Blog 01.01.2013 - 31.03.2013

Ostermärsche!

Die einstmals berühmten Ostermärsche der Friedens - bewegten sind zu einem Armutszeugnis für die deutschen Bürger herunter gekommen. In Berlin hielten einige wackere Demonstranten mühsam ein Transparent vor dem Reichstag hoch, hatten aber kaum genügend Mitstreiter, um die Fahne zu halten. In München kamen ganze 500 Demonstranten zusammen. Immerhin waren es bei Frankfurt noch 150 Menschen, die sich für den Frieden engagierten. Deutschland ist einer der grössten Waffenexporteure der Welt und hat fast 82 Millionen Einwohner! Es ist in zahlreiche schmutzige Kriege verwickelt und die Ostermarschierer bekommen gerade mal noch ein paar Demonstranten zusammen? Tut mir herzlich leid, ich kann euch Deutschen nicht mehr ernst nehmen! Schöne Ostern!


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Sunday, March 31, 2013
Feiertag

Dass Deutschland, Österreich und Italien keine säkularen und schon gar keine laïzistischen Staaten sind, ergibt sich aus der Geschichte. Nachdem der Vatikanstaat am 20. September 1870 seine territoriale Unabhängigkeit verloren hatte, musste dieser staatsrechtliche Schwebezustand irgendwann beendet werden. Und so ergab es sich, dass in Italien der Faschist Benito Mussolini von König Vittorio Emanuele II. zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Dieser war zur Festigung seiner Macht als Duce daran interessiert, die Unterstützung des heiligen Stuhls für seine faschistische Bewegung zu erlangen. Am 11. Februar 1929 schloss das faschistische Regime Italiens mit dem Heiligen Stuhl die sogenannten Lateranverträge und beiden Parteien war geholfen. Der Vatikan duldete die faschistische Bewegung Italiens und Mussolini garantierte die völkerrechtliche Unabhängigkeit des Vatikan – Staates.

Die Interessen Adolf Hitlers gingen noch weiter. Um seine Macht zu sichern, schloss er mit dem Heiligen Stuhl, vertreten durch den Nuntius Eugenio Pacelli ( später Papst Pius XII.) im Jahre 1933 einen Konkordatsvertrag mit dem herrlichen Titel Acta Apostolica Sedis 25, veröffentlicht im Reichsgesetzblatt 389 ff, II. 679 ff. Hitler gab dem Vatinkan, was der haben wollte: Die diplomatische Anerkennung, ein eigenes Kirchenrecht, die Kirchensteuer, gesetzliche kirchliche Feiertage und die Übernahme aller Priester, Bischöfe und Kardinäle in ein Quasi – Beamtenverhältnis. Dafür musste der Vatikan zu den folgenden Verbrechen und dem Holocaust schweigen, was er auch tat. Der Heilige Stuhl hatte sich damit zum Komplizen für eine verbrecherische deutsche und italienische Politik gemacht.

Anstatt nun diese schändlichen Verträge nach dem Zusammenbruch der faschistischen Regime sofort zu kündigen, übernahmen die Republiken Deutschland, Österreich und Italien ungeschmälert diese Staatsverträge, die bis heute fortbestehen. Soweit die historischen Fakten. So erklärt sich bis heute die Macht der katholischen Kirche. Sie führt sich auf wie ein Staat im Staate, bezieht Milliarden von Steuergeldern, seine Angestellten werden besoldet wie Staatsbeamte. Sie regieren ihre Gemeinden aus fürstlichen Palästen und lassen sich ihre „gemeinnützige Barmherzigkeit“ teuer alimentieren. Es gibt keinen Staatsakt, an dem nicht einer dieser Fürst – Bischöfe anwesend ist. Die Kirche mischt sich in politische Fragen ein, wo immer es geht.

Diese Sonderrechte machen andere Religionsgemeinschaften unweigerlich gierig. Sie möchten auch so einen erhabenen Status haben und so verwundert es nicht, dass nun auch die muslimischen Glaubensgemeinschaften nach religösen Feiertagen rufen. Dabei können sie sich nicht auf Beispiele in Europa berufen. Nach der französischen Revolution im Jahre 1789 wurden die Kirchen enteignet und der Staat laifiziert. Es gibt also in Frankreich weder eine Kirchensteuer, noch kirchliche Feiertage. Einen Feiertag an Karfreitag kennt Frankreich gar nicht. Niemals würde es einem Bischof einfallen, sich zu politischen Fragen zu äussern.

Religion ist Privatsache! Jeder soll nach seiner Façon glücklich werden. Jeder darf seine Religion ausüben, aber weder der Staat, noch die Presse, noch das Fernsehen haben irgend etwas damit zu tun. Auch die Fernsehprogramme sind zu laifizieren. In einer modernen Demokratie kann es nicht sein, dass eine Kirche vorschreibt, wann welche Fernsehprogramme an ihre Feiertage angepasst werden und damit Millionen von andersgläubigen Konsumenten und Gebührenzahlern ein auf kirchliche Feiertage ausgerichtetes Programm ertragen müssen. Dies steht keiner Glaubensgemeinschaft zu! Kirchen haben arm und unabhängig zu sein und nicht hochsubventionierte Körperschaften des öffentlichen Staatsrechts, um glaubwürdig zu sein. Reiche und mächtige Kirchen sind Relikte aus der Feudalherrschaft und haben nichts in einer modernen Demokratie zu suchen!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Saturday, March 30, 2013
Schande!

Die deutsche Justiz hätte sich vielleicht anders entwickelt, wenn sich die liberalen und demokratischen Ideen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts besser durchgesetzt hätten und nicht mit dem Scheitern der Revolution von 1848 begraben worden wären. Damals versuchte man, dem demokratischen Gedanken auch im Recht zum Durchbruch zu verhelfen. Man verlangte die Herstellung der Öffentlichkeit! Das Programm der Liberalen schrieb 1821 Anselm Feuerbach in seinem Buch „Über die Öffentlichkeit und Mündlichkeit der Gerechtigkeitspflege“. Wenig ist davon erhalten blieben, lediglich im § 169 des Gerichtsverfassungsgesetzes steht zu lesen: „Die Verhandlung vor dem erkennenden Gericht einschliesslich der Verkündung der Urteile und Beschlüsse ist öffentlich.“

Aber die Juristen haben das nie richtig akzeptiert. Mit der Macht ist der Mensch gerne alleine. Juristen haben bis heute ein gestörtes Verhältnis zur Öffentlichkeit. Gerne ist man bereit, sie auszuschliessen. Rundfunk-, Film-, und Fernsehaufnahmen sind in Gerichtverhandlungen seit 1964 verboten, nachdem einige Politiker in einem Gerichtsverfahren in wenig günstigem Licht photographiert wurden. Öffentlichkeit sei gefährlich, sagen Juristen. Andere, aufgeklärte Juristen betonen den hohen Verfassungsrang der Gerichtsöffentlichkeit. Für die grosse Mehrheit der Juristen ist aber die Öffentlichkeit nur überflüssig und lästig.

Besonders dann, wenn ein Verfahren gegen mutmassliche Neo – Nazis, denen vor dem Oberlandesgericht München wegen mehrfachen Mordes, schwerer Brandstiftung und Bildung einer terroristischen Vereinigung der Prozess gemacht wird und möglicherweise unrühmliche Pannen, Schlampereien, Sicherheitslecks, Komplizenschaft der staatlichen Organe, Vertuschung, Verharmlosung und fehlende Konsequenzen aus diesem Versagen der staatlichen Organe zur Sprache kommen könnten. Die Opfer sind Türken, die zuerst von den Ermittlungsbehörden zu Tätern gemacht wurden und schändlich behandelt wurden. Das ist peinlich. Nun soll die Verhandlung möglichst im kleinen Kreise unter Anwesenheit der gehorsamen einheimischen Medien ablaufen. Türkische Journalisten finden keinen Platz im Saal.

Wir erinnern uns alle, welcher Aufwand betrieben wurde, um die Mitglieder der RAF öffentlichheitswirksam vorzufühen und zu verurteilen. Turnhallen wurden angemietet oder gar gebaut und zu Hochsicherehits – Zellen umgebaut. Keine Kosten und Mühen wurden gescheut, um dieser „linken Verbrecher“ Herr zu werden. Heerscharen von ausländischen Journalisten sollte suggeriert werden, wie der neue deutsche „Rechts“ – Staat funktioniert, wenn es um „linken“ Terrorismus ging. In München ist das anders. Die Justiz war, ist und bleibt rechts, ist auf dem rechten Auge blind und scheut die Öffentlichkeit. Schlimmer: Die Justiz beweist mit dieser jämmerlichen Vostellung, dass sie mit der Niederschlagung der Revolution im Jahre 1848 das geblieben ist, was sie immer war: Ein weisungsgebundenes Herrschaftsinstrument der Politiker!

Im Kaiserreich hatten wir eine Klassenjustiz, in der Weimarer Republik eine diese zutiefst verachtende Justiz, im III. Reich eine Verbrecherjustiz, in der Nachkriegszeit eine Wendehalsjustiz, die sich nicht schämte, ihre Roben und Fahnen zu wechseln, um wieder „Recht“ zu sprechen. Diese furchtbaren Juristen haben noch Generationen von Rechts – Referendaren mit ihrem Ungeist verdorben. Noch immer wabert der Gestank von deutsch – nationalem Gedankengut durch die Flure der Gerichte: „Der Feind steht links“. Anders können viele dieser verbohrten, obrigkeitshören und weisungsgebundenen Justisten gar nicht denken. Sie haben noch nie gelernt, dass die Justiz eine eigene, tragende Säule in einem Rechtsstaat sein muss, um überhaupt die Mindestanforderungen an eine Demokratie zu erfüllen. Sie kennen keinen eigenen Richter – Disziplinarhof, keine Selbstverwaltung, keine eigene Beurteilungspraxis, keine eigenes Besoldungs – System. Alles hängt am vorgesetzten Generalstaatsanwalt und am Justizminister, die politische Mandatsträger sind und jederzeit abgelöst werden können, wenn sie nicht im Interesse des Staats funktionen!

Das aber ist keine gute Justiz, das ist keine schlechte Justiz, das ist überhaupt keine Justiz! Mann könnte sich diese Verhandlung sparen und den Angeklagte die vorraussichtlich milden Urteile auch per E – Mail zustellen. Denn was nicht sein darf, das nicht sein kann. Es darf in Deutschland eben kein mordender und marodierender Nazi – Sumpf geben. Verirrte Jungs und Mädels werden eher als ungezogene Dummköpfe behandelt, die mal daneben gelangt haben. Der erzieherische Gedanke muss in den Vordergrund gestellt werden, so hören wir es aus allen Knopflöchern dieser weisungsgebundenen Richter – Beamten und den peinlich berührten Politikern!

Deutschland hat sich unsterblich blamiert!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Friday, March 29, 2013
Geld her!

Ob es jetzt wohl der letzte Stammtisch - Prolet begriffen hat, dass die Steuerzahler keine faulen Griechen, Italiener, Spanier, Iren oder Zyprioten mit ihrem sauer erarbeiteten Geld retten? Trotz einer nebulösen Nebelwerferaktion der gleichgeschalteten Medien muss doch klar sein, dass die Zyprioten gar kein Problem haben. Das Problem beziffert sich auf 6 Milliarden Euro, die deutsche Banken den zypriotischen Banken geliehen haben. Die bekommen das Geld der Sparer. Die Russen haben sich längst aus dem Staub gemacht! Ausserdem galt es einen lästigen Konkurrenten abzuräumen, der den Sparern 4% Zinsen zahlte, während die deutschen Banken ihre Kunden mit 0,8% abspeisen. Nach diesem Prinzip müssten eigentlich alle Offshore - Plätze unter Kuratel gestellt werden! Geht aber nicht: Weil sie Hoheitsgebiet des Vereinigten Königreiches sind. So verlogen ist die Welt!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Wednesday, March 27, 2013
Zeitenwende?

Seit weit über 50 Jahren haben die Staaten keine ausgeglichenen Haushalte mehr vorgelegt. Die Steuergesetze sind zu einem Stück aus dem Tollhaus verkommen. In dem Bestreben, es jedem recht machen zu wollen, wurde das Systm immer ungerechter. Die absurdesten Wahlgeschenke wurden unter das Volk gestreut und Milliarden verschwendet. Die GLäubiger der Staaten erhielten dadurch eine Macht, die ihnen nicht zusteht. Und nun sind wir soweit, dass von niemand gewählte Bänker die Politik bestimmen. Diese Demokratie ist am Ende! Etwas Neues muss geschaffen werden. Eine vom Volk bestimmte Verfassung, eine direkt gewählte Demokratie, Volksabstimmungen über die existenziellen Fragen des Landes! Viele Bürger fühlen das, sind jedoch durch jahrhundertlanges Obrigkeitsdenken konditioniert! Nur wenige haben die Zivil - Courage!


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières

Monday, March 25, 2013
Kein Grund zur Schadenfreude!

Steht das Flagschiff der französischen Marine, der Flugzeugträger Charles de Gaulle, wirklich zum Verkauf, wie verschiedene seriöse Medien berichten? Aus dem Verteidigungsministerium war auf Nachfrage weder ein Dementi, noch eine Bestätigung zu erhalten. Es wäre für Frankreichs Nationalstolz und die "Grande Nation" der Super - Gau, wenn dies wahr werden würde, doch der sozialistischen Regierung scheint es bitter ernst zu sein, die ausser Rand und Band geratene Staatsverschuldung auch mit radikalen Methoden in den Griff zu bekommen. Was die konservative UMP und ihr Ex - Präsident Nicolas Sarkozy gerne verschweigen ist die Tatsache, dass sie dem sozialistischen Präsidenten Hollande ein Wirtschafts - und Finanz - Desaster hinterlassen haben, das die Sozialisten nun auszubaden haben. Wenn Frankreich fällt, dann ist der Euro am Ende!


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Friday, March 22, 2013
Politische Ranküne gegen Nicolas Sarkozy?

Der abgewählte ehemalige Präsident der Republik Frankreich, Nicolas Sarkozy, wurde gestern von einem Untersuchungsrichter einem hochnotpeinlichen Verhör unterzogen. Der Vorwurf des Ermittlungsverfahrens lautet: Ausnutzung der geistigen Schwäche einer Person zum eigenen Vorteil. Hintergrund: Gegen Nicolas Sarkozy wird ermittelt, weil er von der L'Oréal Erbin Bettencourt Zahlungen zur Finanzierung seines Wahlkampfes verlangt und bekommen haben soll. Die französische Rechte vermutet einen politischen Schachzug der sozialistischen Justizministerin Taubira gegen den Ex - Präsidenten, um seine erneute Kandidatur zu verhindern. Kenner der französischen Justiz halten diesen Vorwurf für abwegig, denn gerade die französische Justiz zeigt hier einmal mehr ihre absolute Unabhängigkeit von der Politik. Es sind gerade sozialistische Politiker wie Strauss-Kahn, Fabius, Lang, Dumas usw., die von der Justiz hart verfolgt und verurteilt wurden.


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Friday, March 22, 2013
Wie lange noch?

Friedrich Schiller: "Die Grossen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören, zu kriechen!"


Wie lange noch sollen das die grossen Denker der Geschichte predigen? Wie lange noch sollen sich Intellektuelle wie Heinrich Heine und Kurt Tucholsky zu Tode grämen, weil der deutsche Michel es einfach nicht begreift? Wie lange noch sollen Autoren Bücher schreiben, um das Volk wach zu rütteln? Wie lange noch sollen sich ehrlich Bewegte abmühen, um auf den schleichenden Verfall der Gesellschaft, der so offensichtlich ist, immer und immer wieder hinzuweisen? Wie lange noch dürfen das anerzogene Untertanen - Denken und die verheerende autoritäre Erziehung der Menschen dazu führen, dass sich die politische Aristokratie über das Volk lustig macht? Seht ihr Menschen denn nicht, wie sich der internationale Finanz - Faschismus und seine Marionetten in der Politik und in den Medien schamlos auf eure Kosten bereichert? Und ihr alle tut nichts?


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Wednesday, March 20, 2013
Geld ist nie einfach nur weg, Geld ist nur woanders!

Ist es den spärlich möbelierten Köpfen der Politiker nicht begreiflich zu machen, dass Banken nicht systemrelevant sind? Lasst sie doch verrecken! Deutsche Banken haben Zypern 6 (sechs) Milliarden Euro geliehen. Es geht also nur darum, den deutschen Banken das Geld wieder zu beschaffen! Wie das erfolgt, ist den Banken vollkommen egal! Und ihre Schuldner, die deutschen Politiker, haben die Wünsche der Banken durchzuführen! Wie, ist denen auch egal! Es geht nicht um Zypern! Keine zypriotische Bank ist systemrelevant, es geht um die Wiederbeschaffung der deutschen Bankkredite mit Hilfe einer Enteignung! Das ist ein Fanal für künftige Rettungsaktionen! Nehmt Euch in acht, wer einmal kalt enteignet, der tut es auch wieder! Wer wird der nächste sein?

Neueste Tickermeldung: Das zypriotische Parlament lehnt fast geschlossen die Enteignung ab. Dann haben die deutschen Banken eben mit Zitronen gehandelt! Die Russen wird es freuen. Szenario: Zypern geht bankrott und tritt aus der EU aus! Russland zieht sich von seinen ohnehin verlorenen Stützpunkten in Syrien zurück und baut eine Militärbasis in Zypern! Damit beherrscht Russland den gesamten Mittelmeerraum und bekommt für 600 Milliarden Euro unerschlossene Gasfelder noch dazu!


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Tuesday, March 19, 2013
Der internationale Finanz - Faschismus

Die Diebe kamen am Wochenende! Offensichtlich hatten sie sehr aufmerksam die beiden Krimis von Monsieur Rainer = Commissaire Carlucci und Ken Follett = Die Ratten von Nizza, gelesen. In diesen Thrillern wird der grösste Bankraub des letzten Jahrhundert detailliert beschrieben: Albert Spaggiari hatte an einem Wochenende zusammen mit seinen Komplizen einen Tunnel durch das Abwassersystem von Nizza gegraben und die Rückwand der Banque Société Général aufgebrochen, um dann seelenruhig die Bank auszuplündern. Als am Montag die Bank den Tresor wieder öffnete, war das Geld verschwunden, die Schliessfächer geplündert und die Bankräuber über alle Berge.

Nur einen Unterschied gibt es zwischen den Spiessgesellen um Albert Spaggiari und den Finanzministern der EU: Die Gauner von Nizza haben sich nicht gegenseitig denunziert, sie hatten Klasse und hielten den Mund, wurden also auch nie erwischt. Die EU – Finanzminister benehmen sich dagegen wie ertappte Kleinkriminelle und schieben sich jetzt gegenseitig die Schuld zu. Keiner will mehr etwas mit dem Hold – up in Zypern zu tun haben. Niemand will es gewesen sein. Warum? Weil die internationale Empörung über diesen dreisten Bankraub einen Flächenbrand auszulösen droht und die Banken befürchten, dass ihr fragiles System zusammenbricht, wenn plötzlich die Sparer ihre Konten plündern. Wenn nämlich viele Sparer ihr Geld auf einmal wieder haben wollen, dann erweisen sich die Garantien der Einlagensicherungsfonds als noch wertloser, als die masslos kindischen Beteuerungen der deutschen Kanzlerin.

Die Frage ist aber, wer das SAGEN hat? Das dürfte dem letzten lethargischen Bürger langsam klar geworden sein. Wenn nur die spärlich möbelierten Hirne der Politiker endlich begreifen würden, dass man nicht jahrzehntelang mehr Geld ausgeben kann, als man dem ohnehin gestressten Steuerzahler schon abgepresst hat, dass man nicht ständig die unsinnigsten Wahlgeschenke verteilen kann, um wieder gewählt zu werden und das mit dem Geld der Steuerzahler, dass man mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns mit ander Leute Geld umzugehen hat, dann schwindet die Macht der Finanz – Industrie analog zur Verringerung des Kapitalbedarfes des Staates.

Kommt der Staat nämlich mit seinen Steuergeldern aus, nimmt er keine neuen Schulden mehr auf und zahlt im Gegenteil alle seine Schulden an seine Gläubiger zurück, dann tendiert das Erpressungspotential der Banken gegen null. Vulgo: Der Staat = die Bürger sind wieder Herr im Hause und nicht die Banken. Seit 1969 ist das umgekehrt! Seither wurde nämlich in Deutschland kein ausgeglichener Haushalt mehr abgeliefert. Die Geldverleiher rieben sich die Hände, ihre Macht wuchs mit jeder Milliarde Kredit, ihre Frechheit treibt die tollsten Blühten! In der Zwischenzeit ist einfach nur noch zukonstatieren: Nicht die vom Volk bestellten Vertreter in den Parlamenten und Regierungen entscheiden über das Wohl und Wehe der Bürger, sondern eine internationale Finanz – Oligarchie, deren Verhalten mit dem Attribut MAFIA nur noch unzureichend beschrieben werden kann. Was hier zu beobachten ist, das ist ein mafioser Faschismus, wie es ihn seit Kaiser Nero nicht mehr gegeben hat!

Dem gegenüber steht eine weitgehend paralysierte, zu Obrigkeits – treuen Untertanen erzogene, unterwürfige und mutlose Gesellschaft, die diesem Treiben der Finanz – Faschisten nichts entgegen zu setzen hat. Sie wehrt sich nicht! Sie hat es nie gelernt, sich zu wehren, sie ist spätestens am Tage der Wiedervereinigung entmündigt worden, als die Marionetten des Kapitals dem Volk die Umsetzung des Artikels 146 des Grundgesetzes verweigert hatten. Nämlich eine vom deutschen Volk selbst bestimmte Verfassung. Hätte das Volk eine Verfassung mit allen bürgerlichen Rechten, mit Volksentscheiden, mit direkter Demokratie, mit direkt gewählten Abgeordneten, Ministerpräsidenten, Kanzlern, Verfassungsrichtern und Bundespräsidenten, dann hätte es nie einen Afghanistankrieg, nie die verheerenden Hartz – Gesetze, nie eine überbordende Staatsverschuldung, nie ein Universalbankenrecht und keine unkontrollierten Hedge – Fonds in Deutschland gegeben. Die beamteten Geldverschwender von Stuttgart 21, vom Flughafen Berlin und sonst noch über sechzig Milliarden teuren Schildbürgerstreichen wären zur Rechenschaft gezogen worden.

Zitat Prof. Dr. Hans Herbert von Arnim (Verfassungsrechtler):

"Jeder Deutsche hat die Freiheit, Gesetzen zu gehorchen, denen er niemals zugestimmt hat; er darf die Erhabenheit des Grundgesetzes bewundern, dessen Geltung er nie legitimiert hat; er ist frei, Politikern zu huldigen, die kein Bürger je gewählt hat, und sie üppig zu versorgen – mit seinen Steuergeldern, über deren Verwendung er niemals befragt wurde. Insgesamt sind Staat und Politik in einem Zustand, von dem nur noch Berufsoptimisten oder Heuchler behaupten können, er sei aus dem Willen der Bürger hervorgegangen."

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Tuesday, March 19, 2013
Generalprobe in Zypern: Bankraub durch Politiker!

Jetzt ist es endlich raus! Am Beispiel Zypern wird erprobt, wie man die Euro - Krise ebenso rabiat wie elegant lösen kann. Immer wenn sich die Finanzminister irgendwo treffen und die Banken geschlossen haben, dann könnten sie zuschlagen. Die Schmutz - Gelder sind aus Zypern längst geflohen, als es die ersten Anzeichen von Unsicherheit gab. Nun trifft es also die Bürger, die die Banken retten sollen, die nur durch die Flucht des Blut - Geldes der Despoten in Schwierigkeiten kamen. Wer zahlt? Der Steuerzahler und die Sparer, denn merke: Banken sind systemrelevant, Menschen nicht! Als ob ein Hahn danach gekräht hätte, wenn in Zypern ein paar Banken verreckt wären!


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Monday, March 18, 2013
Das höchste Ziel eines Deutschen: Ein Amt! Lieber Gott, bitte ein Amt!


Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Der Mann ist glücklich, satt und zufrieden! Ist das der Sinn dieser verstopften Republik, nur einige Wenige glücklich zu machen? Ist es das höchste Bestreben eines jeden Bürgers, ein Amt zu ergattern, um sich dann selbstverliebt im Amts - Sessel zu räkeln, während 9 Millionen Deutsche sich als Billiglöhner, Aufstocker, Leiharbeiter und Hartz IV - Empfänger durchs Leben schlagen müssen, in der sicheren Gewissheit, sich im Alter an den Suppenküchen der Caritas erniedrigen zu müssen? Leute, schneidet endlich diese alten Zöpfe ab! Freie Bürger brauchen keinen Mann in einem Schloss, der ihnen einmal im Jahr Moral bläst und ihnen erklärt, wie sie zu leben haben! Der Staat ist eine Verwaltungsbehörde, alles andere ist eine göttliche Anmassung! Deutsche Bürger, werdet endlich erwachsen und schneidet der Obrigkeit die verstaubten Zöpfe aus den Zeiten der Feudalherrschaft ab!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Sunday, March 17, 2013
Zitat Prof. Dr. Hans Herbert von Arnim (Verfassungsrechtler):

"Jeder Deutsche hat die Freiheit, Gesetzen zu gehorchen, denen er niemals zugestimmt hat; er darf die Erhabenheit des Grundgesetzes bewundern, dessen Geltung er nie legitimiert hat; er ist frei, Politikern zu huldigen, die kein Bürger je gewählt hat, und sie üppig zu versorgen – mit seinen Steuergeldern, über deren Verwendung er niemals befragt wurde. Insgesamt sind Staat und Politik in einem Zustand, von dem nur noch Berufsoptimisten oder Heuchler behaupten können, er sei aus dem Willen der Bürger hervorgegangen."

Rainer Kahni genannt Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Friday, March 15, 2013
Hommage an Stéphane Hessel: Indignez - Vous!

Heute, am Donnerstag, den 7. März 2013 um 11:30 Uhr wurde zu Ehren des grossen Franzosen, Widerstandskämpfers, Diplomaten, Literaten und Humanisten eine Hommage im Ehrenhof des Invalidendomes zu Paris zelebriert. Haltet einen Moment inne und gedenkt diesem couragierten und stets optimistischen alten Herrn, der gerade der Jugend soviel Mut mit seinem Manifest INDIGNEZ - VOUS (Empört Euch) gemacht hat. Er hat die Jugend dieser Welt aufgefordert, nicht zu resignieren vor der Allmacht der Finanz - Kartelle und deren Clowns in der Politik und in den Parlamenten! Das Vermächtnis von Stéphane Hessel soll uns in Momenten der scheinbaren Ohnmacht Verpflichtung sein!


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières
Thursday, March 07, 2013
WEHRT EUCH !

Jetzt weiss ich auch endlich, warum man alles versucht hat, um mich mundtot zu machen. Zuerst fand ich keinen Verlag für mein Buch WEHRT EUCH, dann verlegte ich das Büchlein selbst und es wurde zum Bestseller! Dann wurde das Buch von den Kritikern, Journalisten und den Zeitungen geschnitten. Als es dann zum Thema in den Foren wurde und keine sachlichen Argumente gegen das Buch mehr halfen, da wurde mit Schmutz nach mir geworfen. Dabei beschreibe ich in WEHRT EUCH nur die tatsächlichen Zustände in Deutschland: Das Land hat keine vom Volk beschlossene Verfassung, das Land ist keine säkulare Demokratie, das Land hat keine unabhängige Justiz, kein wirksames Kartellrecht gegen die Medien - Konzentration, keine wirksame Banken - Aufsicht, kein einfaches Steuerrecht ohne Schlupflöcher, keine pazifistische Friedens-Politik und keine sparsame, bürgerfreundliche Verwaltung! WEHRT EUCH!


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Wednesday, March 06, 2013
Neid - Debatte zur Befriedigung des Urnen - Pöbels!

Wenn ein Staat sich in die Bezahlung von Managern einmischt, dann ist das ein weiterer Weg in die Plan - Wirtschaft. Von einer freien Marktwirtschaft kann ohnehin nicht mehr die Rede sein, wenn man die Milliarden an Subventionen an die Agrar - Industrie und ihre katastrophalen Folgen betrachtet. Auch das Kartellrecht hat jämmerlich versagt, wie man bei der Konzentration der Medien - Kartelle besichtigen kann. Ein Staat ist eine Verwaltungsbehörde, alles andere ist eine göttliche Anmassung. Er hat den Markt zu regulieren und die Rahmenbedingungen für die freie Marktwirtschaft zu schaffen! Er hat Gesetze gegen Lohndumping, gegen die Allmacht der Banken und eine funktionierende Finanzaufsicht zu schaffen. Dazu gehört auch die Abschaffung des Universal - Banken - Rechts. Dort wo Sparer Einlagen hinterlegen, haben die Banken nicht zu spekulieren und die Einlagen sind durch einen Sicherungsfond der Banken abzusichern. Wenn sie schon zocken wollen, dann bitte in ausgegliederten Investmentbanken mit Investoren, die genau wissen, worauf sie sich einlassen und dass es vom Staat keine Einlagensicherung geben wird, falls sich die Bank verzockt! Aber eine Einmischung in die Gehaltsgestaltung der Manager - Gehälter ist nur eine lächerliche Neid - Debatte, die dem Wahlkmapf und dem Urnenpöbel geschuldet ist! Sie löst kein einziges Problem!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Monday, March 04, 2013
In memoriam Stéphane Hessel

Der grosse, aufrechte alte Mann der französischen Résistance wurde den Deutschen leider erst sehr spät bekannt durch seinen aufrüttelnden Bestseller EMPÖRT EUCH (Indignez vous!) Die Deutschen haben sein Buch mit grosser Leidenschaft gelesen, diskutiert und Stéphane Hessel für seine mutigen Worte verehrt. Vielleicht ist es zu früh und auch nicht die Zeit, heute zu hinterfragen, was die Menschen für Konsequenzen aus seinem Manifest gezogen haben! Ich befürchte: KEINE!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Wednesday, February 27, 2013
Forza Italia? Lieber nicht! Aber was sollen die Italiener dann wählen?

Diese Heuchler! Berlusconi war einst der Liebling der deutschen CDU! Ungern lassen sich CDU-Politiker daran erinnern, wie sie den Italiener einst förderten, dessen populistische Finanz- und Wirtschaftspolitik sie inzwischen fürchten. Auf Betreiben Helmut Kohls wurde Berlusconis „Forza Italia“ in die EVP aufgenommen, in der Zeit Gerhard Schröders und Tony Blairs war sie eine der wenigen konservativen Regierungsparteien. Im italienischen Wahlkampf 2001 nahm Schäuble den Italiener in der Debatte um dessen Medienmacht in Schutz: "Auch die deutsche SPD besitze schließlich Zeitungen", sagte er. So ändert sich die Politik, heute fürchtet sich ganz Europa vor Berlusconi. Er ist ein Clown, Beppe Grillo ist ein Clown, Prof. Monti ist ein farbloser Technokrat mit guten Verbindungen zu Goldmann Sachs und Barsani? Keine Ahnung. Niemand weiss, welche seine Versprechungen er wirklich einlösen will. Italien steht am Abgrund? Dummes Zeug! Italien ist nicht mit Griechenland vergleichbar, denn es ist die drittgrösste Wirtschaftsmacht der EU und Gründungsmitglied von Europa. Wer heute auf die Italiener herunterspuckt, sollte vor seiner eigenen Türe kehren. Deutsche Grossmanssucht und deutscher Chauvinismus stossen überall sauer auf!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von reporters sans frontières


Sunday, February 24, 2013
Rugby England ./. Frankreich: Schach!

Frankreich verlor sein drittes Spiel in Folge im Turnier der sechs Nationen. England gewann 23 : 13 ! In der ersten Halbzeit spielte die XV de France mit einem umsichtigen Morgan Parra als Ideengeber. Wesley Fonfana ging mit einem sehenswerten Essay in die Rugby - Geschichte ein. Aber in der zweiten Halbzeit liess die Konzentration nach, die Fehlpässe häuften sich, der eingewechselte Michalak schoss mehrmals in den Rasen des Stadion von Twickenham. Die Konfusion war perfekt, das gute und so wichtige Spiel war verloren! England hat verdient gewonnen, Frankreich hat ein veritables Problem!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor


Sunday, February 24, 2013
Rugby Italien ./. Wales

Im Moment spielt die Rugby - National - Mannschaft von Italien gegen Wales! Die walisischen Kuchenfresser haben die Oberhand! (LOL) Mal sehen, wie die zweite Halbzeit aussieht! Die Musikkapelle hat beim abspielen der Nationalhymnen ein Trauerspiel hingelegt: Die Waliser kamen bei "Land of our fathers" aus dem Takt! Die Italiener sangen "Fratelli d'Italia" alleine, weil die Kapelle dem Gesang der Tifosi nicht folgen konnte! Was für ein Desaster! Es regnet wie aus Kübeln in Rom! Ein Heidenspass, mehr nicht! Spannend wird es um 18:00 Uhr, wenn die Franzosen gegen die Engländer in Twickenham antreten müssen. Für Frankreich geht es um alles oder nichts!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Saturday, February 23, 2013
Allez les gars!

Für die Franzosen kommt es heute um 18 Uhr knüppeldick. Die Equipe der XV de France konnte bisher im Turnier der sechs Nationen keinen Blumentopf gewinnen. Fünf Spiele ohne Sieg! Gegen Italien und Wales schmachvoll verloren! Und nun der grosse Hammer gegen England! Es wird ein Schicksalsspiel. Endlich hat sich der Trainer getraut, den Star Michalak gegen den erstklassigen Spielführer Morgan Parra auszutauschen. Der Mann behält den Überblick und dirigiert seine Mannschaft souverän, wogegen Michalak ein Einzelkämpfer ist. In Frankreich ruht heute der Strassenverkehr! Ganz Frankreich sitzt am Fernsehgerät, wenn die Rugby - Nationalmannschaft in das Stadion von Twiggenham einläuft! Allez les bleus! Bon courage!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor


Saturday, February 23, 2013
Insider füchten: Nur keinen Italiener als Papst!

Der Schleier des Rücktritts des Papstes lichtet sich! Josef Ratzinger scheint von den Intrigen innerhalb der Kurie und den schmutzigen Machenschaften um die Vatikanbank angeekelt zu sein. Seine Anordnungen bezüglich einer seriösen Finanzaufsicht über die Bank des Vatikans wurden von einflussreichen Kardinälen konterkariert! Der schlimmste Widersacher des Papstes scheint der Ministerpräsident des Vatikanstaates, Kardinalstaatsekretär Bertone zu sein, gegen den sich der Papst offensichtlich nicht mehr durchsetzen konnte. Josef Ratzinger ist ein alter, zutiefst verzweifelter Mann, der sich angewidert von den weltlichen Skandalen in seinen Glauben zurückzieht! Respekt!


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Friday, February 22, 2013
Ein bisschen Krieg ist wie ein bisschen schwanger!

Charles de Gaulle war ein in jeder Hinsicht grosser Mann. Er war der einzige französische Militär, der es nicht hinnehmen wollte, dass Frankreich von den Deutschen besetzt wurde. Er rief zum Widerstand auf und marschierte schliesslich auch gegen den Willen der Alliierten im August 1944 in Paris ein. Er war es aber auch, der Deutschland die Hand zur Versöhnung reichte. Darauf basieren die Elyséeverträge! Den Indochina – Krieg trug er noch mit, obwohl er diese Art von Politik für ausgemachten Blödsinn hielt. Spätestens in Algerien verabschiedete er Frankreich in einer abrupten Kehrtwende von seiner jämmerlichen Kolonialisierung: „Je vous y compris!“. Das wäre ihm in Petit Clamart fast zum Verhängnis geworden, als 111 Kugeln der OAS sein Auto trafen.

Doch er verfolgte seinen einmal gefassten Entschluss, die französischen Kolonien in die Unabhängigkeit zu entlassen, unnachgiebig. Wie dieser Prozess allerdings durchgeführt wurde, ist auch heute noch eine nationale Tragödie, unter der Frankreich bis heute leidet! Um die Rohstoffe Westafrikas, wie Uran, Bauxit, Gold und seltene Erden auch nach der Unabhängigkeit zu sichern, gründeten die Franzosen die Konzerne Elf – Aquitaine, Petrol de France etc. Deren Direktoren wurden bis in die jüngste Zeit aus dem französischen Militärgeheimdienst DGSE rekrutiert!

Anstelle der französischen Präfekten traten in Frankreich ausgebildete afrikanische Pharaonen, die mit teilweise eiserner Hand eine demokratische Scheinselbstständigkeit und Unabhängigkeit von Frankreich demonstrierten. Diese Potentaten wurden durch die Kaderschmieden der französischen Eliten getrieben und bestens darauf vorbereitet, die Rohstoffinteressen Frankreichs in ihren Heimatländern zu sichern. Tanzte einmal einer dieser Clown aus der Reihe und flirtete mit anderen Abnehmern, so wurden „Wahlen angezettelt“, die von französischen Truppen „überwacht“ wurden. Jüngst geschehen, als der Präsident der Côte d’Ivoire Gbagbo durch den Frankreich – treuen Vasallen Quattara „ersetzt“ wurde.

Diese leidvolle Tradition ist in Frankreich zum Ritual geworden und stört im ernst niemand mehr! Man hat sich an die tollsten Kapriolen der französisch – afrikanischen Despoten gewöhnt! Was wir aber heute in ehemaligen französisch – West – Afrika erleben, ist die Auflösung ganzer Staaten. Anarchie, Chaos, Bürgerkrieg, Kriminalität, Banditismus und Elend herrschen! Das ist das Ergebnis einer überstürtzen De – Kolonialisierung ohne Plan und ohne Vorbereitung. Über eine Generation hinweg funktionierte das alte Spiel der Scheinselbstständigkeit noch. Mit abnehmendem Interesse Frankreichs sind jedoch die Despoten – Regime obsolet geworden. Das hohle demokratische Gerüst bricht zusammen und hinterlässt ein Machtvakuum, in das alle möglichen Interessengruppen stossen. Vorherrschend sind es nicht religöse Fanatiker, sondern kriminelle Banden unter dem Mäntelchen von religösem Fundamentalismus! Dass dies nur Vorwände sind, erkennt man leicht an den kriminellen Aktionen der sogenannten „Islamisten“.
Es ist die Frage, ob Frankreich es zulassen kann, dass ganz West – Afrika ins Chaos stürzt und eine Brutstätte für Terror, Banditentum und ein Rückzugsgebiet von al – Qaida wird. Nein! Westafrika liegt vor der Haustüre Frankreichs ist nicht so weit entfernt wie viele Menschen denken. Die Banditen haben neben dem Rauschgifthandel einen lohnenden Geschäftszweck entdeckt: Den Manschenhandel. Und der trifft alle europäischen Staaten. Es ist also nicht alleine ein Anliegen Frankreichs, die west – afrikanischen Staaten zu stabilisieren, sondern ein lebensnotweniger Selbsterhaltungswille, der alle Europäer angeht!

Die Deutschen sind aus ihrer Geschichte heraus ein zutiefst pazifistisch gesinntes Volk geworden und das ehrt sie. Umso unverständlicher ist die deutsche Aussenpolitik: In allen Herren Länder werden deutsche Soldaten gegen den erklärten Willen der deutschen Bevölkerung entsendet und nehmen an Kampfhandlungen teil. Seit der Gründung der Bundeswehr in Andernach sind jährlich Milliarden in die Aufrüstung investiert worden, um was zu erreichen? Um im Konzert der Grossmächte mitspielen zu können? Lächerlich! Von fast 250.000 Soldaten und cirka 90.000 Zivilbeamten, die diese Soldaten logistisch versorgen, sind es gerad einmal 10.000 Soldaten, die man zu Kampfeinsätzen in Heer, Marine und Luftwaffe entsenden kann. Und der Rest? Gammelt in den Kasernen vor sich hin! Dabei verzettelt sich die deutsche Bundeswehr dermassen, dass sie kaum in der Lage ist, seinem engsten Bündnispartner Frankreich in Mali zur Seite zu springen. Die Entsendung von ein paar altersschwachen Transall, ein paar Ärzten und einigen Ausbildern ist eine Quantité négigable und vernachlässigbar! Frankreichs Verteidigungsminister Jean – Yves Le Drian hat seine Verbitterung so zusammengefasst: „Wir Franzosen sind alleine!“

Was folgt daraus für Deutschland? Entweder eine richtige professionelle Krisen - Interventionsarmee als Berufsheer oder die Bundeswehr ganz abschaffen und durch eine Nationalgarde für den Katastrophenschutz ersetzen. Aber so wird Deutschlands Aussenpolitik zur Witznummer!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Friday, February 22, 2013
Warum geht das in Deutschland?


Warum gibt es 9 Millionen Billiglöhner und Leiharbeiter?
Warum gibt es Hartz IV?
Warum gibt es Altersarmut in einem der reichsten Länder der Erde?
Warum gibt es Kinderarmut in einem der reichsten Länder der Erde?
Warum müssen Beamte nicht in die Rentenkassen einbezahlen?
Warum müssen Selbstständige nicht in die Sozialsysteme einbezahlen?
Warum werden jährlich cirka 60 Milliarden € Steuergelder verschwendet?
Warum gibt es immer noch 2 Regierungssitze?
Warum werden Steuergelder für 16 Bundesländer verschwendet?
Warum werden Milliarden € für Agrarsubventionen verschwendet?
Warum gibt es 70.000 Steuergesetze und Ausnahmebestimmungen im Steuerrecht?
Warum sind Banken systemrelevant?
Warum wird die Zuständigkeit für Geldwäsche an die Standesbeamten delegiert?
Warum werden in Hessen Steuerfahnder entlassen?
Warum sitzen Menschen unschuldig in der Psychiatrie?
Warum gibt es keine weisungsunabhängige Justiz?
Warum gibt es keine Selbstverwaltung der Justiz?
Warum dürfen die Justizminister Weisungen an Staatsanwälte erteilen?
Warum werden Kanzler und Bundespräsident nicht vom Volk gewählt?
Warum werden Ministerpräsidenten nicht vom Volk gewählt?
Warum werden die Präsidenten der Bundesbehörden nicht vom Volk gewählt?
Warum gibt es keine Verfassung?
Warum gibt es keine Volksentscheide in existenziellen Fragen?
Warum werden die Verfassungsrichter nicht vom Volk gewählt?
Warum werden die meisten Abgeordneten nicht vom Volk gewählt?
Warum werden Medienkartelle geduldet?
Warum werden gebührenpflichtige Staatssender geduldet?
Warum besteht der Konkordatsvertrag von 1933 mit dem Vatikan heute noch?
Warum werden die Missbrauchsfälle in der Kirche nicht strafrechtlich verfolgt?
Warum wird immer noch Kirchensteuer erhoben?
Warum ist die Kirche immer noch ein Staat im Staate?
Warum gibt es keine Trennung von Staat und Kirche?
Warum wird die Bundeswehr in internationale Kampfeinsätze entsendet?
Warum werden Waffen hergestellt und exportiert?


Weil es das deutsche Volk zulässt!


Was die Freiheit ist bei den Germanen,
die bleibt meistens schwer inkognito.
Manche sind die ewigen Untertanen,
möchten gern und können bloß nicht so.
Denn schon hundert Jahr
trifft dich immerdar
ein geduldiger Schafsblick durch die Brillen.
Doof ist doof.
Da helfen keine Pillen!

Theobald Tiger
(Kurt Tucholsky)

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Thursday, February 21, 2013
Hört auf mit dem Multi - Kulti - Wahn!

Helmut Schmidt ist ein überaus kluger Mann! Er hat sich als einer der wenigen ernst zu nehmenden Staatsmänner der alten Schule nicht dem alles zerstörenden Diktat der political correctness unterworfen! Wenn man die Geduld eines Volkes überstrapaziert, dann wird am Ende Ausländerhass und rechtes Gedankengut entstehen! Wer sich eingliedern will und die Gesetze des Gastgebers respektiert, der ist immer willkommen! Wir müssen ehrlich zu den Flüchtlingen, aber auch gastfreundlich sein und immer dort helfen, wo Hilfe dringend erforderlich ist!


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Jorunalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Wednesday, February 20, 2013
Das deutsche Arbeitsrecht ist am Ende! Die Gewerkschaften haben versagt!

Die Polemik gegen Amazon ist pure Heuchelei! Sie soll nur davon ablenken, dass Amazon nur eine unter vielen Unternehmen ist, die das marode deutsche Sozial - und Arbeits - Recht schamlos für seine Zwecke missbraucht. Stellt man diesen Missbrauch an den Pranger, dann ist Empörung wohlfeil. Dieses System der Billiglöhner und Leiharbeiter ist nur möglich, weil es der deutsche Sofa - Demokrat duldet! "Man kann ja eh nichts ändern", jammert der Michel. WEHRT EUCH!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Thursday, February 14, 2013
Mariage pour tous - gagné!

BRAVO Mme Christiane Taubira! Es hat einige Kämpfe gegeben und hunderttausende von Franzosen auf die Strassen getrieben, aber heute hat sich die französische Justizministerin in der Nationalversammlung mit ihrem Gesetz "Mariage pur tous" durchgesetzt. Mit 329 JA - Stimmen gegen 299 NEIN - Stimmen wurde das Gesetz zur Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Ehen verabschiedet. Damit wurde auch das Adoptionsrecht und das Erbschaftsrecht für Schwule - und Lesben - Ehen angeglichen! Ein wichtiges Wahlkampfversprechen der Sozialisten wurde erfüllt. Weitere Baustellen in der Wirtschafts - und Fiscalpolitik warten!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Tuesday, February 12, 2013
Ist der Papst katholisch?

Die Entscheidung des Papstes verdient Respekt und zeigt, dass Benedikt XVI. eben nicht nur der dogmatische konservative Theologe, sondern auch durchaus in der Lage ist, avantgardistische Wege zu gehen, um den Heiligen Stuhl funktionstüchtig zu lassen. Nur zu gut ist ihm wohl in schmerzlicher Erinnerung, wie krank sein Vorgänger im Amt wurde. Josef Ratzinger sieht offensichtlich erheblichen Handlungsbedarf in der Kurie und auch in der Beantwortung immer drängender werdenden Fragen der Katholiken in aller Welt.

RainerKahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Tuesday, February 12, 2013
Peinlich!

Frau Prof. Dr. hc. mult. Annette Schavan ist zurückgetreten. Das ist nichts als eine logische Konsequenz aus einem Fehlverhalten, das über dreissig Jahre zurück liegt und sagt nichts über den Mensch Annette Schavan und ihre Arbeit aus. Ihre menschlich angenehme und anständige Art ist eine Seltenheit in der Politik. Um so mehr überrascht die peinliche Zelebrierung ihres Abschiedes. Die Frau ist tief verletzt, das war zu besichtigen. Sie ist einer Eigenschaft erlegen, die vielen Menschen zu eigen ist: Wir alle möchten mehr scheinen als sein und reden oft mehr daher, als wir unter Eid verantworten können. Dies ist ein Erscheinung unserer Zeit. Was bei der Abschieds - Gala mit der Kanzlerin auffällig war ist die Aufzählung ihrer Prioritäten: "Staat, Partei und ICH". Da scheint etwas schief zu laufen in dieser verstopften Republik, denn der Bürger kommt in diesen Prioritäten nicht mehr vor. Wir besichtigen das anmassende Verhalten der deutschen Aristokratie, wie sie weihevoller in einer "repräsentativen Demokratie" kaum mehr daher kommen darf, will man sich nicht dem Verdacht aussetzen, dem Volk überhaupt keine Rechenschaft mehr schuldig zu sein. Und das ist der eigentliche Skandal dieser Oligarchie.


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Sunday, February 10, 2013
Bei facebook darf man alles?

Das zumindest glauben manche User und unterliegen damit einem kapitalen Rechtsirrtum. Beleidigung, Üble Nachrede, Verleumdung, Nötigung, Verstoss gegen die Vertraulichkeit des Wortes, oder gar Betrug werden in Deutschland gemäss §§ 164, 185, 186, 187, 201, 240, 241, 263 ff StGB mit Geld oder Freiheitsstrafe geahndet. In Frankreich wurden Schüler sogar heute vom Gymnasium verwiesen, weil sie beleidigende Äusserungen in facebook über andere Schüler veröffentlicht hatten. Auch deutsche Gerichte fällen bereits erste Aufsehen erregende Urteile gegen Stalker und sogenannte Internet - Trolls! Facebook ist eben kein rechtsfreier Raum, in dem alles erlaubt ist! Herr Staatsanwalt, übernehmen Sie!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Friday, February 08, 2013
Arbeitslose in den Puff?

Eine Meldung geht durch die Welt! Ein deutsches Arbeitsamt soll einer Frau einen Job in einem Puff angeboten haben. "Können Zahlen lügen?", schrieb ich kürzlich in einer Kolumne und prangerte die verlogenen Statistiken an, wonach Deutschland angeblich nur ca. 3 Mio Arbeitslose haben soll. Jetzt ist auch klar, wie man zu solchen Mond - Statisken kommt: Leiharbeit, Billiglohn, Psychiatrie und schliesslich das Bordell. Nichts ist zu absurd, zu menschenverachtend, zu niederträchtig, um das Märchen vom Jobwunder Deutschland's zu verbreiten. Und da streiten sich die Wähler noch, wen sie denn wählen sollen? Wer hat die Hartz - Gesetze gemacht und wer hat sie fortentwickelt? Alles die gleiche Mischpoke. WEHRT EUCH!


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières
Thursday, February 07, 2013
WEHRT EUCH !

Es ist immer wieder rührend, zu sehen und zu lesen, mit welchem Engagement und Zeitaufwand sich die Menschen über ihre Regierung aufregen. Tag und Nacht sitzen sie am Computer und lassen ihren Frust an ihrer Tastatur aus. Die Politiker lachen sich wund über Euch! Wenn ihr wirklich etwas verändern wollt, dann müsst ihr zu hunderttausenden auf die Strassen und von eurem grundgesetzlich garantierten Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch machen! Überall auf der Welt lehnen sich die Menschen unter grossen Risiken gegen das Unrecht auf! Doch was riskieren die deutschen Sofa-Demokraten?

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Sunday, February 03, 2013
Mariage pour tous: ça y est!


Die französische Nationalversammlung hat mit 249 JA - Stimmen gegen 97 NEIN - Stimmen das Gesetz "Mariage pour tous" angenommen. Wenn der Sénat und der Verfassungsrat zustimmen, kann Präsident Hollande das Gesetz in Kraft setzen. Damit wird die Eheschliessung zwischen Schwulen und Lesben gesetzlich erlaubt, das Recht auf Adoption von Kindern geregelt, sowie die steuerliche Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Ehen erreicht. Eines der Wahlversprechen der Sozialisten ist damit erfüllt! Es hatte im Vorfeld erbitterte Demonstrationen von bis zu 400.000 Bürgern, insbesondere der Kirchen und der Rechten, gegen das Gesetz gegeben.

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Sunday, February 03, 2013
Deutschlands "Aristokratie" reizt die Wut - Bürger!

Es ist Deutschlands sogenannte Aristokratie, die sich zu einem Staat im Staate vereinigt hat zu Lasten einer wahren Demokratie. Dieser Kaste gehören die Industrie, die Banken, die Medien, die Politiker und die von ihnen ernannten Richter, Staatsanwälte und Präsidenten der Behörden an. Wahlen sind eher Bestätigungen der bestehenden Kaste und haben nicht den Zweck, irgend etwas zu verändern. Diese ganze Schmierenkomödie trägt den Titel: "Repräsentative Demokratie!" Warum das geht? Weil die deutschen Bürger es zulassen!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Saturday, February 02, 2013
Frieden für Syrien!

Niemand weiss mehr in Syrien, wer auf wen, wann und warum schiesst! Diejenigen, die sich im Besitz der reinen Wahrheit wähnen, wissen in Wirklichkeit nur das, was in den Medien steht. Jeder Krieg beginnt mit einer Lüge und endet meist mit einer noch grösseren Lüge, um den verlogenen Kriegsgrund zu vertuschen.

Am Anfang stand wohl die verbitterte Mehrheit der Bevölkerung, die von der alawitischen Minderheit unterdrückt wurde. Was danach kam, waren nur noch Lügen und die Ansprüche von mehr oder weniger vesteckten Hegemonialinteressen. Darum kann es aber heute nicht mehr gehen angesichts des unendlichen Leides, das über dieses Land und seine Menschen hereingebrochen wurde. 750.000 Menschen sind geflohen und leben in elenden Lagern. Das Land ist zerstört!

Schluss mit den Spielchen zu Lasten der Menschen! Nur noch ein Weg kann zur Befriedung führen:

1. Das Land muss unter UNO - Aufsicht gestellt werden!

2. UN - Friedenstruppen übernehmen vorrübergehend die Kontrolle über das zerstörte Land!

3. Assad muss das Land verlassen!

4. Alle ausländischen bewaffneten Kämpfer haben die Waffen abzugeben und das Land zu verlassen!

5. Es gibt eine internationale Geberkonferenz, die Aufbauhilfe leistet!

6. Allgemeine,freie und geheime Wahlen für eine Verfassungs - gebende Versammlung unter Aufsicht der UNO werden abgehalten!

7. Die Verfassung wird dem Volk zur Abstimmung vorgelegt!

8. Es folgen freie und geheime Wahlen für ein Parlament!

9. Bei allen Demokratie - Bestrebungen in Syrien muss die internationale Gemeinschaft die Kontrolle ausüben, um ähnliche Fälschungen und Verwerfungen wie in Ägypten zu vermeiden!

10. Syrien wird wieder ein souveränes Staatsgebilde!


Wann lernt die Staatengemeinschaft endlich aus ihren ewig gleichen Fehlern?

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Friday, February 01, 2013
Der Pharao zu Besuch in Berlin!

Heute wird der Judas der Ägypter Mursi mit allen militärischen Ehren in Berlin empfangen! Was er von der Regierung Merkel will? GELD, viel GELD, um weiter auf das ägyptische Volk schiessen zu können, um weiter mit Wahlfälschungen, Lug, Betrug, Raub, Mord, Totschlag, Folter und Menschenrechtsverletzungen herrschen zu können! Und er wird dieses Geld bekommen, da gehe ich jede Wette ein! Auch der Blut - Despot Hosni Mubarak war gerne gesehener Gast in Deutschland! Es geht um Macht, Geld, Waffenlieferungen und Einfluss! Da kommen Menschenrechte nicht vor! Mehr ist da nicht!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières

Wednesday, January 30, 2013
Egalité! Liberté! Fraternité!

Die französische Regierung will gegen alle Widerstände der Konservativen und der Kirchen endlich auch in Frankreich die gleichgeschlechtliche Ehe im Gesetz verankern! Was sogar in den USA teilweise erlaubt ist, stösst hier in Frankreich auf massiven Widerstand. Alleine in Paris haben 400.000 Menschen gegen dieses liberale Recht demonstriert. Neben diesen Zahlen nehmen sich die 125.000 Demonstranten, die für das Recht der Ehe zwischen Homosexuellen und Lesben eingetreten sind, für französische Verhältnisse bescheiden aus. Der aufgeklärte und liberale Teil der Bevölkerung hofft inständig, dass die Sozialisten standhaft bleiben!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von reporters sans frontières


Monday, January 28, 2013
Ne pas déranger...................!

Stört mich nicht, denn ich erhole mich gerade etwas von der Dummheit der Menschen und das braucht seine Zeit! Was in der letzten Zeit an Niedertracht auf uns Männer herunter geprasselt ist, das bedarf einer gründlichen Regeneration. Insbesondere geht uns Männern das verlogene Pseudo - Souffragetten - Gewäsch der krankhaften Verfechter von political correctness auf den Sack! Macht man den Frauen Komplimente, lädt man sie in die besten Restaurants, Bars und Hotels ein, dann danken sie es mit heimlich gemachten Fotos, die sie dann zur Erpressung missbrauchen. Oder sie bezichtigen uns des Sexismus! Männer, tretet in den STREIK und WEHRT EUCH!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Sunday, January 27, 2013
Sexismus

Seit Tagen rauscht es durch den Blätterwald und über alle Online – Kanäle: Der Fraktionsvorsitzende der FDP im deutschen Bundestag Rainer Brüderle soll seinen ganzen Altherrencharme an einer Hotelbar ausgespielt haben. Dummerweise war die in weinseliger Stimmung mit Komplimenten konfrontierte Dame eine Journalistin des Magazins STERN. Die Dame fühlte sich angemacht und bastelte daraus eine Story. Seither ist aus der unbekannten Journalistin Laura Himmelreich eine Persönlichkeit geworden, der das halbe Mitleid der Nation gehört. Was ist geschehen?

Rainer Brüderle ist bekannt für seine Freude an Humor, Wein und Gesang. Er ist ein pfälzischer Bonvivant. Seine ansteckende Fröhlichkeit lugt aus jedem Knopfloch hervor, seine Lust am Spott ist ungebremst. Also einer der wenigen deutschen Politiker, der richtig Freude am Leben hat und dies auch gerne zeigt. Er ist einem guten Glas selten abgeneigt. Mit seinen weinseligen politischen Aussagen ist er bereits ins Sudelbuch der moralinsauren Germanisten dieser verstopften Republik aufgenommen worden, als er sich mit schwerer Zunge zu Opel und „Schenerell Motors“ äusserte.

Logisch geht so ein Mann nach vollbrachtem Tagwerk gerne abends ein Glas in einer Hotelbar trinken. Er sieht ein hübsches Mädchen, mustert sie mit Kennerblick und macht ihr Komplimente. Mehr war da nicht und wird auch nicht behauptet. Nun könnte man zur Tagesordnung übergehen, wenn diese Journalistin diese kurze Begegnung an einer Hotelbar nicht zum Aufhänger für eine Story über den „ frauenfeindlichen Lüstling“ aufgeblasen hätte. Sie interpretierte in diese lächerliche Anmache eines alternden Herrn, der eben auch noch gerne einmal ein hübsches Mädchen sieht, feuchte Altherren – Träume hinein und zeigte sich entrüstet über soviel frauenfeindlichen Sexismus. Rainer Brüderle hat nun den Schaden und Laura Himmelreich den Nutzen, denn sie hat eine Titelstory verkauft und ist jetzt wer im STERN. Alle Emanzen sind ihr sofort zur Seite gesprungen, na klar!

Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Männer mit Macht oder wenigstens einem über den Durchschnitt hinausragenden Bekanntheitsgrad sind in erster Linie MÄNNER mit allen Eitelkeiten, Vorlieben und Schwächen, wie sie nun einmal Männern zu eigen sind. Bei Frauen in Führungspositionen wird das wohl vermutlich nicht anders sein. Dass Bekanntheit, Macht oder Geld erotisierend wirken ist kein Geheimnis. Der Mann kann aussehen wie ein Eimer, wenn er aber bekannt ist, Macht oder Geld hat, dann umschwirren ihn oft die Frauen wie die Motten das Licht. Warum sass die Journalistin „rein zufällig“ neben Brüderle in der Hotelbar? Wollte sie sich sonnen im Glanze eines bekannten Politikers? Hatte sie es auf eine Story abgesehen? Wir wissen es nicht! Rainer Brüderle hat der Dame nichts getan, hat sie nicht angefasst und auch nicht unsittlich belästigt. Dass er ihre Figur reizend fand und sie sich auch in einem Dirndl vorstellen könnte ist wohl nur bei böswilliger Auslegung als besonders „schlüpfrig“ zu bewerten.

Wer sich aber über einen älteren Herrn künstlich aufregen muss, weil er in weinseliger Stimmung an einer Hotel – Bar ein paar Komplimente an seine Tischnachbarin verteilt, der sollte nicht unbeachtet lassen, dass auch Frauen ausgesprochen sexistisch sein können im Umgang mit Männern. Besonders dann, wenn ihre biologische Uhr laut und deutlich tickt und die klimakterischen Schübe zu neurotischen Ausschlägen im Verhalten führen. Sie suchen sich ein Opfer, interpretieren alles Mögliche in den Angebeteten hinein und sind dann wahnsinnig „enttäuscht“, wenn der so Auserwälte nicht aufs Wort gehorcht. Dann werden diese Zielojekte mit einem unbändigen, alles zerstörenden Hass verfolgt. Es werden Geschichten konstruiert, um ihn „fertig zu machen“. Das ist das Lieblingswort von verschmähten Geliebten, die immer alle Männer „fertig machen wollen“. Dabei schrecken sie oft vor keinem Mittel zurück und überschreiten nicht selten die Grenzen zum Strafrecht. Bis sie ihr Opfer vermeintlich erledigt haben und sich dem nächsten Mann ihrer absehbar erlahmenden Begierde zuwenden. Das ist Sexismus!


Niemand mag sich in dieser Debatte um angeblichen Sexismus mit der Arbeit von Rainer Brüderle oder anderen bekannten Persönlichkeiten auseinander setzen. Er geht nur darum, einen Mann „fertig zu machen“. Habt ihr keine anderen Argumente? Nein, sie haben keine!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Friday, January 25, 2013
Dummheit: Die Geisel der Menschheit!

Wenn Albert Einstein recht hätte, dann wäre es still in Facebook! Hier gibt es zwar Belesene, Intelligente, Besorgte, Intellektuelle und auch viele liebenswerte Menschen, aber wir haben es auch täglich mit Neid, Missgunst und schierem, alles zerstörenden Hass von Internet - Trolls zu tun. Doch merke: Neid und Missgunst muss man sich verdienen, Mitleid gibt es am Bahnhof. Erst wenn Du gehasst wirst, hast Du eine eigene Meinung, einen Charakter, ein Rückgrat, das Dich aus dem Einerlei des politisch korrekten Meinungsbreis herausragen lässt!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Thursday, January 24, 2013
Der "Urnenpöbel": Dumm und frech!

Leo Tolstoi war ein überaus kluger Mann. Er durchschaute schon sehr früh die politischen Systeme, genau wie Heinrich Heine, Christoph Georg Lichtenberg, Friedrich Schiller, Kurt Tucholsky und viele andere grosse Intellektuelle. Sie sind meist an dieser Erkenntnis zu Grunde gegangen, denn das Volk hat sie im Stich gelassen in ihrem Kampf um Gerechtigkeit und Wahrheit. Denn die Mehrheit des Volkes ist erstens dumm und zweitens frech. Dumm, wenn sie diese Politiker wählen und frech, wenn sie dann auch noch erwarten, dass diese von ihnen gewählten Politiker auch noch ihre Wahlversprechen einlösen sollen. Dich die scheren sich einen Dreck um ihren "Urnenpöbel!"

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Thursday, January 24, 2013
Exodus der Intellektuellen!

Warum akzeptieren es so viele Deutsche einfach, dass grosse Intellektuelle schon seit Generationen an ihrem wunderschönen Land verzweifeln und entweder den Weg ins Exil gewählt haben oder in ihrer Heimat zu Grunde gegangen sind? Woran liegt es nur, dass sich in vielen Ländern dieser Welt die Menschen mit allen Mitteln und teilweise unter grossen Risiken für ihr Leib und Leben gegen himmelschreiendes Unrecht der Mächtigen öffentlich zur Wehr setzen und es bei keiner existenziellen Entscheidung in Deutschland einen Sturm der Entrüstung gibt? So manch mutiger Demonstrant hat in Deutschland schon verzweifelt aufgegeben, weil es einfach an SOLIDARITÄT mangelt! Dies wissen die Mächtigen sehr genau!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Wednesday, January 23, 2013
Kammerfestspiele: 50 Jahre Elyséevertrag!

Man kann es sich getrost ersparen, die historischen Umstände noch einmal in vollem Umfang nach zu zeichnen, die am 22. Januar 1963 zum Vertrag über die deutsch – französische Freundschaft geführt haben. Wer das nicht weiss, dem ist ohnehin nicht zu helfen. Die Medien in Deutschland und Frankreich informieren die Interessierten in Artikeln und Filmen ausreichend. Sie werden ihrem Auftrag gerecht. Weniger kann man nicht sagen. Was von zwei grossen Staatsmännern wie Charles de Gaulle und Konrad Adenauer als Vermächtnis gedacht war, um dem mörderischen Hass auf den Erbfeinden ein für allemal zu beenden, der Millionen von Menschen nur Tod, Blut, Leid und Tränen gebracht hat, das muss allerdings am fünfzigsten Jahrestag auf den Prüfstand.

Die Idee zu diesem historisch einmaligen Vertrag erwuchs nicht etwa aus plötzlich erwachter Liebe zum verhassten Feind, sondern der Einsicht zweier Männer, die ihre Lektion aus der Geschichte gelernt hatten. Nur vier Jahre Altersunterschied trennten Adenauer und de Gaulle. Sie wuchsen beide in einem Elternhaus auf, das sehr nachdenlich über die Proklamation des deutschen Kaisers im Spiegelsaal von Versailles diskutierte. Aus dieser Demütigung der Franzosen durch Bismarck konnte nichts Gutes entstehen. „Die Menschen verzeihen Niederlagen, aber keine Demütigungen“, sagt einst der Literaturpreisträger Sir Winston Churchill. Dass beim Krieg gegen Frankreich in den Jahren 1870 – 1871 auch noch der französische Kaiser Napoléon III. in deutsche Gefangenschaft geriet, machte die Sache nicht besser.

Was danach kam war das Zeitalter des Hasses auf die Deutschen und der zunehmende Chauvinismus des deutschen Kaisers. Es kam, wie es kommen musste: Im Jahre 1914 brach sich der aufgestaute Hass auf beiden Seiten Bahn und entlud sich in einem grauenhaften Gemetzel. Charles de Gaulle war Absolvent der Militäracademy von Saint – Cyr und durchlebte als Hauptmann dieses traumatisierende Blutvergiessen. Deutschland verlor diesen Krieg, der Kaiser desertierte nach Holland, die Generäle schoben die Niederlage den Politikern in die Schuhe und machten sich vom blutigen Acker. In Frankreich machte sich Siegestaumel breit. Es war kein Raum für Nachdenklichkeit. Clemenceau wollte Rache und sinnte auf eine totale Vernichtung der deutschen Überlebensfähigkeit. So kam es zum unseligen Vertrag von Versailles, der keine Ergebnis von Verhandlungen, sondern ein Diktat war, das Deutschland bis ins Mark demütigte. Schon John Maynard Keynes warnte die Sieger vor einem erwachenden deutschen Faschismus, wenn dem Unterlegenen keine wirtschaftliche Basis zum Überleben und ein letzter Rest an Stolz gewährt würde. Doch der Revanchismus der Franzosen kannte keine Grenzen. Als sie dann auch noch das Ruhrgebiet besetzten, um ausstehende deutsche Reparationszahlungen zwangsweise einzutreiben, da war das Mass der Demütigung durch die Sieger voll. Der deutsche Hass kannte keine Grenzen, als sie mitansehen mussten, wie die Industrieanlagen demontiert wurden.

Charles de Gaulle wurde nun Regimentskommandeur und kämpfe in weiser Vorraussicht für die Aufstellung einer französischen beweglichen Panzereinheit. Der Maginotlinie traute er keinen Augenblick. Der Colonel wurde zu seiner Beruhigung als Staatsekretär ins französische Verteidigungsministerium berufen, wo er das erwartete Unglück kommen sah. Die Franzosen haben für diese neue Art der beweglichen Kriegsführung durch bewegliche schnelle Panzerverbände kein Wort in ihrer Sprache gefunden und so nennen sie es bis heute „Le Blitzkrieg“. Im Jahre 1940 besiegte die deutschen Armee Frankreich in nur kurzer Zeit und machte über eine Million Gefangene. Der Held von Verdun Marchall Pétain schloss einen Waffenstillstand und wurde Präsident einer von Deutschland abhängigen provisorischen Regierung mit Sitz in Vichy. Die Demütigen nahmen ihren Lauf. Die Deutschen verschleppten unter tatkräftiger Mithilfe von französischen Milizen und der Gendarmerie Nationale 70.000 französiche Juden und ermordeten sie. Der Antisemitismus war auch in Frankreich gross. Widerstand gegen die deutsche Besatzung formierte sich erst, als der nach London geflüchtete General de Gaulle die Franzosen in einer historischen Rede über BBC London zum Kampf gegen die deutschen Besatzer aufrief.

Es ist heute noch ein grosser Feiertag in Frankreich und ein Tag der nationalen Freude, wenn der Befreiung und dem damit verbundenen Marsch von General de Gaulle die Champs Elysées hinunter gedacht wird. Franzosen halten bei nationalen Festen keine getragene Trauerreden vor erlauchtem Publikum, es ist ein Fest des Volkes. General de Gaulle wurde mit einigen Winkelzügen und einem unbändigen Willen zur Macht Präsident der Franzosen. Ihm war nach den leidvollen Erfahrungen klar, dass dieser Hass zwischen zwei grossen Kultur - Nationen beendet werden musste. Er suchte und fand einen Deutschen, der genau so dachte wie er.

Konrad Adenauer war im III. Reich Oberbürgermeister von Köln, der vor den Nazis zu einem Schulfreund in das Kloster Maria Lach in der Eifel geflüchtet war. Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wurde er verhaftet, überstand aber die Gestapo – Haft unbeschadet. Er wurde der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Adenauer suchte und fand das Gespräch mit Charles de Gaulle und wurde als einer der ganz wenigen Staatsmänner seiner Zeit auf dessen Landsitz eingeladen. Die beiden Männer verstanden sich auf Anhieb. Nach einem harten Kampf im deutschen Bundestag setzte er gegen den Widerstand in allen Parteien die Ratifizierung des deutsch – französischen Freundschaftsvertrages durch. Dieser sieht enge Konsultationen, regelmässige Treffen und den Austausch von Schülern zwischen beiden Ländern vor. Er dümpelte nach der Ära Adenauer und de Gaulle vor sich hin und wurde dann wieder durch den Präsidenten Valéry Giscard d’Estaing und dem deutschen Bundeskanzler Helmut Schmidt zu neuem Leben erweckt. Auch Jacques Chirac und Gerard Schröder konnten ganz gut miteinander. Präsident Sarkozy und die deutsche Bundeskanzlerin Merkel konnten sich auf ihre engen Abstimmungen verlassen, was Merkel zu einem dramatischen handwerklichen Fehler verleitete. Sie ergriff in den französischen Wahlkampf ein und nahm offen für Nicolas Sarkozy Partei. Prompt wurde der amtierende Präsident abgewählt, der Sozialist François Hollande wurde neuer französicher Staatschef. Der versucht nun, den gehörigen Abstand wieder herzustellen und macht gute Miene zum Spiel.

Die Menschen auf beiden Seiten des Rheins haben sich weitgehend an das friedliche Bild der deutsch – französischen Freundschaft gewöhnt. Deutsche machen Urlaub beim Nachbarn, geniessen dessen Lebensart und interessieren sich für die französische Kultur. Franzosen leben in unausrottbarer Bewunderung für die Deutschen. Von Hass keine Spur mehr. Misstöne und Rückfälle in alte Chauvinismen gibt es auf beiden Seiten, sind aber eine quantité négligable. Frankreich hat Deutschland zum Vorbild genommen, Deutsche erfreuen sich der Lebensart der Franzosen. Die deutsch – französische Freundschaft ist ein zu hohes historisches Gut, als es den Politikern zu überlassen. Die zelebrierten Festspiele zu diesem Anlass finden weitgehend vor erlauchtem Publikum im Saale statt. Das ist falsch! Die Menschen müssen auf die Strassen und gemeinsam diesen historischen Sieg der Vernunft feiern!

Vive l’Allemagne ! Vive la France !

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Monday, January 21, 2013
Da lacht die Welt!

Es ist immer wieder überraschend, wie man doppelte Moral publikumswirksam zelebrieren kann. Während in Deutschland die Verantwortung im Kampf gegen Geldwäsche qua Gesetz an die hofflungslos überforderten Standesbeamten delegiert wird, schickt Schäuble Fahnder nach Zypern, um zu dokumentieren, was jedes Kind weiss: Zypern ist die beliebteste Geldwaschanlage für russisches und kaukasisches Schmutz - Geld! Eine unglaubliche Volksverdummung! Während in Frankreich kein Notar und keine Bank mehr als 100 Euro in bar entgegennimmt, also der Zahlungsverkehr weitgehend bargeldlos abgewickelt wird, ist Deutschland zum Paradies für Geldwäscher und zum idealem Rückzugsgebiet für die Mafia geworden!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von reporters sans frontières


Sunday, January 20, 2013
Allah - u - akbar ?

Es waren eben nicht gläubige Moslems, die Geiseln genommen und ein blutiges Massaker angezettelt haben in den Gasfeldern Algeriens. Hüten wir uns davor, hier von "Islamisten" zu sprechen. Die Religion hat mit dem Banditentum in Nord - und Westafrika nichts zu tun. Es sind gedungene Mörder und Räuber, die sich schon in Libyen als Söldner Gahadafis verdingt und furchtbare Verbrechen begangen haben. Sie rufen Allah - u - akbar und meinen doch nur Geld oder Leben! Nun versuchen diese Banden, ganze Staaten in ihre Gewalt zu bekommen, doch Deutschland verteidigt seine Sicherheit lieber am Hindukusch! Man ist fassungslos ob der katastophalen deutschen Aussen- und Bündnis - Politik!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Sunday, January 20, 2013
Deutschland schrumpft!

Das Handelsblatt berichtet: "Insgesamt verlassen jährlich 150.000 Deutsche für immer ihr Land und kehren nie mehr zurück." Warum? Dieses Thema ist ein Tabu, weil die Ursachen für diesen Exodus eine schallende Ohrfeige für das Land wäre. Deutschland schafft sich ab! Man ist entsetzt, wie hasserfüllt, neidisch, respektlos und böse die Menschen teilweise miteinander umgehen!

Ein Sprichwort sagt: "Man hüte sich vor Sturm und Wind und Deutsche, die im Ausland sind!"

Hier in Frankreich funktioniert das nicht, deshalb leben auch so wenig Deutsche hier. Und das ist gut so! Und diejenigen, die sich hier niedergelassen haben, wollen als Deutsche nicht mehr erkannt werden!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Sunday, January 20, 2013
Islamisten?

Ganz West – Afrika droht in einem Meer von Gewalt, Mord, Totschlag, Blut, Leid und Tränen zu versinken. Ganze Staaten stehen am Abgrund. Der Staat Benin löst sich gerade auf. Mali stand kurz vor der Eroberung durch Rebellen und drohte zu einem Gottesstaat nach Massgaben der Terrorzelle al – Qaïda zu werden. Die ehemaligen Kolonialmächte Frankreich und Belgien sind nicht ganz unschuldig an dieser verheerenden Entwicklung. Sie haben diese Länder jahrhundertelang besetzt und die Bodenschätze geplündert. Bis heute werden den Ländern Afrikas keine Weltmarktpreise für ihre Waren bezahlt.

Aus schierer Not haben die Besatzer diese Staaten ihre Kolonialstaaten in die Unabhängigkeit entlassen, ohne ihnen eine belastbare staatliche Ordnung zu geben. Zur Sicherung der Ressourcen wurden willfährige Marionetten eingesetzt, die sich bald als korrupte Pharaonen in ihren Ländern gebärdeten. Menschenrechtsverletzungen, Nepotismus und Kleptomanentum sind bis heute an der Tagesordnung. In dieses Vakuum stossen immer mehr interessierte Profiteure. Sie hängen den Koran in ihre Vitrine und ziehen mordend und raubend durch die Weiten Westafrikas. Ihre „Aktivitäten“ kennen keine Grenzen, denn diese Grenzen wurden willkürlich quer durch Stammesgebiete gezogen und sind auch nicht staatlich zu garantieren. Alleine Mali hat eine 7.250 Kilometer lange Grenze mit seinen Nachbarn und besteht zu 2/3 aus endlosen, dünn besiedelten Wüsten, auch die Sahelzone genannt. Die Anführer dieser Räuberbanden Mokhtar Belmokhtar und Abd al – Rahman al – Nigri, der gerade ein algerisches Gasfeld überfallen und viele Arbeiter ermordet hat, sind keine Gotteskrieger und keine religiösen Heilsbringer sondern Gangster. Deshalb ist die Bezeichnung „Islamisten“ auch pure Blasphemie. Folglich handelt es sich bei dem Militäreinsatz in Mali nicht um einen Kampf gegen den Islam, sondern um die Wiederherstellung der staatlichen Ordnung eines souveränen Staates.

Die Räuberbanden zieren ihre Pick – up mit der grünen Fahne des Islam und verheissen den oft wenig Gebildeten die Erleuchtung und das ewige Leben. Wenn diese „Ungläubigen“ sich nicht den Steinzeit – Gesetzen der Scharia beugen werden sie gandenlos verfolgt, getötet oder vergewaltigt. Was das mit Religion zu tun hat erschliesst sich niemand. Der Sprecher der „Relations internationales du Congrès mondial Amazigh“, die weltweit die Rechte der Berber, zu denen auch die Tuareg gehören, vertritt und verteidigt, spricht es aus: „La charia est la mort du peuple touareg!“ (Die Scharia ist der Tod des Volkes der Tuareg!) Belkacem Lounès kritisiert auch die französische Regierung, die dem Treiben dieser islamistisch geprägten Räuberbande viel zu lange tatenlos zugesehen und es billigend in Kauf genommen hat, dass Mali fast in deren Hände gefallen ist. Erst als die Hauptstadt Bamako kurz vor dem Fall stand, griffen die Franzosen militärisch ein.

Der französische Staatspräsident hatte allen Grund, sich vor einem solchen Krieg zu fürchten. François Hollande wollte sich um die marode französische Innenpolitik kümmern, das Schulsystem erneuern, den Staatshaushalt sanieren und die darnieder liegende Wirtschaft ankurbeln. Auf gar keinen Fall wollte er sich in einen kräftezehrenden Krieg in den unendlichen Weiten der Sahelzone hineinziehen lassen. Schon gar nicht wollte er sich als Verteidiger französischer Rohstoffinteressen oder als Vorkämpfer gegen eine Religion denunzieren lassen, denn genau das gibt den Dauer - Theoretikern Raum für die ewig selben Phrasen von der Verschwörung des Westens gegen den Islam.

Es geht nicht um den Islam, es geht nicht um Uran, es geht um die Frage, ob Frankreich vor seiner Haustüre einen terroristischen Gottesstaat dulden kann oder nicht. Das haben die Franzosen längst verstanden, denn Frankreich ist ein multikulturelles aber laizistisches buntes Vielvölkergemisch. Die Drohungen der sogenannten „Islamisten“ gegen das französische Kernland wurden immer konkreter. Die Untersuchungsrichter von Paris befürchten eine Wiederholung der blutigen Bombenanschläge von 1962 und 1981. Ganz Frankreich befindet sich Alamzustand. Militär patroulliert an den Flughäfen.

Von seinen Verbündeten wird Frankreich jämmerlich im Stich gelassen, gerade so als ginge es sie nichts an, wenn Staaten wie der Tschad, Benin, Algerien, Niger, Mauretanien oder Mali in die Hände von Terroristen fällt. Der deutsche Parlamentspräsident Lammert spricht es aus: Er kann sich nicht vorstellen, dass "irgendjemand das für den deutschen Beitrag" im Kampf gegen die islamistischen Rebellen hält.“ Quelle: SPIEGELONLINE.

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Saturday, January 19, 2013
Journalisten in Syrien getötet!

Vergangenen Donnerstag war wieder ein schwarzer Tag für das Recht auf freie Meinungsäusserung gemäss Artikel 19der UN – Menschenrechtserklärung. Wie Reporters sans frontières und der Elyséepalast in Paris bestätigen ist der belgische Journalist und Kriegsberichterstatter Yves Debay in Aleppo/Syrien ermordet worden. Er wurde im Jahre 1954 im damaligen Belgisch – Congo geboren und durchlief eine militärische Ausbildung, wie viele Reporter, die aus Kriegsgebieten berichten. Ebenfalls wurde Mohammed Hourani, ein bekannter Reporter von Al – Jazeera in Deraa im Süden Syriens durch Scharfschützen getötet.

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Saturday, January 19, 2013
Die Sprache der Trottel!

Die political correctness legt sich wie ein chronischer Ausschlag über das Land. Deren wahnhafte Verfechter betätigen sich als Meinungs - und Gesinnungs - Terroristen. Sie schreiben den Menschen vor, wie sie zu denken, zu reden und zu leben haben. Das grösste Verbrechen begehen sie aber an der wunderschönen deutschen Sprache, die sie mit monströsen Wort - Ungetümen verunstalten. Um die krankhaften Kämpfer für political correctness ad absurdum zu führen, äffe ich sie gerne nach und schreibe oft: Liebe Deutsche und Deutschinnen!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières
Saturday, January 19, 2013
Der Denunziant

In Paris sollte man sich vor der sogenannten Concierge in acht nehmen. Es ist allgemein bekannt, dass die liebe alte Dame, die da neben der Haupteingangstüre zu einem Appartement – Haus wohnt, für die allgemeinen Aufgaben eines Hausmeisters zuständig ist. Die Concierge ist immer für die Mieter da, sie ist stets ansprechbar, man kann seine täglichen Sorgen bei ihr abladen, sie nimmt auch stets die Post und die Einschreiben für die Mieter an und erspart ihren Schützlingen damit die lästige Lauferei zur Post. Auf Wunsch nimmt sie auch Nachrichten für die Mieter entgegen und was ganz wichtig ist, sie verwahrt auch immer einen Zweitschlüssel zur Wohnung des Mieters, falls der ihn mal im Büro vergessen hat. Diese kleine aber effiziente Machtposition verführt schwächere Charaktere immer wieder, dem vorbei schlendernden Revierpolizisten so allerlei Internas, Histörchen und Legenden über ihre Mieter zu erzählen. Die Concierge ist daher eine unentberliche Informationsquelle der französischen Polizei.

Während der Besetzung Frankreichs durch die Deutschen profitierte so mancher Polizist, Gendarm und auch die Gestapo, die Sipo, der SD und die Spionageabwehr der Wehrmacht von diesen Spitzeldiensten der Concierges. Mancher französische Jude wäre nicht verhaftet und in das Déportationslager nach Drancy im Département Seine-Saint-Denis verbracht worden, wenn seine Concierge ihr geschwätziges Mundwerk gehalten hätte. Siebzigtausend Franzosen jüdischen Glaubens wurden so in die Vernichtungslager nach Auschwitz déportiert. Wahrlich, die französischen Concierges haben sich nicht immer mit Ruhm bekleckert!

Auch die Deutschen haben leidvolle Erfahrungen mit Denunzianten gemacht. Im Kaiserreich waren es oft die spiessigsten Untertanengeister, die wegen jedem Dreck zur Polizei rannten, um sich entweder wichtig zu tun, oder ganz einfach einen unliebsamen Zeitgenossen wegen einer angeblichen Straftat zu denunzieren. Dieser Geist des Untertanen setzte sich im deutschen Volkskörper unauslöschlich fort und trieb seine Blüten in Nazi – Deutschland. Das ging teilweise sogar so weit, dass manche Kinder ihre eigenen Eltern bei der Gestapo verrieten, wenn die eine kritische oder abfällige Bemerkung über das Nazi –Regime machten. Schon das Abhören von Feindsendern wie BBC London konnte von Nachbarn oder den eigenen Kindern dazu benutzt werden, die Menschen in die Konzentrationslager zu bringen.

Auf die Spitze trieb es ein Landgerichtsrat am Konstanzer Landgericht, der einen Richterkollegen bei der Gestapo denunzierte, weil dieser angeblich nicht “linientreu” sei und sich “kritisch über die NS – Blutjustiz” geäussert habe. Es war schlicht gelogen. Der wahre Grund war, der Herr Landgerichtsrat wollte an die schöne Wohnung mit Seeanstoss kommen, die nach der Verhaftung des Kollegen frei wurde. Auf jeden Fall wurde dieser Herr Landgerichtsrat nicht mehr in den Justizdienst des Landes Baden übernommen, was höchst selten vorkam. Sogar der Beisitzer von Roland Freislers Volksgerichtshof wurden nach dem Krieg Präsident des Landgerichts Ravensburg.

Quelle: Reese- Urteil des Bundesgerichtshofes

Über den Namen des Konstanzer Landgerichtsrates, der ein übler Denunziant war, legen wir lieber den Mantel der Barmherzigkeit, da sein Sohn eine herausragende Rolle im Nachkriegsdeutschland spielte und später ein tragisches Ende erleiden musste.

Das Denunziantentum hatte auch nach der Gründung der sogenannten DDR Hochkonjunktur. Die Gauck - Birthler – Behörde verwaltet den Denunzianten – Nachlass des Ministeriums für Staatssicherheit. Hunderttausende Bürger der DDR wurden freiwillig und oft auch unfreiwillig sogenannte IM (Informelle Mitarbeiter) der STASI. Nur zwei herausragende Beispiele unerträglichen Denunziantentums sollen hier angeführt werden. Ibrahim Böhme war massgeblich in der Dissidentenszene tätig, verriet aber gleichzeitig fast alle seine Freunde an die Staatssicherheit. Die seltene Charakterleistung eines Mannes, der seine Doppelrolle bis zu seinem Tode bestritt, obwohl es tausende von Tonbändern und Protokolle von ihm gibt, in denen er intime Details über seine Freunde an die Stasi verriet. Er galt bei General Mielke als TOP – Spitzel. Heinrich Fink war Theologe und Rektor der Berliner Humboldt Universität. Auch er galt als IM des Ministeriums für Staatssicherheit. Er verriet zahlreiche kritische Studenten an die STASI.

Quellen: Berliner Zeitung, Birthler-Behörde

Auch in der Bundesrepublik Deutschland scheint das Spitzelwesen nicht gänzlich ausgerottet zu sein, wie man sehr leicht auf Wikileaks von Julian Assange nachlesen kann. Besonders die amerikanische Botschaft hat ihre Informanten in höchsten Regierungs – und Partei - Kreisen. Keine Petitesse ist dumm und unwichtig genug, um nicht in den Berichten der US – Botschafter an das State Departement Erwähnung zu finden.

Quelle: Wikileaks

Eine neue Form des Denunziantentums scheint sich in Deutschland breit zu machen. Es gibt in manchen Internet – Foren von oft sehr angesehenen grossen Tageszeitungen sogenannte Agent provocateure, die man leicht erkennt. Sie treten in der Regel, es gibt auch zahlreiche Ausnahmen von dieser Regel, unter irgendeinem Phantasienamen auf, geben keinerlei Hinweise auf ihr Herkunft, auf ihre Nationalität oder auf ihre Vita an. Sie vermeiden oft auch jeden eigenen Beitrag oder Blog, um sie nicht identifizieren zu können. Sie haben aber zu jedem Beitrag eines Bloggers oder Foristen igendetwas Gescheites oder gar Gehässiges beizutragen. Manchesmal gehen diese Individuen sogar soweit, anderen Foristen vorschreiben zu wollen, ob sie in einem Forum verweilen dürfen oder nicht. Auch diese Form des Denunziantentums kommt, sehr selten, aber doch gelegentlich schon mal vor.

Sie sind genau so verachtenswert, wie jene französische Concierges, die ihre jüdischen Mieter an die Gestapo verraten haben, genauso niederträchtig wie Nachbarn, die das Abhören von Feindsendern an die Nazis verrieten, genau so erbärmlich wie die IM des Ministeriums für Staatssicherheit, die ihre besten Freunde und ihre Studenten an die Stasi verrieten. Sie sind nichts als miese Denunzianten mit erheblichen Charakterschwächen. Sie haben in meinen Augen die niedrigste Stufe des Menschseins erreicht!

"Der grösste Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant!"

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

"Es lebt sich wieder ungeniert in unserem Land, als Denunziant!"

(Petra Hanse, Bürgerstimme)

Rainer Kahni


Saturday, January 19, 2013
Ni haine ni violence et sans arme!

Nach einem schweren und ereignisreichen Leben in der Kindheit, in der Jugend, in den Schulen, in der Berufsausbildung und dann im jahrelangen harten Konkurrenzkampf des Alltags meldete sich mein Körper und präsentierte mir die Rechnung für den Stress, den ich ihm 60 Jahre lang zugemutet hatte. Alle Warnungen meines ungeliebten Körpers hatte ich in den Wind geschlagen. Ich hatte geraucht, gesoffen, und mich einen Dreck um diesen immer wieder rebellierenden Corpus geschert. Geld, Erfolg und Anerkennung, das war mein einziges Ziel.

Dann war Schluss! Ich konnte nicht mehr. Ich verlor die Kontrolle! Ich unterlag Fehleinschätzungen von Sachverhalten und angeblichen Freunden. Als ich völlig wehrlos auf der Intensivstation einer Universitätsklinik lag, sahen meine „Freunde und Kollegen“ die Zeit gekommen. Sie fassten sich ein Herz und hatten die Hoffnung, es mir endlich heimzahlen zu können. Solange ich im Vollbesitz meiner Kräfte war, hatten diese „Freunde“ die Hosen gestrichen voll. Sie haben jahrelang gut von meiner Arbeit gelebt, doch sie wollten mehr: Mein Haus, mein Auto, meine Mandate und meine existenzielle Vernichtung. Gut, sie bekamen alles. „Meinetwegen“, dachte ich, beantragte meine Invalidenrente und zog mich aus diesem mörderischen Hamsterrad des Berufes zurück. Ich hing nicht daran und sah diese menschliche und finanzielle Niederlage als Chance, mein Leben radikal zu ändern.

Schon meinem alten Studiendirektor am Gymnasium war aufgefallen, dass ich Verständnis für geschichtliche Zusammenhänge hatte und gute Aufsätze schreiben konnte. Mir war langweilig, ich war krank, musste mein bisher lasterhaftes Leben vollkommen umstellen, schränkte meine furchtbaren Gewohnheiten ein und ..... bekam Depressionen. Ein klassischer Burn out! Der Doc verschrieb mir Psychopharmaka. Als meine Frau das sah, warf sie diesen ganzen Mist ins Clo und kaufte mir ein Labtop. „Schreib alles auf, was dir einfällt“, fauchte sie mich an, „aber geh mir nicht auf die Nerven!“

Und ich schrieb. Bald war mein erstes Buch fertig: Staatsstreich von oben. Ich war vollkommen ahnungslos, wie man ein Buch vermarktet, also klapperte ich die Verlage ab und kassierte nur Absagen. Sie hielten mich für meschugge, so etwas zu schreiben oder sie hatten die Hosen voll vor meiner Sprachgewalt. Ich fiel einem sogenannten „Literaturagenten“ in die Finger, der mir versprach mich „ganz gross raus zu bringen“, denn mein Buch sei eine Sensation. Ich war geschmeichelt und….. zahlte. Danach? Nichts! Also erschien das Buch bei einer Druckerei und wird heute als Rarität nur noch in Antiquariaten gehandelt. Ein Honorar bekam ich dafür natürlich nicht. „Wurscht“, sagte ich mir und schrieb weiter. Ich schrieb hunderte von Beiträge und Leserbriefe in SPIEGELONLINE, im FREITAG in der ZEIT, im CICERO und in der FAZ. Gleichzeitig schrieb ich ein Buch nach dem anderen:



Die Nizza Connection
Luise Kautt: Blutfreitag
Wehrt Euch !
Die Totengräber der Demokratie
Commissaire Carlucci: Der Pate von Nizza
Commissaire Carlucci: Terror in Paris
Commissaire Carlucci: TOSCA
Commissaire Carlucci: Der Austernzüchter von Arcachon
Commissaire Carlucci: Der Sizilianer
Commissaire Carlucci: Die Richterin von Nizza
Mord im Elyséepalast
Der Winkeladvokat
Commissaire Carlucci


Meine Bücher zeichnen sich allesamt durch eine pedantische Liebe zum Detail, zu den Schauplätzen der Handlung und durch akriebische Recherchen aus. Da wird nicht einfach darauf los fabuliert, da werden reale Skandale aus dem wirklichen Leben aufgearbeitet und in Romanfiguren gegossen. Man kann meine Bücher auch als kulinarischer Reiseführer verwenden, denn in all den Kneipen habe ich schon gegessen und gesoffen. Einen Verlag haben diese Bücher nie gefunden. Die arbeitslosen Deutschlehrer, die sich da als lektorierende Stellvertretern Christi auf Erden aufspielen, konnten mit meinem Schreibstiel nichts anfangen. Auch WEHRT EUCH wollte kein Verlag….und wurde ein Bestseller! Und prompt fiel ich wieder auf einen sogenannten Literaturagenten herein, der mir Rotz um die Backe schmierte und mich auch wieder „ganz gross raus bringen wollte“. Ich alter Depp war wieder geschmeichelt und….zahlte wieder. Sie ahnen es. Das Buch fand natürlich auch keinen Verlag, also bringe ich es wieder selbst auf den Markt. Es erscheint in einigen Tagen auf dem deutschsprachigen Buchmarkt.

Seit über zehn Jahren veröffentliche ich nun meine Bücher, Kolumnen und Beiträge. Mein Schreibstil scheint zu polarisieren. Während die einen meine Art von „Schreibe“ mögen, hassen mich viele Menschen dafür. Das bekam ich zuerst in den Onlineforen zu spüren. Ich machte den Fehler, mich zu wehren und klotzte mit Härte dagegen. Aber langfristig hält kein Mensch diese grenzenlose Dummheit, Boshaftigkeit, Niedertracht und diesen gnadenlosen Hass in den deutsche Foren aus. Schon gar nicht ein Sensibelchen wie ich.

Da kam eine leidgeprüfte Kolumnistin, die selbst viel auszuhalten hat, auf die Idee, mir Facebook zu empfehlen, um meine Kolumnen und Aufsätze unter die Leute zu bringen. Und ich eröffnete einen Account im Fratzen – Buch. Daraus wurden dann vier Seiten: Die Pinnwand, die Bücherseite, die Reporterseite und ein Diskussionforum für meinen Bestseller WEHRT EUCH. Am Anfang fand ich es interessant, dann amüsant, später lästig und schliesslich unterirdisch, was sich da teilweise für ein Chaos in den Köpfen der Menschen coram publico entblösst. Alles ist da: intelligente Menschen, gebildete Denker, belesene Gleichgesinnte, angenehme Zeitgenossen, Leute mit viel Anstand und einer gewissen Würde, Besorgte mit einem ehrbaren Anliegen und……die Resterampe der Menschheit.

Wir haben es hier mit einem Querschnitt der Bevölkerung zu tun. Viele haben schlicht nichts zu tun und hängen hier den lieben langen Tag wie eine substanzlose und gelangweilte Vorstadt - Clique in einer öden Shopping - Meile herum. Sie liken ein bisschen, verlinken Bildchen, bilden sich ein, dass hier Freunde sind oder benutzen das Forum als Kontakthof, um ihrer frustrierten Haushalts - Trostlosigkeit zu entrinnen. Mehr ist da nicht. Wenn das schief geht, dann bilden sie Interessensgruppen, um einen anderen User fertig zu machen. Sie stöbern in seinem Leben herum und finden auch prompt Schwachstellen, die sie genüsslich dem lüsternen Publikum als ihre eigene Wahrheit verkaufen. Ihre Jünger stellen sich leider nie die Frage, warum sich der ganze Hass auf einen User konzentriert. Warum die ganze Mühe? Warum soll der andere User denn fertig gemacht werden? Was ist die Motivation? Hat man ihm die Gelegenheit gegeben, sich zu rechtfertigen, wie das vor jedem Gericht dem Angeklagten zugestanden wird? NEIN! Er soll vernichtet werden aus rein persönlichen Gründen und die Jünger werden gnadenlos für dieses eine Ziel missbraucht. Sie kennen weder den eigentlichen Grund, noch die Motive für die menschliche Hetzjagd, aber sie trollen ihrem Herrn oder ihrer Herrin wie ein dummes Schaf hinterher und lassen sich für dessen Ziele vor ihren Karren spannen. Dabei wissen sie einen Scheiss über ihr Opfer. Es interessiert sie auch nicht, denn sie sind nichts weiter als ein verabscheungswürdiger Lynchmob!

Leute, lasst es euch gesagt sein: Ich bin ein Mensch voller Fehler und Schwächen, Eitelkeiten und Dummheiten, aber zu Tode hetzen lasse ich mich von niemand! Es gab ein Leben vor Facebook und es wird ein Leben nach Facebook für mich geben.

Au revoir!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journaliste und Buchautor
Mitglied von reporters sans frontières


Friday, January 18, 2013
Die manisch Friedens - Bewegten: UNREIF !

Als freier Journalist und Mitglied von Reporters sans frontières habe ich stets meine eigene Meinung zu politischen Ereignissen niedergeschrieben. Ich bin niemand Rechenschaft schuldig, denn ich bin nicht Angestellter eines Medien – Unternehmens und nicht Mitglied irgend einer politischen Partei. Das Leben ist deshalb nicht einfacher, wie viele meiner Kollegen ebenfalls berichten. Wir freie Journalisten zahlen einen hohen Preis für unsere Unabhängigkeit. Abgesehen von den wirtschaftlichen Risiken beziehen wir auch regelmässig beträchtliche Prügel für unsere Berichte, Kolumnen und Reportagen, weil sie oft nicht dem Mainstream gerecht werden und auch nicht sollen. Auch dieser Artikel wird einen Shit – Storm auslösen. Dessen bin ich mir bewusst. Doch ich habe in der Zwischenzeit ein Alter erreicht, das es mir erlaubt, den von mir hochgeschätzten Journalisten Peter Scholl – Latour zu zitieren: „Man hüte sich vor alten Männern, sie haben nichts mehr zu verlieren!“

Auch meine erbittersten Gegner und rachsüchtigsten Feinde werden nicht bestreiten können, dass ich in allen meinen Beiträgen, Kolumnen und Büchern wie in STAATSSTREICH VON OBEN und DIE TOTENGRÄBER DER DEMOKRATIE immer ein engagierter Gegner der Kriege in Afghanistan, dem Irak und gegen einen Militäreinsatz in Syrien war und bin. In hunderten Kolumnen habe ich diese Haltung ausführlich begründet. Der Krieg im Irak war ein verbrecherischer Überfall auf ein unabhängiges Land. Er wurde mit bodenlosen Lügen begonnen und endete in einem Desaster für die jahrtausende alte Kultur zwischen Euphrat und Tigris. Die deutsche Bundeswehr kam offiziell nicht zum Einsatz, was den deutschen Bundeskanzler beim amerikanischen Präsidenten schlecht aussehen liess. Ihm war das egal, denn er stand mitten im Wahlkampf. Und so rief er dem friedensbewegten deutschen Wähler zu, dass er an einem militärischen Abenteuer nicht teilnehmen werde und wurde prompt wieder gewählt.

So weit so gut. Irgendeine politische Überzeugung lag diesem Entschluss nicht zu Grunde, wie man nach der Wahl beim ebenso abenteuerlichen Militäreinsatz in Afghanistan beobachten konnte. Beide Kriege beruhen auch auf einem grundsätzlichen Missverständnis. Liest man nämlich die Protokolle des Nationalen Sicherheitsrates der USA in dem Buch BUSH AT WAR des Pulitzerpreisträgers Bob Woodward, so findet man nicht einen einzigen Beleg dafür, dass George W. Bush jemals ein Interesse an Nationbuilding hatte. Er wollte sich dem amerikanischen Volk als Terroristenjäger verkaufen und stand nach den Anschlägen am 11. Seprember in New Yorg und Washington mächtig unter Druck. Gleichwohl versuchte sich ein Amerikaner als Gouverneur des Irak. Und es ging schief, wie wir alle besichtigen konnten.

Der deutsche Militäreinsatz in Afghanistan konnte von Kanzler Schröder nicht mehr verweigert werden. Er musste einen Beitrag leisten, wollte er nicht in Washington vollens geächtet werden. Aber er konnte eben nicht der Wahrheit die Ehre geben, sondern musste dem friedensbewegten deutschen Gutmenschen diesen Militäreinsatz irgendwie verkaufen. Und so kam die Regierung Schröder/Fischer auf die wahnhafte Idee, einem Steinzeit – Regime die Idee von Nationbuilding aufzuoktruieren. Dass das nicht funktioniert ist täglich zu besichtigen. Der Militäreinsatz in Afghanistan ist der dümmste Krieg seit der Erfindung des Schiesspulvers und wird zu recht von der grossen Mehrheit der deutschen Bevölkerung abgelehnt. Die Regierung Merkel/Westerwelle hat den Krieg geerbt und die Lügen dazu perfektioniert. Ginge es nach dem heutigen deutschen Verteidungsminister, würde wohl so ein unpopulärer Krieg nicht mehr begonnen werden. Doch als loyaler Minister beugt er sich jeder Entscheidung, egal ob sie richtig oder falsch ist. Deutsche Beamte, Juristen und Soldaten sind selten durch besondere Zivilcourage aufgefallen.

Der derzeitige deutsche Aussenminister fällt hauptsächlich durch mangelnde Begabung und damit einhergehende Lautstärke auf. Ein Geruch von Grössenwahn umgibt ihn immer dann, wenn er laut krähend im Weltsicherheitsrat sein donnerndes Nein zum Militäreinsatz in Libyen verkündet, wenn er der zur Staatraison verklärten political correctness folgt und sich in der UNO der Stimme enthält, wenn es darum geht, den Palästinensern eine Heimat, Rechte und eine staatliche Ordnung zu geben. Deutschland hat nichts in Syrien, nichts im Irak und nichts in Afghanistan verloren. Die deutsche Sicherheit wird nicht am Hindukusch verteidigt. Dieses Logo wird nicht einmal mehr gerne von den Sozialdemokraten benutzt, weil es zu peinlich ist.

Libyen und Mali sind dagegen völlig anders gelagerte Fälle. In Libyen drohte ein Staatsverbrecher seinem eigenen Volk mit Mord. Es ging nicht um Öl als der französische Präsident den Einsatz des Militärs gegen Ghadafi befahl. Das Öl war durch langjährige Lieferverträge mit Frankreich längst gesichert. Oberst Ghadafi war mit seinem geraubten Milliardenvermögen an zahlreichen Banken, Versicherungen und Konzernen in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich beteiligt. Es ging um Menschenleben. Es war Nothilfe für ein vom Tode bedrohtes Volk. Nachdem sich das Terrornetzwerk Al – Quaïda in Afghanistan nicht mehr halten konnte, der Maghreb sich von seinen Despoten befreit hatte, suchten sich die fanatischen Islamisten Ausweichmöglichkeiten. Sie fanden sie in instabilen Staaten wie Somalia, Sudan, Syrien und in den ehemaligen französischen Kolonien in Westafrika.

Als Charles de Gaulle diese sinnlose Kolonialpolitik beendete und ein finsteres Kapitel französischer Geschichte schloss, liess Frankreich ein willkürliches und fragiles Staatengebilde zurück, das im wesentlichen durch an Frankreichs Kaderschmieden ausgebildeten afrikanischen Pharaonen mehr schlecht als recht regiert wurde. Nepotismus ist an der Tagesordnung. Betrug, Unterschlagung, Untreue, Mord, Totschlag und Willkür verzuckert mit ismalischer Religion sind die Regeln in diesen afrikanischen Staaten vom Maghreb bis zum Niger. Diese staatlichen Weichteile sind ein fruchtbarer Boden für religiösen Fanatismus.

Der riesige Flächenstaat Mali, der im Jahre 1960 aus der ehemaligen französischen Kolonie Südwestafrika hervorgegangen war und wo französisch immer noch die Amtssprache ist, besteht aus cirka 1.3 Millionen Quadratkilometer und zu 2/3 aus der Sahara, des sogenannten Sahel. Der Staat grenzt an sieben andere Staaten, mit denen es eine unkontrollierbare Grenze von 7.243 Kilometer Länge hat. Das Land ist wenig besiedelt und zählt nur 10 Einwohner pro Quadratkilometer. Insgesamt dreissig verschiedene Ethnien leben in weitgehender Isolierung von einander in diesem Wüstenstaat. Mali zählt zu den ärmsten Ländern der Welt.

Fanatische Islamisten haben nun 2/3 des Wüstenstaates in ihre Gewalt bekommen. Sie ziehen mit der Scharia unter dem Arm raubend, mordend, plündernd und vergewaltigend durch das Land. Sie finanzieren sich durch Handel mit Menschen, Rauschgift, Kindern und verdingen sich als Schleuser für die riesigen Flüchtlingsströme aus Zentral – Afrika über die Maghrebstaaten bis an die Mittelmeerküste. Seit dem Militärputsch im März 2012 ist die Armee Mali‘s weitgehend in Auflösung begriffen und nicht in der Lage, restliche Verwaltungsstrukturen in diesem Land zu gewährleisten. Bamako steht vor dem Fall! Rund 7.000 Franzosen leben im noch nicht von den Islamisten besetzten Wüstenstaat.

Der französische Präsident François Hollande wurde zu Hilfe gerufen. Der aber hatte nicht die geringste Lust zu einem Miliäreinsatz, denn gerade eben hatte er grosse Teile seiner Streitkräfte aus Afghanistan abgezogen. Er wollte ein Präsident des Friedens, der Bescheidenheit und des Kümmerers sein. Er wollte die marode Wirtschaft, den Haushalt und die Schulen Frankreichs sanieren. Doch die Untersuchungsrichter am Pariser Justizpalast warnten ihn vor islamistischen Terrorangriffen. Frankreich ist in der Beziehung hochsensibel, weil es schon mehrere Wellen von verheerenden Bomben – Attentaten auf französischem Boden erleiden musste, bei denen viele Menschen ums Leben kamen. Der Innenminister, die Justizministerin und der Verteidigungsminister, allesamt das Gegenteil von Kriegstreibern, bedrängten zusammen mit dem malischen Interimspräsidenten Traoré den französischen Präsidenten zu einem Militärschlag in Mali. François Hollande beauftragte seinen Aussenminister, ein UNO – Mandat herbei zu führen, denn er wollte sich nicht als Kolonialherr denunzieren lassen. Dieses UN – Mandat liegt seit 2012 vor. Frankreich suchte Verbündete und bekam NICHTS ausser warmen Worten! Derweil spitzte sich die Lage in Mali zu. Die Insamisten nahmen immer mehr Dörfer und Städte ein und bedrohten die Hauptstadt Bamako. Und so muste Frankreich alleine handeln und zwar sehr schnell.

Die deutschen Medien verhalten sich in dieser Frage weitgehnd loyal zu Frankreich. Auch die Politik sucht einen breiten Konsens in den Parteien, um wenigstens logistisch zu helfen. Doch es sind Wahlen in Deutschland. Und das Land hat eine Kanzlerin, die nicht eigenen Überzeugungen folgend handelt, sondern sich dem Diktat der öffentlichen Meinung unterwirft. In diesem Punkt unterscheidet sie sich nicht wesentlich von ihrem Vorgänger im Amt. Sie schweigt also laut und dröhnend und lässt ihren Aussenminister krähen. Vor dem Beschluss der UN war Westerwelle noch der grosse Motivator für einen Militäreinsatz in Mali. Er forderte immer wieder den Kampf gegen den fanatischen Islamismus. Doch die Wahlen in Niedersachsen rücken näher, folglich rudert er zurück, wohl wissend, dass die deutsche Bevölkerung wenig Interesse an Frankreich und seinen Problemen hat.

Ein Blick ins Internet und in die Social Netzwork genügt auch dem unbegabtesten Politiker, um zu erkennen, wie die Stimmung in der deutschen Öffentlichkeit ist. Ein wahrer Shitstorm ergiesst sich über den französischen Präsidenten. Alte deutsch – französische Resentiments werden bedient, chauvinistische Parolen gegen den „Erbfeind“ werden geschwungen, François Holland gar als Kriegsverbrecher und Lump beleidigt. Der ewige Refrain von manischen Pazifisten „Nie wieder Krieg“ wird unter dem Gejohle der Friedensbewegten angestimmt. Und das alles zur 50 Jahr Feier des Elyséevertrages. Deutsch – Französische Freundschaft wird bei Gipfeltreffen und Festveranstaltungen feierlich zelebriert. In der deutschen Bevölkerung wird dagegen oft ungeniert gegen die Froschschenkelfresser polemisiert und gepöbelt. Geschichtsvergessen und verantwortunglos wird vielfach mit dem historischen Erbe von Charles de Gaulle und Konrad Adenauer umgegangen.

Gut, dass nur wenige Franzosen der deutschen Sprache mächtig sind, sonst wären sie entsetzt, wie die von ihnen so bewunderten Deutschen über sie herziehen, denn 82 % der Franzosen sind FÜR diesen Militäreinsatz in Mali und dies hat seinen Grund: Frankreich hat eine lange traditionelle Verbundenheit mit dem Maghreb und West – Afrika. Viele Franzosen sind nach der Entkolonialisierung aus Afrika ins französische Mutterland emigriert. Noch heute leben viele Franzosen in Westafrika, wo französisch immer noch die Amtssprache ist. Viele Afrikaner leben umgekehrt auch in Frankreich. Sie bilden ein buntes Multi – Kulti Gemisch. Nord – und West – Afrika liegen praktisch vor der französischen Haustüre.

Das Bild, das die deutsche Aussenpolitik in der Welt abgibt, könnte verheerender nicht sein. Das treudoofe Festhalten an Fehlentscheidungen wie der Krieg in Afghanistan, das verheerende Nein zum Einsatz in Libyen, die einseitige Parteinahme gegen einen Staat Palästina und nun das schmähliche Im – Stich - lassen des engsten und treuesten europäischen Verbündeten lässt ausländische Beobachter verwirrt und ratlos zurück. Deutschland sollte entweder erwachsen werden und seine Partnerschaften ernst nehmen oder es sollte aus den Bündnissen austreten und seine Armee abschaffen. Die Franzosen sind jederzeit bereit, für die Freiheit Deutschlands gerade zu stehen, so wie sie es 60 Jahre zusammen mit den anderen Allierten getan haben.

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Wednesday, January 16, 2013
Liberales Frankreich?

In Frankreich herrscht weitgehend gesellschaftlicher Konsens über die Notwendigkeit des Militäreinsatzes in Mali. Zu frisch sind uns allen die verheerenden Bomben - Anschläge durch Islamisten im französischen Mutterland in Erinnerung. Die Bedrohung ist real. Was die Franzosen derzeit jedoch zur Weissglut treibt ist die Verbohrtheit vieler religiöser Fanatiker, die das Gesetz für die Rechte von Homosexuellen und Lesben, das Ehen zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern erlauben soll, mit aller Macht verhindern wollen. Das sind unsere Probleme!


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières

Tuesday, January 15, 2013
Maulhelden!

Der französische Präsident François Hollande musste zum Jagen getragen werden, denn der Krieg in Mali passt nicht in sein Weltbild und schon gar nicht in seine Bemühungen, Frankreich zu sanieren. Doch die akute Drohung der Islamisten, Frankreich in seinem Mutterland anzugreifen und das Drängen der Minister für Verteidigung und Inneres, sofort dagegen einzuschreiten, haben aus dem bescheidenen Mann einen Präsidenten gemacht, dessen Land sich im Krieg befindet.

Ausser einigen afrikanischen Soldaten bekommt er bei diesem Kampf gegen den Terrorismus vor der Haustüre Europas allerdings nur dumme Ratschläge von seinen europäischen Verbündeten! Wie hat der deutsche Aussenminister nach einer militärischen Intervention in Mali gekräht. Und nun? Nichts! Logistische Hilfe? Mit was? Mit uralten Transall - Maschinen, die den Weg bis Mali gar nicht schaffen?

Das ohnehin fragile Staatsgebilde wurde jedoch durch die Abspaltung von 2/3 des gesamten Territoriums und die akute Bedrohung der Hauptstadt Bamako durch die Islamisten gefährdet. Frage: Soll man einen zerfallenden Staat in die Hände von Dschihadisten fallen lassen, die das französische Kernland mit Anschlägen bedrohen oder soll man sich dagegen wehren? Hier ist eben nicht nur Frankreich in Gefahr, sondern Kern-Europa.

Doch das begreift die Menschen nicht. Sie trauen ihren Politikern nicht, weil sie zu oft in der Afghanistan - Frage angelogen wurden. Kein Taliban hat je Deutschland bedroht! Doch die Gefahr aus Mali ist real!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Monday, January 14, 2013
"Es gibt stets zwei Arten von Geschichtsschreibungen!" (De Balsac)

"Geschichte ist die Lüge, auf die sich die Historiker geeinigt haben", wusste schon Voltaire. Die Klugen dieser Welt verlangen seit Beginn der Geschichtsschreibung von den Menschen alles zu hinterfragen, was ihnen an Informationen vorgesetzt wird. Im Zeitalter des Internet ist das viel einfacher. Doch sind die Menschen wirklich dadurch klüger geworden? Nein, nur die Dummen werden schneller mit Argumenten für ihre Vorurteile versorgt. Die Menschheit ist aufgeklärter geworden, aber an der Dummheit und Niedertracht vieler Menschen hat sich nichts geändert. "Das Universum und die menschliche Dummheit sind unendlich", wusste Albert Einstein. Er konnte dieser Erkenntnis noch mit Sarkasmus begegnen. Viele Klugen sind aber daran verzweifelt!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Sunday, January 13, 2013
Irrtum ausgeschlossen? NEIN, Ich habe mich geirrt!

Ich gestehe, dass ich von Anfang an gegen einen Militäreinsatz in Mali war, muss mich jedoch den Argumenten des französischen Präsidenten Hollande beugen. Im Gegensatz zu Afghanistan, liegt Mali praktisch vor der französischen Haustüre. Die radikalen Islamisten sind dabei, ganz Westafrika zu destabilisieren. Nichts kommt Frankreich ungelegener, als ein Militäreinsatz in Mali, denn es hat ganz andere Sorgen. Doch auf die europäischen Verbündeten ist kein Verlass. Deutschlands Aussenminister krähte nach einem Militärschlag gegen die Islamisten und kündigte den Einsatz der Bundeswehr an. Und jetzt? Nichts! Deutsche Aussenpolitik? Ein Desaster!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Sunday, January 13, 2013
Traurige Berühmtheit!

Das Kaff Ustaritz im Département Pyrénées – Atlantique liegt nicht weit von der süd – west französischen Stadt Bayonne mittem im wunderschönen Baskenland. Es war bisher nur für baskische Lebensart, einem herrlichen Dialekt, wie ihn viele französische Rugby – Spieler sprechen und eine typisch baskische Fachwerk – Architektur bekannt.

Nun hat der Bürgermeister von Ustaritz dieses verschlafene Nest zur traurigen nationalen Berühmtheit gemacht. Ganz Frankreich regt sich auf. Was ist geschehen? Eine Ehe bricht auseinander, wie dies alltäglich ist. Die zurückgebliebene Frau schlägt sich mit ihren Kindern alleine durchs Leben. Sie hat wenig Geld und gerät mit der Zahlung der Schulspeisung ihres fünfjährigen Kindes mit 170 Euro in Rückstand.

Und nun kommt der Hammer: Der Betreiber der Schulkantine ist das Rathaus von Ustaritz und damit die Gemeinde. Der Bürgermeister weist die städtische Polizei, die ihm untersteht an, das fünfjährige Mädchen mit Polizeigewalt aus der Kantine zu entfernen und nach Hause zu bringen. Da die Mutter nicht angetroffen wurde, musste das Mädchen auf dem Commissariat warten und wurde dann am Nachmittag von der Polizei wieder in die Schule gebracht.

Die Schulkameraden der kleinen Léa waren mehr als überrascht, denn sie glaubten, dass das Kind im Knast sitzen würde. Der Gewerkschaftsvertreter der Polizei, Frédéric Foncel von der SNPM-FO, erklärte, dass dieser Action einem Befehl des Rathauses zugrunde liegen würde und dass die städtische Polizei keine andere Wahl habe, als solche Befehle auszuführen.

Befehl oder nicht, wann werden Beamte aller Länder endlich lernen, ihrem Gewissen zu folgen und sich nicht bei jeder Sauerei auf einen Befehl von oben zu berufen?

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Friday, January 11, 2013
Mali ruft Deutschland!

Von der Welt weitgehend unbeachtet, bahnt sich in der Sahel- Zone, dem südlichen Maghreb, im zum französischen Hegemonialgebiet gehörende Mali, ein neuer gefährlicher internationaler Konflikt an. Was war geschehen? Im März letzten Jahres putschte ein Teil des Militärs gegen den langjährigen Präsidenten Dioncounda Traoré in der im Süden des Flächenstaates gelegenen Hauptstadt Bamako. Seither sind der gesamte Norden des Landes mit 2/3 der Gesamtfläche Malis rund um die Stadt Timbuktu in der Hand der Rebellen, die sich mit radikalen Islamisten, den Tuareg und der al-Quaïda verbündet haben. Der Nomadenstamm der Tuareg hat sich offensichtlich in der Zwischenzeit wieder von den Rebellen getrennt. Den stolzen Tuareg war die fundamentalistische Auslegung des Islam mit Einführung der Scharia und der damit einhergehenden Menschenrechtsverletzungen wie Massenvergewaltigung von Frauen, der Rekrutierung von Kindersoldaten und die brutale Herrschaft der al-Quaïda zu streng. Diese Verbrechen entsprechen nicht den Stammesriten der Tuareg.

Der riesige Flächenstaat Mali, der im Jahre 1960 aus der ehemaligen französischen Kolonie Südwestafrika hervorgegangen war und wo französisch immer noch die Amtssprache ist, besteht aus cirka 1.3 Millionen Quadratkilometer und zu 2/3 aus der Sahara, des sogenannten Sahel. Der Staat grenzt an sieben andere Staaten, mit denen es eine unkontrollierbare Grenze von 7.243 Kilometer Länge hat. Das Land ist wenig besiedelt und zählt nur 10 Einwohner pro Quadratkilometer. Insgesamt dreissig verschiedene Ethnien leben in weitgehender Isolierung von einander in diesem Wüstenstaat. Mali zählt zu den ärmsten Ländern der Welt.

Der Krieg in der Sahelzone kommt Frankreich ungelegen. Es ist mit sich selbst beschäftigt und hat riesige innenpolitische Probleme. Und so wird eine Abwälzung der Probleme in der Francophonie auf andere Staaten gesucht. Frankreich hat eine neue sozialistische Regierung und einen mit allen Winkelzügen der Politik vertrauten direkt gewählten Staatspräsidenten, der sich so leicht nicht als Kolonialherr denunzieren lassen will. François Hollande rief sogleich eine neue Afrika Politik aus. Es gilt nun nicht mehr „La France d’Afrique“ sondern „La France et Afrique“. Man bemerke den feinen Unterschied in der Semantik. So etwas kann eben nur einem mit allen Wassern gewaschenen Absolventen der ENA einfallen. Resultat: Frankreich interveniert nicht, sondern ruft, streng nach dem international geltenden Recht, den Weltsicherheitsrat der UNO an. Und der beschloss einstimmig eine militärische Intervention in Mali gemäss Chapter VII der UN – Charta.

Pflichtbewusst solidarisierte sich sofort die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWACS) und die Afrikanische Union (AU) mit dem Beschluss des Weltsicherheitsrates. Es konnte auch nicht viel Zeit vergehen, bis der grösste Staatsmann aller Zeiten, der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle, freilich unbefleckt von irgendeiner Ahnung, wo Mali überhaupt liegt, in die grosse Bärenfalle tappte. Er entdeckte sofort ein neues Betätigungsfeld für die deutsche Bundeswehr. Klar, Afghanistan wird langsam langweilig, die dortigen Bundeswehrsoldaten trauen sich nicht mehr aus ihren schwer bewachten Forts hinaus, ohne befürchten zu müssen, von den von ihnen ausgebildeten und bewaffneten afghanistischen Milizen und Truppen in den Rücken geschossen zu werden. Aber der deutsche militärisch-industrielle- Rüstungskomplex ruft nach neuen Absatzmärkten. In dem riesigen Flächenstaat der Sahel – Zone könnten doch endlich wieder die ganzen eingemotteten Panzerdivisionen der deutschen Bundeswehr zum Einsatz kommen. Endlich bekäme der deutsche Leopard-Panzer wieder Auslauf. Ein neuer Wüstenfuchs à la Erwin Rommel muss wieder her. Die Aktien der Rüstungskonzerne Krauss-Maffei und Rheinmetall würden durch die Decke schiessen!

Nach neuesten Informationen aus Mali toben heftige Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und den Islamisten. Die radikalen Moslems haben uralte Kulturgüter in Timbuktu zerstört und die schlecht organisierten und konfus operierenden Soldaten der Regierung offensichtlich überrannt. Nun bittet die Regierung in Mali’s Hauptstadt Bamako offiziell um deutsche Hilfe. Die wird es auch bekommen, geht es nach dem deutschen Aussenminister Westerwelle, denn die deutsche Öffentlichkeit kann sich zwar furchtbar aufregen, wenn ein paar Patriot – Raketen 100 Kilometer hinter der syrischen Grenze auf türkischem Boden aufgestellt werden. Das ist ja auch verständlich, denn Deutschland sollte alles vermeiden, um in einen Nahost – Konflikt hineingezogen zu werden. Doch die völlige Abwesenheit von Medien – Präsenz in Afrika hat die Deutschen unwissend und unsensibel werden lassen für den riesigen Kontinent. Jeder Troll in Deutschland beherrscht ein paar Worte denglisch, doch die französische Sprache ist ihm meist ein Buch mit sieben Siegeln. Folglich nimmt der Deutsche Vorgänge in der Francophonie gar nicht zur Kenntnis und wird auch von den TV - Medien vollkommen im Stich gelassen.

Da kommt der deutschen Regierung doch der Beschluss des Weltsicherheitsrates für eine militärische Intervention in Mali gerade recht. Natürlich ist das ein rein humanitärer Einsatz. Und natürlich streng nach den Regeln der UNO. Logisch! Es geht nur darum, Deutschland gegen den islamistischen Terrorismus zu verteidigen, Brunnen zu bohren, den Frauen wieder ihre Menschenwürde zurück zu geben, die fehlgeleiteten Kindersoldaten wieder auf den rechten Pfad der Tugend zurück zu führen und Schulen für sie zu bauen.

Deutschland zieht in Afghanistan ab. Das ist beschlossene Sache. Nicht weil dort irgendetwas bewegt wurde. Nicht weil dort irgendeine Art von Demokratie installiert wurde, nicht weil dort die Verhältnisse stabilisiert worden wären, nicht weil der Krieg etwa gar gewonnen wäre. Nein, weil selbst dem dümmsten Politiker nach über zehn Jahren Opfer von Menschen, Blut, Leid und Tränen und Milliarden von Steuergeldern klar geworden ist, dass der Kampf am Hindukusch aussichtslos war, ist und bleiben wird. Man kann diese politische und militärische Bankrott - Erklärung aber vor der deutschen Öffentlichkeit nicht zugeben, sonst müsste man die jahrelangen Lügen erklären. Also muss ein neues Bedrohungs - Szenario her, um die Deutschen von der Wichtigkeit eines neuen Bundeswehreinsatzes im Wüstenstaat Maili zu überzeugen. Was wir derzeit erleben ist die Propaganda zur Vorbereitung eines jahrelangen und völlig aussichtslosen Kampfeinsatzes der deutschen Bundeswehr in einem riesigen, fast menschenleeren Wüstenstaat.

„Geschichte ist die Lüge, auf die sich die Historiker geeinigt haben.“ (Voltaire)

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Friday, January 11, 2013
Raus aus der NATO, aber pronto!

Die Patriot Raketen der Bundeswehr werden angeblich nur zu Show - Zwecken an die syrische Grenze der Türkei verlegt. Da stellt sich mir die Frage: Ist das eine Verkaufsmesse der deutschen Rüstungslobby, oder soll ein verheerender Krieg gegen Syrien und den Iran vorbereitet werden? Zweiteres wäre dann der Gipfel der menschlichen Dummheit! Der Nahe Osten soll brennen und Deutschland mitten drin? Parteien beschliessen einmütig mit ewig den selben Lügen den Einsatz der Bundeswehr und verletzen dabei jedes Mal das Grundgesetz. Und der deutsche Sofa -Demokrat schaut diesem Spiel ergeben zu!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Wednesday, January 09, 2013
REUTERS meldet: FDP liegt in den Umfragen bei 2 % !

Es ist mir keine Partei in Deutschland bekannt, die jemals so verhasst gewesen wäre wie die FDP! Weder die NSDAP noch die SED wären in fiktiven Umfragen in der Bundesrepublik Deutschland, auch nicht nach dem Zusammenbruch des III. Reiches oder nach der Wiedervereinigung, jemals auf nur 2 % gekommen. Wie hat die FDP das geschafft? Die Antwort erscheint mir einleuchtend: Die FDP ist Lobbyismus pur! Schamlos, arrogant, inkompetent und geldgierig!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Wednesday, January 09, 2013
WEHRT EUCH !

Zitat Prof. Dr. Hans Hermann von Arnim:

"Jeder Deutsche hat die Freiheit, Gesetzen zu gehorchen, denen er niemals zugestimmt hat, er darf die Erhabenheit des Grundgesetzes bewundern, dessen Geltung er nie legitimiert hat, er ist frei, Politikern zu huldigen, die kein Bürger je gewählt hat und sie üppig zu versorgen - mit seinen Steuergeldern, über deren Verwendung er niemals befragt wurde. Insgesamt sind Staat und Politik in einem Zustand, von dem nur noch Berufsoptimisten oder Heuchler behaupten können, er sei aus dem freien Willen der Bürger hervorgegangen!" Prof.Dr. Hans Herbert von Arnim Professor für öffentliches Recht und Verfassungsrecht.

Was soll ich dazu noch sagen? Herr Prof. v. Arnim bestätigt in einem Satz all das, was ich in tausenden von Artikeln, Blogs, Kolumnen, Aufsätzen und in meinen Büchern wie STAATSSTREICH VON OBEN (2003), DIE TOTENGRÄBER DER DEMOKRATIE (2010) und WEHRT EUCH (2011) geschrieben habe. Wer heute in Deutschland noch daran glaubt, dass er in einem freiheitlichen, demokratischen Rechtsstaat lebt, ist entweder grenzenlos naiv oder er ist bereits Teil dieses Oligarchensystems. Erst neulich wurde das deutsche Wahlrecht erneut vom BVG als verfassungswidrig verworfen. Die Pharaonen verteidigen ihr System und ihre Privilegien mit Zähnen und Klauen und fürchten eine vom Volk beschlossene Verfassung gemäss Art. 146 GG wie der Teufel das Weihwasser! Ja, warum denn wohl?

Doch der deutsche Michel kräht nach Wahlen ! Welche Wahlen? Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie längst verboten! Boykottiert die Wahlen! Gebt ungültige Stimmzettel ab! Erst dann ist Schluss mit diesem Schmierentheater, das da scheinheilig als Demokratie verkauft wird!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer

http://www.youtube.com/watch?v=afiMuflxCjE
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Wednesday, January 09, 2013
Gnadenlos!


In Frankreich ist es durchaus üblich, dass hohe Politiker strafrechtlich verfolgt, angeklagt und verurteilt werden. Als Staatspräsident Jacques Chirac nicht mehr den Schutz der Verfassung vor Verfolgung für sich reklamieren konnte, wurden die jahrelangen Ermittlungen gegen ihn wegen Untreue in seiner Eigenschaft als Bürgermeister von Paris wieder aufgenommen, er wurde vor dem Staatsgerichtshof angeklagt und zu zwei Jahren Haft mit Bewährung verurteilt. In derselben Sache wurde der damalige Premierminister und Bürgermeister von Bordeaux Alain Juppé angeklagt und verurteilt. Man entzog ihm sogar für zwei Jahre sein aktives und passives Wahlrecht. Er musste von allen seinen Ämtern zurücktreten und lehrte für zwei Jahre an einer Universität in Kanada.

Zahlreiche andere Beispiele sind aus der französischen Justiz bekannt. Die französischen Untersuchungsrichter sind gemäss einem Dekret von Napoléon I. aus dem Jahre 1811 – 1813 weisungsunabängig. Für Straftaten im Amt von Richtern und Staatsanwälten ist der Cour supérieur de la Magistrature zuständig. Für Straftaten von Politikern ist dies der Cour de la République.

Es wird in Frankreich ohne Rücksicht auf das Ansehen oder den Rang der Person ermittelt, angeklagt und verurteilt. Auch tagelange vorläufige Festnahmen der Beschuldigten während der Vernehmungen (Garde a vue) sind nicht selten. Die Presse stürtzt sich natürlich mit Genuss auf solche Skandale, die ja dann auch gerne mit lustigen Geschichten aus dem Privatleben der Beschuldigten gewürzt werden. Das französische Publikum zeigt sich interessiert und amüsiert, weil die Franzosen von ihren Politikern ohnehin nichts anderes erwarten. Das Sprichwort „Il sont tous les même voyous“ (Es sind alles die selben Gauner) macht die Runde. Aber : Wenn das Urteil gesprochen, die Strafe verbüsst, die Kosten bezahlt sind, dann gibt es für den Franzosen nichts mehr nachzutragen. Er verzeiht und verbaut dem Politiker nicht für alle Zeit die Zukunft. So wurde Jacques Chirac nach seiner Verurteilung zum „Grandpère“ der Nation verklärt. Er geniesst heute wieder höchstes Ansehen. Alain Juppé wurde nach seiner Rückkehr aus Kanada wieder Bürgermeister in Bordeaux und Aussenminister. Dies sind nur einige der zahlreichen Beispiele.

Ganz anders in Deutschland: Soeben ist die restlose moralische Vernichtung des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff auf allen deutschen Kanälen, in den Medien und in den Social Networks zu besichtigen. Der Mann war überfordert mit dem Amt. Das sah jeder ausser der Bundeskanzlerin, die einen politischen Konkurrenten zu beseitigen hatte und das Amt des Bundespräsidenten für ihre Ranküne missbrauchte. Christian Wulff stolperte über seine eigenen Schwächen, die Bundeskanzlerin scheint dem ganzen Spiel genüsslich zuzusehen. Es muss ihr eine grosse Genugtuung sein, auf diese Weise einen Konkurrenten für immer erledigt zu haben. Die schwarze Witwe hat darin Übung, Gegner aus dem Wege zu räumen. Und der dumme hasserfüllte deutsche Pöbel betreibt ihr Geschäft.

Christian Wulff ist erledigt, obwohl er wegen keiner Straftat bisher angeklagt oder gar verurteilt wurde. Die gesetzliche Unschuldsvermutung ist ein Scheissdreck wert! Man muss den linkischen Mann im grauen Spiesserlook eines Obersekretärs im Nicht – technischen Postdienst, der da hilflos in das Schloss Bellevue zu Berlin und dann wieder in seine Klinkerbude nach Grossburgwedel gestossen wurde, persönlich nicht mögen. Aber dieses Schauspiel einer restlosen moralischen Demütigung und Vernichtung durch die Menschen, kennt man nur in Deutschland. Wenn der Mann so in die Enge getrieben wird und sich nicht mehr zu helfen weiss, ausser sich selbst etwas anzutun, dann werden die Kitsch – Motoren der bunten Presse wieder zur Höchstform auflaufen.

Kurt Tucholsky hätte in solchen Augenblicken seinen Deutschen zugerufen:

„Habt Erbarmen, das Leben ist schwer genug!“

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Tuesday, January 08, 2013
Skandal?

SPIEGEL – Online titelt heute: „Wie Peer Steinbrück fast einmal in die Wirtschaft wechselte,“ und kann sich gar nicht mehr einkriegen über diesen ungeheuerlichen Vorgang. Im Text kommt es aber noch dicker: „Peer Steinbrück in schweren Erklärungsnöten: In einem Interview verteidigt der SPD-Spitzenkandidat seine Äußerungen zum Kanzlergehalt, relativiert sie aber zaghaft. Unterdessen wird eine alte Anekdote aus seiner Karriere ausgegraben - in den Neunzigern erwog er den Abschied aus der Politik.“

Sag mal, habt ihr sie eigentlich alle? Da ist ein deutscher Politiker ausnahmsweise einmal so hoch hochqualifiziert, dass er sogar ohne Subvention durch den Steuerzahler von seiner Arbeit leben könnte, dass ihm ein gewinnorientiertes Unternehmen sogar einen Job zutraut und so etwas wird in Deutschland von einer neidzerfressenen Gesellschaft und seinen Medien skandalisiert?

Muss denn jeder Deutscher Beamter oder Politiker werden? Steigert es nicht die Qualität der Politik, wenn die Politiker auch noch einen Beruf ausüben könnten und nicht ein Leben lang von der Wiege bis zur Bahre vom Staat alimentiert werden? Würde das die Politiker nicht geistig unabhängiger, weniger bestechlich und weniger erpressbar machen, wenn sie auch eine andere berufliche Perspektive hätten, als ewig nur Rockzipfel der Partei zu hängen?


Deutschland muss sich endlich lösen vom Lehrer – Berufspolitiker - und Berufsbeamten – Staat. Dann machen auch wieder Menschen mit Ecken und Kanten für eine Übergangszeit Politik. Dann hören die alternativlosen Beschäftigungsverhältnisse des dumpfen, spiessigen Mittelmasses auf!

Verkleinert die Parlamente, Ministerien und Behörden. Schafft ganze Behörden, Regierungssitze und Bundesländer ab und bezahlt dafür die direkt vom Volk gewählten Abgeordneten, Minister, Verfassungsrichter, Kanzler und Präsidenten durch ein mit der freien Wirtschaft vergleichbares Salär, dann kommt wieder Schwung in diese intellektuell gelähmte und geistig verstopfte Versorgungs – Politik!

Und hört endlich mit diesen typisch deutschen Neid – und Hass – Tiraden auf! Ihr macht euch ja in der ganzen Welt zum Gespött mit eurer ewig schlechten Laune!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Sunday, January 06, 2013
Können Zahlen lügen?

Immer wieder, speziell vor Wahlen, werden die Deutschen und die Deutschinnen mit hocherfreulichen Zahlen überrascht. Ein hoher Beamter tritt dann vor die Presse und verkündet, dass das Land die niedrigste Zahl von Arbeitslosen in ganz Europa habe und dies nur der weitsichtigen Politik der Regierung zu verdanken sei. Stolz neigt sich dann der Sofa – Demokrat vor und greift zufrieden zu seinem Bier und seinen Chips. Nur 2.8 Millionen Arbeitslose mit fallender Tendenz, wo Länder wie Frankreich über stark steigende Arbeitslosigkeit klagen und die südlichen Länder in Europa, wie Spanien, Portugal, Italien und Griechenland im Arbeitsmarkt - Chaos versinken? Wie das?

Dazu gibt es zunächst einmal zwei Lebensweisheiten: Erstens sollte man keiner Statistik trauen, die man nicht selbst gefälscht hat. Zweitens sind die Zahlen relativ und mit der Relativitätstheorie ist das so eine Sache. Beispiel: Legt man nämlich einen Fuss auf die heisse Herdplatte und steckt den anderen gleichzeitig in das Eisfach des Kühlschrankes, dann hat man statistisch gesehen in der Mitte ein relativ angenehmes Gefühl. Also sind die mit stolz geschwellter Brust verkündeten Zahlen über die relativ niedrige Zahl von Arbeitslosen in Deutschland zu hinterfragen. Wollen mal sehen.

Zunächst ist festzustellen, dass neun Millionen Arbeiter in Deutschland keinen Arbeitsplatz mit einer gesetzlichen Lohnuntergrenze haben und von ihrer Hände Arbeit gar nicht leben können. Sie besitzen keinen Arbeitsplatz, sondern sind nur ein Beschäftigungsverhältnis. Sie sind im Niedriglohnsektor beschäftigt, oft verdingen sie sich als Leiharbeiter oder als Nebenerwerbs – Hartzer. Damit sie sich nicht auch noch an den Suppenküchen der Hilfsorganisationen erniedrigen müssen, stockt der Staat, sprich der Steuerzahler, seinen Hungerlohn auf. Das kostet die Bürger des Landes jährlich cirka 50 Milliarden Euro. Warum eigentlich bezuschusst der Steuerzahler den Unternehmern die Löhne? Logisch: Einer boomenden Industrie mit schwindelerregenden Exportüberschüssen und rauschenden Bällen nach jedem Bocksprung des DAX kann man nicht zumuten, dass sie ihre Gewinne durch Zahlung von gerechten Löhnen verringern. Es ist wie bei den Banken: Die Gewinne werden privatisiert, die Kosten sozialisiert. Die Gier der Unternehmen kennt keine Grenzen. Um die Gewinne noch zu steigern, kündigen sie gelegentlich gut bezahlten Facharbeitern und heuern sie am nächsten Tag wieder als Leiharbeiter an. Es gibt also in den Betrieben ein zwei – Klassen – System: Der Arbeitsplatzbesitzer, der natürlich auch gewerkschaftlich organisiert sein kann und der billigere Leiharbeiter ohne jede Sicherheit und ohne jede Rechte.

Nicht genug der Schande. Rund um die Arbeitsagenturen hat sich ein Speckgürtel breit gemacht, den man die Fortbildungs - Industrie nennt. Wer nämlich noch eingermassen klar in der Birne ist und noch gerade laufen kann, aber nicht vermittelbar ist, der verschwindet durch einen kleinen Trick aus der Arbeitslosenstatistik. Er wird umgeschult oder fortgebildet. So werden aus Friseusen Gabelstapelfahrerinnen, die dann wieder arbeitslos werden, weil es soviele Baumärkte in Deutschland gar nicht gibt. Also wird die Gabelstapel - fahrende Friseuse erneut „fortgebildet“ oder „umgeschult“ und landet nun in einem Call – Center. (Hoffentlich nur für Drückerwerbung von Zeitschriften oder Versicherungen) Ein Stück aus dem Tollhaus! Oft gehören diese Fortbildungs – Firmen den Gewerkschaften, die sich eine goldene Nase mit diesem Unsinn verdienen. Experten schätzen die Kosten der Finanzierung dieses absurden Spektakels für den Steuerzahler auf cirka 80 Millarden Euro.

Die Agenturen für Arbeit zeichnen sich durch besondere Brutalität und Einfallsreichtum aus. Es soll sogar schon vorgekommen sein, dass schwervermittelbare Arbeitslose mittels eines Gutachtens für debil erklärt und in eine Klapsmühle eingewiesen wurden. Hauptsache, sie verschwinden aus der Statistik. Wundert uns das in einem Land, wo Steuerfahnder gleich im Dutzend für arbeitsunfähig meschugge erklärt werden, weil sie den Reichen und Schönen gefährlich nahe kamen? Wo ein Gustl Mollath trotzdem seit sieben Jahren in der Psychiatrie sitzt, weil er erzählt hat, dass eine bayerische Bank Gelder in die Schweiz verschoben hat und obwohl die betroffene Bank diesen Sachverhalt auch noch als richtig bestätigte und einräumen musste?

Zählt man also die offiziell zugegebenen Arbeitslosen zu den neun Millionen Beschäftigungsverhältnissen dazu und adiert darunter noch die Scheinselbstständigen, sowie die in Umgeschulungs - und Fortbildungs – Massnahmen geparkten Arbeitslosen und fügt man ehrlicherweise auch noch die in Psychiatrien geparkten Opfer einer ausser Rand und Band geratenen Zahlen – Fälscherbande in den Agenturen für Arbeit, so entlarvt sich dieses ganze Machwerk, das da fälschlicherweise als Statistik daher kommt, als Lügenmärchen, vor dem Baron Münchhausen vor Neid erblasst wäre.

Deutschland hat die höchste Zahl von Arbeitslosen in ganz Europa! Die Reichen werden reicher und die Armen immer ärmer. Die Zahlen sind eine Fälschung, genauso wie der Armutsbericht der Bundesregierung. Lügner, Betrüger und Fälscher sind an der Macht! WEHRT EUCH und jagt sie vom Hof!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Sunday, January 06, 2013
Geldwäsche im Vatikan?

In meiner umfassenden Reportage über die Wege des schmutzigen Geldes hatte ich auch die Bank des Vatikan im Visier. Man kann das alles in meinem Buch „Der Austerzüchter von Arcachon“ nachlesen. Die Vatikanbank spielte schon desöfteren eine unrühmliche Rolle, wenn die Rede auf die Wäsche von schmutzigem Geld kam. Stichwort: Loge P2 und Banco Ambrosiano.

Nun hat die italienische Nationalbank mit besonderer Härte reagiert: Sie hat die Vatikanbank von jeglichem elektronischen Zahlungsverkehr ausgeschlossen und die Leitungen gekappt. Die Vatikanbank kann also zwar weiterhin Bargeld entgegen nehmen, aber sie kann es nicht mehr via internationalen Zahlungsverkehr versenden.

Wundert es noch irgend jemand, wenn in diesem Zusammenhang plötzlich die Deutsche Bank Italia genannt wird? Nicht wirklich, doch die italienische Tochter der Deutschen Bank trifft die elektronische Sperre der Vatikanbank ganz besonders hart, denn sie war es gewohnt, ihren Zahlungsverkehr über sie abzuwickeln. Warum nicht über die italienische Zentralbank? Eine berechtigte Frage. Doch sie wird solange unbeantwortet bleiben, wie die deutschen Politiker jeden Anschein von einem wirklichen Kampf gegen Geldwäsche vermeiden. Oder wie sonst ist es zu erklären, dass nunmehr die deutschen Standesbeamten mit der Verfolgung der Geldwäsche vom Gesetzgeber beauftragt wurden? Das kann nur als Argument gegen die Ernsthaftigkeit der Politiker gewertet werden, jemals ihren grossen Worten Taten folgen zu lassen! Niemand will etwas gegen die Geldwäsche unternehmen, denn mit dem Schmutzgeld dieser Welt refinanzieren sich ganze Staaten.

Lesen Sie dazu die von mir recherchierten Wege des schmutzigen Geldes in meinem Polit – Thriller „Der Austernzüchter von Arcachon“.

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Friday, January 04, 2013
Jakob Augstein und das elfte Gebot


Deutsche Journalisten haben es nicht einfach. Bei allen ihren Formulierungen müssen sie darauf achten, nicht gegen die Regeln der political correctness zu verstossen. Wer diese Regeln aufgestellt hat, ist nicht bekannt. Sie wurden auch niemals in einem demokratischen Prozess debattiert, in eine Rechtsnorm gegossen und im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Ergo gibt es die political correctness gar nicht. Gleichwohl haben die wahnhaften Verfechter der political correctness ganz Deutschland damit überzogen wie ein eitriger, nässender Ausschlag. Wer dagegen verstösst, den trifft die Totschlag - Keule dieser Meinungs – Terroristen mit voller Härte.

Eine dieser von niemand demokratisch legitimierten Regeln der political correctness ist das von Evelyn Hecht – Galinski so trefflich beschriebene: Elfte Gebot ISRAEL DARF ALLES. Die deutsche Bundeskanzlerin hat dieses elfte Gebot sogar zum deutschen Kulturgut und zur Staatsraison erklärt. Wer hat sie dazu demokratisch legitimiert? NIEMAND! Folgt man dieser Doktrin, dann ist jegliche Kritik an der israelischen Regierung verboten und die köstliche Sammlung jüdischer Witze von Prof. Salcia Landmann wären zu ächten. Dann ist die nukleare Bewaffnung Israels stillschweigend zu dulden und durch massive Waffenlieferungen zu unterstützen, aber einem anderen souveränen Staat zu verweigern. Dann ist völkerrechtswideriger Landraub der israelischen Regierung zu akzeptieren, aber die Zustimmung zum Beobachterstatus der Palästinenser zu verweigern. Dann hat man sich in Deutschland jeglicher Kritik an israelischen Behörden zu enthalten.

Jakob Augstein ist ein deutscher Journalist und Verleger. Er hat dazu eine Meinung und tut das, was eben ein Journalist tun muss, wenn er eine Meinung zu einem Thema hat. Er schreibt und veröffentlicht sie. Ob seine Meinung falsch oder richtig ist, müssen seine geneigte Leser beurteilen. Der Journalist macht von seinem Menschenrecht Gebrauch, wie sie ihm in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen in Artikel 19 garantiert wird:

„Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung; dieses Recht umfasst die Freiheit, Meinungen unangefochten anzuhängen und Informationen und Ideen mit allen Verständigungsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.“


In Deutschland wird die Meinungsfreiheit durch Art. 5 Abs. 1 Satz 1 1. Hs. Grundgesetz (GG) gewährleistet: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten […] Eine Zensur findet nicht statt.“

Soviel zur Rechtslage. Nun hat der Journalist Jakob Augstein also einige Artikel veröffentlicht und die israelische Regierung kritisiert, so wie es das Recht eines jeden Menschen ist. Darf er das nicht, nur weil er kein israelischer Journalist ist, die ihre Regierung tagtäglich hart kritisieren? Nur weil er keiner der 500.000 israelischen Bürger ist, die in Israel auf die Strasse gegangen sind, um gegen ihre Politiker zu demonstrieren? Nein, er darf das offensichtlich nicht! Denn für seine freie Meinungsäusserung, die in keinster Weise polemisch oder gar antisemitisch war, sondern nur der Sache diente, wurde er nun von der US – Menschenrechts-organisation Simon – Wiesenthal – Zentrum auf Rangliste Nr. 9 der grössten Antisemiten der Welt gesetzt.

Ist es doch Wahnsinn, so hat sie doch Methode. Natürlich entblödete sich der Hofnarr der deutschen Presse Hendryk M. Broder nicht, auch noch seinen Senf dazu zu geben wie DIE ZEIT schreibt:
„Die US-amerikanische Menschenrechtsorganisation verteidigte ihre Rangliste, die von den ägyptischen Muslimbrüdern und dem iranischen Regime angeführt wird. Als Beleg listet das Wiesenthal-Zentrum Israel-kritische Zitate Augsteins auf. Zudem zitiert sie den Publizisten Henryk M. Broder mit den Worten, Augstein sei ein "lupenreiner Antisemit", ein Überzeugungstäter, der die Chance auf eine Karriere bei der Gestapo nur verpasst habe, weil er nach dem Krieg geboren sei.“

Jetzt schlägt es aber 13! WEHRT EUCH gegen diesen Meinungs – Terror!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Friday, January 04, 2013
Schwaben - Streiche

Kennst du das Land, wo keiner lacht,
wo man aus Weizen Spätzle macht,
wo jeder zweite Eugen heisst,
wo man noch übern Balken scheisst,
wo jede Bank ein Bänkle ist
und jeder Zug ein Zügle ,
wo man den Zwiebelkuchen frisst
und Moscht sauft aus dem Krügle,
wo „daube Sau“, „ leck mich am Arsch“
in keinem Satz darf fehlen,
wo sich die Menschen pausenlos
mit ihrer Arbeit quälen,
wo jeder auf sein Häusle spart,
hat er auch nichts zu kauen,
dann fängt er an zu bauen.
Doch wenn er endlich fertig ist,
schnappt ihm das Arschloch zu!
O Schwabenland, gelobtes Land,
wie wunderbar bist du!

(Wird Thaddäus Troll zugeschrieben)


Ja, so sind sie die Schwaben, sagt zumindest der Volksmund. Flaniert man jedoch durch Stuttgart oder sonstwo im Ländle, so findet man oft genau so wenig Schwaben wie gebürtige Bayern in München. Die Vorurteile über die Schwaben sind gross, am meisten in meiner alten Heimat Baden. Die Badener empfinden es heute noch als grosse Schmach, dass sie beim Volksentscheid über die Gründung des Bundeslandes Baden – Württemberg über den Tisch gezogen wurden, als die bis heute umstrittene Auszählung der Stimmen verkündet wurde. Doch die ungleiche Melange von Menschen, wie sie verschiedener nicht sein könnten, hat sich bewährt! „Mir Badener denket, und d‘ Schwobe schaffet“, ist heute das gängige Sprichwort, das von den Badenern, nicht ohne eine gewisse Arroganz, gerne zitiert wird.

Conclusio: Baden – Württemberg ist ein reiches Land geworden, das zusammen mit den Bayern zu den wenigen Netto – Zahlern im Länderfinanzausgleich gehört. Es ärgert die Schwaben bis ins Grab, wenn sie für etwas bezahlen sollen, was sie nicht verschuldet haben. So zum Beispiel für die katastrophale Haushaltsführung in anderen Bundesländern. Berlin ist da ein besonders krasses Beispiel. „Arm aber sexy,“ verkündet der Regierende Bürgermeister stets larmoyant, ohne auch nur das geringste dafür zu tun, dass sich die desaströse Haushaltslage des Landes verbessert. Es gibt den typischen Berliner so wenig, wie den typischen Schwaben, doch schon die viel gewandtere Ausdrucksweise des Berliners schafft beim schwerfällig sprechenden Schwaben eine besondere Abneigung und einen ausgeprägten Minderwertigkeitskomplex. Das kompensiert der Schwabe gerne durch besonderen Geiz und Grosskotzigkeit im Auftreten. Er protzt gerne mit seinen Boliden aus schwäbischem Anbau, zeigt sich aber gewohnt knauserig bei Trinkgeldern. Er weiss alles besser und meint die ganze Welt belehren zu müssen, ist herrisch, oft streitsüchtig und wenig tolerant gegenüber „Ausländern“, sprich Nicht – Schwaben.

Nun hat es der Bundestagsvizepräsident Thierse, auch die „Wurzelbürste“ genannt, auf den Punkt gebracht und sich lauthals zum Sprecher der von den Schwaben vor den Kopf gestossenen Berliner aufgeschwungen. Was will der moralinsaure Germanist aus dem ehemaligen Ost – Berlin damit erreichen, wenn er in Berliner Tageszeitungen auf die Schwaben schimpft? Nur soviel ist sicher: Er ist Mitglied der SPD, aber kein Arbeiterführer, sondern seit der Wiedervereinigung als Quoten – Ossi ein gut versorgter Berufspolitiker. Er kennt nur die Berliner Schwaben und hat keinen blassen Schimmer davon, wie man auf eigene Verantwortung, mit Fleiss und Schaffenskraft sein tägliches Brot verdienen kann. Er profitiert aber sehr gerne vom Länderfinanzausgleich, denn das Leben als arbeitsloser Deutschlehrer ist ihm zu mühsam! Ausserdem bringt dieses Schwaben – Bashing ja auch Stimmen im Wahlkampf. Als ob das in Deutschland wichtig wäre. Zwei – Drittel der Bundestagsabgeordneten wurden gar nicht direkt vom Volk gewählt, im Moment sitzen sogar 155 Abgeordnete im Reichstag, die in ihren Wahlkreisen abgewählt wurden, aber über Parteilisten einen Sitz im Parlament ergattert haben.

Einer meiner Polit - Thriller spielt im Schwabenland. Hier kann man nachlesen, was eine Schwäbin aus ihrem Job macht und wie Schwaben anderen Menschen mit ihrer Hartnäckigkeit auf die Nerven gehen können. Gerne lasse ich die Protaginistin dieses atemberaubenden Buches in Mundart sprechen. Luise Kautt: BLUTFREITAG .

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Thursday, January 03, 2013
Schmutziges Geld!

Es ist noch nicht lange her, da hat die Schweizer Bundesanwaltschaft in Bern Haftbefehle gegen deutsche Steuerfahnder erlassen, weil sie sich nach eidgenössischem Recht nachrichtendienstlicher Ermittlungen und Wirtschaftspionage schuldig gemacht haben. Die hohlen Proteste deutscher Finanzminister sind völlig fehl am Platze. Kein Land duldet es, und schon gar nicht ein Nicht – EU – Land, dass Polizisten oder Steuerfahnder auf derem Territorium strafrechtliche Ermittlungen durchführen. Dies ist schlicht illegal und verstösst gegen jedes Völkerrecht. Da gibt es nichts zu diskutieren.

Man muss anderseits die Verzweiflung deutscher Behörden verstehen, wenn sie sich sogar zu internationalen Rechtsverletzungen hinreissen lässt, um an das ihnen vermeintlich zustehende Geld seiner Bürger zu kommen. Die Deutschen erlauben sich den Luxus eines Föderalstaates, dessen Ursprünge noch auf die Kleinstaaterei vor 1871 zurück geht. In sechzehn Bundesländern gibt es sechzehn Landesparlamente, sechzehn Regierungen, sechzehn verschiedene Bildungssysteme, sechzehn verschiedene Polizeien, Verfassungsschutzämter und Landeskriminalämter, die allesamt vorsintflutlich ausgestattet sind und nicht einmal miteinander kommunizieren können, weil es ein einheitliches Funksystem bis heute nicht gibt. Ermittlungspannen, Streitereien zwischen Landespolitikern und dann wieder gegen die Bundespolitiker sind an der Tagesordnung. Der Bund leistet sich zwei Hauptstädte, unnütze und überflüssige Ämter, die Milliarden verschlingen und ein jährliches Haushaltsdefizit von bis zu 50 Milliarden Euro verursachen. Selbst bei einem Konjunkturboom ist es dem Finanzminister nicht möglich, einen ausgeglichenen Haushalt zustande zu bringen, geschweige denn einen Cent aufzubringen, um seine Staatsverschuldung von cirka drei Billionen Euro abzubauen. Die Finanzminister haben es seit 1971 nicht mehr geschafft, mit dem Steuergeld der Bürger zu haushalten und auszukommen. Die deutsche Verwaltung lebt weit über ihre Verhältnisse. Dem deutschen Staat bleibt, da er zu grundlegenden und schmerzhaften Reformen nicht fähig ist, nur noch die Rolle des Räubers am Vermögen seiner Bürger. Es gibt fast kein Lebensbereich der Deutschen, der nicht fiscalisiert ist. Ein Monstrum von Steuerrecht mit 70.000 Rechtsvorschriften und Verordnungen hat Deutschland zum Mekka von Fiscal - Absurdistan gemacht. Die ganze Welt lacht über dieses neidische, kleingeistige Spiessertum. Nicht umsonst verlassen jährlich 180.000 Deutsche für immer ihre Heimat und suchen sich eine neue Existenz in einem anderen Land.

Dabei gibt es in Deutschland viel Geld! Es ist nur falsch verteilt! Und die zehn Prozent Unternehmer und Millionäre, die schon 60% des gesamten Steueraufkommens zu tragen haben und dafür noch mit Neid, Hass und Rachsucht verfolgt werden, suchen sich Schlupflöcher über das marode Steuersystem hinaus. Das Geld ist ein scheues Reh! In Deutschland geht es dem ehrlich erwirtschafteten Geld nicht gut. Nur Gauner, Betrüger und Investmentbänker können sich dem allgegenwärtigen Zugriff des Staates durch ihre geballte Kapitalmacht erwehren, meist sind sie noch von den Politikern geschützt, die in ihren Aufsichtsräten sitzen. Also sucht sich das Geld Anlagemöglichkeiten ausserhalb der Zugriffsmöglichkeit des deutschen Fiskus.

Grossbritannien bietet mit seinem Offshore – System ein herrliches Plätzchen an der Sonne. Das vereinigte Königreich erwirtschaftet mit seinem internationalen Finanzplatz London dreissig Prozent des Bruttoinlands-produktes. Deshalb ist es auch unmöglich, die englischen Politiker zu einer gemeinsamen Finanztransaktionssteuer zu bewegen. Sie werden einen Teufel tun und ihre Finanzindustrie verärgern. Zu recht verlangen Sie von Deutschland, die Kapitalflucht durch ein einfaches, transparentes und ehrliches Steuersystem und durch eine sparsamere Haushaltsführung zu stoppen.

Mit demselben Recht bezeichnen namhafte eidgenössische Politiker und Banker die deutschen Finanzminister als Räuber, Diebe und Hehler. Warum Hehler? Weil die deutschen Finanzministerien sogar soweit gehen, ihre eigene deutsche Rechtssprechung zu verletzen, in dem sie gestohlene Bankdaten von schweizerischen Dieben für Millionen erwirbt, auswertet, und mit diesen fragwürdig erlangten Beweisen den deutschen Steuerhinterziehern strafrechtlich bis ins Essfach nachgeht. Die Verzweiflung der Finanzminister muss unendlich sein, wenn sie in ihrem Verfolgungswahn sogar billigend in Kauf nimmt, Straftaten gegen eigenes und internationales Recht zu begehen:

„Wer eine Sache, die ein anderer gestohlen oder sonst durch eine gegen fremdes Vermögen gerichtete rechtswidrige Tat erlangt hat, ankauft oder sonst sich oder einem Dritten verschafft, sie absetzt oder absetzen hilft, um sich oder einen Dritten zu bereichern, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ (§ 259 StGB)

Diese Strafvorschrift verletzen die deutschen Finanz-minister regelmässig. Sie machen sich mit dem Ankauf von gestohlenen Disketten der Hehlerei schuldig. Kein einziges Urteil, das gegen die so entdeckten Steuersünder verhängt würde, hätte vor einem internationalen oder europäischen Gerichtshof Bestand, doch die Steuersünder ziehen es vor, ihre Strafen zu akzeptieren und zu schweigen. Darauf setzen die Finanz – und Strafverfolgungsbehörden.

Neben dem vereinigten Königreich, den Niederlanden, Luxembourg und Lichtenstein mit ihren zahlreichen Offshoreplätzen ist natürlich die Schweiz für einen deutschen Steuersünder naheliegend, da man dort seine Sprache spricht und die Schweiz einen schlechten „Ruf“ zu verteidigen hat. Dabei muss man aber unterscheiden zwischen legal erworbenen Geld, das nur der Steuer entzogen wurde und dem schmutzigen Geld. Für beide Arten von Gelder ist die Schweiz ein beliebter Platz. Prof. Jean Ziegler beschreibt seine schweizer Heimat so: „Um die Schweiz zu verstehen, muss man wissen, dass der Vielvölkerstaat Schweiz eine Illusion ist, weil die Völker nicht zusammen, sondern in gegenseitiger Ignoranz nebeneinander herleben und weil die Schweiz kein Nationalstaat im üblichen Sinne ist. Sie ist eine Abwehrgemeinschaft. Wir brauchen die Ausländer. Sie alleine bewahren die Eidgenossenschaft vor dem Zusammenbrechen. Die Schweiz ist zur Hure dieser Welt verkommen. Im zweiten Weltkrieg war sie Komplize des Dritten Reiches. Die Züricher, Basler und Berner Banken waren die Hehler und die Kreditgeber Hitlers. Die Schweiz war während des zweiten Weltkrieges die einzige verschonte Industriezone Hitlers, in der er ohne Gefahr Waffen, Munition, optische Instrumente und viele andere kriegswichtige Güter erwerben konnte. Der Waffenkonzern Bührle-Örlikon lieferte die letzten Schnellfeuerkanonen an die deutsche Wehrmacht noch im April 1945. Die schweizer Banken machten dies möglich, in dem sie das den Juden aus den Mündern gerissene Zahngold aus den Konzentrationslagern einschmolzen und in ordentliche Schweizer Franken wusch. Die Bankoberen waren von einer, in ihrer erdrückenden Mehrheit, Komplizenschaft mit Hitler. Sie waren von einer ungebremsten, bewusstseinsverwüstenden Raffgier beseelt. Für viele Wirtschaftshistoriker resultiert die heutige weltumspannende Finanzkraft der schweizer Banken aus diesem Kriegsgewinnlertum. Angefangen hat diese Raffgier der schweizer Banken, wie bereits erwähnt, in der Komplizenschaft mit Hitler, in der Weigerung, die sogenannten nachrichtenlosen Vermögen der von den Nazis ermorderten Juden wieder an die Nachkommen der Opfer herauszugeben, sowie die Hehlerei und Wäscherei von Hitlers Raubgold, das in kriegswichtige Rohstoffe umgewandelt wurde.“

In der Zwischenzeit finden die eingesammelten und gewaschenen Schmutzgelder und die der Steuer hinterzogenen Gelder fast keine Anlagemöglichkeiten mehr. Transparancy International und die OECD haben es zusammengerechnet: Etwa 50% der weltweit operierenden 145 grössten Wirtschaftskonzerne befinden sich in den Händen dieser Geldgeber, die sich hinter Fonds aller Art verstecken. Ganze Volkswirtschaften würden zusammenbrechen, wenn diese Gelder legalisiert oder beschlagnahmt würden. Also hat niemand ernsthaftes Interesse daran, die Offshore – Plätze zu schliessen. Die Schweizer Kantonalbanken mussten letztes Jahr sogar einen Annahmestopp für Geld verfügen, da sie keine Anlagemöglichkeiten mehr fanden. Strafzinsen müssen heute ausländische Anleger bei vielen schweizer Banken zahlen, um überhaupt ihr Geld dort unterbringen zu können. Die Offshore – Plätze dieser Welt laufen über vor so einem Ansturm an Geld!

Die Wege des schmutzigen Geldes aus Herren Ländern habe ich in meinem Politthriller DIE AUSTERNZÜCHTER VON ARCACHON nachgezeichnet.

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Thursday, January 03, 2013
Die Deutschen auf der Flucht !

Bei jeder passenden Gelegenheit, an sogenannten Brückenwochenenden oder bei Kurzurlauben wie zwischen Weihnachten und Neujahr, Karneval, Ostern, Pfingsten, in den Sommerferien sowieso und auch in den Herbstferien macht sich der Deutsche, angewidert von den Politikern, deren Gezänk und Ränkespielchen, hohlen Phrasen und Lügen, vom Bundesacker.


In Karlsruhe oder Frankfurt teilt sich der Strom, der eine Teil will Richtung München, vorbei am Inntaldreieck über den Brenner nach Italien, während ein weiterer Teil der griesgrämigen Deutschen auf den Rennbahnen Richtung Basel fährt. Dabei wird zwischen Rastatt und Baden-Baden einmal so richtig ausprobiert, was die Karre hergibt. An der Grenze in Basel ist nämlich Schluss mit Formel I, ab dann gilt Tempo 130 auf den schweizerischen Autobahnen. Und die Schmierlappen, wie die Schweizer Bürger liebevoll ihre Polizisten nennen, kennen keine Gnade. Sie sind bestens ausgerüstet mit Radaranlagen und Kreditkartenlesegeräten in den Streifenwagen. Besonders in den Tunnelröhren rund um Luzern ist höllisch genau auf die Tachonadel zu achten. Vorbei am Vierwaldstättersee stellt sich langsam ein etwas ausgeglicheneres Wesen bei den bundesdeutschen Aggressoren ein. Die Landschaft stimmt versöhnlich. Hat man erst einmal den Stau vor dem Gotthardtunnel hinter sich gebracht und überquert den sogenannten Risottograben, der mitten durch die Röhre führt und die Zentralschweiz vom Tessin trennt, dann kommen südländische Frühlingsgefühle auf. Spätestens an der Autobahnraststätte von Bellinzona sollte man noch einmal pinkeln gehen und das Salatbuffet von Mö-wenpick geniessen. Ausserdem empfiehlt es sich, den Tank voll zu füllen, da die italienischen Tankwarte wahre Meister-stücke der Abfülltechnik abliefern, wenn es darum geht, einen genormten Achziglitertank mit einhundertzehn Liter Superbenzin zu füllen. In Chiasso stehen gelangweilte italienische Zöllner an der Grenze und würdigen den deutschen Durchschnittsspiesser keines Blickes. Nur bei jungen Reisenden mit Freundinnen im VW – Reisebus aus den sechziger Jahren, da kommen plötzlich Gestalten in blauen Overalls aus den Häuschen und schrauben die altersschwachen Karren auf der Suche nach Drogen auseinander.

Hat man diese Grenze hinter sich gebracht und die unfreundlichen italienischen Beamten zur Genüge genossen, dann geht eine Hetzjagd los, wie der Mensch sie noch nicht gesehen hat. Auf italienischen Autobahnen herrscht die schiere Anarchie. Es wird gehupt, genötigt, gedrängelt, überholt, geholzt und geflucht, dass dem deutschen an Aggressionen durchaus gewöhnten Autofahrer Himmelangst wird. Rund um Mailand gilt Tempo 90. Offensichtlich meinen die Italiener, dass diese Geschwindigkeitsbegrenzung auf die Anzahl der Insassen gerechnet ist, also pro Person gilt. Und genau so fahren diese Verrückten mit ihren Alfas, Lancias und Fiats. Dabei muss man auch noch auf die umständliche Beschilderung achten, die einem den Weg nach Genua zeigen sollen, es aber nicht tut.

Hat man doch das Glück, die letzte Mautstelle zu erreichen, ohne dass so ein Wahnsinniger das eigene Auto gerammt hat und ohne dass ein mürrischer Mautangestellter einem das Wechselgeld an den Kopf geschmissen hat, dann, ja dann kommt der Teil der Entspannung, den man sich im Süden erhofft hat. Die Autobahn zwischen Mailand – Süd über die Schlachtfelder von Marengo nach Alessandria sind offensichtlich dem Formel I – Zirkus von Monza nachempfunden. Man kann es richtig knattern lassen und mal testen, was die Karre so hergibt. Immer wenn man aber denkt, man ist am Anschlag, dann taucht wenige Zentimenter hinter der Stossstange am Heck noch ein Italiener auf, der wütend blinkend überholen will.

Hat man die Ausläufer der Seealpen und deren Regengüsse unbeschadet hinter sich gebracht, taucht plötzlich, wie aus dem Nichts, hinter einer Kurve, die ligurische Küste auf. Hurra, das Mittelmeer ist da. Die Freude weicht dem nackten Entsetzen, denn der Wahnsinn kommt jetzt erst zu seinem Höhepunkt. Man erreicht nämlich die Autostrada dei Fiori Richtung Ventimiglia. Hier scheinen sich sämtliche entlaufene Insassen aller italienischen Irrenanstalten dazu verschworen zu haben, mit irgendeinem fahrbaren Untersatz die Rennbahn Richtung Frankreich zur Achterbahn umfunktionieren zu wollen. Nach entsetzlichen 170 Kilometern der nackten Panik erreicht man die letzte Mautstelle Italiens. Man hat dabei, getrieben von völlig entfesselten italienischen Autofahrern, kaum einen Blick auf die ligurischen Küstenstädte Savona, Alassio, San Remo oder Imperia werfen können. Es hätte sich auch nicht gelohnt, da der Charme der Belle Epoque längst verfallen und zubetoniert wurde. Was man aber immer sehen konnte, waren die völlig verdreckten Trabantensiedlungen dieser Städte, die male-rischen Müllverbrennungsanlagen, verrottete Raffinerien, ausgetrocknete Flussbette, die eher an Müllhalden erinnern und verfallene Castelle, die von den ehemaligen Besitzern entnervt aufgegeben wurden.

Hurra, der Autoverkehr staut sich und die Fahrer müssen zwangsläufig langsamer fahren, um nicht in die nun auftauchende Mautstelle in Ventimiglia zu krachen. Dabei werden noch schnell ein paar Spuren gewechselt, um vielleicht einige Minuten zu sparen. Die Angestellten dieser Inkassostelle scheinen aber irgendwie französisch angehaucht zu sein, denn sie grüssen freundlich mit dem alten römischen Feldherrngruss « salve » und freuen sich offensichtlich, dass man am Leben geblieben ist und nicht von einem irrsinnigen Italiener die Felsen heruntergestossen oder an eine Tunnelwand gedrückt wurde. Auch haben einem die albanischen Gangsterbanden an den Tankstellen vor der italienischen Grenze nicht die Hälse abgeschnitten, weil man wohlweislich in Italien gar nicht angehalten hat. Man zahlt, erfreut, am Leben geblieben zu sein, und verlässt die Mautstelle Richtung Frankreich. Da stehen plötzlich zehn bis zwölf italienische Carabinieri und Beamte der Guardia di Finanza, bis an die Zähne bewaffnet mit Maschinenpistolen und bissigen deutschen Schäferhunden, vor dem Auto und reissen mit herrischen Gesten die Wagentüren auf. Man glotzt völlig verdutzt in die Mündung einer fünfzehnschüssigen 9 mm Beretta und wird harsch aufgefordert, den Kofferraum zu öffnen. Dabei beäugt einen ein halbes Dutzend Uniformierter in Reitstiefeln und roten Biesen an den Hosen, die uns an die Uniformen von Hermann Göring erinnern. Das herrische Gehabe und den martialischen Auftritt müssen diese Justizknechte aus alten Filmen über Benito Mussolini abgeschaut haben. Immerhin, auf diese Art und Weise fallen den italienischen Grenzern jährlich tausende von illegalen Albanern, gesuchte Gangster, Schleuserbanden, Diebesgut, Tonnen von Drogen und jährlich ca. 56 Millionen Euro Bares ungeklärter Herkunft in die Hände. Natürlich finden sie bei dem deutschen Durchschnittsspiesser rein gar nichts, ausser manchmal ein bisschen Schwarzgeld, das er in Monaco parken will, denn er hat immer noch nicht begriffen, dass Monaco eine Zoll- und Währungsunion mit Frankreich hat und damit alle Konten unter der Kontrolle der Banque de France stehen. Die arbeitet hervorragend mit den deutschen Finanzbehörden zusammen. Der Deutsche ist halt ein bisschen doof, da kann man nichts machen. Auch dieses Schreckenszenario ist überstanden und man ist hoch erfreut, auf den Höhen von La Turbie das Schild « France » zu entdecken. Der erschöpfte Autofahrer sieht das Schild «Département des Alpes Maritimes» und kann sein Glück noch gar nicht fassen, dass er jetzt in Sicherheit ist. Hier ist er Gast, hier darf er’s sein.

Links unten taucht ein Bild auf, das man ein Leben lang nicht vergisst: Nizza, oder auch Nissa la Bella genannt, die italienischste Stadt der französischen Côte d’Azur.

Die französische Riviera liegt da und sieht aus.
(Kurt Tucholsky)

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Wednesday, January 02, 2013
Mes meilleurs voeux à tous mes amis dans le grand cirque de la vie!

"Mes meilleurs voeux", ruft der französische Präsident seinem Volk zu und zählt die grossen Sorgen auf, die uns Franzosen belasten. Er erklärt, wie er die Probleme lösen will und erntet dafür den Spott der Franzosen: "Le Président alchimiste!" Nicht umsonst geht das Sprichwort um: Wir Franzosen haben den gallischen Hahn in unserem Wappen, weil es das einzige Tier auf der Erde ist, das noch kräht, obwohl es mit den Füssen im Mist steht! Nach einer durchzechten Sylvesternacht kräht der Franzose: "Uns steht das Wasser bis zum Hals, aber dessen Qualität ist heute wieder excellent!"

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontères


Tuesday, January 01, 2013