Blog 01.04.2013 - 30.06.2013

Monday, June 17, 2013
Mein Fragen an die zur Wahl stehenden Parteien:


Welche Partei schafft sofort die Hartz Gesetze ab?

Welche Partei führt sofort eine Bürgerversicherung ein, in die alle einzahlen müssen?

Welche Partei gleicht die Rentenanwartschaften sofort mit denen der Beamten an?

Welche Partei schafft sofort die 70.000 Ausnahmeregeln im deutschen Steuergesetz ab?

Welche Partei schliesst sofort den Regierungssitz in Bonn?

Welche Partei schliesst sofort mindestens 6 Bundesländer und schafft deren Behörden ab?

Welche Partei gibt dem Bundesrechnungshof den Rang eines Bundesverfassungsgerichtes?

Welche Partei entlässt die Justiz in die politisch unabhängige Selbstverwaltung?

Welche Partei halbiert den deutschen Bundestag und lässt nur noch direkt gewählte MdB zu?

Welche Partei zieht das steuerfinanzierte Stiftungsvermögen der Parteien ein?

Welche Partei fordert eine vomVolk selbst bestimmte Verfassung gemäss Art. 146 GG?

Welche Partei ist für bindende Volkseintscheide in allen existenziellen Fragen der Republik?

Welche Partei zerschlägt das Universalbankenrecht?

Welche Partei beantragt den Austritt aus der Nato?

Welche Partei befiehlt den sofortigen Rückzug aller Truppen aus Kriegseinsätzen?

Welche Partei kündigt den Konkordatsvertrag Acta Apostolica Sedis von 1933 mit dem Vatikan?

Welche Partei stimmt für die Zerschlagung der Presse – Kartelle?


Keine? Dann handelt es sich bei den anstehenden Bundestagswahlen nur um Scheingefechte zwischen einer aristokratischen Kaste, aber nicht um demokratische Wahlen! Mit Demokratie hat das alles nichts zu tun! Sie wollen alle nur das Eine: DIE MACHT!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Sunday, June 16, 2013
Wo sind die deutschen Intellektuellen?

Was die Nazis nicht ins Ausland vertrieben oder in den Gasöfen ermordert haben, hat sich wie Kurt Tucholsky total verzweifelt dem Suizid hingegeben. Es blieb bis in die 80 er Jahre des letzten Jahrhunderts ein aufrechter Rest von mutigen Intellektuellen. Doch den Rest hat die alles zerstörende "political correctness", die das Mittelmass zur Staatsraison erklärt hat, verstummen lassen. Wenn ein deutscher Literatur - Nobel - Preisträger nicht einmal mehr die Politik Israels kritisieren darf, dann steht es um die deutsche Geisteswissenschaft schlecht! Wo sind die politischen Literaten wie Heinrich Böll, Stefan Zweig, Gunter Grass, Carl Zuckmayer? Merkt ihr nicht, wie geistig verarmt und verelendet ihr Deutschen geworden seid? Alles ist nur noch dem Mittelmass und der "political correctness" geopfert. Wehe, ein Schriftsteller weicht davon ab, dann Gnade ihm Gott. Die Hofschranzen der Mittelmässigkeit, diese lächerlichen Figuren, die sich mit ihrer "political correctness" wie ein nässender chronischer Ausschlag über das Land legen und jede avantgardistische Idee im Keim ersticken, töten jede moderne Idee unter dem Deckmantel der Verteidigung einer freiheitlichen Verfassung, die Deutschland gar nicht hat! Die Feinde einer vom Volk bestimmten Verfassung sitzen mitten in den Verfassungs - Organen! Und jeder Intellektuelle, der es wagt, diese Hochverräter an einer Verfassung gemäss Art. 146 GG öffentlich anzuklagen, wird von den Verlautbarungs - Organen dieser Verfassungsfeinde gnadenlos verfolgt! Wie sollen sich kritische Intellektuelle noch in Deutschland artikulieren, wenn nicht einmal Verlage es wagen, ihre Gedanken zu publizieren? Armes Deutschland: Geistig verarmt und politisch verblödet!

Rainer Kahnit dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières

Sunday, June 16, 2013
Wer eine dieser Parteien wählt, akzeptiert die Regeln der Scheindemokratie!

Wenn Wahlen irgend etwas Grundlegendes verändern würden, dann wären auch diese verboten in Deutschland. Leute, lasst euch doch nicht immer wieder von der politischen Kaste an der Nase herumführen und lest deren Parteiprogramme! Fragt euch einmal: Gibt es in einem einzigen Parteiprogramm, egal von welcher Partei, eine Änderung der Wahlgesetze hin zu einer direkten Demokratie? Gibt es Volksentscheide? Gibt es die Abschaffung des zweiten Regierungssitzes in Bonn? Gibt es die Verringerung der Anzahl der Bundesländer? Gibt es die Verringerung von Behörden und Steuergesetzen? Gibt es eine verfassungsgebende Versammlung gemäss 146 GG? Gibt es eine Aufspaltung der Banken in Sparer - und Investmentbank? Gibt es eine Selbstverwaltung der Justiz? Gibt es ein Disziplinargericht für Richter, Staatsanwälte und Polizisten? Wenn ihr das alles in den Partei - Programmen nicht findet, dann könnt ihr genau so gut auch zu Hause bleiben bei den Wahlen! Es wird sich nichts ändern, egal wen ihr wählt! Deutschland ist eine Scheindemokratie!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Friday, June 14, 2013
WEHRT EUCH ENDLICH !

Als sie die Kommunisten geholt haben,
hab ich nichts gesagt. Ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Sozialdemokraten geholt haben,
hab ich nichts gesagt. Ich war ja kein Sozialdemokrat.

Als sie die Juden geholt haben,
hab ich nichts gesagt. Ich war ja kein Jude.

Als sie mich geholt haben, war niemand mehr da der hätte etwas sagen können.

Martin Niemöller

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Thursday, June 13, 2013
WEHRT EUCH !

Die Jugend dieser Welt steht auf und kämpft für ihr Recht auf Demokratie! Für die Beteiligung des Volkes an den feudalistischen Entscheidungen der machtvergessenen und machtversessenen Eliten ihrer Länder. Die Bürger dieser Länder riskieren dabei oft ihr Leben, ihre Gesundheit oder gar ihre Freiheit. Nur in Deutschland rührt sich nichts! Es scheint also alles in Ordnung zu sein. Die Aristokratie aus Lobbyisten, Politikern und Medien scheint widerspruchslos immer und immer wieder für ihre hohlen Phrasen belohnt und wieder gewählt zu werden. Die Handvoll aufrechter Bürger, die sich dagegen auflehnt, hat keine Chance, solange das deutsche Volk nicht solidarisch ist. Ihr lasst einen Gustl Mollath in der Psychiatrie verelenden und glaubt, dass eure Protestbildchen auf Facebook irgend etwas mit Widerstand oder Unterstützung zu tun haben. Ihr lasst 2000 aufrechte Demonstranten in Frankfurt verprügeln und empört euch online! Was seid ihr Deutschen eigentlich für jämmerliche Feiglinge? Mit euch kann man alles machen! Das wissen die Politiker und lachen sich wund über euch. Eines Tages werdet ihr die Quittung für euer erbärmliches Schweigen bekommen! Dann hat wieder einmal niemand von all den Sauereien etwas gewusst, die in eurem Namen geschehen! Geschenkt!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Thursday, June 13, 2013
Gustl Mollath vor dem Untersuchungsausschuss des bayerischen Landtages!

Gestern war das Phänomen Gustl Mollath, das seit geraumer Zeit durch die Medien geistert, live und in Farbe, im Untersuchungsausschuss des bayerischen Landtages zu besichtigen. Die Abgeordneten und Pressevertreter mussten mit Erstaunen feststellen, dass da ein quicklebendiger Mensch aus Fleisch, Blut und wachem Verstand vor ihnen sass und zu ihnen sprach, wie jeder vernünftige Mensch auf diese Erde. Einen Wahnsinnigen hatten sich die Menschen irgendwie anders vorgestellt. Das liegt einzig und alleine daran, dass Gustl Mollath überhaupt nicht geistesgestört, sondern bei klarem Verstand ist. Alle seine Vorwürfe gegen die Bayerische Bank haben sich in der Zwischenzeit als richtig erwiesen. Seine Ehefrau ist eine rachsüchtige und geldgierige ehemalige Bänkerin, die mit Hilfe einer willfährigen Justiz ihren Ehemann los werden wollte. Mehr wäre da nicht, als ein Ehedrama, das den Staat einen Scheiss anginge, wenn......... Ja wenn, in dieser beschuldigten Bank nicht die gesamte Bayerische G'schaftelhuberei aus Sport, Politik und Bussi - Bussi - Schicki - Micky - Bagage das Sagen hätte. Und wer dieser Blos'n an den Karren fährt, der landet halt in der Klapse ! Das ist einer der grössten Justizskandale der vielen schmutzigen Justiz - Skandale in der Geschichte der deutschen Wendehals - Justiz! Und wo ist der Gerechtigkeitssinn der Deutschen? Am Computer! Wer geht gegen dieses Unrecht auf die Strassen? Bürger von Deutschland, wo seid ihr? Sind die Strassen Deutschlands schwarz vor Menschen? Demonstrieren die Bürger täglich zu hunderttausenden im englischen Garten von München oder vor dem Reichstag in Berlin? Nichts! Der Deutsche Untertan übt sich im Gejammer und beklagen über das Unrecht, das Gustl Mollath widerfahren ist .......auf dem Sofa und danach kommt das Wetter! Nur deswegen können die Politiker ein solches schmutziges Spiel mit den Menschen treiben, weil sie genau wissen, was für bodenlos feige Untertanen sie regieren! "Wer nicht handelt, wird behandelt!" (Willy Brandt)

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Wednesday, June 12, 2013
De Maizière: Feigheit vor der Feinde!

Eigentlich wollte ich mich nicht mehr in diesem Forum zur deutschen Politik äussern, denn ich meinte, in über 20 Büchern und cirka 2.000 Kolumnen alles gesagt und geschrieben zu haben, was es zu den unterschiedlichen gesellschaftspolitischen nationalen und internationalen Themen zu sagen gibt. Aber als ehemaliger Militär sträuben sich mir die letzten grauen Haare, wenn ich diese feige Bürokratenseele auf den Stuhl des deutschen Verteidigungsministers sich in Selbst - Verteidigung üben sehe! Und so etwas will Vorbild für die Truppe sein? So etwas ist Befehlshaber der Bundeswehr in Kriegseinsätzen rund um den Globus? Und da wundert sich noch irgendjemand, dass kein einziger deutscher Offizier vor die Kanzlerin hinsteht und meldet: "Frau Bundeskanzlerin, der Krieg in Afghanistan ist verloren, wir müssen hier weg und zwar sofort!" Wenn der Oberbefelshaber de Maizière alle Schuld und Verantwortung für den Beschaffungsskanal feige seinen Beamten und Generalstäblern in seinem Ministerium in die Schuhe schiebt? So eine jämmerliche Krämerseele will Vorbild für die Soldaten und Offiziere sein? Es ist doch vollkommen wurscht, wer diese Beschaffung der Drohnen vermasselt hat, es widerspricht auf jeden Fall jeder Lebenserfahrung, dass ein Minister keine Ahnung davon haben soll, wenn eine halbe Milliarde Euronen in seinem Ministerium versenkt wurden. Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder er hatte tatsächlich keine Ahnung davon, was seine Beamten da so treiben, dann ist er als Minister eine Fehlbesetzung, oder er wusste es und schiebt jetzt die Schuld feige auf seine Beamten, wie ein Pennäler, der beim Bescheissen erwischt wurde. In diesem Fall hat er bestenfalls die Qualifikation für einen Obersekretär im Nicht - technischen Postdienst, aber niemals kann er Oberbefehlshaber einer Armee sein. Deutschland befindet sich im Krieg in Afghanistan und anderswo und der Oberbefehlshaber ist feige vor der Heimatfront! In Kriegszeiten steht die Strafe für solche miesen Feiglinge aber fest!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Monday, June 10, 2013
In memoriam Pierre Mauroy

Eigentlich habe ich alles gesagt, alles geschrieben und alles publiziert, was mich in den letzten 70 Jahren bewegt hat. Mit meiner Kolumne "Endstation Nissa la bella" sollte Schluss sein, denn ich wollte mich geräuschlos zurückziehen an den schönsten Platz in Europa, den man sich für die letzten Tage eines Lebens auswählen kann: Nizza! Doch kann ich es mir nicht versagen, einem grossen Mann Frankreichs, einem wahren Sozialisten, die letzte Ehre zu erweisen. Pierre Mauroy ist gestern im hohen Alter gestorben. Er wurde 1981 der erste Premierminister unter François Mitterand, später Sénateur von Frankreich und war fast 30 Jahre Bürgermeister von Lille. Die nordfranzösische Stadt hat sich unter seiner Ägide von einer verstaubten Kohlestadt zu einem architektonischen Juwel gemausert. In Frankreich ist es wieder schick ein Sch'ti zu sein. Pierre Mauroy ist als grosser Sohn Frankreichs in dem Gedächtnis der Franzosen unauslöschlich. Er hat es mehr als verdient, im Pantheon geehrt zu werden!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Saturday, June 08, 2013
Endstation Nissa la bella !

Platon hat gesagt, der Krieg ist nur für den zu Ende, der tot ist. Für mich ist der Kampf aus! Tag und Nacht habe ich mich geschunden, um meiner alten deutschen Heimat zu zeigen, wie Demokratie aussieht. Demokratie ist nicht, wenn Politiker Entscheidungen treffen, Demokratie ist, wenn Politiker die Entscheidungen des Volkes umsetzen. Die Grundlagen einer funktionierenden Demokratie sind die Gewaltenteilung in Legislative, Executive und Judicative. Diese Gewaltenteilung findet in Deutschland gar nicht statt. Das habe ich in über zwanzig Büchern und mehr als zweitausend Kolumnen immer und immer wieder geschrieben. Einige Deutsche haben meine Arbeit zur Kenntnis genommen, die Schultern gezuckt und sind weiter gegangen. Andere haben sich für meine Arbeit interessiert. So ist es eine späte Ehrung für mich, dass der Herausgeber der Edition BOD, Vito von Eichborn, mein Buch WEHRT EUCH! nun in zweiter Auflage mit seinem Vorwort versehen, neu auf den Markt bringen will. Na ja, immerhin. Ich will nicht undankbar sein.

Nun sind meine Kräfte erschöpft. Geplagt von übereifrigen Ärzten und dem Gefühl, dass meine Arbeit vollkommen nutzlos war, ziehe ich mich zurück an den schönsten Ort in Europa, den man fürs verenden nur finden kann. Es ist Nissa la bella. Die Grafschaft Nissa gehörte bis 1860 zu den Königreichen von Piemont und Sardinien. Durch geschickte Verhandlungen von Napoléon III. wurde diese Perle der Côte d’Azur dem Kernland Frankreich einverleibt. War Nissa noch Anfang des 19. Jahrhunderts eine bettelarme Stadt, so hat sie sich heute zu einem kostbaren architektonischen Juwel gemausert, das seine italienischen Wurzeln nie leugnen will und kann.

Wer nach Nizza reist, um die mondäne Côte d’Azur zu entdecken und zu geniessen, liegt falsch. Nizza ist nicht mondän. Es ist ein lebendiger Kosmos, der 24 Stunden pulsiert. Nizza ist rund um die Uhr geöffnet. Gerade das Vieux Nice ist eine Altstadt, wie keine zweite in Europa. Kunst, Kultur, unzählige Restaurants, Nacht – Clubs, Discotheken, Galerien und Menschen aus allen Herren Ländern garantieren ein ständiges Flirren in der Luft. Es ist etwas ganz besonderes. Etwas einmaliges. Die Niçoiser haben sich ihre eigene Sprache bewahrt, das Nissard, wie man in angehängten Video Nissa la bella hören kann.

Mehr kann man vom Leben nicht erwarten! Ich suche hier meinen Frieden mit dieser schmutzigen Welt, die ich aus allen Perspektiven zu betrachten das Missvergnügen hatte. Es war wohl zuviel verlangt, auf das demokratische Engagement der Bürger zu hoffen. Die Empörung über die Gemeinheiten dieser Welt findet im Saale statt. Mich aber drängt es ins Freie!

Immer raus mit der Mutter ... !


Verdumpft, verengt, verpennt, blockiert,
so geht das seit zehn Jahren.
Wie sind die Deutschen dezimiert,
die einst von Goethe waren!
Ein Mittel gibts – und das ist rar.
Das Mittel das ist dies:
Mensch, ein Mal auf dem Buhlewar!
Mensch, ein Mal in Paris!

Als Ludendorff einst Lüttich nahm
und nachher nicht mehr rausfand –
Welch Tag für ihn! Der Brave kam
zum ersten Mal ins Ausland.
Man denk ihn sich mit Schnurrbarthaar,
mit Orden, Helm und Spieß,
Mensch, ein Mal auf dem Buhlewar!
Mensch, ein Mal in Paris!

Hannover-Süd und Franken-Nord.
Der Horizont wird kleiner.
Von Hause kommen wenige fort
und in die Welt fast keiner.
Ich wünsch der Angestelltenschar
statt brandenburger Kies:
nur ein Mal auf dem Buhlewar!
nur ein Mal in Paris!

Da draußen kümmert sich kein Bein
um eure Fahrdienstleiter.
Ihr könnt Hep-Hep und Hurra schrein:
die Welt geht ruhig weiter.
Die Völker leben. Freude lacht.
Wir stehn in letzter Reihe.
Was sich bei uns so mausig macht,
das sollte mal ins Freie!
Den Richtern, Bonzen, ja, sogar
Herrn Hitler wünsch ich dies:
Mensch, ein Mal auf dem Buhlewar!
Mensch, ein Mal nach Paris –!

(Kurt Tucholsky)


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Thursday, June 06, 2013
Wir fordern endlich einen Rechtsstaat!

Der deutsche Michel glaubt seit Jahrzehnten den immer wieder abgeleierten Phrasen der Politiker von einem freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat. Bis er eines Tages verwundert feststellt, dass das zwar ein Staat voller Rechthaber ist, in dem er lebt, aber ein Rechtsstaat ist das nicht. Was Deutschland so geschwollen als Rechtsstaat ausgibt ist in Wahrheit eine Verwaltungsbehörde in schwarzen Roben, die den Willen der vorgesetzten Dienstelle, nämlich des Justizministeriums, umzusetzen hat. Mit Justiz im Sinne des Geistes und Wortlautes der römischen Verträge von 1950, mit den UN – Konventionen über Menschenrechte und mit den Regeln des europäischen Gerichtshofes hat das allerdings nichts zu tun. Deutschland und Österreich sind die einzigen Mitglieder der europäischen Gemeinschaft, deren Justiz immer noch von der Politik verwaltet wird und von den Politikern weisungsabhängig ist.

Es ist ein Unding, dass die Justizministerien, also die Politiker, über die Karrieren von Richtern und Staatsanwälten entscheiden, sie versorgen, befördern oder unter Druck setzen können. Es ist ein Unding, dass die Justizministerien Akteneinsicht in einem laufenden Verfahren verlangen können. Es ist ein völliges Unding, dass die Justizminister die ihnen unterstellten Generalstaatsanwälte als politische Beamte einstellen und sie jederzeit, wenn sie nicht parieren, in den einstweiligen Ruhestand versetzen können. Dasselbe gilt übrigens bezeichnenderweise auch für die Generalbundesanwälte, die selten ein leuchtendes Beispiel für geistige Unabhängigkeit abgeliefert haben. Auf Weisung des Bundesjustizministers sind so nicht wenige Ermittlungsverfahren gegen hohe Politiker in den Archiven der Bundesanwaltschaft versenkt worden. Das alles ist aber keine gute Justiz, es ist keine schlechteJustiz, das ist überhaupt keine Justiz. Deutschland erfüllt nicht einmal die Mindestanforderungen an einen freiheitlichen Rechtsstaat! Wir fordern daher:

Die Selbstverwaltung der Justiz mit eigener Dienstgerichtsbarkeit, Disziplinarrecht und einem Richter – Dienstgericht. Die Selbstverwaltung entscheidet über Einstellung, Beförderung und Entlassung von Richtern und Staatsanwälten. Richter und Staatsanwälte werden von einem Wahlausschuss der Selbstverwaltung auf Zeit gewählt und ständig beurteilt. Die Selbstverwaltung stellt einen eigenen Haushalt auf und legt ihn zur Prüfung dem Bundesrechnungshof vor. Generalstaatsanwälte werden von diesem Wahlaisschuss auf Zeit gewählt und beurteilt oder wieder abberufen. Sie sind keine politischen Beamten! Wir verlangen eine Strafvorschrift im Strafgesetzbuch, dass jeder Versuch einer Einflussnahme auf einen Richter oder Staatsanwalt ein Verbrechen gegen die Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland darstellt und als solches geahndet wird.

Und wir verlangen diese Massnahmen jetzt! 150 Jahre Feudaljustiz der jeweiligen Regime von Kaiserreich, über die Weimarer Republik, über das III. Reich bis hin zur Bürokraten – Justiz der Bundesrepublik sind genug! Denn bedenke: Deutschland ist kein Rechtsstaat!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Tuesday, June 04, 2013
Die bayerische Blut - Justiz!

Was gestern Abend in der ARD zu besichtigen war, ist der grösste anzunehmende Unfall der bayerischen Justiz – Geschichte seit der Entfernung der Hakenkreuze aus den unheilgeschwängerten „heiligen“ Hallen des Rechts. Fünfundvierzig Minuten lang konnten die bislang noch ahnunglosen deutschen Kleinbürger, die immer noch an die Mär vom deutschen Rechtsstaat glauben, verfolgen, wie die bayerische Justiz mit unbequemen Menschen wie Gustl Mollath umgeht. Er hatte vor sieben Jahren in einem Ehestreitverfahren dreist behauptet, dass seine Frau als Angestellte der grössten bayerischen Bank für deren Kunden Gelder am Fiskus vorbei in die Schweiz transerfierte. Und er konnte es sogar beweisen mit Daten, Fakten und Namen. Die Richter informierten über diese offensichtlichen Straftatbestände nicht etwa den zuständigen Generalstaatsanwalt, nein, im Gegenteil, sie erklärten die Aussagen Gustl Mollath kurz und bündig zu Wahnvorstellungen und wiesen ihn in eine psychiatrische Klinik ein. Dort sitzt er nun seit 7 Jahren!

Die ganze Sache ist deswegen auch so pikant, weil im Aufsichtsrat eben jener beschuldigten Bank die richtig Grosskopferten aus Politik, Wirtschaft und G’schaftlhuberei sitzen. Man weiss sich zu schützen mit Hilfe einer willfährigen Justiz. Mir san mir! Doch in der Zwischenzeit, nachdem die Verjährungsfristen abgelaufen sind, bestätigt eben jene Bank, dass die Vorwürfe von Gustl Mollath der Wahrheit entsprechen! Eigentlich sollte man meinen, dass dies ausreicht, um den unglücklichen Mann aus den Klauen dieser Behörde zu befreien, die sich hochstaplerisch den Namen JUSTIZ anmasst. Weit gefehlt! Es wird ein Untersuchungsausschuss im Landtag eingerichtet, es sind ja bald Wahlen, um zu demonstrieren, dass es in Bayern auch eine funktionierende Demokratie gibt. Das kann aber nicht gelingen, wenn man es dem ehemaligen Richter des Gustl Mollath ungestraft durchgehen lässt, dass er schnippisch sagen darf, er habe doch nicht die Zeit, den Schriftsatz des Angeklagten zu lesen, schliesslich habe er noch etwas anderes zu tun als Verteidigungsschriften zu studieren. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Die Richter am Volksgerichtshof unter dem Schergen Roland Freisler waren nicht so dumm, jemals so einen hochnäsigen arroganten Schwachsinn öffentlich zu machen, deswegen wurden sie auch alle wieder Richter in der Nachkriegsjustiz der Bundesrepublik.

Der deutsche Michel horcht erschreckt auf, doch dann kommt das Wetter und seine Gedanken drehen sich wieder um seinen Gemüsegarten. Und Gustl Mollath sitzt weiter in der Klapsmühle. Was ist das eigentlich für ein merkwürdiges Rechtsverständnis der Deutschen, die so etwas einfach zu lassen ? Warum gehen die Menschen nicht zu hunderttausenden auf die Strassen und solidarisieren sich mit dem armen Mann? Sie glauben allen ernstes noch an die Mär von einem deutschen Rechtsstaat? Lieber Michel, so etwas war schon immer Politiker – Gewäsch und gab es noch nie auf deutschem Boden. Im Kaiserreich eine Klassenjustiz, in der Weimarer Republik eine diese verachtende Justiz, im III. Reich eine Verbrecherjustiz, nach dem Zusammenbruch eine Wendehals – Justizund heute eine von der Politik gegängelte weisungsgebundene Behörde, die zu Unrecht sich den Namen Justiz umhängt.

Dabei bilden sich die bayerischen Richter besonders viel auf ihre Prädikatsexamen ein und schauen hochnäsig auf andere Bundesländer herab. Das will aber nichts besagen. Auch Dr. iur. Edmund Stoiber besitzt ein juristisches Prädikatsexamen, aber kann auch nach vielen Umwegen und Stottern nicht einmal den Sinn zwischen Flughafen und Hauptbahnhof erklären. Seine Stotter – Rede ist Kabarett – reif und heute auf allen Youtube Kanälen zu bestaunen. Nein diese bayerische Justiz zeichnet sich durch abgrundtiefe Dummheit, masslose Arroganz und duckmäuserische Katzbuckelei nach oben aus. Sie ist keine gute Justiz, sie ist keine Schlechte Justiz, sie ist überhaupt keine Justiz, sondern ein feiger Haufen von entlaufener Verwaltungsangestellten.

Ich hatte einige Male das Missvergnügen mit dieser bayerischen Justiz und danach meine Erfahrungen in meinem Buch DER WINKELADVOKAT veröffentlicht. Lest es oder lasst es, aber erzählt mir nie wieder etwas von einem bayerischen Rechtsstaat!

Zum Hakenkreuz erzogen,
das damals Mode war,
vom Rektor angelogen –
So wurdst du Referendar.

Du warst im tiefen Flandern
Etappenkommandant.
Du spucktest auf die andern
auch hier, im Vaterland.

Ihr spieltet Wilhelms Stützen;
das Korps ersetzt das Heer.
Gäbs keine ohne Mützen:
ihr wäret gar nichts mehr.

Nach steifen Amtsvisiten,
der Landgerichtsstation
kam dann nach alten Riten
die Doktorpromotion.

Es kam das Staatsexamen.
Ihr seid emporgerückt.
Ihr setzt nun vor den Namen
den Titel, der euch schmückt.

Nun, deutsche Jugend, richte!
Hier Waage! Da das Schwert!
Räch dich für die Geschichte!
Zeig dich des Kaisers wert!

Würg mit dem Paragraphen!
Benutz den Kommentar!
Du mußt den Landsmann strafen,
der kein Teutone war.

Setz auf das Samtbarettchen!
Das Volk es glaubt an dich.
Justitia, das Kokettchen,
schläft gern beim Ludewich.

Du gibst dich unparteilich
am Strafgesetzbuchband ...
Du bist es nicht. Nur freilich:
Juristen sind gewandt.

Du wirst des Rechtes Künder.
Dich kriegt man nicht – für Geld.
Gott gnade dem armen Sünder,
der dir in die Finger fällt!

Ich grüße dich, wunderbare
Zukunft der Richterbank!
Du nennst das einzig Wahre:
Rechtspruch nach Stand und Rang!

Ihr wählt euch eure Zeugen!
Ihr sichert den Bestand!
Wo sich euch Rechte beugen,
ist euer Vaterland!

(Kurt Tucholsky)


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Tuesday, June 04, 2013
Der Staat als Kettenhund der Finanzmafia!

Die Bürger von Deutschland werden seit über 60 Jahren immer wieder zu irgend einer Wahl gerufen und wähnen sich in dem Glauben , dass das Demokratie sei. Sie glauben allen ernstes, dass Deutschland ein säkularer freiheitlich demokratischer Rechtsstaat sei. In ihren kühnsten Träumen haben die Deutschen auch nicht im entferntesten eine Ahnung davon, wie ein laizististischer basisdemokratischer Rechtsstaat überhaupt funktioniert, denn ihr eigener Staat erfüllt nicht einmal die Mindestforderungen an diesen internationalen Standart. Es muss hier nicht immer und wieder ausgeführt werden, wie diese Scheindemokratie in Deutschland funktioniert. Es ist leicht nachzulesen in meinem Buch WEHRT EUCH ! Wer es nicht lesen will, ist selbst schuld, ich bin es leid, dem deutschen Michel immer und immer wieder zu predigen, dass er weder in einer Demokratie lebt, die auch nur den Namen verdient, noch sich einer Justiz unterwirft, die auch nur das geringste Recht hat, über ihn zurichten. Das ist keine Justiz, das ist eine vom Staat organisierte Bürokratie, die sich anmasst, Recht zu sprechen. Sie hat keinen Respekt verdient, denn sie spricht keine Urteile im Namen des Volkes.

Was in Deutschland aber tatsächlich abläuft und wie man diese Scheindemokratie leicht entlarven kann, ist, wenn man die befohlenen Rituale der Aristokratie bestehend aus Kapital, Lobbyisten, deren Hofschranzen in den Parlamenten und die Beamtenmafia einmal ausser Plan provoziert. Was nicht vorgesehen ist im Plan der alles erstickenden political correctness ist ein Abweichen vom befohlenen Ritual. In Bayern hat dies Gustl Mollath getan. Er hat in einem Gerichtsverfahren aufgezeigt, wie bayerische Banken Millionen am Fiskus vorbei in die Schweiz geschafft haben. Diese Aussage alleine hätte nicht zu so katastrophalen Folgen für ihn geführt, aber er hat die Einheitspartei CSU schwer belastet, deren Landesregierung mehrheitlich im Aufsichtsrat der bayerischen Bank sitzt. Nichts einfacher als in Bayern einen solchen unbequemen Zeitgenossen mundtot zu machen. Man sperrt Gustl Mollath mit Hilfe eines weisungsgebundenen Richters seit vielen Jahren einfach in einer Psychiatrie weg. (ARD Reportage heute am 03 06 2013 um 22 Uhr 45)

Regt sich Widerstand und Unmut in der Bevölkerung ob einer ausser Rand und Band geratenen Finanzwirtschaft, werden gar ganze Staaten, Existenzen und Millionen von Menschen durch sie in Leid, Armut und Elend gestürzt, dann zeigen die Hofschranzen dieser Finanzmafia aber erst ihr wahres Gesicht. Sie schützen auftragsgemäss die Zockerbuden dieser Verbrecher als wären es Regierungsgebäude oder schützenswerte elementare Verfassungsorgane. Dabei sind es nur Privatunternehmen wie jeder Malerbetrieb auch. Sie haben nur einen einzigen Vorteil: Sie haben den Politikern viel Geld geliehen, um sich mit immer neuen Wahlkampfgeschenken die Macht zu erkaufen und die haben sich dadurch erpressbar gemacht. Nun haben also nicht mehr die Banken das Problem, sondern die Politiker. Und sie haben zu spuren. Gibt es eine Demonstration gegen diesen Wahnsinn, dann verlangt die Finanzmafia von ihren Hofschranzen, sie zu beschützen.

Das tun die Politiker auch treu und brav, denn sie haben gar keine andere Wahl. Dafür halten sie ein ganzes Arsenal an Repressionsinstrumenten bereit, das perverserweise auch noch von den Steuergeldern der Demonstranten finanziert wird: Bis an die Zähne bewaffnete als Yedi Ritter verkleidete und bestens dressierte Rottweiler auf zwei Beinen gehen unter Vernachlässigung jeder Verhältnismässigkeit auf die besorgten Menschen los und berauben sie jeglicher Bürgerrechte. Sie treten sie, schlagen sie, verletzen sie, beleidigen sie, berauben sie ihrer Freiheit und ihrer Illusion von einem Rechtsstaat.

Ich habe hinter die Kulissen dieses Schweinesystems geschaut und es minutiös in meinem Buch BLUTFREITAG aufgezeigt. Lest es oder lasst es, aber erzählt mir nie wieder diesen Schwachsinn, dass ihr in einem freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat lebt.

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Monday, June 03, 2013
Die Knechte des Kapitals!

Das Kapital in inniger Eintracht mit dem Staat schlägt zurück und zeigt den Bürgern, wer der Herr im Hause ist. Gestern wurde jedem deutschen Bürger, der seinen Kopf nicht nur zum kucken von Fussball benutzt, bei der Demo in Frankfurt eindrucksvoll vor Augen geführt, was diese Aristokratie aus Kapital, Politik und Lobbyisten von den Bürgerrechten hält: NICHTS! Die Hofschranzen des Kapitals tragen die verlogene Phrase von der "freiheitlich demokratischen Grundordnung" wie eine Monstranz vor sich her, wenn es um die weinerliche Beklagung des ihnen vermeintlich zugefügten Unrechts geht. Geht es aber um den Grundgesetzartikel 8 (Versammlungsfreiheit), dann sind diese Grundrechte des Urnenpöbels nur noch einen Scheissdreck wert. Die Rechte werden von den Kettenhunden des Kapitals in Space - Aufzügen unter Missachtung jeglicher Verhältnismässigkeit mit Füssen getreten. In Frankfurt wurde das Grundgesetz von den Rottweilern des Kapitals ausser Kraft gesetzt! Nur einmal noch möchte ich es erleben, dass es bei einer Demonstration mehr Bürger wie Polizisten gibt. Der Hass auf dieses Kapital wird sich irgendwann eruptiv entladen! WEHRT EUCH !

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Sunday, June 02, 2013
Abrechnung mit dem deutschen Michel!

In Deutschland sind seit Jahrzehnten politische Entscheidungen von desaströsem Ausmass durchsetzbar, wie sie in keinem anderen zivilisierten Staat denkbar sind. Mir erscheint jeder Tag günstig, einmal in die abgrundtief feige Seele dieser besonderen Teutonen – Spezies zu blicken, die mich vor Zorn, Abscheu, Verachtung und Ekel erschaudern lässt. Meine besondere private Situation erlauben mir diese Freiheit der Gedanken und ich wäre nicht der beissende Chronist der Zeitgeschichte gewesen, wenn ich mir dieses wunderbare Gefühl, keine Rücksicht mehr auf irgendwelche Empfindlichkeiten nehmen zu müssen, entgehen liesse. Auf die jakobinischen Verfechter der political correctness, die mit ihrem Meinungs – Faschismus jede noch so dämliche semantische Verrenkung begründen, habe ich immer gepfiffen.

Nach 70 jährigem Genuss der deutschen Mentalität muss ich mich dem Urteil meiner grossen Vorbilder Friedrich Schiller, Voltaire, Heinrich Heine, Kurt Tucholsky und am Ende meines Lebens auch Wolf Biermann anschliessen: Der Deutsche ist nicht reif für eine wahre Demokratie, denn er hat es zugelassen, dass sich die schlechtesten Vertreter seiner unreifen Spezies in strategischen Situationen des Gemeinwesens unabsetzbar etabliert haben. Der Deutsche ist Mittelmass und wird deshalb auch von einem miefigen Mittelmass regiert und gegängelt. Der Michel ist erstens dumm und zweitens frech: Dumm, wenn er diese Leute wählt und frech, wenn er dann auch noch erwartet, dass sie seine Erwartungen erfüllen sollen. Dabei rede ich gar nicht von unterschiedlichen Parteien, denn die gibt es gar nicht in Deutschland, das Land wird von einer Einheitspartei mit unterschiedlichen Stömungen regiert, deren Abgeordnete alle einen gemeinsamen Nenner haben, sie wollen ihre Macht und Pfründe behalten. Sie sind nichts anderes als die Erfüllungsgehilfen der unverschämtesten Lobbyisten.

Es ist dem deutschen Michel bis heute nicht aufgefallen, dass er in gar keiner Demokratie lebt! Eine Demokratie ist nicht, wenn Politiker eine Entscheidung fällen, eine Demokratie ist, wenn Politiker die Entscheidungen des Volkes umsetzen. Das ist ein entscheidender Unterschied! Mein Verständnis dadür, dass der Michel das bis heute nicht kapiert hat, nur weil er direkt aus dem Feudalstaat des Kaiserreiches auf dem Umweg über eine katastrophale Weimarer Republik ins Nazi Reich gewechselt ist, hält sich in Grenzen. Spätestens als die Allierten ihm das Grundgesetz als Übungsvorlage für das demokratische Erwachsenwerden schenkten, hätte der Michel ja sich einmal in der Welt umschauen können, wie Demokratien eigentlich funktionieren. Weil die Gründungsväter dem deutschen Volk nicht mehr trauten und das zurecht, gaben sie ihm eine Scheindemokratie namens „Repräsentative Demokratie“. Das Grundgesetz war eine Art Übungsmodell, das nach der Wiedervereinigung dem Ernstfall einer Verfassung gemäss Artikel146 GG weichen sollte, wenn der Michel dann erwachsen geworden wäre.

Das Gründungsmitglied der Bundesrepublik Deutschland und Staatsrechtler Prof. Dr. Carlo Schmid liess in Worten und Schriften nie den geringsten Zweifel daran, dass das von den alliierten Siegermächten geforderte Grundgesetz ein Provisorium darstellt, weil das deutsche Volk durch den Viermächtestatus nicht in freier Selbstbestimmung über eine Verfassung abstimmen konnte. Aus diesem Grunde fügten die Mitglieder der Gründerversammlung des parlamentarischen Rates den Artikel 146 in das Grundgesetz, der besagt, dass nach der Wiedervereinigung vom deutschen Volk eine Verfassung beschlossen wird. Die Wiedervereinigung ist 24 Jahre her und Deutschland hat immer noch keine Verfassung. Warum? Weil es sich die politische Oligarchie und die Lobbyisten in der Zwischenzeit sehr bequem gemacht hatten in den Nieschen des Grundgesetz und die eroberte Macht nicht mehr zugunsten einer demokratischen Verfassung des Volkes hergeben wollten. Die aus dem Osten stammende Wendehälsin Angela Merkel erklärte kategorisch, dass eben nun das Grundgesetz die Verfassung sei und damit basta. Das ist nichts anderes als ein STAATSTREICH VON OBEN, den das deutsche Volk, gewohnt zu gehorchen, klaglos bis heute hingenommen hat. Die Frage, die mich bewegt ist, warum das deutsche Volk sich diesen Rechtsbruch gefallen lässt und dies sagt einiges über die duckmäuserische Mentalität der Deutschen aus, die bis heute nicht demokratisch reif sind!

Ist der Michel erwachsen geworden? Das ist er nicht! Er hat bis heute klaglos hingenommen, dass der Geist des Grundgesetzes von seiner Oligarchie verletzt und ihm eine demokratische Verfassung verweigert wird. Er hat hingenommen, dass die schändlichen Reichskonkordatsverträge von 1933 zwischen dem III. Reich und dem Vatikan bis heute fortbestehen und zahlt treu und brav seine Kirchensteuern. Der Michel hat bis heute hingenommen, dass es in ganz Europa neben Österreich nur noch in Deutschland eine weisungsabhängige politische Beamtenjustiz gibt. Er hat, zwar unter grossem Murren und einigem folgenlosen Geschrei, die Entrechtung von Millionen von Bürgern durch Hartz, Leiharbeit, Billiglöhner und Zeitarbeit hingenommen. Er hat es ohne erkennbaren Protest hingenommen, dass seine Regierung chauvinistische Plattitüden aus der Mottenkiste des Nazi – Repertoires auf die südeuropäischen Staaten herunterregnen lassen konnte und diese Länder in Leid und Elend mit ihrer egoistischen Wirtschaftsdoktrin stürzten. Der Michel akzeptiert weitgehend klaglos, dass eine hochsubventionierte Agrarmafia teilweise vergiftete und verdorbene Lebensmittel im Überfluss produziert, die dann zu 50 % im Müll landen oder in Entwicklungsländer exportiert werden, wo sie die dortigen Landwirte ruinieren und ganze Staaten verelenden. Zitat Prof. Ziegler: „Es kommt nicht darauf an, den Menschen mehr zu geben, sondern ihnen weniger zu stehlen.“ Er murrt gegen die Allmacht der Finanzindustrie, die sich diesen Staat zur Beute gemacht hat, weil die „Volks – Vertreter“ bis heute nicht mit Geld umgehen können. Anstatt sparsam zu haushalten und auf unnötigen Luxus wie 16 Bundesländer, 2 Regierungssitzen und hunderttausenden von völlig unnützen Beamten mit ihren noch unnützigeren Behörden zu verzichten, werden immer neue Schulden gemacht und damit die Abhängigkeit von den Banken noch verstärkt. Immer neue „soziale“ Wohltaten werden unters Volk gestreut wie Kammellen am Rosenmontag, um wieder gewählt zu werden. Der Michel zuckt einfach mit den Schultern, wenn der Bundesrechnungshof alljährlich cirka 60 Milliarden verschwendete Steuergelder auflistet, als ob es nicht sein Geld wäre. Es scheint ihm egal zu sein, wenn Neo Nazis 10 Jahre lang raubend und mordend durch das Land ziehen und kein einziger politischer Verantwortlicher dafür zur Rechenschaft gezogen wird. Die Beispiele seiner duckmäuserischen Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen könnte man bis zum Erbrechen fortsetzen.

Doch der Michel wähnt sich weiter unverdrossen in einer Demokratie und hat nichts begriffen. Er schreibe sich die Worte des Verfassungsrechtlers Prof. von Arnim ins Stammbuch: "Jeder Deutsche hat die Freiheit, Gesetzen zu gehorchen, denen er niemals zugestimmt hat; er darf die Erhabenheit des Grundgesetzes bewundern, dessen Geltung er nie legitimiert hat; er ist frei, Politikern zu huldigen, die kein Bürger je gewählt hat, und sie üppig zu versorgen – mit seinen Steuergeldern, über deren Verwendung er niemals befragt wurde. Insgesamt sind Staat und Politik in einem Zustand, von dem nur noch Berufsoptimisten oder Heuchler behaupten können, er sei aus dem Willen der Bürger hervorgegangen." (Prof. Dr. von Arnim, Verfassungsrechtler)

Und nun kommt der Protest des wehleidigen Michels: „Diese Kritik ist undifferenziert und verallgemeinernd! Wir sind nicht alle so!“ Doch! Schreibt es euch hinter die Löffel: Viele deutschen Sofa - Demokraten verwechseln das geniale Geschäftsmodell von Mark Zuckerberg mit der Wahrnehmung ihrer demokratischen Pflichten. Anstatt den Computer abzustellen und zu Millionen gegen das himmelschreiende Unrecht auf die Strasse zu gehen, verlinken die in Facebook ihre ewig gleichen dummen Bildchen. Sie glauben allen ernstes, dass dies die Freiheit sei. Dass diese Bildchen und Verlinkung von Medienerzeugnissen die staatsbürgerlichen Pflichten ersetzt. Das ist unreifer und auf entsetzliche Weise entarteter Kinderkram! Schon Schiller sagte: „Wenn ihr aufhört zu kriechen, dann werden sie aufhören zu herrschen!“ Und Gandhi sagte zurecht: „Wenn der Staat den Boden des Gesetzes verlassen hat, dann wird Widerstand zur Pflicht!“ Doch merkt euch eines: Widerstand bedeutet nicht betteln und bitten! Bedeutet kämpfen und nicht jammern. Freiheit wird erzwungen und nicht erbettelt!

Aber ich gebe zu, es sind nicht alle so. Einige Deutsche haben erkannt, dass es nicht reicht, zu murren, zu maulen und zu meckern. Einen wahrhaften Robin Hood unserer deutschen Zeitgeschichte gibt es und man kann sogar seinen Namen benennen: Gustl Mollath. Er hat ohne Rückendeckung des deutschen Volkes das System angepisst und sitzt nun dafür seit vielen Jahren in einer bayerischen Psychiatrie. Der Staat hat zurückgeschlagen. Und warum kann es sich der Staat leisten, unliebsame Bürger einfach wegzusperren? Weil der deutsche Michel es zulässt und nicht zu Millionen für diesen Mann auf die Strassen geht! Dazu fallen mir die Worte Berthold Brechts ein: „Die Bürger werden eines Tages nicht nur die Worte und Taten der Politiker zu bereuen haben, sondern auch das furchtbare Schweigen der Mehrheit!“

Einigkeit und Recht und Freiheit

Was die Freiheit ist bei den Germanen,
die bleibt meistens schwer inkognito.
Manche sind die ewigen Untertanen,
möchten gern und können bloß nicht so.
Denn schon hundert Jahr
trifft dich immerdar
ein geduldiger Schafsblick durch die Brillen.
Doof ist doof.
Da helfen keine Pillen.

Was Justitia ist bei den Teutonen,
die hat eine Binde obenrum.
Doch sie tut die Binde gerne schonen,
und da bindt sie sie nicht immer um.
Unten winseln die
wie das liebe Vieh.
Manche glauben noch an guten Willen ...
Doof ist doof.
Da helfen keine Pillen.

Was die Einigkeit ist bei den Hiesigen,
die ist vierundzwanzigfach verteilt.
Für die Länder hat man einen riesigen
Schreibeapparat gefeilt:
Hamburg schießt beinah
sich mit Altona;
Bayern zeigt sich barsch,
ruft: »Es lebe die Republik!«
Jeder denkt nur gleich
an sein privates Reich ...
Eine Republike wider Willen.
Deutsch ist deutsch.
Da helfen keine Pillen.


Theobald Tiger
(Kurt Tucholsky)


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Saturday, June 01, 2013
Des Deutschen Lieblingsausrede: Man kann ja eh nix machen!

Der legendäre kleine Mann
Der immer litt und nie gewann
Der sich gewöhnt an jeden Dreck
Kriegt er nur seinen Schweinespeck
Und träumt im Bett vom Attentat.

- den hab ich satt!


(Wolf Biermann)


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Friday, May 31, 2013
Erkenntnis eines schwierigen Lebens: WEHRT EUCH !

Es war ein langer und steiniger Weg nach Frankreich. Er war gekennzeichnet durch Pleiten, Pech und Pannen. Doch wenn ein Mensch einmal ganz unten angekommen ist und nicht mehr weiter weiss, dann wird dieses wunderbare Land mit seinen köstlichen und zuweilen bizarr anmutenden Menschen jedem eine neue Heimat geben und ihn mit grosser Herzlichkeit aufnehmen, wenn man sich ersteinmal an Land, Leute und Spielregeln gewöhnt hat. Geld ist nicht die zwingende Vorraussetzung, um hier akzeptiert zu werden. Die Mehrheit der Franzosen hat auch kein Geld und legt auch keinen besonderen Wert auf materielle Güter. Die Liebe und Treue zum Land sind aber unabdingsbare Vorraussetzungen, was kein bisschen schwer fällt.

Als Schriftsteller (écrivain) geniesst man im Land der grossen Philosophen eine herrausragende Stellung, auch im täglichen Leben. Und so machte ich mich nach jahrzehntelangen Umwegen daran, etwas an mir zu entdecken, was bisher offensichtlich weitgehend im Verborgenen schlummerte. Ich begann zu schreiben und entwickelte im Laufe der Jahre eine ganz eigene und unverwechselbare Diktion. Zuerst schrieb ich mir den Frust über meine alte Heimat Deutschland von der Seele, es wurde der STAATSSTREICH VON OBEN! Dann entdeckte ich die Feinheiten der französischen Mentalität und den Umgang mit den köstlichsten Polit – Skandalen Frankreichs. Daraus wurde schliesslich eine siebenteilige Krimi – Serie mit dem Namen COMMISSAIRE CARLUCCI. Sie wird bis heute gerne gelesen. DIE NIZZA CONNECTION ist eine Liebeserklärung an meine neue Heimat Nizza mit allen seinen Skandalen. Bei den Recherchen zu diesen Kriminalfällen blickte ich hinter die Kulissen der Machenschaften der französichen Politiker. Das Resultat wurde das Buch MORD IM ELYSEEPALAST. Ich wollte aber auch mein eigenes Leben bei der Gelegenheit aufarbeiten. Und so entstanden DER WINKELADVOKAT und der Thriller BLUTFREITAG. Beide Bücher haben mich persönlich sehr geschmerzt, spiegeln sie doch in Teilen mein Leben wieder.

Meine Bücher wurden gelesen und beachtet, was einem Autoren mehr bedeutet als das bisschen Gld, was er dafür bekommt. Immer mehr Menschen wollten auch wissen, wie ich zu den täglichen aktuellen Ereignissen stehe und brachten mich dazu, Artikel und Kolumnen zu schreiben. Sie lösen teilweise bis heute heftige Reaktionen bei den Lesern aus. Denn meine Diktion ist hart, unverfälscht und hat einen Wiedererkennungswert. Da ich nie in meinem Leben Mitglied einer politischen Partei war und auch keiner Ideologie nahestehe, war ich unverdächtig, für irgendjemand den Lohnschreiber zu spielen. Umso treffender konnte ich nach allen Seiten heftig austeilen. Einen kleinen Auszug dieser journalistischen Arbeit habe ich in dem dicken Wälzer DIE TOTENGRÄBER DER DEMOKRATIE zusammengefasst. Die Krönung meiner Arbeit gipfelte in dem kleinen Manifest mit dem Titel WEHRT EUCH! Es ist mein kleinstes Buch und doch der Ausdruck einer langen Erfahrung. Kein Verlag wollte das Buch haben, weil es die Regeln der politischen correctness verletzt, wie übrigens fast alle meiner Bücher und Schriften, also habe ich es selbst finanziert. Und siehe da: Es wurde zusammen mit Stefan Hessels ‚Empört Euch‘, ein Bestseller, der heute an manchen Schulen und Universitäten in Deutschland teilweise zum Literaturverzeichnis gehört.

Alle meine Bücher können Sie auf meiner offiziellen Autorenseite MONSIEUR RAINER hier auf Facebook nachschlagen, zu der ich Sie herzlich einlade. Sie finden mich bei google, meiner homepage und überall dort wo es Bücher gibt.


Letzte Fahrt

An meinem Todestag – ich werd ihn nicht erleben –
da soll es mittags Rote Grütze geben,
mit einer fetten, weißen Sahneschicht ...
Von wegen: Leibgericht.

Mein Kind, der Ludolf, bohrt sich kleine Dinger
aus seiner Nase – niemand haut ihm auf die Finger.
Er strahlt, als einziger, im Trauerhaus.
Und ich lieg da und denk: »Ach, polk dich aus!«

Dann tragen Männer mich vors Haus hinunter.
Nun faßt der Karlchen die Blondine unter,
die mir zuletzt noch dies und jenes lieh ...
Sie findet: Trauer kleidet sie.

Der Zug ruckt an. Und alle Damen,
die jemals, wenn was fehlte, zu mir kamen:
vollzählig sind sie heut noch einmal da ...
Und vorne rollt Papa.

Da fährt die erste, die ich damals ohne
die leiseste Erfahrung küßte – die Matrone
sitzt schlicht im Fond, mit kleinem Trauerhut.
Altmodisch war sie – aber sie war gut.

Und Lotte! Lottchen mit dem kleinen Jungen!
Briefträger jetzt! Wie ist mir der gelungen?
Ich sah ihn nie. Doch wo er immer schritt:
mein Postscheck ging durch sechzehn Jahre mit.

Auf rotem samtnen Kissen, im Spaliere,
da tragen feierlich zwei Reichswehroffiziere
die Orden durch die ganze Stadt
die mir mein Kaiser einst verliehen hat.

Und hinterm Sarg mit seinen Silberputten,
da schreiten zwoundzwonzig Nutten –
sie schluchzen innig und mit viel System.
Ich war zuletzt als Kunde sehr bequem.

Das Ganze halt! Jetzt wird es dionysisch!
Nun singt ein Chor: Ich lächle metaphysisch.
Wie wird die schwarzgestrichne Kiste groß!
Ich schweige tief.
Und bin mich endlich los.

Theobald Tiger
(Kurt Tucholsky)


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Tuesday, May 28, 2013
Nähert sich die V. Republik in Frankreich dem Ende?

Gestern Abend gegen 18 Uhr kam es trotz des grossen Sicherheits - Aufgebotes von fast 5000 Polizisten der Bereitschaftspolizei CRS zu schweren Ausschreitungen zwischen den Befürwortern und Gegnern des Gesetzes zur Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Immer mehr scheint sich zu zeigen, dass sich Frankreich in zwei militante Lager spaltet, die sich unversöhnlich gegenüber stehen. Im Nachhinein sollte man darüber nachdenken, ob in solchen existenziellen gesellschaftspolitischen Fragen nicht doch das bewährte Mittel der Volksabstimmung besser gewesen wäre. Das ist in Frankreich durchaus üblich, da es sich um eine laizistische und plebiszitäre Demokratie handelt. Solche Strassenschlachten vor dem Invalidendom hätte man dadurch vermeiden können. Wenn Präsident Hollande auch noch die Hartz - Gesetze in Frankreich durchsetzen will oder gar den gesetzlichen Mindestlohn (SMIC) abschaffen sollte, wie er es beim 150 jährigen Geburtstag der SPD in Leipzig angedeutet hat, dann wird es in Frankreich Demonstrationen geben wie zuletzt im Mai 1968 und die V. Republik hat sich dann erledigt! Das Revoluzzer - Gen liegt den Franzosen im Blut.

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Monday, May 27, 2013
Mariage pour tous!

Frankreich: Das Gesetz zur Gleichstellung von homosxuellen Partnerschaften hat alle demokratischen Hürden mit grosser Mehrheit passiert und wurde vom Päsidenten der Repuplik nach der Unbedenklichkeitsbescheinigung durch den Verfassungsrat in Kraft gesetzt. Die Mobilisierung der Franzosen ist jedoch ungebrochen. Heute versammeln sich in Paris trotzdem über eine Million Menschen, um dagegen zu demonstrieren. Über 4000 Polizisten sind mobilisiert. Eine militante Gruppe aus ewig Gestrigen macht mobil gegen das Verfassungsgebot. Nicht wenige stehen der rechtsextremen Front National (FN) nahe. Hat Frankreich keine anderen Sorgen? Wie stolz wären die Deutschen, wenn sie gegen die himmelschreiende Ungerechtigkeit und politische Lähmung im Land wenigstes einen Bruchteil der Demonstranten auf die Strassen bekommen würden! "Doch merke: Ein verärgerter deutscher Bürger ist noch lange kein Revolutionär!" (Kurt Tucholsky)


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Sunday, May 26, 2013
Prof. Carlo Schmid: "Wir haben keinen Staat zu errichten!"

Das Gründungsmitglied der Bundesrepublik Deutschland und Staatsrechtler Prof. Dr. Carlo Schmid liess in Worten und Schriften nie den geringsten Zweifel daran, dass das von den alliierten Siegermächten geforderte Grundgesetz ein Provisorium darstellt, weil das deutsche Volk durch den Viermächtestatus nicht in freier Selbstbestimmung über eine Verfassung abstimmen konnte. Aus diesem Grunde fügten die Mitglieder der Gründerversammlung des parlamentarischen Rates den Artikel 146 in das Grundgesetz, der besagt, dass nach der Wiedervereinigung vom deutschen Volk eine Verfassung beschlossen wird. Die Wiedervereinigung ist 24 Jahre her und Deutschland hat immer noch keine Verfassung. Warum? Weil es sich die politische Oligarchie und die Lobbyisten in der Zwischenzeit sehr bequem gemacht hatten in den Nieschen des Grundgesetz und die eroberte Macht nicht mehr zugunsten einer demokratischen Verfassung des Volkes hergeben wollten. Die aus dem Osten stammende Wendehälsin Angela Merkel erklärte kategorisch, dass eben nun das Grundgesetz die Verfassung sei und damit basta. Das ist nichts anderes als ein STAATSTREICH VON OBEN, den das deutsche Volk, gewohnt zu gehorchen, klaglos bis heute hingenommen hat. Das ist unbegreiflich! WEHRT EUCH !

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Sunday, May 26, 2013
Deutsche sind keine Wut - Bürger!

Hunderttausende von Demonstranten in Spanien! Dieses Bild sollte man einmal den pflegmatischen deutschen Sofademokraten zeigen, damit sie sehen können, wie eine Demonstration aussieht. Gründe genug gäbe es in Deutschland, dass die Bürger gegen die Oligarchie demonstrieren und ihre grundgesetzlich garantierte Rechte auf Versammlungsfreiheit wahrnimmt! Doch es ist bequemer zu Hause zu maulen, während sich die Aristokratie schief lacht über die feigen Bürger und ihre Spielchen treibt, wie es ihr passt. Sie hat nichts zu befürchten vom Volk!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer

Sunday, May 26, 2013
Honi soit qui mal y pense!

Der alte Schwerenöter Strauss - Kahn schob gestern seine neue Flamme über den roten Teppich beim Filmfestival von Cannes. Die Prozesse scheinen gut an ihm vorbeigezogen zu sein, seine Gattin wurde wohl abgewickelt. Doppelte Moral ist in Frankreich fehl am Platze, die Franzosen sind alles kleine oder grosse Sünderlein. Er wurde vom Pariser Bürgermeister Delanoë begleitet. Ein Zeichen dafür, dass das offizielle Frankreich ihm seine Eskapaden in New York und Lille offensichtlich verziehen hat. Seine Karriere als aussichtsreichster Kandidat für das Amt des Präsidenten war auf jeden Fall ruiniert. Doch genau diesen Mann hätte Frankreich in der Krise gebraucht. Die Hormone waren dagegen!Was gibt es noch zu berichten vom Mai an der Côte d'Azur? Alain Delon erhielt endlich die ihm schon lange gebührende Ehre und wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Ach ja: Und die Escort Girls haben Hochsaison. Sie reisen aus Venezuela, Brasilien und aus ganz Europa an, um die Millionäre etwas zu amüsieren. Ein bisschen Kleingeld braucht man aber schon für dieses Vergnügen: Ab 1000 Euro pro Nacht ist man dabei. Es werden teilweise bis zu 40.000 Euro für eine Woche an die Blumen des Asphaltes bezahlt! Für D. Strauss - Kahn wäre das auf jeden Fall unter dem Strich preiswerter gewesen.

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Sunday, May 26, 2013
Ist Deutschland ein Modell für Frankreich ? Wohl nicht !

Was der französische Präsident François Hollande da in Leipzig bei der 150 Jahr Feier der SPD an Katzbuckelei vor den "Reformen von Gerhard Schröder" abgeliefert hat, darf getrost unter "Grabreden" subsummiert werden. Denn er weis ganz genau, dass der angebliche Erfolg der Deutschen auf Lügen aufgebaut ist. Sollte er diese "Reformen" in Frankreich versuchen durchzusetzen, ist die Revolution von 1789 ein Kindergeburtstag dagegen. Dazu würde gehören: Die Hartz - Gesetze, die cirka 9 Millionen Franzosen in Armut treiben würden, die Einführung von Dumping - Löhnen, Billiglöhnern und Leiharbeitern. Die Abschaffung des französischen flächendeckenden Mindestlohnes (SMIC), die Aufspaltung der Haushalte in eine Schattenwirtschaft, um die Bilazen zu schönen. Die Abschaffung der Dekrete zur Unabhängigkeit der Untersuchungsrichter! Die Abschaffung der Selbstverwaltung der Justiz! Wir Franzosen leiden unter einer grossen Rezession, wir wissen das, weil die Zahlen öffentlich sind. Das ist noch lange kein Grund, vor einer ausländischen Partei zu kriechen!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Friday, May 24, 2013
Die Partei - Nähe der öffentlich - rechtlichen Rundfunk - und Fernseh - Anstalten!

Was in Deutschland offenbar nur wenige juckt und schon gar keinen Staatsanwalt auf den Plan ruft, weil die sich nicht trauen, gegen ihre Brötchengeber zu ermitteln, ist in dem von den Deutschen viel gescholtenen Frankreich eine schwere Straftat und würde jeden Untersuchungsrichter mit seinem ganzen Instrumentarium auf den Plan rufen: Die Öffentlich - Rechtlichen Rundfunk - und Fernsehanstalten werden zwar von den Gebührenzahlern finanziert, verweigern jedoch jede Auskunft über ihre Ausgaben und die anmassenden Gehälter ihrer Mitarbeiter. Die Kontrolle und die Einsicht in die Bücher wird lediglich den sogenannten Rundfunkräten gewährt. Und wer sitzt da? Die deutsche Aristokratie aus Parteien, Gewerkschaften und Kirchen. Und so wundert es einen nicht, dass das ZDF und Phönix der völlig pleiten alten Tante SPD ihre Jubelfeier zum 150. Geburtstag mit Gebührengeldern finanziert hat. Der Betrachter fragt sich wirklich, was eigentlich in Deutschland noch alles an öffentlich - rechtlicher Korruption geschehen muss, bis der deutsche Sofa - Demokrat einmal von seinem Fernsehsessel aufsteht und den Oligarchen zu ruft: GENUG !

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Friday, May 24, 2013
Grosser Feiertag der deutschen Geschichte: 150 Jahre SPD !

Heute wird in Dresden mit grossem Pomp der 150. Geburtstag der altehrwürdigen SPD gefeiert. Alles, was in dieser verstaubten Republik Rang und Namen hat kommt, nicht zuletzt, um sich im Glanze dieses grossen Namens zu sonnen. Denn keine andere Partei in Deutschland hat es zu dieser ruhmreichen Geschichte gebracht! Die SPD ist die einzige im deutschen Bundestag vertretene Partei, die niemals ihren Namen wechseln musste. Zurecht feiert die SPD ihre grosse Geschichte! Sie hatte in diesen 150 Jahren wirklich grosse Augenblicke und hat für Deutschland viel getan! Deren oft mutige Mitglieder bezahlten ihre Courage nicht selten mit ihrem Leben. Wir werden nie vergessen, wie sich der Reichstagsabgeordnete Otto Wels in der Kroll – Oper gegen das Ermächtigungsgesetz der Nazis gestellt hat. Die SPD musste diesen Mut furchtbar büssen! Das alles soll unvergessen bleiben.

Doch auch diese Partei blieb nie vom Zeitgeist, von gnadenlosen Opportunisten und furchtbaren Heuchlern verschont. Die Irrtümer dieser Partei sind legendär. Wir dürfen nicht vergessen, wie die SPD im Kaiserreich in patriotischer Aufwallung für die Kriegsanleihen des Kaisers und seiner Generäle gestimmt hat und damit Millionen von Deutschen um ihr Geld gebracht haben. Wir müssen, um der historischen Korrektheit Willen, auch die Untaten der SPD - Reichswehrministers Noske aufzählen. Er hat heute willige Nachahmer gefunden. Nach dem II. Weltkrieg schickten sich aufrechte Männer wie Kurt Schuhmacher, Herbert Wehner, Willy Brandt und Helmut Schmid an, die SPD in eine neue Zukunft zu führen.

Es gelang nicht! Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands befindet sich einer Sinnkrise. Ihre Protagonisten wollen Macht, Einfluss, Ämter, schwarze Karrossen, Fahrer und viel Geld. Sie fühlen sich mehr als angepasste Demokraten, denn als Sozialisten und präsentieren sich als CDU – Light! Es muss geklärt werden, was die SPD eigentlich sein will! Sozialismus oder willfähriger Opportunismus? Der französische Sozialist François Hollande hat die Annäherungsversuche der deutschen SPD mit grosser Reserviertheit entgegengenommen. Er sagt expressis verbis: „Ich bin keine linker, keine gemässigter und keine rechter Sozialist. ICH BIN SOZIALIST!“

Die SPD – Granden stammen heute nicht mehr aus dem Arbeitermilieu und sind meist Beamte, Lehrer oder Akademiker. Wer aber nie Arbeiter war, sondern Politiker oder Beamter von der Wiege bis zur Bahre, der schreibe es sich hinter die Löffel: Er ist nicht befugt, für die Arbeiter zu sprechen! In dieser ehrwürdigen Partei haben sich Genussmenschen, geldgiere Salon – Sozialisten und gnadenlose Opportunisten breit gemacht! Und sie haben die hehren Prinzipien von August Bebel zur Karikatur verfälscht. Er würde sich im Grabe rumdrehen, wenn er heute noch mitansehen müsste, für was seine Partei alles gestimmt hat: Hartz Gesetze, Kriege in Jugoslawien und in Afghanistan und viele andere schändliche Entscheidungen hat die SPD getroffen oder mitgetragen. Heute suchen diese linken Kaviar – Fresser (Gauche Caviar) verzweifelt nach einem Profil gegen Merkel. Sie haben keines, owohl die Themen auf der Strasse liegen: Eine Verfassung nach 146 GG, flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn, Ausgleich des Kaufkraftverlustes von 21,7 % seit 1991 und Verbot von Lohndumping durch Zeit – oder Leiharbeit, die Spaltung der Banken in Investment – und Spar – Banken, die Entlassung der Justiz aus der Umklammerung der Politiker, die Verkleinerung des Bundestages durch direkt gewählte Abgeordnete ( Abschaffung der Landeslisten) , Reduzierung der Bundesländer, Schliessung des Bonner Regierungssitzes, Verschlankung des Verwaltungsapparates!

Ihr müsst euch entscheiden: Wollt ihr Sozialisten und damit ein Gegenentwurf zur Merkel’schen Einheits – Brei – Partei sein, oder wollt ihr einfach nur die Attribute der Macht? In letzterem Falle solltet ihr diese altehrwürdige und grossartige Partei hier und heute nicht feiern, sondern begraben!


An einen Bonzen

Einmal waren wir beide gleich.
Beide: Proleten im deutschen Kaiserreich.
Beide in derselben Luft,
beide in gleicher verschwitzter Kluft;
dieselbe Werkstatt – derselbe Lohn –
derselbe Meister – dieselbe Fron –
beide dasselbe elende Küchenloch ...
Genosse, erinnerst du dich noch?

Aber du, Genosse, warst flinker als ich.
Dich drehen – das konntest du meisterlich.
Wir mußten leiden, ohne zu klagen,
aber du – du konntest es sagen.
Kanntest die Bücher und die Broschüren,
wußtest besser die Feder zu führen.
Treue um Treue – wir glaubten dir doch!
Genosse, erinnerst du dich noch?

Heute ist das alles vergangen.
Man kann nur durchs Vorzimmer zu dir gelangen.
Du rauchst nach Tisch die dicken Zigarren,
du lachst über Straßenhetzer und Narren.
Weißt nichts mehr von alten Kameraden,
wirst aber überall eingeladen.
Du zuckst die Achseln beim Hennessy
und vertrittst die deutsche Sozialdemokratie.
Du hast mit der Welt deinen frieden gemacht.

Hörst du nicht manchmal in dunkler Nacht
eine leise Stimme, die mahnend spricht:
»Genosse, schämst du dich nicht –?«

(Kurt Tucholsky)


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Wednesday, May 22, 2013
Zum 200. Geburtstag von Richard Wagner!

Richard Wagner würde heute seinen 200.Geburtstag feiern. Er spaltet mit seiner Musik und seinen furchtbaren Schriften bis heute die Welt. Unzweifelhaft ist seine Musik in weiten Teilen genial. Unzweifelhaft ist auch, dass seine Person bis heute für allerlei verqueres Gedankgut missbraucht wird. Und daran ist er nicht ganz unschuldig, denn sein zweifelhafter Charakter, sein latenter Antisemitismus und sein wabernder Teutonenkult sind nicht nur abstossend, sie sind ekalhaft! Von Rassisten aller Herren Länder wird er heute noch als Kultobjekt verehrt. Die geistige Nähe der Nazis zum Werk Richard Wagner's wurde von seinen Nachfahren waidlich schamlos ausgenutzt! Charaktermängel sind offensichtlich vererbbar, denn unbeschadet von der braunen Geschichte des Wagner - Clans suchen und finden auch seine Ur - Ur - Enkel den engen Draht zu den Mächtigen und Schönen der Republik. Alljährlich entblödet sich die Schicki - Micki - Bussi - Gesellschaft Deutschlands in inniger Umarmung mit den Politikern des Landes nicht, nach Bayreuth zu wallfahren, um dem Meister zu huldigen. Dabei scheint es weniger auf seine geniale Musik anzukommen, als die teuren Roben auf dem roten Teppich auszuführen. Es wurde sogar schon kolportiert, dass nicht wenige dieser eitlen Pfauen nach Durchschreiten des Pressespaliers auf die harten Stühle des Opernhauses verzichtet und durch den Hinterausgang den Schauplatz des Spektakels wieder verlassen haben. Da stellt sich uns die Frage, wieviel Geschichtslosigkeit darf bei der deutschen Aristokratie geduldet werden? Das hat denn der geniale Komponist bei aller Kritik nun auch wieder nicht verdient!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Wednesday, May 22, 2013
Folgenlose Verschwendung von Steuergeldern!

Im Moment wird von der derzeitigen Opposition wieder eine neue Sau durch’s Dorf getrieben: Das Bundesverteidigungsministerium soll 500 Millionen Euro versenkt haben und der zuständige Minister de Maizière soll alleine daran schuld sein. Abgesehen davon, dass diese dämliche Drohne noch von der SPD/ Grünen geführten Bundesregierung bestellt wurde, ist der zuständige Bundesminister meist die allerletzte Person in einem Ministerium, der irgendetwas davon erfährt, was die Beamten in seinem Ministerium so alles treiben, solange der Tag lang ist. Insbesondere, wenn man von der Bevölkerung Deutschlands bis heute unwidersprochen, gleich zwei Bundesverteidungsministerien betreibt. Eines in Berlin im Bendlerblock und einen weiteren Beamtenapparat in Bonn auf der Hardthöhe!

Seit Jahren bemängele ich diesen Missstand! Alle Bundesministerien gibt es doppelt: In Berlin und in Bonn. Sogar der Bundespräsident betreibt zwei Amtssitze: das Schloss Bellevue in Berlin und die Villa Hammerschmidt in Bonn. Abgesehen von der masslosen Geldverschwendung muss es natürlich Reibungsverluste geben, wenn Beamte alleine zu Vorträgen oder Sitzungen ständig mit dem Flugzeug nach Berlin fliegen müssen. Und das in allen Ministerien. Es ist der komplette Wahnsinn und nur dem deutschen Beamtenbund geschuldet, der diesen Schildbürgerstreich durch seine starke Lobby bei den Politikern durchgesetzt hat. Die deutsche Bevölkerung liest das, hört das und mault, aber sie tut nichts. Es ist alles völlig sinnlos, was wir Journalisten tagtäglich schreiben, egal zu welchem Thema, der deutsche Michel hat ewig nur eine Ausrede parat: „Man kann ja sowieso nicht ändern!“ An diesem Volk muss man verzweifeln!

Es ist auch völlig sinnlos, dem deutschen Sofademokraten vor Augen zu halten, dass andere Nationen ganz anders mit der Verschwendung von Steuergeldern umgehen. In den USA, sonst nicht eben ein Vorbild, ist dies ein Straftatbestand, der schwer bestraft wird. In Frankreich ist der Rechnungshof eines der höchsten Gerichte des Landes, das Beamte oder Politiker anklagen und verurteilen kann, wenn sie Steuergelder verschwenden. Sagt man so etwas dem deutschen Sofademokraten, dann kommt die stereotype antwort: „Ja, die Scheiss – Amis! Und die Froschschenkelfresser sind ja auch korrupt!“ Das sind alles Argumente aus dem muffigen deutschen Spiessertum, leicht angereichert durch altdeutschen Chauvinismus! In meinem Entwurf einer Verfassung in dem Buch WEHRT EUCH habe ich die Verschwendung von Steuergeldern als Verbrechen eingestuft, das von einem Gericht, (Rechnungshof) sanktioniert werden sollte. Der Bundesrechnungshof sollte also nicht nur vergangene Ausgaben prüfen, sondern auch die Haushalte auf ihre Verfassungs – Konformität und auf ihre Effizienz prüfen und testieren. Die Richter am Bundesrechnungshof sollten nicht durch die Politiker ernannt werden wie die Bundessrichter, sondern weisungsunabhängig sein.

Dies alles ständig zu fordern und das sinnlose Gemaule des deutschen Michels hören zu müssen, ohne dass sich je irgend etwas ändert in diesem Land, macht müde, gereizt und lethargisch! Man kann jahrelang schreiben und es beweisen, dass Deutschland kein Rechtsstaat ist, dass Deutschland schwere Demokratie – Defizite hat, dass Deutschland keine vom Volk beschlossene Verfassung hat, es ist sinnlos. Im besten Fall erntet man zustimmendes aber folgenloses Kopfnicken, im schlechtesten Fall Unverständnis. Jeder kritischer Chronist steht am Ende seiner Laufbahn vor der Sinnlosigkeit seines Tuns und seiner Arbeit! Man kann an diesem deutschen Volk verzweifeln!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Tuesday, May 21, 2013
Kardinal Meisner kritisiert die Bundeskanzlerin!

Es ist nicht mehr akzeptabel, dass sich Kirchen - Fürsten in die Politik eines Landes einmischen. Das wird nur noch in europäischen Staaten geduldet, die immer noch an den unsäglichen Konkordats - Verträgen festhalten! Italien, Österreich und Deutschland! Diese Konkordatsverträge mit dem Vatikan wurden aber mit den Faschisten Italiens und Deutschlands geschlossen. Sie garantieren den Kirchen Milliarden - Einnahmen, Beamten -Pensionen und ein eigenes Kirchenrecht! Das alles ist nicht mit den Errungenschaften der französischen Revolution zu vereinbaren. Jeder soll nach seiner Façon seelig werden und seinen Glauben ausüben dürfen, aber wir aufgeklärte Demokraten lehnen jede politische Einmischung der Kirchen - Fürsten ab!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Monday, May 20, 2013
Muslime fordern die Burkha an den Schulen!

So weit kommt es noch! Wir wollen ein aufgeklärtes, säkulares und laizistisches Europa! Bei uns dürfen alle Menschen, alle Rassen und alle Glaubensgemeinschaften auf ihre Art leben und glücklich sein. Aber schreibt es euch hinter eure Burka, hinter eure Kopftücher, unter eure Kippa, hier in Europa ist Religion Privatsache! Es darf keine öffentliche Zurschaustellung religöser Symbole geben, weder in den Schulen, noch in anderen öffentlichen Gebäuden. Ihr macht uns nicht zu Geiseln eurer Gesinnung! Ihr habt in erster Linie Demokraten zu sein und unsere Kultur und Rechtsordnung zu akzeptieren! An was ihr glaubt, ist uns wurscht! Wir wollen tolerant sein gegenüber euch, aber dasselbe verlangen wir auch von euch! Und wenn ihr hier leben wollt, dann erwarten wir von euch, dass ihr jeglichem Fanatismus abschwört und mit uns jeglichen blutigen Terrorismus, egal, von welcher Seite er kommt, verurteilt! Ihr seid Bürger unserer Länder und den Grundsätzen von toleranten und demokratischen Rechtsnormen verpflichtet.
Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Monday, May 20, 2013
Deutschland ist gelähmt durch political correctness!

Die jacobinischen Verfechter der political correctness gehen den Bürgern zunehmend auf die Nerven! Die selbst auferlegten Anstandsregeln wurden niemals einem demokratischen Prozess oder Verfahren unterworfen. Kein Mensch weiss, wer die political correctness erfunden hat, wer sie eingeführt hat, wie und durch wen sie legitimiert wurde, wo deren Regeln stehen und wer und wie zu bestrafen ist, wenn er gegen die political correctness verstösst. Gleichwohl legt sich die political correctness wie ein chronischer Ausschlag auf das Land, der andauernd nässt und juckt. Political correctness lähmt jede moderne Streitkultur. Political correctness ist ein undemokratisches Totschlagargument!

Es geht zum Beispiel unglaublich viel Zeit verloren und weitet sich oft zu regelrechtem semantischen Bockmist aus, wenn dem Bürger, von wem eigentlich?, auferlegt wird, von Beamten und Beamtinnen , von Muslimen und Muslima, von BahnhofsvorsteherInnen, von GewerkschafterInnen, von Juden und Jüdinnen, von Bürger und Bürgerinnen usw usw zu sprechen. Die tollsten Kapriolen schlägt die deutsche Sprache, wenn es darum geht, die political correctness zu erfüllen. Goethe und Schiller hätten sich im Grabe herumgedreht, wenn sie dieses politisch korrekte Gesülze von heute mitanhören müssten! Um diese fanatischen Verfechter der politischen Korrektheit ad absurdum zu führen, schreibe ich auch gelegentlich in meinen Kolumnen: Liebe Deutsche und Deutschinnen!

Geradezu grotesk wir der sprachliche Umgang mit Angehörigen von Rassen oder Glaubensrichtungen. Wir dürfen nicht einfach sagen, der oder jener ist ein Jude, was korrekt wäre, nein, wir müssen sagen, seine Eltern waren jüdischen Glaubens. Was für ein Unsinn! Wenn die Mutter eines Menschen Jüdin war, dann sind der Sohn oder die Tochter eben Juden. Na und? Können wir solange nach dem Holocaust nicht etwas unbefangener mit den Juden umgehen? Wer sagt denn, dass wir jüdische Gangster, oft osteuropäischer Herkunft, die teilweise in deutschen Grosstädten ihr Unwesen treiben, nicht anklagen, einsperren oder wenigstens als Gangster bezeichnen dürfen? Müssen wir es uns gefallen lassen, dann als Antisemiten erschlagen zu werden? Ist es ein Tabu, wenn wir die israelische Siedlungspolitik kritisieren? Warum wird ein deutscher Literaturnobelpreisträger von den Medien erledigt, weil er es gewagt hatte, Israel zu kritisieren? Sind Juden unfehlbar und sakrosankt?

Nicht viel besser geht es uns mit Menschen moslemischen Glaubens. Wir haben das a priori gut zu finden und jedes noch so anmassendes Auftreten von muslimischen Funktionären als jakobinische Verfechter des Multi – Kulti – Wahns zu akzeptieren. Treten wir einem Moslem, einem Roma, einem Sinti oder einem Juden energisch entgegen und weisen wir ihn in die Schranken, dann sind wir im besten Fall politisch unkorrekt und im schlechtesten Falle Nazis oder Rassisten. Wieso müssen wir uns eigentlich als Rassisten beschimpfen lassen, wenn wir unsere moslemischen Mitbürger auffordern, ein einziges Mal für unser demokratisches System Partei zu ergreifen und verlangen, dass die moslemischen Funktionäre das blutige Treiben ihrer Moslembrüder in aller Welt öffentlich zu verurteilen? Noch nie haben wir auch nur ein einziges Wort der Parteinahme für unsere Demokratie von unseren moslemischen Mitbürgern gehört! Noch nie haben wir von ihnen ein hartes Wort der Kritik oder gar der Veruteilung von blutigen Teroranschlägen von Salafisten oder fanatischen Moslems gehört. Aber Toleranz ihnen gegenüber von uns einfordern, das können sie. Noch nie haben wir vom Zentralrat der Juden in Deutschland ein Wort der Kritik gegenüber der israelischen Siedlungspolitik gehört.

Das liegt an der politischen Unreife vieler Deutschen und Deutschinnen. Es gebricht oft an schierem Selbstvertrauen und unverkrampftem Umgang mit anderen Rassen und Religionen. Kein Mensch ist sakrosankt und steht ausserhalb des demokratischen Gemeinwesens, ist unfehlbar oder nicht kritikwürdig! Alles und jeder Mensch hat sich der täglichen Kritik zu stellen. Wer sie beleidigt oder erzürnt mit dem Hinweis auf seine Rasse oder Relogion zurückweist, ist kein Demokrat sondern ein politischer Totschläger und Gesinnungs – Terrorist! Deutsche und Deutschinnen, lernt Demokratie! Ein Land ist nur dann demokratisch, wenn es laizistisch ist, wenn alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind, ob er arm oder reich ist, ob er eine schwarze, braune, gelbe oder rote Hautfarbe hat, ob er Akademiker oder Arbeiter ist, ob er Beamter oder Angestellter ist, ob er Jude, Moslem, Hindu, katholisch, eveangelisch, Schamane ist, oder an gar nicht glaubt!

Religion oder Rasse ist die Privatsache eines jeden Menschen! Er hat deswegen weder benachteiligt noch bevorzugt zu werden! Deshalb entfernt sämtliches politisch correcte Kauderwelsch aus der schönen deutschen Sprache, entfernt sämtliche Zeichen einer Glaubensrichtung oder Weltanschauung aus öffentlichen Gebäuden, so wie es das französische Gesetz La Laïcité vorschreibt. Dann ist Deutschland erwachsen geworden!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Monday, May 20, 2013
Erneute Krawalle in Paris!

Das Gesetz "Mariage pour tous" wurde von einer grossen Mehrheit der französischen Nationalversammlung und vom Sénat verabschiedet. Der angerufene Verfassungsrat hat entschieden, dass das Gesetz zur Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften der französischen Verfassung entspricht. Der Präsident der République Frankreich kann nun das Gesetz unterzeichnen. Damit erhält das Gesetz Rechtskraft. Gleichwohl meinen einige fanatisierte religiöse Fundamentalisten, weiterhin auf den Strassen Frankreichs gegen ein demokratisch zustande gekommenes Gesetz Krawall machen zu müssen. Frankreich ist ein laizistischer Staat und lässt sich von keiner religiösen Gruppe und keiner Kirche irgendetwas vorschreiben! Auch das ist eine Errungenschaft der französischen Revolution! Das Rad wird sicher nicht zurückgedreht für ein paar ewig Gestrige!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Sunday, May 19, 2013
Bedingt Demokratie - tauglich oder Staatsstreich von oben ?

Sowohl die Bürger der alten Bonner Republik als auch die mutigen Menschen der untergegangen DDR, die unter grossen Risiken den Zusammenbruch ihres Unrechtssystems erzwungen haben, reiben sich verwundert die Augen angesichts der Veränderung, die ihre Länder in den letzten 24 Jahren durchgemacht haben. Schon das Bild der Städte hat sich verkehrt. Die Ladenpassagen in Leipzig gleichen heute dem Balindamm in Hamburg von 1989. Die Strassen von Bochum gleichen heute den Ruinen von Bitterfeld vor der Wende. Man kann also heute nicht mehr davon sprechen, dass der Westen den Osten über den Tisch gezogen hat bei der Wiedervereinigung, wie dies zu Beginn durchaus den Anschein hatte und vereinzelt auch der Fall war.

Noch deutlicher wird die Veränderung Gesamt – Deutschlands in der Politik. Die Westanbindung, die der alten BRD so gut getan hat, die die Herzen der Menschen geöffnet hat für Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und wahren aufgeschlossenen Liberalismus gegenüber anderen Völkern und Kulturen wird gerade abgewickelt und weicht einer alternativlosen De - thematisierung des Lebens. Lebendige streitbare Politik weicht einer durchgängigen Prinzipienlosigkeit. Demokratische Grundwerte weichen allgemeinem Duckmäusertum. Geistige Hygiene muss leerer politischer Rhetorik weichen. Die südländisch fröhliche Lebenshaltung ist einer strategischen Unaufrichtigkeit gewichen. Die grossartigen Ideen der Gründerväter Europas werden gerade durch eine egoistische und kleinkarierte Spiesser – Politik abgewickelt. Deutschland ist ostischer geworden und sieht heute aus wie eine „DDR LIGHT“.

Dies ist auch und vorallendingen dem heutigen Personal in den Führungspositionen der Politik zu verdanken. Nicht etwa die mutigen Bürgerrechtler, die unter dem Unrechtsregime gelitten haben, sind heute in den Führungsetagen der höchsten Ämter zu finden, die diese neue Republik zu vergeben hat. Sind es entweder angepasste Mitläufer der untergegangenen DDR, die heute das Sagen haben oder von alten Kadern ausgebildete unauffällig gebliebene „Schläfer“? Sie waren auf jeden Fall in der DDR privilegiert und standen dem Regime in der einen oder anderen Form nahe.

Wolf Biermann schreibt dazu: „Der Zusammenbruch der DDR brachte auch eineWende in den politischen Affekten. Die Regimegegener hatten in verschiedenem Masse mit dem Regime gestritten und gedealt. Nun aber, da die alte Machtelite ausgespielt hat, werden die Karten neu gemischt. Der vertraute alte Oberfeind ist weg, der gemeinsame Nenner gilt nicht mehr.“

Die heutigen ostischen Politiker Gesamt – Deutschlands zeichnen sich durch konturlose Fassaden, seltsam kalte Gefühllosigkeit und schwammige politische Prinzipienlosigkeit aus. Niemand weiss, was diese Politiker denken. Das Leben in der DDR Diktatur hat sie geprägt. Tarnen, täuschen, nichts sagen, Mund halten und taktieren ist ihnen zur zweiten Haut geworden. Mit dieser im Westen weigehend unbekannten Schule haben sie nicht wenige nassforsche Elefanten in den Parteien abgeräumt und sich selbst unauffällig an die Macht geschlichen. Sie haben sich im wahrsten Sinne alternativlos gemacht.

Der einzige noch verbliebene Philosoph von Weltrang Jürgen Habermas macht dies am Beispiel Angela Merkel fest: „Merkel macht Deutschland enger und spiessiger. Sie treibt ein clever böses Spiel mit den Menschen. Dabei wird sie unterstützt durch eine unsäglich Merkel – konforme Medienlandschaft.“

Was wir heute in Deutschland besichtigen müssen ist die Abwicklung des provisorischen Grundgesetzes, das durch die Gründerväter im parlamentarischen Rat beschlossen wurde. Die Grundgedanken der aufrechten Demokraten einer liberalen, aufgeschlossenen, freiheitlich demokratischen Rechts – und Sozialordnung sind nichtssagenden Parolen aus der Mottenkiste der Kaderschmieden gewichen. Dabei sind die Schwächen des gut gemeinten Grundgesetzes durchaus willkommen. Und so darf es nicht verwundern, dass die heutigen Politiker sich vehement gegen die Umsetzung des Artikel 146 GG wehren, das den Deutschen nach der Wiedervereinigung eine vom Volk bestimmte und beschlossene Verfassung verspricht. Diese Demokratisierung Deutschlands ist nicht gewünscht und passt nicht in das Vorstellungsbild des alten DDR – Denkens von einer gelenkten Demokratur. Deutschland ist keine Demokratie mehr, hat keine weisungsunabhängige Justiz, keine wirksamen demokratischen Kontrollorgane und ist auf dem besten Wege in die Post – Demokratie!


„Das Grundgesetz ist jetzt die Verfassung“, erklärte Angela Merkel kategorisch, ohne irgend jemand zu fragen. Das ist das Demokratie - Verständnis , mit dem wir es jetzt zu tun haben. Zu allem Überfluss fordert der Bundespräsident, auch ein priviligiertes Mitglied der ehemaligen DDR – Gesellschaft, Respekt der Bürger für ihre Politiker ein. Das aber ist ein dramatischer Rückfall in den postkommunistischen Feudalstaat. Die wie gelähmt erscheinende deutsche Bevölkerung nimmt das alles mehr oder weniger unwidersprochen hin und glaubt allen ernstes, dass sie auch noch eine Wahl hätte. Es gibt keine freien Wahlen in Deutschland, das sind bestenfalls Akklamationen der von den Parteien vorbestimmten Politikerlisten!

„Wer hängt die Aristokaten an die Laterne? Mich entzückt immer das berühmte Lied der französischen Revolution von 1789: Ah! Ça ira!, ça ira, ça ira, les aristokrates à la laterne, à la laterne, à la laterne ! »


(Wolf Biermann in seinem Buch Der Sturz des Dädalus)


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Saturday, May 18, 2013
Beruhigunspillen für die Empörten!

Mit stolz geschwellter Brust verkündeten die Obmänner des NSU Untersuchungs – Ausschusses im Deutschen Bundestag gestern zur besten Sendezeit eine Rarität in der Geschichte des deutschen Parlamentarismus. Die Abgeordneten des Untersuchungs-ausschusses haben sich parteiübergreifend auf ein Ergebnis und auf einen einstimmigen Abschluss – Bericht geeinigt. Es muss an dieser Stelle nicht noch einmal wiederholt werden, dass eine terroristische Bande rechtsreaktionärer Neo – Nazis weit über zehn Jahre, von den Sicherheitsorganen weitgehend unbehelligt, durch Deutschland ziehen und zahlreiche Morde verüben konnte. Es bedarf auch keiner besonderer Erwähnung mehr, weil als bekannt vorrausgesetzt, dass sämtliche siebzehn Landesämter für Verfassungsschutz, alle Polizeidienstellen der Länder und des Bundes, das Bundesamt für Verfassungsschutz, das Bundeskriminalamt, die Generalbundesanwaltschaft und sämtlich Aufsichtsbehörden in den Innenministerien der Länder und des Bundes entweder jämmerlich versagt haben, oder einfach auf dem rechten Auge blind waren.


Dies alles konnte der Untersuchungsausschuss in achzehn monatiger akribischer Arbeit aufklären. Dabei hatten die ehrlich bemühten Abgeordneten lediglich ein sehr stumpfes Instrument zur Verfügung, das untauglich ist, wirklich detaillierte Aufklärung zu leisten. Sie können, anders als zum Beispiel die gefürchteten Senats – Ausschüsse der USA, keine Zeugen vereidigen, zwangsweise vorladen, oder gar Strafverfahren wegen Urkunden - Fälschung, Urkunden – Unterdrückung, Vernichtung von Beweismaterial, Uneidliche Falschaussage, Strafvereitelung im Amt, Mitwisserschaft bei schweren Verbechen, Beihilfe bei Kapitalverbrechen und anderer schwerer Straftaten im Amt einleiten. All diese Straftatbestände wären aber zu subsummieren gewesen, hätte das Parlament vom Gesetzgeber die notwendigen Befugnisse erhalten. Wohlweisslich hat der Gesetzgeber den parlamentaarischen Untersuchungsausschüssen diese Rechte verweigert. Wohl wissend, dass jeder Amtsträger, Minister, Kanzler oder Abgeordnete einmal in die unangenehme Lage kommen könnte, vor dem Ausschuss als Zeuge vernommen zu werden!

Nur so ist es zu erklären, dass einige Zeugen vor dem NSU – Untersuchungs – Ausschuss gelogen haben, dass sich die Balken bogen. Dass sich Zeugen in dem Zeugenstuhl herumflegelten und sich frech auf Erinnerungslücken beriefen, wohl wissend, dass ihnen diese „Kasper“ im Ausschuss gar nichts können. Gerade das grosskotzige Auftreten der ehmaligen Innenminister Schily und Schäuble musste jedem Beobachter die Zornesröte ins Gesicht treiben. Dass der derzeitige Innenminister Friedrichs von der CSU von nichts wusste, ist schon eine Randerscheinung. Ja, entweder sie haben allesamt von nichts gewusst, dann sind sie unfähig ihre Behörden straff zu leiten, oder sie haben es gewusst, dann sind sie Komplizen! In beiden Fällen gehören die verantwortlichen Minister des Bundes und der Länder, die Präsidenten der Landesämter für Verfassungsschutz und der Präsident des Bundamtes für Verfassungsschutz auf die Anklagebank einer besonderen Strafkammer beim Bundesverfassungsgericht für Regierungskriminalität.

Bravo, wird der geneigte Leser rufen. Ich muss ihn enttäuschen. Eine solches Gericht gibt es in Deutschland nicht! Es gibt auch keinen Generalstaatsanwalt, der befugt wäre, einen solchen hohen Amtsträger anzuklagen, denn er ist weisungsgebundener politischer Beamter und dem Justizministerium unterstellt! Glaubt irgend jemand noch in Deutschland, dass ein weisungsgebundener politischer Beamter es wagen würde, seinen Brötchengeber anzuklagen? Das wäre naiv. Die Justiz ist aber auch keine Hilfe! Es ist ein Unding, aber es ist so, Deutschland hat keine unabhängige Justiz. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass der Vorsitzende Richter am Oberlandesgericht München, der das Verfahren gegen die Neo – Nazis durchzuführen hat, noch vor Prozessbeginn verkündete, dass die sogenannten „Ermittlungspannen“ nicht Gegenstand es Verfahrens sein können! Ja, um Himmels Willen, wo denn sonst ausser im Gerichtssaal müssen endlich dieses angebliche Versagen oder gar die Komplizenschaft der Behörden mit den Mördern aufgeklärt werden? Das wäre doch die Pflicht eines jeden unabhängigen Gerichtes!

Aber es gibt keine unabhängigen Gerichte, keine weisungsunabhängigen Generalstaatsanwälte, keine weisungsunabhängigen Generalbundesanwälte, und schon gar keinen parlamentarischen Untersuchungs – Ausschuss, der das juristische Instrumentarium und den MUT dazu hätte, dem Recht zum Sieg zu verhelfen!

Deutschland ist kein Rechtsstaat!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Friday, May 17, 2013
Die neue Mercedes - Z Klasse ist da: Z steht für Zeitarbeit!

An jedem Mercedes der S - Klasse verdient Daimler Benz 50 % brutto! Das sind geradezu unverschämte Gewinnspannen, die wir dem Unternehmen von Herzen gönnen würden, wären sie nicht durch Lohndumping, mit Werkverträgen und auf dem Rücken von Zeitarbeitern erwirtschaftet worden. Bei Amazon ging ein Aufschrei durch die Republik! "Boykott", rief das Netz, ohne hinzuzufügen, dass weder Amazon, noch die Post, noch DHL, noch Mercedes - Benz etwa ungesetzliches tun. Diese Sklavenarbeit wird von den Politikern der CDU, CSU, SPD, FDP ausdrücklich so gewünscht und ist gesetzlich abgesichert! Bei den dadurch erwirtschafteten Milliardengewinnen und Exportüberschüssen der Industrie sollte man meinen, dass die Wirtschaft eigentlich keine Subventionen vom Steuerzahler nötig hat! Weit gefehlt! 170 Milliarden Euro bekommen diese Unternehmen jährlich auch noch an Subventionen vom Staat! Ausserdem werden die Löhne von 9 Millionen Sklavenarbeitern vom Staat subventioniert und nur teilweise von den Arbeitgebern bezahlt. Und das alles geht völlig reibungslos, denn der deutsche Sofademokrat hat sich wenig gemerkt, was eine Demokratie ausmacht, ausser dem ewig gleichen Spruch: "Ich kann ja nichts ändern!"

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Thursday, May 16, 2013
Heyne Verlag übt sich in Proleten - Literatur: Die Geissens!

"Die Geissens", sind das dümmste Format seit der Erfindung des Fernsehens! Die zahlreichen Koch - Shows gehen einem schon auf die Nerven, als ob Deutschland eine Nation voller Gourmets wäre, dabei geben die Deutschen nur 15 % ihres Einkommens für Lebensmittel aus, während die Franzosen 25 % ihres Einkommens in die GRANDE BOUFFE investieren. Doch die Sendung um eine neureiche Proll - Familie aus Monaco ist die restlose Mobilisierung des menschlichen Voyeurismus! Die Geissens hatten eine Firma in Köln, die sie für einige Millionen verkauft haben. Das reichte nicht einmal für eine eigene Immobilie an der Côte d'Azur. Sie haben aber auf den Putz gehauen, als wären sie Milliardäre. Das geht ins Geld! Ein Proll - Auftreten der Extra - Klasse, verbunden mit dicken Autos und schlechten Manieren reichten aus, um VOX auf sich aufmerksam zu machen. Und schon wurden aus bedeutungslosen, schlecht erzogenen Menschen Fernsehstars. Auftritte in Nobelorten wurden arrangiert und bezahlt, teure Hütten angemietet, die den Geissens angeblich gehören, was ein Fake ist, Geld, das sie nicht haben, wurde sinnlos zum Fenster hinausgeworfen, kurz, kein Furz der Geissens war unwichtig genug, um daraus nicht eine Story zu machen! Was sagt uns das? Es geht nicht um dieses lächerliche Proleten - Volk, sondern um das TV - Verhalten von Millionen Voyeuren an der Glotze. Nicht um diese Geissens müssen wir uns sorgen, sondern um die soziologische Störung in den Hirnen der Zuschauer, die so einen Scheiss jede Woche sehen wollen!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Thursday, May 16, 2013
Black Hawk down oder das spiessige Mittelmass als Doktrin der Republik!

Der Mann ist Bundesverteidigungsminister, obwohl er aussieht wie ein Obersekretär im nicht - technischen - Postdienst! Er zeichnet sich aus durch massvolles Auftreten, spiessigen grauen Anzug von der Stange und landsmannschaftlicher Loyalität zur Kanzlerin. Was da teilweise in Deutschland die Führung übernommen hat, ist die späte Rache Honneckers! Ein Stall voller Wendehälse! Grau, spiessig, verschlagen, verlogen, gerissen, opportunistisch und bestens geschult in allen Techniken der Macht. Die "political correctnes" ist zur Staatsraison erhoben worden und liegt wie ein chronischer Ausschlag über dem Land! Es ist heute vielfach nicht mehr so, dass ein engagierter Mensch eine politische Idee hat und sie mittels eines Mandates umsetzen will! Nein, der Politiker schaut in die Umfragen wie in das Schaufenster eines Supermarktes und schaut, was den Urnenpöbel gerade so bewegt. Und danach richtet er seine Meinung, die er dann als seine EIGENE verkauft! Das ist der neue Führungsstil der Politik! Genau daran wird diese Nation zugrunde gehen! Die Medien, die Kirchen und die Lobbyisten liefern die Begleitmusik zum politischen Verblödungs - Konzert! Die Geissens sind die geistigen Vorbilder des ehemaligen Landes der Dichter und Denker! Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Thursday, May 16, 2013
Zu einigen dieser Prozesse: Juristen - Geseich!

Dass Juristen zu allem fähig und zu nichts in der Lage sind, hatten wir schon bei anderer Gelegenheit betont. Gut, die Generation der Nazi-Juristen hat sich biologisch erledigt. Deren Studenten und Referendare gehen langsam in Pension. Heute treibt sich ein Volk voller Spiesser, Bürokraten, entlaufener Revoluzzer aus den 68ern und auch schon deren verzogene, Austern schlürfende Söhnchen in den Amtsstuben herum und masst sich an, im Namen des Volkes Recht zu sprechen. Sie sprechen nicht in unserem Namen Recht, denn sie sind nicht von uns gewählt. Jeder in Deutschland kreischt nach seinem « Recht », oder was er dafür hält. Dabei wird er tatkräftig von den Rechtsschutzversicherungen und von einem Heer arbeitsloser Rechtsanwälte unterstützt, denen keine Klage zu blöde ist, als dass sie sie nicht einreichen würden, nur um ein bisschen Kohle zu verdienen. Deutschland ist ein einziger Rechtsstaat, sollte man meinen. Falsch, er ist ein Staat voller Rechthaber und fanatisierter Bürger, die wegen jedem Dreck andere Bürger anzeigen oder verklagen. Dabei ist « Recht » eine durchaus subjektive Angelegenheit. Was dem Einen als Recht erscheint, wird von einem Anderen als schreiendes Unrecht empfunden. Und so wird geklagt und angezeigt, dass sich die Balken der Gerichte und Staatsanwaltschaften biegen.

Dem könnte man leicht Abhilfe verschaffen. In Frankreich zum Beispiel, auch nicht eben als Unrechtsstaat verrufen, muss jeder Anzeigeerstatter einen Kostenvorschuss an die Gerichtskasse zahlen. Führt das Strafverfahren nicht zu einer Verurteilung, so hat er die ganzen Verfahrenskosten zu bezahlen und die Staatsanwaltschaft ist von Gesetzes wegen verpflichtet, ein Ermittlungsverfahren gegen den Anzeigeerstatter wegen falscher Anschuldigung einzuleiten. Darüberhinaus wird das Zivilverfahren in Frankreich automatisch solange unterbrochen, bis das Strafverfahren rechtskräftig abgeschlossen ist. Hätten wir ebenfalls diese Praxis, so würde das dümmliche « Würzen » von Zivilprozessen mit unnötigen Strafanzeigen endlich aufhören. Es ist eine weitverbreitete Unsitte der deutschen Rechtsanwälte, Zivilverfahren mit Strafanzeigen anzufüttern, damit sie in der Hauptverhandlung Stimmung machen können. « Sogar die Staatsanwaltschaft ermittelt schon wegen des Verdachtes des Betruges, also muss das Zivilverfahren natürlich zu unseren Gunsten ausfallen », so der theatralische Tenor in den Plädoyers der Rechtsanwälte. Nur wenige Richter lassen sich von diesem Schmäh nicht beeindrucken, denn der Richter ist zunächst einmal subjektiv zu beeinflussen. Auch werden in Zivilverfahren angebliche Vorstrafen des Beklagten von den Anwälten eingeführt, obwohl sie nur der Stimmungsmache dienen und im Zivilprozess gar nichts zu suchen haben.

Nun, unser Rechtssystem ist dringend renovierungsbedürftig, die Ausbildung der Juristen muss drastisch verändert und den heutigen Erfordernissen angepasst werden. Die Richter müssen von einem Obersten Richterdienstgericht gewählt und wieder abgesetzt werden können. Erst dann sind sie wirklich unabhängig und verdienen die Autorität, die sie sich anmassen, nur weil sie zufällig ein paar Examina bestanden und sich eine Kutte bei der Hans – Soldan – Stiftung gekauft haben.

Endlich müssen die Herren Richter begreifen, dass sie nicht zu strafen haben. Das steht ihnen gar nicht zu. Es gibt kein staatliches Recht des Strafens. Die Richter haben lediglich die Aufgabe, die Bevölkerung vor Straftätern zu schützen, und zwar nur solange, wie diese eine Gefahr darstellen. Alles andere ist Sadismus, dummdreiste Anmassung göttlichen Wesens, tiefste Ungerechtigkeit. Am allerwenigsten Recht haben diese Richter dazu, uns Moral zu blasen. Dazu sind sie weder befugt, noch ausgebildet. Sie sollten sich ihren Seelenkäse, der uns als Pseudopsychologie daherkommt, in ihren Urteilsbegründungen sparen. Es gibt immer noch diese Mischung aus Kaltherzigkeit, subalternem Geist, Überheblichkeit, dummen und sachlich verkehrten Moralvorstellungen, Einsichtslosigkeit, von vermuffter Seelenkunde, die keine ist. Unsere Richter sollten sich auch endlich einmal abgewöhnen, Geständnisse mit Strafmilderungen zu belohnen. Der Talar hat nichts zu belohnen. Dafür gibt es gar keine Rechtsgrundlage, sie ist nur Ausdruck der Faulheit von so manchen Richtern. Es gibt auch keinen Paragraphen im Strafrecht, der gutes Verhalten vor Gericht vorschreibt. Eine Handlung kann nur dann mit einer Strafe belegt werden, wenn der Tatbestand für eine Bestrafung gesetzlich bestimmt ist.

Schliesslich muss unsere Justiz endlich politisch unabhängig werden. Dazu gehört, dass der Generalbundesanwalt kein politischer Beamter mehr ist, der je nach Gutdünken des jeweiligen amtierenden Justizministers in den einstweiligen Ruhestand geschickt werden kann, wenn er nicht pariert. Er sollte von den Richtern, Staatsanwälten und Rechtsanwälten der obersten Bundesgerichte und des Bundesverfassungsgerichtes gewählt werden. Diese Wahl würde dem Generalbundesanwalt diejenige Autorität verleihen, die er zur Führung seines hohen Amtes unbedingt benötigt. Auch die Generalstaatsanwälte sollten nicht mehr weisungsgebunden sein und direkt von den Richtern, Staatsanwälten und Rechtsanwälten ihres Bundeslandes gewählt werden. Die tägliche Praxis sieht anders aus. Da kann das Justizministerium jeden Staatsanwalt zitieren, Akteneinsicht verlangen und auf mehr oder weniger elegante Weise auf ein laufendes Verfahren Einfluss nehmen. Folgt der ermittelnde Staatsanwalt nicht den « Wünschen » der Politik, so findet er sich sehr schnell wieder als kleiner Familienrichter am Amtsgericht Hintertupfingen wieder, was in der Regel das Ende seiner Karriere bedeutet. Hierfür gibt es zahlreiche Beispiele. Ein Augsburger Staatsanwalt wurde erst kürzlich zum Familienrichter « befördert », weil er ums Verrecken nicht den Anweisungen seines Generalstaatsanwaltes in München in einem Verfahren gegen den Sohn eines bekannten Politikers folgen wollte.

Soviel zur Unabhängigkeit der deutschen Justiz, die die Politiker immer so vollmundig verkünden, wohl wissend, dass es so etwas in Deutschland noch nie gegeben hat. Verfassungsrechtlich ist die derzeitige Praxis höchst bedenklich, da das Grundgesetz ausdrücklich von der Gewaltenteilung spricht : der Legislative, der Executive und der Judikative.

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Wednesday, May 15, 2013
Juristen - Geseich: Zu einigen dieser Prozesse!

Dass Juristen zu allem fähig und zu nichts in der Lage sind, hatten wir schon bei anderer Gelegenheit betont. Gut, die Generation der Nazi-Juristen hat sich biologisch erledigt. Deren Studenten und Referendare gehen langsam in Pension. Heute treibt sich ein Volk voller Spiesser, Bürokraten, entlaufener Revoluzzer aus den 68ern und auch schon deren verzogene, Austern schlürfende Söhnchen in den Amtsstuben herum und masst sich an, im Namen des Volkes Recht zu sprechen. Sie sprechen nicht in unserem Namen Recht, denn sie sind nicht von uns gewählt. Jeder in Deutschland kreischt nach seinem « Recht », oder was er dafür hält. Dabei wird er tatkräftig von den Rechtsschutzversicherungen und von einem Heer arbeitsloser Rechtsanwälte unterstützt, denen keine Klage zu blöde ist, als dass sie sie nicht einreichen würden, nur um ein bisschen Kohle zu verdienen. Deutschland ist ein einziger Rechtsstaat, sollte man meinen. Falsch, er ist ein Staat voller Rechthaber und fanatisierter Bürger, die wegen jedem Dreck andere Bürger anzeigen oder verklagen. Dabei ist « Recht » eine durchaus subjektive Angelegenheit. Was dem Einen als Recht erscheint, wird von einem Anderen als schreiendes Unrecht empfunden. Und so wird geklagt und angezeigt, dass sich die Balken der Gerichte und Staatsanwaltschaften biegen.

Dem könnte man leicht Abhilfe verschaffen. In Frankreich zum Beispiel, auch nicht eben als Unrechtsstaat verrufen, muss jeder Anzeigeerstatter einen Kostenvorschuss an die Gerichtskasse zahlen. Führt das Strafverfahren nicht zu einer Verurteilung, so hat er die ganzen Verfahrenskosten zu bezahlen und die Staatsanwaltschaft ist von Gesetzes wegen verpflichtet, ein Ermittlungsverfahren gegen den Anzeigeerstatter wegen falscher Anschuldigung einzuleiten. Darüberhinaus wird das Zivilverfahren in Frankreich automatisch solange unterbrochen, bis das Strafverfahren rechtskräftig abgeschlossen ist. Hätten wir ebenfalls diese Praxis, so würde das dümmliche « Würzen » von Zivilprozessen mit unnötigen Strafanzeigen endlich aufhören. Es ist eine weitverbreitete Unsitte der deutschen Rechtsanwälte, Zivilverfahren mit Strafanzeigen anzufüttern, damit sie in der Hauptverhandlung Stimmung machen können. « Sogar die Staatsanwaltschaft ermittelt schon wegen des Verdachtes des Betruges, also muss das Zivilverfahren natürlich zu unseren Gunsten ausfallen », so der theatralische Tenor in den Plädoyers der Rechtsanwälte. Nur wenige Richter lassen sich von diesem Schmäh nicht beeindrucken, denn der Richter ist zunächst einmal subjektiv zu beeinflussen. Auch werden in Zivilverfahren angebliche Vorstrafen des Beklagten von den Anwälten eingeführt, obwohl sie nur der Stimmungsmache dienen und im Zivilprozess gar nichts zu suchen haben.

Nun, unser Rechtssystem ist dringend renovierungsbedürftig, die Ausbildung der Juristen muss drastisch verändert und den heutigen Erfordernissen angepasst werden. Die Richter müssen von einem Obersten Richterdienstgericht gewählt und wieder abgesetzt werden können. Erst dann sind sie wirklich unabhängig und verdienen die Autorität, die sie sich anmassen, nur weil sie zufällig ein paar Examina bestanden und sich eine Kutte bei der Hans – Soldan – Stiftung gekauft haben.

Endlich müssen die Herren Richter begreifen, dass sie nicht zu strafen haben. Das steht ihnen gar nicht zu. Es gibt kein staatliches Recht des Strafens. Die Richter haben lediglich die Aufgabe, die Bevölkerung vor Straftätern zu schützen, und zwar nur solange, wie diese eine Gefahr darstellen. Alles andere ist Sadismus, dummdreiste Anmassung göttlichen Wesens, tiefste Ungerechtigkeit. Am allerwenigsten Recht haben diese Richter dazu, uns Moral zu blasen. Dazu sind sie weder befugt, noch ausgebildet. Sie sollten sich ihren Seelenkäse, der uns als Pseudopsychologie daherkommt, in ihren Urteilsbegründungen sparen. Es gibt immer noch diese Mischung aus Kaltherzigkeit, subalternem Geist, Überheblichkeit, dummen und sachlich verkehrten Moralvorstellungen, Einsichtslosigkeit, von vermuffter Seelenkunde, die keine ist. Unsere Richter sollten sich auch endlich einmal abgewöhnen, Geständnisse mit Strafmilderungen zu belohnen. Der Talar hat nichts zu belohnen. Dafür gibt es gar keine Rechtsgrundlage, sie ist nur Ausdruck der Faulheit von so manchen Richtern. Es gibt auch keinen Paragraphen im Strafrecht, der gutes Verhalten vor Gericht vorschreibt. Eine Handlung kann nur dann mit einer Strafe belegt werden, wenn der Tatbestand für eine Bestrafung gesetzlich bestimmt ist.

Schliesslich muss unsere Justiz endlich politisch unabhängig werden. Dazu gehört, dass der Generalbundesanwalt kein politischer Beamter mehr ist, der je nach Gutdünken des jeweiligen amtierenden Justizministers in den einstweiligen Ruhestand geschickt werden kann, wenn er nicht pariert. Er sollte von den Richtern, Staatsanwälten und Rechtsanwälten der obersten Bundesgerichte und des Bundesverfassungsgerichtes gewählt werden. Diese Wahl würde dem Generalbundesanwalt diejenige Autorität verleihen, die er zur Führung seines hohen Amtes unbedingt benötigt. Auch die Generalstaatsanwälte sollten nicht mehr weisungsgebunden sein und direkt von den Richtern, Staatsanwälten und Rechtsanwälten ihres Bundeslandes gewählt werden. Die tägliche Praxis sieht anders aus. Da kann das Justizministerium jeden Staatsanwalt zitieren, Akteneinsicht verlangen und auf mehr oder weniger elegante Weise auf ein laufendes Verfahren Einfluss nehmen. Folgt der ermittelnde Staatsanwalt nicht den « Wünschen » der Politik, so findet er sich sehr schnell wieder als kleiner Familienrichter am Amtsgericht Hintertupfingen wieder, was in der Regel das Ende seiner Karriere bedeutet. Hierfür gibt es zahlreiche Beispiele. Ein Augsburger Staatsanwalt wurde erst kürzlich zum Familienrichter « befördert », weil er ums Verrecken nicht den Anweisungen seines Generalstaatsanwaltes in München in einem Verfahren gegen den Sohn eines bekannten Politikers folgen wollte.

Soviel zur Unabhängigkeit der deutschen Justiz, die die Politiker immer so vollmundig verkünden, wohl wissend, dass es so etwas in Deutschland noch nie gegeben hat. Verfassungsrechtlich ist die derzeitige Praxis höchst bedenklich, da das Grundgesetz ausdrücklich von der Gewaltenteilung spricht : der Legislative, der Executive und der Judikative.

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Wednesday, May 15, 2013
Die verlorene Ehre der 68iger Generation!

Sie sind teilweise noch im II. Weltkrieg geboren und mussten die Verwüstung der Städte und manchesmal noch schlimmer, die Verwüstung in den Hirnen ihrer Eltern mitansehen. Sie wurden oft von Menschen erzogen, die sich nach dem Fiasko des III. Reiches anmassten, ein Vorbild für Kinder zu sein. Entweder waren diese Eltern oft genug Verbrecher, Nazis, Misswisser, Mitläufer, oder einfach nur in billige Anzüge gewickelte Feiglinge! Aber sie predigten ihre Werte, die längst jeden Wert verloren hatten, denn sie stammten entweder aus dem Kaiserreich, oder aus der Weimarer Republik, die gar keine Republik sein wollte oder aus dem zusammengestürzten Nazi – Reich. Diese Eltern machten es sich oft sehr einfach: Sie hängten die Fahnen nach 1945 um, warfen die alten Hakenkreuzfahnen weg und putzten ihre Lebensläufe, manchesmal sogar mit Hilfe alter Seilschaften. Nicht viel besser erging es den späteren 68igern in den Schulen. Was sich dort anmasste, Schüler auf das Leben vorzubereiten, kam entweder bitter enttäuscht, oft auch schwerverwundet an Körper und Seele, aus dem Krieg und der Gefangenschaft nach Hause, war vor nicht allzu langer Zeit aktiver Nazi oder zumindest Mitläufer oder Mitwisser der Verbrechen des III. Reiches. Junge unbelastete Lehrer kamen erst sehr viel später aus der Ausbildung und wurden nicht selten von den alten Kadern des Lehrkörpers fürchterlich gemobt!

Aus diesem Geiste heraus erwuchs die Generation der 68iger. Diese junge Menschen waren genauso traumatisiert wie ihre Eltern und Ausbilder. Sie hörten nichts als Lügen, nichts als Beschönigungen, was nicht zu beschönigen war, nichts als Verdrängung. Neue Literatur oder gute jüdische Literatur gab es nicht! Sie wurde auf dem schwarzen Markt gehandelt und durfte unter Strafe nicht in die Schule und nicht nach Hause mitgebracht werden. Die alten Nazis hatten sich wieder gut eingerichtet in der Bundesrepublik. Die zurückflutenden Polizei – Bataillone, die grauenhafte Verbrechen begangen hatten, stellten wieder die Schutzpolizei. Die Schergen der GESTAPO, des SD und der SS bauten die neuen Sicherheitspapparate in der Bundesrepublik auf. Nahezu alle Richter, Staatsanwälte, Ärzte und Professoren an den Universitäten wurden wieder in den Staatsdienst übernommen und verseuchten eine weitere Generation von Akademikern mit ihrem Ungeist. Furchtbare Nazi bildeten oft die Elite bundesdeutscher Ministerien und Behörden und entblödeten sich nicht, als „demokratische“ Politiker Karriere zu machen. Sie verbreiteten einen dumpfen Gestank von Spiessertum, verlogener Moralvorstellungen und primitiver Küchen – Psychologie, in dem die junge Generation zu ersticken drohte.

Die 68iger Generation formierte sich, begehrte auf und wurde nach alten Riten von den alten neuen Machthabern zusammengetreten, geknüppelt oder gar erschossen. Viele dieser jungen Idealisten mussten unter dem Druck des Elternhauses und des staatlichen Machtanspruches aufgeben und fügten sich nach langem Kampf in das System. Der sogenannte „Marsch durch die Institutionen“ begann. Er hat nichts gebracht! Einige wollten diesen Marsch nicht mitmachen, fügten sich nicht und blieben ewig Aussenseiter. Die Mehrzahl glaubte, das System von innen aufrollen zu können, scheiterte aber am inneren Schweinehund. Sie wurden teilweise noch korrupter, noch verlogener, noch gieriger, noch schamloser, noch spiessiger als diejendigen, die sie zu bekämpfen glaubten. Verheerende Beispiele dieser geistigen Korruption sind heute noch tagtäglich zu besichtigen.

Eine neue Hoffnung keimte mit der Wiedervereinigung im Jahre 1989 bei der 68iger Generation auf. Sie wusste, dass ihr Opfer umsonst war und dass der Kampf verloren ist. Doch im Grundgesetz gibt es bis heute den Artikel 146 GG, der vorschreibt, dass das provisorische Grundgesetz einer vom wiedervereinigten Volk in freier Selbstbestimmung beschlossenen Verfassung weichen muss! Hier noch einmal der Wortlaut des Artikel 146 GG:

Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.

Auf diesen Artikel des Grundgesetzes setzten viele 68iger ihre ganze Hoffnung, denn sie wollten endlich eine demokratische Verfassung, eine direkte Demokratie und eine weisungsunabhängige Justiz in Gesamt – Deutschland installieren. Sie mussten fast ihr ganzes Leben mit dem von den Allierten initierten provisorischen Grundgesetz zurecht kommen, das im Wesentlichen noch ein billiger Abklatsch der ebenfalls schon gescheiterten Weimarer Verfassung war. Die Parteien, die Lobbyisten und das Kapital hatten es sich in den Nischen dieses Provisoriums bequem gemacht und dachten nicht im Traum daran, ihre Pfründe aufzugeben.

Die Hoffnung beruhte also auf den mutigen Menschen aus der untergegangenen DDR, die ihr Leben riskiert hatten, um endlich frei zu sein. Sie wurden von den eigenen Politikern beschissen, belogen und betrogen. Diese hatten es schlicht den alten Nazis nachgemacht, die Fahnen umgehängt, die Lebensläufe geputzt und geschönt und sich als „Bürgerrechtler“ oder zumindest als „unbelastet“ ausgegeben. Die geistig Flinksten unter ihnen machten schnell Karriere im wiedervereinigten Deutschland und scherten sich einen Dreck um ihre Landsleute. Sie besetzen heute oft die Schaltstellen der Macht in der gesamten Republik und erklären frech das provisorische Grundgesetz zur Verfassung, ohne je das Volk befragt zu haben. Die 68iger verloren jeden Mut und passten sich an. So entstand eine undemokratische, dumpfe Spiesserrepublik, die als einziges moralisches Gerüst die „Political correctness“ zur Staatsraison verklärt hat! Wer gegen dieses ungeschriebene und von niemand legitimierte Gesetz verstösst, wird aus der Gemeinschaft ausgeschlossen.

Die 68iger haben jämmerlich versagt! Im Verein mit den Wendehälsen der untergegangenen DDR korrumpieren sie sich jeden Tag aufs Neue und leben in geistiger und moralischer Inzucht! Die Politiker der wiedervereinigten Republik haben alle guten moralischen Ansätze der Gründerväter der Bundesrepublik Deutschland schlussendlich verraten und für gute Pensionen verkauft. Das dumpfe Grollen an der Basis der Republik interessiert diese gnadenlosen Opportunisten nicht, denn sie wähnen sich im Besitz der alleinigen Wahrheit und sind im Besitz aller Macht!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Monday, May 13, 2013
Immer raus mit der Mutter!

Die deutsche Bundeskanzlerin hat sich bei den Südeuropäern mit ihrem chauvinistischen Geschwätz über die „faulen“ Griechen, Italiener und Spanier so richtig unbeliebt gemacht. Heute wollen wir einmal untersuchen, ob sich ihr martialisches und gleichzeitig trostlos dummes Auftreten auch auf die Mentalität der deutsche Urlauber ausgewirkt hat und was diese mit ihrer Kanzlerin eventuell gemein haben. Wir gehen der Sache auf den Grund:


Streng wissenschaftlich unterscheiden wir die deutschen Touristen in den Teutonicus vulgaris, den Schicki – Germanicus, den ängstlichen Spiesser und den gemeinen Proll.


1. Der Teutonicus vulgaris, auch « gemeiner Deutscher » genannt, kommt hauptsächlich an der italienischen Adria in den Städtchen Caorle, Jesolo, Bibione, Rimini, Milano Marittima bis hinunter nach Pescara vor. Speziell in Caorle wird die deutsch – österreichische Freundschaft gepflegt, da dieser kleine Ort ausser von Millionen Schnaken auch jährlich von vielen Wienern Hausmeistern und Frisören heimgesucht wird. Es gibt alles, was das deutsche Herz begehrt. Dreckige Strände, verseuchtes Wasser, Wiener Schnitzel, auch Elefantenohren genannt, man spricht nur deutsch, manchmal mit ordinärem Wiener Luden – Akzent, aber immerhin noch als deutscher Dialekt identifizierbar. Den obligatorischen Luna – Park darf man nicht vergessen, wo man sich für teures Geld einen warmen Asti – Spumante schiessen kann. Und natürlich Discos zum feiern und abtanzen bis der Arzt kommt. Wer ein besonderer Anhänger deutschen Brauchtums ist, lässt sich im Campingplatz in Jesolo nieder. Dort gibt es alles was den Deutschen Freude macht, sogar für den Blockwart ist gesorgt, damit alles seine Ordnung hat und niemand an die Pinien pinkelt. Auch in Mallorca, dort vor allen Dingen in Cala Minor, fühlt er sich heimisch. Dort muss er sich keine Sorgen um eine schöne deutsche Curry – Wurst machen, die gepflegte deutsche Sprache hat praktisch dieses komische einheimische Kauderwelsch verdrängt. Dabei fühlt man sich doch etwas pikiert, wenn man immer wieder auf die Spezies « gemeiner Proll » in El Arenal stösst. Dies ist dann doch zu peinlich. Der « Teutonicus vulgaris » möchte sich etwas abheben vom billigen Sauftourismus, man hat ja genug Sorgen beim täglichen Kampf ums Handtuch am Pool mit diesen ungezogenen Engländern. Wenn es dann zu bunt wird, gibt es noch grosse Teile der spanischen Küste, wo man deutschen Service in den zahlreichen Bettenburgen erwarten darf. Dabei meidet er seine Artgenossen aus der Spezies « gemeiner Proll », die sich hauptsächlich in Lloret de Mar die Hucke vollsaufen. Ebenfalls suspekt sind ihm die vielen Rolex tragenden Kapitalanlagebetrüger, die sich in der Region Marbella vor der deutschen Polizei verstecken und streng wissenschaftlich zu der Familie der Schicki – Germanici gezählt werden. Gelegentlich wurde der « Teutonicus vulgaris » auch schon an der französischen Riviera, hauptsächlich in den Küstenstädtchen Sainte Maxime, Saint Raphaël und Grimaud gesichtet. Dort scheint er sich auch recht wohl zu fühlen, denn es gibt dort viele holländische Käsköpfe und belgische Pralinenfresser. Er wähnt sich an der mondänen Côte d’Azur, dabei endet die in Cannes. Diese Bretterbuden im Departement Var sind beliebig mit Rimini und El Arenal austauschbar. Das Ambiente ist vergleichbar. Alles was der Deutsche so liebt, Bockwurst, Bier, Sauerkraut, billige Absteigen, jede Menge Schnaken, findet man ohne lange suchen zu müssen. Viele belebte Strände liegen verkehrsgünstig direkt an der Hauptstrasse und sind proche de tous, wie der Eingeborene zu sagen pflegt. Aber hier kann man schon Postkarten vom nahen Saint Tropez an die zu Hause Gebliebenen versenden, um die Verwandtschaft in Gelsenkirchen und Bottrop zu ärgern. Dabei meidet unsere hier beschriebene Spezies Saint Tropez in der Regel, da es a für ihn viel zu teuer ist, b nur nach stundenlangem Stop and Go an der Küstenstrasse erreichbar ist und er einen Kolbenfresser an seinem Ford Mondeo riskiert und er c Minderwertigkeitskomplexe bekommt, wenn er die vielen russischen Zuhälter mit ihren aufgetakelten Nutten, die pädophilen Engländer auf ihren gemieteten Yachten und das restliche Pack aus der ihm verhassten Spezies des Schicki – Germanicus sehen muss. Die uns schon fast ans Herz gewachsene Spezies des « Teutonicus vulgaris » findet man aber auch an den Stränden Griechenlands, der Türkei und im Rahmen des Ausbaus der neuen bilateralen Beziehungen mit den ehemaligen Ostblockstaaten in Rumänien, Bulgarien und Ungarn. Auch dort haben sich clevere Tourismusmanager schon auf die Wünsche des Deutschen eingestellt. Man findet dort heute schon alles so gut vorbereitet wie in Rimini oder Mallorca, sogar die Preise sind noch regelrechte Schnäppchen. Unsere hier beschriebene Spezies ist ausser an ihren Urlaubswünschen auch sonst leicht zu erkennen. In der Regel entspringt ihr typischer Vertreter der statistischen Durchschnittsfamilie, also verheiratet und zwei Kinder, Arbeiter oder Angestellter, das Häuschen in der Röhn finanziert durch Wüstenrot, eine EC – Karte in der Tasche und einen Sonnenbrand auf dem Bierbauch. Er spricht keine Fremdsprachen ausser etwas hochdeutsch und liest normalerweise Bastei – Romane, der intellektuell besonders Anspruchsvolle Rosamunde Pilcher. Im Fernsehen sieht er am liebsten « Rambo » mit Stallone oder « Richterin Barbara Salesch ». Als Auto bevorzugt er die zuverlässige deutsche Mittelklasse oder den japanischen Reiskocher. Er pflegt es sehr, auf jeden Fall kommt in der Rangliste seiner Prioritäten zuerst das Auto, sein DVD – Player, der Hund, der Sohn, sein ganzer Stolz, dann noch die Frau und schliesslich die ungezogene Tochter. Seine Ferien plant er mit LTU, TUI oder durch Vermittlung eines Reisebüros. Dabei überlässt er wenig dem Zufall. Alles wird versichert. Die Rechtsschutzversicherung ist von allergrösster Bedeutung. Schliesslich muss der Reiseveranstalter hinterher verklagt werden. Irgend ein dummer deutscher Richter wird sich schon finden, der ihm die arg strapazierte Urlaubskasse durch gezielte Beweisaufnahmen mit der Video – Kamera per Gerichtsentscheid wieder auffüllt. Notfalls bringt man die Kakerlake im Böxli an den Urlaubsort mit und platziert sie gewinnbringend im Hotelbad. Clever ist der « Teutonicus vulgaris » !


2. Lassen Sie uns die Spezies des « gemeinen Proll » hier vorziehen, da doch eine sehr enge genetische Verwandtschaft zum « Teutonicus vulgaris » besteht. Er unterscheidet sich lediglich durch seine Trink – und Essgewohnheiten, sein Outfit, sein Benehmen und seine sexuellen Vorlieben. Auch ist er in der Regel Alleinreisender oder fühlt sich in der Gruppe grölender Gleichgesinnter wohl. Er kommt hauptsächlich an bestimmten Orten in Mallorca wie zum Beispiel in El Arenal vor. Dort bevorzugt er die Schinkenstrasse und das dort ansässige In – Lokal Ballermann 6. Auch das spanische Festland ist durchaus interessant für ihn. Er liebt Lloret de Mar, wo er seine niedrigen Instinkte gut ausleben kann, ohne sonderlich aufzufallen. Nunmehr hat seine Säuferleber auch die Gestade des Schwarzen Meeres entdeckt. Seine Population ist sehr fruchtbar, da bekanntlich die Dummheit als letztes stirbt. Er reist gewöhnlich mit dem Bus oder mit dem Billigflieger in der Holzklasse. Schon auf der Reise übt er mit seinen Kumpanen und verbessert sein Schluckverhalten. So fällt ihm oft gar nicht auf, wohin ihn der Reiseveranstalter karrt. Man sah ihn auch schon in einer deutschen Grossraumhalle in der irrigen Annahme, er sei im Ballermann auf Mallorca. Ein bisschen Ambiente, viel Sangria aus dem wohlbekannten Pissbecher, Wolgang Petri, Jürgen Drews und Costa Cordalis mit ihren bekannten Heimatliedern besorgten den Rest der Illusion. Er kleidet sich in der Regel einfach. Ein T – Shirt oder bei besonderen Sauberkeitsfanatikern auch ein zweites zum Wechseln, die Unterhose wird wöchentlich gewendet, ein Paar Jeans, die man praktischerweise abends in die Ecke stellen kann und ein Paar billige Turnschuhe. Dazu ein Brustbeutel für die Kröten und fertig ist das Gepäck des « gemeinen Proll » . Er fällt gerne auf, trinkt leidenschaftlich gerne billiges Bier aus der Dose oder Sangria aus dem Eimer. Essen ist weniger wichtig, da es meist nach reichlich Alkoholgenuss ohnehin wieder auf natürlichem Wege dahin gespuckt wird, wo es her kam. Geschlafen wird am Strand und mit gleichgesinnten Tussis wird im Freien gevögelt, wenn dies der Pegelstand zulässt. Eine durchaus liebenswerte Spezies, so einfach und volksnah und dabei so musikalisch. Gerne werden bekannte Heimatlieder im Chor gegrölt, damit keine Zweifel über ihre Herkunft aufkommen. Dabei ist auf seinen Patriotismus Verlass. Kommt ihm ein dummer Engländer oder ein strohiger Käskopf in sein Revier, hagelt es Prügel. Im Grunde ist er das Rückrat des deutschen Tourismus. Er prägt auch das Ansehen der Deutschen im Ausland.

3. Der « ängstliche Spiesser » ist ein besonders typischer Vertreter der deutschen Herrenrasse. Er kommt hauptsächlich in der Schweiz, dort vor allen Dingen in Engelberg, Grindelwald und am Lago Maggiore vor. Auch in Österreich und in Südtirol wird er häufig gesichtet. Die oberitalienischen Seen wie zum Beispiel der Gardasee sind auch überaus beliebt beim ängstlichen deutschen Spiesser. Er benimmt sich sehr gut, erwartet das aber auch von den übrigen Menschen, da er sonst sehr unangenehm und belehrend auftreten kann. Er ist auch sehr gebildet, denn er plant seine Reisen lange und präzise. Nichts überlässt er dabei dem Zufall. Mindestens ein Reiseführer ist sein ständiger Begleiter. Er isst in der Regel deutsche oder artverwandte Kost, es muss natürlich alles günstig sein, trinkt gelegentlich, doch in Massen ein Glas Wein, ebenfalls nur vom Günstigen und kleidet sich volkstümlich mit Kniebundhosen, Trachtenjacke und Rucksack. Dort hat er die Utensilien für alle Eventualitäten vorbereitet. Vom Hansaplast bis zur Telephonnummer seines Rechtsanwaltes, vom Schweizermesser bis zum Vesperbrot. Trinkgelder gibt er sparsam, denn man sollte seiner Meinung nach die Eingeborenen nicht zu sehr verwöhnen. Er ist sehr sportlich und kennt alle Wanderwege im In – und Ausland. Seine Reisen tritt er oft mit der Bahn an oder er nimmt bei zu erwartendem schönen Wetter vielleicht auch seinen Mercedes Diesel mit in den Urlaub. Er kommt eigentlich aus dem typischen deutschen Mittelstand und ist durchaus belesen. Landser – Romantik von Konsalik und anspruchsvolle Romane von Simmel sind seine bevorzugte Lektüre. Im Fernsehen sieht er gerne die Nachrichten und kann sich dabei furchtbar aufregen. Auch sonst ist er gerne unzufrieden, da fühlt er sich am wohlsten. Eine ausgesprochen liebenswerte Spezies !

4. Der « Schicki – Germanicus » ist das genaue Gegenteil des « ängstlichen Spiessers ». Er ist ausgesprochen lebenslustig und kommt vorzugsweise in Monaco, Cannes, Saint Tropez, Ibiza, Florida, auf den Seyschellen, in Marbella, Sankt Moritz, Kitzbühel oder gar auf Sylt vor. Man erkennt ihn oder sie sehr leicht am Outfit. Prinzipiell trägt er nur Markenware, fährt Rolls oder Jaguar, im Winter den Mercedes G oder den Heli und im Sommer am liebsten seine Motoryacht und ein schickes Cabrio. Er zeigt sich immer mit viel Geld, egal ob geklaut, ergaunert, angeheiratet, ererbt oder gar nicht vorhanden. Er liest hauptsächlich seinen mitgebrachten Klein- Computer, um die Börsendaten zu verfolgen und seine Mails abzufragen. Gegessen wird nur vom Feinsten. Zum Früstück Kaviar auf der Eisschale, dazu ein Fläschchen Dom Perignon, den er bevorzugt, weil er meist Moët et Chandon nicht aussprechen kann. Mittags gibt es Hummerschnittchen und natürlich Schicki – Brause dazu und abends wird richtig gevöllert. Anschliessend treibt man sich in Monaco im Sporting Club bei Jimmy’z herum, bis der Morgen graut. Am Morgen danach wird der Kosmetiker aufgesucht, um in stundenlangen Sitzungen den Zustand ante wieder herzustellen. Die « Damen » gehen gerne shopping bei den einschlägigen Boutiquen und verbringen ihre Zeit damit, das reichlich vorhandene Silikon zu pflegen. Der Schmollmund muss ständig kontrolliert werden, der Busen kann auch leicht verrutschen und die Reithosen müssen regelmässig zum Fettabsaugen zu Professor Mang in die Bodenseeklinik. Man kennt sich untereinander und pflegt freundschaftlich ( Bussi – Bussi) und doch hasserfüllt den Umgang mit seiner Rasse. So sind die Reisetermine aufeinander abgestimmt. Im Frühjahr auf die Seyschellen, Ostern nach Marbella, Pfingsten nach Ibiza, im Mai ist man bei der Formel Eins in Monaco, Im Juli und August auf der Yacht in Saint Tropez, um dort am Plage Pampellonne die Wutz rauszulassen. Im Herbst trifft man sich in Baden – Baden zur Rennwoche und wohnt im Brenner’s Parkhotel. Im Winter mag man es schicki – rustikal mit « Freunden » in Kitzbühel und im Februar ist das Palace – Hotel in Sankt Moritz ein must. Bald danach muss man schon wieder auf den Wiener Opernball, um sich mit Mörtel Lugner zu treffen. Kein Ereignis darf ausgelassen werden, sonst ist man out ! Es ist ein grosser Stress, immer reich, immer schön, immer « in » zu sein. Der Mensch an sich kommt kaum dazu, seinen oft windigen Geschäften nachzukommen und seine Investoren an der Börse richtig zu informieren, damit diese wieder frisches Geld in seine Träume stecken. Dabei kann schon mal etwas auf der Strecke bleiben. In der Regel sind es seine Investoren. Die angeheirateten Reichen unter den Schickis haben es nicht einfacher. Es muss ein grosser Aufwand getrieben werden, dem erheirateten Adelstitel gerecht zu werden. Nicht jeder soll schliesslich gleich merken, dass man eigentlich nicht als Baronin geboren wurde, sondern nur Friseuse in der Oberpfalz war, bevor man den alterschwachen und schon etwas senilen Baron noch einmal glücklich machte und der danach in einem letzten eingebildeten Orgasmus das Zeitliche segnete. Dabei hat man sich ständig dessen Verwandtschaft zu erwehren, die dieses Opfer für ihren verblichenen Ahnen absolut nicht anerkennen wollen. Der von Natur aus reiche « Schicki – Germanicus » tut sich oft schwer, sich dieses Pöbels unter seinesgleichen zu erwehren. Daher baut er grosse Hürden in Form von Clubs und ähnlichem auf. Auch das ist heute kein zuverlässiges Mittel mehr, denn dort wurden noch reichere Russen mit ihren kleinen Kurnikova – Verschnitten schon gesichtet. Und die hängen ohne jeden Skrupel jeden noch so geschmacklosen Fummel in die Explosiv – Kamera von RTL. Deren Zobel sind unübertroffen, der Schmuck ist schon schwerer als bei den dicken Araber – Weibern, die langsam aus der Mode kommen. Ja, das Leben der « Schicki – Germanici » ist nicht einfach, kostet viel Kraft und noch mehr Geld. Und dieser Neid unter den deutschen Finanzbeamten ist auch sehr lästig. Ständig ist man auf der Suche nach neuen Steuer –Schlupflöchern und Geld – Oasen.
Es gibt natürlich noch diverse Unter – Familien, die aber im einzelnen nicht weiter beschrieben werden müssen, da die Abweichungen oft nur in Nuancen zu messen sind. Die Typen, die ständig nach Thailand fahren, um billigen Sex zu bekommen oder um kleine Jungs zu beglücken, sind auch relativ schwer in die bekannten Arten der deutschen Touristen einzuordnen. Nehmen wir sie als gentechnische Fehlkonstrukionen oder auch als eine verunglückte Laune der Natur.

Doch halt ! Es gibt noch einen seltenen Exoten unter den deutschen Touristen. Fast hätte ich ihn vergessen, da er kaum wahrnehmbar ist. Er lebt meist mehrere Wochen im Jahr in seinem eigenen Ferienhäuschen in der Toskana oder im Hinterland von Cannes oder gar ganz in der Provence. Er spricht fast wie ein Italiener oder wie ein Franzose, kleidet sich so, fährt ein kleines Wägelchen mit einheimischer Nummer und hat sich total integriert. Seine Bescheidenheit und Liebe zu Land und Leuten machen ihn völlig unauffällig. Mit Deutschen will er wenig zu tun haben, daher meidet er die Touristenhochburgen. Das ist zwar eine selten rare Form des Deutschtums, aber unglaublich angenehm. Leider viel zu rar.Ein Exote eben ! Eine genetische Fehlentwicklung des wahren Deutschen.

Der Deutsche hat offensichtlich wenig mit dem Bild gemein, das die Kanzlerin von ihrem „Volk“ bei den europäischen Nachbarn zu vermitteln versuchte. Er scheint also nach wie vor gerne gesehen zu werden in den Urlaubsländern. Insofern ist Angela Merkel hippologisch gesehen vom Pferd gefallen! Wir empfehlen daher der deutschen Kanzlerin, mehr zu reisen, um die Menschen auch ausserhalb der Uckermarck kennen zu lernen!


Verdumpft, verengt, verpennt, blockiert,
so geht das seit zehn Jahren.
Wie sind die Deutschen dezimiert,
die einst von Goethe waren!
Ein Mittel gibts – und das ist rar.
Das Mittel das ist dies:
Mensch, ein Mal auf dem Buhlewar!
Mensch, ein Mal in Paris!

Als Ludendorff einst Lüttich nahm
und nachher nicht mehr rausfand –
Welch Tag für ihn! Der Brave kam
zum ersten Mal ins Ausland.
Man denk ihn sich mit Schnurrbarthaar,
mit Orden, Helm und Spieß,
Mensch, ein Mal auf dem Buhlewar!
Mensch, ein Mal in Paris!

Hannover-Süd und Franken-Nord.
Der Horizont wird kleiner.
Von Hause kommen wenige fort
und in die Welt fast keiner.
Ich wünsch der Angestelltenschar
statt brandenburger Kies:
nur ein Mal auf dem Buhlewar!
nur ein Mal in Paris!

Da draußen kümmert sich kein Bein
um eure Fahrdienstleiter.
Ihr könnt Hep-Hep und Hurra schrein:
die Welt geht ruhig weiter.
Die Völker leben. Freude lacht.
Wir stehn in letzter Reihe.
Was sich bei uns so mausig macht,
das sollte mal ins Freie!
Den Richtern, Bonzen, ja, sogar
‚Den Nazis‘ wünsch ich dies:
Mensch, ein Mal auf dem Buhlewar!
Mensch, ein Mal nach Paris –!

(Kurt Tucholsky)

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Sunday, May 12, 2013
Die Wendehälsin !

Na schön, nun können es also auch die letzten verbohrten CDU - Wähler schwarz auf weiss in einem von Frau Merkel unwidersprochenen Buch nachlesen: Angela Merkel war FDJ - Sekretärin und systemtreue Kommunistin des sogenannten Demokratischen Aufbruchs (DA) der DDR. Sie war ein priviligiertes nützliches Mitglied des Unrechts - Systems und genoss alle Vorteile der DDR. Dass sie keine Widerstandskämpferin war und auch nie auf der Seite der Bürgerrechtler stand, hat sie selbst in einem Interview zugegeben. Als die DDR kollabierte, hängte sie die Fahnen um und war bald Bundesministerin unter Kanzler Kohl. Heute wird sie von 40 % der Deutschen verklärt! Das ist eine typische deutsche Wendehals - Karriere, wie wir sie auch nach 1945 häufig erlebt haben. Was sagt uns das? Es bestätigt zumindest und das sollte nun aber wirklich der letzte deutsche Michel begreifen, dass diese Frau für gar nichts steht, ausser für ihren eigenen Ehrgeiz und ihren unbändigen Macht - Instinkt! Jeder Deutsche muss sich endlich die Frage stellen, ob eine solche Person geeignet ist, die Geschicke dieses Landes zu lenken!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Saturday, May 11, 2013
Merkel: "Das deutsche Volk steht hinter den Soldaten in Afghanistan!"

Was erzählt die Dame dort eigentlich den Soldaten für einen gefrorenen Bockmist? Offensichtlich haben die Kanzlerin, die Regierung und das Militär jeden Bezug zur Realität verloren! FAZ : "Im Gegensatz dazu wirken die Worte, die die Kanzlerin für die Arbeit der Soldaten findet, beinahe überschwänglich: Sie rühmt die „großartige Qualität“ und das „große Engagement, mit dem der Einsatz hier geleistet wird“; sie sagt, sie wolle mit ihrem Besuch demonstrieren, „dass Sie hier nicht allein sind, sondern viele, viele Menschen in Deutschland hinter ihnen stehen“. Oder weiss Frau Merkel etwa auch, dass der Krieg in Afghanistan verloren ist und erzählt der deutschen Öffentlichkeit genau das Gegenteil? Sind die deutschen Generäle zu dumm, als dass sie nicht jeden Tag sehen, wie nutzlos, wie sinnlos und wie unermesslich dumm dieser dümmste Krieg seit der Erfindung des Schiesspulvers ist? Oder wissen sie es und sind bloss zu feige, es der Kanzlerin zu sagen? Wenn dem so ist, dann machen sich die Politiker, die Kanzlerin und die Militärs eines ungeheurlichen Verbrechens am deutschen Volk schuldig! Und niemand in Deutschland ist bereit, gegen dieses himmelschreiende Unrecht auf die Strasse zu gehen! Drei Tage Streik in Deutschland und der Afghanistan - Krieg ist Geschichte! Frau Merkel hat schon ganz andere historische Kehrtwendungen hingekriegt, wenn ihre Macht in Gefahr war! Sie weiss aber auc sehr genau, dass sie von diesem Volk nichts zu befürchtn hat! Deshalb pfeift sie auch auf jedes Recht und jedes Grundgesetz! An diesem Volk sind schon grosse Geister verzweifelt: Schiller, Heine, Tucholsky usw.

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Friday, May 10, 2013
Vorwärts Kameraden, wir müssen zurück!

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen den Durchhalteparolen an die 6. Armee in Stalingrad im Jahre 1942 und den verlogenen Appellen der heutigen Kanzlerin in Afghanistan? Beide Feldzüge haben sich als falsch, rechtswidrig und aussichtslos erwiesen! Kein seriöser Politiker oder Militär kann weit über 10 Jahre nach dem Auszug an den Hindukusch noch ernsthaft von einem Erfolg der Mission sprechen oder gar einen Sinn darin erkennen, dort Menschen zu töten oder getötet zu werden. Afghanistan war der Preis, den die deutschen Politiker an die USA zu bezahlen hatten für ihre berechtigte Weigerung, nicht den verlogenen Irak - Krieg mitmachen zu müssen. Ein zu hoher Preis! Was wurde denn erreicht, ausser einem Meer an Blut, Leid und Tränen auf allen Seiten? Einige Soldaten konnten sich dank der Auslandszulagen daheim ein Häuschen leisten? Dafür wurde Afghanistan zum drittgrössten Opium - Exporteur der Welt promoted, ein durch und durch korruptes Regime installiert und Milliarden von Dollar verschwendet! Von den menschlichen "Kollateral - Schäden" ganz zu schweigen! Welchen Sinn macht es also, dort noch Bombardements auf die Bevölkerung herunter regnen zu lassen, Männer, Frauen und Kinder zu töten? Nach dem Abzug werden die Taliban wieder die Macht übernehmen und Afghanistan wird im Chaos versinken! Jeder weiss das: Die Militärs wissen das, die Politiker wissen das, die Parteien im deutschen Bundestag wissen das und doch werden mit schöner Regelmässigkeit die Mandate zur Verlängerung dieses Wahnsinns im Parlament abgenickt! Und warum geht das alles? Weil die deutschen Bürger das zulassen! Habt Ihr nichts dazu gelernt? Wann werdet ihr endlich erwachsen und besinnt Euch auf Eure Bürgerrechte und Pflichten? Wenn Unrecht zur Staatsraison wird, dann ist es die Pflicht des Bürgers, ungehorsam zu sein! WEHRT EUCH !

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Friday, May 10, 2013
Viele wollen französischer Präsident werden, keiner will den Franzosen helfen!

Der ehemalige Premierminster François Fillon läuft sich schon warm für die Vorwahlen zu den französischen Präsidentschaftswahlen in 4 Jahren! Er muss sich innerhalb seiner eigenen Partei UMP einem harten Auswahlverfahren stellen, bevor er überhaupt zu den Wahlen zur Präsidentschaft antreten darf. Der Kandidat für die Vor - Wahlen UND der Präsident der Republik werden in Frankreich direkt vom Volk gewählt. Gegen François Fillon werden in der UMP möglicherweise der ehemalige Staatspräsident Nicolas Sarkozy, der ehemalige Aussenminister und Bürgermeister von Bordeaux Alain Juppé und der Parteivorsitzende der UMP François Copé antreten. Sie alle profitieren von einem dramatischen taktischen Fehler des amtierenden Präsidenten François Hollande: Er hätte sofort nach seinem Amtsantritt die verheerende Bilanz der UMP offenlegen und eine Blut, Schweiss und Tränen - Rede halten müssen! Die notwendigen Grausamkeiten muss ein gewiefter Politiker immer sofort nach Amtsantritt verkünden, nicht erst ein Jahr danach! Präsident Hollande ist aber kein harter Mann, sondern ein ehrlicher Mittler zwischen den Interessen! Genau dort wird er jetzt zerrieben. Seine eigene sozialistische Partei legt ihm ein Ei nach dem anderen ins Nest. Der Vorsitzende der Linken Front de Gauche, Jean - Luc Mélanchon, ein begnadeter Rhetoriker und Polemiker, lauert schon auf seine Chance. Das Rennen ist eröffnet! Es geht um Karrieren, um die Probleme der Franzosen geht es nicht!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Thursday, May 09, 2013
Alain Delon wird bei den Filmfestspielen in Cannes für sein Lebenswerk geehrt!

Alljährlich wird ein grosser Star bei den Filmfestspielen in Cannes für sein Lebenswerk geehrt! Dieses Jahr wird es ALAIN DELON sein und dies zurecht. Er ist zwar bei weitem nicht so beliebt bei den Franzosen wie Jean - Paul Belmondo, der ob seiner Volkstümlichkeit und menschlichen Bescheidenheit der Liebling der Franzosen ist, jedoch hat Alain Delon dem französischen Kino auch zur Weltgeltung verholfen. Seine Filme sind unvergessen. Er war nie der Sympathieträger wie Belmondo, er war eher immer einer der Bösen, er umgab sich auch privat oft mit merkwürdigem Gelichter aus dem Milieu und zahlt als Einwohner von Neuchâtel ( Schweiz) auch keine Steuern in Frankreich. Doch ein Star ist er allemal. Er hat sich übrigens nicht so mies verhalten gegenüber Romy Schneider, wie die deutsche Presse stets berichtete. Alain Delon ist eben ein Mann mit mehreren Gesichtern, aber er ist ein Star mit Weltruhm! Félicitation Alain!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Thursday, May 09, 2013
Wir sind der letzte Dreck der Banken!

Als Franzose ist man ein armes Schwein, wenn man Kunde einer der grossen französischen Banken ist. Es gibt keinen Cent Überziehungskredit, keinen Cent Dispokredit, die Bank nimmt nicht einen Cent Bargeld entgegen. Rutscht man doch einmal versehentlich ins Soll, dann sind die Zinsen dafür teurer als die Überziehung und man löst einen wahren Telephonterror des Disponenten aus. Der Zahlungsverkehr findet weitgehend bargeldlos statt. Neunzigjährige Privatleute erhalten einen Kredit nur in Begleitung ihrer Eltern und unter Verpfändung sämtlichen Vermögens. Kurz: Wenn man einen Kredit braucht, gibt es keinen, nur Menschen, die keinen Kredit benötigen, erhalten Kredite. Mittelständische Unternehmen erhalten prinzipiell überhaupt keine Kredite. Man fragt sich also, was treiben die Banken eigentlich? Der Nice Matin hat es heute anschaulich in einem Schaubild dargestellt. Sie waschen Geld in grossem Stil und zocken damit an den Börsen dieser Welt! Wir Kunden sind nur ein lästiges Übel! Ihre eigentliche Aufgabe, nämlich die Wirtschaft zu finanzieren, findet nicht mehr statt. Aber wenn diese Bänker sich an der Börse verzockt haben, dann sind die Kunden und Steuerzahler gerade gut genug, die Haut der Banker zu retten. Sie haben den Politikern solange eingeredet, dass sie systemrelevant seien, bis diese Deppen das geglaubt haben. Und die Steuerzahler und Kunden ergeben sich wie Schafe in ihr Schicksal und lassen sich weiter von den Banken behandeln wie der letzte Dreck!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Thursday, May 09, 2013
Frankreichs Veteranen gedenken des 8. Mai 1945

Es ist kein Triumphgeheul, keine Gewaltverherrlichung, keine falsch verstandene Nostalgie, kein verlogener Patriotismus und schon gar keine Heldenverehrung zu hören, wenn die 30 verschiedenen Veteranenverbände Frankreichs alljährlich am 8. Mai ihre „Anciens Combattants“ zu den Mahnmälern in den Dörfern und Städten rufen. In ganz Frankreich gibt es keinen Kriegsveteran mehr aus dem I. Weltkrieg. Es leben noch einige alte Männer, die den II. Weltkrieg mitmachen mussten, aber sie können an den anstrengenden Zeremonien nicht mehr teilnehmen. Und so bleibt es die traurige Pflicht der Überlebenden von Indochina, Algerien und Soldaten der anderen dummen, nutzlosen und schmutzigen Kriege, die Frankreich so im Laufe des letzten Jahrhunderts geführt hat, den gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege zu gedenken.

Sie haben allesamt keine Freude daran, ihre alten Barrette aufzusetzen und die vielen Orden an ihre Blazer zu heften, die der Staat ihnen für ihr sinnloses Tun verliehen hat. Diese Veteranen sind traumatisiert für ihr Leben. Sie mussten bitter begreifen, wie sie angelogen und missbraucht wurden. Von denen nimmt keiner je wieder eine Waffe in die Hand, denn sie wissen, was es bedeutet, einen Menschen töten zu müssen. Sie glauben auch nicht mehr an die verlogenen Reden der Politiker, die die von ihnen angezettelten Kriege ihren Wählern als wichtig, lebensnotwendig und herorisch verkauft haben.

Das sind alles Lügen! Kein Krieg ist heroisch, mutig oder lebensnotwendig, wenn er nicht zur Selbstverteidigung auf heimischem Boden stattfindet. Es ist ein Verbrechen an Leib und Seele eines Menschen, ihn in eine Uniform zu stecken und ihm vorzulügen, dass er etwas Gutes tue, wenn er in Afghanistan oder sonstwo Menschen tötet! Der Soldat ist am niedrigsten Punkt seines Menschseins angekommen, wenn sein bester Freund neben ihm von einem Geschoss zerrissen wird und er nur den einen Gedanken hat: Gott sei Dank hat das Geschoss nicht mich getroffen! Wenn ihm dies bewusst wird, stirbt er innerlich.

Können Politiker an ihren Schreibtischen, Parlamenten und ihren Festtagsreden so etwas verantworten? Nein, sie dürfen und können es nicht, das ist eine Anmassung! Angeekelt wendet sich der Veteran ab, wenn Politiker ihre Betroffenheitsrituale absolvieren, wenn ein toter Soldat in einer billigen Holzkiste vor ihnen liegt.

Nie wieder Krieg! Glaubt den verlogenen Parolen der Politiker kein Wort. Es geht heute nicht mehr darum, seine Heimat gegen ein Meer von Feinden zu verteidigen. Es geht um Hegemonialinteressen, um Bodenschätze, um Macht, um Einfluss und um das verlogene Ansehen von noch verlogeneren Politikern. Dafür darf aber keine Mensch eine Waffe auf einen anderen Menschen richten!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Wednesday, May 08, 2013
Nie wieder 8. Mai 1945 !

In Deutschland ist dieser Tag entweder in Vergessenheit geraten, oder er wird heute verdrängt. Einige empfinden den Tag der bedingungslosen Kapitulation als Tag der Niederlage, viele jedoch als Tag der Befreiung. Nach einem fruchtbaren Gemetzel mit vielen Millionen Toten, einem grausamen Völkermord an den Juden, Verbrechen ohne Grenzen, Rassenhass, entsetzliches Leid und furchtbaren Schicksalen befahl der von Hitler noch ernannte Reichspräsident Grossadmiral Dönitz dem Chef des Wehrmachtsführungsstabes Generaloberst Jodl, die Urkunde über die bedingungslose Kapitulation zu unterzeichnen. Dies geschah am 7. Mai 1945 um 2 Uhr 41. Am 8. Mai verkündete General Charles de Gaulle diese Nachricht. Alle Glocken läuteten in Frankreich.

Seither ist dieser 8. Mai neben dem 14. Juli (Nationalfeiertag) der höchste Feiertag in Frankreich. In allen Städten und Dörfern werden Kränze am Grabmal des unbekannten Soldaten niedergelegt. In Paris wird alljährlich an der ewigen Flamme unter dem Arc de Triomphe vom Präsidenten der Republik an die Millionen Toten und die grossen Opfer, die Frankreich für die Befreiung von der deutschen Besatzung gebracht hat, erinnert. Weit über eine Million französische Soldaten fielen in Kriegsgefangenschaft. 70.000 französische Juden wurden von der SS, der Gestapo, der Sipo und der Spionageabwehr der Wehrmacht in die Konzentrationslager deportiert und ermordet. Die SS und die Wehrmacht brannten ganze Dörfer nieder und executierten deren Einwohner. (Oradour – sur – Glane)

Frankreich hat sehr gelitten unter der deutschen Besatzung, genau wie die Beneluxstaaten und viele andere Länder. Die stolze Nation wurde gedemütigt, verkroch sich teilweise feige, kollaborierte oft gar mit der Besatzungsmacht oder leistete blutigen Widerstand. All diese Wunden und der Riss, der durch die französische Gesellschaft ging, sind heute weitgehend verheilt. General de Gaulle verlangte zwar von den Allierten, als Siegermacht anerkannt und aufgenommen zu werden, reichte jedoch weitsichtig den Deutschen die Hand zum Frieden als er 1950 Konrad Adenauer einlud, die römischen Verträge, die den Gründungsakt des vereinten Europa besiegelten, zu unterzeichnen. Zwei grossartige alte Männer hatten ihre ganz persönlichen Lehren aus zwei entsetzlichen Weltkriegen gezogen und legten den Grundstein für dieses Europa in Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Frieden.

Wir, die wir noch im II. Weltkrieg geboren wurden und das Grauen der Nachkriegszeit in unserer Kindheit und Jugend miterlebt haben, fühlen uns verpflichtet, den Menschen diese Ereignisse immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. Insbesondere heute, wo das Erbe Konrad Adenauers und Charles de Gaulle‘s von geschichtslosen Krämerseelen und geldgierigen Finanzmonstern leichtfertig aufs Spiel gesetzt wird. Wenn die überstrapazierte Metapher von der ALTERNATIVLOSIGKEIT ein einziges Mal zutrifft, dann auf ein vereintes Europa in Frieden und Freiheit. Dazu gehört, dass jedes Land seinen Beitrag leistet. Nie wieder dürfen Chauvinismus und Macht – und Geld – Gier die Oberhand über die Vernunft gewinnen.

Demokratie ist nicht, wenn Politiker Entscheidungen fällen, Demokratie ist dann, wenn Politiker die Entscheidungen der Bürger umsetzen. Schreibt euch das hinter die Löffel, ihr machtversessenen und machtvergessenen, von niemand legitimierten Finanzhaie, Bürokraten und Politiker! Wir sind die Sachwalter eines grossartigen Vermächtnisses, das wir uns von niemand kaputt machen lassen!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Tuesday, May 07, 2013
Im Namen des Volkes ?

Morgen beginnen die sogenannten NSU – Prozesse vor dem Strafsenat des Oberlandesgerichtes München. Zogen Neo – Nazis mit Wissen, Duldung oder gar Unterstützung von Teilen deutscher Sicherheitsorgane mordend durch die Republik? Das ist die eigentliche spannende Frage in diesem Prozess. Der Untersuchungs - ausschuss im deutschen Bundestag tat das, was er in solchen Fällen immer tut, er tagt. Irgendwelche Konsequenzen aus dem Versagen der Behörden hat es natürlich nicht gegeben. Uns interessiert heute, wie die Justiz mit so einem Verfahren umgeht. Man kann heute schon, am Vorabend des Auftaktes des Prozesses, sagen, dass das Gericht alles getan hat, um jedes Ansehen in der Bevölkerung zu verspielen. Die deutsche Justiz hat der Weltöffentlichkeit gezeigt, wes Geistes Kind sie ist.

Eine Aufklärung über die uns alle bewegende Frage, in weit die Sicherheitsorgane der Republik in diese Morde verstrickt waren, wird es nicht geben. Dies hat der Vorsitzende Richter des Senates schon vor Eröffnung der Hauptverhandlung öffentlich erklärt: „Diese Fragen werden nicht Gegenstand des Verfahrens sein!“ Die Arroganz, die Komplizenschaft mit dem Verfassungsschutz und die Obrigkeitshörigkeit der Richter wird nur noch übertroffen durch ihre Geschichtsvergessenheit. Sie haben vollkommen verdrängt oder gar nie in sich aufgenommen in ihren rechtswissenschaftlichen Studien, dass es eine Gerechtigkeit nicht geben kann, wenn die Öffentlichkeit aus den Verfahren ganz oder auch nur teilweise ausgeschlossen wird. Und genau dies ist geschehen trotz aller kleinkarierter verbeamteter Semantik bei der Vergabe der raren Plätze an die Medien. Die drei grössten Tageszeitungen FAZ, ZEIT und SÜDDEUTSCHE ZEITUNG werden keine Plätze bekommen. Ausländische Medien mussten sich ihre Plätze beim Bundesverfassungsgericht einklagen. Die Absicht hinter diesem trostlosen Schauspiel springt den Beobachter geradezu an: Der Prozess ist dem Staat peinlich.

Wenn dem aber so ist, dann sollten die Politiker endlich schweigen, die die hehren Worte vom „Freiheitlich, demokratischen Rechtsstaat“ wie eine Monstranz vor sich her tragen. Deutschland ist nicht freiheitlich, denn es verweigert seinen Bürgern nach wie vor eine selbstbestimmte Verfassung nach Art. 146 GG. Deutschland ist nicht demokratisch, denn es verweigert den Bürgern jede Mitbestimmung bei der Auswahl der Abgeordneten, der Wahl der Ministerpräsidenten, der Kanzler und der Bundespräsidenten. Und Deutschland ist kein Rechtsstaat, denn es hat keine von der executiven Politik weisungsunabhänge Justiz. Auf deutschen Boden hat es noch nie eine unabhängige Justiz gegeben. Im Kaisserreich eine Klassenjustiz, in der Weimarer Republik eine diese zutiefst verachtende Justiz, im III. Reich eine verbrecherische Blut – Justiz, nach dessen Zusammenbruch eine Wendehalsjustiz und heute eine ängstliche, weisungsbezogene Beamtenjustiz.

Am Beispiel ‚Öffentlichkeit‘ zeigt sich eine verheerende Rückwärts – Entwicklung der deutschen Justiz:

§ 169 Gerichtsverfassungsgesetz: „Die Verhandlung vor dem erkennenden Gericht einschliesslich der Verkündung der Urteile und Beschlüsse ist öffentlich.“

Diese dürren Worte sind übrig geblieben von den Lehren Immanuel Kant’s, der die Justiz kritisiert hatte: “Ohne Öffentlichkeit kann es keine Gerechtigkeit geben.“ Vielleicht hätte sich die Justiz anders entwickelt, wenn die liberalen und demokratischen Ideen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts sich besser durchgesetzt hätten und nicht mit dem Scheitern der Revolution im Jahre 1848 begraben worden wären. Damals forderte man Geschworenengerichte und man verlangte bürgerliche Öffentlichkeit gegen absolutistische Geheimhaltung. Das Program der liberalen Bürgerbewegung beschrieb 1821 Anselm Feuerbach mit seinem rechtshistorischen Buch „Über die Öffentlichkeit und die Mündlichkeit der Gerechtigkeitspflege“.

Aber Juristen aller Systeme haben das nie richtig akzeptiert. Es ist eben einfacher zu entscheiden, wenn man nicht kontrolliert wird. „Mit der Macht ist der Mensch so gerne alleine“, schreibt der bekannte Professor em. Dr. iur. Uwe Wesel. Weiter schreibt er: „Auch Juristen von heute haben ein eher gestörtes Verhältnis zur Öffentlichkeit. Gerne ist man bereit, sie auszuschliessen. Rundfunk, Film - und Fernsehaufnahmen sind in Gerichtsverhandlungen seit 1964 (Ausschwitzprozesse vor dem OLG Frankfurt, Anm. d. A.) verboten, nachdem einige Politiker in einem Gerichtsverfahren in wenig günstiger Weise photographiert worden waren“. Das ist also der wahre Grund, warum das Fernsehen ausgeschlossen wird und nicht irgendwelche hehren hochtrabenden „Bedenken“ der Bundesverfassungsrichter, die auch nur durch ein Proporz – Auswahl – Verfahren der Politiker zu ihren roten Roben gekommen sind. Öffentlichkeit sei gefährlich, sagen die Juristen. Frage: Für wen? Für die Angeklagten? Für die Anwälte? Für die Staatsanwälte? Für die Richter? Oder gar für den Staat? Es gibt aber auch andere Stimmen. Sie betonen den hohen Verfassungsrang der Gerichtsöffentlichkeit. Doch die grosse Karawane der Juristen zieht in die entgegengesetzte Richtung. Für sie ist die vom Gesetz geforderte Öffentlichkeit nur überflüssig und lästig. In der Abwehr der Öffentlichkeit, der Kontrolle und der Kritik ist ihr hohes Abstraktionsniveau und ihre verquere Terminologie ihre wirksamste Waffe.

Conclusio: Dieser Prozess vor dem OLG München, diese Richter, diese Staatsanwälte, diese Verfassungsrichter und diese Organe des Verfassungsschutzes haben sich erledigt, bevor der erste Gong verklungen ist. Da ist die in der Rechtsgeschichte einmalige Erlaubnis des Gerichtes, dass ein türkisches Fernsehteam eineinhalb Stunden im Gefängnis der Angeklagten filmen durfte, nur ein rührender und hilfloser Versuch der völlig überforderten Richter, der Öffentlichkeit doch noch beweisen zu wollen, dass sie unvoreingenommen seien. Sie sind es nicht!


Zum Hakenkreuz erzogen,
das damals Mode war,
vom Rektor angelogen –
So wurdst du Referendar.

Du warst im tiefen Flandern
Etappenkommandant.
Du spucktest auf die andern
auch hier, im Vaterland.

Ihr spieltet Wilhelms Stützen;
das Korps ersetzt das Heer.
Gäbs keine ohne Mützen:
ihr wäret gar nichts mehr.

Nach steifen Amtsvisiten,
der Landgerichtsstation
kam dann nach alten Riten
die Doktorpromotion.

Es kam das Staatsexamen.
Ihr seid emporgerückt.
Ihr setzt nun vor den Namen
den Titel, der euch schmückt.

Nun, deutsche Jugend, richte!
Hier Waage! Da das Schwert!
Räch dich für die Geschichte!
Zeig dich des Kaisers wert!

Würg mit dem Paragraphen!
Benutz den Kommentar!
Du mußt den Landsmann strafen,
der kein Teutone war.

Setz auf das Samtbarettchen!
Das Volk es glaubt an dich.
Justitia, das Kokettchen,
schläft gern beim Ludewich.

Du gibst dich unparteilich
am Strafgesetzbuchband ...
Du bist es nicht. Nur freilich:
Juristen sind gewandt.

Du wirst des Rechtes Künder.
Dich kriegt man nicht – für Geld.
Gott gnade dem armen Sünder,
der dir in die Finger fällt!

Ich grüße dich, wunderbare
Zukunft der Richterbank!
Du nennst das einzig Wahre:
Rechtspruch nach Stand und Rang!

Ihr wählt euch eure Zeugen!
Ihr sichert den Bestand!
Wo sich euch Rechte beugen,
ist euer Vaterland!

(Kurt Tucholsky)


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Sunday, May 05, 2013
Encore? Aux armes citoyen........................

Frankreich gerät in Panik? Wer nun? Die politische Oligarchie oder das Bürgertum? Das ist schwer auszumachen. Die Franzosen scheinen sich zwar Sorgen zu machen, aber noch sind sie ruhig und beobachten das Treiben vor den Kulissen der Macht. Denn eines ist klar: Wenn die Franzosen ras - le - bol (Schnauze voll) haben, dann stürzt auch diese fünfte Republik. Es ist absolut nicht so, dass der Franzose seine Republik wie ein Heiligtum verehrt, wenn sie ausgedient hat und nicht mehr funktioniert, dann wird halt das Personal vom Hof gejagt und eine sechste Republik gegründet. Doch in den Medien und in den Schlössern der Mächtigen grummelt es gewaltig. Das Land befindet sich ökonomisch im freien Fall, die Millionäre sind abgehauen, der Präsident taumelt rat - und orientierungslos durch die Kulissen. Seine eigenen Sozialisten treiben ihn vor sich her. Der Intrigantenstadel ist eröffnet. François Hollande versucht die Contenance zu bewahren und auch deshalb wird er angegriffen. Es werden Köpfe gefordert, Parteigranden geben ihren an den Eliteschulen der Nation geübten Macchiavelli. Immerhin, eine Entscheidung ist gefallen: Der première Dame Valérie Trierweiler haben sie jetzt verboten zu twittern. Zuviel Durcheinander hatte die bekannte Journalistin von Paris Match mit ihrer Handy - Sucht angerichtet. Ob das reicht, dieses Chaos in den Griff zu bekommen? Solange la grande bouffe (das grosse Fressen) noch reicht, wird es wohl keine Revolution geben. Wenn sie aber ausbricht, dann sollte sich niemand allzu sicher fühlen! Die Franzosen haben schon einmal ganz Europa verändert im Jahre 1789. Zeit wär's wieder einmal!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Saturday, May 04, 2013
Die italienische "Vogue" lobt Merkel's Mode!

Ob das wahr ist, weiss ich nicht, aber die Hausblätter der Kanzlerin aus dem Burda - Verlag FOCUS und BRIGITTE vermelden das mit einem ehrfurchtsvollen Kniefall. Zumindest die BRIGITTE scheint sich mit derartiger schleimiger Lobhudelei als „Nachrichten – Magazin“ von Rang in die Liga der ernstzunehmenden Journalisten hochgearbeitet zu haben, denn sie berichtet nun ab Montag aus dem Saal des Oberlandesgerichtes München von den NSU – Prozessen. Na, wenn das keine Leser bringt! Stellt sich noch die Frage, welchen Redakteur die nach Münschen schicken? Ist es die Tante, die sonst für die Schnittmuster zuständig ist, oder gar doch schon die Diät – Beraterin?

Nun, es geht hier um den Schneider der Kanzlerin und nicht um die Lakaien aus den bunten Blättern. Was von letzteren zu halten ist, bedarf keiner weiteren Ausführung. Dass die Kanzlerin eine etwas unglückliche Figur hat, sollten wir ihr nicht verleiden. Wir alle tragen das Schicksal mit uns herum, dass Kuchen, Cola, Hamburger und fette Fritten in Verbindung mit wenig Bewegung im wesentlichen die Figur formt und nicht irgendein Herrgott. Wenn ich Angela Merkel aber mit ihrem zu kurzen Jäckchen aus billigem Stoff über den Kirchentag watscheln sehe, dann mag ich mich nur schwer den Wünschen der Gutmenschen anschliessen: „Ich bin für den Weltfrieden und dass Erdnüsse nicht dick machen!“

Um es auf den Punkt zu bringen, meine tiefsten esthetischen Gefühle sind verletzt, wenn ich ein solches Kostüm sehe. Schwarze Hose, kurzes Jäckchen, das weder die Taille noch den volumniösen Hintern verdeckt. Das geht nicht, verehrte Frau Dr. Merkel. Ihre Politik ist schon schwer verdaulich, aber die Verpackung könnte man doch ein bisschen ansprechender machen! Es muss irgendeinen verfluchten Schneider geben in Deutschland, der in Lage ist, diese verfluchten Affenjäckchen zu verlängern! Es ginge auch einmal ein zweireihiger Blazer mit zwei intalienischen Schlitzen hinten und schon sieht man weder Bug noch Heck des Schlachtschiffes! Verzeihung, aber ehe ich noch die Contenance verliere, ein Zitat von Silke Frink von der Süddeutschen Zeitung:

"Die Kanzlerin sieht eigentlich immer gleich aus - Hosen und Blazer sind identisch, nur die Farben wechseln." Zwar funktioniere der Schnitt an der Kanzlerin, aber: "Es fehlt die Variation. Man merkt Frau Merkel auf den ersten Blick an, dass ihr Kleidung und Mode vollkommen egal sind." Das sehe man auch an der Frisur. "So einen Bob können sie im Prinzip jeder aufsetzen. Es gibt kaum eine Frau, der das nicht stehen würde."

Können wir uns nicht wieder auf ihre Sprechblasen konzentrieren, anstatt uns ewig wegen Ihres Schneiders herum ärgern zu müssen, Frau Dr. Merkel? Ist es denn so schwer, Ihre von Sachkenntnis ungetrübte Meinung etwas charmanter vorzutragen? Grosse Teile des deutschen Volkes sehnen sich doch förmlich danach, von Ihnen auf die Schippe genommen zu werden. Viele wollen Sie sogar wiederwählen, was wir wohl nicht verhindern können. Aber ein bisschen etwas gegen unsere Augenschmerzen könnten Sie doch tun. Bitte!

Schluss: Klagt den Schneider von Frau Merkel gleich auch an! Was der Mann da treibt ist auch Terrorismus! An unseren Augen!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Saturday, May 04, 2013
Notre mur des cons!

In Paris haben sie jetzt eine Mauer der Idioten (Mur des cons) eingerichtet, denn auch jeder intelligente Mensch sollte das Recht haben, einmal eine Dummheit zu machen, oder sogar dummes Zeug daher zu reden. Jeder, der in Frankreich öffentlich Unsinn erzählt, wird auf der Mauer der Idioten verewigt. Die Justizministerin Christine Taubira, sonst eine lebenslustige Dame aus dem französischen Übersee - Departement Guadalupe, will nun diesen Pranger der Dummheit entfernen lassen. Liegt es daran, dass soviele sozialistische Parteifreunde darauf verewigt wurden? Das kann nicht sein, denn auch die Rechten kommen nicht ungeschoren davon. Jedes Land hat einen Bodensatz von ungefähr 15 - 20 % Idioten, da bildet meine Heimat Frankreich keine Ausnahme. Wir gehen nur anders damit um! Macht sie lächerlich, stellt sie an die Mauer der Idioten! ÖFFENTLICH !

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Friday, May 03, 2013
In München steht ein Hofbräuhaus

Alljährlich wird im Freistaat Bayern traditionell der heraufziehende Monat Mai mit besonderen Ehren begrüsst. In den Dörfern und Städten dieses einstmaligen Agrarstaates richten kräftige Burschen in Lederhosen zum Spiel einer zünftigen bayerischen Blaskapelle und reichlich Bier einen weiss – blau bemalten Baum auf dem Marktplatz ihrer Gemeinde auf. Das ist eine Gaudi! Die ganze Bevölkerung feiert unter grossem Gejohle und noch grösserem Durst ihre ur – bayerischen Burschen. Die Weisswürste müssen zwar vor dem Mittagsleuten verdrückt werden, das Bier aber kennt keine Uhr.

Ein derber Scherz ist in diesem wunderbaren Land am Fusse der Alpen, wo die Hinterfotzigkeit zur Staatsraison erklärt wurde, der Brauch. Abgeschlagene Burschen aus den Nachbargemeinden versuchen schon seit Tagen, den Maien – Baum der „Feinde“ zu entführen. Meist gelingt das nicht oder es artet in eine wüste Wirtshausschlägerei aus. Wurscht! A Gaudi war’s halt und mir san mir!

Bayerns Staatspartei macht es sich derzeit lieber im Münchener Hofbräuhaus gemütlich. Ihre Politiker müssen keine Bäume mehr klauen, sie haben sich schon alles unter den Nagel gerissen, was das Land so zu bieten hat. Dem Freistaat gehört natürlich auch die weltweit bekannteste Bierschänke, das Münchner Hofbräuhaus. Dort lässt sich die CSU alljährlich beim Bockbieranstich huldigen. Um den Anschein eines demokratischen Verständnisses zu erwecken, was aber sonst niemand glaubt, erwartet die CSU natürlich einige geladene Gäste der Opposition. Brav bekommen auch die Sozen ein Bier und einen Sitzplatz. Ansonsten haben sie das Maul zu halten.

Nachdem der promovierte Jurist des Kirchenrechtes und bundesweit bekannte Dummschwätzer, Bayerns Finanzminister Markus Söder, als Hausherr eine kurze Eloge auf sich selbst gehalten hat und dabei nicht vergass, seinem abwesenden Boss Seehofer noch ans Schienbein zu treten, wie das in Bayern unter Partei - „Freunden“ so üblich ist, wird ein Narr auf die Bühne gebeten. Natürlich muss es ein politisch korrekter Narr sein. Eine Mischung aus türkischen Wurzeln und schwerer niederbayerischer Mundart sollen den Beweis für eine gelungene Integrationspolitik der seit 50 Jahren ununterbrochen regierenden CSU sein.

Dieser Narr soll also derb, frech und witzig die Lokalprominez ein bisschen auf die Schippe nehmen. Aber nicht zu arg bitte! Genau das tat dann auch der Kabarettist Django Asül. Er hatte keine Lust auf Abschiebung in die Türkei, also schmierte er jedem der Grosskopferten ein bisschen Rotz um die Backe, machte harmlose Scherze und benam sich so, wie von ihm erwartet: Er war nicht der gefürchtete Narr mit scharfer Zunge, nein, er war ein Hofnarr, genau wie die ehrfürchtigen Reporter des bayrischen Rundfunkes.

Dass sich Ministerpräsident Horst Seehofer und der EU Beauftragt für Bürokratie – Abbau Edmund Steuber sogar vor diesem harmlosen Kasper fürchteten, nehmen bayerische Beobachter als Alarmsignal. War da was? Ja, die Richter am Oberlandesgericht München haben mit ihrer trostlosen Vorstellung bei der Vergabe von Presseplätzen im NSU – Prozess Bayern, Deutschland und der Welt endlich deutlich gemacht, wes Geistes Kind die Justiz hierzulande ist. Und ja, den Präsidenten von Bayerns Parfümtruppe FC. Bayern München haben sie beim bescheissen erwischt. Über die sonstigen grossen und kleinen Skandale wurde bei viel Bier der Mantel der Barmherzigkeit gebreitet.


Hund sans scho, die Bayern!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Thursday, May 02, 2013
1. Mai

Darf das wahr sein? In Deutschland gibt es tatsächlich Strassen, auf denen Menschen demonstrieren? Ich hatte es nicht mehr zu hoffen gewagt. Sind das alles die zufriedenen und satten deutschen Michel, auf die die Kanzlerin so sehr setzt? Sollte es entgegen den Aussagen von Angela Merkel etwa doch Deutsche in grosser Zahl geben, die womöglich gar nicht so zufrieden sind mit ihrer Liebdienerei beim Grosskapital und den Banken, mit ihrem menschenverachtenden Chauvinismus gegenüber den europäischen Nachbarn? Die den gefälschten Zahlen des Armutsberichtes einfach keinen Glauben mehr schenken? Die die Lügen dieser Politiker einfach satt sind bis zum Erbrechen? Die womöglich ihre eigenen Gewerkschaftbosse und Sozialdemokraten mit ihrer Zahl erschreckt haben, weil sie nämlich, entgegen der in ihren Festtags - Ansprachen vollmundig verkündeten Erwartungen, eben doch von ihrem Recht auf Demonstration und freie Meinungs - Äusserung Gebrauch gemacht haben? Die Deutschen wehren sich! Die Arbeiter brauchen endlich gesetzliche Mindestlöhne, um von ihrer Arbeit würdig leben zu können. Schluss mit dem Lohndumping, mit Leiharbeit, mit Hartz IV! WIR wollen in guter Nachbarschaft mit unseren europäischen Partnern leben und sie nicht mit Export - Überschüssen ruinieren. Es ist der Tag der Arbeiter und nicht der Tag der Spekulanten, nicht der Tag von Finanzhaien, Ausbeutern, Sclaventreibern und schon gar nicht der Tag ihrer Komplizen in den Amtsstuben, Parlamenten und Regierungen. Wer ist hier asozial? WEHRT EUCH !

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Wednesday, May 01, 2013
Die Börse ist ein Götze und hat wenig mit der ökonomischen Realität zu tun!

Die Börse bejubelt die Deutsche Bank! Die Börse beherrscht die Tagesschau vor der Sendung um 20 Uhr, während er Sendung und nach der Sendung! Jetzt erlaube ich mir einmal eine etwas provokante Frage: Wieviel Prozent der Deutschen interessiert eigentlich diese Gebühren - finanzierte Werbesendung der Finanzindustrie? Es wird immer abenteuerlicher, wie die Medienzaren, die Politiker und die Lobbyisten sich den Staat zur Beute machen! Schamlos ist noch das zurückhaltenste, was mir dazu einfällt! Und wer regt sich darüber auf? Wer geht gegen dieser ekelhaften Korruption auf die Strassen? Wo sind die deutschen Demokraten?

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Tuesday, April 30, 2013
Rechtsstaat Deutschland! Nichts dazu gelernt!

Mir ist völlig schleierhaft, woraus die deutsche Justiz ihre Arroganz bezieht! Sie hat keine demokratischen Traditionen und ist bis heut nicht unabhängig vom Staat. Eine Trennung von Judikative, Executive und Legislative hat es in Deutschland nie gegeben! Im Kaiserreich eine Klassenjustiz,in der Weimarer Republik eine diese zutiefst verachtende Justiz, im III. Reich eine Verbrecher - Justiz, nach dem Zusammenbruch eine Wendehals - Jusiz und heute eine weisungsabhänge und ängstliche Beamten - Justiz ohne jede Kontrolle durch die Bevölkerung! Anders ist das sture und ängstliche Beharren im NSU - Prozess auf einem kleinen Rahmen unter weitgehendem Ausschlus von Presse und Öffentlichkeit nicht zu begreifen! Und natürlich erklärt der Vorsitzende Richter auch noch, ganz obrigkeitshörig, dass die Ermittlungs - "Pannen" der Sicherheitsorgane im Prozess nicht erwähnt werden dürfen und nicht Gegenstand des Verfahrens sein sollen. Na klar! Zuviel Komplizenschaft des Staates mit diesem Neo - Nazi - Gesindel könnte dem Land ja schaden! Erst vor einer Woche wurde in Frankreich ein Hersteller von Brustimplantaten angeklagt. Da das öffentliche Interesse sehr gross war, mietete das Schwurgericht in Marseille eben eine Messehalle an! In Deutschland werden ganze Bunker gebaut, wenn es um linke Terroristen geht, wie damals in Stammheim! Doch die Aufarbeitung von Nazi - Morden sollen möglichst im Saale staatfinden! Deutschland ist keine Rechsstaat!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Tuesday, April 30, 2013
Deutschland raus aus dem Euro - Raum?

Prof. Arnulf Baring ist ein sehr kluger Mann, den ich überaus schätze. In diesem Punkt respektiere ich zwar seine Meinung wie immer, aber ich teile sie nicht! Ja, der Euro hat schwere Konstruktionsfehler! Unbestritten! Man kann keine einheitliche Währung in unterschiedlichen Sozial - und Rechtssystemen einführen! Aber das ist Geschichte und unumkehrbar! Wenn Deutschland aus dem Euroraum ausscheidet, dann wird die Deutsche Mark rabiat aufgewertet und zum Spielball der Spekulanten. NEIN! Das ist der falsche Weg! Deutschland muss seinen unlauteren Wettbewerb gegenüber den europäischen Partnern einstellen und aufhören, diese Länder mit seinen mit Billiglöhnen, Leiharbeitern und Lohndumping produzierten Waren zu ruinieren. Deutschland braucht einen gesetzlichen Mindestlohn, den Abbau des Export - Überschusses und eine direkte Demokratie mit der Trennung von Judikative, Executive und der Legislative. Der Staat ist zur Beute der Lobbyisten, der Banken, der Industrie, der Kirchen und der Parteien geworden! WEHRT EUCH !

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Tuesday, April 30, 2013
"Reisende meidet Bayern!" (Kurt Tucholsky)

Dass Deutschland durch und durch undemokratisch ist und nicht einmal die Mindestanforderungen an einen säkularen, basis - demokratischen Rechtsstaat erfüllt, habe nicht nur ich in meinem Bestseller WEHRT EUCH mehr als deutlich unter Beweisantritt beschrieben. Wer das neueste Buch von Prof. Dr. von Armin liest, dem wird erst richtig deutlich, wie sich die politische Aristokratie, bestehend aus Lobbyisten, Parteien, der Industrie und der Finanz - Branche den Staat zur Beute gemacht haben! Doch in Bayern scheint das Staatsraison zu sein. Die CSU führt sich auf, wie eine dieser Einheitsparteien in untergegangenen totalitären Staaten! Grössenwahnsinnig, korrupt, bigottisch und ohne jeden Sinn für Demokratie und Rechtsstaat!
Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Tuesday, April 30, 2013
Die Krimi - Serie "Derrick" wird in Holland abgesetzt!

Die heute zur Schau gestellte Entrüstung über die Zugehörigkeit eines seit fünf Jahren toten Schauspielers zur Waffen - SS ist in einem unerträglichen Masse abstossend und wirft ein bezeichnendes Licht auf die Empörten. Horst Tappert wurde als 19 Jähriger zur letzten Reserve des untergehenden III. Reiches einberufen. Er brachte es nicht einmal zu einem Dienstgrad und blieb bis zum Schluss bei einer Flakeinheit als einfacher Grenadier. Darüber hat er nie irgendwelches Aufheben gemacht, stolz scheint er auf jeden Fall nicht darauf gewesen zu sein. In Deutschland ist er niemals in seinem langen Leben politisch aufgefallen und war einfach nur Künstler. Das soll also der Aufreger des Monats werden? Nur weil die Holländer eine derart lächerliche Show abziehen und die Serie Derrick absetzen? Ich habe in meiner Jugend furchtbare Juristen, schlimme KZ - Ärzte, Nazi - Bonzen, Gestapo - Schergen und SS - Offiziere erlebt, die allesamt wieder hohe Positionen in der Bundesrepublik Deutschland einnahmen. Einen Aufschrei gegen diese Schande habe ich nie gehört! Was in der Causa Tappert geheuchelt wird, grenzt an Störung der Totenruhe!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Saturday, April 27, 2013
Ein Europa ohne Europäer!

Europa wurde aus den Erfahrungen zweier entsetzlicher Weltkriege mit Millionen von Toten von beherzten Männern und Frauen durch die römischen Verträgen von 1950 gegründet. Es war ein prägender Moment meiner Kindheit und Jugend, als Charles de Gaulle und Konrad Adenauer sich in die Arme nahmen, um der grossartigen Idee eines vereinten Europa in Frieden und Freiheit auch noch die längst überfällige deutsch – französische Freundschaft hinzuzufügen und zu besiegeln. Europa begann mit einigen Kernländern. Im Laufe der Jahre wuchs Europa, zeigte jedoch von Anfang Schwächen in der Umsetzung seiner Kernidee.

Es waren erfahrene Männer und Frauen, die Europa vorantrieben, doch sie vergassen oft in ihrer Begeisterung und in ihrem Überschwang, die Menschen auf dem Weg nach Europa mitzunehmen. Und so ist Europa heute ein undemokratischer Binnenmarkt und ein Bürokratie - Monster geworden, der nur noch wenig Anziehungskraft für die Menschen hat. Die Zahl der Europa – Kritiker wächst. Und das hat gute Gründe: Niemand kann heute noch im ernst behaupten, dass Europa ein demokratisches Gebilde sei. Weder die weitgehend machtlosen Abgeordneten im Europarlament in Strassburg, noch die Regierung (Kommission), noch der Kommissions - Präsident wurden jemals von den Bürgern der EU direkt gewählt. Die Abgeordneten werden, wie in Deutschland auch üblich, von den Parteien auf Listenplätze gesetzt und dem Volk alternativlos zur Aklamation vorgeführt.

Die Kommissionsmitglieder werden von den Regierungschefs der Mitgliedsländer in geheimen Zirkeln nach dem Proporz – Prinzip ausgekungelt. Das Parlament hat so gut wie nichts zu melden. Die Kommissionsmitglieder sind weitgehend Politiker am Ende ihrer Karriere, die irgendwie noch versorgt werden müssen. Und so kam es, dass ein Portugiese Kommissions – Präsident wurde, den daheim in Portugal kein Hund mehr anpinkeln würde. Da ein berüchtigter Geschichts – Klitterer und gefürchteter Grabredner nicht mehr im heimatlichen Baden – Württemberg zu halten war, wurde er mit dem Stuhl eines Energie – Kommissars abgefunden. Gruselig wurde es, als am damaligen Regierunssitz Bonn ein politischer und pseudo – intellektueller Opportunist erster Güte versorgt werden musste. Ausgerechnet diese Figur machte man zum Kommissar für die Erweiterung der EU. Und genau das tat er dann auch, ohne jede demokratische Legitimation, ohne ökonomischen Sachverstand und unter Vernachlässigung sämtlicher historischen Erfahrungen.

Dass Polen, Ungarn und Tschechien Mitglieder von Europa und Euro - Partner wurden, ist historisch richtig und ökonomisch vertretbar. Schon bei der Aufnahme Griechenlands versagte jedoch jeder ökonomische Sachverstand. Nur zu gerne wollte man sich von den verlogenen Beteuerungen der Politiker und den offensichtlich gefälschen Bilanzen täuschen lassen. Doch nun ist das Gezeter gross und die Heuchelei der Politiker treibt immer absurdere Blüten! Doch man hat aus dem Desaster der EU – Erweiterung nichts gelernt. Rumänien, Bulgarien und Zypern mussten auch noch unbedingt in das grosse europäische Haus aufgenommen werden, obwohl diese Staaten nicht einmal die Mindestanforderungen an demokratische Rechtsnormen erfüllen, vom nationökonomischen Standpunkt her bankrott und deren Verwaltung vollkommen korrupt sind.

Die Lehren aus dieser desaströsen Politik sind nicht angekommen in Brüssel, die Staaten sind weit entfernt davon, demokratisch stabile Rechtsstaaten oder gar wirtschaftlich saniert zu sein. Doch das ficht die Pseudo – Historiker in den Regierungssitzen der Mitgliedsländer und die Kommissionsmitglieder in Brüssel nicht an. Die Schüsse von Sarajewo vom 28. Juni 1914, mit denen der österreichische Thronfolger ermordet wurde und damit den verheerenden I. Weltkrieg ausgelöst haben, waren kaum verhallt, da fiel Adolf – Nazi über den Balkan her und richtete ein Blutbad unter der Bevölkerung an. Die so unterdrückten Völker dankten es dem Westen, in dem sie sich zu einem absurden staatlichen Kunstgebilde mit dem Namen Jugoslawien zusammen schlossen. Menschen verschiedener Ethnien, Sprachen, Religionen und Mentalitäten wurden vom Partisanenführer Josip Broz Tito in diesen Staat gezwungen. Als Tito starb und der Druck nachliess, besannen sich diese unterschiedlichen Völker auf dem Balkan ihrer Herkunft und wollten eigenständig werden. Jugoslawien brach auseinander, zahlreiche Staaten entstanden, die sich bis heute spinnefeind sind. Sie bekämpfen sich in blutigen Kriegen und grausamen Massackern. Die Wunden von Srebrenica, wo serbische „Militärs“ grauenhaften Völkermord an den Kroaten begangen haben, sind weder verheilt noch vollkommen juristisch aufgearbeitet. Die Serben glauben teilweise heute noch an das Ammenmärchen vom serbischen Führungsanspruch auf dem Balkan und scheuen sich bis heute nicht, ihn mit blutigem Terror wie erst wieder im Kosovo geschehen, zu demonstrieren!

Serbien, Kroatien und der Kosovo sind Lichtjahre davon entfernt demokratische Rechtsstaaten zu sein, die über eine florierende Volkswirtschaft frei von jeder politischen Korruption verfügen. Nur weil sich ehemalige Halsabschneider aus den Wäldern und Gebirgen von ihren paramilitärischen Phantasie - Uniformen getrennt und plötzlich Armani – Anzüge tragen, wie der ehemalige UCK Partisan Tasic, wurden aus diesen Mördern doch nicht über Nacht Freunde der Demokratie! Nein, es ist das Geld, das mit einem freien Binnenmarkt in Europa lockt. Und die Kommissare in Brüssel gehen diesen Wendehälsen auf den Leim und faseln etwas von einem vereinten demokratischen Europa in Frieden und Freiheit.

EUROPA ist aber nicht demokratisch! Es gebricht ihm an jeder demokratischen Legitimation und Struktur! Bevor noch einmal ein Staat in die EU aufgenommen wird, müssen diese Demokratie – Defizite beseitigt werden. Die Abgeordneten, die Kommsionsmitglieder und der Präsident der Kommsission müssen direkt von den Europäern gewählt werden. Das Haushaltsrecht und die Formulierung von einheitlichen Rechtsnormen müsssen beim europäischen Parlament liegen. Eine einheitliche Rechts – Wirtschafts – und Sozialordnung muss in allen europäischen Staaten eingeführt werden. UND es dürfen keine weiteren Staaten in die EU aufgenommen werden, ohne dass darüber nicht eine Volksabstimmung in allen EU – Ländern durchgeführt wird.

Die grossartige historische Leistung der Gründerväter von Europa und der Willen zur Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit unter den europäischen Völkern dürfen nicht auf dem Altar von pygmäen – haften Machtinteressen und den begrenzten Hirnen von politischen Krämerseelen geopfert werden!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor


Friday, April 26, 2013
Gleiches Recht für Alle!

In meiner Kolumne von vergangener Woche bin ich ausführlich auf den „Fall“ Uli Hoeness eingegangen und habe versucht, darzustellen, wo das Grundübel des Phänomens „Steuerhinterziehung“ liegt. Wenn sich ein Staat als Räuber und Wegelagerer an seinen Bürgern vergreift und 79,2 % dessen Einkommens durch direkte und indirekte Steuern wieder einzieht, dann ist es kein Wunder, dass das verdiente Geld sich bessere Lebensbedingungen sucht und seinen Besitzer kriminell werden lässt. Die Politiker gehen mit dem ihnen anvertrauten Geld eben nicht mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns um, sondern verwenden es für einen überbordenden Verwaltungs – Apparat, verschwenden es sinnlos oder noch schlimmer, sie schmieren damit ihre Klientel wie Hoteliers, die Agrarmafia oder die Finanzindustrie!

Um an das mit kriminellen Mitteln hinterzogene Geld wieder zu kommen, scheut der Staat selbst oft nicht vor kriminellen Machenschaften zurück. Er rühmt sich auch noch, wenn er Datendiebstahl belohnt, in dem er sich als Hehler von gestohlendem Diebesgut betätigt und dieses Sore ankauft, um seine säumigen Steuerzahler auf alle möglichen Weise zu nötigen, ihre Steuerschuld zu begleichen. Bewusst wähle ich den Straftatbestand der Nötigung, wenn ich von einigen dieser Steuerstrafverfahren spreche.

Mit dem Ankauf von gestohlenen Daten will er seine Bürger in Angst und Schrecken versetzen. Doch hierbei kommt oft nicht nur der Straftatbestand der Hehlerei unter die Räder, sondern oft auch die Nötigung, die Verletzung des Steuergeheimnisses, die Unschuldsvermutung oder gar Freiheitsberaubung. Im schlimmsten Fall wurde bei der Auswertung der CD schon Strafvereitelung im Amt registriert, dann nämlich, wenn die gestohlenen Daten einseitig ausgewertet werden. Es werden oft grosse Fahndungserfolge verkündet, Festnahmen werden vor aller Öffentlichkeit zelebriert, Straftäter werden in Untersuchungshaft genommen, um sie schneller zu einem Geständnis und zur Zahlung zu bewegen, aber merkwürdiger Weise wird oft mit zweierlei Massstäben gemessen. Den Dieben der Datensätze ist nämlich aufgefallen, dass zwar spektakuläre öffentliche Verfahren an bekannten Persönlichkeiten durchgeführt werden, doch wichtige Namen von Steuersündern seltsamerweise nie der Öffentlichkeit preisgegeben werden. Nämlich dann, wenn hohe Richter, Beamte oder gar Politiker auf den CD ‚ s aufgetaucht sind.

Wenn sich dann noch Medien, Steuerfahnder, Staatsanwälte, Richter, Politiker oder gar öffentlich rechtliche Talk – Show – Betreiber öffentlich über die Steuerstraftat eines Bürgers auslassen, so machen sie sich damit selbst strafbar! Sie verletzen das gesetzlich garantierte Steuergeheimnis, das Rechtsstaatsprinzip der Unschuldsvermutung und begehen oft sogar noch den Straftatbestand der Nötigung, wenn sie Haftbefehle erlassen, um die Verfahren schneller abschliessen zu können. Der Steuerhinterzieher begeht eine Straftat. Das steht so im Gesetz! Oben angeführte Tatbestände sind jedoch ebenfalls Straftaten, begangen teilweise sogar von Amtsträgern, wie der Präsident des Bundesfinanzhofes und ehemalige Richter am Bundesverfassungsgericht, Rudolf Mellinghoff, mit Besorgnis beobachtet.

Der Staat soll Vorbild und Wahrer des Rechts sein, daher darf er sich zu keinem Zeitpunkt auch nur in den Verdacht begeben, selbst Rechtsbrecher zu sein. Dies ist nicht hinnehmbar in einem zivilisierten Land, das seine Rechtsstaatlichkeit wie eine Monstranz vor sich herträgt. Die mediale öffentliche Hinrichtung von vermutlichen Straftätern ist einer Demokratie unwürdig. Das ist demokratisch unreif, menschlich unanständig und rechtswidrig! Jedes Unrechtsbewusstsein scheint abhanden gekommen zu sein!


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor


Friday, April 26, 2013
Alexej Nawalny: "Gerhard Schröder ist ein gut bezahlter Gauner!"

Wer ist dieser Mann, der solch ungeheuerliche Worte in seinem Blog navalny.livejournal.com schreibt? Alexej Nawalny ist der grösste Feind Wladimir Putins und dessen Regimes, das ganz Russland mit staatlich organisiertem Terror, Gewalt, Unterdrückung, Einschränkung der Pressefreiheit, Willkür – Justiz und Korruption überzieht. Alexej ist studierter Jurist, verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Der berühmteste Blogger Russlands hat Aktien von den grössten russischen staatsnahen Konzernen besorgt und sich so das Recht auf Teilnahme an den Aktionärsversammlungen erworben. Er stiess bei Prüfung der Bilanzen von Gasprom und Konsorten auf einen Sumpf von Korruption und Vetternwirtschaft. Alexej Nawalny veröffentlichte auf pospil.info alle seine Recherchen als „Buchführung über Korruption“ und macht sich somit zum Staatsfeind Nummer 1. Aufgrund seiner Recherchen bei Gasprom kam er auch zu dem Urteil, dass der deutsche Ex – Bundeskanzler nichts anderes als ein „gut bezahlter Gauner“ sei. Gerhard Schröder ist der Interessenvertreter von Gasprom in Deutschland.

Alexej Nawalny ist offensichtlich gefährlich für das Regime Putin, denn er schreibt unbequeme Dinge über Putins Machtbasis: „Die Partei Einiges Russland ist eine Partei von Betrügern und Dieben!“ Wenn Alexej Nawalny zu Protesten aufruft, dann wird die Hauptstadt Moskau in höchste Alarmbereitschaft versetzt: 51.000 Polizisten wurden jüngst mobilisiert, um die russischen Demonstranten zu verjagen, einzuschüchtern, zu verprügeln, oder gar einzusperren.

Das Regime reagiert auf bewährte Art und Weise. Kürzlich musste Nawalny eine Haftstrafe wegen einer konstruierten Lächerlichkeit absitzen. Zur Seit steht er vor Gericht wegen angeblichen „Holz – Diebstahls“. Dreimal hat ein Staatsanwalt das Verfahren mangels Beweisen eingestellt. Die Staatsanwälte verloren ihre Posten, ein junger willfähriger Richter wurde jetzt vom Kreml eingesetzt, denn nichts ist dumm genug, als dass man damit nicht eine korrupte Justiz einschüchtern könnte. Das vom Kreml erwünschte Urteil von zehn Jahren Arbeitslager in Sibirien wird nicht lange auf sich warten lassen.

Zitat Gerhard Schröder: „Wladimir Putin ist ein lupenreiner Demokrat!“


……….Heute ist das alles vergangen.
Man kann nur durchs Vorzimmer zu dir gelangen.
Du rauchst nach Tisch die dicken Zigarren,
du lachst über Straßenhetzer und Narren.
Weißt nichts mehr von alten Kameraden,
wirst aber überall eingeladen.
Du zuckst die Achseln beim Hennessy
und vertrittst die deutsche Sozialdemokratie.
Du hast mit der Welt deinen frieden gemacht.

Hörst du nicht manchmal in dunkler Nacht
eine leise Stimme, die mahnend spricht:
»Genosse, schämst du dich nicht –?«

(Kurt Tucholsky)


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Thursday, April 25, 2013
Attentäter von Boston: Keine Rechtsbelehrung gemäss dem Miranda - Act?

Die Gebrüder Tsarnaev haben beim Boston Marathon ein grauenhaftes Blutbad angerichtet und viele Menschen getötet und teilweise furchtbar verstümmelt. Gliedmassen mussten amputiert werden. Blut, Leid undTränen kamen über die fröhlichen Menschen, die einem grossartigen Sport – Event zusehen oder daran teilnehmen wollten. . Als zwei Bomben in der Menschenmenge explodierten brach Panik aus. Das FBI und die Polizei von Boston nahm die Ermittlungen auf. Schon bald konnten die Täter durch ein riesiges Polizeiaufgebot von über 7.000 Beamten identifiziert werden. Nach einer wilden Verfolgungsjagd bis in den Bostoner Vorort Watertown konnten die Täter gefasst werden. Der ältere Bruder wurde bei der Festnahme getötet, der Jüngere musste sich der Übermacht an Polizei – Kräften ergeben. Die Bilder von der Festnahme zeigen einen objektiv unverletzten Täter, der mit offenem Hemd aus einem Boot kletterte und sich ergab.

Dies sind die Fakten und sie sind unstrittig. Was danach kommt ist verwirrend und widersprüchlich. Das FBI erklärte, dass der gefasste Täter bei der Festnahme so schwer durch eine Kugel im Mund verletzt wurde, dass er nicht mehr sprechen kann und auf die Intensiv – Station eines Krankenhauses verlegt werden musste. Frage: Wann und wie ist diese Verletzung zustande gekommen? Die Bilder der Festnahme zeigen keine Spuren von schweren Verletzungen beim Täter!

Dies ist jedoch nicht das einzige Mysterium der Verhaftung von Tsarnaev. Das FBI und die Polizei von Boston debattierten öffentlich darüber, ob der Attentäter vor das Bundesgericht von Massachusetts oder vor ein Militärgericht gestellt werden solle! Sind die amerikanischen Ermittlungsbehörden jetzt völlig verrückt geworden? Hat sie die 9/11 - Paranoia wieder erfasst? Es gibt keinen belastbaren Hinweis auf eine terroristische Verschwörung durch al – Qaida. Sämtliche Beweise lassen auf zwei Einzeltäter schliessen. Guantanamo fällt aus! Das Bundesgericht des US – Bundesstaates Massachusetts ist zuständig, weil nämlich in den USA ebenfalls wie in ganz Europa der Tatort auch den Gerichtsstand begründet.

Eine weitere Besonderheit lässt aufhorchen und misstrauisch werden: Der Attentäter soll also angeblich nicht sprechen können, wird aber nun schriftlich verhört. Auch diese Methode ist unzulässig, wie der Suprime Court bereits in einem Grundsatzurteil vom 13. Juni 1966 in Sachen Ernest Arthur Miranda versus Arizona entschieden hat. Ernest Miranda wurde vom Staatsanwalt des US – Bundesstaates Arizona der Vergewaltigung beschuldigt, vor Gericht gestellt und zu dreissig Jahren Haft verurteilt. Bei der Verhaftung wurde er nicht über seine Rechte belehrt. Er legte trotzdem ein Geständnis ab. Sein Anwalt ging bis zum Suprime Court, das das Urteil aufhob und zur erneuten Verhandlung nach Arizona zurück verwies, wo Ernest Miraanda in einem nunmehr ordentlichen Verfahren zu 11 Jahren Haft verurteilt wurde.


Ernest Arthur Miranda v. Arizona
384 U.S. 436 (1966); 86 S. Ct. 1602; 16 L. Ed. 2d 694; 1966 U.S. LEXIS 2817; 10 A.L.R.3d 974
Berufung eines geständigen Angeklagten, der vor seiner Vernehmung nicht belehrt wurde, schweigen zu können, und anschließend verurteilt wurde

Das im 5. Zusatzartikel zur Verfassung verbriefte Recht gegen Selbstbelastung verpflichtet die Strafverfolgung, Verdächtige über ihr Recht zu schweigen und ihr Recht auf einen Anwalt aufzuklären.

Nun wird also der Attentäter von Boston bei der Festnahme so schwer verletzt, dass er nicht sprechen kann, wird aber trotzdem schriftlich verhört. Ausserdem wurden ihm bei der Festnahme und vor dem Verhör nicht seine Verfassungsmässigen Rechte nach dem 5. und 6. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika eingeräumt. In dieser Belehrungs heisst es unter anderem, dass er von seinem Recht zu schweigen Gebrauch machen und dass er einen Anwalt beiziehen kann. All diese Rechte, die jedem Straftäter gemäss der Verfassung zustehen, wurden ihm verweigert.

Wer so fahrlässig mit dem eigenen Recht und Gesetz umgeht, wie es die Ermittlungsbehörden der USA in diesem Fall tun, der darf sich nicht wundern, wenn all die grossen Worte vom freiheitlichen Rechtsstaat Amerika in den Ohren der Menschen in aller Welt wie Hohn klingen! Der weltweite Hass auf die USA wird damit nicht abgebaut!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Tuesday, April 23, 2013
Der Fall Ulli Hoeness: Grüezi !

Der „Fall“ Ulli Hoeness ist eine willkommene Gelegenheit für die deutsche Neidgesellschaft, sich zu empören. Der Volkszorn des Deutschen wird natürlich politisch genutzt. Wer hätte denn erwartet, dass sich Politiker von links nach rechts an das rechtsstaatliche Prinzip der Unschuldsvermutung oder gar an Fakten halten würde, wenn es darum geht, politisches Kapital aus einem angeblichen Skandal zu schlagen? Die arbeitslosen Pfaffen, Soziologen, Lehrer, Physiker, Juristen und beruflich perspektivlosen Dauerpolitiker nehmen den Ball, der ihnen Ulli Hoeness da zugespielt hat, gerne auf, um ihren Hals in jedes Mikrophon zu schieben, das ihnen von ihren Hofschranzen in den Medien hingehalten wird, um sich pflichtschuldigst zu empören. Es ist noch keine Woche her, da sind sie alle Ulli Hoeness in jede Körperöffnung gekrochen, um sich Glanz seines Ruhmes zu sonnen. Das ist vorbei, obwohl gar nicht feststeht, ob, wann, warum und wieviel Steuern er hinterzogen haben soll.

Folgt man den Berichten der ZEIT und der FAZ, so hat Ulli Hoeness bereits in Deutschland versteuertes Geld bei der altehrwürdigen Bank Vontobel in Zürich gewinnbringend angelegt. Das alleine ist gar keine Straftat! Offensichtlich scheint es lediglich um die Versteuerung der Erträge aus diesen Konten zu gehen. Er hatte offensichtlich auf das Steuerabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland gehofft, das eine Quellensteuer auf die Kapitalerträge vorgesehen hat und ihn somit exculpiert hätte. Das Gesetz, das vom deutschen Finanzminister eingebracht wurde, scheiterte jedoch am Einspruch der SPD – geführten Länder im Bundesrat. Nun stand Ulli Hoeness vor einem Problem, das er völlig legal mit einer Selbstanzeige lösen wollte. Genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Es kann also wahrscheinlich keine Rede davon sein, dass er Steuern in Höhe von angeblich hunderten von Millionen hinterzogen haben soll.

Gleichwohl eignet sich natürlich ein solcher Vorgang für einen veritablen Aufreger der ewigen Neider, Zukurzgekommenen und Berufsempörten. Dabei wird gerne verschwiegen, warum es in manchen Ländern zur grossen Steuerflucht kommt und es in manchen Ländern überhaupt kein Anreiz für eine solche Straftat gibt oder wie in der Schweiz, eine solche Strafbestimmung im Strafgesetzbuch gar nicht existiert. Warum? Weil der Staat sorgsam mit den Steuern seiner Bürger umgeht, weil die Bürger per Volksentscheid Einfluss auf die Verwendung der Steuergelder haben, weil die Steuern von allen Bürgern bezahlt werden müssen und weil die Steuern daher niedrig sind, sodass jeder Anreiz zur Kapitalflucht fehlt. Wenn sich aber ein Staat mitsamt seiner Politiker – Kaste als Räuber, Diebe und Wegelagerer aufführt und sich derart schamlos an seinen Bürgern vergreift, wie dies beispielsweise in Deutschland und Frankreich der Fall ist, so fühlt sich der Bürger in einer permanenten putativen Notwehrsituation und ergreift die Flucht.

Beispiel Deutschland: Der Staat nimmt jedem Bürger von jedem sauer erarbeiteten Euro 79,2 % weg. Das setzt sich aus den Steuern wie Lohnsteuer, Einkommenssteuer, Körperschaftssteuern und den indirekten Verbrauchersteuern wie Mineralölsteuern, Umsatzsteuer, Tabaksteuer, Sektsteuer, Salzsteuer usw.usw.usw. zusammen. Selbst die Luft zum atmen wird besteuert durch hohe Umweltauflagen, die notwendig sind, weil die Freunde der Politiker aus der Industrie sie vorher kostenlos verpesten durften.

Und so flüchtet sich der Deutsche entweder in Schwarzarbeit, die sich mit einem Aufkommen von 370 Milliarden Euro zum grössteen Arbeitsmarkt entwickelt hat, oder das Geld tritt gleich die Flucht in steuerliche Wellness – Oasen an, was alleine in der Schweiz eine Schwarzgeld – Kapital – Flut von weiteren 370 Milliarden Euro ausmacht. Die schweizer Banken verlangen teilweise schon Strafzinsen für ausländisches Geld, weil sie soviel Geld gar nicht gewinnbringend am Kapitalmarkt platzieren können. Kantonale Banken haben gar einen Annahmestop für ausländisches Kapital verhängt, weil die Tresore überlaufen. Die Franzosen sind gleich mit Sack und Pack gekommen, 6000 französische „Patrioten“ haben sich in der Schweiz ganz niedergelassen. Der Rest hat Belgien und London als neue Heimat entdeckt.

Der ehemalige italiensiche Finanzminister Giulio Tremontihat die Sache ganz pragmatisch und ohne ideologische Scheuklappen gelöst: Er verhängte eine Generalamnestie und siehe da, aus dem nahen Tessin flossen in einer Woche cirka 60 Milliarden Euro wieder nach Italien zurück. Nicht viel weniger floss aus Monaco ab, die Banken waren entsetzt. Einer solchen pragmatischen Lösung steht der angestammte deutsche Neid – Hammel – Faktor entgegen. Was in Deutschland generell schief läuft, das wollen die Politiker aller Parteien lieber verschweigen: Deutschland hat ein völlig absurdes Steuersystem mit etwa 70.000 Steuergesetzen und Verordnungen. Das Land verfügt damit über 70% aller weltweit erhobenen Steuergesetze. Ein Stück aus dem Tollhaus!

Zitat: „Es gab genau drei Deutsche, die dieses Steuerchaos je verstanden haben: Der eine ist gestorben, der zweite ist verrückt geworden, und der dritte hat alles vergessen!“ (Peer Steinbrück)

Niemand wundert es also noch, dass Deutschland einer der schwächsten Beschäftigungs - Bilanzen der industrialisierten Welt aufweist: In anderen Ländern sind in den letzten Jahren über 10 Millionen neue Jobs geschaffen worden und das zu vernünftigen Löhnen, während sich Deutschland mit Hartz IV, Zeitarbeitern und Billiglöhnern einen unlauteren Wettbewerb verschafft. Die japanische Nomura Bank hat empirisch erhoben, dass das Wirtschaftswunder Deutschlands zu 49,5% den Hartz Gesetzen zu verdanken ist. In Deutschland und Frankreich stagniert die Beschäftigung. Nur 65 % der arbeitsfähigen Bevölkerung ist in sicheren Beschäftigungsverhältnissen oder irgendwie erwerbstätig. Die Reallöhne sind seit 1991 in Deutschland um 21,7 % gesunken! Dies ist die traurige Realität! Dem mittelständischen Unternehmer geht es nicht viel besser. Er wird durch eine Flut von Gesetzen und Vorschriften vom Staat derart schikaniert, dass er fast 50% seiner Arbeitskraft einsetzen muss, um die Flut von Gesetzen, Verordnungen, Statistiken, Erhebungen und Vorschriften des Staates zu beachten. Stirbt der Unternehmer dann eines Tages, dann greift der Staat nochmal kräftig in die Kasse, um die Erschaftssteuer zu kassieren.

Die Raffgier des deutschen Staates hat einen einzigen Grund: Er kann nicht mit seinen Steuergeldern umgehen, wie es der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns entspricht. Der Staat verschleudert seine eingenommenen Steuern in unverantwortlicher Weise. Alleine 65 Milliarden Euro werden jährlich durch Verschwendung vernichtet! ( Bericht des Bundesrechnungshofes) Der Staat unterhält ein Kuriosum von zwei Regierungssitzen und sechzehn Bundesländer mit den dazu gehörigen Parlamenten, Regierungen und Behörden. Die deutsche Bundesbank, die praktisch nichts mehr zu melden hat, beschäftigt trotzdem noch 12.000 Beamte. In 16 Bundesländern werden völlig überflüssige Oberfinanzdirektionen und Regierungspräsidien unterhalten. Fast 50 Parlamentarische Staatssekretäre fristen ein unnützes Dasein. Obwohl jedes Ministerium seine eigene Presseabteilung hat wird noch ein überflüssiges Presse – und Informationsamt unterhalten. Zahlreiche Ministerien und nachgeordnete Behörden sind völlig überflüssig! Alleine die Bundeswehr beschäftigt 123.000 Zivilbeamte! Der tiefere Sinn von Kassenärztlichen Vereinigungen konnte auch nicht geklärt werden. Steuerfinanzierte Parteinahe Stiftungen betätigen sich als Multi – Unternehmen. Mit 170 Milliarden Euro wird eine ausser Rand und Band geratene Agrar – Mafia subventioniert, die Produkte produziert, die dann zu 50% in den Müll wandern. usw. usw. usw.

Ein Stück aus Deutsch - Absurdistan! Wen wundert es da noch, wenn Kapital abfliest, um diesem Wahnsinn zu entkommen? Steuerhinterziehung ist eine Straftat. Das strafwürdige Verhalten darf aber ein Staat nicht dadurch bekämpfen, dass er selbst zum Straftäter wird. Der Ankauf von gestohlenen Bankdaten ist und bleibt Hehlerei. Da helfen auch noch soviele semeantische Verrenkungen von dümmlichen Politikern und das Juristen – Geseich von Staatsanwälten nicht! Repatriiert das hinterzogene Geld durch eine sparsame Haushaltsführung des Staates und durch steuerliche Anreize für die Unternehmer und gerechte Löhne für die arbeitswillige Bevölkerung! Steuerhinterziehung muss unattraktiv werden!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Monday, April 22, 2013
Familienministerin Schröder will sich um ihr Kind kümmern! Toll!

Es ist vollkommen gleichgültig, warum dieses fleischgewordene hessische Proporz - Partei - Mädchen mit dem Poster von Helmuth Kohl in ihrem Kinderzimmer auf ihr Amt verzichten will. Hauptsache, sie geht! Sie hat nach einer Legislaturperiode als Ministerin das Lebensziel erreicht, von dem jeder Deutsche nur träumen kann: Eine Rente in Höhe von vielen tausend Euro bis ans Ende ihrer Tage. Dafür kann man schon mal vier Jahre das Tanz - Mariechen für die Rabenmutter Anschela spielen und sich zum Gespött der Leute machen, und mit immer absurderen Themen die Windmaschine der Regierung Merkel in Gang halten. Das wäre jetzt die beste Gelegenheit, dieses überflüssigste aller Ministerien gleich ganz aufzulösen. Doch halt, es wird benötigt, um bei der nächsten Regierungsbildung wieder die Parteien - Arithmetik im Lot zu halten. Zu mehr als zu einem Verschiebe - Bahnhof für zu kurz gekommene Partei - Hansel taugt das Ministerium nicht! Sie predigen ganz Europa sparen, sparen, sparen, doch selbst unterhält Deutschland eine aufgeblähte Bürokratie, die eher einem Märchen aus Absurdistan als einer effizienten und sparsamen Verwaltung gleicht! Welches Land der Erde darf sich schon zweier Regierungssitze rühmen?

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer

Sunday, April 21, 2013
Ciao bella Italia!

Die italienische und die deutsche Republik haben mehr miteinander gemein, als der deutschen Bundeskanzlerin lieb ist. Frau Dr. Merkel geht zwar gerne nach Italien in den Urlaub und geniesst die Vorzüge dieses wunderschönen Landes, mit Land und Leuten meidet sie aber jeden Kontakt. Sie scheint die Menschen im Süden Europas überhaupt gering zu schätzen, anders sind ihre teilweise chauvinistischen und abfälligen Äusserungen über die „faulen Süd – Europäer“ nicht zu interpretieren. Die meisten deutschen Bürger teilen übrigens diesen aufkeimenden und längst vergessen geglaubten Wilhelminischen Chauvinismus nicht! Sie lieben die Länder im Süden Europas, respektieren ihre grosse Geschichte, lieben das Flair, das Land, die Menschen, das Essen, die historischen Sehenswürdigkeiten und natürlich die Sonne. Und natürlich wissen die meisten deutschen Bürger um die vielen Gemeinsamkeiten mit Italien, im Gegensatz zu der geschichtslosen oder geschichtsvergessenen, eiskalten und herzlosen Physikerin aus der untergegangenen DDR.

Der Staat Italien ist nur 10 Jahre älter wie Deutschland. Es bestand vor 1861 aus lauter Kleinstaaten, die von Fürsten und Königen regiert wurden. Erst nach dem Risorgimento im Jahre 1861 entstand ein einheitliches Staatsgebilde. Ganz ähnlich Deutschland: Erst nach dem deutsch – französischen Krieg wurde im Jahre 1871 im Spiegelsaal von Versailles der König von Preussen zum Kaiser des Deutschen Reiches ausgerufen. Davor war auch Deutschland ein Flickenteppich von Kleinstaaten, regiert von Fürsten, Herzögen und Königen.

Nach einer wechselvollen Geschichte und grauenhaften Kriegen mit Millionen von Toten, Blut, Leid und Elend entstanden nach dem Ende des II. Weltkrieges erneut einheitliche Staatsgebilde in Italien und Deutschland. Die Gründer der heutigen Staaten Deutschland und Italien trauten aber aus gutem Grund ihren Bürgern nicht mehr über den Weg. Zu oft waren Millionen von Menschen in beiden Staaten verlogenen und verbrecherischen Ideologien und politischen Hasardeuren wie Hitler und Mussolini nachgelaufen und waren teilweise sogar selbst in diese Verbrechen verstrickt! Auch deshalb wollten die Gründer beider Staaten ihre Länder in ein gemeinsames EUROPA einfügen und wurden Gründungsmitglieder der römischen Verträge im Jahre 1950, mit dem ein vereintes Europa zum Staatsziel erkoren wurde. Beide Staaten sind mit ihren zusammen 140 Millionen Bürgern ein unverzichtbarer Bestandteil Europas geworden.

Die Gründer beider Staaten Deutschland wie Italien wollten jedoch keine direkte Demokratie des Volkes mehr. Sie erschufen das Zerrbild einer Scheindemokratie: Die repräsentative Demokratie. Mit dem Ergebnis, dass eine politische Inzucht heran gewachsen ist, die sich schamlos am Staat bereichert und sich jeder basisdemokratischen Kontrolle entziehen kann. Lobbyisten haben mit dieser Kaste von Politikern leichtes Spiel. Figuren teilen sich die Macht in beiden Staaten, die mit demokratischen Mitteln nicht mehr weg zu bekommen sind. Wahlen des Volkes werden zur Aklamation der einer oder anderen Partei degradiert, verändern aber nichts. Was immer und ewig bleibt, sind immer und ewig dieselben politischen Figuren.

Dies führt in beiden Ländern zu einer alles zerstörenden Politiker – Verdrossenheit der Bürger. Sie müssen ohnmächtig den Rankünen, den Machtspielchen ihrer politischen Aristokratie zusehen und beginnen, ihren eigenen Staat zu verachten. Sie verweigern sich als Steuerzahler, sie verweigern sich als Teilnehmer an den Wahlen, sie verweigern ihre Teilnahme an der politischen Willensbildung, weil sie davon systematisch ausgeschlossen sind. In Deutschland kann man die politische Inzucht genauso besichtigen wie in Italien: Es sind ewig dieselben Parteien, dieselben Abgeordneten, dieselben Rituale, die das Volk anöden. Das Zweikammer – System und das Wahlrecht der repräsentativen parlamentarischen Demokratie blockieren sich gegenseitig. In beiden Ländern werden sogar die Staatsoberhäupter von dieser politischen Kaste ausgekungelt und schliesslich nach parteipolitischem Opportunismus in ihre hohen Ämter gehievt. Deutschland und Italien haben mit ihren Staatsoberhäuptern grosso modo viel Glück gehabt. Ausnahmen in jüngster Zeit bestätigen die Regel.

Im Moment führt Italien gerade coram publico vor, dass das System der repräsentativen Demokratie nicht mehr funktioniert. Die Parteien können sich weder auf eine Regierung, noch auf ein Staatsoberhaupt einigen. Italiens Politiker haben abgewirtschaftet, sind korrupt und haben jedes Ansehen bei ihrem Volk verloren. In Deutschland ist es nicht viel anders, nur ist der deutsche Untertan, anders wie in Italien, zur Obrigkeitshörigkeit erzogen und hat gelernt, nicht aufzumucken. Die Italiener sind da anders gestrickt. Sie wollen diesem jämmerlichen Schauspiel nicht länger zusehen und wenden sich voller Verachtung von ihrem Staat ab.

Wie kann man diese vertrackte Situation in beiden Ländern ändern? Schauen wir über den Rhein nach Frankreich. Die IV. Republik stand damals genau vor den selben Problemen. Nichts ging mehr, die Systeme blockierten sich gegenseitig, die Regierungen wechselten, doch sie veränderten nichts, die politischen Figuren blieben trotz immer wieder nue ausgerufener Wahlen. Unnütze Kriege wurden geführt und natürlich verloren, Gelder wurden verschwendet, die Bürger wandten sich mit Grausen von diesem Spektakel ab. Bis General Charles de Gaulle, der als Befreier Frankreichs von den Nazis als einziger Politiker noch ein hohes Ansehen bei den Franzosen genoss, eine Verfassung erarbeiten lies, sie dem Volk zur Abstimmung vorlegte und selbst zum ersten Präsidenten der V. Republik gewählt wurde. Das Mehrheitswahlrecht, Volksentscheide, direkt gewählte Abgeordnete und Staatsoberhäupter verschafften der neuen Republik wieder das nötige Ansehen, um Entscheidungen zusammen mit der Mehrheit des Volkes durchzusetzen.

Das ist der Weg für Italien und für Deutschland. Schafft eine Verfassung der Bürger für die Bürger und gründet eine neue demokratische Republik mit direkt gewählten Volksvertretern, Regierungschefs und Staatsoberhäuptern, sowie Volksentscheiden für alle existenziellen Fragen der Daseinsvorsorge und der Politik. Das ist die Demokratie nach der die italienischen und auch die deutschen Bürger dürsten!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Saturday, April 20, 2013
Nichts ist gut in Deutschland!

Diese Woche drehten sich wieder einmal und ausschliesslich Deutschlands Politiker um die eigene Achse. Wie in einem Hamsterrad werden dem gähnenden Volk, das zum hilflosen Publikum degradiert ist, die eingefahrenen Rituale einer „Repräsentativen Demokratie“ vorgeführt. Innig verwoben sind die Lobbyisten, die Politiker und die Medien, die diese fade Vorstellung zum nationalen Event hochzustilisieren haben. Im Bundestag, wo sonst, drehte sich alles um die Frauenquote, die als Schaukampf zwischen Personen und Parteien auf offener Bühne ausgetragen wurde, als würde das Wohl ganz Deutschlands davon abhängen. Wen interessieren die Spielchen zwischen einer vor Selbstsicherheit strotzenden Machtpolitikerin im Sozialministerium und einem aus Parteienproporz ins Amt der Familienministerin bugsierten Primanerin? Dieses lächerliche Spektakel dient nur einem einzigen Zweck, nämlich den ohnehin politisch phlegmatischen deutschen „Untertan“ weiter im Glauben zu lassen, dass alles in bester Ordnung sei. Das ist es nicht!

Wann endlich hört dieses sinnlose Töten in Afghanistan auf? Warum wird verschleiert, dass dieser Krieg längst verloren ist und der dümmste Feldzug seit der Erfindung des Schiesspulvers war? Nach über zehn Jahren Tod, Blut, Leid und Tränen auf allen Seiten ist es das einzige Ergebnis, dass Afghanistan unter dem Schutz der NATO zu einem der grössten Opium – Exporteure der Welt avanciert ist und dass dort von den Allierten ein neues Regime von immer frecher werdenden Despoten und Kleptokraten installiert wurde. Offiziell wird zwar dem uninteressierten deutschen Bürger ein Abzug der Truppen im Jahre 2014 versprochen, inoffiziell arbeiten die deutschen „Militär-Strategen“ an einer neuen Mission und versuchen gerade, andere NATO – Mitglieder für diesen hirnverbrannten Unsinn zu begeistern: Der Aufbau einer sogenannten „beratenden“ Ausbildungs – Mission für die afghanischen Truppen. Deutschland stellt bereits 800 Kampfsoldaten für diese Mission auf!

Wann endlich wird dem deutschen Bürger die Wahrheit über die Euro – Misere gesagt? Das Euro – Desaster ist von Deutschland provoziert, ausgelöst und dilettantisch gemanagt worden. Es war noch die von der CDU und der FDP geführte Regierung, die den Euro zusammen mit den anderen europäischen Partnern unter völlig falschen Vorraussetzungen eingeführt hatte. In den Euro – Ländern gab es keine einheitlich Wirtschafts – Sozial – und Rechtsordnung, kein einheitliches Arbeitsrecht, keine einheitliche Verwaltung und keine einheitlichen gesetzlichen Mindestlöhne. So wurde Deutschland mit seinen Dumping – Löhnen zum Gewinner des Euro. Mit unlauterem Wettbewerb ruinierte es die Nachbarstaaten, indem es die Euro – Staaten mit seinen mit Billiglöhnern produzierten Produkte zu Dumping – Preisen überflutete. Deren heimische Wirtschaft musste zwangsläufig kollabieren. Misswirtschaft und Korruption gaben diesen Staaten den Rest. Diese Misswirtschaft in den südlichen Ländern will die von der SPD und den GRÜNEN geführte Regierung damals nicht erkannt haben und nahm auch gleich noch fleissig Griechenland mit in die Euro – Zone auf.

Wann endlich sagen die Politiker den deutschen Bürgern, dass die Rettungsaktionen mit deren Steuergeldern nicht etwa zur Sanierung der in Schwierigkeiten geratenen Euro – Staaten zufliessen, sondern zum grossen Teil den deutschen Banken, die sich an der Euro – Krise wund verdienen? Von dem gestern beschlossenen „Rettungspacket“ für Zypern in Höhe von 9 (neun) Milliarden Euro gehen alleine 6 (sechs) Milliarden an die deutschen Banken, um deren an Zypern verliehenen Kredite zurück zu bezahlen. Weder ein Zypriote, noch ein Grieche, noch ein Portugiese, noch ein Spanier, noch ein Ire haben jemals einen einzigen Cent von diesen „Rettungspacketen“ erhalten! Im Gegenteil, die Bürger dieser Länder bezahlen mit ihren gekürzten Sozialleistungen, mit Arbeitslosigkeit, mit maroder Infrastruktur, mit ihren Pensionsfonds – und Rentenkassen für das grössenwahnsinnige Versagen ihrer Banken und Politiker!

Wann endlich hört der deutsche Staat damit auf, über seine Verhältnisse zu leben? Seit 1969 hat keine deutsche Regierung einen ausgeglichenen Haushalt mehr vorgelegt. Mit nichts als Schulden wurde die alles regeln wollende überbordende Bürokratie, grössenwahnsinnige Projekte und grundgesetzwiderige Kriege finanziert. Warum wird nicht endlich eine Bürgerversicherung eingeführt, in die alle solidarisch einbezahlen müssen, Arbeiter, Angestellte, Selbstständige, Freiberufler, Beamte, Soldaten, Unternehmer, Abgeordnete und Minister, wie dies in der Schweiz und anderso längst üblich ist? Wann endlich wird der zweite Regierungssitz in Bonn ersatzlos gestrichen, Wann werden ineffiziente Bundesländer mitsamt ihren Parlamenten und Verwaltungen abgeschafft?

Wann endlich wird der Artikel 146 GG umgesetzt und dem deutschen Bürger die im Grundgesetz nach der Wiedervereinigung vorgesehene Verfassung gegeben? Ganz Deutschland ist geteilt einserseits in eine politische Aristokratie, die aus Lobbyisten, Banken, Industrie, Politiker, Beamte und Medien besteht, und anderseits den ohnmächtigen Zuschauer, auch das Volk genannt. Alle vier Jahre darf der Urnenpöbel sein Kreuzchen auf einem Wahlzettel machen, den die Parteien für ihn vorher ausgehandelt haben und tritt damit seine demokratischen Rechte an die politischen Parteien offen ab. Dazwischen hat er keinen Einfluss auf die Politik, denn die kann mit den Stimmen machen was sie will. Das aber ist keine Demokratie!

Wann endlich gehen die deutschen Bürger auf die Strassen und fordern ihren Staat zurück? Er gehört nämlich den Bürgern und nicht den Politikern, nicht den Banken, nicht der Industrie und nicht den Lobbyisten! Dieser Feudalismus aus dem 19. Jahrhundert passt nicht mehr in das 21.Jahrhundert. Doch viele Bürger sind in ihrem obrigkeitshörigen Untertanen – Wahn gefangen. „Man kann ja eh nichts machen“, ist der Leitspruch des ewig jammernden deutschen Michels! Und so überrascht es niemand, dass ein von einem undemokratischen Kuriosum aklamierter Bundespräsident sich wie ein Ersatz – Monarch aufführt und sich erdreistet, von seinen „Untertanen“ Respekt für diese Politiker einzufordern!

Diese politische Aristokratie hat keinen Respekt verdient, denn sie handelt nicht im Interesse des Volkes! Sie packt nicht die wahren Probleme des Staates an, sondern kreist um sich selbst und liefert dem Publikum absurde Scheingefechte, um von den wahren Problemen abzulenken! Jagd sie vom Hof!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Friday, April 19, 2013
Herzlos, ungebildet und geistig korrumpiert!

Sie können sich nicht riechen! François Hollande hat Angela Merkel nicht vergessen, dass sie entgegen aller diplomatischer Usancen im Wahlkampf öffentlich gemeinsam mit Sarkozy im französischen Fernsehen aufgetreten ist! Bundeskanzlerin Merkel trampelt auf den Gefühlen der Menschen herum, wie ein Elefant im Porzellan - Laden, macht ganz Deutschland zum Gespött und schürt alte Aversionen gegen eine neue deutsche Grossmacht in Europa. Rüde, undiplomatisch und herzlos hämmert sie ihr ewig gleiches Credo in die Köpfe ihrer europäischen Partner: Die Menschen sollen verzichten und sparen! Sie vertritt die Interessen der Banken, Versichrungen und der Industrie, aber nicht das deutsche Volk! Langsam dämmert es den Menschen, dass Deutschland nur mit unlauterem Wettbewerb seinen Wohlstand finanziert, in dem es mit Billiglöhnen, Hartz IV und Leiharbeit die Lohnkosten radikal senkt und damit die Preise der Partner unterbietet, die einen gesetzlichen Mindestlohn vorschreiben. Die japanische Grossbank Nomura hat in einer wissenschaftlichen Studie nachgewiesen, dass 49% des ökonomischen Wunders in Deutschland auf die Einführung der Hartz Gesetze zurück zu führen ist. 51% verdankt Deutschland den billigen Geldern der EZB, die es für teures Geld weiter verleiht aber nicht in die marode Infrastruktur investiert. Solche Studien liest man in Deutschland nicht gerne! Sie würde auch niemand glauben. In Deutschland sanken die Lohnkosten seit 1991 um 21,7 % und dann redet die Regierung von mangelnder Binnenkonjunktur? Es ist nur ein Exportwunder, durch unlauteren Wettbewerb erschlichen, von dem die Bürger nichts haben! Nichts! Und Angela Merkel wird haushoch wieder gewählt! Das heisst, dass diese verheerende Politik von der Mehrheit des deutschen Volkes unterstützt wird! Madame Blamage!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Saturday, April 13, 2013
Politthriller oder Ranküne?

Französischer Politthriller oder nur die Ranküne von verärgerten Militärs? Der Budgetminister Jérôme Cahuzac musste zurücktreten, weil er die Nationalversammlung angelogen hatte, als er feierlich versicherte, kein Konto bei der UBS in Genf zu haben. Es war eine dreiste Lüge: Dort wurden genau 600.000 Euro auf seinem Konto gefunden. Ganz Frankreich beschäftigt nun die Frage, woher kamen die überaus präzisen Informationen? Richtig ist, dass der Ex - Budgetminister dreissig französische Regimenter schliessen und die Armee drastisch verkleinern wollte. Er trug sich sogar mit dem Gedanken, das Flagschiff der französischen Marine, den Flugzeugträger Charles de Gaulle zu verkaufen. Dass sich die französischen Militärs von den Politikern nicht alles gefallen lassen und äusserst aufmüpfig sind, ist hinlänglich bekannt. Der Direktor der Kaderschmiede der Offiziere in Saint - Cyr hatte öffentlich erklärt, dass er den Krieg in Afghanistan für blanken Unsinn hält, worauf ihn Nicolas Sarkozy entlassen wollte. Das hat sich der Präsident aber einen Bärendienst erwiesen. Nach einer Solidarierung aller französischen Generäle musste der Präsident die Entlassung des Generals wieder rückgängig machen. So ist es nicht unglaubwürdig, wenn France Info und das schweizerische Magazin L'Hebdo nun schreiben, dass die Informationen über das Schwarzgeldkonto von Jérôme Cahuzac vom Inlandsgeheimdienst und vom Militärgeheimdienst DGSE kamen. J'adore la France.

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Saturday, April 13, 2013
Invasion in Etappen

Herr Dr. Schäuble redet semantischen Bockmist, wenn er stets behauptet, dass die "Aktionäre" der Banken für den Schaden einer Pleitebank aufzukommen haben. Er will damit kaschieren, dass es die Sparer sind, die für den von den Eigentümern verursachten Schaden gerade stehen müssen. Richtig ist, dass seit der organisierten Bankenrettung noch kein Vorstand oder ein Aktionär zur Kasse gebeten wurde. Es sind die Kunden der Bank. In Zypern sind es sogar die Pensionskassen, deren Vermögen beschlagnahmt wurde, mit der Folge, dass die Rentenanwartschaften der Zyprioten verloren sind. Glaubt irgend jemand im ernst, dass auch nur ein einziger Oligarch sein Geld in Zypern verliert? Die hören das Gras wachsen. Beim ersten Anzeichen einer Krise haben sie ihre geraubten Millionen und Millarden in andere Offshore - Oasen transferiert. Man sollte mal in London und in Amsterdam nachfragen, wo das meiste russische und kaukasische Schmutzgeld gebunkert ist. Doch an England und Holland traut sich Herr Dr. Schäuble nicht heran. Der Brocken ist ihm zu mächtig. Er vergreift sich lieber an Frauen, Kindern und alten Männern, um seinen Auftraggebern, den Banken, zu Gefallen zu sein. Er faselt vom Kampf gegen Steueroasen und lässt VW den Gewinn völlig legal von 37 auf 15 % drücken, in dem der Konzern 200 Briefkastenfirmen im US - Bundesstaat Delaware unterhält, seine Firmenjets in der Karibik registrieren lässt, die dann mit Kerosin betankt werden, das vom deutschen Steuerzahler subventioniert wird. Ich bekomme innere Blutungen angesichts soviel Heuchelei, Verlogenheit und menschlicher Niedertracht. Es ist zum verzweifeln, man kann das alles bei mir und anderswo lesen und sehen und der deutsche Michel tut nichts. "Man kann ja nichts machen", jammern die meisten Deutschen! Dieser Untertanengeist hat sich unausrottbar in deutschen Hirnen festgefressen. Mit dieser Untugend konnte man zwei Weltkriege anzetteln, zum Massenmörder werden und kann ganz Europa in den Abgrund reissen. "Man kann ja nichts machen", ist das Credo dieses Ungeistes. Das Unrecht liegt auf der Hand und ist offensichtlich, doch der Deutsche hat Angst den Rasen zu betreten. Mit Billiglöhnen, Hartz IV und Leiharbeit verschafft sich Deutschland einen unlauteren Wettbewerb gegenüber den europäischen Partnern. Invasion in Etappen: Erst kamen sie hoch zu Ross, dann mit den Panzern, dann mit ihren Möbeln und heute mit der EZB - Troika, um sich Europa untertan zu machen!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Saturday, April 13, 2013
Die Pass - Huren

Sie wohnen in London, Kitzbühel, Belgien, Irland, Monaco oder gleich ganz in der Schweiz und geniessen dort die Unversehrtheit ihres in den Heimatländern verdienten Geldes. Ihr Lebensmittelpunkt liegt nicht in Deutschland oder in einem anderen Hochsteuerland. Ihre Kinder gehen auch nicht mehr in ihrem Geburtsland in die Schule. Sie zahlen auch keine Steuern in ihrer Heimat, denn sie haben dort ja auch keinen Wohnsitz.

In Kitzbühel und Salzburg wohnen die Fussball – Kaiser und die Tennis – Stichs. Die Zahl der Franzosen, die in der Schweiz ihre neue Steuerheimat gefunden haben liegt bei 9000 Familien. Sie befinden sich in erlauchter Gesellschaft von Formel 1 Weltmeistern und reichen Italienern. In London und an der belgischen Grenze gibt es ganze Stadtteile, in denen keine Belgier wohnen, sondern Milliardäre aus Frankreich. Belgien, die Schweiz und England locken diese vaterlandslosen Gesellen mit grösszügigen Steuervergünstigungen und einer auf ihren Sprachraum zugeschnittenen Infra – Struktur. Und das mitten in Europa!

In ihren Heimatländern zahlen sie schon lange keine Steuern mehr! Sie sonnen sich jedoch gerne nach wie vor im Blitzlichtgewitter ihres heimischen Publikums, lassen keine Homestory in den bunten Blättern aus und dackeln auf jedem roten Teppich herum, der ihnen vom heimatlichen Pöbel vor die Füsse geworfen wird. Sie geniessen jedoch, (man weiss ja nie was kommt) den Schutz der Staatsbürgerschaft ihres Heimatlandes und verlängern in den Konsulaten brav ihre Pässe.

Nur Steuern wollen sie nicht bezahlen in ihren Geburtsländern. So entgehen dem Fiskus jährlich hunderte von Millionen an Steuereinnahmen. Es sind nicht nur Grosskonzerne, die ihre Gewinne gerne steueroptimiert anlegen, es sind auch zahlreiche Millionäre und Milliardäre, die keine Lust haben, in ihren Heimatländern Steuern zu bezahlen. Das ist legal und jeder Politiker weiss das. Ein US – Amerikaner muss seine Steuererklärung in den USA abgeben, egal wo er wohnt. In Europa ist das nicht so!

Die Politiker plärren jeder verlorenen Einnahme hinterher und jagen den Bürgern die Finanzbehörden bis in deren Essfach nach. Ganze Staatsanwaltschaften sind damit beschäftigt, den daheim gebliebenen Steuerzahlern das Leben schwer zu machen und oft auch deren Existenz zu vernichten. Doch eine einfache Pass – Besteuerung für Steuerflüchtlinge ist offenbar nicht möglich!
Jeder weiss das und niemand regt sich darüber auf! Und auch deshalb ist das ganze verlogene Gewäsch über Steueroasen ein Abgrund von Heuchelei!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Friday, April 12, 2013
Steueroasen: Heuchelei auf allen Seiten!

Jeder sich wichtig dünkende Politiker hat für sich ein neues empörendes Thema entdeckt, mit dem er vom eigenen Versagen ablenken möchte und den Volkszorn befriedigen kann. Auf einmal überschlagen sich die „Finanz – Politiker“ in ihrem Eifer, Briefkastenfirmen in Steueroasen zu verbieten. Dass es Steueroasen gibt, scheint die Sensation des Monats April 2013 zu sein. Was für ein Abgrund von Heuchelei und Verlogenheit!

Solche Finanzplätze gibt es, seit es Steuerhinterziehung, Schwarzgeld, Blutgeld, Geld von Kleptokraten, Geld von Blut – Despoten und die krimellen Organisationen des organisierten Verbreches gibt. Diktatoren, die vor den Regierungssitzen der Demokratien mit Ehren überhäuft werden, bluttrünstige Kleptokraten aus aller Welt, Oligarchen, die Mafia, die N’drangeta, Gelder aus dem burmesischen Dreieck, sie alle brauchen Oasen, um ihre Gelder zu verstecken, zu waschen und wieder in den offiziellen Wirtschaftskreislauf einschleusen zu können.

Natürlich bleiben diese hinterzogenen Steuergelder und die Blut – Gelder nicht dort. Sie werden zu anonymen Fonds gebündelt und wieder in den ersten Kapitalmarkt eingeschleust. Diese Investmentfonds sind dann die sogenannten „Märkte“, von denen jeder Börsenguru kurz vor 20 Uhr im Fernsehen faselt. Sie kaufen Staatsanleihen, ganze Konzerne, oder dienen einfach nur der Steuervermeidung und der Gewinnoptimierung. Nach Aussage von Transparency International, der OECD und der Weltbank befinden sich heute schon etwa 50 % aller weltweit operierenden Konzerne im Besitz dieser Gelder unklarer Herkunft.

Es sind nicht nur blaue Lagunen in der Karibik, wo dieses Geld einem Waschgang unterzogen wird. Die grössten Heuchler sind Staaten, ihre Politiker und Konzerne, die teilweise sogar in Staatsbesitz sind. Der US – Bundesstaat Delaware hat gerade mal 800.000 Einwohner, jedoch sind auf seiner besonderen Steuergesetzgebung und seinem anonymen Gesellschaftsrecht 900.000 Firmen dort registriert. Dazu gehört die Créme de la Créme des amerikanischen und internationalen Konzern – Adels. Allein der deutsche Autohersteller Volkswagen VW unterhält bis zu 200 Briefkastenfirmen in diesem Bundesstaat. Warum? Weil so eine steueroptimierte Bilanz möglich ist. Die deutsche Steuerlast des Multikonzerns wurde so von cirka 37 auf 15 % gesenkt. Dass VW seine ganzen Firmenjets in der Karibik registriert hat, ist nur ein Detail. An VW ist das Land Niedersachsen beteiligt und stellt tradionsgemäss seinen Ministerpräsidenten als Aufsichtsrat. Die deutsche Telecom, die deutsche Post, Bosch, Mercedes- Benz und viele andere deutschen Konzerne nutzen diese Steueroasen, um ihre Auslandsumsätze nicht in Deutschland versteuern zu müssen, sondern „steueroptimiert“ und völlig legal anzulegen.

Man muss aber gar nicht so weit reisen, um sein Geld optimal zu waschen und Steuern zu sparen. Die Schweiz, Andorra, Lichtenstein, Luxemburg, die englischen Kanalinseln und vorallendingen die Niederlande sind die besten europäischen Steueroasen.

Das deutsche Steuerrecht duldet solche Praktiken ausdrücklich. Sie sind legal. Und das alles wollen die Politiker erst jetzt erfahren haben? Ich rufe denen mit Grünter Grass zu: „Haltet das Maul und trinkt euren Rotwein!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Friday, April 12, 2013
Heuchelei, Dummheit und Verlogenheit sind die Pein der Menschheit!

Heuchelei ist neben der Dummheit die grösste Pein der Menschheit. Leider gibt es für beides keine passende Strafe. Heuchelei und Verlogenheit muss man immer wieder beim Namen nennen und öffentlich entlarven. Das ist die einzige Waffe, die den Heuchlern weh tut. Während ganz Frankreich sich über einen verlogenen Minister empört, der als Budgetminister den Bürgern mit seiner Finanzpolizei bis ins Essfach nachgeht, hat er selbst Schwarzgeldkonten in der Schweiz. Monsieur Cahuzac hat sogar das Parlament belogen, als er behauptete, nie ein solches Konto besessen zu haben. Und der rechte Front National mit seinem Ehrenvorsitzenden Jean-Marie Le Pen konnten sich vor lauter Entrüstung über diese "vaterlandslosen Gesellen"' kaum mehr einkriegen. Nun stellt sich heraus, dass der Rassist Le Pen selbst Konten in der Schweiz hat. Die Heuchelei und Verlogenheit unserer Politiker hat einen Namen! Wer sich aber moralinsauer empört über Steuerhinterziehung und Offshore - Steuer - Oasen, der sollte seine verlogene Entrüstung zügeln. Jeder Banker, jeder Politiker und jeder einigermassen belesene Bürger weiss, dass es diese Steuer - Paradiese gibt, seit Steuern erhoben werden. Und die Finanzminister aller Länder haben nie den ernsthaften Versuch unternommen, diesen Skandal zu beenden. Jede Bank der Welt besitzt eine Offshore Bank und wäscht dort hinterzogene Gelder und das Blutgeld der Despoten und Kleptokraten dieser Welt, um es nach dem Waschgang wieder in den ersten Kapitalmarkt einzuschleusen. Wer sollte denn sonst die Anleihen der verschuldeten Staaten kaufen? Die Oma traut weder ihrer Bank noch ihrem Staat. Die Haushalte werden mit hinterzogenen Steuergeldern und Schmutzgeld aus aller Welt finanziert. Wenn man dann dazu die passenden Talk - Shows sieht, wendet sich der Kenner der Materie vor soviel Heuchelei mit Grausen. Naivität, gekoppelt mit Dummheit und Heuchelei sind zum Beamten - TV - Event erhoben worden!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Thursday, April 11, 2013
Die Moralisierung der Politiker

Gestern war ein grosser Tag für die französische Demokratie. Im Senat wurde das Gesetz „Mariage pour tous“ mit grosser Mehrheit verabschiedet, es muss nun nur noch vom Präsidenten unterzeichnet werden, um Rechtskraft zu erlangen. Die Nationalversammlung hatte bereits zugestimmt. Das bedeutet, dass nun gleichgeschlechtliche Partnerschaften offizielle Ehen eingehen können und zivil – und steuerrechtlich den anderen Ehen gleichgestellt sind. Sie haben alle Rechte wie eine Ehe zwischen Mann und Frau und können somit auch Kinder adoptieren. Die Sorgerechtsfragen im Falle des Scheiterns einer gleichgeschlechtlichen Ehe wurden ebenfalls gesetzlich geregelt!

Zur gleichen Zeit gingen in der Nationalversammlung die Wogen hoch. Die Regierung brachte ein Gesetz zur Moralisierung der Politiker ein. Nach der Affaire Cahuzac soll dies nun ein Befreiungsschlag für die angeschlagene Präsidentschaft von François Hollande sein. Der schwerreiche Schönheits – Chirurg und Ex – Budget Minister Cahuzac hatte vor der Nationalversammlung gelogen, als er versicherte, dass er kein Konto in der Schweiz unterhalte. Unter dem Druck des strengen Verhörs eines Untersuchungsrichters musste er jedoch zugeben, dass er bei der UBS in Genf 600.000 Schwarzgeld geparkt hatte. Der Staatspräsident entliess ihn sofort aus der Regierung, die sozialistische Partei hat ihn gestern aus der Partei ausgeschlossen.

Die Heuchelei auf beiden Seiten des Hauses kannte keine Grenzen. Die Nerven lagen blank bei den Deputierten. Während die Regierung nun ein Gesetz verabschieden will, wonach jeder, der in ein öffentliches Amt gewählt wird, ab sofort seine gesamten Vermögensverhältnisse offen legen muss, lehnten die Mitglieder der konservativen UMP das Gesetz vehement ab. Doch die Opposition ist in dieser Frage nicht geschlossen gegen das Gesetz. Zahlreiche Deputierte der UMP veröffentlichten heute in den Tageszeitungen ihre Vermögensaufstellung einschliesslich Barvermögen, Autos, Immobilien, Schmuck oder Kunstgegenständen, sowie aufgenommene Kredite mit deren Laufzeit.

Das wird viele Mandatsträger in Frankreich schmerzen. Doch der Pein noch nicht genug. Das Gesetz schreibt auch vor, dass Vorbestrafte automatisch das passive Wahlrecht verlieren und kein öffentliches Amt mehr annehmen dürfen. Wenn das Wirklichkeit wird, dann wird es verdammt einsam in den Amtsstuben der Republik!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Wednesday, April 10, 2013
Ach so, es gibt Steuer - Oasen? Wer hätte das gedacht!

Wow! Was für eine journalistische Meisterleistung! Wahrlich, wahrlich, das ist Pulitzer - Preis verdächtig! Wäre hätte das gedacht, dass die britischen Kanalinseln, die Antillen, die Bahamas, Curaçao, Panama, Singapur, Macao, Hongkong, die Schweiz sowieso, Monaco auch ein bisschen, Zypern auf jeden Fall und Beirut ganz sicher, als Steueroasen für schmutziges Geld und für Steuer - Vermeidungs - Konzepte missbraucht werden? Ja was denn sonst um Himmels Willen? Wie naiv ist eigentlich diese Welt, dass diese Meldung auch nur noch einen armen gichtgeplagten Hund hinter seinem Ofen hervorlocken könnte? Man kann nur noch den Kopf schütteln über soviel Naivität! Jeder, der es wissen will, der weiss es, dass heute bereits mehr als 50% der grössten internationalen Konzerne im Besitz von Fluchtgeldern aus allen Herren Ländern sind, natürlich sauber verpackt in sogenannte Investmentfonds! Jeder der es wissen will, weiss doch längst, wer die Anleihen der hoffnungslos überschuldeten Staaten kauft und somit das schmutzige Geld in blütenreine Bundesschatzbriefe tauscht. Oder glaubt irgend jemand noch allen ernstes, dass die Oma ihren Sparstrumpf öffnet, um die verlogenen Haushalte der Politiker zu finanzieren? Natürlich braucht die internationale Wirtschaft die Blutgelder der Despoten, die Schmutzgelder der Mafia, die Drogengelder aus dem burmesischen Dreieck, die gestohlenen Gelder der Entwicklungshilfe, um ihre legalen Geschäfte zu finanzieren. Wenn es diese Steueroasen nicht mehr gäbe, fänden diese schmutzigen Gelder keine Waschmaschine mehr. Und dann? Ganze Staaten würden zusammenbrechen! Die Eurozone wäre bankrott, der US - Dollar ruiniert und die Finanzminister müssten Konkurs anmelden! Schliesst die Steueroasen und es ist die Stunde der Wahrheit! Oder findet Euch damit ab, dass die überbordenden Staatsschulden eben mit schmutzigem Geld finanziert werden. Das ist die Realität! Bitter aber wahr!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Thursday, April 04, 2013
Die Stunde der Heuchler

Dem französische Minister Cahuzac wurde vorgeworfen, dass er ein Schwarzgeldkonto bei der UBS in der Schweiz habe. Er bestritt dies vehement, auch vor der französischen Nationalversammlung. Die Pariser Untersuchungsrichter wiesen ihm jedoch nach, dass er dort 600.000 Euro Schwarzgeld gebunkert hatte. Nun musste der Minister zurücktreten. Er wird wegen Steuerhinterziehung angeklagt. Für Fälle von Regierungs - Kriminalität ist der Cour de la la République zuständig. Für die Ermittlungen gegen Regierungsmitglieder ist eine spezielle Abteilung der Untersuchungsrichter am Pariser Justizpalast zuständig, deren Machtbefugnis noch auf ein Dekret Napoléons I. aus dem Jahre 1811 zurückgeht. Die Opposition schäumt und entrüstet sich moralisch. Darüber können die Franzosen nur lachen! Jeder Franzose hätte gerne ein Schwarzgeldkonto mit soviel Geld in der Schweiz, am liebsten die Mitglieder der Partei von Nicolas Sarkozy. Der ist in mehrere Strafverfahren verwickelt, in dem es um Retro-Provisionen für Waffenverkäufe und illegale Parteispenden geht. Andere konservative Politiker sind bereits verurteilt wegen ähnlicher Straftaten. Auch die Sozialisten eignen sich nicht als moralische Instanz. Genügend sozialistische Politiker wurden schon wegen Korruption verurteilt. Nun soll ein Gesetz Abhilfe schaffen: Kein vorbestrafter Politiker darf mehr in die französische Nationalversammlung einziehen! Es wird verdammt leer und öde werden im altehrwürdigen Palais Bourbon!

Rainer Kahni dit Monsieur Rainer


Thursday, April 04, 2013
Ziviler Ungehorsam wird zur Pflicht, wenn der Staat das Recht verletzt!


Die klügsten und angesehensten Menschen dieser Erde haben diese Binsenweisheit schon gepredigt. Einige hatten Erfolg, einige sind gescheitert, doch die meisten sind an den Menschen verzweifelt. Der Holocaust hat in Deutschland eine intellektuelle Lücke geschlagen, die nicht wieder gut zu machen war und ist. Die meist jüdische Intelligenz ging entweder ins Exil, wurde umgebracht, oder wählte den Freitod. Wo ist der Nachwuchs? Wo sind die intellektuellen Freigeister, die Richtung vorgeben, die mutig mahnen, die sich an die Spitze der friedens - bewegten Demokraten stellen? Sind sie gar nicht mehr da oder sind sie korrumpiert? Wo ist ein neuer Kurt Tucholsky, ein Heinrich Heine, ein Georg Christoph Lichtenberg, ein Erich Kästner, ein Alfred Polgar, ein Berthold Brecht, ein Georg Kreisler, ein Heinrich Böll und die vielen anderen grossen politischen Geister? An dieser intellektuellen Leere und Führungslosigkeit wird das Land zu Grunde gehen! Und das Kapital, deren Hofschranzen in der Politik und die Hofberichterstatter in den Medien reiben sich die Hände wund. "Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht", dichtete schon Heinrich Heine. Und Kurt Tucholsky nahm sich aus Verzweiflung über die Dummheit und Feigheit der grossen Masse der Deutschen das Leben! Derweil treiben die Mächtigen ihr Spiel und haben nichts zu befürchten!


Rainer Kahni dit Monsieur Rainer
Journalist und Buchautor
Mitglied von Reporters sans frontières


Monday, April 01, 2013