes Jahr zu den Buchmessen erscheinen wird. Den Rest meines ereignisreichen Lebens werde ich ganz gewiss nicht damit verbringen, einem Volk voller Untertanen mein Können, meine Zeit und mein Geld zu opfern, um eine politische Aufklärung zu betreiben, die ernsthaft gar niemanden interessiert.

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Monday, June 18, 2012
Ende des Euro?

Wer heute, angesichts des drohenden Desasters, allen Ernstes noch glaubt, dass Deutschland eine Insel der Seeligen ist und einfach so politisch weiter regiert werden kann, der hat nicht verstanden, was ein Zusammenbruch des Euro - Währungsverbundes auch und gerade in Deutschland anrichten würde: Das Land müsste alle gegebenen Bürgschaften in bar einlösen und dies würde damit zu einer gigantischen Überschuldung des Staatshaushaltes führen. Das wiederum würde das Vertrauen der Finanzmärkte so stark erschüttern, dass die Inverstoren ihre deutschen Anleihen verkaufen würden. Folge: Staatsbankrott in Deutschland! Es ist also für die deutschen Bürger überlebenswichtig, dass die Konstruktionsfehler des Euro auf der Stelle behoben werden! Europa und Deutschland brauchen dringend eine Demokratisierung! Viel zu viel geschieht in Deutschland und in Europa ohne Einbeziehung der Bürger! Es gibt nirgends direkte Wahlen von Politikern! Es gibt nirgends Volksentscheide! Ein paar Machtpolitiker ohne jegliche demokratische Legitimation und überambitionierte Amateure entscheiden über das Schicksal von Millionen von Menschen. Schluss damit! Deutschland braucht endlich eine Verfassung und Europa braucht dringend eine politische Union mit einer einheitlichen Wirtschafts - und Sozial - Ordnung. Es muss Schluss damit sein, dass Deutschland ohne flächendeckenden Mindeslohn einen unlauteren Wettberwerb gegen die EU - Partner betreibt und die anderen Länder mit seinen Exportüberschüssen ruiniert! Deutschland und Europa sind dringend sanierungsbedürftig! Der Zusammenbruch des Euro ist vorallendingen eine deutsche Katastrophe! Das chauvinistische Gewäsch über die faulen Südeuropäer wird Deutschland spätetens dann auf die Füsse fallen. Neuer Hass unter den Völkern Europas würde aufflammen zu fürchterlichen Verwerfungen zwischen den Völkern führen! Die ganzen Träume und Hoffnungen der Gründerväter dieser genialen Idee von einem vereinten Europa in Frieden und Freiheit würde Opfer von einigen wenigen Krämerseelen!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Adhérant et Supporter des Reporters sans frontères
Wednesday, June 13, 2012
Wahlmüdigkeit in Frankreich! Hollande braucht eine Mehrheit im Parlament!

Die Franzosen haben im ersten Wahlgang zur Nationalversammlung einen grossen Fehler gemacht: Sie glaubten allen ernstes, dass mit der Wahl des Sozialisten François Hollande zum Staats - Präsidenten die linke Macht gesichert sei. Sollte er jedoch keine Mehrheit im Parlament bekommen, so ist es aus mit den linken Träumen eines Wandels in Frankreich! Jedes Gesetz könnte dann im Parlament von der Rechteen blockiert werden und der sozialistische Präsident müsste dann mit der UMP von Nicholas Sarkozy eine Cohabitation eingehen und einen rechten Premierminister ernennen. Die Wahlbeteiligung war sehr niedrig, denn die Franzosen meinten, das Rennen sei schon gelaufen. Es kommt also auf die Stichwahl am 17. Juni an, wo derjenige Bewerber gewählt ist, der eine relative Mehrheit aller abgegebenen Stimmen in seinem Wahlkreis erhält. Es sieht nicht schlecht aus für die französische Linke, doch es bleibt spannend. Sollte die vereinigte Linke aus Sozialisten, Ecologisten und Radical de Gauche eine Mehrheit in der französischen Nationalversammlung erringen, dann ist der Weg frei zu einem radikalen Politikwechsel in Frankreich. Dies wird dann Europa und vorallendingen Deutschland zu spüren bekommen.

Monsieur Rainer
Monday, June 11, 2012
D - Day 6. Juni 1944

Heute feiern wir Franzosen den D - Day. Der längste Tag. In den Morgenstunden des 6. Juni 1944 startete die grösste Invasion der Geschichte an den Stränden der Normandie. Sie trug den Namen OVERLORD und wurde durch einen Vers des französischen Dichterfürsten Paul Verlaine ausgelöst: Blessent mon coeur d'une longeur monotone (Verwunden mein Herz mit eintöniger Mattigkeit). Dieses Codewort für die französische Résistance wurde stündlich von BBC London gesendet. Die gesamte Landung an den Stränden der Normandie wurde in einem der grössten Filme seiner Zeit nachgestellt und mit Originalaufnahmen angereichert. Die Landung der Alliierten war der Anfang vom Ende des III. Reiches! Schon am 20. August 1944 wurde Frankreich von den Truppen von Général Leclec befreit und Charles de Gaulle schritt unter dem Jubel der Franzosen die Champs Elysée hinunter! Ich empfehle den Spiel - Film "Der längste Tag"!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer

Wednesday, June 06, 2012
U- Boote nach Israel? SPD empört? Die Heuchelei auf die Spitze getrieben!

Die Heuchelei der Politiker aller Parteien ist nicht mehr zu überbieten. Natürlich hat die Regierung Merkel recht, dass Deutschland nicht erst seit ihrem Amtsantritt zu einem der grössten Waffenexporteure der Welt aufgestiegen ist. Natürlich prahlten alle Regierungen aller Parteien schon immer damit, dass Deutschland Exportweltmeister ist. Mit was denn? Natürlich trugen zu diesem zweifelhaften Ruf neben einem für die dritte Welt verheerenden Agrarexport stets auch die enormen Waffenverkäufe bei. Beides ist gleich schlimm: Die Agrarexporte rauben den Bauern Afrikas ihre Lebensgrundlage und die Waffenexporte gehen natürlich in Krisengebiete! Wohin denn sonst? In der Schweiz und Österreich braucht man keine U-Boote! Ein U - Boot wird auch nicht an einem Tag zusammengeschraubt. Jahrelange Verhandlungen, Planungen, Konstruktionen am Reissbrett sind notwendig, um ein solch komplexes Waffensystem zu entwickeln und zu produzieren. Conclusio: Die U-Boote für Israel wurden verkauft, geplant, konstruiert, als die Regierung Merkel noch gar nicht in Sicht war. Da war der smarte Geschäftsmann Schröder (SPD) noch als Kanzler und Handelsvertreter der deutschen Exportwirtschaft unterwegs. Heute ist er nur noch Handelsvertreter und macht in Gas, dafür verdient er besser! Die Regierung Merkel war jedoch auch nicht untätig. Die Bundeskanzlerin scheint eine Vorliebe für Waffenexporte zu haben. Der schwäbische Knarren - Experte Heckler & Koch ist gut vernetzt in Berlin. Der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU Bundestagsfraktion und enge Vertraute der Kanzlerin Volker Kauder ist schon lange freundschaftlich mit dem Schiessprügelhersteller im schwäbischen Oberndorf am Neckar verbunden, sass sogar schon in deren Aufsichtsrat. Und so gingen die Exportlizenzen auch reiblungslos durch den "Sichereitsrat" der Bundesregierung. Ghadafi und viele andere Blut - Despoten profiterten davon. Saudi - Arabien darf die Schusswaffen sogar in Lizenz herstellen und in alle Welt liefern. Bei Auslandsbesuchen der Kanzlerin werden auch gerne deutsche Kanonenboote an Angola, Panzer und Fregatten an Griechenland, neue U-Boote an Israel verkauft. Israel rüstet sie nun mit Atomwaffen aus? Ja geht denn so was, denkt sich Klein Erna? Klar! Diese Vorrichtungen mussten schon bei der Konstruktion der Boote in den Kieler Howalts-Werften berücksichtigt und eingebaut werden, das leuchtet jedem ein, der noch bei Verstand ist. Und somit ist die ganze Aufregung der SPD als pure Heuchelei enttarnt. Deutschland hat sich einen zweifelhaften Ruf in dieser Welt redlich erarbeitet. Doch meine Heimat Frankreich steht in dieser abscheulichen Hypokrisie in nichts nach. Fregatten nach Griechland, Super Etendard an die Golf-Staaten? Kein Problem! Frankreich liefert frei Haus! Heuchelei an allen Orten!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Monday, June 04, 2012
Militärisches Eingreifen in den Bürgerkrieg in Syrien? Kompletter Wahnsinn!

Ein erfolgreiches militärisches Eingreifen in den blutigen Bürgerkrieg in Syrien ist eine verhängnisvolle Illusion! Das weiss der französische Präsident François Hollande so gut, wie jeder andere seriöse französische Politiker. Die extreme Linke bis zur extrem Rechten im politischen Parteienspektrum Frankreichs lehnen einen militärischen Einsatz der französischen Streitkräfte in Syrien ab. Der in Frankreich sehr mächtige Chef des Generalstabes der Armee hat sich offen gegen ein militärisches Eingreifen in Syrien ausgesprochen. Die französischen Generäle sind durchaus selbstbewusst genug, öffentlich ihre Meinung zu sagen. Man würde sich wünschen, dass dies bei den Nachbarländern auch der Fall wäre! Der ehemalige Präsident Sarkozy hatte es nur einmal gewagt, einen General dafür bestrafen zu wollen, weil der ganzen Krieg in Afghanistan als Schwachsinn bezeichnete, dann hatte er die ganze Solidarität aller französischen Generäle zu spüren gekommen, die drohten, geschlossen ihren Abschied einzureichen! Dann war das Thema erledigt. Die Risiken in Syrien sind unkalkulierbar! Die Lage ist völlig undurchsichtig. Sicher ist, dass ein militärischer Einsatz gegen Assad einen Flächenbrand im ganzen Nahen Osten auslösen kann, der auch den Iran auf den Plan rufen würde. Das ganze fragile Gebilde dieses ohnehin brandgefährlichen Teiles dieser Welt könnte durch ein militärisches Eingreifen zu einer Katastrophe unvorstellbaren Ausmasses führen. Auch das Geschwätz von selbsternannten Verschwörungstheoretikern ist nicht hilfreich! Niemand, der nicht vor Ort ist, kann belastbare Beweise für eine ausländische Intrige gegen Assad vorweisen. Nicht einmal diejenigen, die es wissen müssten in Syrien selbst, sind in der Lage, ein seriöses Bild von der Situation zu liefern. Es wird gestorben, gemordet, verstümmelt, vergewaltigt, nur das ist sicher! Von wem, warum und in wessen Interesse diese Greuel geschehen, ist nicht glaubhaft belegt! Sechzehn syrische Journalisten sitzen in den Foltergefängnissen des syrischen Geheimdienstes. Von denen ist also auch keine Aufklärung zu erwarten. Ausländische Journalisten sind nicht in Syrien oder haben das Land unter Lebensgefahr verlassen. In so einer Situatin über militärische Planspiele zu fabulieren dient nur der Befriedigung von einigen Wählern und wenigen linken Intellektuellen. Sie sind aber nicht ernst gemeint. François Hollande ist kein politischer Abenteurer und wägt seine Entscheidungen sehr sorgsam ab. Auch der amerikanische Präsident kann nicht das geringste Interesse an einem weiteren militärischen Abenteuer mit ungewissem Ausgang haben. Amerika ist kriegsmüde und Obama steht im Wahlkampf! Verschwörungtheoretiker aller Welt, haltet den Mund, solange ihr keine belastbaren Beweise habt!

Monsieur Rainer
Thursday, May 31, 2012
GELDWÄSCHE - Die Wege des schmutzigen Geldes !

Bevor ich an die Arbeit gehe, um eine Reportage vor Ort zu machen, besorge ich mir alles erreichbare und verfügbare Material zu dem Thema, wie es jeder seriöser Journalist tun sollte. Ich las also die Bücher ‘Die Schweiz wäscht weisser’ und ‘ Die Schweiz, das Gold und die Toten’ des Alt-Nationalrats Professor Jean Ziegler und habe sie geradezu verschlungen, doch ich musste auch erfahren, wie das Kapital und die Urheber des schmutzigen Geldes mit sogenannten "Nestbeschmutzern“ wie Professor Jean Ziegler umgegangen ist. Die Schweiz hat nicht weniger und nicht mehr gemacht, als seine Existenzen vernichtet. So musste Jean Ziegler unter das Dach einer UN – Organisation flüchten, um dem völligen finanziellen Ruin zu entgehen. Die Banken haben ihn für seine Bücher schlicht an die Wand geklagt.

Als ich die Reportage fertiggestellt hatte und verschiedenen Medien angebot, sind die Lektoren und Redakteure entsetzt davongelaufen und haben mich entweder für verrückt erklärt oder die Veröffentlichung mit der Begründung abgelehnt, dass dieser Stoff eine solche Sprengkraft entwickeln würde, die sie ihren Job oder gar ihre Gesundheit kosten würde. Und so verkleidete ich die Reportage in die nicht – justiziable Form eines Kriminalromans mit dem unverdächtigen, aber hintersinnigen Titel "Die Austernzüchter von Arcachon“.

Die grössten Geldwäsche – Umschlag – Zentren der Welt sind London mit seinen Non – Resident Banken an den Offshore – Plätzen, Amsterdam mit seinem Fiscal – Paradies Curaçao auf den niederländischen Antillen, Singapur, Macao, Hongkong, Panama, der US – Bundesstaat Delaware, die Vereinigten Arabischen Emirate, Deutschland und die Schweiz als sicheres Geld - Rückzugsgebiet für Blutdespoten und der Mafia in allen seinen regionalen Erscheinungsformen, wie die kalabresische N’Drangeta, die Camorra, die Cosa Nostra und die sizialische Mafia.

Alleine Gross - Britannien erwirtschaftet in der Zwischenzeit 30% seines gesamten Bruttoinlandsproduktes mit Finanztransaktionen. Davon sind nach Schätzungen internationaler Organisationen mindestens 60% Schmutzgelder. Diese nationalökonomische Monokultur wird eines Tages zum Zusammenbruch der gesamten britischen und eidgenössischen Volkswirtschaft führen. Jederman weiss das und niemand tut etwas dagegen, weil die Finanzmärkte mächtiger sind, als die Regierungen. Das ist in der Schweiz, England, den USA und Deutschland nicht anders. Die Politik hat das Primat über die Volkswirtschaften verloren oder noch schlimmer, sie ist zu deren Bittsteller geworden, wie sonst sollten die Staaten ihre Rekordschulden finanzieren, als durch die Finanzmärkte? Und wie finanzieren sich diese Finanzmärkte? Zu 60% mit Schmutzgeldern aus Herren Ländern.


Den unbestrittenen Spitzenplatz der internationalen Geldwäsche hält jedoch die Schweiz! Die Metropolen Genf und Zürich für internationale Schmutzgelder und Lugano für italienische Gelder sind die führenden Kantone des internationalen Geldumschlagplatzes Schweiz. Um die Schweiz zu verstehen, muss man wissen, dass der Vielvölkerstaat Schweiz eine Illusion ist, weil die Völker nicht zusammen, sondern in gegenseitiger Ignoranz nebeneinander herleben und weil die Schweiz kein Nationalstaat im üblichen Sinne ist. Sie ist eine Abwehrgemeinschaft. Sie braucht die Ausländer. Sie alleine bewahren die Eidgenossenschaft vor dem Zusammenbrechen. Die Schweiz ist, wie andere Staaten zur Hure dieser Welt verkommen. Im zweiten Weltkrieg war sie Komplize des Dritten Reiches. Die Züricher, Basler und Berner Banken waren die Hehler und die Kreditgeber Hitlers. Die Schweiz war während des zweiten Weltkrieges die einzige verschonte Industriezone Hitlers, in der er ohne Gefahr Waffen, Munition, optische Instrumente und viele andere kriegswichtige Güter erwerben konnte. Der Waffenkonzern Bührle-Örlikon lieferte die letzten Schnellfeuerkanonen an die deutsche Wehrmacht noch im April 1945. Die schweizer Banken machten dies möglich, in dem sie das den Juden aus den Mündern gerissene Zahngold aus den Konzentrationslagern einschmolzen und in ordentliche Schweizer Franken wusch. Die Bankoberen waren von einer, in ihrer erdrückenden Mehrheit, Komplizenschaft mit Hitler. Sie waren von einer ungebremsten, bewusstseinsverwüstenden Raffgier beseelt. Für viele Wirtschaftshistoriker resultiert die heutige weltumspannende Finanzkraft der schweizer Banken aus diesem Kriegsgewinnlertum. "Originalton von Professor Jean Ziegler in Genf.”


Angefangen hat diese Raffgier der schweizer Banken, wie bereits erwähnt, in der Komplizenschaft mit Hitler, in der Weigerung, die sogenannten nachrichtenlosen Vermögen der von den Nazis ermorderten Juden wieder an die Nachkommen der Opfer herauszugeben, sowie die Hehlerei und Wäscherei von Hitlers Raubgold, das in kriegswichtige Rohstoffe umgewandelt wurde. Daraus entstanden astronomische Gewinne der schweizer Banken. Gleichzeitig wiesen die Berner Behörden zehntausende jüdische Flüchtlinge an den schweizer Grenzen zurück, wohlwissend, dass sie diese Menschen damit in den Tod treiben. Überall in der Welt wird die Haltung der Verantwortlichen gegenüber Hitler und den Nazis intensiv diskutiert. Überall sind die Komplizen Hitlers an den Pranger gestellt, manchmal auch bestraft worden. Überall – nur nicht in der Schweiz.


Der Schweizer empfindet dabei keinerlei Unrechtsbewusstsein. Es ist viel schlimmer, er ist gesund an Leib und Seele, da ihm jedes Gefühl für Moral und jegliches Unrechtsbewusstsein von seinen Vätern und Grossvätern abtrainiert wurde. Diese antrainierte Raffgier haftet wie ein Ausschlag auf dem vermeintlich gesunden Volkskörper. Es ist dem Schweizer nicht bewusst und vollkommen egal, dass ein Grossteil der Gelder der asiatischen Staatsfonds aus dem goldenen Dreieck Birma, Thailand, Laos und Kambodscha kommen, das das drittgröste Opiumaufkommen der Welt nach Afghanistan-Pakistan und Lateinamerika hat. Es ist den schweizer Banken und Treuhändern vollkommen gleichgültig, dass die Familie Marcos aus der philipinnischen Staatskasse cirka sechs Milliarden Dollar abgezweigt hat und in Gold, Edelsteinen und Wertpapieren bei Zürcher Banken angelegt hat. Allein im Golddepot des Flughafens Zürich-Kloten lagern immer noch Tonnen an Goldvorräten der Familie Marcos. Es ist den schweizer Banken und den noch raffgierigeren Treuhändern egal, dass ein afrikanischer Diktator wie Mobuto von Zaïre sein Land in Armut und Elend versinken liess, aber selbst bei schweizer Banken in Genf Guthaben von sechs Milliarden Dollar auf seinen Privatkonten hatte. Dieser Betrag enspricht genau der Auslandsverschuldung von Zaïre. Es macht zornig, wenn man sieht, wie naive Gutmenschen, jährlich hunderte von Millionen an afrikanische Diktatoren bezahlen. Das wohlgemeinte Geld für die Ärmsten der afrikanischen Bevölkerung landet auf den Privatkonten der afrikanischen Diktatoren bei Genfer Banken. Es macht noch zorniger, wie die italienische Mafia insbesondere die calabresische N’drangeta ihre durch Prostutition, Korruption und Rauschgifthandel erwirtschafteten Gelder über dem Vatikan nahestehende Banken, wie zum Beispiel früher der Banca Ambrosiana und heute über die Vatikan - Bank, waschen und dann völlig legal an schweizer Banken überweisen. Und nun drängen auch noch Milliarden von schmutzigem russischen und kaukasischem Geld auf den Schweizer Finanzmarkt.

Das Problem ist die Einschleusung der Schmutzgelder in den legalen Wirtschaftskreislauf. Es gibt kaum genügend Anlagemöglichkeiten für die Renditeerwartungen dieser Schmutz – Investoren. Etwa fünfzig Prozent der internationalen Unternehmen, hauptsächlich der Schlüsselindustrien, sind bereits im Besitz der von internationalen Geschäfts - Banken in aller Welt gegründeten Fonds. Die Herkunft der Gelder ist nach so vielen Waschvorgängen nicht mehr zu entschlüsseln. Doch das reicht nicht. Also suchen diese kunstvoll als Hedge – Fonds, Immoblienfonds und Treuhandfonds verpackten Drecksgelder ständig weitere Anlagemöglichken.

In dem von mir recherchierten Fall ist es folgendermassen gelaufen. Gelder aus russischen Fonds, asiatischen Staatsfonds, der calabresischen N’drangeta und abgezweigte Gelder der UN - Welthungerhilfe für die von Hunger und Seuchen geplagten Länder Afrikas wurden von der Bank P. zu einem Immobilienfond zusammengeschnürt und bei einer Schweizer Grossbank als Sicherheit für einen Kredit hinterlegt. Die Zinsen für die Kredite entsprechen genau den langfrisigen Renditeerwartungen der Investoren. Es entstehen also keine Kosten, sondern nur Gewinne aus den Krediten. Dieser Kredit wurde an die schweizerische Niederlassung der F. AG in Zürich ausbezahlt, für deren Sicherheit Fondanteile der Banque P. hinterlegt wurden. F. AG gründete mit dem Kredit einen Trust in Curaçao auf den niederländischen Antillen, das sich als Offshore – Platz jeglicher Kontrolle durch den internationalen Währungsfond entziehen darf, solange sich die Staatsmänner dieser Welt nicht auf internationale Finanzmarktregeln einigen können. Das wird nie soweit kommen, sonst verlieren sämtliche Offshore – Plätze der Welt ihren Glanz und damit ihr Geld. Ganze Volkswirtschaften, wie zum Beispiel die von Grossbritannien, der USA, Niederlande, Singapur, Malaysia und so weiter würden zusammenbrechen. Der Trust wird von dem holländischen Rechtsanwalt Jan van K. verwaltet. Der beauftragt die F. SA in Paris, mit der Entwicklung eines riesigen Immobilienprojektes rund um das Bassin von Arcachon im Stil von Las Vegas. Gerissene internationale Anwältskanzleien der ersten Sahne besorgen mit Geld, Druck, Macht, Bestechung von Politikern, allen juristischen Finessen und wenn es sein muss auch mit Mord, wie im Fall des Austernzüchters aus Gujan-Mestras, die entsprechenden Genehmigungen für die Grossbaumassnahmen. Das Geld ist gewaschen und läuft mit riesigen Gewinnen wieder an die Investoren zurück.

Deshalb titelte ich dieses Buch auch hintersinnig "Die Austernzüchter von Arcachon“. Diese Geschichte steht aber stellvertretend für die gesamte internationale Geldwäsche. Sie ist ein nicht ausrottbares Krebsgeschwür und rüttelt an den Grundfesten der Demokratien. Die Staaten und deren Regierungen sind zu ihren Geiseln geworden, solange, bis sie endlich lernen, ohne Schulden ihre Haushalte zu führen. Nicht anders sind die lahmen Versuche und Absichtserklärungen von Politikern zu verstehen, wenn es darum geht, immer wieder vollmundig eine Finanztransaktionssteuer von lächerlichen 0,05 % erheben zu wollen. Nicht anders ist es zu verstehen, warum noch nie ein Banker für seine Verbrechen angeklagt oder verurteilt wurde. Die Justiz ist den Händen der Politik und die Politik in den Händen der Finanzmärkte und die Finanzindustrie zumindest zur Hälfte in den Händen von blutigen Despoten, verbrecherischen Organisationen und Kartellen.

Und deshalb ist die vorsintflutliche und anachronistische Jagd von Zöllnern nach ein paar Euro Schwarzgeld Augenwischerei und Volksverdummung. Es geht nicht um Steuerhinterziehung, so asozial sie auch sein mag, es geht um das grosse Geld von internationalen Verbrechern, gegen die die Politik machtlos, hilflos und immun gemacht worden ist.

Rainer Kahni genannt Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Monday, May 28, 2012
Reporters sans frontières: Freiheit für syrische Journalisten!

Fünfzehn Journalisten in Syrien befinden sich in Lebensgefahr! Mazem Darwisch, Präsident des Zentralverbandes der syrischen Journalisten und Mitglied "Für den Kampf für Meinungsfeiheit SCM" sind am 16. Februar 2012 vom syrischen Geheimdienst verhaftet und gefoltert worden, nachdem durch eine Kommandoaktion des Militärgeheimsdienstes ihre Büros in Damaskus durchsucht und verwüstet wurden. Reporters sans frontières verweist auf die UN - Resolution zur Freiheit der Berichterstattung in aller Welt und kämpfte hinter den Kulissen für die Freilassung der Kollegen. Ohne Erfolg. Deshalb veröffentlicht nun Reporters sans frontières einen internationalen Aufruf zur Befreiung der syrischen Journalisten und die Meinungsfreiheit in Syrien. Solidarität mit den syrischen Journalisten und die Freiheit der Presse! Die dortigen UN - Beobachter scheinen an diesem Thema nicht interessiert zu sein, dies sei nicht Bestandteil ihrer Beobachter - Mission. Mit dem Verlust der Freiheit der Presse geht jedes Land über kurz oder lang zu Grunde. Dies gilt auch für die Zensur und die Gleichschaltung von Medien. Dieses Phänomen ist auch in westlichen Demokratien zu beobachten, wenn diese Zensur auch in subtilerer Form daherkommt.

Monsieur Rainer
Thursday, May 24, 2012
Vor dem Euro - Gipfel !

Seit François Hollande Staatspräsident in Frankreich ist, hat die deutsche Kanzlerin auf einmal einen massiv auftretenden Kritiker in der Euro Zone. Sie hat zwar unter Vernachlässigung jedes politischen Anstandes im Wahlkampf offen für Sarkozy Partei ergriffen, doch das vergessen ihr die Franzosen nicht! Hollande ist nicht der Pudel von Frau Merkel. Er ist im Gegensatz zu der Pastorentochter aus der Uckermarck ein ausgebildeter Wirtschafts-und Finanzwissenschaftler und weiss wovon er bei volkswirtschaftlichen Zusammenhängen spricht. John Maynard Keynes ist für ihn keine Kartoffelsuppe aus Brandenburg, sondern ein wegweisender Nationalökonom, der genau aufgeschrieben hat, was in der heutigen Situation des Euro zu tun wäre. Der unlautere und betrügerische Wettbewerb der deutschen Wirtschaft, die mit 9 Millionen Billiglöhnern Europa mit Waren überschwemmt und ganze Volkswirtschaften in den Ruin treibt, muss sofort aufhören. Europa muss wieder eine Solidargemeinschaft werden, also muss es auch Eurobonds geben, um den ruinierten Staaten die Märkte für billigeres Geld zu erschliessen. Jeder Regierungschef in der EU weiss das, nur Merkel lehnt das ab, weil sie keine Europäerin, sondern eine spiessige, kleingeistige Egomanin ist, die nur auf ihren Machterhalt zu Hause schielt. Was sol denn dieses besoffene Glück der Deutschen, ob ihrer tollen Arbeitslosenstatistiken und der boomenden Wirtschaft? Haben die deutschen Arbeiter etwas davon, oder die DAX - Unternehmen? Wird etwa in Deutschland an den perversen Verwaltungsstrukturen gespart? Wo wird denn in Deutschland überhaupt gespart? Seit 1969 hat das Land keine ausgeglichenen Haushalt mehr vorgelegt und sogar jetzt in den Boomzeiten müssen 40 Milliarden neue Schulden gemacht werden, aber in Europa den Sparkommissar raushängen! Dieser wiedererwachte deutsche Chauvinismus wird dem Lande noch sauer aufstossen. Merkel ist die Totengräberin Europas! Der Widerstand in Europa gegen Merkel formiert sich! Die Europäer haben Angela Merkel satt!

Monsieur Rainer
Wednesday, May 23, 2012
DIE LETZTEN BEISSEN DIE HUNDE !

Was haben die deutsche Sektsteuer und die NATO miteinander zu tun? Sie haben beide eines gemeinsam, sie sind aus einem Grund entstanden, der bei beiden längst entfallen ist und sie bestehen trotzdem weiter. Wilhelm II. oder auch Wilhelm der Plötzliche genannt, war neidisch auf die damals mächtige englische Kriegsmarine. Er wollte auch so prachtvolle Boote haben wie die Admiralität des Britischen Empire und beauftragte den damaligen Befehlshaber der mehr als bescheidenen kaiserlichen Flotte Admiral Tirpitz, ihm eine noch grössere und noch mächtigere Flotte zu schaffen. Doch woher das viele Geld nehmen und nicht stehlen? Da kamen gewitzte kaiserliche Fiskalpolitiker auf die "geniale“ Idee, einfach eine Steuer auf den in den Gründerjahren reichlich fliessenden Sekt zu erheben. Der Rest ist schnell erzählt. Die Flotte fürchtete sich im ersten Weltkrieg vor der britischen Übermacht zu Tode und gab eigentlich nie einen scharfen Schuss während des ganzen Krieges ab. In Scapa Flow wurde dann am Ende des Weltkrieges die gesamte stolze deutsche Kriegsmarine versenkt, damit sie nicht den Briten in die Hände fiele! Sie existiert also seit dem Ende des ersten Weltkrieges nicht mehr, der Grund für die Sektsteuer war entfallen. Doch wen wundert es, sie existiert heute noch, dient jedoch einem anderen Zweck, nämlich die immer grösser werdenden Haushaltslöcher der Bundesrepublik Deutschland zu stopfen.

Die North Atlantic Pact Organisation (NATO) wurde nach dem zweiten Weltkrieg unter Führung der Vereinigten Staaten von Amerika zur Abwehr eines vermeintlich drohenden Angriffs durch die Staaten des Warschauer Paktes gegründet. Der kalte Krieg wurde nie zu einem heissen Krieg, da so das Gleichgewicht des Schreckens zwischen den Westmächten und dem unter russischer Herrschaft geknechteten kommunistischen Ostblock hergestellt war. So gab es eine Koexistenz der Abschreckung, die immer wieder nachgerüstet werden musste, um die Balance zwischen den verfeindeten Blöcken zu halten. Immerhin bescherte dieses Prinzip der Abschreckung Europa eine Periode des Friedens und der Freiheit. Die USA liessen sich von den europäischen Partnern diesen Schutzschirm gut bezahlen und verdienten auch an der Stationierung ihrer Truppen in Europa. Der US – amerikanische militärisch-industrielle Rüstungskomplex verdiente sich wund bei der Aufrüstung der deutschen Bundeswehr und dem Verkauf von Waffen an andere europäische Länder. Das arg gerupfte Britische Empire konnte nur mit Hilfe der USA wieder aufgerüstet werden. Im Jahre 1989 fiel in Berlin die Mauer, die Sovjetunion konnte beim Rüstungswettlauf nicht mehr mithalten, ging wirtschaftlich und moralisch bankrott. Der Warschauer Pakt hatte aufgehört zu existieren. Doch die NATO besteht bis heute fort und anstatt sich aufzulösen, weil ihr der Feind abhanden gekommen war, suchte sie sich verzweifelt ein neues Feindbild.

Die Suche verlief lange Zeit vergebens, es kehrte eine Woge der Entspannung und der Demokratisierung der ehemaligen Staaten des Warschauer Paktes ein. Hier war also für den militärisch – industriellen Rüstungskomplex kein Geld mehr zu verdienen. Der neue Präsident Bill Clinton hatte sich nur ein einziges Mal dazu drängen lassen, eine militärische Intervention in Somalia zu starten, die gleich so was von in die Hose ging (Black Hawk Down), dass er sich fürderhin mehr um seine Praktikantin und um die Wirtschaft seiner Nation kümmerte. Nun gut, das mit der Praktikantin ging zwar auch schief, aber es wurde dabei niemand ernsthaft verletzt. Aber die Wirtschaft boomte und Bill Clinton verliess das Weisse Haus unter Hinterlassung eines ausgeglichenen Staatshaushaltes. Der militärisch-industrielle Rüstungskomplex war enttäuscht! Es gab mit Clinton nichts zu verdienen.

Da ergab es sich, dass die amerkanische Lobby einen dümmlichen, bigotten, trockenen Alkoholiker fand, der sich mehr für Micky Maus Hefte als für Politik interessierte. Und siehe da, welche Überraschung, er wurde der neue Präsident dieser prosperierenden Nation. Mit diesem Präsidenten konnten die Lobbyisten es treiben, wie sie es brauchten. Sie witterten neue Geschäfte. Was fehlte, war ein dazu passender Krieg. Das "Glück“ war den Lobbyisten hold. Ein paar Wirrköpfe hatten sich schon Jahre zuvor um einen missratenen Sprössling einer mächtigen Miliardiärsfamilie geschart und nannten sich al-Quaida. Sie waren schon für die Amerikaner tätig und wurden von ihnen auch prächtig ausgerüstet, um die Russen aus Afghanistan hinauszuwerfen. Diese Organisation führte eine neue völlig andere Art von Krieg. Anstatt sich der russischen Panzerübermacht im offenen Kampf zu stellen, führten sie einen asymetrischen Guerillakrieg gegen eine zahlenmässig übermächtige russische Armee. Die Weltmacht Russland fand keine Mittel, um mit dieser Taktik fertig zu werden und verlor diesen Feldzug in Afghanistan unter grossen materiellen und menschlichen Verlusten. Ihre Flucht über den Kyberpass wurde für die al-Quaida zum Duck shooting, da die schwerfälligen russischen Geräte den heimtückischen kleinen Kommandoeinheiten nichts entgegen zu setzen hatten.

Doch wie es halt so ist hiniden mit alten "Geschäftsfreunden“, kommt der gemeinsame Feind abhanden, muss eine neue Bedrohung geschaffen werden. Die al-Quaida erkannte nun, dass die amerikanischen Werte nicht mit den eigenen kombatibel waren und erklärten den USA kurzerhand den Krieg. Das Ergebnis ist bekannt. Durch eine völlig neue Art von Bewaffnung, die Entführung von Verkehrsmaschinen und deren Einsetzung als fliegende Bomben griffen die ehemaligen Verbündeten Amerikas nun dessen Herzstück an. Das World Trade Center und das Pentagon wurden Opfer verheerender Anschläge. Eine Welle von Solidarität und Patriotismus erfasste das ganze amerikanische Imperium und steckte sogar europäische Partner an. Anstatt nun genau zu analysieren, wo der Feind Amerikas sitzt, zogen die Lobbyisten einen längst vorbereiteten Plan zum Überfall auf den Irak aus den Schubladen. Das Problem bei der Sache war, auch dessen Diktator Saddam Hussein war bis dahin ein Vasall der USA im Kampf gegen den Iran. Doch Saddam Hussein duldete auf seinem Territorium keine al-Quaida und unterdrückte jede religiöse Regung mit blutiger Gewalt. Also musste ein Kriegsgrund von den amerikanischen
Geheimdiensten "konstruiert“ werden. Wie durch Geisterhand wurde er der Anstifter für die Anschläge auf das World Trade Center in New York und der Schutzherr der al-Quaida. Auch riesige Mengen von Giftgas und Raketensilos wurden auf irakischem Boden "entdeckt“. Der amerikanische Aussenminister Colin Powell musste sich mit diesen gefälschten Beweisen vor dem Weltsicherheitsrat zum Affen machen, die anderen Mitglieder konnte er aber nicht mit seiner Lügen - Show überzeugen. Egal, die Rüstungslobby wollte jetzt einen Krieg mit oder ohne diese Schwatzbude am East River und so überfielen die USA mit einigen treudoofen Vasallen den Irak und richteten einen halbwegs funktionierenden Staat zu Grunde. Was heute von diesem Staat zwischen Euphrat und Tigris, von dieser jahrtausenden alten Kultur, übrig geblieben ist, kann man jeden Tag in einem Meer von Tod, Blut, Leid und Elend besichtigen. Doch der militärisch-industrielle Rüstungskomplex verdiente sich dumm und dämlich. Ganze Heerscharen von outgesourcten privaten Sicherheitsfirmen schossen aus dem Boden, um nach Abzug der Amerikaner eine halbwegs intakte Infrastruktur wieder herzustellen. Und wieder wurde kräftig dabei verdient.

Da entdeckten die Militärstrategen des Pentagon plötzlich, dass der eigentliche Feind gar nicht im Irak sondern in Afghanistan sass. Die al-Quaida hatte nie Afghanistan verlassen und schon gar nicht in Richtung Irak. Sie war mehr im Jemen, in Pakistan, im Sudan und in Somalia aufgestellt. Doch so einfach war das nach der offensichtlichen Pleite und den Lügen des CIA nicht mehr, die Verbündeten für ein weiteres militärisches Abenteuer zu gewinnen. Schon beim Überfall auf den Irak hatten zwei mächtige Partner gezickt und liessen durch ihre Aussenminister Dominique de Villepin für Frankreich und Joschka Fischer für Deutschland lauthals erklären, dass sie von den "Beweisen“ nicht überzeugt waren und diesen Wahnsinn nicht mitmachen würden. Well done! Doch da drückten die USA auf die Tränendrüse der Menschenrechtler und Gutmenschen. In Afghanistan hatte sich nämlich eine radikal – fundamentalistische Gruppe namens Taliban in das durch den Abzug der Russen entstehende Machtvakuum gedrängt und einen steinzeitlich – archaischen Gottesstaat errichtet. Videos mit in Fussballstadien hingerichteten Frauen geisterten plötzlich durch die Nachrichtensender der Welt. Die Szenen, die gezeigt wurden waren herzerreisend. Da konnten auch Frankreich und Deutschland nicht mehr nein sagen. Hier musste einfach aus humanitären Gründen geholfen werden. Man sprach von Brunnen bohren, Schulen bauen, Frauenrechte einführen, eine Demokratie nach westlichem Vorbild zu installieren. Dafür hätte auch das Technische Hilfswerk, das Rote Kreuz und einige arbeitslosen Lehrer gereicht. Die waren aber dort nicht so beliebt, denn die Taliban hatten ihre eigene Vorstellung davon, wie sie leben wollten.

Also blieb nichts anderes übrig, als diese Aufbauhelfer militärisch abzusichern. Und so tappten die Franzosen, Italiener, Niederländer und Deutsche in die grosse Bärenfalle der Amerikaner. Wenn sie alle vorher ein Geschichtsbuch in die Hand genommen hätten, dann wäre dort unschwer nachzulesen gewesen, dass schon Alexander der Grosse schnellstens weitergezogen ist, als er erkannte, dass in diesem Land kein Blumentopf zu gewinnen war. Auch die Briten hätten es wissen können, denn sie hatten schon einmal in Afghanistan ganz fürchterliche Prügel bezogen und mussten schmählich das Feld räumen. Die Russen hätten eigentlich ein abschreckendes Beispiel liefern können, wie man es am besten nicht macht und seine Finger aus Afghanistan heraus hält. Wem das noch reichte, hätte dann wenigstens die Bücher von Karl May lesen können, der war zwar noch nie aus Sachsen herausgekommen, hatte aber immerhin so viel Phantasie, um sich vorzustellen, wie es im wilden Kurdistan zugehen muss. Und so begann einer der dümmsten Feldzüge seit der Erfindung des Schiesspulvers wie das ein kluger und humanistisch gebildeter deutscher General so treffend bezeichnete. Lange war er dann nicht mehr General, sondern wurde unter fadenscheinigen Vorwänden in Schande aus der Bundeswehr entlassen. Solidarität unter seinen Generalskameraden? Fehlanzeige! Deutsche Generäle haben sich selten als Anhänger grosser Zivilcourage geoutet und hingen dann doch lieber mit ihren kleinen Beamtenseelen an ihren goldbetressten Schlachterkitteln.


Während die Amerikaner und die Briten sich einen Dreck um Nationbuilding scherten, sondern lieber Flächenbombardements vorzogen, um ganze Teile der Bevölkerung und die ungeliebte al-Quida auszurotten, versuchten die naiven Franzosen, Italiener, Niederländer und die Deutschen es im guten. Sie verteilten Lollis, Schaufeln und Spaghetti und bauten auch ein paar Schulen und bohrten ein paar Brunnen. In Kabul wurde eine Operettenregierung von lauter korrupten Clowns eingesetzt, die nun Demokratie spielen sollten. Milliarden von Hilfs - Geldern verschwanden auf deren Genfer Bankkonten. Die Taliban erinnerten sich der Guerilla – Taktik gegen die Russen und führen seither einen asymetrischen Krieg gegen die ISAF – Truppen. Die NATO ist gut beschäftigt, das Kriegsgeschäft florierte zehn lange Jahre gut, bis die Verbündeten klamm wurden und der Hurra – Patriotismus in den Heimatländern rapidem Verlust und Schwund anheim fiel. Schlicht, die Bevölkerung in den Heimatländern fühlt sich gar nicht von den Taliban bedroht und hat die Nase voll von den Lügen und dem Betroffenheitskitsch der Politiker.

Nun muss eine Exitstrategie her, die den regulären Abzug der Truppen unter grösstmöglicher Wahrung des Gesichtes bietet. Denn dass der Krieg verloren ist, das sagt man nicht, nein, im Gegenteil die Politiker entblöden sich nicht, diesen dümmsten Feldzug aller Zeiten auch noch als Erfolg zu verkaufen. Dazu trafen sich die Regierungschef nun in Chicago. Was heraus kam ist divergend. Die Franzosen ziehen ihre Kampftruppen sofort ab, es entsteht also in der Provinz Kapisa ein Machtvakuum, in das die Taliban sofort hineinstossen werden. Auf die von den Koalitionstruppen ausgebildeten afghanischen Hiwis, die sich feudal afghanische Armee nennen darf, ist kein Verlass. Die meisten Toten, die heute noch zu beklagen sind unter den westlichen Soldaten, wurden nicht etwa Opfer der Taliban, sondern sie wurden von den von ihnen ausgebildeten bewaffneten afghanischen Soldaten in den Rücken geschossen. Die Niederländer waren klüger, sie haben sich schon früher vom Acker gemacht.

Ein fremdes Land mit einer riesigen Streitmacht von 150.000 Soldaten zu überfallen ist eine Sache und kann sogar gut gehen, wie die Geschichte lehrt. Dort zu bleiben, und das Land auf Dauer zu besetzen wird schon schwieriger, denn es bindet enorm viel Menschen und Material. Aber wie kommt man aus so einem Land wieder heraus? Darüber machen sich die Regierungschefs der NATO Länder erst jetzt Gedanken. Jeder Bankräuber plant erst einmal den Rückzug, bevor er eine Bank überfällt, Politiker planen gar nichts. Um es kurz zu machen, die Amerikaner und die Briten haben enorme Transportkapazitäten und werden kaum Schwierigkeiten haben, das Land zu verlassen. Die Italiener waren schon immer recht einfallsreich, wenn es darum ging, einen Kampfplatz zu räumen. Das ganze Material wird nach einem neu geschlossenen Abkommen mit dem korrupten Regime in Usbekistan über diesen Transitweg abtransportiert! Das werden tausende von Containern mit abertausenden Tonnen Ausrüstung, Kriegsmaterial, Waffen, Fahrzeuge und Munition sein. Nun haben die deutschen Truppen in Kunduz und Masar-i-scharif die undankbare Aufgabe den Rückzug der anderen Allierten im Norden des Landes militärisch abzusichern, da Afghanistan nur über das nördlich gelegene Gebiet der deutschen ISAF – Truppen verlassen werden kann. Seewege und Luftbrücken scheiden aus. Was bleibt zurück? Die treuen Helfer der Allierten werden von den nachrückenden Taliban abgeschlachtet wie weiland die Harkis nach dem Abzug der französischen Truppen aus Algerien. Die deutschen Soldaten werden auch dort ausharren müssen, bis der letzte Container, der letzte Panzer, der letzte alliierte Soldat in Sicherheit ist. Und dann werden die deutschen Truppen zum Abschuss von den wieder erstarkten Taliban freigegeben. Es wird ein blutiges Gemetzel, bevor das letzte Fort der Deutschen aufgegeben wird und dieses ungastliche Land verlassen werden kann.

Der letzte deutsche Soldat, der dieses Gemetzel überleben wird, macht dann das Licht aus und Afghanistan wird genau wie der Irak im Chaos versinken. Eine grandiose militärische und politische Dummheit wird in die Geschichtsbücher eingehen! Doch der militärisch-industrielle Rüstungskomplex wird mit seinem Wanderzikus NATO weiterziehen und arbeitet heute bereits an einem neuen Feindbild. Der Iran stellt jetzt plötzlich eine Bedrohung dar und muss mit israelischen Atombomben und einem sündteuren Raketenabwehrschirm in Schach gehalten werden!

Genauso wie die Sektsteuer für Wilhelms Flotte wird auch die NATO ewig weiterleben!

Rainer Kahni genannt Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières

Tuesday, May 22, 2012
"Das Verteilen des Grundgesetzes ist eine Straftat?" Häää?

Der Pressebericht des Frankfurter Polizeipräsidiums zu den am Samstag stattgefundenen friedlichen Demonstrationen der Occupy Bewegung liest sich wie von einer anderen Welt! Diese Polizei leidet unter massivem Realitätsverlust, oder sie war auf einer anderen Demonstration, aber ganz sicher nicht bei Occupy in Frankfurt. Der friedliche Verlauf der Demonstration am vergangenen Samstag in Frankfurt ist weniger dem im umständlichen Beamtendeutsch formulierten "umsichtigen Handeln" der Polizei zu verdanken, sondern den Demonstranten, die sich nicht durch die das gewalttätige und martialische Auftreten der Polizisten provozieren liessen.

Was in diesem lächerlichen Polizeibericht natürlich völlig fehlt, ist folgender Sachverhalt: Ein deutscher Journalist hat einen leitenden Polizeiführer dabei gefilmt, wie der einen Demonstranten mit folgenden Worten bedroht hat, Zitat: "Wenn Sie nicht sofort das Verteilen des Grundgesetzes ohne Genehmigung einstellen, werden Sie auf der Stelle festgenommen!" Zitatende!

Das Verteilen des Grundgesetzes stellt also in den Augen der Staatsmacht einen Straftatbestand dar, der zur sofortigen Festnahme führt? Aha! Wozu braucht ein Bürger der Bundesrepublik Deutschland eine Genehmigung und von wem, wenn er das deutsche Grundgesetz verteilt? Wo steht denn das? Unter welchem Paragraphen im Strafgesetzbuch wird dieser "Straftatbestand" mit Strafe bedroht und sanktioniert? Gilt nicht der alte römische Rechtsgrundsatz "nulla poena sine lege" auch in Deutschland? Dieser Film meines deutschen Journalistenkollegen durfte in Deutschland nicht gezeigt werden, deshalb wurde er mir zugespielt! ICH werde ihn nach meiner Rückkehr nach Frankreich in allen mir zugänglichen Medien veröffentlichen.

Das versteht also die deutsche Obrigkeit unter einem freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat? Das Grundgesetz, auf den die Politiker jeden Tag einen Meineid schwören und das sie wie eine Monstranz vor sich hertragen, darf also nicht vom deutschen Volke gelesen werden? Irgendwie handeln die Politiker und ihre Repressionsapparate aus ihrer Sicht nicht gänzlich unlogisch. Denn wenn die deutschen Bürger wirklich einmal ihr Grundgesetz lesen würden, müssten sie mit Entsetzen feststellen, dass die Machthaber dieses gut gedachte und freiheitlichste Grundgesetz, das es jemals auf deutschem Boden gab, bis zur Unkenntlichkeit verzerrt, ausgehöhlt, verbogen und gebrochen haben. Diese Rechtsbrüche werden eben nicht von der übergrossen Mehrheit der deutschen Bürger, sondern von den Politikern, von der Justiz und den Polizeiorganen des Bundes und der Länder begangen!

Wer sind also die wahren Feinde des Grundgesetzes?

WEHRT EUCH !

Monsieur Rainer
Monday, May 21, 2012
Polemik der Bundesregierung gegen die neue französische Regierung!

Wenn man in Frankreich von 34 Ministern der Regierung spricht, dann werden die Staatssekretäre stets mitgezählt. Wenn man in Deutschland die Staatssekretäre und die völlig überflüssigen parlamentarischen Staatssekretäre zu den Ministern hinzuzählt, dann kommt Deutschland nach französischer Rechenart auf über 80 Minister und Staatssekretäre. Dies erzählen die deutschen Politiker dem Volk nicht, sondern polemisieren über ein "aufgeblähtes" Kabinett des "angeblichen" Sparkurses der neuen französischen Regierung, die sich einen Ehrenkodex für ihr Finanzgebahren und eine 30%ige Gehaltskürzung in ihrer ersten Sitzung verordnet hat. Deutschlands Regierung beschloss dagegen am Mittwoch eine Gehaltserhöhung von 5,7%, leistet sich 16 Bundesländer samt Parlamenten, Regierungen und Behörden wie in der Kleinstaaterei vor 1871, zwei Regierungssitze in Berlin und Bonn, einen Präsidenten für Betroffenheitskitsch und Kranzabwürfe mit Palais in Berlin und Bonn, einen aufgeblähten Bürokratenstadel, der laut Rechnungshof zu nichts anderem nutze ist, als jährlich 60 Milliarden Euro sinnlos zu verschwenden, die Bürger mit immer neuen Vorschriften zu traktieren und eine masslose Geldverschwendung in allen öffentlichen Bereichen! Dieser ganze Wahnsinn kann seit 1969 nicht mehr durch das Steueraufkommen gedeckt werden und so müssen sogar in Boomzeiten wie jetzt erneut 40 Milliarden neue Schulden aufgenommen werden. Gleichzeitig kräht die Kanzlerin in Europa vom Sparen und ruiniert mit ihren durch 9 Millionen Billiglöhner erwirtschafteten Aussenhandelsbilanzüberschüssen ganze Volkswirtschaften in der EU. Die Verlogenheit, der Chauvinismus, sowie das mangelnde Demokratieverständnis dieser deutschen Politiker ist nicht mehr zu überbieten! Das System ist morsch und marode, es muss durch eine neue vom Bürger für Bürger geschaffen Verfassung ersetzt werden! Deutschland steht am Abgrund! Es ist finanziell, politisch und moralisch bankrott!

Monsieur Rainer
Friday, May 18, 2012
Die neue Bescheidenheit der französischen Regierung und François Hollande!

Die neue französische Regierung ist paritätisch je zur Hälfte mit Männern und Frauen besetzt. Nicht überraschend wurde die maghrebinische Einwanderin und Science Po Absolventin Belcazem zur Regierungssprecherin ernannt. Die neue Justizministerin kommt aus dem französischen Überseedépartement Französisch - Guyana. Neben vielen Novizen ohne Regierungserfahrung wurden aber auch alte Schwergewichte, wie der ehemalige Premierminister Laurent Fabius wieder berufen. Wichtige Akzente in der Umweltpolitik wird die Vorsitzende der Ecologisten in der Politik spielen. Zum Premierminister wurde der Germanist Ayrault bestellt. Die Parteivorsitzende der Sozialisten Martine Aubry hatte zu hoch gepokert: Alles oder nichts! Entweder Premierminister oder gar nichts! Sie bekam gar nichts. Der Präsident verabschiedete mit seinem neuen Kabinett einstimmig ein Dekret, das den Verzicht aller Minister und des Präsidenten auf 30% ihrer Amtsbezüge vorsieht, sowie ein Ethikpapier, wie sich ein Regierungsmitglied in Fragen der Ämterhäufung und in seinem persönlichen Finanzgebahren zu verhalten hat. So legten alle bisherigen Deputierten der Nationalversammlung, die nun Minister geworden sind, ihre Abgeordnetenmandate nieder. Ein neuer Stil der Bescheidenheit kehrt in die französische Politik zurück. Sehr interessant ist auch die Ernennung eines Bretonen zum Verteidigungsminister. Er war Vorsitzender des Regionalrates der grössten Marinestützpunkte in der Bretagne und ist als entschiedener Gegner des Krieges in Afghanistan hervorgetreten. Bis Ende dieses Jahres 2012 sollen alle französichen Kampftruppen abgezogen werden, deshalb reiste er noch vor der Wahl nach Washington! Die Rückführung der gesamten Logistik wird allerdings noch etwas dauern. Und gerade dies ist eine sehr gefährliche Mission, denn ohne den Schutz der Kampftruppen wird das nicht einfach. Bei den Deutschen wird das sehr viel schwieriger, denn sie haben gar nicht die logistischen Mittel zum geordneten Rückzug! Sie müssen per Anhalter fahren!

Monsieur Rainer
Friday, May 18, 2012
WEHRT EUCH !

Ist es schon wieder so weit? In Frankfurt wurden heute die Grundrechte auf freie Meinungsäusserung, auf die friedliche Versammlung von Bürgern, das Recht auf Kunst und Kultur eines Liedermachers mit Polizeiknüppeln in den Schmutz des Bankenviertels getreten. Die Banken haben also die Macht im Staate übernommen und die Politiker, die Justiz, die Polizei sind ihre willfährigen Hilfsorgane. Die Demokratie ist höchster Gefahr! Das, was wir hier laufend beobachten, ist ein Anschlag auf den kümmerlichen Rest der Demokratie und das Grundgesetz! Es ist ein Staatsstreich von oben! Zu empfehlen wäre ein Gerät aus dem Jahre 1789, gebraucht, aber TÜV - abgenommen, da die Laternen für diese Brut wohl nicht mehr ausreichen! Und über dem Reichstag würde ich ein neues Logo aus Dantes Inferno anbringen: "Die die ihr hier eintretet, lasset alle Hoffnung fahren!"

Monsieur Rainer
Friday, May 18, 2012
Die schwarze Witwe lenkt von ihrer Wahlniederlage in NRW ab!

Eiskalt wurde der in der eigenen Partei als Streber ungeliebte Röttgen von der Schwarzen Witwe im Kanzleramt abserviert! Das hat wenig mit seiner verheerenden Bilanz in der Umweltpolitik und schon gar nichts damit zu tun, mit welchen rabiaten und hinterhältigen Intrigen er gegen seine eigenen Freunde und ehemaligen WG Mitglieder aus der Studentenzeit den Landesvorsitz in Nordrhein-Westfalen erkämpft hat. Seit Röttgen auf diese kaltherzige Art von seiner "Mutti" von ihrer schlaffen Brust entwöhnt wurde, spricht niemand mehr von der Niederlage der Kanzlerin bei den wichtigsten Landtagswahlen im grössten Bundesland NRW, sondern nur noch über den "armen" Röttgen. Das ist genau diese eiskalte Machtpolitik, die diese Frau verinnerlicht hat und die sie auf lange Zeit an der Macht halten wird. Weitere Überzeugungen, Fähigkeiten, Pläne, Strategien für ein prosperiendes und sozialeres Deutschland und ein solidarisches Europa? Fehlanzeige! Diese Dame ist nie in der Demokratie angekommen und nicht sozialiert worden durch die Wiedervereinigung! Sie funktioniert nach den alten Mustern des DDR Machtapparates! Sie wird deshalb die Totengräberin der politischen und menschlichen Kultur Deutschlands und ganz Europas!

Monsieur Rainer
Thursday, May 17, 2012
Schwere protokollarische Fehler beim "Antrittsbesuch" von Hollande in Berlin!


Der gestern nach der Amtseinführung von Präsident Hollande ernannte neue französische Premierminister Jean-Marc Ayrault hat heute seine Amtsgeschäfte im Hôtel Matignon aufgenommen und seinen Vorgänger François Fillon verabschiedet. Mit diesem studierten Germanisten, Bürgermeister von Nantes und Fraktionschef der Sozialisten in der Nationalversammlung wird auch ein neuer Stil in die Regierung kommen. Der überaus selbstbewusste Deutschlandkenner und langjährige Freund von Hollande wird ganz sicher nicht der Kofferträger des Präsidenten werden. Er ernennt heute am späten Nachmittag die Minister und Staatssekretäre seiner Regierung. Erste Kritik wird an der von Fehlstarten begleiteten ersten Reise des Präsidenten nach Berlin laut: Wie kommt ein vom Volk direkt gewählter französischer Präsident dazu, seine Gäste stehen zu lassen und Hals über Kopf zum "Antrittsbesuch" zur deutschen Bundeskanzlerin zu reisen, zumal sie ihn keines Blickes gewürdigt und sich auch noch gegen ihn im Wahlkampf ausgesprochen hat? Hollande ist Staatsoberhaupt, Merkel nicht! Hollande ist direkt vom Volk gewählt, Merkel nicht! Hollande ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte und zieht seine Truppen aus Afghanistan ab, Merkel ist und tut beides nicht! Hollande erhöht den gesetzlichen Mindestlohn, Merkel lehnt ihn strikt ab! Hollande ist für ein solidarisches Europa, das spart, aber gleichzeitig Investitionsprogramme für die notleidenden Länder auflegt, wie Keynes dies lehrt, Merkel nicht! Hollande ist ausgebildeter Wirtschafts - und Finanzwissenschaftler, Merkel nicht! Es muss mächtig gerappelt haben hinter den Kulissen in Berlin, denn Hollande gibt keine Bussis und ist auch nicht der Pudel von Frau Merkel! Bei den Pressekonferenzen von Merkel sind wir alle genauso gespannt, wie Frau Merkel selbst, wenn sie ihre Worthülsen formuliert, was sie nun eigentlich sagen will! Frau Merkel, Sie sind nicht die Kaiserin von Europa, diese Worte rufen wir Franzosen Ihnen über den Rhein hinüber! Sie haben sich nicht in die inneren Angelegenheiten eines anderen Landes einzumischen! Und wenn unser Präsident das nächste Mal nach Berlin kommen sollste, dann wird er gefälligst vom deutschen Staatsoberhaupt empfangen, wie sich das protokollarisch gehört! Denn nicht einmal in Deutschland sind Sie Staatsoberhaupt, geschweige denn in Europa!

Monsieur Rainer
Wednesday, May 16, 2012
Protokoll eines historischen Machtwechsels in Frankreich

Wenn in Frankreich mit all seinen Überseegebieten ein neuer Präsident direkt vom Volk gewählt wird und sein neues Amt antritt, dann ist dieses Ereignis nicht einfach ein Wechsel der Persönlichkeiten, des Stil und neuer Akzente in der ganzen französischen Nation, dann ist es auch stets eine Richtungswahl für eine andere Politik. Heute am 15. Mai 2012 ist es jedoch mehr, denn erst zum zweiten Mal in der Geschichte der V. Republik wurde ein Sozialist zum Staatsoberhaupt der Nuklearmacht Frankreich gewählt. Im Jahre 1981 war es der Sozialist François Mitterand, heute ist es der Sozialist François Hollande. Spötter nennen ihn heute schon François II. Frankreich ist zwar eine durch und durch basisdemokratische Republik, doch der Präsident ist eben auch eine Art Ersatzmonarch der Grande Nation. Die Investitur von Monsieur Président de la République, wie er ab heute genannt wird, ist dann auch etwas ganz besonderes und wird in voller Länge vom französischen Fernsehen übertragen.

9:00 Uhr Die geladenen Gäste fahren mit ihren Limousinen zum Faubourg Sainte Honoré und schreiten zu Fuss durch den Ehrenhof des Elyséepalastes, um sich im grossen Festsaal des Amtssitzes des Präsidenten zu versammeln. Schon an der illustren Gästeliste von 400 Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Kultur lassen sich neue Akzente erkennen. Es fehlen die grossen Bosse, die Milliardäre und das glamouröse Showbiz, das dem scheidenden Präsidenten Nicolas Sarkozy wie ein chronischer Ausschlag seit seinem ersten Tag im Amt anhaftete und ihm bis heute den Spitznamen "Monsieur Bling-Bling“ einbrachte. Diesen Geruch wurde Sarkozy nie mehr los.

9:35 Uhr Der scheidende Präsident Nicolas Sarkozy, der sich seit seiner Abwahl gegenüber seinem Nachfolger François Hollande mehr als grosszügig und konstruktiv in allen technischen Details der Amtsübernahme gezeigt hat, fährt von seinem Appartement im 16. Arrondissement von Paris zum letztem Mal in den Elyséepalast. Man hat schon gehässigere und kleinkariertere Szenen hier in Frankreich erlebt. Doch keine Spur von Ranküne.

9:40 Uhr Der neu gewählte Präsident François Hollande wird in einem einfachen Durchschnittsfahrzeug von seinem Wohnsitz in der Rue Camy im 15. Arrondissement auf der Rive Gauche der Seine zum Elyséepalast gefahren. Sein Fahrzeug ist geschlossen, er zeigt sich nicht hinter den getönten Scheiben seines Fahrzeuges.

10:00 Uhr Nicolas Sarkozy empfängt den gewählten Präsidenten auf den Stufen des Château, wie die Franzosen den Elyséepalast nennen und führt François Hollande in den ersten Stock zu seinem neuen Büro, wo die beiden Präsidenten unter vier Augen sprechen, die Codes der Nurklearstreitkräfte übergeben und die Dossiers der geheimsten Staatsgeheimnisse austauschen. Nach genau 36 Minuten ist das Gespräch beendet und François Hollande verabschiedet Nicolas Sarkozy und seine Gattin Carla Bruni auf den Stufen des Palastes. Zum erstenmal sieht man bei dieser Szene die Lebensgefährtin des neuen Präsidenten, Madame Valérie Trierweiler. Sie hat Politikwissenschaften an der Sorbonne studiert und arbeitet als Journalistin. Zuletzt bei Paris Match.

10:40 Uhr François Hollande betritt den grossen Salon im Erdgeschoss des Château und wird vom Kanzler der Ehrenlegion, ein Viersterne - General der Armee, zum Grossoffizier der Legion D’Honeur promoviert. Der Kanzler steckt dem neuen Präsidenten das kleine Band des hohen Ordens an das Rever. Dann wird dem neuen Präsidenten der Republik die schwere Kette eines Grossmeisters der Ehrenlegion überreicht. Die Verleihungsurkunden werden unterzeichnet.

10:45 Uhr François Hollande betritt den grossen Festsaal des Palastes und wird vom Präsidenten des Verfassungshofes (Cour constitutionel) begrüsst. Der verkündet nun öffentlich das Wahlergebnis, stellt fest, dass François Hollande im zweiten Wahlgang die absolute Mehrheit der Stimmen des französischen Volkes erhalten hat und damit gemäss Artikel 7 der Verfassung der V. Republik zum Präsidenten der Republik Frankreich gewählt ist. Der Präsident des Verfassungshofes proklamiert François Hollande nun zum Präsident der Republik. Die Bestallungsurkunde wird unterzeichnet.

11:00 Uhr Der neu inaugurierte Präsident der Republique Frankreich hält eine kurze elf Minuten dauernde Ansprache an die erlauchten Gäste und setzt die Eckpunkte seiner Präsidentschaft: Die Konsolidierung der Finanzen Frankreichs, ein vereinigtes und solidarisches Europa, die Bekämpfung der grasierenden Arbeitslosigkeit, die Mobilisierung der Jugend des Landes und deren Bildung, Kultur und Beschäftigung, die Einhaltung der laizistischen Staatsform, die Absage an jegliche Art von Rassismus, seine persönliche Garantie der Unabhängigkeit der Justiz, eine sozialere Demokratie, Veränderung und Erneuerung der Technologie und des Umweltschutzes, der Kampf für die französische Menschenrechtserklärung und deren Einhaltung in der Welt. Er würdigt noch die Arbeit seines Vorgängers und lässt sich dann viel Zeit bei der Begrüssung jedes einzelnen Ehrengastes.

11:15 Uhr Der neue Präsident betritt den zwei Hektar grossen Park des Château und wird von einer Ehrenformation des 1. Infantrie – Regimentes der Garde Republicaine empfangen. Die Marseillaise wird gespielt, dann schreitet er die angetretene Formation ab. Während dieser Zeremonie werden vom Artillerieregiment aus Draguinan/ Var im Esplanade des Invalides 21 Böllerschüsse abgefeuert. Er geht zurück in den grossen Festsaal und plaudert bei Champagner mit den Ehrengästen.

11:45 Uhr Der Präsident der Republik verlässt den Elyséepalast und besteigt seinen Dienstwagen. Auf seinen ausdrücklichen Wunsch wurde ein bescheidener Citroën DS5 Hybrid mit einem CO2 Ausstoss von nur 98 gr angeschafft. Er steht nun aufrecht im Wagen und verlässt über die Rue Gabriel den Park des Château, um über die gesperrte Champs Elysées zum Arc de Triomphe zu fahren. Es regnet in Strömen, schon nach kurzer Zeit ist er nass bis auf die Haut, doch er bleibt in seinem Fahrzeug stehen und winkt den vielen Menschen zu, die ihren neuen Präsidenten begrüssen wollen. Begleitet wird er von einer Escadron der Garde Républicaine zu Pferd, die in ihren historischen Uniformen ein prächtiges Bild abgeben.

11:55 Uhr Anunft am Place Etoile. Begrüssung durch den Stadtkommandanten von Paris, dem Orchester der Garde Républicaine, dem Generalstabsschef der französichen Streitkräfte, einem Fünf – Sterne Admiral der Marine und zahlreichen Veteranen des II. Weltkrieges, der Kriege in Indochina und Algerien. Der Präsident entzündet die Flamme des unbekannten Soldaten.

12:00 Uhr Die Marseillaise wird gespielt, danach der Marche de Morts und der Defiliermarsch. Er gibt den alten Veteranen die Hand und unterhält sich kurz mit ihnen. Danach überquert er zu Fuss den Place Etoile und schüttelt die Hände der zahlreichen Menschen, die zu dieser Zeremonie gekommen sind. Dann besteigt er sein Fahrzeug, lässt das bisher offene Dach schliessen und fährt über die Champs Elysées zurück in seinen Amtssitz. Es erfolgt ein Dejeuner mit den Gästen.

16:00 Uhr Der Präsident der Republik Frankreich ernennt den Premierminister und fährt dann zum Militärflughafen Villacoublay im Département Yvelines, um nach Berlin zu fliegen. Die Arbeit beginnt. Morgen wird das neue Kabinett seine Arbeit aufnehmen.

Die Zermemonie war von Würde und Bescheidenheit geprägt. François Hollande will ein Präsident der einfachen französischen Bürger sein. Diese Akzente hat er heute deutlich gesetzt. Schwere Aufgaben liegen vor ihm. Frankreich benötigt eine neue Wirtschafts - Finanz – Steuer - und Sozialpolitik. Schlicht eine gerechtere Politik. Die Vorraussetzungen für dieses schwere Amt bringt der 7. Präsident der V. Republik mit. Er ist studierter Wirtschafts – und Finanzwissenschaftler, Absolvent der Eliteuniversitäten HEC und der Kaderschmiede ENA. Mit Sicherheit wird er grossen Wert auf die Respektierung der Unabhängigkeit Frankreichs in Europa legen und sich von niemanden vereinnahmen lassen. Er ist ein Präsident, der seine Legitimation direkt vom französischen Volk herleiten kann, denn er ist direkt vom Bürger gewählt. Seine sozialistischen Parteifreunde werden es mit Sicherheit nicht zulassen, dass sich irgend ein Regierungschef eines anderen Landes in die inneren Angelegenheiten Frankreichs einmischt.

Die Jagd auf ihn beginnt bereits im In – und Ausland. Anfang Juni sind Parlamentswahlen in Frankreich. Sollte er keine stabile Mehrheit in der Nationalversammlung erhalten, ist die Party aus, bevor sie überhaupt begonnen ist. Denn dann wäre er zu einer Cohabitation mit einer gaullistischen Regierung gezwungen und aus den grossen Hoffnungen der Franzosen, die sie in ihren neuen Präsidenten gesetzt haben, ist ein isolierter Mann im Château geworden.

Rainer Kahni genannt Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières
www.monsieurrainer.com


Tuesday, May 15, 2012
Die deutschen Sofa - Demokraten!

"Bedauerlicherweise entscheiden die Wähler!" Dieser Freud hat nicht nur Herrn Röttgens wahre Gedanken entlarvt, sondern die gesamte Politikerkaste Deutschlands. Doch die politische Oligarchie muss sich keine Sorgen machen, denn der Wähler entscheidet in Deutschland gar nichts, sonst wären die Wahlen ja längst verboten. Es ist völlig gleichgültig, ob eine gestärkte SPD - Regierung oder eine zerfledderte CDU das Land Nordrhein-Westfalen regiert. Es ist auch völlig irrelevant, ob die lächerliche FDP wieder im Landtag ist. Noch unerheblicher ist es, ob eine Chaotentruppe wie die Piraten nun die Länderparlamente erobern, denn sie sind nichts weiter, als der Ausdruck des masslosen Überdusses der Bürger an diesem ekelerregenden Politspektakel! Die Bürger haben längst begriffen, dass es schon lange nicht mehr um sie geht, dass es schon lange keinen Unterschied mehr macht, ob die CDU oder die SPD sie mit ihren asozialen "Sozialgesetzen" immer mehr in die Armut treibt. Dass 9 Millionen Billiglöhner in Deutschland unter der Armutsgrenze schuften müssen, um ganz Europa mit hochsubventionierten Produkten in den Ruin zu treiben. Dass die Kommunen in Nordrhein-Westfalen so bankrott sind, dass Schulen verrotten, Schwimmbäder und Stadtbibliotheken geschlossen werden, dass die Strassen teilweise aussehen, als führe man auf der Starrachse über einen Feldweg in Bukina Faso. Dass die reiche Oligarchie Deutschlands immer reicher wird, während der Arbeiter seit 1991 einen Reallohnverlust von 20,7% hinnehmen muss, das haben nicht alleine die Arbeiterverräter in den Gewerkschaftsetagen billigend in Kauf genommen, das ist das Werk aller Parteien Deutschlands. Es ist also egal, wen der Bürger wählt, er ist auf jeden Fall der gelackmeierte! Denn eines sollten sich die Deutschen endlich hinter die Löffel schreiben: Es geht schon lange nicht mehr um sie, es geht nur um die Macht der Politiker und die Pfründe des Kapitals. Und solange dies so ist und die Deutschen sich nicht endlich wehren und demonstrativ eine Verfassung der Bürger nach Artikel 146 GG fordern, solange bleiben sie nur Stimmvieh für alle politischen Parteien. Dieser verrottete Staat muss den Bürgern endlich zurückgegeben werden und wieder vom Kopf auf die Beine gestellt werden. Der Bürger muss wieder das erste und das letzte Wort im Staate haben! Dem deutschen Volk gehört dieses Land und nicht einer machtversessenen und machtvergessenen, dem Volk entfremdete Oligarchie aus Poliikern, Kapital und Lobbyisten! WEHRT EUCH ENDLICH ihr deutschen Untertanen und Sofa - Demokraten!

Rainer Kahni genannt Monsieur Rainer
Mitglied von Reporters sans frontières
Monday, May 14, 2012
Formalien vor dem Amtsantritt des französischen Präsidenten!

Jeder gewählte französische Präsident muss vor Amtsantritt eine Liste seines Vermögens beim Cour constitutionel (Verfassungshof) deklarieren. Heute wurde sie veröffentlicht. Demnach besitzt François Hollande ein bescheidens Häuschen seiner Eltern in Mougins im Wert von 800.000 Euro, zwei Appartements in Cannes im Wert von 230.000 und 140.000 Euro, zwei Konten bei französischen Banken ohne nennenswerte Bargelder und eine Lebensversicherung! Er verfügt über keinen Schmuck, keine Aktien, keine Kunstgegenstände. Als Dienstfahrzeug hat er sich einen Citroën DS5 Hybrid ausgewählt. Schliesslich ist noch zu berichten, dass die internationale Finanz - und Wirtschaftsuniversität HEC den ersten französischen Präsidenten stellt. Ausserdem ist er Absolvent der Elite-Universität ENA!

Monsieur Rainer

Friday, May 11, 2012
Regierungswechsel in Frankreich! Adieu Sarko!

Wenn bei uns Franzosen eine neue Regierung gebildet wird, dann ist das eine bühnenreife Inszenierung, die aus einer Melange aus Drama, Kabarett, Comédie française, Verwirr- und Intrigenspiel, bewusster Fehlinformationen und Operette besteht. Machiavelli hätte seine helle Freude daran gehabt, wie hier die Strippen gezogen werden.

Was ist geschehen? Ein neuer Staatspräsident wurde vom Volk gewählt! Diese Basisdemokratische Entscheidung führt in Frankreich stets zu einem Richtungswechsel, wofür man völlig neues Personal benötigt. Der scheidende Präsident, der Premierminister, seine Minister und deren höchsten Beamten müssen ihre Amtssitze bis Dienstag kommender Woche geräumt haben. Alle haben eigentlich dafür Zeit bis zur Amtsübernahme des neuen Präsidenten, doch der scheidende Präsident zeigte sich gestern nobel und wies bei der letzten Kabinettsrunde im Salle Murat des Elyséepalastes alle seine Minister an, sofort die Koffer zu packen. Da gab es Tränen! Ach wie schön sind die schönen Chateau der Ministerien, deren herrliche Weinkeller, die Appartements für die Minister und ihren Familien in der belle Etage und das Souterrain für die Maîtresse, die Leibwächter, die livrierten Bediensteten und die wunderbaren Autos mit der Tricolore an der Frontscheibe, mit der man in Frankreich erst richtig wichtig wird. Alles weg! Alles perdu! Am Dienstag kommende Woche wird aus dem Minister wieder ein einfacher Bürger, ohne Dienstwagen, ohne Leibwächter und ohne sein wunderbares Chateau!

Doch sie versuchen einen letzten Rest an Würde zu bewahren und sich ein kleines Mansardenzimmer im Palais Bourbon bei den anstehenden Parlamentswahlen zu sichern. Warum ist wohl der Hahn das Symbol der grande Nation? Antwort unisono: « C’est le seul animal qui chante avec les pieds dans la merde! (Das ist das einzige Tier, das noch singt, obwohl es mit den Füssen im Mist steht)». Ausserdem halten die Citoyen Frankreichs ihre gesamte politische Kaste per se für Lügner, Betrüger und Diebe. Also ist es dem Franzosen eigentlich egal, was ihre Politiker so treiben. "Ils sont tous les même Voyous!“ (Es sind alles die gleichen Gauner) sagt der Volksmund.

Gestern ging der Vorhang auf für die Opera buffo. In Deutschland würde man das Ganze nüchtern eine Regierungsumbildung nennen. Nicht so im Lande der Gallier, im Lande der Macchiavellisten, im Lande des Intriganten Fouché und eines Kardinals Richelieu. Nein, in Frankreich wird eine Regierung nicht einfach umgebildet, im Frankreich eines Charles Gounod und eines Maurice Ravel wird eine Regierung k o m p o n i e r t. Man nennt das in unvergleichlicher Lyrik und Romantik « La Composition du gouvernement ».

Da fahren die Karrossen der Minister, Staatssekretäre, Parteibonzen und sonstigen Strippenzieher hinter den Kulissen, mit ihren Peugeot und Renault, erkennbar nur als Regierungsfahrzeug durch eine Kokarde an der Windschutzscheibe, zum Hôtel Matignon, dem Amtssitz des Premierministers, zu dem grandiosen Palais am Quai d’Orsay, dem Amtssitz des Aussenministers, in den Innenhof des Innenministeriums am Place Beauvau, der in die Faubourg Saint Honoré führt, zurück in den Palais Luxembourg in die erlauchten Clubs des Senates und dann wieder in den Cour d’Honneur des Elyséepalastes, dem Amtssitz des französischen Staatspräsidenten.


Der neue Monsieur Le Président de la République wird den ganzen Tag nicht gesehen. Die Herren kommen und gehen, schreiten die Treppen zur Empfangshalle hinauf, verschwinden im Cabinet des Ersatzmonarchen und verduften wieder durch den Torbogen des Elysée mit ihren bescheidenen französischen Autos. Die lauernden Journalisten aus allen Herren Ländern, die auf das Bild des Tages warten, beschwatzen die Chauffeure der Regierungslimousinen, rauchen mit ihnen und versuchen herauszubekommen, wohin der Fahrer seinen Herr und Meister als nächstes fahren muss. Daraus lassen sich wieder neue Schlüsse ziehen. So entstehen sogenannte Rumeurs = Gerüchte.

Verstärkt werden die Rumeurs durch die genaue Beobachtung der zahlreichen Möbelwagen, die sich verdächtigerweise heute alle in Paris eingefunden haben. Ganz Paris möbelt. In den Ministerien fahren Lastwagen vor, stämmige Möbelpacker laden achtlos die wertvollsten Staatspapiere in primitive Umzugskartons und schaukeln sie auf ihren Handkarren durch die engen Gassen von Paris. Dabei wird natürlich geraucht, gelacht und zwischendurch fällt auch einmal ein wichtiges Dossier in den Bordstein. Man sammelt es wieder ein, stopft es in irgendeinen Karton und schiebt weiter zu seinem Camion. Von Sicherheit, Staatsgeheimnissen oder Polizeischutz weit und breit keine Spur.

Der Volksmund lästert heute in ganz Frankreich : Man wechselt keine Mannschaft, die ohnehin nichts mehr zu verlieren hat. (On ne change pas une equipe, qui n’a plus rien à perdre) Das ist dieselbe distanzierte Freude der Franzosen und der hämische Witz über ihre Politiker und die Fröhlichkeit, mit der ihr Hahn singt, während er mit den Füssen im Mist steht.

Voilà, c’est la France !

Rainer Kahni genannt Monsieur Rainer
Thursday, May 10, 2012
Der französische Finanzwissenschaftler und die deutsche Physikerin!

Zunächst einmal sollte sich Frau Merkel die Einbildung abgewöhnen, sie sei die Herrscherin Europas. Sie ist nichts weiteres eine Marionette der "Märkte", die ihr diktieren, was sie zu tun und zu lassen hat. Die Regierungen Europas haben längst das Primat der Politik über die Nationalökonomie verloren. Sie machen nicht einmal den Versuch, dieses Ungleichgewicht wieder herzustellen. Der vom französische Volk in direkter Wahl gewählte neue Staatspräsident ist ausgebildeter Wirtschafts - und Finanzwissenschaftler und Absolvent der Kaderschmiede der französischen Elite, die ENA. Die Physikerin Frau Merkel umgibt sich mit trostlosem Mittelmass aus Juristen, Pastoren und Parteibonzen, die der französischen Elite intellektuell nichts entgegen zu setzen haben. François Hollande ist nicht der Pudel von Frau Merkel und er lässt sich von ihr auch nichts befehlen. Im Gegensatz zu ihr ist er durch das Volk legitimiert. Er versucht, das Primat der Politik über die "Märkte" wieder herzustellen und wird die deutsche Kanzlerin mit aller Härte hinter verschlossenen Türen energisch darauf hinweisen, dass Deutschland mit seinen Billiglöhnen einen unlauteren Wettbewerb gegen die EU - Länder betreibt. Ausserdem wird er das ewige Geschwätz vom deutschen Spardiktat als Lüge entlarven. Deutschland ist das einzige Land der EU, das seit 1969 keinen ausgeglichenen Haushalt mehr hatte und keinen Sparhaushalt vorlegen kann. Die Verschuldung Deutschlands treibt selbst in der Hochkonjunktur in schwindelerregende Höhen. Der Chauvinismus, die Oberlehrerhaftigkeit und der Grössenwahn der deutschen Regierung ist abstossend und ekelerrend und weckt längst vergessen geglaubte Ressentiments gegen die deutschen Bürger, die das in ihrer grossen Mehrheit nicht verdient haben. Man kann in Deuschland wählen egal was man will, es ändert sich nichts, weil eben nicht das Volk über die Zusammensetzung der Regierung entscheidet, sondern die Parteien. Solange die deutschen Parteien nicht endlich das Grundgesetz respektieren und eine vom Volk bestimmte Verfassung gemäss Artikel 146 GG zulassen, wird sich nichts ändern! Deutschland ist weder eine säkulare Demokratie, noch ein Rechtsstaat, solange die Gewaltenteilung zwischen Executive, Judicative und Legislative nicht endlich vollzogen sind! Und an so einem Staats - Fragment soll die Welt genesen? Stellt das deutsche System wieder vom Kopf auf die Beine! Der Bürger muss wieder das erste und das letzte Wort im Staate haben! WEHRT EUCH !

Monsieur Rainer


Wednesday, May 09, 2012
8. Mai 1945 Kriegsende! Zum Gedenken an die Opfer des Nazi - Terrors!

Der Ort des Grauens, Natzweiler–Struthof, F – 67 130 Natzwiller, Département Bas-Rhin(67) ist ein weitgehend vergessenes Lager der Nazis. Es wird selten erwähnt bei der Aufzählung des Grauens. Das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof war ein Straf-Arbeitslager der Nazis nahe dem Ort Natzweiler, heute Natzwiller im Elsass, etwa 55 Kilometer südwestlich von Strassbourg , 8 Kilometer vom Bahnhof Rothau entfernt, auf einem Gipfel der Vogesen in 800 Metern Höhe. Es liegt zwischen Molsheim und Sélestat.

Im September 1940 machte der SS–Oberführer und Geologe Blumberg die Stelle in den Vogesen ausfindig, an der sicheine Ader mit seltenem roten Granit befindet. Im Auftrag des Reichsführers SS Heinrich Himmler und Oswald Pohl, dem Leiterdes SS-Wirtschafts-und Verwaltungs-Hauptamtes, wurde daraufhin beschlossen, in 800 Meter Höhe am Nordabhang des Mont-Louise ein Konzentrationslager für 4000 Gefangene zu errichten. Blumberg war bei den Deutschen Erd-und Steinwerken (DEST) angestellt, einem SS-Betrieb, der von Himmler 1938 gegründet worden war. Die Firma war auf den Abbau von Steinen spezialisiert und setzte Deportierte für die härtesten Arbeiten ein. Der rote Granit von Natzweiler-Struthof sollte auf Wunsch von Hitlers Architekt Albert Speer für den Bau des “Deutschen Stadions” in Nürnberg verwendet werden. Am 1. Mai 1941 begann der Bau des Konzentrationslagers, am 21. und 23. Mai kamen in zwei Transporten die ersten Deportierten aus Sachsenhausen an. Mit rund 7000 Gefangenen war das Lager Ende des Jahres 1944 deutlich überfüllt. Etwa 52.000 Personen aus ganz Europa sowie den nahegelegenen Gefängnissen in Epinal, Nancy, Belfort, Besançon und Dijon wurden dorthin sowie in die Aussenlager deportiert. Allein aus Frankreich kamen 6.800 meist aus rassistischen oder aus politischen Gründen Gefangene. Von den 6.800 Franzosen gehörten 60% der französischen Résistance an und wurden entweder von der SS, der SIPO, des SD, der Geheimen Feldpolizei oder der Abwehrleitstelle “Ast” in Dijon, Abteilung Gegenspionage ( Leiter: Sonderführer–Z Walter K., mein Vater) nach Natzweiler–Struthof deportiert. 22.000 Inhaftierte starben in Folge von Entkräftung, Kälte, Mangelernährung und lagerbedingten Krankheiten, oder sie wurden direkt ermordet. Die Gefangenen mussten bei kargen Mahlzeiten in den umliegenden Steinbrüchen für Speers geplante Monumentalbauten körperlich schwer arbeiten. Die dadurch verursachte Todesratebetrug fast 40 %. (Zum Vergleich KZ Struthof 66,5%, KZ Auschwitz 57%, KZ Mauthausen 52,5%, KZ Neuengamme 50%,KZ Sachsenhausen 42%, KZ Bergen-Belsen 40%, KZ Buchenwald 25 %). In Struthof starben allein im Jahre 1941 87 % der Gefangenen innerhalb der ersten sechs Monate. Im Jahre 1942 waren es “nur noch” 60% der Deportierten, die innerhalb des ersten halben Jahres starben. Darüberhinaus wurden Gefangene auf mehrere Arten ermordet: Durch Genickschuss, in der Gaskammer, sowie durch Erhängen. Beim Erhängen gab es zwei Varianten: Bei geheimer Hinrichtung wurde die Person auf einen Schemel gestellt, der dann weggestossen wurde. Das Genick brach und der Tod trat sofort ein. Bei öffentlichen Hinrichtungen mussten sich die Todeskandidaten auf eine Falltüre stellen. Der Strick um den Hals wurde bereits vorher angezogen, sodass das Genick nicht brach. Die sich langsam öffnende Falltür verursachte dann einen schrecklichen Erstickungstod, der sich über mehrere Minuten hinziehen konnte. Natürlich wurden wie in fast allen Konzentrationslagern grausame Menschenversuche durch SS – Ärzte an den Gefangenen durchgeführt. Es wurden Typhuserreger injiziert und mit den Kampfstoffen Senfgas experimentiert.

Aus Dijon wurden im Jahre 1944 107 Frauen und Männer der Widerstandskämpfer der Gruppe “ Réseau Alliance “ eingeliefert, die in Natzweiler-Struthof sofort durch Genickschüsse und den Strang ermordet wurden. Die noch existierenden Einlieferungscheine beweisen eindeutig, dass diese Widerstandsgruppe von der Dienststelle “Ast” der Abwehrleitstelle der Wehrmacht in Dijon, Abteilung Gegenspionage in das Konzentrationslager überstellt wurden. Von derselben Dienststelle wurden vier britische Frauen, Mitglieder des britischen Geheimdienstes, nach Natzweiler-Struthof zur sofortigen Hinrichtung überstellt. Als Angehörige der Special Operations Executive (SOE) von der Gegenspionage der Dienststelle “Ast “ in Dijon enttarnt, wurden sie am 6. Juni 1944 mit Phenolspritzen ermordet.

Nach der Befreiung Frankreichs 1944 existierte das KZ –Natzweiler-Struthof auf dem Papier der deutschen Behörden weiter als Stammlager der vielen Aussenlager, die zwischen Südhessen und im gesamten Bereich Baden und Württemberg errichtet wurden. Die Häftlinge wurden auf sogenannte Todesmärsche geschickt, um sie den herannahenden alliierten Truppen zu entziehen. Es kam dabei auch zu Massenexekutionen an Gefangenen, die nicht mehr gehen konnten.In zehn Aussenstellen des KZ Natzweiler–Struthof sollte von1944 an zwischen Hechingen und Rottweil im dortigen schwäbischen ‘Jura’ Ölschiefer im Tagebau gebrochen, in Mailer geschichtet, verschwelt und so zu Öl umgewandelt werden. Öl war knapp. Um nur einige der zahlreichen Aussenlager zu benennen: KZ Bissingen, KZ Erzingen, KZ Dormettingen, KZ Schömberg bei Balingen, KZ Haslach im Kinzigtal, wo alleine 210 Häftlinge ermordet wurden. Zahlreiche Massengräber zeugen heute noch von den grausamen Verbrechen und dem elenden Sterben der Häftlinge der KZ – Aussenlager von Natzweiler-Struthof. Das KZ Echterdingen wurde ab dem November 1944 auf dem Fliegerhorst Echterdingen eingerichtet. Im Jahre 1945 wurde auch dieses Lager aufgelöst. Zurück blieben nur Massengräber. Ein weiteres Aussenlager befand sich in Geislingen/Steige, wo die Häftlinge für die Württembergische Metallwarenfabrik ( WMF) arbeiten mussten. Die Aufseherinnen wurden im KZ Ravensbrück ausgebildet. Bei Anrücken der Alliierten wurden diese Häftlinge in das KZ Dachau “evakuiert”. Daneben gab es noch zahlreiche andere KZ Aussenlager von Natzweiler-Struthof: KZ Neckarelz,KZ Bruttig-Treis an der Mosel, KZ Mannheim-Sandhofen, KZ Aussenlager Spaichingen bei Tuttlingen, die in einem zehntägigen Marsch in das Allgäu deportiert wurden. Nur etwa die Hälfte der Deportierten überlebten den Todesmarsch, sowie dem KZ Aussenlager Heppenheim, deren Insassen ebenfalls nach Dachau deportiert wurden. Der damalige Lagerkommandant, der schon vor Natzweiler– Struthof und danach im KZ- Bergen-Belsen Kommandant verschiedener Konzentrationslager war, war die sogenannte Bestie von Bergen-Belsen, SS–Hauptsturmführer Josef Kramer. Er wurde am 10. November 1906 in München geboren und wurde am 13. Dezember 1945 von den Alliierten hingerichtet. Seine NSDAP Mitgliedsnummer war 753.597. Er kam aus einfachen Verhältnissen, zog mit seinen Eltern nach Augsburg und wurde Elektriker. Er war in einem Warenhaus angestellt und arbeitete auch als Buchhalter. Von 1925 – 1933 war er praktisch arbeitslos. Am 20. Juni 1932 trat er in die SS ein (Mitgliedsnummer 32.217). Vom November 1934 bis Juni 1936 arbeitete er im KZ Esterwegen in der Kommandantur. Danach kehrte er nach Dachau zurück, wo er im Schreibdienst eingesetzt wurde. Danach war bis 1938 im KZ Sachsenhausen in der Adjudantur beschäftigt und stieg dann zum Leiter der Poststelle auf. Erst im KZ Mauthausen bei Linz in Österreich stieg er erstmals in den direkten Lagerdienst auf. Nach einer Station in Auschwitz absolvierte er die Schulung zum Lagerführer im KZ Dachau. Danach erst wurde er im KZ Natzweiler-Struthof als Schutzhaftlagerführer eingesetzt. Im Jahre 1942 stieg er zum Lagerkommandanten auf. Im Frühjahr 1943 erhielt er das Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse. Er erhielt im Jahre 1945 das Kriegsverdienstkreuz erster Klasse, wurde aber bei der Befreiung des Konzentrationslagers verhaftet und von einem britischen Militärgericht zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde am 13. Dezember 1945 durch den britischen Henker Albert Pierrepoint vollstreckt.

PS: Der Leiter der Abteilung Gegenspionage in der Dienststelle AST der Spionageabwehr der Wehrmacht war Sonderführer-Z Walter Kähni (mein Adoptiv - Vater) und enger Freund des Chefs des SD im Reichssicherheitshauptamt (RSHA), SS-Brigadeführer Walter Schellenberg. Sie waren vor dem Krieg beides Rechtsanwälte, Schellenberg am Landgericht Saarbrücken und mein Vater am Landgericht Konstanz. Beide wurden für ihre Verbrechen nie belangt. Mein Adoptiv - Vater (ATB-Verbindungsname 'SPATZ') tauchte bis 1948 unter und konnte eine grandiose Nachkriegskarriere in der Bundesdeutschen Justiz und Politik machen, Walter "Schelle" Schellenberg sagte als Kronzeuge der Anklage im Nürnberger
Kriegsverbrechertribunal gegen den Chef des RSHA SS-Obergruppenführer Ernst Kaltenbrunner aus. Angeblich verstarb er 1953 in Turin. Der Chef der Geheimen Feldpolizei in Dijon war SS-Oberführer Wilhelm "Willi" Kriechbaum, später Leitender Beamter im Bundesnachrichtendienst (BND).

Quellen:

1. Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen der deutschen Wehrmacht (WASt)Berlin AZ: II D 223/1155/10

2. Musée municipale de Natzwiller, Département Bas-Rhin

3. Gedenkstätte im KZ Natzweiler-Struthof

4. Musée de la Résistance et Déportation Belfort und Besançon

5. Zeitgeschichtliche Dokumentation "TOSCA"


Monsieur Rainer


Tuesday, May 08, 2012
DER DENUNZIANT

In Paris sollte man sich vor der sogenannten Concierge in acht nehmen. Es ist allgemein bekannt, dass die liebe alte Dame, die da neben der Haupteingangstüre zu einem Appartement – Haus wohnt, für die allgemeinen Aufgaben eines Hausmeisters zuständig ist. Die Concierge ist immer für die Mieter da, sie ist stets ansprechbar, man kann seine täglichen Sorgen bei ihr abladen, sie nimmt auch stets die Post und die Einschreiben für die Mieter an und erspart ihren Schützlingen damit die lästige Lauferei zur Post. Auf Wunsch nimmt sie auch Nachrichten für die Mieter entgegen und was ganz wichtig ist, sie verwahrt auch immer einen Zweitschlüssel zur Wohnung des Mieters, falls der ihn mal im Büro vergessen hat. Diese kleine aber effiziente Machtposition verführt schwächere Charaktere immer wieder, dem vorbei schlendernden Revierpolizisten so allerlei Internas, Histörchen und Legenden über ihre Mieter zu erzählen. Die Concierge ist daher eine unentberliche Informationsquelle der französischen Polizei.

Während der Besetzung Frankreichs durch die Deutschen profitierte so mancher Polizist, Gendarm und auch die Gestapo, die Sipo, der SD und die Spionageabwehr der Wehrmacht von diesen Spitzeldiensten der Concierges. Mancher französische Jude wäre nicht verhaftet und in das Déportationslager nach Drancy im Département Seine-Saint-Denis verbracht worden, wenn seine Concierge ihr geschwätziges Mundwerk gehalten hätte. Siebzigtausend Franzosen jüdischen Glaubens wurden so in die Vernichtungslager nach Auschwitz déportiert. Wahrlich, die französischen Concierges haben sich nicht immer mit Ruhm bekleckert!

Auch die Deutschen haben leidvolle Erfahrungen mit Denunzianten gemacht. Im Kaiserreich waren es oft die spiessigsten Untertanengeister, die wegen jedem Dreck zur Polizei rannten, um sich entweder wichtig zu tun, oder ganz einfach einen unliebsamen Zeitgenossen wegen einer angeblichen Straftat zu denunzieren. Dieser Geist des Untertanen setzte sich im deutschen Volkskörper unauslöschlich fort und trieb seine Blüten in Nazi – Deutschland. Das ging teilweise sogar so weit, dass manche Kinder ihre eigenen Eltern bei der Gestapo verrieten, wenn die eine kritische oder abfällige Bemerkung über das Nazi –Regime machten. Schon das Abhören von Feindsendern wie BBC London konnte von Nachbarn oder den eigenen Kindern dazu benutzt werden, die Menschen in die Konzentrationslager zu bringen.

Auf die Spitze trieb es ein Landgerichtsrat am Konstanzer Landgericht, der einen Richterkollegen bei der Gestapo denunzierte, weil dieser angeblich nicht “linientreu” sei und sich “kritisch über die NS – Blutjustiz” geäussert habe. Es war schlicht gelogen. Der wahre Grund war, der Herr Landgerichtsrat wollte an die schöne Wohnung mit Seeanstoss kommen, die nach der Verhaftung des Kollegen frei wurde. Auf jeden Fall wurde dieser Herr Landgerichtsrat nicht mehr in den Justizdienst des Landes Baden übernommen, was höchst selten vorkam. Sogar der Beisitzer von Roland Freislers Volksgerichtshof wurden nach dem Krieg Präsident des Landgerichts Ravensburg.

Quelle: Reese- Urteil des Bundesgerichtshofes.

Über den Namen des Konstanzer Landgerichtsrates, der ein übler Denunziant war, legen wir lieber den Mantel der Barmherzigkeit, da sein Sohn eine herausragende Rolle im Nachkriegsdeutschland spielte und später ein tragisches Ende erleiden musste.

Das Denunziantentum hatte auch nach der Gründung der sogenannten DDR Hochkonjunktur. Die Gauck - Birthler – Behörde verwaltet den Denunzianten – Nachlass des Ministeriums für Staatssicherheit. Hunderttausende Bürger der DDR wurden freiwillig und oft auch unfreiwillig sogenannte IM (Informelle Mitarbeiter) der STASI. Nur zwei herausragende Beispiele unerträglichen Denunziantentums sollen hier angeführt werden. Ibrahim Böhme war massgeblich in der Dissidentenszene tätig, verriet aber gleichzeitig fast alle seine Freunde an die Staatssicherheit. Die seltene Charakterleistung eines Mannes, der seine Doppelrolle bis zu seinem Tode bestritt, obwohl es tausende von Tonbändern und Protokolle von ihm gibt, in denen er intime Details über seine Freunde an die Stasi verriet. Er galt bei General Mielke als TOP – Spitzel. Heinrich Fink war Theologe und Rektor der Berliner Humboldt Universität. Auch er galt als IM des Ministeriums für Staatssicherheit. Er verriet zahlreiche kritische Studenten an die STASI.

Quellen: Berliner Zeitung, Birthler-Behörde

Auch in der Bundesrepublik Deutschland scheint das Spitzelwesen nicht gänzlich ausgerottet zu sein, wie man sehr leicht auf Wikileaks von Julian Assange nachlesen kann. Besonders die amerikanische Botschaft hat ihre Informanten in höchsten Regierungs – und Partei - Kreisen. Keine Petitesse ist dumm und unwichtig genug, um nicht in den Berichten der US – Botschafter an das State Departement Erwähnung zu finden.

Quelle: Wikileaks

Eine neue Form des Denunziantentums scheint sich in Deutschland breit zu machen. Es gibt in manchen Internet – Foren von oft sehr angesehenen grossen Tageszeitungen sogenannte Agent provocateure, die man leicht erkennt. Sie treten in der Regel, es gibt auch zahlreiche Ausnahmen von dieser Regel, unter irgendeinem Phantasienamen auf, geben keinerlei Hinweise auf ihr Herkunft, auf ihre Nationalität oder auf ihre Vita an. Sie vermeiden oft auch jeden eigenen Beitrag oder Blog, um sie nicht identifizieren zu können. Sie haben aber zu jedem Beitrag eines Bloggers oder Foristen igendetwas Gescheites oder gar Gehässiges beizutragen. Manchesmal gehen diese Individuen sogar soweit, anderen Foristen vorschreiben zu wollen, ob sie in einem Forum verweilen dürfen oder nicht. Der Gipfel des Denunziantentums ist aber erreicht, wenn sie Texte von Foristen-Kollegen auf eventuelle gleichlautende Stellen oder Ähnlichkeiten abgleichen und dies dann beflissen den Veranstaltern des Forums melden. Auch diese Form des Denunziantentums kommt, sehr selten, aber doch gelegentlich schon mal vor.

Sie sind genau so verachtenswert, wie jene französische Concierges, die ihre jüdischen Mieter an die Gestapo verraten haben, genauso niederträchtig wie Nachbarn, die das Abhören von Feindsendern an die Nazis verrieten, genau so erbärmlich wie die IM des Ministeriums für Staatssicherheit, die ihre besten Freunde und ihre Studenten an die Stasi verrieten. Sie sind nichts als miese Denunzianten mit erheblichen Charakterschwächen. Sie haben in meinen Augen die niedrigste Stufe des Menschseins erreicht!

"Der grösste Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant!"

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

"Es lebt sich wieder ungeniert in unserem Land, als Denunziant!"

(Petra Hanse, Bürgerstimme)


Monsieur Rainer


Tuesday, May 08, 2012
Allons enfants de la patrie, le jour de gloire est arrivé!

Selten ist ein französischer Staatspräsident mit soviel Hohn und Spott nach nur einer Wahlperiode aus dem Amt gejagt worden. Sogar die überaus seriöse und reputierte Zeitung Le Monde kann von aller Zurückhaltung lassen. Die tollsten Karikaturen über Nicolas Sarkozy machen die Runde. Eine allgemeine Erleichterung macht sich breit! Zu sehr haben die Franzosen unter dem Gehampel und Gehundel dieses hyperaktiven Kindes im Elyséepalast gelitten. Ruhe und Besonnenheit, aber auch eine neue Härte gegen ausländische Einmischung in innerfranzösische Probleme werden Einzug halten. Präsident François Hollande wird Frankreich wieder zu Würde und Ansehen verhelfen. Wir erleben hier in Frankreich eine Aufbruchstimmung wie nach der Wahl des ersten sozialistischen Präsidenten François Mitterand im Jahre 1981. Viel hatte der zwar politisch nicht zu Wege gebracht, aber seine Aura hält bis heute die Franzosen in Atem. Wenn in Frankreich ein neuer Präsident gewählt wird, bedeutet dies eine Zeitenwende und ist eine Richtungswahl. Wenn in anderen Ländern gewählt wird, ändert sich meist gar nichts und dies führt zum totalen Verdruss der Bürger!

Monsieur Rainer
Tuesday, May 08, 2012
FRANKREICH IM GLÜCK !

Nach François Mitterand im Jahre 1981 ist gestern, am 6. Mai 2012, François Hollande zum zweiten Mal in der Geschichte der V. République ein Sozialist zum Präsidenten der Republik Frankreich und seiner Überseegebiete gewählt worden. Es ist auch nach der Abwahl von Valérie Giscard D’Estaing erst zweimal geschehen, dass ein amtierender Präsident schon nach einer Wahlperiode von fünf Jahren aus dem Amt gewählt wurde. Was bedeutet eine solche Abwahl? Es ist eine Zeitenwende, ja man könnte sogar, ohne zu übertreiben, das viel strapazierte Wort "historisch“ verwenden. Denn in Frankreich ist eine Präsidentenwahl immer auch eine Richtungswahl.

François Hollande ist ein Sozialist, also nicht mit einem Sozialdemokraten zu vergleichen. Der französische Präsident wird im KO – System in zwei Wahlgängen direkt von den Bürgern Frankreichs und seinen Überseegebieten gewählt. Doch zuvor muss er einen innerparteilichen Wahlkampf gegen seine Mitbewerber bestreiten und 500 Unterschriften von Mandatsträgern, wie Bürgermeistern, Senatoren oder Députierten aus mindestens 30 Départements sammeln, um überhaupt als Kandidat vom Cour Constitutionel (Verfassungshof) zu den Wahlen zugelassen zu werden. Frankreich praktiziert die Basis – Demokratie pur. Der einmal gewählte Président de la République kann nur einmal wiedergewählt werden. Und genau deshalb ist es eine Richtungswahl, die vom Volk der Franzosen explizit so gewollt ist. Wer nicht nach diesen Kriterien vom Volk gewählt ist, kann nicht von einer Legitimation durch sein Volk sprechen. Aus dieser Legitimation heraus bezieht der französische Staatspräsident seine Macht und seine Autorität.

Monsieur Le Président de la République, wie der Präsident sein restliches Leben nun angesprochen wird, auch wenn er schon lange nicht mehr im Amt ist, wird das Amt ohne grossen Pomp oder Zeremonien übernehmen. Er fährt in den Elyséepalast, lässt sich den Code für die Nuklearwaffen (Force de Frappe) von seinem Vorgänger übergeben und komplimentiert den abgewählten Präsidenten aus dem Amtssitz. Danach fährt er im offenen Wagen durch das riesige Tor am rückwärtigen Ausgang des Parks des Elyséepalastes hinaus auf die Champs Elysées. Oben am Arc de Triomphe angekommen legt er einen Kranz am Grabmal des unbekannten Soldaten nieder und fährt zurück in den Elyséepalast. Er ist nun Président de la République! Einen Amtseid, der ohnehin verlogen wäre, leistet der Präsident nicht! Er übernimmt die Amtsgeschäfte und bestimmt den Premierminister und seine Minister.

François Hollande ist am 12. August 1954 in Rouen geboren. Seit 1979 ist er Mitglied der sozialistischen Partei Frankreichs (PS). Im Jahre 1980 beendete sein Studium als siebtbester an der Eliteuniversität ENA und qualifizierte sich damit für die höchsten Ämter Frankreichs. In seiner Abschlussklasse mit dem Namen VOLTAIRE waren auch Persönlichkeiten wie Dominique de Villepin und Ségolène Royal mit der er vier Kinder hat. Im Jahre 1988 wurde er Députierter des Département Corrèze. 1995 wurde er zum Sprecher der Sozialisten gewählt. Von 1997 – 2008 war er erster Sekretär der sozialistischen Partei Frankreichs. Im Jahre 2008 wurde er zum Präsidenten des Conseil Régional des Département Corrèze gewählt. Im Jahre 2011 gewann er die Vorwahlen zur Präsidentschafts - Kandidatur für die sozialistische Partei Frankreichs.

Er wird von seiner Umgebung als herzlich, witzig und unglaublich bescheiden eingeschätzt. Erst kurz vor den Präsidentschaftswahlen konnten ihn seine Berater davon überzeugen, dass es sich für einen künftigen Präsidenten der Nation nicht schickt, im Motorroller durch Paris zu fahren, um seine Termine wahrzunehmen. Er hat keinerlei Affinität zu den grossen Patrons, zur Milliardärsschicht, zur Oligarchie, zu Bankern, zum Show – Biz, oder zu den grossen Stars des französischen Films oder der Musik. Er wird also das Kontrastprogramm zu seinem Amtsvorgänger sein, der sich gerne mit diesen Leuten umgab und sich so den wenig schmeichelhaften Namen Monsieur Bling – Bling einhandelte!

Schon alleine dies ist wohltuend. Heute sind die Franzosen begeistert aus drei Gründen: 1. Sie sind diesen Emporkömmling Nicolas Sarkozy los. 2. Dadurch wird das höchste Amt der Grande Nation wieder die Würde erhalten, das ihm zusteht. 3. Ein Mensch ist im Elyséepalast, der massvoll, zurückhaltend, bescheiden und menschlich integer, sein bestes versuchen wird, um Frankreich aus seiner Notlage zu befreien. Er wird mit Sicherheit nicht mit den Despoten Afrikas eine irgend geartete Komplizenschaft eingehen! Und er wird mit Sicherheit niemandes Pudel sein, sondern sich der Würde seines Amtes bewusst sein.

Die Aufgaben, die vor ihm stehen, sind innen – wie aussenpolitisch von grosser Tragweite und bedürfen allergrössten Geschicks, Mutes und Stehvermögens. Er wird das Rückgrat aufbringen müssen, sich gegen die als übermächtig dünkende deutsche Kanzlerin und ihrer verheerenden Europa – Politik zur Wehr zu setzen. Es wird dabei zu harten Auseinandersetzungen kommen, denn François Hollande ist alles andere als ein Clown der "Märkte“. Er steht für eine harte Regulierung der "Märkte“ und für die Rückgewinnung der Macht des Staates über diese ausser Rand und Band geratenen unsichtbaren "Märkte“. Innenpolitisch steht er vor einem arbeitspolitischen Scherbenhaufen. Besonders werden ihn die trostlose Jugendarbeitslosigkeit und die völlig verfahrene bankrotte Haushaltslage Frankreichs beschäftigen. Den Millionären und Milliardären Frankreichs wird mit harten Steuergesetzen zu Leibe gerückt und ihre pharaonischen Privilegien werden dramatisch gestutzt werden. Eine Flucht ins Ausland wird den Film – Musik, Sport - Stars und Millionären Frankreichs wenig nutzen, denn es wird für jeden Bürger, der einen französischen Pass besitzt, eine Steuerpflicht in Frankreich geben.

Ob Monsieur le Président François Hollande das alles gelingt, steht auf einem völlig anderen Blatt. Sein sozialistischer Vorgänger François Mitterand ist an diesen Aufgaben zwar gescheitert, wird aber trotzdem heute noch von den Franzosen als ein grosser Präsident Frankreichs verehrt!

Vive la France!

Monsieur Rainer
Monday, May 07, 2012
1. Mai Tag der Arbeit

Alle Jahre wieder pünktlich zum 1. Mai tauschen die grossen Vorsitzenden der deutsche Gewerkschaften ihre BOSS - Anzüge, Armani - Krawatten und Gucci - Schuhe mit der Kleidung ihrer verarmten Mitglieder. Sie lassen ihre schweren Limousinen zu Hause, ihre Chauffeure haben Urlaub. Mit altem Wanderschuhwerk bewaffnet setzen sie sich an die Spitze ihrer jämmerlich geschrumpften Mitgliederschar und krähen ihre Parolen in die Weite! Mindestlohn von 8,50 Euro seien "Beton"! Aha! Leiden die Herren Gerwerkschaftsvorsitzenden schon an einem solchen Realitätsverlust, dass sie gar nicht wissen, dass sie es waren, die einen realen Lohnverlust der deutschen Arbeiter von 20,7% seit 1991 akzeptiert haben? Wissen sie etwa gar nicht, dass 9 Millionen Arbeiter von ihren Löhnen gar nicht leben können und vom Steuerzahler alimentiert werden müssen, statt von den Unternehmern richtig bezahlt zu werden? Ist ihnen etwa entgangen, dass ein Stundenlohn von 8,50 Euro noch unter der Armutsgrenze liegt? Kennen Sie das Leid und das Elend der Hartz IV - Bezieher nicht? Waren sie schon mal den vielen Suppenküchen, wo sich viele ihrer ehemaligen Mitglieder heute erniedrigen müssen? NEIN, sie wissen das alles nicht, denn sie sitzen in den Aufsichtsräten der DAX - Unternehmen und beziehen Bezüge, die weit über denen des Bundeskanzlers und Bundespräsidenten liegen. Diese Arbeiterverräter haken den Tag der Arbeit ab wie einen lästigen Termin und steigen morgen wieder in ihre Limousen, um im Kanzleramt ihren Tee mit den Machthabern in diesem Lande zu nehmen! Die Menschen in Deutscland sind nicht nur von ihren Politikern, Banken, Konzernen verraten und verkauft worden, NEIN, ihre eigenen Vertreter in den Gewerkschaften und in den Arbeiterparteien haben ihre Wähler, Anhänger und Mitglieder verraten und verkauft! Wenn die deutschen Gewerkschaften zusamen mit den angeblichen Arbeiterparteien ein einziges Mal alle deutschen Arbeitnehmer zu einem Streik aufrufen würden, dann wäre diese asoziale Bande aus Politik un Lobbyisten Geschichte! Doch so weit wird es nicht kommen, denn die Herren Arbeitervertreter haben sich längst mit den Mächtigen arrangiert!

Monsieur Rainer
Wednesday, May 02, 2012
François Hollande ist nicht der Pudel von Frau Merkel!

Eines ist auf jeden Fall jetzt schon sicher: Ein möglicher französischer Staatspräsident François Hollande, der direkt vom ganzen französischen Volk gewählt ist, wird Frankreich seine Würde wiedergeben. Er hat heute auf die erneute Einmischung in den französischen Wahlkampf durch die deutsche Bundeskanzlerin kühl geantwortet: "Deutschland entscheidet nicht über Frankreich und nicht über Europa!" Damit sind die Fronten klar: François Hollande ist nicht der Pudel von Frau Merkel, der zu parieren hat! Es muss endlich Schluss damit sein, dass die deutsche Bundeskanzlerin ohne Zustimmung der deutschen Bürger ungefragt Souveränitätsrechte Deutschlands an dritte abtritt, wie sie dies beim Fiscalpakt tut. Das grenzt ja an Hoch - und Landesverrat! Die Dame muss endlich lernen, wie Demokratie funktioniert. Der deutsche Bürger muss wieder das erste und das letzte Wort im Lande haben. Die Bundeskanzlerin ist keine wirkliche Demokratin, wenn sie ständig versucht, das Parlament bei wichtigen Entscheidungen zu umgehen und das deutsche Volk zu überhaupt gar nichts fragt. Das deutsche Volk ist in seiner grossen Mehrheit nicht überheblich und liebt seine Nachbarn, auch und gerade die südeuropäischen Menschen. Doch es darf auf keinen Fall weiter zulassen, dass eine ausser Rand und Band geratene Kanzlerin und Vertreterin des gesamten deutschen Vokes, sich wie eine oberlehrerhafte chauvinistische Furie aufführt, und meint, sie könne sich in alles und jedes Belang eines anderen souveränen Staates einmischen! Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel, Sie sind eine Schande für Deutschland und Sie sprechen nicht im Namen des ganzen deutschen Volkes! Niemand hat sie direkt gewählt. Es gebricht Ihnen im Gegensatz zum direkt gewählten französischen Staatspräsidenten an einer gehörigen Portion Ligitimation! Lernen Sie erst einmal Demokratie und die diplomatischen Usancen eines westlichen Staatsmannes! Sie haben sich nicht um das deutsche Volk verdient gemacht! Ein Teil des deutschen Volkes schämt sich für diese Bundeskanzlerin!

Monsieur Rainer
Friday, April 27, 2012
Nichts ist entschieden in Frankreich!

Zunächst einmal muss dem deutschen Bürger noch einmal das Wahlrecht einer wahren Demokratie erklärt werden, denn dies scheint dem Deutschen ein Buch mit sieben Siegeln zu sein. Sie haben sich daran gewöhnt, dass sie eigentlich keine Demokratie des Volkes haben, sondern eine repräsentative Parteien – "Demokratie“. Der deutsche Wähler tritt einmal in vier Jahren seine Bürgerrechte offen an eine Partei ab und hat darüberhinaus nichts mehr zu bestimmen in seinem Lande. Diese offensichtlichen Demokratie – Defizite scheinen doch mehr und mehr zu einem grossen Verdruss zu führen, davon profitieren unkonventionelle Parteien, die noch nicht in die Mühlen des bestehenden Machtapparates gekommen sind.

In einer wahren Demokratie herrschen völlig andere Regularien. In Frankreich finden vor einer Präsidentschaftswahl zunächst einmal parteinterne Vorwahlen statt, wo sämtliche Parteimitglieder in geheimer Abstimmung einen der vielen Bewerber für die Kandidatur zu den Präsidentschaftswahlen küren. Jeder von seiner Partei gekürte Kandidat muss, um überhaupt zu den Wahlen zugelassen zu werden, dem Verfassunggerichtshof (Cour Constitutionel) eine Liste von 500 Unterstützern vorlegen. Diese Unterstützer (Supporters) müssen entweder Bürgermeister einer Kommune, Senatoren oder Députierte der Nationalversammlung, also Mandatsträger sein. Hat der Kandidat all diese Hürden überwunden, beginnt der eigentliche Wahlkampf, der kurz und heftig geführt wird und nicht länger als sechs Wochen dauert. Der Präsident der Republik wird in zwei Wahlgängen gewählt. In die Stichwahl kommen nur die beiden Kandidaten, die die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnten, die restlichen Kandidaten sind aus dem Rennen, haben aber ein Wort in der Stichwahl insofern mitzureden, als sie ihren eigenen Wählern eine Empfehlung aussprechen können, wem sie in der Stichwahl ihre Stimme geben können. Die im ersten Wahlgang ausgeschiedenen Kandidaten spielen also das Zünglein an der Wage!

Gestern wurde also der erste Umlauf für die Präsidentschaft Frankreichs abgehalten. Die amtlichen Ergebnisse im einzelnen:

François Hollande (PS) 28,51%
Nicolas Sarkozy (UMP) 27,09%
Marine Le Pen (FN) 18,15%
Jean-Luc Mélenchon (Front de Gauche) 11,08%
François Bayrou (Modem) 9,12%
Eva Joly (Ecologistes) 2,26%

Vier weitere Kandidaten erhielten einen Stimmenanteil, der zu vernachlässigen ist. In der Stichwahl am 6. Mai 2012 treten also der Sozialist François Hollande aus der Pol – Position gegen den scheidenden Präsidenten Nicolas Sarkozy als zweiter Sieger des ersten Umlaufes an. Es kommt nun darauf an, wem die ausgeschiedenen Bewerber um die Präsidentschaft eine Wahlempfehlung aussprechen. Und hier genau wird es spannend. Für François Hollande haben bereits gestern Abend Jean-Luc Mélenchon von der Front de Gauche und Eval Joly von den Ecologisten eine Wahlempfehlung ausgesprochen. François Bayrou von den Bürgerlichen Liberalen MODEM wird heftig von Nicolas Sarkozy umworben, er hat ihm sogar das Amt des Premierministers im Falle einer Wahlempfehlung angeboten. Eine Entscheidung hat François Bayrou jedoch bis jetzt nicht für den einen oder anderen Kandidaten ausgesprochen.

Die vielleicht entscheidende Frage wird sein, für wen und ob Marine Le Pen von der Front National eine Wahlempfehlung ausspricht. Und hier muss einmal mit dem typisch deutschen Links – Rechts – Denken aufgeräumt werden. Der Gründer der Front National Jean-Marie Le Pen war ein Dämagoge, Rassist und Holocaust Leugner und speiste seine Partei durch den Frust der Algerien – Flüchtlinge über ihre verlorene Heimat. Er hetzte gegen alles, was nicht französisch klang. Jedes Volk hat ungefähr 10 – 20% Dummköpfe, das ist in anderen Ländern nicht anders. Sie haben regelmässig die Front National zu immer neuen Wahlerfolgen getragen. Die Tochter dieses alten Fallschirmjägeroffiziers und berüchtigten Folterknechts in Algerien, die Rechtsanwältin am Pariser Justiz Palast Marine Le Pen, hat der Partei ein neues Marketing verpasst. Sie hetzt zwar auch gegen die Islamisten, doch sie hat der Front National eine soziale Komponente hinzugefügt, die der Partei neue Wählerschichten erschliesst. Die Arbeiterschaft. Und genau dies ist der Grund, warum Marine Le Pen keine Wahlempfehlung zugunsten von Nicolas Sarkozy aussprechen kann, will sie nicht riskieren, ihre neue Wählerschaft, die Sarkozy rundweg ablehnt, zu verlieren. E ist also eine schwache journalistische Leistung, die Front National auf ewig gestrige Nazis, auf Rassisten und Xenophoben zu reduzieren. Der Front National ist auch ein Ventil für die aufgestaute Wut der Arbeiterschaft über den Verlust ihrer Kaufkraft (Povoir d’achat).

Das Desaster für Nicloas Sarkozy war absehbar. Die Einmischung der deutschen Kanzlerin in den französischen Wahlkampf und deren Parteilichkeit für Nicolas Sarkozu kamen hier in Frankreich gar nicht gut an. Sarkozy trieb es noch auf die Spitze, als er das marode deutsche Steuersystem, Hartz IV, die Sozialgesetze und die Billiglohnpolitik der Deutschen Regierung als grosses Vorbild für Frankreich pries. Bei keiner Rede durfte das Wort vom grossen Vorbild Deutschland fehlen. Als ob die deutschen Demokratie – Defizite, die mangelnde Gewaltenteilung, das absurdeste Steuerrecht der Welt und die ungerechte Sozialgesetzgebung für irgendeine Nation als Vorbild gelten könnten. Wenn die deutschen Gesetze 1:1 nach Frankreich übertragen würden, gäbe es hier einen Bürgerkrieg, wogegen die französische Revolution von 1789 wie ein Dummer – Jungen – Streich aussehen würden.

Die Franzosen wollen keinen Pudel von Merkels Gnaden auf dem Stuhl des Präsidenten ihrer mit Blut Schweiss und Tränen erkämpften demokratischen Republik. Lieber nehmen sie einen rückwärtsgerichteten Salon – Sozialisten, der ihnen das Blaue vom Himmel verspricht und ein vom ganzen Habitus her ein Wohlfühl – Präsident sein würde.

Rainer Kahni genannt Monsieur Rainer
Mitglied und Unterstützer von Reporters sans frontières


Monday, April 23, 2012
Erster Durchgang bei den französischen Präsidentschaftswahlen !

Heute findet der erste Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahlen statt. Über 44 Millionen wahlberechtigte Franzosen sind zu den Urnen gerufen, um ihren Staatschef in direkter Wahl zu bestimmen. Die Kandidaten mussten zuerst einen innerparteilichen Vorwahlkampf durchstehen und ihre Konkurrenten in der eigenen Partei ausschalten. Basisdemokratisch wurden die Bewerber um das höchste Amt im Staate gekürt. Der eigentliche Wahlkampf ist dann kurz und knackig und dauert keine sechs Wochen! Insgesamt haben sich zehn Bewerber durchgesetzt und die von der Verfassung vorgeschriebenen 500 Unterschriften von Mandatsträgern zusammengebracht, die erforderlich sind, um überhaupt zur Wahl zugelassen zu werden. Der amtierende Präsident Nicolas Sarkozy tritt ein weiteres Mal für die UMP an. Sein Herausforderer François Hollande wurde nach heftigen Vorwahlen von den Sozialisten zum Kandidaten gekürt. Ein wichtiges Wort in der Stichwahl am 6. Mai werden Marine Le Pen von der rechten Front National, François Bayrou von der bürgerlichen MODEM und Jean-Luc Mélanchon von der Front der Gauche mitzureden haben. Die Umfragen sagen im ersten Wahlgang ein Kopf an Kopf - Rennen zwischen Nicolas Sarkozy und François Hollande vorraus. In der Stichwahl wird Hollande vor Sarkozy gesehen. Es sind Umfragen, mehr nicht! Wir Franzosen haben die Wahl zwischen Pest und Cholera, aber keine zukunftsorentierte Alternative!

Monsieur Rainer
Sunday, April 22, 2012
Das war's !

Mein Team und ich sind durch sämtliche Abwässerkanäle dieser Welt gekrochen, um den Zeitungen und TV – Anstalten eine wahrheitsgemässe und unzensierte Berichterstattung liefern zu können. Wir waren in Haiti, in der gesamten Francophonie, im Maghreb, im Nahen Osten, in Ägypten, in Somalia, Kenia und in Afghanistan. Wir haben uns nie auf die offiziellen Nachrichtensender verlassen und sind mitten in die schlimmsten Krisen- und Kriegsgebiete dieser Welt hinein gegangen, um unsere Reportagen und Filme direkt vom Ort des Geschehens zu machen.

In Libyen waren wir von Anfang an dabei, als die Bevölkerung von Bengasi von Ghadafi mit dem Massenmord bedroht wurde. Wie zogen an der Seite der Aufständischen über Misrata und Sirthe bis nach Tripolis, wo wir uns endlich am Ziel wähnten. Dort stiegen wir auch noch noch in ein falsches Auto ein und gerieten in einen Hinterhalt. An den Folgen der Torturen ist unser langjähriger Freund und Kameramann nach monatelangem Leiden verstorben.

Wir waren in Flüchlingslagern in Kenia und haben die unglaublichen Anstrengungen gefilmt, die das UNHCR – Flüchtlingshilfswerk vollbrachte, um 500.000 Flüchtlinge aus Somalia zu versorgen. Doch mussten wir mitansehen, dass jede 10 Sekunden Männer, Frauen und vorallendingen Kinder an Hunger, Thypus und Cholera verstarben. Gleichzeitig stahlen und unterschlugen dort Regierungsbeamte Tonnen von Hilfsgütern.

In Afghanistan mussten wir das sinnlose Sterben auf beiden Seiten mitansehen und aufzeichnen und fragen uns heute noch, für was eigentlich die Afghanen und die ausländischen Soldaten dort sterben. Es gibt keinen Grund, dieses Land mit Krieg zu überziehen, ausser niederträchtigen Hegemonialinteressen, der schiere Raub von Rohstoffen, oder die Sicherung von Handelswegen. Das alles als humanitären Einsatz zu deklarieren, heisst die Menschen dort und die eigene Bevölkerung zu Hause zu verhöhnen. Der Krieg in Afghanistan wird erst dann zu Ende sein, wenn diese korrupte und vom Westen eingesetzte Bande, die sich auch noch anmassend Regierung nennt, bei ihren geraubten Geldern in Genf auftauchen.

Zuletzt waren wir drei Mal in Syrien. Da das Regime keine Zeugen bei ihrem Massenmord an der Bevölkerung haben wollte, verweigerten sie uns mehr als einmal die offizielle Akkreditierung. Wir hatten aber keine Lust, uns vom syrischen Geheimdienst getürkte Schauplätze von Assad –Anhängern zeigen zu lassen, dies kostete dem zweiten Kameramann das Leben, den vor unseren Augen eine Mörsergranate zerfetzte. Also sind wir durch Vertrauensleute über Schmugglerpfade über Libanon wieder illegal in Syrien eingereist und waren in Homs, Aleppo und der Provinz Hama. Wir lagen sieben Tage nach dem von Kofi Annan ausgehandelten Waffenstillstand unter dem Trommelfeuer der schweren Artillerie der Assad – Truppen. Dies kostete dem Fotographen Remi Ochlik das Leben. Es bricht uns das Herz!

Wir kehrten zurück in den Libanon und flogen nach Incirlik in die Türkei! Von dort reisten wir quasi per Anhalter mit einem Hubschrauber in die Flüchtlingslager an der syrisch –türkischen Grenze, wo sich der rote Halbmond und das UNHCR rührend und aufopferungsvoll um die bis jetzt 25.000 syrische Flüchtlinge kümmern. Von Ankara aus flogen wir gestern nach Paris und nach Nizza.

Bei all diesen Reportagen haben wir nur Tod, Blut, Leid, Elend, Tränen und unvorstellbare Verbrechen gesehen, die ständig von einem Heer voller Lügen umzingelt waren. Der erste Tote in jedem Krieg ist die Wahrheit! Nach dem ersten Schuss sind alle strategischen Pläne hinfällig, der Rest ist Improvisation. Wir haben mehr gesehen, als ein einzelner Mensch seelisch ertragen kann! Wir sind psychisch und auch physisch weit über unsere Möglichkeiten und Grenzen hinausgegangen. Unsere ewig verdrängten Traumatas erschienen uns jede verdammte Nacht im Schlaf als Dämonen wieder.

Das rächt sich jetzt! Heute Nacht kam der restlose psychische und physische Zusammenbruch. Wir haben gmeinsam beschlossen, nur noch in Ausnahmefällen Reportagen aus Kriegsgebieten zu machen. Ich werde weiterhin, sobald es meine Gesundheit wieder zulässt, an meinen Artikeln und Büchern arbeiten. Aber es ist ein grosser Einschnitt in meinem Leben, nicht mehr mit hinausgehen zu können und das himmelschreiende Unrecht dieser Welt mitteilen zu können.


Rainer Kahni genannt Monsieur Rainer
Mitglied und Unterstützer von Reporters sans frontières


Friday, April 20, 2012
Niemand interessieren die Richtungswahlen in Frankreich! Grosser Fehler!

Mir ist nach einigen ausgefeilten Kommentaren, die ich auf meine FB Pinnwand eingestellt habe, natürlich längst klar geworden, dass die Deutschen sich einen feuchten Dreck darum scheren, wie die Präsidentschaftswahlen in Frankreich ausgehen. Auch bei den Netzwerken, für die ich schreibe, habe ich Probleme, überhaupt einen Platz für meine Artikel zu bekommen. Das ermüdet mich masslos, doch ich kann es den Deutschen nicht ersparen: Der Ausgang der Präsidentschaftswahlen wird sich unmittelbar auf Europa und Deutschland ausrichten. Man war sich zu dumm und zu schade, über das Gegockel von Nicolas Sarkozy herzuziehen und ihn sogar übel zu verleumden, übersah dabei aber, dass er Frankreich vor dem Staatsbankrott gerettet hatte und ein grosser Anhänger Europas war. Es könnte möglich sein, das der sozialistische Kandidat François Hollande die Stichwahl gewinnt und neuer Staatschef Frankreichs wird. Wer sich darüber freut, kennt sein Progamm nicht: Skepsis gegenüber Europa, sozialistische Phantastereien wie die 30 Stunden Woche, Verbeamtung der Arbeitslosen, Renteneintritt statt mit 62 dann mit 60 Jahren, 15 Urlaubstage mehr, Verstaatlichung von Schlüsselindustrien usw. Ein abgekupfertes Programm aus Mitterands Mottenkiste von 1981, das fast zum Staatsbankrott geführt hätte. Und das soll das Rezept für das 21. Jahrhundert werden? Wir haben hier in Frankreich die Wahl zwischen Pest und Cholera und Deutschland wird im Falle eines sozialistischen Präsidenten alleine in Europa stehen, umzingelt von Ländern, die den deutschen oberlehrerhaften Chauvinismus und seine ungezügelte Billiglohnpolitik, mit der sie die anderen europäischen Länder in den Ruin treibt, endgültig satt haben. Wenn Frankreich sich von Deutschland abwendet, ist Deutschland für die Spekulanten dieser Welt zum Abschuss freigegeben. Dann werden die wahren Haushaltslöcher schonungslos aufgedeckt! Die ersten Wetten auf Deutschlands Staatsbankrott laufen schon! Also sperrt eure Löffel auf und beobachtet genau, wie die Richtungswahl in Frankreich ausgeht!

Rainer Kahni genannt Monsieur Rainer
Mitglied von Reporters sans frontières
Thursday, April 19, 2012
Wie trostlos dumm!

Wie hat die deutsche Bundeskanzlerin im französischen Fernsehen getönt? "Ich stehe hundertprozent zu Nicolas Sarkozy, egal was kommt! Ich werde ihn im Wahlkampf unterstützen!“ Den Herausforderer des amtierenden Präsidenten hat sie nicht eines Gespräches, nicht eines Blickes, nicht eines Wortes gewürdigt. Als Nicolas Sarkozy in Frankreich eine Welle der Empörung ob der offensichtlichen Parteilichkeit der deutschen Kanzlerin und der Einmischung in den Präsidentschaftswahlkampf entgegenschlug, lud er die Dame kurzerhand wieder aus! Jetzt ist sie auch noch enttäuscht über diese verschmähte Liebe.

Irgendjemand sollte dieser Amateurin einmal beibringen, dass es in der Politik keine Freundschaften, sondern nur zeitlich begrenzte gemeinsame Interessen gibt. Wer sagt dieser Kanzler – Darstellerin endlich, dass man sich nicht in einen ausländischen Wahlkampf einmischt? Es verstösst gegen jede staatsmännische Kunst und diplomatische Usancen. Diese Frau ist ganz sicher eine perfekte Intrigantin, denn sie hat es immerhin geschafft, in ihrer Partei alternativlos zu werden und alle möglichen Konkurrenten weggebissen. Aber Kanzlerin kann sie nicht! Und einen Hang zur Demokratie hat sie auch nicht! Sie hat diese Bundesrepublik nie verstanden und ist intellektuell in den alten Machtstrukturen der untergegangen Diktatur DDR stehen geblieben. So hat sie auch ihren eigenen Politikbetrieb in Berlin organisiert. Die Maxime lautet: Machterhalt! Wie ist ihr egal! Sie umgibt sich mit mässig begabten Figuren, die noch weniger Ahnung von Politik haben als sie selbst. Den CDU – Generalsekretär vermutet man eher in einem Mastbetrieb in Westfalen. Den Kanzleramtsminister auf dem Ball der Aachener Printen. Der Verteidigungsminister, der sein Verständnis von einem funktionierenden Rechtsstaat in Sachsen auf grandiose Weise unter Beweis gestellt hat, sieht eher aus wie ein Beamter an irgend einem Schalter. Das Kücken der Amateurliga auf der Regierungsbank macht sich gerade bei den Frauen zum Affen. Über den grenzdebilen Amateur, der den Aussenminister gibt und keinen Fettnapf auslässt, muss man kein Wort verlieren. Er ist nur peinlich und merkt es nicht einmal. Man mag gar nicht mehr hinsehen.

Nun hat diese trostlose Kanzler – Darstellerin den aussenpolitischen Salat: Ihr Busenfreund Nicolas Sarkozy schmiert gerade in den neuesten Umfragen ab: François Hollande führt heute mit 29,5%, Nicolas Sarkozy liegt noch bei 27,5%, seine eventuelle Unterstützerin in der Stichwahl Marine Le Pen schwächelt bei 14% und sein braver Knappe François Bayrou liegt gerade noch bei 12%. Doch der Shootingstar von der Radical de gauche Jean-Luc Mélenchon ist vielleicht mit seinen 13% das Zünglein an der Wage. Und der fordert in der Stichwahl ganz sicher nicht seine Anhänger auf, Sarkozy zu wählen. Eher fällt der Eifelturm um! Folglich wird François Hollande in der Stichwahl heute mit 53% und Nicolas Sarkozu weit abgeschlagen mit 48% bewertet! Gut, es sind nur Umfragen, mehr nicht! Aber die Mehrheit der Franzosen schliesst nicht mehr aus, dass der Sozialist François Hollande der nächste Staatspräsident Frankreichs wird!

Und dann Frau Merkel? Die "Genialität“ dieser Kanzlerin springt einen geradezu an!

Rainer Kahni genannt Monsieur Rainer
Mitglied und Unterstützer von Reporters san frontières

Wednesday, April 18, 2012
BÜRGERKRIEG - HERDPRÄMIE UND PRÄSIDENTSCHAFTSWAHLEN

In Deutschland wird erbittert um eine unsinnige Herdprämie für Frauen gestritten, die mit Steuergeldern davon abgehalten werden sollen, ihre Kinder in einem Kitaplatz unterzubringen. Ausserdem arbeitet das Parlament fleissig und unverdrossen weiter an seiner eigenen Kastration. Es scheint nicht genug, dass 155 Abgeordnete in ihren Wahlkreisen abgewählt wurden und trotzdem im Bundestag sitzen. Es scheint nicht genug, dass die Regierungskoalition auf Grund eines höchstrichterlichen Urteils, dass der Bundestag durch ein verfassungswidriges Wahlgesetz zustande gekommen ist, 46 Überhangmandate bekommen hat. Nein, nun wollen die Franktionsfürsten auch noch die Redezeit von Abgeordneten mit einer eigenen Meinung abschaffen. Das bisschen noch erhaltene Demokratie schafft sich selbst ab. In den Zeiten einer alles allein bestimmenden Kanzlerin ist ein solches Parlament eigentlich auch nicht mehr notwendig. Woher soll die Kanzlerin auch Demokratie können, sie hat es ja nie gelernt. Die SPD war, wie sollte es auch anders sein, auch für diese neue Geschäftsordnung. Jedenfalls solange, bis sie Facebook gelesen hatte. Dann hängten diese Abeitervertreter die Fahnen um und sind jetzt dagegen. Toll!

In Frankreich wird am kommenden Sonntag der erste Wahlgang der Präsidentschaftswahlen abgehalten. Im Rennen sind Nicolas Sarkozy UMP, François Hollande PS, Marine le Pen FN, Jean-Luc Mélanchon von der Radical de gauche, sowie Eva Joly von den Grünen. Insgesamt bewerben sich zehn Männer und Frauen um das höchste Amt im Staate. Es ist spannend, denn es scheint möglich, dass Nicolas Sarkozy und François Hollande in die Stichwahl kommen. Und dort spielen die im ersten Wahlgang ausgeschiedenen Kandidaten das Zünglein an der Wage. Wer erringt den Dritten Platz, das ist die Frage aller Fragen: Marine Le Pen mit ihrer extrem rechten Front National, François Bayrou mit seiner kleinbürgerlichen MODEM, oder der Shooting Star dieser Wahl Jean – Luc Mélanchon mit seiner Radical de Gauche. Wenn dieser Volkstribun und begnadeter Redner und Dämagoge mit unglaublichem Mutterwitz die meisten Stimmen nach den beiden Kandidaten der Stichwahl auf sich vereinigen kann, dann ist der Linken in Frankreich der Sieg nicht mehr zu nehmen. Allerdings wird dies François Hollande teuer zu stehen kommen, denn Mélanchons Bescheidenheit ist nicht seine herrausragenste Stärke. Er wird dem langweiligen sozialistischen Präsidenten die Bedingungen für seine Untersstützung diktieren und Hollande Feuer unter dem Präsidentensessel machen. Dann gute Nacht Europa! Aus und vorbei wird es sein mit dem Gehundel vor der deutschen Hunnen – Kanzlerin. Sollte aber die extrem Rechte von Marine Le Pen den dritten Platz erringen, dann wird Sarkozy mit Hilfe der UMP, der MODEM und der FN zum zweiten Mal in den Elyséepalast gewählt. Er soll in diesem Falle schon François Bayrou das Amt des Premierministers angeboten haben. Ach ja, Spanien soll auch in Richtung pleite steuern. Der Euro - Rettungsschirm wird bald einen Platzregen abbekommen.

Bei all dieser narzistischen Nabelschau in Europa ist in den Nachrichten völlig untergegangen, dass in Syrien gemordet wird und tagtäglich viele Menschen in einem blutigen Bürgerkrieg zwischen Aufständischen und der alawitischen Minderheit unter Präsident Bashar-al-Assad ims Leben kommen. Der ehemalige Generalsekretär der UNO Kofi Annan hat es nun geschafft, einen Waffenstillstand zwischen den Parteien zuvereinbaren. Er glaubt im ernst selbst nicht daran, denn er spricht von einer sehr fragilen Situation, was die Untertreibung des Jahres ist, und ruft stündlich dazu auf, diesen Waffenstillstand auch einzuhalten. Warum dies notwendig ist, zeigen die Fakten: Von letzten Donnertag, also dem Tag des Beginns der Waffenruhe bis Sonntagabend sind etwa 120 Tote auf Seiten der Aufständischen zu vermelden. Männer, Frauen und Kinder fallen dem unaufhörlichen Trommelfeuer der schweren Panzerartillerie der syrischen Armee zum Opfer. Besonders umkämpft sind die Städte Homs, Aleppo, Idlib und die Provinz Hama, wo die syrische Armee sogar Gräben um die Dörfer ausgehoben hat, um die Bevölkerung nicht auf ihre Felder zu lassen und sie in ihren Häusern zu isolieren. So kann der Beschuss zielgerichteter und munitionssparender erfolgen. In Homs ist der seit Monaten hart umkämpfte Stadtteil Baba Amr nun wieder unter der Kontrolle des syrischen Militärs. Dieser Stadtteil liegt in Schutt und Asche! Er ist menschleer. Die Bevölkerung hat sich in die Stadtteile Chalaije und Bagada zurückgezogen und liegt unter schwerem Artilleriebeschuss.

Am Sonntag ist nun also das 4 Mann starke Vorrauskommando der UNO – Beobachter in Damaskus eingetroffen. Sie sehen schick aus in ihren neuen Tarnanzügen und blauen Barretten der UN. Die Männer unter dem Befehl des marokkanischen Colonel Ahmed Himmichi haben allerdings mehrere Probleme: Sie sind nicht bewaffnet, sie müssen ihren Aufpassern vom syrischen Geheimdienst dorthin folgen, wo dieser sie hinführt und sie dürfen sich in Syrien gar nicht frei bewegen. Dabei wird leicht übersehen, dass heute schon cirka 30% des syrischen Staatsgebietes unter der Kontrolle der Aufständischen ist. Insgesamt soll diese Beobachter – Truppe der UNO einmal 250 Mitglieder umfassen. Beobachter aus Qatar, Saudi-Arabien, Türkei und Frankreich wurden vom Assad - Regime abgelehnt. Beobachter aus Deutschland wären herzlich willkommen. Ob das mit dem deutschen Frachter "Atlantic Cruiser“ zusammenhängt, der von den Aufständischen vor der syrischen Küste gestoppt wurde? Immerhin hatte er 7.200 Tonnen Waffen und Munition an Bord. Der deutsche Botschafter in Damaskus wurde bis heute nicht abberufen, der syrische Botschafter in Berlin samt seinem in Deutschland aktiven Geheimdienst wurden bis heute nicht ausgewiesen. Honi soit qui mal y pense!

Unter diesen Umständen ist ein Waffenstillstand eben kein Waffenstillstand. Er ist nichts als ein weiteres Täuschungsmanöver des Regimes Assad. Denn das Blutvergiessen geht auch unter den Augen der UN – Beobachtern ungehindert weiter. Jedenfalls solange, bis den Russen und den Chinesen der Kragen platzt. Alleine gestern sind durch das Trommelfeuer der Panzer von Bashar-al-Assad 24 Menschen getötet worden. Männer, Frauen und Kinder. Artilleriebeschuss macht da keinen Unterschied zwischen bewaffneten Rebellen und der Zivilbevölkerung. Journalisten dürfen nicht nach Syrien einreisen. Das Regime will keine Zeugen bei seinem Mord an der eigenen Bevölkerung. Wird trotzdem einmal ein Reporter erwischt, der illegal über die Schmuggelpfade über die libanesische Grenze eingereist ist, dann macht man kurzen Prozess. Gestern wurde ein 26 jähriger Pressefotograph vom syrischen Geheimdienst auf der Stelle erschossen.

Rainer Kahni genannt Monsieur Rainer
Mitglied und Unterstützer von Reporters sans frontières


Tuesday, April 17, 2012
Nichts ist gut in Syrien!

Bashar-al-Assad macht sich über Kofi Annan lustig. Er lässt seine Panzer auf die Stadtgebiete von Homs und Aleppo schiesen. Seit Freitag gab es 39 Tote. Morgen sollen die unbewaffneten UN - Beobachter eintreffen. Immerhin dreissig Männer mit einer blauen Binde am Arm. Die Menschen in ganz Syrien sind mächtig beeindruckt von diesem erbärmlichen Aufgebot des kleinsten gemeinsamen Nenner, auf den sich der UN - Sicherheitsrat geeinigt hat! Das Morden geht weiter, mit oder ohne diese Clowns von der UNO!

Monsieur Rainer
Mitglied von Reporters sans frontières
Sunday, April 15, 2012
Das Medien - Kartell !

Die Konzentration der Tageszeitungen ist alleine der Tatsache geschuldet, dass sich eigenständige Redaktionen nicht mehr rentieren. Der Rahmen wird von überregionalen Medienkonzernen geliefert, die örtliche Presse berichtet mit einem Ministab an Volontären und Praktikanten allenfalls noch über die Tagungen der Kleintierzüchtervereine oder über die Umgehungsstrasse. Das liegt an der schieren Geldnot. Die Werbeanzeigen sind dramatisch gesunken, das Internet hat die altbackenen Anzeigen in den Zeitungen abgelöst.

Ergo sind die Tageszeitungen gezwungen zu fusionieren, oder werden gleich von einem unbekannten Medienkartell wie z.B. der Holtzbrinck-Gruppe, der Burda-Gruppe, der Springer-Gruppe, die WAZ-Gruppe, der Bertelsmann-Gruppe, geschluckt. Dort sitzen kühle Controller und keine Journalisten. Sie sind nur ihren Anteilseignern verantwortlich. Gewinnmaximierung ist das Ziel.

Wie erreicht man das? Durch Stimmungsmache, die die Auflagen steigern und radikale Austrocknung der journalistischen Qualität. Jeder Chefredakteur hat nur noch so viel Freiheit, wie sie ihm von seinem Konzernchef gewährt wird. Eben diese Medienzaren sind oft sehr regierungsnah! Grosse Zeitungen in Deutschland wie zum Beispiel die Süddeutsche Zeitung kämpfen um die nackte Existenz. Die altehrwürdige ZEIT gehört zur Holtzbrinck – Gruppe. Die Besitzverhältnisse im SPIEGEL scheinen sich auch geändert zu haben. Es sind für die freie Meinungsbildung ungesunde Kartelle entstanden, die dermassen untereinander verflochten sind, dass man teilweise wortgleiche Artikel in den unterschiedlichsten Zeitungen findet. Erst kürzlich bekam dies Günter Grass schmerzlich zu spüren. Nicht umsonst sprach der Literaturnobelpreisträger von einer Hetzkampagne der Medien gegen ihn.

In Frankreich ist es nicht anders, die Ursachen sind dieselben. Grosse, angesehene Institutionen der Zeitungslandschaft wie LE MONDE, LE FIGARO, FRANCE-SOIR und viele andere wurden in den letzten Jahren oft für weniger als 50.000 Euro an irgendeinen Millionär verscherbelt, der sich die Zeitung als Hobby gekauft hat. Sogar der Waffenhersteller Dassault hat sich eine dieser notleidenden Zeitungen zugelegt. Das ist der Untergang der Demokratie, den wir alle täglich verspüren! Doch kein Kartellamt schreitet ein! Warum wohl? Weil es Bundeskartellamt heisst und eine Bundesbehörde ist und keine unabhängige Kartellkontrollbehörde ist. Die Beamten sind weisungsgebundene Kontrolleure. Und so sehen dann auch deren Kontrollen aus!

Legislative, Executive und Judicative sind schon bis zur Unkenntlichkeit verschmolzen. Bald fehlt auch das letzte Korrektiv des Staates: Die Meinungsfreiheit wird zu Grabe getragen und wir alle sind die Teilnehmer an dieser grausigen Leichenbestattung!



Rainer Kahni genannt Monsieur Rainer
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Sunday, April 15, 2012
Altlasten!

Die Schande Deutschlands ist bis heute nicht getilgt. Nach Merkels Aussagen ist zwar Deutschland der Rechtsnachfolger des III. Reiches, aber immer nur dann, wenn es ihr politisch in den Kram passt. Den Konkordatsvertrag zwischen Adolf Hitler und dem Heiligen Stuhl Acta Apostolicae Sedis Reichsgesetzblatt 389 ff aus dem Jahre 1933 hat man gerne übernommen, obwohl er grundgesetzwidrig ist. Den Artikel 146 GG hat Frau Merkel nie umgesetzt, weil es sie ihre Macht gekostet hätte. Nicht genug der Schande: Tagtäglich brüsten sich zahlreiche deutsche Konzerne ihrer unglaublichen wirtschaftlichen Erfolge und berauschen sich an ihren DAX - Werten, die aber teilweise auf die Ausbeutung von Sklavenarbeit von sogenannten "minderwertigem Leben" begründet sind. Bis heute warten verschleppte Juden aus aller Welt und ausgemergelte alte Menschen aus den ehemaligen Ostgebieten auf eine kleine Entschädigung für ihre Zwangsarbeit, die diesen Konzernen zu unglaublichem Reichtum und Macht verholfen haben. Sie tanzen ihre Freudentänze an der Börse auf den Gräbern der durch Arbeit vernichteten Menschen und warten darauf, dass sich der kleine Rest biologisch erledigt. Es ist die Schande des deutschen Wirtschaftsimperiums!

Monsieur Rainer
Thursday, April 12, 2012
Präsidentschaftswahlen in Frankreich!

Der Wahlkampf in meiner Heimat Frankreich ist abrakadabresque! Auf deutsch, er ist an Absurditäten nicht mehr zu überbieten. Wir haben die Wahl zwischen Pest und Cholera: Sarkozy versucht sich als Wahrsager und will nach deutschem Vorbild eine gesetzliche Schuldenbremse einführen, was schon in Deutschland nicht funktioniert. Weder Deutschland noch Frankreich haben je die Maastricht-Richtlinien oder die Normen des Stabilitätspacktes erfüllt, die sie stets so grossspurig von den "faulen" Südeuropäern einfordern! Hollande ist eine billige Immitation von François Mitterand, der trotz seines Fast - Staatsbankrotts in Frankreich unerklärlicherweise immer noch hohes Ansehen geniesst. Davon will der sozialistische Herausforderer Hollande profitieren. Seine Rezepte sind die von 1981: Er will 40.000 Lehrer einstellen, die Arbeitslosenstatistiken schönen, in dem er viele Jobsuchende in das Militär oder die Polizei steckt und den Rest verbeamtet. Wie er das bezahlen will, sagt er nicht! Es wird bei der Stichwahl darauf ankommen, ob Mélanchon seinen Wählern empfiehlt, für den von ihm verachteten Hollande zu stimmen. Und Sarkozy hofft im zweiten Wahlgang auf die Stimmen der rechten Front National, die aber im Momment schwächelt. Marine Le Pen wollte mit grossem Lärm von den Morden in Toulouse profitieren, doch ihre rassistischen Parolen kamen beim Wähler gar nicht gut an. Sie liegt derzeit hinter Mélanchon, der ein gewiefter Taktiker mit unverhohlener Lust an der Provokation des politischen Establishments ist. Die Grünen unter der ehemaligen Untersuchungsrichterin Eva Joly haben mit ihren 2% wenig mit dem Ausgang der Wahlen zu tun, zumal die ehemalige Untersuchungsrichterin wohl kaum die Sozialisten in der Stichwahl unterstützen wird. Sie kennt so ziemlich alle Korruptionsfälle der Gauche caviar (linke Kaviarfresser) aus der Ära Mitterand!

Monsieur Rainer
Tuesday, April 10, 2012
Schämt euch für eure erbärmliche Katzbuckelei vor der israelischen Regierung!

Reiseverbot nach Israel für uns Alle!
Von Evelyn Hecht-Galinski:

"Unerwünschte Person" - woran erinnert uns das? Waren es nicht auch Carl von Ossietzky und Thomas Mann, die zu unerwünschten Personen wurden? Eine schreckliche Tradition, wie man Literaturnobelpreisträger zum Schweigen zu bringen versucht. Wann werden die Bücher brennen? Aus Solidarität mit Günter Grass sage ich: Keine Reisen mehr in den jüdischen Staat, solange dieser die Menschenrechte gegenüber dem palästinensischen Volk mit Füßen tritt. Solange er Schmutz und Hetzkampagnen gegen Günter Grass unterstützt, um diesen zum Schweigen zu bringen. Wir sollten uns alle als "unerwünschte Personen" betrachten.

Ihr deutschen Sudel - Journalisten und Ihr schmutzigen und masslos dummen Politiker, schreibt euch diese Worte der Tochter des verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrates der Juden hinter eure ungewaschenen Löffel!

Wann werden wieder Bücher brennen in Deutschland?

Monsieur Rainer
Tuesday, April 10, 2012
LES IMMORTELS der Académie française !

Die Franzosen haben eine ganz besonders innige Beziehung zu ihrer Sprache, die Kultur des geschriebenen Wortes, der Geisteswissenschaften und der Literatur. Seit dem Jahre 1635 besteht die Académie française und umfasst heute 40 Mitglieder, die in einer besonders komplizierten Procedur in die Reihen der Unsterblichen aufgenommen werden. Vorraussetzung für die Aufnahme in diese höchste geisteswissenschaftliche Institution Frankreichs sind herrausragende Leistungen in der Literatur oder in der Kunst. Die Franzosen verehren ihre "Immortels". Niemals würde ein Schreiberling niedrigen Ranges, wie ein kleiner Journalist oder Lohnschreiber eines Blattes es wagen, etwas nachteiliges über ein Mitglied der Unsterblichen nieder zu sudeln. Die Mitglieder der Académie française sind unantastbar und unsterblich! Die zuletzt aufgenommenen Mitglieder sind Simone Veil und Max Gallo! Es können nur neue Mitglieder aufgenommen werden, wenn ein Mitglied verstirbt. Die Mitgliedschaft in diesem erlauchtesten Club Frankreichs erlischt erst mit dessen Tod.

Volk, zeig mir wie du mit deinen Geisteswissenschaftlern umgehst und ich weiss, wer du bist!

Monsieur Rainer
Monday, April 09, 2012
Es ist die Stunde der Patrioten!

Solidarität mit Günter Grass! Fordert euren Staat von den Machthabern zurück! Der Bürger muss wieder das erste und das letzte Wort im Lande haben!

Ein Patriot muss immer bereit sein, sein Land gegen seine Regierung zu verteidigen !

(Edward Abbey)


Monsieur Rainer

Saturday, April 07, 2012
Die deutschen Medien haben die Hosen gestrichen voll !

Meinen nachstehenden Aufsatz DER INTELLEKTUELLE TOTENTANZ DEUTSCHLANDS konnte ich nur auf Facebook und auf meiner homepage veröffentlichen! Andere Medien und Netzwerke haben ihn abgelehnt! Es wird nicht lange dauern, dann werde ich auch von facebook gesperrt. Es gab ein Leben vor Facebook und es wird auch ein Leben nach Facebook geben!

Monsieur Rainer

Saturday, April 07, 2012
Der intellektuelle Totentanz Deutschlands!

Der Literaturnobelpreisträger Günter Grass hat endlich das ausgesprochen, was längst gesagt hätte werden müssen. Er hat dabei die Staatsräson und die alles lähmende political correctness verletzt. Genau dies ist jedoch die Aufgabe der Intellektuellen in einem Land. Seit Heinrich Böll hat Deutschland keinen Intellektuellen mehr, der bereit ist, Tabus zu brechen. Auf Marcel Reich – Ranitzki in Fragen zum Verhältnis mit Isreal zu setzen, wäre für diesen grossartigen Literaturkritiker, Literaten und von den Nazis verfolgten Juden eine Zumutung. Er kann in dieser Frage nicht unbefangen sein und wir alle schätzen ihn zu sehr, als ihn in eine solche Bedrängnis zu bringen. Deutschland wäre auch arm dran, wenn es nur diesen einen unabhängigen Geist hätte.

Doch wie ist es um Deutschlands Intellektuelle bestellt? Kurz gesagt: Armselig! Sie wagen sich nicht aus der Deckung heraus, sie haben Angst vor der mächtigen Lobby der Verlage, der Medienzaren und deren Hofschranzen, vor den in ihrer selbst gewählten Angepassheit verbogenen Politikern, vor den Lobbyisten des Zentralrates der Juden, vor der von "oben“ verordneten Staatsräson, und vor der zerstörischen political correctness, die wie ein chronischer Ausschlag auf Deutschland liegt. Ergo sind sie keine Intellektuellen, denn sie haben ihre Aufgabe, der unbequeme Mahner eines Volkes zu sein, sträflich vernachlässigt und dies aus den niedrigsten Beweggründen, die es für einen Schriftsteller, Autoren und Journalisten nur geben kann, den merkantilen. Sie haben Angst, keinen Verlag mehr für ihre Bücher zu finden, sie haben Angst, in den Zeitungen nicht mehr gedruckt zu werden, sie haben Angst, nicht mehr rezensiert zu werden, sie haben Angst, nicht mehr auf die vielen blauen Sofas in den Sendern eingeladen zu werden, schlicht sie haben Angst um ihr Geld. Und das wollen Intellektuelle sein? Sie sind nicht anders, als die Hofschranzen der Medienzaren, die ängstlichen Fernsehjournalisten, die vor ihren Rundfunkräten buckeln, sie sind Lohnschreiber der Staatsräson, aber keine Freigeister wie Theodor Fontane, Erich Körner, Kurt Tucholsky, Heinrich Heine, Schopenhauer, Christoph-Georg Lichtenberg, Erich Kästner, Heinrich Böll, Golo Mann und viele andere Heroen der deutschen Literatur!

Doch das deutsche Volk hat es satt, jedesmal mit dem Totschlagargument "Antisemit“ erledigt zu werden, wenn es, genau wie viele Israelis, die aggressive und teilweise völkerrechtswidrige Politik der israelischen Regierung kritisiert. Es muss erlaubt sein, von der israelischen Regierung zu fordern, dass sie die Menschenrechte im Umgang mit den Palästinensern respektiert. Es muss erlaubt sein, die israelische Regierung zu kritisieren, wenn sie offensichtlichen Landraub begeht, um dort militante orthodoxe Juden mit der Waffe in der Hand anzusiedeln. Selbst in Israel werden diese fanatisierten Juden mit all ihrem Steinzeitjudaismus schon als "jüdische Taliban“ bezeichnet. Doch diese orthodoxen Juden lehren sogar den etablierten Parteien in der Knesset das fürchten. Ohne ihre Zustimmung geht nichts mehr in der israelischen Regierung. Die israelische Regierung hat noch jede UN – Resolution mit Hilfe ihrer mächtigen jüdischen amerikanischen Lobby verhindert oder einfach missachtet. Ihre Paranoia weitet sich zur Gefahr für den Weltfrieden aus. Sie hat sich heimlich, still und leise Nuklearwaffen besorgt und bedroht nun excessiv den Iran, ein Land, das wahrscheinlich nicht einmal in Lage ist, solche Atombomben zu bauen. Einen Beweis dafür gibt es sowenig, wie vor dem Krieg gegen den Irak. Die Mehrheit des iranischen Volkes ist eine aufgeschlossene, hoch gebildete und junge Bevölkerung, die diesen abgefeimten Kasper von Präsidenten genauso verachtet wie die Mullah’s. Ihn wird die Geschichte eines Tages vom Hof fegen, denn mit all seinen Geschichtsklitterungen hat er sich in der ganzen Welt nur lächerlich gemacht. Aber ob der iranische Präsident ein potentieller Selbstmörder ist, konnte bisher nicht bewiesen werden. Denn wenn er versuchen sollte, Israel anzugreifen, dann ist er tot. Das weiss der Mann, denn bei allen wirren Aussagen von ihm, kann niemand davon ausgehen, dass er dumm ist.

Deutschland von "oben“ hat es zur Staatsdoktrin erhoben, unverbrüchlich an der Seite Israels zu stehen. Es liefert Waffen, Kriegsgerät und U – Boote in eine offensichtliche Krisenregion und verstösst dabei gegen das selbst verordnete Kriegswaffenkontrollgesetz. Diese Staatsdoktrin wird von der Mehrheit des deutschen Volkes wahrscheinlich gar nicht geteilt. Gleichwohl zersetzt sie jede freie Meinungsäusserung in den Medien und im offiziellen Politsprech. Das ist eine demokratische Ungeheuerlichkeit ohne jedes Beispiel.

Gegen diese selbst auferlegte, von oben verordnete Staatsräson des Polit – und Medien – Mobs, der Kirchen, der Lobbyisten, des Zentralrates der Juden hat nun erstmals ein deutscher Literaturnobelpreisträger aufbegehrt. Es kam, wie es kommen musste: Günter Grass traf geradezu reflexartig der gesammelte Bannstrahl der jakobinischen Verfechter der political correctness, die dieses Land mit ihrer gescheiterten Pseudo – Multi – Kulti – Doktrin und ihrem verlogenen Pazifismus intellektuell erstickt und ruiniert haben.


Es kommt der Tag, da wird sich wenden
Das Blatt für uns, er ist nicht fern.
Da werden wir, das Volk, beenden
Den grossen Krieg der grossen Herrn
Die Händler, mit all ihren Bütteln
Und ihrem Kriegs- und Totentanz
Sie wird auf ewig des g’meinen Manns
Es wird der Tag, doch wann er wird
Hängt ab von mein und deinem Tun
Drum wer mit uns noch nicht marschiert,
der mach‘ sich auf die Socken nun!

(Bertold Brecht)


Monsieur Rainer
Saturday, April 07, 2012
Trennung von Staat und Kirche? Eine historische Lüge!

Deutschland ist weder ein säkularer noch laizistischer Staat. Das liegt am Konkordatsvertrag zwischen Hitler und dem Vatikan Acta Apostolicae Sedis 25 Reichsgesetzblatt von 1933 Artikel 389 ff. Dieser Vertrag zwischen dem deutschen Reich und dem Heiligen Stuhl wurde nahtlos von der BRD übernommen. Und so ist eben die Kirche auch heute noch ein Staat im Staate, mit eigenem Kirchenrecht, mit eigenem Lehrrecht und Promotionsrecht, versorgt und alimentiert vom Staat durch Kirchensteuer und Bezahlung sämtlicher Gehälter und Pensionen der Pfarrer. PS: Diesen Vertrag hat Hitler mit dem damaligen Nuntius Eugenio Pacelli später Papst Pius XII. ausgehandelt, damit die Kirche wegschaut, wenn der Holocaust beginnt. Und sie hat weggeschaut und nie protestiert. Das war Sinn und Geist des Konkordatsvertrages. Das sind die historischen Fakten und sie sind unbestritteen. Deutschland ist kein säkularer Staat, genausowenig wie Österreich. Frankreich ist seit 1789 ein laizistischer Staat!

Monsieur Rainer
Thursday, April 05, 2012
Der Club der toten Dichter? Mitnichten!

Ich bin noch nicht so alt wie Günter Grass, aber mir ist es ebenfalls piepegal, was die Berufspolitiker, Berufs - Lohnschreiber, Berufs - Gutmenschen, die Berufs - Hofschranzen und die jakobinischen Verfechter der political correctness gegen das Menschenrecht auf freie Meinungsäusserung unternehmen. Diese krampfhafte political correctnes haftet wie ein chronischer Ausschlag auf dem ganzen Land und erstickt jede Meinungsäusserung, sei sie auch nicht konform mit dem Mainstream oder gar avantgardistisch, unter dieser klebrigen Masse von Scheinheiligkeit! Es ist die Stunde der Heuchler!

Monsieur Rainer
Thursday, April 05, 2012
Erinnern wir uns an die Worte eines grossen Bundespräsidenten!

Das Volk muß sich gegen die Aufgabe seiner Grund- und Menschenrechte wehren. Es muß sich gegen die Verweigerung der Grundrechte, die im Grundgesetz in Art. 1 bis 19 + 20 Abs. 2 + 4 GG, sowie als grundrechtsgleiche Rechte in Art. 92 bis 104, 116, 139 und 146 (alt) GG vereinbart worden sind, wenden. Altbundespräsident Dr. Heinemann, 1969 bis 1974 führte dazu aus: "Die Grundlage der Demokratie ist die Volkssouveränität und nicht die Herrschaftsgewalt eines obrigkeitlichen Staates. Nicht der Bürger steht im Gehorsamverhältnis zur Regierung, sondern die Regierung ist dem Bürger im Rahmen der Gesetzte verantwortlich für ihr Handeln. Der Bürger hat das Recht und die Pflicht, die Regierung zur Ordnung zu rufen, wenn er glaubt, das sie demokratische Rechte missachtet."

Monsieur Rainer
Wednesday, April 04, 2012
Raus mit den Hasspredigern aus Frankreich!

Der französische Innenminister Guéant hat nach einem ausführlichen Verhör von 17 radikalen Islamisten durch den Untersuchungsrichter für Terrorismus am Pariser Justizpalast, den Befehl erteilt, drei der radikalen Islamisten sofort auszuweisen. Darunter befindet sich auch ein Imam, der durch seine Hasspredigten junge Moslems radikalisiert hat. Erst jüngst wurden sieben Menschen von einem solchen fanatisierten Maghrebiner in Toulouse ermordert. Frankreich duldet keine Radikalisierung gleich welcher Glaubensrichtungen, denn es ist ein laizistischer Staat. Egal ob der Mob von rechts oder von links kommt, die Franzosen verabscheuen jede Art von radikaler Ideologien! Das bekommt auch die Präsidentin der rechten Front National Marine Le Pen im Präsidentschaftswahlkampf zu spüren. Sie wollte nämlich aus dem Drama in Toulouse politisches Kapital schlagen und sackte prompt in den Umfragen deutlich ab. Heute liegt der FN nur noch an vierter Stelle nach der PS, der UMP und der Radical de Gauche von Jean-Luc Mélanchon. Er ist die eigentliche Überraschung in diesem spannenden Wahlkampf und beweist, dass man mit Hassparolen weder Menschen, noch Wahlen gewinnen kann!

Monsieur Rainer
Tuesday, April 03, 2012
AUF DER FLUCHT !

Bei jeder passenden Gelegenheit, an sogenannten Brückenwochenenden oder bei Kurzurlauben wie Fastnacht, Ostern, Pfingsten, in den Sommerferien sowieso, in den Herbstferien und zwischen Weihnachten und Neujahr macht sich der Deutsche, angewidert von den Politikern, deren Gezänk und Ränkespielchen, hohlen Phrasen und Lügen, vom Bundesacker. Diejenigen, die sich der bundesdeutschen Schickeria zugehörig fühlen, versuchen einen Flieger nach Malle zu finden, der nicht von grölenden Ballermännern vollgekotzt worden ist. In Mallorca verschwinden die Promis in ihren Fincas und Golfclubs und können endlich ungestört mit ihren Bänkern in Zürich und Zug telephonieren. Man erregt sich über die deutschen Politiker, die man daheim selber fleissig schmiert und umwedelt und die gar nicht weit entfernt in einer anderen Finca ihre dämlichen Homestorys an irgendwelche Käseblätter verkaufen. Im schlimmsten Fall basteln sie an ihren Memoiren, die dann zur alljährlichen Buchmesse über uns kommen. Die einheimischen Behörden sind auch nicht mehr so gut auf diese Deutschen zu sprechen. Immer mehr der illegal gebauten Villen müssen abgerissen werden und fallen der Spitzhacke zum Opfer.


Ein anderer Teil der frustrierten Deutschen laesst seine Wut an seinem unschuldigen Auto aus und faehrt mit Sack und Pack auf den Autobahnen gen Süden. In Karlsruhe oder Frankfurt teilt sich der Strom, der eine Teil will Richtung München, vorbei am Inntaldreieck über den Brenner nach Italien, während ein weiterer Teil der griesgrämigen Deutschen auf den Rennbahnen Richtung Basel fährt. Dabei wird zwischen Rastatt und Baden-Baden einmal so richtig ausprobiert, was die Karre hergibt. An der Grenze in Basel ist nämlich Schluss mit Formel I, ab dann gilt Tempo 130 auf den schweizerischen Autobahnen. Und die Schmierlappen, wie die Schweizer Bürger liebevoll ihre Polizisten nennen, kennen keine Gnade. Sie sind bestens ausgerüstet mit Radaranlagen und Kreditkartenlesegeräten in den Streifenwagen. Besonders in den Tunnelröhren rund um Luzern ist höllisch genau auf die Tachonadel zu achten. Vorbei am Vierwaldstättersee stellt sich langsam ein etwas ausgeglicheneres Wesen bei den bundesdeutschen Aggres-soren ein. Die Landschaft stimmt versöhnlich. Hat man erst einmal den Stau vor dem Gotthardtunnel hinter sich gebracht und überquert den sogenannten Risottograben, der mitten durch die Röhre führt und die Zentralschweiz vom Tessin trennt, dann kommen südländische Frühlingsgefühle auf. Spätestens an der Autobahnraststätte von Bellinzona sollte man noch einmal pinkeln gehen und das Salatbuffet von Mö-wenpick geniessen. Ausserdem empfiehlt es sich, den Tank voll zu füllen, da die italienischen Tankwarte wahre Meister-stücke der Abfülltechnik abliefern, wenn es darum geht, einen genormten Achziglitertank mit einhundertzehn Liter Superbenzin zu füllen.


In Chiasso stehen gelangweilte italienische Zöllner an der Grenze und würdigen den deutschen Durchschnittsspiesser keines Blickes. Nur bei jungen Reisenden mit Freundinnen im VW – Reisebus aus den sechziger Jahren, da kommen plötzlich Gestalten in blauen Overalls aus den Häuschen und schrauben die altersschwachen Karren auf der Suche nach Drogen auseinander. Hat man diese Grenze hinter sich gebracht und die unfreundlichen italienischen Beamten zur Genüge genossen, dann geht eine Hetzjagd los, wie der Mensch sie noch nicht gesehen hat. Auf italienischen Autobahnen herrscht die schiere Anarchie. Es wird gehupt, genötigt, gedrängelt, überholt, geholzt und geflucht, dass dem deutschen an Aggressionen durchaus gewöhnten Autofahrer Himmelangst wird. Rund um Mailand gilt Tempo 90. Offensichtlich meinen die Italiener, dass diese Geschwindigkeitsbegrenzung auf die Anzahl der Insassen gerechnet ist, also pro Person gilt. Und genau so fahren diese Verrückten mit ihren Alfas, Lancias und Fiats. Dabei muss man auch noch auf die umständliche Beschilderung achten, die einem den Weg nach Genua zeigen sollen, es aber nicht tut. Hat man doch das Glück, die letzte Mautstelle zu erreichen, ohne dass so ein Wahnsinniger das eigene Auto gerammt hat und ohne dass ein mürrischer Mautangestellter einem das Wechselgeld an den Kopf geschmissen hat, dann, ja dann kommt der Teil der Entspannung, den man sich im Süden erhofft hat. Die Autobahn zwischen Mailand – Süd über die Schlachtfel-der von Marengo nach Alessandria sind offensichtlich dem Formel I – Zirkus von Monza nachempfunden. Man kann es richtig knattern lassen und mal testen, was die Karre so her-gibt. Immer wenn man aber denkt, man ist am Anschlag, dann taucht wenige Zentimenter hinter der Stossstange am Heck noch ein Italiener auf, der wütend blinkend überholen will.

Hat man die Ausläufer der Seealpen und deren Regengüsse unbeschadet hinter sich gebracht, taucht plötzlich, wie aus dem Nichts, hinter einer Kurve, die ligurische Küste auf. Hurra, das Mittelmeer ist da. Die Freude weicht dem nackten Entsetzen, denn der Wahnsinn kommt jetzt erst zu seinem Höhepunkt. Man erreicht nämlich die Autostrada dei Fiori Richtung Ventimiglia. Hier scheinen sich sämtliche entlaufene Insassen aller italienischen Irrenanstalten dazu verschworen zu haben, mit irgendeinem fahrbaren Untersatz die Rennbahn Richtung Frankreich zur Achterbahn umfunktionieren zu wollen. Nach entsetzlichen 170 Kilometern der nackten Panik erreicht man die letzte Mautstelle Italiens. Man hat dabei, getrieben von völlig entfesselten italienischen Autofahrern, kaum einen Blick auf die ligurischen Küstenstädte Savona, Alassio, San Remo oder Imperia werfen können. Es hätte sich auch nicht gelohnt, da der Charme der Belle Epoque längst verfallen und zubetoniert wurde. Was man aber immer sehen konnte, waren die völlig verdreckten Trabantensiedlungen dieser Städte, die male-rischen Müllverbrennungsanlagen, verrottete Raffinerien, ausgetrocknete Flussbette, die eher an Müllhalden erinnern und verfallene Castelle, die von den ehemaligen Besitzern entnervt aufgegeben wurden. Hurra, der Autoverkehr staut sich und die Fahrer müssen zwangsläufig langsamer fahren, um nicht in die nun auftauchende Mautstelle in Ventimiglia zu krachen. Dabei werden noch schnell ein paar Spuren gewechselt, um vielleicht einige Minuten zu sparen.

Die Angestellten dieser Inkassostelle scheinen aber irgendwie französisch angehaucht zu sein, denn sie grüssen freundlich mit dem alten römischen Feldherrngruss « salve » und freuen sich offensichtlich, dass man am Leben geblieben ist und nicht von einem irrsinnigen Italiener die Felsen heruntergestossen oder an eine Tunnelwand gedrückt wurde. Auch haben einem die albanischen Gangsterbanden an den Tankstellen vor der italienischen Grenze nicht die Hälse abgeschnitten, weil man wohlweislich in Italien gar nicht angehalten hat. Man zahlt, erfreut, am Leben geblieben zu sein, und verlässt die Mautstelle Richtung Frankreich. Da stehen plötzlich zehn bis zwölf italienische Carabinieri und Beamte der Guardia di Finanza, bis an die Zähne bewaffnet mit Maschinenpistolen und bissigen deutschen Schäferhunden, vor dem Auto und reissen mit herrischen Gesten die Wagentüren auf. Man glotzt völlig verdutzt in die Mündung einer fünfzehnschüssigen 9 mm Beretta und wird harsch aufgefordert, den Kofferraum zu öffnen. Dabei beäugt einen ein halbes Dutzend Uniformierter in Reitstiefeln und roten Biesen an den Hosen, die uns an die Uniformen von Hermann Göring erinnern. Das herrische Gehabe und den martialischen Auftritt müssen diese Justizknechte aus alten Filmen über Benito Mussolini abgeschaut haben. Immerhin, auf diese Art und Weise fallen den italienischen Grenzern jährlich tausende von illegalen Albanern, gesuchte Gangster, Schleuserbanden, Diebesgut, Tonnen von Drogen und jährlich ca. 56 Millionen Euro Bares ungeklärter Herkunft in die Hände.

Natürlich finden sie bei dem deutschen Durchschnittsspiesser rein gar nichts, ausser manchmal ein bisschen Schwarzgeld, das er in Monaco parken will, denn er hat immer noch nicht begriffen, dass Monaco eine Zoll- und Währungsunion mit Frankreich hat und damit alle Konten unter der Kontrolle der Banque de France stehen. Die arbeitet hervorragend mit den deutschen Finanzbehörden zusammen. Der Deutsche ist halt ein bisschen doof, da kann man nichts machen. Auch dieses Schreckenszenario ist überstanden und man ist hoch erfreut, auf den Höhen von La Turbie das Schild « France » zu entdecken. Der erschöpfte Autofahrer sieht das Schild « Département Des Alpes Maritimes » und kann sein Glück noch gar nicht fassen, dass er jetzt in Sicherheit ist. Hier ist er Gast, hier darf er’s sein.

Links unten taucht ein Bild auf, das man ein Leben lang nicht vergisst : Cannes, die Perle der Côte d’Azur.


"Die französische Riviera liegt da und sieht aus".

(Kurt Tucholsky)


Monsieur Rainer
Tuesday, April 03, 2012
DIE PIRATEN bei 12% ?

Es ist nicht schwer, den etablierten Parteien und deren ewig gleichen Gesichtern einen gehörigen Schrecken einzujagen. Oder bemerken diese gewerbsmässigen Wichtigtuer, Lügner, Betrüger, Diebe und Schnorrer die heraufziehende Gefahr gar nicht? Der grösste Fehler der etablierten Politiker in der Käseglocke des Berliner Regierungsviertels wäre es, die Bürger nicht mehr ernst zu nehmen und zu glauben, dass sie sich alles herausnehmen können. Die Bürger Deutschlands haben ihre Politiker satt bis zur Schmerzgrenze. Es bereitet physische Schmerzen, die ewig gleichen verlogenen Sprechblasen über sich ergehen lassen zu müssen. Der Wähler würde einen Pakt mit dem Teufel schliessen, um dieses korrupte Pack aus dem Berliner Regierungsviertel zu vertreiben. Diese Stimmung hat das Internet - Prekatiat erkannt. Die Piraten haben durch ihre 24 stündige Dauerpräsenz in den Onlineforen und den sozialen Netzwerken eine Marktlücke gefunden: Den masslosen Überdruss an diesem Politikergesindel! Ein Programm ist dazu gar nicht nötig. Das bedingslose Grundeinkommen ist ein ökonomischer Schwachsinn und würde die soziale Marktwirtschaft bald in den Ruin treiben. Die Freiheit im Internet würde die Urheberrechte der ohnehin gebeutelten Autoren und Künstler ruinieren. Zu allen anderen politischen Fragen, wie der Afghanistankrieg, die Finanz- und Steuerpolitik, die Sozial- und Wirtschaftspolitik, zur Gewaltenteilung, zu einer Verfassung usw. haben diese Online-Proleten, die den Forenmitgliedern im Internet unter allen möglichen absurden Pseudonymen schon lange auf die Nerven gehen, überhaupt keine Meinung. Das ist den Wähler aber egal. Nur weg mit diesem Pack von etablierten Politikern. Die Piraten kann niemand politisch ernst nehmen, aber sie sind ein nicht zu unterschätzendes Ventil für eine alles zerstörende masslose Verdrossenheit an der bestehenden Parteiendiktatur! Wenn die Politiker diesen Sättigngsgrad der Wähler nicht bald erkennen und diesem Rechnung tragen, dann werden sie hinweggefegt werden von einer albernen Clowns - Truppe, die ihnen das fürchten lehren wird!


Monsieur Rainer
Tuesday, April 03, 2012
Juristische Kuriositäten in der Schweiz - Diskussion im Bundestag!

Dass Juristen zu fast allem fähig und nur zu wenig in der Lage sind, habe ich an anderer Stelle schon mehrfach erwähnt. Doch immer wieder schafft es diese besondere Spezies von Menschen mich zu überraschen. Eine bizarre, ja geradezu kuriose Debatte beginnt nun ausgerechnet in den Kreisen der Krone der Schöpfung zu diesem Thema: Da verlangt der ehemalige Richter und SPD - Bundestagsabgeordnete Thomas Oppermann doch tatsächlich, die drei in der Schweiz bei der Hehlerei und Wirtschaftsspionage ertappten Steuerfahnder, dass sie für die Ausführung ihrer Straftat gemäss § 259 StGB das Bundesverdienstkreuz erhalten. Dieses Rechtsstaatsverständnis eines Richters ist beachtlich. Gott sei Dank ist der Mann kein Richter mehr, sondern wurde in den Bundestag entsorgt. Der deutsche Chauvinismus treibt seltsame Blühten. Kurios wird es wenn die deutschen Strafverfolgungsbehörden an die Auswertung der illegal beschafften Disketten gehen. Laut Aussagen des Diebes alter vom deutschen Fiskus illegal angekaufter Steuer - CD's wurden zwar viele der Steuersünder strafrechtlich verfolgt, jedoch nicht alle. Einige namhafte Politiker, die auch ihre Steuer betrogen hatten und sich ebenfalls auf den Listen der Steuersünder befanden, sucht man in den Gerichtssälen dieses "Rechtsstaates" vergeblich! Und da blubbert der deutsche Bundesfinanzminister in weichem badischen Klavierlackdeutsch, dass die Schweiz eben ein Rechtsstaat sei und seine Gesetze habe, und Deutschland eben auch. Und so sei ja doch alles in bester Ordnung. Nun kenne ich den Unterschied zwischen Gott und einem Juristen: Gott glaubt nicht, dass er Jurist sei!



Rainer Kahni dit Monsieur Rainer

www.monsieurrainer.com

Monday, April 02, 2012
DIE SCHWEIZ WÄSCHT GÜNSTIGER !

Letzte Woche hat die Schweizer Bundesanwaltschaft in Bern Haftbefehle gegen deutsche Steuerfahnder erlassen, weil sie sich nach eidgenössischem Recht nachrichtendienstlicher Ermittlungen und Wirtschaftspionage schuldig gemacht haben. Die hohlen Proteste deutscher Finanzminister sind völlig fehl am Platze. Kein Land duldet es, und schon gar nicht ein Nicht – EU – Land, dass Polizisten oder Steuerfahnder auf derem Territorium strafrechtliche Ermittlungen durchführen. Dies ist schlicht illegal und verstösst gegen jedes Völkerrecht. Da gibt es nichts zu diskutieren.


Man muss anderseits die Verzweiflung deutscher Behörden verstehen, wenn sie sich sogar zu internationalen Rechtsverletzungen hinreissen lässt, um an das ihnen vermeintlich zustehende Geld seiner Bürger zu kommen. Die Deutschen erlauben sich den Luxus eines Föderalstaates, dessen Ursprünge noch auf die Kleinstaaterei vor 1871 zurückgeht. In sechzehn Bundesländern gibt es sechzehn Landesparlamente, sechzehn Regierungen, sechzehn verschiedene Bildungssysteme, sechzehn verschiedene Polizeien, Verfassungsschutzämter und Landeskriminalämter, die allesamt vorsintflutlich ausgestattet sind und nicht einmal miteinander kommunizieren können, weil es ein einheitliches Funksystem bis heute nicht gibt. Ermittlungspannen, Streitereien zwischen Landespolitikern und dann wieder gegen die Bundespolitiker sind an der Tagesordnung. Der Bund leistet sich zwei Hauptstädte, unnütze und überflüssige Ämter, die Milliarden verschlingen und ein jährliches Haushaltsdefizit von bis zu 50 Milliarden Euro verursachen. Selbst bei einem Konjunkturboom ist es dem Finanzminister nicht möglich, einen ausgeglichenen Haushalt zustande zu bringen, geschweige denn einen Cent aufzubringen, um seine Staatsverschuldung von cirka drei Billionen Euro abzubauen. Die Finanzminister haben es seit 1971 nicht mehr geschafft, mit dem Steuergeld der Bürger zu haushalten und auszukommen. Die deutsche Verwaltung lebt weit über ihre Verhältnisse. Dem deutschen Staat bleibt, da er zu grundlegenden und schmerzhaften Reformen nicht fähig ist, nur noch die Rolle des Räubers am Vermögen seiner Bürger. Es gibt fast kein Lebensbereich der Deutschen, der nicht fiscalisiert ist. Ein Monstrum von Steuerrecht mit 70.000 Rechtsvorschriften und Verordnungen hat Deutschland zum Mekka von Fiscal - Absurdistan gemacht. Die ganze Welt lacht über dieses neidische, kleingeistige Spiessertum. Nicht umsonst verlassen jährlich 180.000 Deutsche für immer ihre Heimat und suchen sich eine neue Existenz in einem anderen Land.

Dabei gibt es in Deutschland viel Geld! Es ist nur falsch verteilt! Und die zehn Prozent Unternehmer und Millionäre, die schon 60% des gesamten Steueraufkommens zu tragen haben und dafür noch mit Neid, Hass und Rachsucht verfolgt werden, suchen sich Schlupflöcher über das marode Steuersystem hinaus. Das Geld ist ein scheues Reh! In Deutschland geht es dem ehrlich erwirtschafteten Geld nicht gut. Nur Gauner, Betrüger und Investmentbänker können sich dem allgegenwärtigen Zugriff des Staates durch ihre geballte Kapitalmacht erwehren, meist sind sie noch von den Politikern geschützt, die in ihren Aufsichtsräten sitzen. Also sucht sich das Geld Anlagemöglichkeiten ausserhalb der Zugriffsmöglichkeit des deutschen Fiskus.

Grossbritannien bietet mit seinem Offshore – System ein herrliches Plätzchen an der Sonne. Das vereinigte Königreich erwirtschaftet mit seinem internationalen Finanzplatz London dreissig Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Deshalb ist es auch unmöglich, die englischen Politiker zu einer gemeinsamen Finanztransaktionssteuer zu bewegen. Sie werden einen Teufel tun und ihre Finanzindustrie verärgern. Zu recht verlangen Sie von Deutschland, die Kapitalflucht durch ein einfaches, transparentes und ehrliches Steuersystem und durch eine sparsamere Haushaltsführung zu stoppen.

Mit demselben Recht bezeichnen namhafte eidgenössische Politiker und Banker die deutschen Finanzminister als Räuber, Diebe und Hehler. Warum Hehler? Weil die deutschen Finanzministerien sogar soweit gehen, ihre eigene deutsche Rechtssprechung zu verletzen, in dem sie gestohlene Bankdaten von schweizerischen Dieben für Millionen erwirbt, auswertet, und mit diesen fragwürdig erlangten Beweisen den deutschen Steuerhinterziehern strafrechtlich bis ins Essfach nachgeht. Die Verzweiflung der Finanzminister muss unendlich sein, wenn sie in ihrem Verfolgungswahn sogar billigend in Kauf nimmt, Straftaten gegen eigenes und internationales Recht zu begehen:

" Wer eine Sache, die ein anderer gestohlen oder sonst durch eine gegen fremdes Vermögen gerichtete rechtswidrige Tat erlangt hat, ankauft oder sonst sich oder einem Dritten verschafft, sie absetzt oder absetzen hilft, um sich oder einen Dritten zu bereichern, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ ( § 259 StGB)


Diese Strafvorschrift verletzen die deutschen Finanzminister regelmässig. Sie machen sich mit dem Ankauf von gestohlenen Disketten der Hehlerei schuldig. Kein einziges Urteil, das gegen die so entdeckten Steuersünder verhängt würde, hätte vor einem internationalen oder europäischen Gerichtshof Bestand, doch die Steuersünder ziehen es vor, ihre Strafen zu akzeptieren und zu schweigen. Darauf setzen die Finanz – und Strafverfolgungsbehörden.

Neben dem vereinigten Königreich, den Niederlanden, Luxembourg und Lichtenstein mit ihren zahlreichen Offshoreplätzen ist natürlich die Schweiz für einen deutschen Steuersünder naheliegend, da man dort seine Sprache spricht und die Schweiz einen schlechten "Ruf“ zu verteidigen hat. Dabei muss man aber unterscheiden zwischen legal erworbenen Geld, das nur der Steuer entzogen wurde und dem schmutzigen Geld. Für beide Arten von Gelder ist die Schweiz ein beliebter Platz.

Prof. Jean Ziegler beschreibt seine schweizer Heimat so: "Um die Schweiz zu verstehen, muss man wissen, dass der Vielvölkerstaat Schweiz eine Illusion ist, weil die Völker nicht zusammen, sondern in gegenseitiger Ignoranz nebeneinander herleben und weil die Schweiz kein Nationalstaat im üblichen Sinne ist. Sie ist eine Abwehrgemeinschaft. Wir brauchen die Ausländer. Sie alleine bewahren die Eidgenossenschaft vor dem Zusammenbrechen. Die Schweiz ist zur Hure dieser Welt verkommen. Im zweiten Weltkrieg war sie Komplize des Dritten Reiches. Die Züricher, Basler und Berner Banken waren die Hehler und die Kreditgeber Hitlers. Die Schweiz war während des zweiten Weltkrieges die einzige verschonte Industriezone Hitlers, in der er ohne Gefahr Waffen, Munition, optische Instrumente und viele andere kriegswichtige Güter erwerben konnte. Der Waffenkonzern Bührle-Örlikon lieferte die letzten Schnellfeuerkanonen an die deutsche Wehrmacht noch im April 1945. Die schweizer Banken machten dies möglich, in dem sie das den Juden aus den Mündern gerissene Zahngold aus den Konzentrationslagern einschmolzen und in ordentliche Schweizer Franken wusch. Die Bankoberen waren von einer, in ihrer erdrückenden Mehrheit, Komplizenschaft mit Hitler. Sie waren von einer ungebremsten, bewusstseinsverwüstenden Raffgier beseelt. Für viele Wirtschaftshistoriker resultiert die heutige weltumspannende Finanzkraft der schweizer Banken aus diesem Kriegsgewinnlertum. angefangen hat diese Raffgier der schweizer Banken, wie bereits erwähnt, in der Komplizenschaft mit Hitler, in der Weigerung, die sogenannten nachrichtenlosen Vermögen der von den Nazis ermorderten Juden wieder an die Nachkommen der Opfer herauszugeben, sowie die Hehlerei und Wäscherei von Hitlers Raubgold, das in kriegswichtige Rohstoffe umgewandelt wurde. Daraus entstanden astronomische Gewinne der schweizer Banken. Gleichzeitig wiesen die Berner Behörden zehntausende jüdische Flüchtlinge an den schweizer Grenzen zurück, wohlwissend, dass sie diese Menschen damit in den Tod treiben. Überall in der Welt wird die Haltung der Verantwortlichen gegenüber Hitler und den Nazis intensiv diskutiert. Überall sind die Komplizen Hitlers an den Pranger gestellt, manchmal auch bestraft worden. Überall – nur nicht in der Schweiz. Dabei kennt der Schweizer überhaupt kein Unrechtsbewusstsein. Es ist viel schlimmer, er ist gesund an Leib und Seele, da ihm jedes Gefühl für Moral und jegliches Unrechtsbewusstsein von seinen Vätern und Grossvätern abtrainiert wurde. Diese antrainierte Raffgier haftet wie ein Ausschlag auf dem vermeintlich gesunden Volkskörper. Es ist dem Schweizer nicht bewusst und vollkommen egal, dass ein Grossteil der Gelder der asiatischen Staatsfonds aus dem goldenen Dreieck Birma, Thailand, Laos und Kambodscha kommen, das das drittgröste Opiumaufkommen der Welt nach Afghanistan-Pakistan und Lateinamerika hat. Es ist den schweizer Banken und Treuhändern vollkommen gleichgültig, dass die Familie Marcos aus der philipinnischen Staatskasse cirka sechs Milliarden Dollar abgezweigt hat und in Gold, Edelsteinen und Wertpapieren bei Zürcher Banken angelegt hat. Allein im Golddepot des Flughafens Zürich-Kloten lagern immer noch Tonnen an Goldvorräten der Familie Marcos. Es ist den schweizer Banken und den noch raffgierigeren Treuhändern egal, dass ein afrikanischer Diktator wie Mobuto von Zaïre sein Land in Armut und Elend versinken lässt, aber selbst bei schweizer Banken in Genf Guthaben von sechs Milliarden Dollar auf seinen Privatkonten hat. Dieser Betrag enspricht genau der Auslandsverschuldung von Zaïre. Es macht mich zornig, wenn ich sehe, wie naïve Gutmenschen, wie die deutsche Entwicklungshilfeministerin, jährlich hunderte von Millionen an afrikanische Diktatoren bezahlt. Das wohlgemeinte Geld für die Ärmsten der afrikanischen Bevölkerung landet auf den Privatkonten der afrikanischen Diktatoren bei Genfer Banken. Es macht mich noch zorniger, wenn ich täglich sehe, wie die italienische Mafia insbesondere die calabresische N’drangeta ihre durch Prostutition, Korruption und Rauschgifthandel erwirtschafteten Gelder über dem Vatikan nahestehende Banken, wie zum Beispiel der Banca Ambrosiana, waschen und dann völlig legal an schweizer Banken überweisen. Und nun drängen auch noch Milliarden von schmutzigem russischen und kaukasischem Geld auf den Schweizer Finanzmarkt.”

In der Zwischenzeit finden die eingesammelten und gewaschenen Schmutzgelder und die der Steuer hinterzogenen Gelder fast keine Anlagemöglichkeiten mehr. Transparancy International und die OECD haben es zusammengerechnet: Etwa 50% der weltweit operierenden 145 grössten Wirtschaftskonzerne befinden sich in den Händen dieser Geldgeber, die sich hinter Fonds aller Art verstecken. Ganze Volkswirtschaften würden zusammenbrechen, wenn diese Gelder legalisiert oder beschlagnahmt würden. Also hat niemand ernsthaftes Interesse daran, die Offshore – Plätze zu schliessen. Die Schweizer Kantonalbanken mussten letztes Jahr sogar einen Annahmestopp für Geld verfügen, da sie keine Anlagemöglichkeiten mehr fanden. Strafzinsen müssen heute ausländische Anleger bei vielen schweizer Banken zahlen, um überhaupt ihr Geld dort unterbringen zu können.

Die Offshore – Plätze dieser Welt laufen über vor so einem Ansturm an Geld!


Die Wege des schmutzigen Geldes aus Herren Ländern habe ich in meinem Politthriller DIE AUSTERNZÜCHTER VON ARCACHON nachgezeichnet.

Monsieur Rainer

Sunday, April 01, 2012
Den BRICS - Staaten gehört die Zunkunft !

Vor elf Jahren haben sich die Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika zu einer lockeren Zusammenarbeit entschlossen. Sie nannten sich nach den Anfangsbuchstaben der Mitgliedländer "BRICS“. Diese Länder waren das Hegemonialmachtstreben des Westens leid. Sie hatten es satt, dass Europa und die USA sie nur zur Ausbeutung ihrer wertvollen Ressourcen und als willige Abnehmer ihrer Produkte missbrauchte. Europa und die USA haben diesen Zusammenschluss der "Underdogs“ belächelt.

In der Zwischenzeit ist das Selbstbewusstsein der BRICS im Verhältnis zu den beeindruckenden Zahlen, die sie vorzuweisen haben, gestiegen. Immerhin stellen die BRICS Staaten heute 40% der Weltbevölkerung und reklamieren über 40% des Weltbruttosozialprodukts für sich. Aus den armen Underdogs sind riesige Volkswirtschaften entstanden. China alleine steht heute an zweiter Stelle der grössten Volkswirtschaften der Erde. Weitere Staaten drängen in diesen lockeren Verbund von aufstrebenden Schwellenländern: Indonesien, Mexiko, Türkei und Südkorea. Sie alle haben hohe Wachstumsraten und ein riesiges Potential. Brasilien ist dabei die grösste Überraschung. Es verzeichnet einen fulminanten Aufstieg.

Dagegen kämpfen die USA mit einer maroden Infrastruktur, einer gespaltenen Gesellschaft und einem overstrechten militärisch – industriellen Rüstungskomplex, der die Regierung in immer neue militärische Abenteuer treibt, um seine perversen "Waffenprodukte“ zu testen und zu distribuieren. Dieses Verhalten führte die USA an den Rande des Staatsbankrotts. Seine wenig gebildeten und bigotten Politiker produzieren die tollsten Stilblüten, wenn es um die Verteidigung ihres angeblich freiheitlichsten Land der Erde geht. Dabei ist dieses Land moralisch, finanziell und volkswirtschaftlich am Ende. Emmanuel Todd hat in seinem neuen Buch die USA mit dem Untergang des römischen Weltreiches verglichen und dies zurecht. Woran ist Rom zerfallen? An Grössenwahn und Dekadenz, an Sklaverei und massloser Selbstüberschätzung. So stellt sich heute die USA dar!

Die grossartige Idee von einem vereinigten Europa, das in Frieden, Freiheit und Freundschaft zusammenlebt, wird gerade von kleingeistigen Krämerseelen zu Grunde gerichtet. Die Länder Europas leiden an grossen Demokratie – Defiziten, den gesamten europäischen Institutionen gebricht es an einer demokratischen Legitimation. Der EURO wurde dilettantisch eingeführt, ohne vorher einheitliche Wirtschafts – Rechts – Sozial und Steuernormen einzuführen. Der nationale Egoismus nimmt bizarre Züge an. Das wirtschaftliche Ungleichgewicht in Europa wird hauptsächlich durch unlauteren Wettbewerb Deutschlands herbeigeführt. Es überschwemmt die anderen Euroländer mit zu Dumpinglöhnen produzierten Produkten und treibt damit die europäischen Volkswirtschaften in den Ruin. Die Politiker Deutschlands sind nichts weiter als Marionetten einer ausser Rand und Band geratenen Lobby – Diktatur. Dieses Europa ist zum scheitern verurteilt, es wird wieder einmal von einem chauvinistischen und egoistischen Deutschland dominiert, das selbst enorme Demokratie – Defizite hat und keinerlei Rücksicht auf die sozial Schwächeren in seiner eigenen Gesellschaft nimmt. Was früher die Armeen des III. Reiches waren, sind heute die Exportüberschüsse, die die anderen Länder Europas in die Knie zwingen.

Doch die Party ist bald aus. Der Euro wankt, die Bevölkerung schrumpft und überaltert, sie ist müde, träge und hat nur noch wenig Bürgersinn. Die Aufbruchstimmung der französischen Revolution, die ganz Europa erfasst und einen Mindeststandard an Menschenrechten garantiert hat, ist einem kleingeistigen Egomanentum gewichen, der sich nur noch nach innen kehrt. So werden die grossen Veränderungen in der globalen Welt übersehen und nicht wahrgenommen. Man ist nur noch auf sein Geld reduziert. Die Europäer entblöden sich nicht in ihrer höchsten Not, die ehemals so verachteten "Underdogs“ um Geld anzubetteln und sind völlig überrascht von deren gewachsenem Selbstbewusstsein. Die BRICS – Staaten verbitten sich in der Zwischenzeit eine Einmischung in ihre eigenen inneren Angelegenheiten und verurteilen auch einen geplanten Krieg gegen den Iran und Syrien. Sie verhindern jede UN – Resolution gegen diese Länder, da sie von deren Rohstoffen wie Gas und Öl abhängig sind, die in immer grösserem Masse zum Aufbau ihres sprudelnden Wachstums benötigt werden.

Heute tagen nun dies Staats – und Regierungs – Chefs der BRIC – Staaten in Neu - Delhi und haben beschlossen, eine eigene gemeinsame Bank als Gegengewicht zur Weltbank und Asien Developement Bank zu gründen.

Die Macht in der Welt verschiebt sich leise und von der Bevölkerung des Westens weitgehend unbemerkt.

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer